Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde, Britta Speer:
Im ersten Licht von Norbert Gstrein
Ein Buch über den Krieg
Wenn man sich auf das langsame Erzähltempo Gstreins einlässt, dann entfaltet sich auf leise und brillante Weise ein Bild des Ersten und Zweiten Weltkriegs mit all ihren Implikationen, menschlichen Verwicklungen und ethischen Folgen. Gstrein gelingt es, all das, was wir heute über diese historischen Ereignisse in den Geschichtsbüchern finden, in Literatur zu übersetzen.
Wir folgen seinem „merkwürdigen“ Protagonisten Adrian Reiter, der 1901 geboren ist und beide Kriege mit- und überlebt, v.a. weil sein Vater ihn als Jugendlichen absichtlich mit der Axt am Unterschenkel verletzt und somit untauglich gemacht hat. Er bleibt also verschont, aber nicht schuldlos. Adrian ist keine Figur, der man als Leser nahekommen kann, eher ein ‚Mann ohne Eigenschaften’, der diesem Rat folgt: Das Leben „kann Ihnen jederzeit in der Luft zerplatzen. Sie können morgen schon tot sein! Befreien Sie sich davon und suchen Sie sich irgendeines aus, das auf Sie wartet, und machen Sie es zu Ihrem.“ (99) Und so ist der Roman aufgebaut. Im ersten Teil ist Adrian tief beeindruckt von „Ernest Eller“, der als Invalide mit entstelltem Gesicht aus dem Ersten Weltkrieg zurückkehrt. Im zweiten Teil ist es sein Schüler Martin Baumgartner, der der nationalsozialistischen Ideologie verfällt und euphorisch in den Zweiten Weltkrieg zieht. Schließlich taucht er in die Erfahrungen des englischen Kriegsverweigerers Teddy Stephen ein (3.Teil). Adrian überlebt sie alle drei und hat „in beiden Kriegen … sonst nichts getan, was nur irgendjemandem geholfen hatte, am Leben zu bleiben“. (S.282) Diese Scham, diese seelische Invalidität prägt sein weiteres eigenes Leben, um das auch er durch diese Kriege gebracht worden ist. Am Ende des Romans wartet er vermeintlich auf einen jungen Autor, der seine Lebensgeschichte aufschreiben könnte. Aber selbst die Möglichkeit, auf diese Art zumindest an die Kriegsschicksale zu erinnern und sie vor dem Vergessen zu retten, bleibt ihm verwehrt. Die jüngere Generation ist schlichtweg nicht interessiert. Für uns hat Gott sei Dank Norbert Gstrein diese Aufgabe übernommen. Dieser Roman gehört auf jede Leseliste – gerade jetzt!
Rezensionen von Manfred Fischer, Journalist u. Historiker:
Black History von Amat Levin
Geschichte Afrikas und seiner Kulturen neu erzählt
In seinem mittlerweile in der zweiten Auflage erschienen Buch „Black History. Die vergessene Geschichte Afrikas. Von den Schwarzen Pharaonen bis heute.“ erzählt der schwedisch-gambische Journalist Amat Levin die Geschichte Afrikas und seiner Kulturen auf fesselnde Weise.
Europäische Historiker waren lange auf schriftliche Geschichtsquellen fixiert.
Viele afrikanische Kulturen hatten aber vor der Kolonialzeit keine Schriftsprache, sondern eine Erzähltradition mit der sie Geschichten und Geschichte von Generation zu Generation weitergaben. Wenn diese Kulturen untergingen, konnten ihre Spuren nur mehr archäologisch verfolgt werden.
Wie wertvoll diese „erzählte Geschichte“ sein kann, wurde westlichen Historikern, erst durch die „oral history“ im 20. Jhdt vor Augen geführt. Die Methode der „oral history“ war es zum Erkenntnisgewinn Zeitzeugen zu interviewen und daraus Schlüsse zu ziehen.
Gerade als Journalist hat Amat Levin einen besonderen Bezug zu erzählten Geschichten und erzählter Geschichte. Er folgt den Spuren untergegangener Kulturen und vergessener Ereignisse teils über Afrika hinaus. So ist sein Buch ein außergewöhnliches Mosaik aus Geschichten, die teilweise miteinander vernetzt sind, staunen lassen und zum Weiterlesen verführen.
Er erzählt von vergessenen Kulturen, den Hochkulturen in Nubien, Aksum oder Südafrika, in Äthiopien, Mali oder Groß-Simbabwe über die Epoche der Unterwerfung und Versklavung bis hin zum Freiheitskampf in der Karibik.
Das Buch ist lesenswert und vielfältig in den angesprochenen Themen. (fish)
Rezensionen von booklover00:
Nein ist Nein! Das gilt für Groß und Klein von Sonja Blattmann; Karin Derks
Ein echter Ohrwurm
Das Buch zum Kinderschutzrap kommt bei uns super an! Wir lieben es, gemeinsam darin zu blättern und das Gesungene zu tanzen. Das Pappbilderbuch hat stabile Seiten und ist kunterbunt und kindgerecht gestaltet, somit super ansprechend für die Kleinen. Besonders positiv finde ich, dass die Seiten nicht überladen sind.
Die Illustrationen sind sehr niedlich und kommen gut an. Es werden insgesamt fünf verschiedene Schutzbotschaften vermittelt.
Mittels einfacher Reime bleibt das Gelesene und Gesungene dann auch definitiv bei den Kleinsten im Gedächtnis. Auf der letzten Doppelseite werden die Bewegungen nochmal zusammengefasst. Über den QR-Code gelangt man zum Lied und haben dann so mitgemacht. Es hat uns viel Freude bereitet und noch dazu wurden wertvolle Botschaften vermittelt. Das Buch ist ein echter Mehrwert für Groß und Klein
Rezensionen von Shilo:
Hazel sagt Nein von Jessica Berger Gross
Wenn Wegsehen normal wird
Was zunächst wie eine ruhige Familiengeschichte beginnt, kippt schneller als erwartet. Hinter der Fassade einer kleinen Stadt liegen feste Machtverhältnisse und ein Schweigen, das seit Jahren besteht. Hazel gerät in ein System, das Zustimmung voraussetzt und Ablehnung nicht duldet. Ihr Nein setzt eine Entwicklung in Gang, die niemand mehr kontrollieren kann.
Riverburg erscheint geordnet und vertraut. Schule, Nachbarschaft und Alltag folgen festen Abläufen. Doch bald wird deutlich, dass diese Ordnung auf Verdrängen beruht. Besonders schwer wiegt, wie selbstverständlich das Wegsehen geworden ist. Vieles ist bekannt, doch kaum jemand handelt. Dieses Schweigen zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Roman.
Hazel wird nicht idealisiert. Ihre Reaktion ist spontan und von Unsicherheit begleitet. Angst, Überforderung und Wut stehen nebeneinander. Das Nein ist kein Zeichen von Stärke im klassischen Sinn, sondern eine klare Grenze. Die Folgen treffen nicht nur sie, sondern auch ihre Familie, die zwischen Schutz, Zweifel und Anpassung steht.
Auch die Erwachsenen bleiben widersprüchlich. Eltern, Lehrkräfte und Verantwortliche wirken zögerlich oder ausweichend. Gespräche verlaufen vorsichtig, Verantwortung wird weitergereicht. Der Roman zeigt, wie leicht Unrecht bestehen bleibt, wenn niemand bereit ist, offen hinzusehen.
Der Stil ist ruhig und zurückhaltend. Auf Zuspitzung wird verzichtet. Stattdessen entfaltet sich die Geschichte über Beobachtungen und Gespräche. An einigen Stellen hätte das Tempo straffer sein dürfen, was den Lesefluss kurz bremst. Die Wirkung des Themas bleibt jedoch erhalten und klingt nach.
Das Buch bleibt ernst und fordert Aufmerksamkeit. Nicht alles ist gleich stark erzählt, manches wirkt bewusst ausgedehnt. Trotzdem hinterlässt die Geschichte einen bleibenden Eindruck, weil sie nah an den Figuren bleibt und schwierige Themen ohne Sensationslust behandelt. 4 Sterne für einen Roman, der unbequem ist und gerade dadurch Wirkung entfaltet.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Evi Werkl:
Im ersten Licht von Norbert Gstrein
Die österreichische Seele
Adrian Reiter, Protagonist und Zeitzeuge des 20. Jahrhunderts ist ein unnahbarer, rätselhafter Mann, der mich oft verwirrt und ratlos zurückgelassen hat. Obwohl er das Glück hatte, an beiden Weltkriegen, die er miterlebt hat, nicht aktiv teilnehmen zu müssen, bleiben ihm Kriegstraumata, über die er erst sehr spät mit ausreichender Distanz sprechen kann.
Dabei fällt der Satz, dass er sich schämt. Für mich die Quintessenz dieser Geschichte eines Nicht-Helden.
Die Sprache des Buches wirkt auf mich stellenweise schwadronierend und damit etwas anstrengend zu lesen. Der Schreibstil zwingt dazu, innezuhalten, Sätze mehrmals zu lesen und erzeugt damit eine Stimmung, die einem Gespräch mit einem fast Hundertjährigen wohl ähnlich ist. Insgesamt wirkt die Lebensgeschichte des Adrian Reiters für mich sehr grau und trostlos, besonders die beklemmende Zeit des zweiten Weltkriegs und die hilflose Sprachlosigkeit der Nachkriegsjahre geht sehr unter die Haut.
Das gemächliche Begleiten durch das Leben des Lehrers für Geschichte und Englisch, der erst in der Pension nach England reist, ist ein Dabei-Zusehen, wie Verdrängung, Wegschauen, Nicht-Wahrhaben-Wollen und sich schadlos halten seine Spuren hinterlässt. Es wirft die Frage auf, wie ich mich selbst durch diese schwierigen Zeiten durchlaviert hätte?
Keine leichte Kost, kein Page-Turner, geht bedrückend tief unter die Haut und wirkt lange nach.
Rezensionen von Cellissima:
Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab von Kristina Ohlsson
Gute Fortsetzung der Reihe
Band 2 der Hovenäset-Reihe von Kristina Ohlsson: Diesmal steht Alva im Mittelpunkt. Ihr Vater starb vor knapp 3 Jahren. Alle scheinen das einfach so zu akzeptieren, doch Alva kommt die Sache immer noch komisch vor, und so beschließt sie, endlich herauszufinden, was damals wirklich geschah.
Doch der Tod ihres Vaters ist nicht die einzige seltsame Sache in Hovenäset; Alvas Mutter hat gerade eine Strandhütte gekauft und möchte ein Café eröffnen.
Irgendetwas stimmt ganz und gar nicht mit dieser Strandhütte. Die Voreigentümer wollen nichts sagen - doch sie verschweigen eindeutig was!
Und zur selben Zeit erscheinen plötzlich ein kleines Mädchen, eine Frau und eine schwarze Katze in Hovenäset. Das Mädchen ist immer allein, die Frau spricht kein Wort, die schwarze Katze verfolgt Alva, nachts hört sie die Schritte ihres Vaters ...
Alva möchte natürlich auch diesen Dingen auf den Grund gehen, zumal sie schon bald ahnt, dass diese Dinge mit dem Tod ihres Vaters zusammenhängen.
Doch je weiter sie forscht, je näher sie der Lösung und Erklärung kommt, desto mehr schwebt sie in Gefahr ...
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Meine Nichte und ich haben schon den ersten Band, "Flammenrad", zusammen gelesen, und waren, da wir diesen Auftakt toll fanden, sehr gespannt auf "Sternengrab".
Kristina Ohlsson schreibt gewohnt gut, die Geschichte lässt sich wieder sehr angenehm und flüssig lesen.
Erneut ist es eine Geschichte, die sich sowohl zum Selberlesen als auch Vorlesen sehr gut eignet und die auch Erwachsene noch gerne lesen.
Auch die Altersempfehlung passt diesmal im Gegensatz zu "Flammenrad" gut, da "Sternengrab" nicht ganz so heftig, düster und gruselig ist. Natürlich kommt es immer auf das jeweilige Kind an, sodass man immer überlegen sollte, ob das jeweilige Kind schon bereit für so eine Geschichte ist oder ob man noch eine Weile warten sollte; grundsätzlich denke ich aber, dass Kinder ab elf Jahren das Buch gut lesen können.
Auch hier stehen Grusel, Mystery, Spuk, Krimielemente, Familie und Freundschaft, das Leben in einem kleinen schwedischen Küstenort sowie natürlich ein dunkles Geheimnis im Mittelpunkt.
"Sternengrab" lässt sich durchaus unabhängig von "Flammenrad" lesen.
Und auch diese Geschichte erzählt Kristina Ohlsson wieder atmosphärisch und bildhaft.
Grundsätzlich hatten wir wieder viel Freude an und mit dieser Geschichte, wenngleich wir sie schwächer fanden als den ersten Band. Für zartbesaitete Kinder ist das definitiv ein Vorteil, macht es diesen zweiten Band geeigneter - doch wir fanden ihn fast schon zu beschaulich. Nett, aber schwächer als den Auftakt eben. Erst ab S. 160 wurde es so richtig spannend und gruselig - dann allerdings überschlugen sich die Ereignisse und es wurde wirklich düster, fesselnd und spannend.
Ich möchte nun nicht ins Detail gehen, um nicht zu spoilern - aber es zeigen sich bzgl. der Auflösung, bzgl. der Frage, wer oder was dieses Mädchen ist, was es mit ihm auf sich hat, das selbe Muster, der selbe Aufbau, die selbe Erklärung und die selbe Auflösung wie schon im ersten Band bzgl. Bill. Das fanden wir enttäuschend. Wir hätten es besser gefunden, wenn die Autorin hier eine neue Idee gehabt hätte. So wirkt die Reihe sehr vorhersehbar. Wenn sich das beim dritten und letzten Band fortsetzt, dann ist sie es auch in der Tat. Das ist wenig kreativ. Und ich könnte mir vorstellen, dass Leser gleich welchen Alters wegen dieser Vorhersehbarkeit auch das Interesse an dieser Reihe verlieren könnten. Sicher nicht alle, aber doch manche.
Immerhin muss man der Autorin zugute halten, dass sie bzgl. der Mutter eine andere Lösung gefunden hat, und diese Idee war dann durchaus spannend und hat die Vorhersehbarkeit bzgl. des Mädchens etwas ausgeglichen.
Und ich muss auch sagen, dass die sonstige Geschichte, die Kristina Ohlsson rund um dieses Mädchen, um Evelyn, gestrickt hat, wirklich gut ist und für Gänsehaut sorgt. Das wiederum ist ihr hier so viel besser und überzeugender gelungen als bei Bill im ersten Band! Vielleicht kann man so also doch über dieses wiederkehrende Muster und die diesbezüglche Vorhersehbarkeit hinwegsehen.
Nicht ganz so glücklich bin ich allerdings auch bezüglich einiger Botschaften, die hier vermittelt werden. Erwachsene stehen drüber, im Hinblick auf Kinder sehe ich es kritisch.
So schweigen sowohl Kinder als auch Erwachsene, aus Angst, dass man ihnen ohnehin nicht glauben würde.
Und ich denke, dass man im Jahr 2026 wirklich nicht immer noch Angst vor schwarzen Katzen und Aberglauben fördern sollte - schon gar nicht bei Kindern. Man sollte endlich davon wegkommen, wenn man das noch nicht getan hat, bzw. bei Kindern dafür sorgen, dass diese Dinge gar nicht erst entstehen.
Und es ist einfach ein ebenso trauriger wie unfassbarer Fakt, dass auch im Jahre 2026 noch schwarze Katzen und generell schwarze Tiere diejenigen sind, die am längsten in Tierheimen ausharren müssen, sich am schwersten vermitteln lassen - weil auch im Jahr 2026 noch zahlreiche Menschen von Aberglauben geprägt sind, Angst haben und allen Ernstes denken, dass diese Katzen bzw. Tiere Unglück bringen würden ...
Daher finde ich diese Darstellung in einem Kinder- bzw. Jugendbuch etwas unglücklich bzw. zumindest erklärungsbedürftig.
Es ist für mich also wie schon Band 1 ein Buch, das man entweder mit den Kindern zusammen lesen oder über das man zumindest mit ihnen reden sollte.
Davon abgesehen haben wir aber auch "Sternengrab" gerne gelesen und sind nun schon sehr gespannt auf den dritten und letzten Band und auf das, was Harry und seine beiden Freundinnen dort erleben werden!
Rezensionen von booklover00:
Vom kleinen Spatz, der eine große Amsel werden wollte von Werner Holzwarth
Vom Mut, groß zu träumen
Das Buch handelt davon, dass der kleine Spatz eines Tages eine große Amsel werden möchte. Die kleine Amsel möchte einmal eine große Taube werden, die kleine Taube eine Möwe und so weiter. Die Erwachsenen reden die Träume jedoch klein und winken diese ab. Dieses Verhalten zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch.
Es ist fast ein bisschen traurig und gleichzeitig schön zu sehen, wie stark Kinderträume sind, auch wenn Erwachsene sie oft nicht ernst nehmen.
Zum Schluss zeigt sich jedoch, dass wenn Kinder an ihre Träume glauben, sie großes Bewirken können. Somit finde ich es wichtig Kinder zu ermutigen, groß zu träumen, anstatt dass Erwachsene sie sofort kleinreden.
Mir persönlich hat das Buch richtig gut gefallen. Die Botschaft ist schön, die Illustrationen zauberhaft, und beim Vorlesen hat es mir selbst Freude bereitet.
Rezensionen von PeLi:
Es ist hell und draußen dreht sich die Welt von Dita Zipfel
gute Idee, schwächere Umsetzung
Der Anfang des Romans hat mir gut gefallen. Zwei Paare verbringen gemeinsam mit den beiden Kindern des einen Paares den Urlaub in einem Ferienhaus am Meer, das von dem sehr wohlhabenden Paar komplett finanziert wird. Die Ausgangssituation ist interessant, vor allem die spürbaren Spannungen zwischen den beiden Frauen.
Sie mögen sich nicht besonders, beobachten einander kritisch, und diese unterschwellige Ablehnung sorgt zunächst für eine interessante, fast beklemmende Stimmung.
Mit fortschreitender Handlung wurde das Buch für mich jedoch zunehmend merkwürdig. Die Figuren verhalten sich immer seltsamer und wirken dabei zunehmend unsympathisch.
Die Dialoge und Handlungen sind oft so bizarr, dass mir das Lesen immer weniger Spaß machte. Auch kleine Details verstärkten dieses Gefühl der Distanz ,zum Beispiel, wie das Baby von allen Erwachsenen durchgehend genannt wird, das ist einfach nur sonderbar, das macht kein normaler Mensch.
Irgendwann kippt die Geschichte dann völlig ins Absurde. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Die Sache mit dem Nashorn habe ich überhaupt nicht verstanden und sie wirkte auf mich eher befremdlich als bedeutungsvoll.
Das Ende schließlich empfand ich als ebenso seltsam wie unglaubwürdig. Viele Fragen bleiben offen, ohne dass sich für mich ein schlüssiger Gesamteindruck ergibt.
Das ist schade, denn der Schreibstil ist durchaus interessant, und auch die angesprochenen Themen hätten viel Potenzial gehabt. Insgesamt konnte mich das Buch jedoch nicht überzeugen.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:
Im ersten Licht von Norbert Gstrein
"Waren Sie eigentlich im Krieg?"
Diese an Versagen mahnende Frage begleitet den Protagonisten Adrian sein ganzes Leben. Und dennoch hat sich auch bei ihm der Krieg und seine Grausamkeit eingenistet und löst sich nicht auf. Wie viele Ukrainer etc. etc. stellen sich diese beißende Frage selbst? Schaurig.
Und: Wieviel Erinnerung ist gesund und wann beginnt sie krank zu machen?
Und: Wahrheiten werden nicht ausgesprochen.
Ein Anti-Kriegs-Buch mit hoher sprachlicher und erzählerischen Qualität - und einem gelungenen Spannungsbogen, der sich mehr und mehr zu einer großen Anklage gegen den Krieg aufbaut.
Rezensionen von ekiam:
Vom kleinen Spatz, der eine große Amsel werden wollte von Werner Holzwarth
Ein liebevolles Kinderbuch über Mut und eigene Träume
Vom kleinen Spatz, der eine große Amsel werden wollte ist ein wunderschönes und einfühlsames Kinderbuch.
Die Geschichte über die kleinen Vogelkinder, die später alle andere Vogelarten sein möchten, zeigt Kindern, wie wichtig Mut und eigene Träume sind und dass sie nicht immer derselben Meinung sein müssen wie ihre Eltern und sie ihnen auch das Gegenteil beweisen dürfen.
Gerade in diesem Punkt überrascht das Buch mit einem witzigen und unerwarteten Plot-Twist am Ende, der auf charmante Weise verdeutlicht, dass Erwachsene nicht immer recht haben.
Die Texte sind zwar sehr repetitiv, wirken dadurch jedoch einprägsam und laden dazu ein, schnell mitzudenken und mitzulesen.
Die wundervollen Illustrationen von Margarita Sada machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem: Sie sind liebevoll gestaltet, farbenfroh und detailreich, sodass jede Seite für sich ein kleines Erlebnis darstellt. Besonders das Easter Egg auf der Seite der kleinen Graugans, der die Mutter ebenfalls die Geschichte Vom kleinen Spatz vorliest, sorgt bei uns jedes Mal für großen Spaß.








