Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ryria:
Blackspell von Celine Leonora
Gelungene Atmosphäre passend zu Dark Academia
Jeden Sommer verbringt Eden bei ihrem Vater in seinem etwas heruntergekommenen Anwesen im Wald. Auch mit 18 kehrt sie dorthin zurück, jedoch aus einem eher traurigen Grund: Ihr Vater ist verstorben, sie soll der Testamentsverkündung beiwohnen. Dort wird ihr ein großes Erbe in Aussicht gestellt, jedoch geknüpft an die Bedingung, dass sie ihren Schulabschluss an der nahe gelegenen Wyndhouse Academy absolviert.
Dort erwarten sie Magie, Geheimnisse und Gefahren...
Schon von der ersten Seite an fiel mir die wunderbare, düstere Atmosphäre auf. Man konnte richtig gut eintauchen in die Welt der Academy und dem Wald drumherum, die Beschreibungen haben alles schön verbildlicht, ohne überladen zu wirken. Hierbei lässt die Autorin sich auch Zeit, man lernt in Ruhe alles kennen und wird nicht überfordert. Teilweise führte das zu minimalen Längen, überwiegend im Mittelteil, aber ohne dass es mich übermäßig gestört hätte.
Generell habe ich den Schreibstil als angenehm und sehr flüssig empfunden, ich bin quasi durch die Seiten geflogen.
Auch das Dark Academia Setting wurde gut getroffen, an einigen Stellen hat es mich auch öfters mal an Wednesday erinnert, Fans der Serie kommen hier durchaus auf ihre Kosten.
Passend dazu gibt es mysteriöse Morde mit Überraschungen und natürlich auch etwas Magie.
Ebenfalls positiv erwähnen sollte man auch die Gestaltung des Buches, von Farbschnitt, Playlist, Landkarten und hübschen Illustrationen ist alles vorhanden.
Für den nächsten Band wünsche ich mir jedoch, dass wir noch mehr von den Nebencharakteren erfahren, diese sind mir ein wenig zu kurz gekommen - generell bin ich aber schon sehr gespannt!
Rezensionen von Petra:
Alles auf Anfang von Jana DeLeon
Schräg
Der Sommer in Sinful geht zu Ende. Entweder muss Fortune sich ein anderes Versteck suchen oder aber sie findet ihren Verfolger zuerst. Als CiA Agentin kann sie so etwas und wenn sie eine Zukunft in diesen verrrückten Ort haben will muss sie der Sache ein Ende setzen.
Das Buch ist wieder so herrlich schräg wie alle seine Vorgänger.
Der Alligator Godzilla der so sehr Aufläufe liebt. Celia die Fortune und ihre Freundinnen hasst und dabei immer wieder über das Ziel hinaus schießt. Carter der Sheriff der Fortune liebt und sich trotzdem mit ihren Fähigkeiten schwer tut.
Hat man ein Band gelesen will man alle lesen. Schön ist es das man sie weitgehend unabhängig voneinander lesen kann. Es sind die einzelnen Abenteuer der Frauen die im Vordergrund stehen und die Lebensgesschichte von Fortune ist nur der Aufhänger für die Stories.
Auch wenn schon der Titel verheißt das es ein Ende geben wird, ist die Serie laut der Autorin nicht zu Ende. Das freut mich sehr denn der Ort ist so voller komischer Einfälle die möchte ich nicht mehr missen.
Rezensionen von ReiShimura:
Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel von Skye McKenna
Ein märchenhafter Start voller Zauber, Freundschaft und Mut
Ich gestehe, ich habe ein Faible für Hexen und bin immer wieder auf der Suche nach Büchern, die sich um dieses Thema drehen. So bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und die positiven Rezensionen haben mich davon überzeugt, dass ich es unbedingt lesen muss. So viel sei schon mal verraten, ich habe das Lesen des Buches auf keinen Fall bereut.
Mir ist bewusst, dass es sich hier um ein Buch aus dem Kinder-Fantasy Genre handelt und ich aufgrund meines doch eher fortgeschrittenen Alters nicht ganz in die empfohlene Altersklasse passe. Dennoch habe ich das Buch gelesen, habe das Lesen sehr genossen und möchte daher auch meine Meinung kundtun.
Das Buch richtet sich an eine Leserschaft mit einem empfohlenen Alter ab 10 Jahren und obwohl ich gerne Geschlechtszuordnungen vermeide, denke ich, dass sich dieses Buch vornehmlich an Mädchen des entsprechenden Alters richtet. Natürlich spricht nichts dagegen, dass auch Jungs dieses Buch lesen und auch ich würde meinem kleinen Leser dieses Buch geben, leider ist er noch ein wenig zu jung dafür. Der Grund, warum ich denke, dass sich dieses Buch eher an eine weibliche Leserschaft richtet, liegt schlicht und einfach an der Tatsache, dass es keine männlichen Identifikationsfiguren gibt.
Skye McKenna hat in diesem Buch eine zauberhafte Welt erschaffen, die Elemente des modernen Englands mit einer Märchen- und Fantasiewelt verknüpft. Diese Berührungspunkte zwischen Realität und Fiktion sind hervorragend gelöst und wirken an keiner Stelle konstruiert, sondern sehr realistisch.
Cassie ist eine sehr greifbare Hauptperson, in der sich das Zielpublikum des Buches, meiner Meinung nach, sehr gut hineinversetzen kann. Aus erwachsener Sicht waren ihre Handlungen teilweise zu unüberlegt und sie wirkte manchmal ein klein wenig zu naiv. Doch dies alles passt perfekt zu ihrem Alter und macht Cassandra als Charakter glaubwürdig. Besonders gut gefallen hat mir, dass in diesem Buch die Themen Zusammenhalt, Füreinander einstehen und Freundschaft einen großen Stellenwert hatten. Leider sind einige der Nebencharaktere recht farblos geblieben, ich erhoffe mir aber, dass dies im zweiten Teil der Reihe ein wenig verbessert wird.
Der Schreib- und Erzählstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und ist meiner Meinung nach absolut passend für die Zielgruppe des Buches, aber auch für Erwachsene. Die kleinen Illustrationen am Kapitelanfang haben mir sehr gut gefallen und sind definitiv ein zusätzlicher Pluspunkt.
Als einzigen Kritikpunkt möchte ich anmerken, dass die Handlung nicht immer ganz logisch war und ich an der einen oder anderen Stelle ein klein wenig irritiert war. Dies sei der Autorin aber verziehen, da sie ansonsten eine sehr solide Arbeit abgeliefert hat.
Autorin Skye McKenna hat ihr wirklich einen sehr guten Reihenauftakt geliefert. Das Buch an sich macht Spaß, aber vor allem macht es auch Lust auf die Fortsetzungen.
Ich würde dieses Buch allen empfehlen, die an Hexen und Feen glauben, die Freundschaft schätzen und ein klein wenig Magie in ihrem Leben brauchen, unabhängig von ihrem Alter.
Rezensionen von Ryria:
The Blackgate Invitation von Sarah Henning
Coole Idee, schwieriger Schreibstil
Ruby und Wren sind Schwestern und erhalten ein verführerisches Angebot: Einen Abend lang auf einer privaten Feier die Enkeltöchter von Mrs Blackgate spielen und dafür 4000 Dollar kassieren. Klingt zu gut um wahr zu sein? Ist es auch, denn der Haken wird schnell klar: Die Gastgeberin wird ermordet und sperrt sie auf dem Anwesen ein, wo sie nun Rätsel lösen müssen.
Noch dazu sind alle anderen Gäste und Familienmitglieder Hexen...
Super interessante Idee, die Kombi aus Magie, Rätseln, Krimi und ein bisschen Romance hat mir echt gut gefallen. Auch die wechselnden Perspektiven zwischen Ruby und Auden waren gut gewählt, generell waren die Beziehungen der Charaktere untereinander ein Pluspunkt des Buches. Die Liebesgeschichte konnte mich nicht komplett überzeugen, hier hätte ich mir noch etwas mehr Gefühle gewünscht.
Den Einstieg in die Geschichte empfand ich als doch etwas sehr verwirrend: Es gibt viele Charaktere/Familien auf einmal, dazu noch die magischen Elemente. Hier habe ich eine Weile gebraucht, bis ich dann doch mal durchgeblickt habe.
Erschwert wurde dies zusätzlich auch von dem Schreibstil, mit dem ich mich leider so gar nicht anfreunden konnte. Ich weiß nicht, ob es teilweise der Übersetzung geschuldet ist, aber ich fand viele Sätze und Beschreibungen einfach so unnötig kompliziert: Verschachtelungen, künstlich aufgebauschte Beschreibungen, unnatürlich wirkende Dialoge.
Ich musste manche Sätze mehrmals lesen, weil ich immer wieder ins Stocken geraten bin, auch weil gefühlt zwanghaft hochtrabende Formulierungen verwendet wurden. Der Schreibstil hat meinen Geschmack leider gar nicht getroffen und nicht zum Genre gepasst, wodurch es teilweise etwas zäh für mich wurde.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Marianne Schaffer-Schellander:
Im ersten Licht von Norbert Gstrein
„Wir hätten das Meer nicht verlieren dürfen.“
Norbert Gstrein verwendet in seinem Buch eine ausgewählte, bedachte Sprache und lässt den Leser am Leben des Protagonisten Adrian teilhaben. Er spannt einen Bogen fast über ein ganzes Jahrhundert und da es sich um das 20. Jahrhundert handelt, geht es natürlich auch um die Sinnhaftigkeit von Krieg, um Kriegsverletzte und Kriegsverweigerer.
Ich finde, es ist dem Autor großartig gelungen dieses leider zeitgemäße und tagesaktuelle Thema sehr fein und nicht mit erhobenen Zeigefinger sondern äußerst spannend mit dieser Geschichte zu erzählen. Was es mit meinem Lieblingssatz „Wir hätten das Meer nicht verlieren dürfen“, auf sich hat, erfahren Sie, wenn Sie dieses besondere Buch lesen.
Rezensionen von Lilli33:
Die Farm der Mädchen,2 Audio-CD, 2 MP3 von Hans Rosenfeldt
Fesselnde Story
Fesselnde Story
Vor einem Jahr verlor die Polizistin Hannah Wester ihren Mann. Nach einer beruflichen Auszeit ist sie nun wieder am Start und bekommt es gleich mit einem für sie äußerst harten Fall zu tun, dem Fund eines toten Babys. Von dessen Mutter fehlt zunächst jede Spur. In schwierigen Ermittlungen kommt die Polizei einer Organisation auf die Spur, die junge Frauen zur Leihmutterschaft zwingt und ihnen dann die Kinder wegnimmt.
Während Hannah sich in den Fall kniet, kämpft sie gleichzeitig auch gegen private Probleme an, denn nicht nur ihr Mann wurde ihr genommen, sondern vor vielen Jahren auch ihre Tochter. Dass ihr dementer Vater sich ihr gegenüber ziemlich boshaft verhält, sorgt auch nicht gerade für ihr Wohlbefinden.
Nachdem ich von Hans Rosenfeldt schon einige super Bücher gelesen habe, konnte mich auch „Die Farm der Mädchen“ begeistern. Obwohl man ja schon ziemlich früh hinter die Kulissen blicken darf und weiß, wie die Zusammenhänge sind, bleibt die Handlung spannend und fesselnd. Zwar wissen die Lesenden, wer die Guten und wer die Bösen sind, aber die Frage ist durchgehend, wessen Pläne aufgehen und wessen vereitelt werden. Dabei geht es oft um Leben und Tod.
Mir gefiel die Ausarbeitung der verschiedenen Charaktere sehr gut. Auf der einen Seite die jungen schwangeren Frauen, deren Leben skrupellos zerstört wurde. Auf der anderen Seite reiche Menschen, die meinen, mit Geld alles kaufen zu können. Dann natürlich die Mitglieder der Organisation, denen ein Menschenleben gar nichts bedeutet - solange es nicht das eigene ist. Und schließlich die Polizist*innen, die zwischen Vergangenheit und Zukunft gefangen sind und dabei auch nur allzu menschlich wirken.
Ich habe mir dieses Hörbuch von Vera Teltz vorlesen lassen. Die gekürzte Ausgabe umfasst 10 Stunden, 42 Minuten. Die Sprecherin macht dabei ihre Sache ganz hervorragend. Es ist ein Vergnügen, ihrer angenehmen und vielfältigen Stimme zu lauschen, mit der sie die Atmosphäre passend darstellt.
Rezensionen von Gute_Laune:
Die Housesitterin - Ein Traum von einem Job. Oder? von Emily Rudolf
Muss Spice im Thriller sein?
Cecilia, genannt Lia, stürzt nach dem Tod ihrer Mutter ins Bodenlose. Sie arbeitet ein paar Stunden die Woche als Online-Nachhilfelehrerin. Das reicht nicht zum Überleben. Als zweites Standbein hat sie das Housesitten. Auf einer privaten Ostseeinsel steht eins der Häuser der Waldners, für die Cecilia schon öfter gearbeitet hat und mit dessen Sohn Johannes sie ein Verhältnis hat.
Über das Wochenende hat sie mit dessen Zustimmung drei ihrer Freunde eingeladen. Für Johannes ist einer davon eine große Gefahr. Doch welcher? Und wer ist für Lia die größte Gefahr?
Von Anfang an weiß man, dass Cecilia ein Geheimnis haben muss. Schnell stellt sich heraus, dass sie damit nicht die Einzige ist. Bleibt also herauszufinden, wer die größte Gefahrenquelle darstellt. Mir ist bewusst, dass es ein Stilelement sein soll, das für das Bild der entsprechenden Figuren eine Rolle spielt, dennoch finde ich die Sprache an vielen Stellen unnötig vulgär. Die Spice-Szenen finde ich in einem Thriller, zumal in der Häufigkeit, nicht passend. Lasst die in ihrem eigenen Genre!
Die vielen verschiedenen Erzählstränge durch die einzelnen Figuren und die Zeitsprünge machen die Story auf weite Strecken ein wenig anstrengend und verwirrend. Es ist schon herausfordernd, sich durchzuwursteln, um zum Kern der Sache zu gelangen. Das zieht sich für meinen Geschmack einfach zu lange, es gibt zu viele halbgare Andeutungen und man wird zu schnell dazu gebracht, gewisse Figuren nicht zu mögen.
Auch bleibt man zu lange im nebulösen Zustand, bis man die Zusammenhänge erkennen kann und versteht, worauf alles hinauslaufen soll und wird. Ab da laufen die Stränge quasi von der Vergangenheit zur Gegenwart aufeinander zu. An vielen Kapitelenden sind Cliffhanger platziert, die weitere dramatische Vorfälle quasi ankündigen.
Die Figuren überzeugen anfangs wenig, im Laufe der Story aber wachsen sie über sich hinaus und man versteht schlagartig, was zuvor Fragezeichen aufgeworfen hatte. Das führt an einigen Stellen zu heftigen Gefühlsbewegungen, zumindest bei mir. Gut wird zu böse, böse wird zu gut und alles dreht sich, bis es einem ganz schwindelig wird. Es sind eher Abzweigungen denn Wendungen. Sehr gut gemacht! Das Ende ist ein echter Knaller, der vielleicht ab einem gewissen Punkt nicht überraschend, aber doch fulminant der Story das Krönchen aufsetzt.
Bis auf die anfänglichen Längen und die unnötigen vulgären Ausdrücke und die unnötig detailliert beschriebenen Sexszenen wurde ich richtig gut unterhalten. Bei den Stimmen konnte ich die beiden Herren leider nicht so gut unterscheiden. Ansonsten waren die Sprecher alle richtig gut. Ich gebe sehr gute vier Sterne.
Rezensionen von gabiliest:
Ich rede, also bin ich von Julia Mailänder
Wunderwerk Sprache
Sind wir nicht alle Sprachexperten?
Immerhin nutzen wir die Sprache- oder sogar mehrere- jeden Tag und in den unterschiedlichsten Zusammenhängen. Wir plaudern in privater Runde, halten einen Vortrag oder flüstern verliebt sehr intime Worte. Doch wir kümmern uns nicht darum, was unser Gehirn leisten muss, damit alles reibungslos klappt.
Das erklärt uns die bekannte Autorin Julia Mailänder, die Neurowissenschaften der Sprache studiert hat und uns in ihrem Buch “Ich rede, also bin ich” sowohl skurrile Fakten wie fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse näherbringt.
Sprache kann flüchtig sein, wenn sie nicht verschriftlicht ist, ist ein Abbild unserer Kultur und Geisteshaltung, kann manipulieren und die Welt erklären. Sie ist eine Grundlage unseres Denkens, geprägt von unserer Herkunft, sie beeinflusst unsere Empathie und unser Urteilsvermögen. In kurzen und sehr kurzweiligen Kapiteln stellt uns Julia Mailänder unterschiedliche Themen vor. Warum ermöglicht uns erst Sprache, als soziale Wesen zu handeln? Was hat die Entwicklung des Gehirns mit unserer Fähigkeit, zu sprechen, zu tun? Und wo genau entsteht im Gehirn ein Wort, ein Gedanke? Wie können wir eine flüssige Unterhaltung führen, wenn wir schon eine Antwort überlegen, während unser Gegenüber noch spricht?
Julia Mailänder führt uns in die Grundlagen der Neurolinguistik ein, niemals abgehoben oder besserwisserisch, sondern immer mit dem Focus, etwas so Komplexes wie menschliche Kommunikation verständlich zu machen. So ist es interessant zu lesen, dass wir weniger empathisch reagieren, wenn wir in einer Fremdsprache denken, dass die Stimmen, die wir im Traum hören, weit über die reale Welt hinausgehen und dass das häufigste im Schlaf gesprochene Wort “nein” ist. Vielleicht sollten wir unsere Debattenkultur auch im Wachzustand verbessern?
Bisher besagt eine Volksweisheit, dass Liebe blind macht, aber wussten Sie, dass sie auch sprachlos macht? Dass wir positive Emotionen mit aggressiver Sprache kombinieren? Wer wollte nicht schon einmal einen Menschen oder ein Tier aus Liebe “auffressen”? In fünf Abschnitten ihres Buches bringt uns Julia Mailänder Themen näher wie…”Ähm”… warum wir dieses Wörtchen so oft verwenden und wieso uns diese Fülllaute beim Denken helfen. Für jeden Teil ihres Buches findet sich im Anhang ein detailliertes Quellenverzeichnis.
“Ich rede, also bin ich” lädt uns ein, einen tieferen und genaueren Blick in das Wesen und die Funktion der Sprache zu werfen. Wem man dieses locker geschriebene und doch so informative Buch empfehlen kann? Natürlich uns allen, denn wollen wir nicht alle Sprachexperten werden?
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Wohin die Wünsche fließen von Patricia Koelle
Zufällige Begegnungen, die bleiben
Rixa möchte eigentlich gerne mal wieder nach Hause auf den Filapperhof, der vom ersten Band dieser "Glückshafen"-Reihe her bekannt ist. Doch sie traut sich nicht, denn sie denkt, dass nun Pixie bei ihrer Mutter Feeke und ihrem Bruder Sebo ihren Platz eingenommen hat. Die Annäherung an ihr Zuhause macht sie auf eine unübliche Art und Weise: Rixa meldet sich bei Remy und bietet ihr an, sich auf die Suche nach weiteren Lebensstationen von Kapitän Flömer zu machen.
Unkompliziert wie Remy ist, lässt sie sich darauf ein, lässt die Vertrage aber ihren Bruder Rufus überbringen.
Obwohl Rufus als Schreiner einen Möbelrenovationsauftrag hat, hilft er Rixa bei ihrer Suche nach einem weiteren Flaschenschiff von Kapitän Flömer. Rufus und Rixa stecken beide gerade in Fernbeziehungen, beide Partner befinden sich zur Zeit im Ausland. Die Frage nach der Zukunft ist bei ihnen deshalb sehr aktuell. Schnell fassen sie Vertrauen ineinander und freuen sich, im jeweils andern einen guten Gesprächspartner gefunden zu haben.
Rixa, die keine Ausbildung hat, aber gerne Mobiles gestaltet, trifft auf Glaskünstlerin Kira, deren Werke Rixa beeindrucken und die sie gerne auch herstellen würde. Die zur Zeit am Arm verletzte Kira nimmt Rixa bei sich auf und weiht sie in ihre Kunst ein. Die eigentliche Flömer-Suche gerät in den Hintergrund, doch dann stossen Rixa und Rufus bei einem Ausflug eher zufällig auf seine Spur. Und die ist heiss!
Der Teil von Flömers Lebensgeschichte, der hier in "Wohin die Wünsche fliessen", enthüllt wird, ist sehr spannend geschildert und höchst interessant. Man bekommt einen ganz neuen Blick auf den sympathischen Kapitän, den man gerne persönlich kennengelernt hätte.
Das Setting in diesem dritten Band ist wie immer in Patricia Koelles Bücher toll ausgewählt. Der Wunsch, einmal eine Reise zu all diesen Schauplätzen zu unternehmen, wird von Buch zu Buch grösser.
Der Roman erzählt von Begegnungen, die zur rechten Zeit kommen. Menschen, die die Protagonisten - sowie in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit - einen Teil des jeweiligen Lebens begleiten. Es sind eher zufällige Begegnungen, die unerwartet in so was wie Lebensabschnittsgefährten münden.
Fazit: Ein mehr als gelungener dritter Band, der durch überraschende Begegnungen besticht und bestens unterhält.
5 Sterne.
Rezensionen von rosetheline :
Half His Age von Jennette McCurdy
Gutes Romandebüt
Jennette McCurdy ist vielen durch ihre Rolle der "Sam" in iCarly bekannt und hat mit "I'm Glad My Mom Died" ein sehr persönliches und starkes Memoir veröffentlicht. Mit "Half His Age" ihrem ersten Roman polarisiert sie nun zum zweiten Mal.
Im Buch geht es um Waldo, eine 17-jährige Schülerin, die mit ihrer alleinerziehenden Mutter in Anchorage (Alaska) lebt und dabei ist ihrem Schulabschluss zu machen.
Ihr Leben könnte kaum schwieriger und trister sein, da ihre 34-jährige Mutter nicht genug für sie da ist und ihren Lebensinhalt vor allem durch ihre Beziehungen füllt. Und auch das Geld, das Waldo in ihrem Nebenjob verdient, wird regelmäßig für Online-Shopping Exzesse missbraucht, um eine Leere zu füllen.
Doch eines Tages tritt Mr. Korgy, ihr Lehrer für Kreatives Schreiben in ihr Leben und obwohl dieser Anfang vierzig, verheiratet, Vater und nicht mehr besonders attraktiv ist, entwickelt Waldo eine Obsession für ihn. Denn Mr. Korgy scheint in Waldo Talent zu sehen.
Die Geschichte ließ sich sehr gut und flüssig lesen und wurde durch die kurzen Kapitel vereinfacht. Schnell entstand für mich ein Sog und ich wollte unbedingt wissen, ob/was zwischen den beiden Protagonist*innen entsteht. Provokant waren dabei die expliziten und obsessiven Beschreibungen und ich kann verstehen, dass diese nicht jedem gefallen würden.
Ich denke, dass McCurdy außerdem gewisse Parallelen aus ihrem eigenen Leben mit einfließen lassen hat, was vor allem die Thematik rund um die Mutter-Tochter-Beziehung angeht.
Prinzipiell fand ich die Geschichte gut und habe sie gerne gelesen, doch zum Ende hin wurde sie für mich ein bisschen eintönig. Dennoch ist es ein gelungenes Romandebüt und ich bin gespannt, welche Themen in McCurdys weiteren Büchern vorkommen werden.
Daher kann ich das Buch für alle nicht zu Zartbesaiteten empfehlen.











