Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ryria:
Da, wo ich dich sehen kann von Jasmin Schreiber
Schmerzende Worte
Emma ist 30, hat eine Tochter im Grundschulalter, liebende Eltern, eine tolle beste Freundin und einen Mann, der sie ermorden wird.
Dieses Buch tut mit jeder Seite weh und doch ist es so unheimlich wichtig und wundervoll geschrieben.
Emmas Geschichte wird aus vielen Perspektiven erzählt, wir verfolgen ihre eigenen Gedanken vor ihrem Tod, aber auch das Leben danach von ihrer besten Freundin, ihrer Tochter und ihren Eltern.
Dazwischen gibt es auch Textabschnitte, die alles nochmal realer wirken lassen, wie ein Sektionsgutachten oder das Transkript des Notrufs, als Maja ihre tote Mutter findet.
Immer wieder habe ich beim Lesen einen Kloß im Hals bekommen, manchmal auch Tränen in die Augen, viele Sätze habe ich mehrmals gelesen oder eine Weile auf mich wirken lassen. Die Charaktere und ihre Gefühle und Gedanken wirken so authenthisch, dass man sich viel zu gut in sie hineinversetzen kann. Die Freundschaft zwischen den Frauen hat mich (trotz Unterschieden) so an meine beste Freundin erinnert, dass ich teilweise auch um Emma mitgetrauert habe und mich gefragt habe, was ich machen würde, wenn meine Freundin so plötzlich stirbt.
Der Schreibstil hat etwas ganz Besonderes, manche Sätze sind ewig lang, aber wirken dennoch nicht übertrieben oder kompliziert, sondern erinnern an einen menschlichen Gedankenfluss.
Dazu werden auch Themen des "Was wäre wenn" oder Paralleluniversen durchdacht, was passend zur Thematik der Trauer war.
Femizide sind leider ein immer noch sehr aktuelles Problem in unserer Gesellschaft, daher finde ich es umso wichtiger, dass darauf aufmerksam gemacht wird und jeder in der Weise hilft, wie es ihm möglich ist. Die Autorin trägt mit diesem Buch ihren Teil dazu bei, nun ist es an uns, auf unsere Lieben und auch auf uns selbst achtzugeben.
Absolute Leseempfehlung alleine für das Thema, aber auch Stil und Inhalt konnten mich sehr überzeugen!
Rezensionen von Leseliebee:
Hochbeet für Ahnungslose von Anja Klein; Véro (Veronika) Mischitz
Perfekter Einstieg für Anfänger - toll illustriert
„Hochbeet für Ahnungslose“ von Anja Klein und Véro Mischitz ist ein praxisnaher Ratgeber, der blutigen Anfängern alle Infos zu Hochbeeten liefert – von Planung und Bau bis zur Pflege und Ernte. Mit vielen cleveren Tricks zeigt es, wie man platzsparend und ertragreich gärtnern kann.
Der Ratgeber wirkt wie ein illustriertes Bilderbuch für Erwachsene: Die bunten Illustrationen und der klare Aufbau machen das Blättern zum Spaß und vermitteln tonnenweise Infos bildlich – ohne endlosen Text.
Was mir neu war, war eine Step-by-Step-Anleitung für eine Wurmfarm, durchlässige Ollas als Gießhilfe und die Regenrinne als smarte Anzuchtlösung – alles super praxistauglich!
Ein sehr empfehlenswerter Begleiter, der mich bestens auf die kommende Pflanzsaison vorbereitet hat. Absolut kaufen für alle, die endlich loslegen wollen!
„Hochbeet für Ahnungslose“ von Anja Klein und Véro Mischitz ist ein praxisnaher Ratgeber, der blutigen Anfängern alle Infos zu Hochbeeten liefert – von Planung und Bau bis zur Pflege und Ernte. Mit vielen cleveren Tricks zeigt es, wie man platzsparend und ertragreich gärtnern kann.
Der Ratgeber wirkt wie ein illustriertes Bilderbuch für Erwachsene: Die bunten Illustrationen und der klare Aufbau machen das Blättern zum Spaß und vermitteln tonnenweise Infos bildlich – ohne endlosen Text.
Was mir neu war, war eine Step-by-Step-Anleitung für eine Wurmfarm, durchlässige Ollas als Gießhilfe und die Regenrinne als smarte Anzuchtlösung – alles super praxistauglich!
Ein sehr empfehlenswerter Begleiter, der mich bestens auf die kommende Pflanzsaison vorbereitet hat. Absolut kaufen für alle, die endlich loslegen wollen!
Rezensionen von Francesca :
Camp Rainbow - Über mir der Himmel von Alicia Zett
Ein Sommercamp voller Herz, Vielfalt
"Camp Rainbow - Über mir der Himmel" war für mich ein echtes Wohlfühlbuch, das mich mit seiner warmen Atmosphäre und den authentischen Figuren begeistert hat. Ich habe es in zwei Etappen gelesen: Die ersten 150 Seiten habe ich in einem Rutsch verschlungen, dann eine kurze Pause eingelegt, ein anderes Buch dazwischengeschoben, und schließlich den Rest innerhalb weniger Tage beendet.
Trotz dieser Unterbrechung ist mir die Geschichte sehr positiv in Erinnerung geblieben; ich freue mich schon auf Band 2!
Stimmige Sprache und Atmosphäre
Der Schreibstil war leicht und flüssig, gleichzeitig aber auch einfühlsam und tiefgründig. Besonders schön fand ich, wie das Gendern und die Verwendung verschiedener Pronomen welche sich perfekt in den Lesefluss eingebettet haben.
Einfühlsamer Einstieg in Malins Welt
Zu Beginn des Buches bekommt man einen guten Einblick in Malins familiäre Situation, ihre Beziehung zu ihrem Vater, ihrer Schwester und auch zu ihrer Mutter wird einfühlsam dargestellt. Diese Einblicke erleichtern den Zugang zu ihrer Gefühlswelt und schaffen eine emotionale Grundlage, ohne zu sehr im Mittelpunkt zu stehen. Im weiteren Verlauf rücken dann aber ganz klar die neuen Bekanntschaften im Camp Rainbow in den Vordergrund. Die Dynamik zwischen Malin und den anderen Jugendlichen im Camp, ihre Freundschaften und das sich entwickelnde Liebesinteresse, bilden das Herzstück der Geschichte und haben mich besonders mitgerissen.
Humorvolle und diverse Charaktere
Die Dialoge haben mich oft zum Schmunzeln gebracht, einige Szenen waren einfach herrlich witzig. Die Autorin hat es geschafft, ernste Themen und Humor gut auszubalancieren. Was mich besonders überzeugt hat, war die Vielfalt der Charaktere im Camp. Unterschiedliche queere Identitäten und Lebensrealitäten wurden ganz selbstverständlich in die Geschichte eingebunden, ohne dass sie übermäßig erklärt oder hervorgehoben wurden. Solche Szenen wirkten authentisch und normalisiert, was ich als sehr gelungen empfand.
Liebenswert und überraschend
Die Handlung nahm im weiteren Verlauf eine Richtung, die ich so nicht erwartet hätte, das fand ich spannend und angenehm unvorhersehbar. Auch wenn die Ereignisse im Camp sich über nur drei Wochen erstrecken, war das Tempo für mich in Ordnung. Die Entwicklung von Gefühlen und Beziehungen wirkte nicht überstürzt, sondern glaubwürdig und sensibel erzählt.
Kleine Kritik, große Empfehlung
Wenn ich einen kleinen Kritikpunkt nennen müsste, dann wäre es die Entwicklung einer Nebenfigur gegen Ende. Eine Reaktion wirkte für mich nicht ganz nachvollziehbar, vermutlich, um die Handlung in eine bestimmte Richtung zu lenken. Das hat meinen Gesamteindruck aber kaum geschmälert.
Das Setting im Camp, der Verzicht auf Handys, der Fokus auf Freundschaften und persönliche Entwicklung, all das hat in mir den Wunsch geweckt, selbst mal wieder mehr Zeit in der Natur zu verbringen und den Alltag hinter mir zu lassen. Das Buch regt zum Innehalten und Nachdenken an, ohne dabei schwer zu wirken.
Fazit: 4,5 Sterne – mit Tendenz nach oben
Insgesamt hat mir Camp Rainbow – Über mir der Himmel sehr gut gefallen. Aufgrund der Lesepause hat mich der Flow stellenweise verlassen, daher vergebe ich vorerst 4,5 Sterne. Aber ich bin sicher: Bei einem Reread könnte es sich sehr leicht wie ein echtes 5-Sterne-Buch anfühlen.
Wer queere Geschichten mit Herz, Humor und Tiefgang mag, sollte diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben.
Rezensionen von Francesca :
Der Duft der fernen Insel von Christina Rey
Zwischen Düften, Kulturen und Schicksalen – eine berührende Reise nach Sansibar
Einleitung
Mit Der Duft der fernen Insel legt Christina Rey einen umfangreichen Roman von stolzen 635 Seiten vor. Für mich persönlich war es das erste Mal, ein so langes Buch zu lesen, doch die Reise hat sich durchaus gelohnt. Es handelt sich dabei um den zweiten Band einer Reihe, die jedoch nicht direkt mit dem ersten Teil verbunden ist, sondern vielmehr im gleichen Stil und thematisch ähnlich gestaltet wurde.
Erneut begleiten wir eine Sultanstochter, diesmal die blinde Nunu, und erleben ihre Geschichte über gut ein Jahrzehnt hinweg. Unterstützt wird sie von der jungen englischen Lehrerin Eve, die nach Sansibar kommt, um ihr Lesen und Braille-Schrift beizubringen. Neben ihnen treten zahlreiche Nebenfiguren auf, die die Handlung bereichern und verschiedene Handlungsstränge eröffnen.
Themen
Zentral verknüpft sind die Themen Blindheit, Düfte und die Kunst der Parfümherstellung. Durch Nunus außergewöhnliche Nase wird ein Strang eröffnet, der sich durch den gesamten Roman zieht und in allen drei großen Abschnitten eine Rolle spielt. Gleichzeitig geht es um Politik, Wirtschaft, kulturelle Begegnungen und die Stellung von Frauen im 19. Jahrhundert. Gerade letzteres hat mich stark bewegt: immer wieder werden uns die Grausamkeiten und Leiden vor Augen geführt, die Frauen und Mädchen ertragen mussten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Leben im Palast des Sultans. Wir erleben hautnah, wie das Zusammenleben mit mehreren Frauen im Harem, mit zahlreichen Halbgeschwistern und den ständigen politischen Spannungen funktioniert. Diese Strukturen sind geprägt von Nähe, Rivalität, Abhängigkeit und Machtkämpfen, was der Autorin sehr eindringlich gelingt.
Darüber hinaus zieht sich das Thema Religion wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Wir begegnen Figuren, die im Christentum verwurzelt sind, andere wiederum leben im Islam, und auch Voodoo sowie afrikanische Glaubensvorstellungen rund um Ahnen, Natur und Götter haben ihren Platz. Das Buch bietet dadurch einen vielschichtigen Einblick in das religiöse Leben dieser Zeit. Besonders spannend fand ich, dass es nicht nur bei Beschreibungen bleibt, sondern die Figuren selbst immer wieder Fragen aufwerfen: Welcher Glaube ist der richtige? Wer ist der wahre Gott? Kann die Welt so grausam sein, wenn es wirklich einen Gott gibt, der alle Menschen beschützen soll?
Gerade diese Auseinandersetzungen, die sehr menschlich und nachvollziehbar dargestellt sind, haben mir als Atheistin überraschend gut gefallen. Ich habe die vielen verschiedenen Einblicke geschätzt, ohne dass eine Religion moralisch über die andere gestellt wird. Vielmehr zeigt die Autorin, wie sehr Glaubensvorstellungen das Leben prägen, aber auch, wie Figuren lernen müssen, miteinander zu leben, obwohl sie unterschiedliche Überzeugungen haben.
Orte und Atmosphäre
Wir bewegen uns in diesem Buch nicht nur auf Sansibar, sondern erleben auch andere Teile Afrikas und schließlich sogar Europa. Dadurch treffen ganz unterschiedliche Kulturen, Traditionen und Lebensweisen aufeinander, was die Geschichte unglaublich reich und lebendig wirken lässt. Dieses Zusammenspiel aus Orten und Kulturen hat mir sehr gefallen, weil es das Gefühl verstärkt, wirklich eine weite, facettenreiche Reise zu unternehmen. Erst im Detail merkt man dann, wie sehr auch die Sprachen – Arabisch, Kisuaheli, Französisch und Englisch – miteinander verwoben sind. Das bereichert die Welt zwar, hat mir aber manchmal kleine Schwierigkeiten bereitet, weil einzelne Begriffe oder Anreden ungewohnt waren und ich manches nachgoogeln musste.
Perspektiven und Erzählweise
Der Roman ist in Abschnitte gegliedert, die jeweils bestimmte Figuren stärker in den Vordergrund stellen. So begleiten wir hauptsächlich Eve, Nunu und später auch Fanny. Am Ende kommt noch eine weitere Figur hinzu, die jedoch nur wenige Kapitel umfasst. Auch wenn sich der Fokus verschiebt, bleibt der Erzähler stets allwissend. Das bedeutet, dass wir neben den zentralen Handlungen auch Informationen über andere Orte oder Figuren erhalten. Diese Struktur fand ich grundsätzlich interessant, da sie Abwechslung bietet. Dennoch hatte ich im ersten Teil, besonders während der langen Einführung rund um Eve, Schwierigkeiten, richtig in die Geschichte hineinzufinden. Erst nach über hundert Seiten stellte sich dieses vertraute Gefühl ein, das ich schon aus Band eins kannte: das Mitfiebern, die Verbundenheit mit den Figuren und die Spannung, welche Konsequenzen ihre Handlungen nach sich ziehen würden.
Schreibstil und Lesefluss
Christina Reys Schreibstil zeichnet sich durch eine sehr bildhafte, detailreiche Sprache aus. Schon im ersten Band gefiel mir, wie ausführlich sie Landschaften, Orte oder auch die Atmosphäre beschreibt. Im zweiten Band hatte ich jedoch das Gefühl, dass diese Beschreibungen etwas zurückgenommen wurden. Sie tauchen zwar immer noch auf, sind aber situationsbezogener eingebettet und nicht mehr ganz so dominant wie zuvor. Grundsätzlich gefällt mir diese Art des Erzählens sehr, da sie eine intensive Vorstellung der Welt ermöglicht. Allerdings wurde mein Lesefluss durch bestimmte stilistische Mittel gestört. Mehrfach unterbricht der Erzähler die Gegenwart mit Sätzen wie „Später wird Eve erfahren, dass …“ oder „Später erfuhr sie, dass …“. Solche Einschübe nahmen mir die Spannung und wirkten eher hemmend. Hinzu kommt, dass ich durch die Vielzahl an Figuren, Namen und politischen Verwicklungen gelegentlich den Überblick verlor und Passagen mehrfach lesen musste. Hier hätte ich mir ein Glossar gewünscht, um fremde Begriffe, Titel oder Anreden leichter nachschlagen zu können.
Handlung und Struktur
Die Handlung erstreckt sich über mehr als ein Jahrzehnt, was dem Roman eine große zeitliche Weite verleiht. Dadurch wirkt die Entwicklung der Figuren authentisch, weil Beziehungen wachsen, Fehler begangen und korrigiert werden und das Leben nicht in wenigen Wochen erzählt, sondern über Jahre hinweg entfaltet wird. Der erste große Abschnitt gehört Eve. Wir begleiten sie von Liverpool bis nach Sansibar, lernen ihre Schülerin Nunu kennen und beobachten, wie sie sich auf die neue Kultur und die ungewohnte Umgebung einlässt. Danach rückt Nunu selbst stärker in den Mittelpunkt. Ihre Entwicklung vom neugierigen, etwas frechen Kind hin zur jungen Frau, die Fehler macht, daraus lernt und ihren eigenen Weg findet, war für mich einer der stärksten Teile des Romans. Im letzten großen Abschnitt begegnen wir Fanny, Eves Begleiterin. Leider verlor ich an diesem Übergang kurz den Anschluss an Eve, da ihre Geschichte kaum weitergeführt wurde, was ich etwas schade fand. Dennoch war es spannend, auch Fannys Perspektive genauer kennenzulernen.
Figuren
Die Figuren sind zahlreich und komplex. Besonders Eve hat mir als Einstieg sehr gefallen: eine junge Frau aus England, die zwischen den Kulturen steht, neugierig und doch unsicher, dabei stets bemüht, Nunu zu fördern. Nunu selbst ist eine außergewöhnliche Figur – blind, aber mit einem feinen Gespür für Düfte, das sie später in die Parfümherstellung führt. Ihre Entwicklung war nachvollziehbar und vielschichtig, nie übertrieben, sondern voller kleiner Rückschritte und Fortschritte, die sie lebendig wirken lassen. Fanny bildet schließlich einen Kontrast: eine Figur, die man anfangs eher im Hintergrund erlebt, die aber in ihrem eigenen Abschnitt an Tiefe gewinnt. Insgesamt gelingt es der Autorin, viele Charaktere lebendig zu gestalten, doch es war für mich stellenweise schwierig, bei all den Namen und Verwandtschaftsverhältnissen den Überblick zu behalten.
Emotionalität
Emotional hat mich das Buch sehr berührt, besonders in den Abschnitten, in denen das Leid der Figuren deutlich wurde. Die Fluchtsequenzen etwa waren voller Spannung, und mehr als einmal fühlte ich mich an den Nervenkitzel aus dem ersten Band erinnert. Gleichzeitig fand ich es schade, dass die Autorin fast ausschließlich negative Höhepunkte setzt. Schöne, positive Momente kamen nur vereinzelt vor, und erst im letzten Abschnitt erlebte ich wirklich rührende Szenen, die mich so bewegt haben, dass ich Tränen vergoss. Diese Stellen wirkten für mich aber zu kurz und kamen zu spät. Ich hätte mir gewünscht, dass das Gleichgewicht zwischen schmerzhaften und schönen Momenten etwas ausgewogener gewesen wäre, denn auch Glück kann eine Handlung vorantreiben und Figuren lebendig machen.
Schluss und Ende
Das Ende empfand ich als sehr abrupt. Nach so vielen Seiten voller Aufbau, Intrigen und Entwicklungen hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte zu schnell abgeschlossen wurde. Neue Figuren wurden eingeführt, die viel Potenzial gehabt hätten, erhielten aber kaum Raum. Besonders bedauerlich war, dass manche liebgewonnenen Charaktere nur noch im Nebensatz Erwähnung fanden, sodass ihre Schicksale nicht die Aufmerksamkeit bekamen, die sie verdient hätten. Zwar gab es einen schönen Ausklang, doch der war für mich zu knapp und hinterließ das Gefühl, dass die Geschichte unausgezählt endete.
Fazit
Der Duft der fernen Insel ist ein groß angelegter Roman, der mich trotz einiger Schwächen beeindruckt hat. Er ist nicht so stark und rund wie der erste Band, doch Christina Rey gelingt es erneut, eine faszinierende Welt voller Figuren, Kulturen und Emotionen zu erschaffen. Besonders die lange Zeitspanne, die wir mit den Figuren verbringen, und die Themen rund um Düfte und Sinneswahrnehmung haben mir sehr gefallen. Kritikpunkte wie der holprige Einstieg, die vielen Namen ohne Glossar, die oft negative Gewichtung der Höhepunkte und das abrupte Ende haben mein Leseerlebnis etwas getrübt. Dennoch war es eine lohnenswerte, intensive Reise, die mich an vielen Stellen berührt hat. Wer sich auf die Länge und den detailreichen Erzählstil einlässt, wird mit einer spannenden, gefühlvollen Geschichte belohnt.
Rezensionen von gerlisch:
Magic Drowned in Blood von Christina Rain
Blut und Magie
Christina Rain beginnt eine Dark‑Romantasy‑Reihe mit einem Mix aus Vampiren, Magiern, Royals und einem intensiven Academy‑Setting, das sofort süchtig macht. Die wechselnden POVs verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe und der fesselnde Schreibstil lässt den Leser nicht los.
Lark ist halb Vampirin, halb Magierin und eine faszinierende, rätselhafte Protagonistin.
Unsicher, zerrissen und am Nightcastle College heftig gemobbt, wächst sie im Verlauf der Handlung spürbar über sich hinaus. Sie muss sich unfreiwillig den grausamen Prüfungen stellen, um Schattengeliebte der Prinzen des nördlichen Königshauses zu werden. Besonders ihre Entwicklung hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich manche ihrer Entscheidungen und Handlungen nicht wirklich nachvollziehen konnte.
Die Prinzen Tarabas und Loras könnten unterschiedlicher kaum sein – undurchsichtig, schwer zu greifen, und ihre kursiv gesetzten Gedanken erzeugen bei mir mehr Fragen, als sie beantworten.
Der Genremix funktioniert erstaunlich gut: New Adult trifft Academy trifft Fantasy, dazu moderne Charaktere mit schlummernden Kräften und ein Hauch Dark Romance. Das Why‑choose-Trope war für mich etwas gewöhnungsbedürftig, aber überraschend zurückhaltend umgesetzt, die Spice‑Szenen stehen klar nicht im Vordergrund.
Das Ende? Viele offene Fragen und viele Geheimnisse. Ein gelungener Auftakt, düster, magisch, emotional und voller Spannung, der definitiv Lust auf mehr macht.
Rezensionen von Francesca :
Wie eine Perle im Ozean von Christina Rey
Zwischen Inselträumen und Schicksalsschlägen: Eine Reise durch Herz und Zeit
Malediven, 16. Jahrhundert:
Buraki steht kurz davor, die Nachfolge ihres Vaters auf dem Thron anzutreten. Mit ihrem scharfen Verstand und einem ausgeprägten Talent für Politik beeindruckt sie sowohl ihre Berater als auch das Volk durch ihre meisterhafte Schwertkunst. Sie hat aus Liebe bereits einen zukünftigen Ehemann gewählt, doch schon bald muss sie erkennen, dass Vertrauen eine wertvolle Gabe ist, die nicht jeder verdient.
Shaina, Tochter des königlichen Waffenmeisters, wuchs mit Buraki im Palast auf. In der Liebe zu einem Portugiesen findet sie Trost, doch ihre Heilkünste machen sie zur Zielscheibe für Hexenverfolgung, und ihr Leben gerät in Gefahr.
Dieses Buch hat mich ganze drei Wochen lang begleitet – und das mit seinen 488 Seiten! Es fühlte sich aber nie an, als wäre es zu lang, denn die Autorin hat viele wunderbare, aber auch traurige Momente in der Geschichte geschaffen, die Raum zur Entwicklung bieten und die Handlung auf eine sanfte, entspannte Weise vorantreiben.
Von Anfang an nahm mich das Buch mit auf eine Reise, die ich so zuvor noch nie erlebt habe. Die Geschichte, die auf traumhaften Inseln in der Nähe der Hauptstadt Mahal spielt, hat mich tief verzaubert. Ich habe bisher kaum Romane aus dieser Ecke der Welt gelesen, geschweige denn solche, die mich so sehr in eine andere Zeit und an einen anderen Ort entführt haben.
Der Schreibstil
Besonders beeindruckt hat mich der Schreibstil der Autorin: Er ist flüssig und angenehm zu lesen. Die eingestreuten Bezeichnungen in den verschiedenen Sprachen, die auf den Inseln gesprochen werden, haben der Geschichte zusätzliches Leben eingehaucht. Es fühlte sich einfach echter an, als würde man selbst Teil dieser Welt sein. Durch die detailreichen Beschreibungen konnte ich mir die Schauplätze und Charaktere sehr gut vorstellen. Insbesondere die Kleidung und die Räume im 16. Jahrhundert wurden so genau geschildert, dass ich förmlich die Stoffe spüren und die Räume vor mir sehen konnte.
Die Handlung
Die Geschichte umfasst viele verschiedene Themen, die für manche Leser vielleicht triggernd sein könnten, darunter Gewalt, sexueller Missbrauch und eine teils derbe Wortwahl.
Das Sultanat und die Regierung spielen eine Zentrale Rolle aber gleichzeitig werden aber auch tiefgründige Themen wie Freundschaft, Liebe, Machtmissbrauch, Selbstbestimmung und Religion behandelt. Besonders die Rolle der Frau in der damaligen Zeit wird intensiv beleuchtet, was in mir, als Feministin, starke Gefühle geweckt hat.
Zu Beginn des Buches fühlte ich mich etwas überfordert, da viele Protagonisten mit Namen und Verwandtschaftsbeziehungen, auf einmal eingeführt werden. Doch das gibt sich recht schnell. Im Laufe der Handlung reduziert sich die Anzahl der Protagonisten, auf die der Fokus gelegt wird, und man findet sich leichter in der Geschichte zurecht. Die Charaktere sind vielschichtig und wirken realistisch – niemand ist perfekt. Gerade die beiden Hauptfiguren, Shaina und Buraki, stechen dadurch hervor, dass sie Ecken und Kanten haben, was sie menschlicher und greifbarer macht. Die Emotionen in diesem Buch waren ein ständiges Auf und Ab. Es gab Momente, in denen ich Wut und Hass empfand, weil bestimmte Figuren Handlungen vollführten, die mich aufbrachten. Aber das ist auch das Schöne an der Geschichte: Sie bewegt den Leser ständig zwischen positiven und negativen Gefühlen hin und her.
Fazit
Das Buch ist nicht von extremer Spannung geprägt, aber man bleibt dennoch dran, weil man wissen möchte, wie es weitergeht, wie die Charaktere sich entwickeln und welche Entscheidungen sie treffen. Besonders gegen Ende gibt es ein paar emotionale Wendungen, die mich überrascht und tief berührt haben.
Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der es genießt, in eine detaillierte Welt voller Entscheidungen, historischen Einflüssen und zwischenmenschlichen Beziehungen einzutauchen. Es ist eine eher ruhige, aber sehr reiche Leseerfahrung, die Zeit und Muße erfordert, aber belohnt wird man mit einer vielfältigen und lebendigen Geschichte.
Rezensionen von Francesca :
The Ordeals von Rachel Greenlaw
Wenn die Fantasy überzeugt, die Liebe aber stolpert
The Ordeals von Rachel Gleenlaw hat mir insgesamt sehr viel Spaß gemacht und war für mich auch das erste Buch dieser Art mit tödlichen Spielen bzw. Prüfungen. Genau dieses Element hat mich sofort angesprochen. Die Geschichte punktet mit originellen Themen, kreativen Fantasy-Elementen und einem sehr packenden Einstieg, der mich von Anfang an in seinen Bann gezogen hat.
Erzählstil & Perspektive
Das Buch ist klar und übersichtlich strukturiert. Zu Beginn bekommen wir einen gelungenen Einstieg in die Handlung. Erzählt wird die Geschichte ausschließlich aus der Ich-Perspektive von Sophia. Dadurch ist man sehr nah an der Protagonistin und kann ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. An manchen Stellen wirkte diese Perspektive jedoch etwas einseitig, da mir gelegentlich andere Blickwinkel oder zusätzliche Informationen gefehlt haben. Das ist jedoch nicht ausschließlich dem Erzählstil geschuldet.
Schreibstil & Atmosphäre
Der Schreibstil ist insgesamt sehr treibend, atmosphärisch und sorgt dafür, dass man schnell durch die Seiten fliegt. Nur in wenigen Szenen fiel es mir etwas schwer, mir alles bildlich vorzustellen, was jedoch meinen Lesefluss kaum gestört hat. Besonders positiv fand ich die Kapitelüberschriften, da sie die Stimmung gut einfangen haben
Welt & Setting
Die Welt wirkt auf den ersten Blick modern, Autos werden zumindest einmal erwähnt, rückt jedoch nicht stark in den Vordergrund. Dadurch bleibt viel Raum für die eigentliche Handlung und das Magiesystem. Man kann sich eine eher moderne, aber nicht zu dominante Umgebung vorstellen, die vor allem als Bühne für die Fantasy-Elemente dient.
Magiesystem & Akademie
Ein großer Pluspunkt des Buches ist das Magiesystem. Es gibt Illusionisten, Botaniker, Alchemisten sowie Gestaltwandler, die sogenannten Maskierer. Obwohl einige dieser Magiearten zunächst vertraut erscheinen, ist ihre konkrete Ausgestaltung kreativ und interessant umgesetzt. Besonders die Akademie, an der diese Wirkmagie gelehrt wird, spielt eine zentrale Rolle und trägt stark zur Atmosphäre der Geschichte bei.
Die Ordeals: Prüfungen, Spannung & Mystery
Im Mittelpunkt der Handlung stehen die sogenannten Ordeals, tödliche Prüfungen, die Sophia bestehen muss, um eine vollwertige Studentin der Akademie zu werden. Dieses Setting sorgt für eine konstant hohe Spannung. Man bangt mit der Protagonistin und weiß nie, was als Nächstes passieren könnte. Zusätzlich gibt es mehrere Morde, deren Hintergründe lange im Dunkeln bleiben, was der Geschichte eine starke mysteriöse Komponente verleiht.
Nebencharaktere, Dynamik
Die Nebencharaktere haben mir insgesamt sehr gut gefallen. Sie sind abwechslungsreich gestaltet, nicht eintönig und besitzen klare Charakterzüge. Besonders die Dynamik zwischen Sophia und den anderen Figuren, vor allem innerhalb der Ordeals; hat mir viel Spaß gemacht und zur Spannung sowie zur emotionalen Tiefe der Geschichte beigetragen.
Auch die Dynamik zwischen den beiden zentralen Protagonisten hat mir zu Beginn sehr gut gefallen. Durch die Umstände der Ordeals kommen sie sich gezwungenermaßen näher, was zu vielen humorvollen, neckerischen Momenten führt. Dieses spielerische, leicht sarkastische und zugleich respektvolle Miteinander hat für mich sehr gut funktioniert und war einer der Aspekte, die ich besonders gern gelesen habe. In dieser Phase wirkten sie eher wie Freunde oder Verbündete, die sich langsam annähern und genau das hatte für mich großes Potenzial. Leider konnte mich die spätere Entwicklung nicht überzeugen, obwohl die Dynamik zwischen den beiden grundsätzlich stimmig war, wirkte der Übergang von dieser freundschaftlich-neckischen Beziehung hin zu romantischen Gefühlen für mich zu abrupt und nicht ausreichend aufgebaut. Gerade weil die Fantasy-Elemente so stark sind, hätten die wenigen Spice Szenen oder auch generelle Liebesbekundungen für mich auch komplett entfallen können, ohne der Geschichte zu schaden, im Gegenteil, der Fokus auf die Ordeals wäre dadurch sogar noch klarer gewesen. Gerade weil die anfängliche Dynamik so gelungen war, hätte man hier deutlich mehr herausholen können, etwa durch eine langsamere Entwicklung oder eine stärkere Verschiebung dieses Elements in den zweiten Band.
Ende & Fazit
Das Ende ist intensiv, spannend und lässt viele Fragen offen. Genau das macht neugierig auf die Fortsetzung. Neben der weiteren Entwicklung des Magiesystems und der Handlung verspricht auch die übergeordnete Geschichte großes Potenzial für Band zwei.
The Ordeals ist ein spannender und origineller Fantasyroman mit einem starken Magiesystem, einer interessanten Protagonistin und einer fesselnden Grundidee. Trotz Schwächen im Romance-Bereich konnte mich das Buch insgesamt überzeugen.
Rezensionen von nessabo:
Lass uns noch bleiben von Saskia Luka
Ein ruhiger Roman, der mich emotional leider gar nicht erreichen konnte
Ich halte viel auf das Verlagsprogramm des Kein & Aber Verlags, doch dieser Roman konnte mich trotz seines vielversprechenden Covers leider nicht erreichen. Der Klappentext hat mich eine Geschichte erwarten lassen, in der es viel um zwischenmenschliche Beziehungen geht. Doch genau an dem Punkt mangelte es für mich an so einigem.
Die queere Identität der Protagonistin, die gleichzeitig überhaupt nicht gesondert thematisiert wird, ist mir positiv aufgefallen. Ebenso hat Saskia Luka nicht nur mit Alex, sondern auch mit Henning, dem Antiquar neben Annas Pflanzenladen, wirklich liebenswerte Figuren geschrieben. Ich mochte ihre Sanftheit wirklich gern und auch die zugrundeliegende Ruhe der Geschichte hätte eine tolle Grundlage sein können.
Doch für mich ist es ganz klar an den Dialogen und Interaktionen der Figuren gescheitert. Die Gespräche kamen mir eindeutig zu oft vor wie separat geführte Monologe, auf eine Aussage der einen Person folgte nicht selten ein völlig davon losgelöster Satz der anderen Figur. So etwas macht mich beim Lesen leider regelrecht sauer, weil ich es einfach nicht verstehe. Für mich geht das komplette Miteinander damit verloren.
Auch allgemein war die Sprache nicht meins. Stellenweise zu poetisch, dann wieder zu flüchtig - ich kam einfach gar nicht rein ins Buch. Und damit konnte ich weder eine konsistente Handlung finden noch einen echten Entwicklungsprozess auf Seiten der Protagonistin. Meine Erwartungen wurden hier also leider enttäuscht, der Roman konnte mich emotional dafür viel zu wenig erreichen.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Illusion - A Lie Worth Believing von Janine Ukena
Mega kreatives Setting!
"Das ist meine Chance. Wer bekommt schon die Gelegenheit, seine Träume zu leben und dafür auch noch so gut bezahlt zu werden, dass man mehr hat, als man je brauchte? Es klingt zu gut, um wahr zu sein. Und alles, was zu gut klingt, hat meistens einen Haken."
Schon beim Lesen des Klappentextes, der so unheimlich catchy klingt, fühlte ich mich sofort an den Film "Die Unfassbaren - Now You See Me" erinnert, und genau dieses Gefühl hat mich auch durch große Teile der Geschichte begleitet.
Eine Zauber- und Illusionsshow in Las Vegas als Setting für einen New-Adult-Suspense-Roman? Ich feiere diese kreative Grundidee total, denn sie hebt sich inhaltlich wirklich komplett von der Masse der üblichen New-Adult-Romane ab - sehr erfrischend!
Mein größtes Highlight: Das Setting. Vegas-Vibes pur! Flirrend, laut, schillernd, voller Neonlichter, Versprechen, Intrigen und dunkler Schatten.
"Der Himmel färbt sich dunkelblau, gespickt mit den ersten Sternen, die gegen die Leuchtreklamen ankämpfen. Es ist früher Abend, aber Vegas kennt kein Dämmerlicht.
Hier ist alles sofort Nacht oder sofort Tag."
Die gesamte Show-Welt rund um "Illusion" ist extrem atmosphärisch, perfekt durchdacht. Besonders die technischen Details zur Magie und zu den Illusionen fand ich faszinierend, man merkt einfach, wie viel Arbeit und Recherche hier hineingeflossen sind.
Auch die Wortkunst der Autorin hat mich immer wieder begeistert. Janine Ukena schafft es, diese ganz besondere Stimmung von Las Vegas sprachlich unglaublich schön einzufangen, richtig poetisch. Einige Textstellen habe ich mir direkt markiert, weil sie so einnehmend waren und dieses Gefühl von Glanz, Täuschung und innerer Zerrissenheit perfekt transportiert haben.
"Draußen hat sich Las Vegas in eine andere Welt verwandelt. Die grellen Neonfarben, die tagsüber zu flüstern schienen, wirken jetzt ohrenbetäubend laut. In jedem Licht steckt ein Versprechen, in jedem Schatten eine Lüge, die schön genug ist, dass man ihr trotzdem glauben will. Die Stadt schreit - auf Leuchtreklamen, auf grellen Bildschirmen, in flackernden Hologrammen. Ich starre aus dem Fenster, als könnte ich in diesem Leuchten etwas finden, wodurch ich mich weniger fremd fühle."
Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus zwei Perspektiven: Stella und Levin. (Eine Ausnahme gibt's am Schluss, auf die ich aus Gründen der Spoilervermeidung hier nicht weiter eingehe.)
"Freundschaft fühlt sich für mich an wie ein Kleid, das ich nie ganz ausfülle. Zu viele Städte, zu viele Abschiede, zu viele leere Versprechen, dass man in Kontakt bleibt. Es ist nicht so, dass ich nichts über mein Leben teilen will ... es ist nur schwierig, Dinge festzuhalten, wenn man sein ganzes Leben darauf trainiert wurde, loszulassen."
Stella war mir von Anfang an sehr sympathisch, nahbar und authentisch, vor allem mit ihren Selbstzweifeln und dem Gefühl, nicht wirklich dazuzugehören. Levin hingegen ist deutlich mysteriöser gezeichnet worden, moralisch grau, charismatisch und gleichzeitig mit Vorsicht zu genießen … und genau das macht ihn als Figur eigentlich ziemlich spannend. Stück für Stück erfahren wir mehr über seine Beweggründe, während sich parallel auch immer neue Fragen auftun.
Der Suspense-Faktor ist definitiv hoch, ich bin nur so durch die Seiten geflogen, weil ich unbedingt wissen wollte, was hinter all den Geheimnissen steckt. Es gibt mehrere Twists, die mich wirklich überrascht haben, und auch das große Gesamtbild rund um die Show und die Vergangenheit der Figuren ist enorm spannend konstruiert worden. Der Cliffhanger am Ende ist wirklich gemein. … aber genau so, dass man Band zwei sofort lesen möchte.
Was für mich etwas hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben ist, war der Romance-Anteil. Obwohl ich beide Hauptfiguren mochte, konnte mich ihre Liebesgeschichte emotional nicht ganz so packen, wie ich es mir erhofft hatte. Die Romantik lief für mich trotz Instant Attraction rundum nebenbei und blieb stellenweise etwas blass. (Weil einfach alles andere so viel spannender war!) Auch die Nebenfiguren aus der Magiertruppe fand ich total interessant, aber sie standen insgesamt nicht so präsent im Vordergrund, wie ich es mir gewünscht hätte. To be fair: Rückblickend fühlte sich dieser Auftakt wie ein großes Kennenlernen an - aktuell/nach der Lektüre ist man noch am Rätseln - und dann, boom! … wird es in Band 2 so richtig zur Sache gehen, das ist meine Vermutung.
Für mich überwiegt ganz klar das Positive: Das Setting ist eine absolute Wucht, die Grundidee grandios, die Atmosphäre einzigartig und der Suspense-Part ungemein fesselnd.
Fazit:
Ein gelungener, ungewöhnlicher New-Adult-Suspense-Roman mit riesigem Potential - ich bin mega gespannt, wie all die offenen Fragen im zweiten Band aufgelöst werden. Zum Glück müssen wir nicht allzu lange warten, "Illusion – A Truth Worth Doubting" erscheint bereits im Mai 2026!
Rezensionen von Pusteblümchen:
Die Enthusiasten von Markus Orths
Verrückt!
Das ist eines der Bücher, die man entweder liebt oder mit denen man so rein gar nichts anfangen kann. Wie man an meiner Sternebewertung sieht, ich habe es geliebt. Zugegebenermaßen habe ich einige Zeit gebraucht, um mich darauf einzulassen, da mir zunächst nicht klar war, worauf die Handlung hinauslaufen würde.
Thematisch ist das Buch eigentlich etwas für jeden Buchliebhaber. Es geht nämlich um eine fünfköpfige buchaffine Familie, drei Geschwister und ihre Eltern. Neben ihnen tauchen noch weitere merkwürdige Gestalten auf. Einige fand ich nicht wesentlich für die Handlung, unterhaltsam waren sie dennoch.
Irgendwie ist die Handlung ziemlich schräg, die Geschwister haben vollkommen unterschiedliche Lebenswege eingeschlagen und interessieren sich alle drei gleichermaßen wenig für gesellschaftliche Konventionen.
Es ist aber nicht allein die Handlung, die mich hier am Lesen gehalten hat. Viel mehr war es der frische Schreibstil und die Sprachakrobatik des Autors, an der ich meinen Spaß hatte.
Ich denke nicht, dass dieses Buch von einer breiten Masse gelesen wird, da es einfach außergewöhnlich ist, aber ich fand es außergewöhnlich gut.











