Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Mein gelber Pullover von Ursula März
Die Prosa der Ursula März
Ursula März, die bedeutende Literaturkritikerin, hat mit Kurzprosa und ihrem Roman Tante Martl den Weg zur Schriftstellerin geschafft. Doch dann musste man lange warte, bis jetzt Mein gelber Pullover da ist.
Das Buch erzählt vom Aufwachsen eines Mädchens in den sechziger Jahren. Da wird das Lebensgefühl authentisch dargestellt, so jedenfalls mein Gefühl und vermutlich ist da viel auch autobiografisch.
Ich finde es sehr glaubhaft.
Es wird episodenhaft erzählt und nicht chronologisch. Geht es in vielen Kapiteln um das Mädchen, ihrer Eltern und der wilden Nachbarsfreundin, wechselt es dann schnell zu der jungen Frau und dann zur Frau mit Tochter.
Ursula März hat einen passenden Ton für ihr Buch gefunden.
Für mich sehr überzeugend gemacht!
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Wolkenschiffe tragen dich von Patricia Koelle
Zwischen Himmel und Erde
Elin liebt Wolken, ausserdem träumt sie davon, beruflich Ökologie und Tourismus zu verbinden. Sie hat einige Monate auf dem Filapperhof verbracht und soll nun Tede dabei unterstützen, ein weiteres Flaschenschiff zu suchen. Tede ist ein ruhiger, sensibler junger Mann, ein Fassadenmaler, der Gärten liebt.
Zusammen mit Elin reist er nach Usedom, beide sind gespannt auf ihr Hotel.
Ich war es auch. Als treue Leserin von Patricia Koelles Bücher weiss man bereits im Voraus, dass da was Spezielles kommen wird. Und so war es dann auch.
Zusammen erkundigen die beiden nicht nur weitere besondere Unterkünfte, sondern auch kreative Gärten. Was sie noch nicht wissen: bald bekommen sie die Chance, beides selbst zu gestalten.
Die Suche nach Kapitän Fiete Flömers zweitem Flaschenschiff gestaltet sich dagegen ein bisschen schwieriger. Die Suche nach dem Schiff ist für beide eine Art Jakobsweg. Beide nehmen sich aber immer wieder Zeit in den Himmel zu schauen, und die Wolken zu betrachten. Auch sogenannte "Luchtwieven" sichten sie.
Diese "Lichtweiber" kannte ich bisher noch nicht, ebenso lehrreich waren die Beschreibungen und Namen der Wolken. Die konnte ich mir wie Elin bisher auch nicht gut merken. Am Boden hingegen finden sich immer wieder neue Worte. Geschrieben mit Kreide. Wer Flömer kennt, weiss weshalb.
Auch alles was sich zwischen Himmel und Erde abspielt war interessant zu lesen. Deutlich macht die Autorin in diesem Band, dass Flömer zwischen Dasein und Fortsein hin- und hergerissen war, klar ersichtlich auch an seiner Lebensgeschichte, von der in jedem Band mehr herausgefunden wird.
Fazit: "Wolkenschiffe tragen dich" ist erneut eine schöner Roman, bei dessen Lektüre man zur Ruhe kommt. Er schenkt den Leserinnen, v.a. den Städterinnen, einen langen Blick aufs Meer - und natürlich auf den Himmel mit all seinen Wolkenspielen.
4 Sterne.
Rezensionen von brauneye29:
Undurchsichtiges Kreta von Nikola Vertidi
Anders, aber sehr gut
Zum Inhalt:
Nach einem Erdbeben werden im Geisterdorf Kalami unter Trümmern edie Leiche eines jungen Mannes gefunden. Doch er wurde nicht Opfer des Erdbebens sondern wurde erschossen. Der Ort scheint nicht der Tatort zu sein. Warum wurde er dorthin gebracht? Gibt es eine Verbindung zu einer vertriebenen Familien, die für einen geplanten, aber nie durchgeführten Staudamm, das Dorf verlassen mussten?
Meine Meinung:
Während der gesamten Lektüre hatte ich so ein unbestimmtes Gefühl, dass dieser Teil anders, irgendwie düsterer ist.
Und irgendwie war er das auch, denn nicht nur der Kriminalfall sondern auch das Privatleben des Kommissars ist gerade nicht leicht. Ich mochte das gesamte Setting des Buchs, auch dieses Düstere, was hinter dem Mord steckte. Was mich aber wirklich besonders berührt hat, war der Brief der Yaya an ihren Enkel und als ob das noch nicht genug wäre, setzt die Autorin noch eine sehr berührende Geschichte oben drauf, die natürlich dann auch erklärt, warum es der zumindest vorerst letzte Teil sein wird. Vielleicht war das auch der Grund, warum dieser Teil so anders aber nicht minder gut war. Mit hat das Buch richtig gut gefallen auch wenn ich gerne weitere Teile gelesen hätte, kann ich auch verstehen, wenn das Schreiben mal eine andere Richtung nehmen muss.
Fazit:
Anders aber sehr gut
Rezensionen von Philiene :
Gut Bradow – Jahreszeiten der Sehnsucht von Valentina May
Wohlfühlroman
Neuanfang, Spurensuche und vielleicht auch eine neue Liebe.? So könnte man diese Roman in wenigen Worten zusammenfassen. Doch damit würde man diesem Buch nicht gerecht werden. Der Roman erzählt die Geschichte von Jonna der ihr Leben über den Kopf wächst und beschließt ein neues Leben zu beginnen.
Sie geht aufs Land und wird dort beinahe magisch von einem alten Gut angezogen. Sie beginnt auf Spurensuche zu gehen, doch ihr werden Steine in den Weg gele5und dann ist da ja auch noch David....
Gut Bradow ist einfach ein Wohlfühlroman der von einer j6ngen Frau auf der Suche nach den Geheimnissen in der Vergangenheit ist. Gleichzeitig ist sie auch auf der Suche nach sich selbst und der Frage, wie es in Ihrem Leben weitergehen soll.
Gefühlvoll nimmt uns die Autorin mit auf Jonnas Weg und hat sich dafür mit Gut Bradow einen wundervollen Schauplatz ausgesucht.
Rezensionen von tonton:
Dieses Buch ist gefährlich von Ben Clanton
Schöne Bilder, tolle Idee, aber irgendwie gemein
"Dieses Buch ist gefährlich" ist ein lustiges Mitmachbuch für Kleinkinder. Mein Vierjähriger hat mir diesem Buch viel Spaß gehabt (auch wenn es am Anfang ein bisschen verunsichert war) und hat es gleich zur Kita gebracht.
Die Geschichte ist ziemlich einfach. Eine kleine Qualle will sich vor Seeschlangen verstecken, wird von einer Kanone durch das Wasser geschossen, und dann von einem Hai aufgegessen.
Mit der Hilfe des Lesers wird die Qualle gerettet und sie findet ihren Freund den Narwal wieder.
Die Aufmachung ist wirklich wunderschön. Die Bilder sind ausdrucksstark und kleine Kinder können sofort verstehen, was gerade passiert. Das eine ist auch sehr süß.
Was weniger gelungen ist der Ablauf der Geschichte. Es ist ein Mitmachbuch, aber es ist nicht klar, was von den Kindern erwartet wird, und auch mein Kind war zuerst ein bisschen unsicher. Die Qualle bittet zum Beispiel dem Leser, ganz still zu sein, dann wirft ihn vor, nicht vor einer Gefahr gewarnt zu haben. Dann sollte der Leser die Kanone nicht anfassen, doch sie explodiert und irgendwie ist der Leser Schuld. Das finde ich ein bisschen gemein für Kleinkinder, die versuchen alles richtig zu machen. Bei der ersten Lektüre sah mein Kind an der Stelle nicht besonders glücklich aus, als hätte er was Falsches gemacht. Danach gibt es eine Flasche Chilisoße, die man auf keinen Fall schütteln sollte, aber eigentlich doch, denn dadurch wird die Qualle gerettet.
Also ich finde die Grundidee sehr toll, aber ich finde, dass die Leser gemein behandelt werden, was für die Zielgruppe nicht ganz passend ist.
Rezensionen von Nele33:
Grenzfall - Ihr Grab in den Fluten von Anna Schneider
bedrückend
bedrückend
In ihrem 6. Fall bekommen es Kommissarin Alexa Jahn und der österreichische Chefinspektor Bernhard Krammer mit einer Unwetterlage zu tun, die mehr als bedrückend ist. Nach Unmengen von Regen, kommt es zur Katastrophe und man bekommt den Eindruck, die Dörfer und Orte versinken in einer Sintflut.
Es werden immer mehr vermisste Personen gemeldet und die Rettung der in ihren Häusern eingeschlossenen Menschen gestaltet sich aufgrund des immer noch vorherrschenden Unwetters mehr als schwierig.
Als in den Fluten ein Toter gefunden wird, stellt sich schnell heraus, er ist nicht ertrunken, sondern ermordet worden. So kommt es wieder auf ein Zusammentreffen von Alexa und ihrem Vater Bernhardt, und somit zu einer Zusammenarbeit.
Die Schilderungen des Unwetters und die schwierigen Rettungssituationen wurden so lebensnah geschildert, dass ich mich dem Szenario sehr nah fühlte. Äußerst bedrückend.
Der Fall an sich reicht bis weit in die Vergangenheit und die Auflösung hat mir sehr gut gefallen.
Ein gutes Team aus Vater und Tochter.
Eine klare Leseempfehlung von mir für diesen vielschichtigen Krimi.
Rezensionen von Gute_Laune:
Hochbeet für Ahnungslose von Anja Klein; Véro (Veronika) Mischitz
Richtig klasse!
Der Comic-Stil spricht natürlich direkt mal Kinder an und macht sie neugierig. Die eigentliche Zielgruppe sind jedoch eher Erwachsene. Vero Mischitz hat die Zeichnungen wunderbar hinbekommen und die Texte sind gut verständlich. Man fühlt sich nicht, wie in der Schule, sondern unterhalten und dennoch lernt man dabei dazu.
Die Informationen sind gut gegliedert und fangen wirklich komplett bei Null an. Ich finde, dennoch sind sie auch für jene nützlich, die schon ein paar erste Erfahrungen mit Hochbeeten gesammelt haben. Außerdem hab ich gern etwas zum Nachschlagen griffbereit, falls ich mal wieder etwas vergessen habe, das ich eigentlich wusste!
Anja Klein macht keine große Wissenschaft mit Verboten und Vorschriften aus den Hochbeeten, sondern lädt ein, zu experimentieren und vor allem Spaß und Freude daran zu haben. Alles ist verständlich und erstaunlich ausführlich für so wenig Seiten und Worte erklärt und beschrieben.
Die Kapitel Das kleine Hochbeet 1 x 1; Dein erstes Hochbeet; Hochbeet bepflanzen; Hegen und Pflegen; Endlich Ernte einfahren; Hochbeet-Pflanzpläne; Was tun wenn sind gelungen gestaltet und erklärt. Ich bin erstaunt, dass ich in diesem Buch, das relativ wenig Text hat,, tatsächlich sogar mehr Informationen finde, als in einigen anderen Hochbeet-Ratgebern, die mit weniger Humor und Spaß arbeiten. Am Ende des Buches ist dann auch noch ein Register, über das man ganz schnell zur gewünschten Information gelangt. Der Erntekalender gefällt mir sehr, aber ich fände es genial, wenn es auch einen Saat-/Pflanzkalender gäbe. Ein wenig verwirrt mich auch, dass die Anzahl der Pflanzen auf der vorderen Klappseite nicht mit der Anzahl auf den genannten Seiten übereinstimmt.
Wer nach diesem Buch nicht sofort loslegt, sich ein Hochbeet anzulegen, wird auch durch kein anderes dazu bewegt werden. Ich mag seit Jahren Hochbeete und inzwischen habe ich vier, dazu ein Rahmenbeet und ein fünftes wird dieses Jahr dazukommen. Mit den Tipps von Anja Klein dürfte meine Ernte noch bunter, vielfältiger und größer ausfallen. Ich freu mich drauf! Und ich gebe trotz der ein oder anderen Kleinigkeit, die mir auffiel, die vollen fünf Sterne!
Rezensionen von Harakiri:
Ungelöst – Die erste Zeugin von Arno Strobel
Die Schatten der Vergangenheit werfen lange Schatten
Ein neuer Thriller von Arno Strobel? Muss ich haben.
Mit „Ungelöst“ startet der Autor eine neue Reihe, die sich um Cold Cases dreht. Doch zuerst muss Kommissar Ramin Brunner noch einen aktuellen Fall lösen: das Verschwinden einer Frau sowie eines kleinen Mädchens.
Die Schatten der Vergangenheit werfen lange Schatten.
Mit dieser Tatsache konfrontiert ist es alles andere als einfach, den Fall zu lösen. Hilfe bekommt Ramin von Medizinstudentin Luisa, die über ein eidetisches Gedächtnis verfügt.
Strobel baut seinen Fall langsam auf, führt die neuen Charaktere behutsam ein und macht sie nahbar. Das führt dazu, dass die Handlung etwas braucht, bis sie den Leser richtig mitreißt. Aber dann entwickelt sich schnell ein Mahlstrom, der nicht mehr loslässt.
Ein wenig konstruiert war die Entführung Luisas, wobei ich die Idee dahinter eigentlich auch mal erfrischend neu fand. Der Täter spielt Katz- und Maus mit den Nerven der Ermittler und mit denen des Lesers. Dies führt unweigerlich dazu, dass man sich beim Lesen beim Spekulieren und Miträtseln ertappt.
Fazit: Eine Reihe, die ich gewiss weiterverfolgen werde.
Rezensionen von Shilo:
Gut Bradow – Jahreszeiten der Sehnsucht von Valentina May
Neuanfang und alte Spuren
Die Geschichte beginnt mit Jonna, die nach einer schweren Zeit ihr altes Leben hinter sich lässt. Sie fährt ziellos an die mecklenburgische Seenplatte und stößt dort auf ein altes Gut, das sie aus ihr noch unerklärlichen Gründen nicht mehr loslässt. Schon früh wird klar, dass dieser Ort für sie sehr bedeutungsvoll werden wird.
Gut Bradow wird Teil ihres Alltags. Jonna ersteigert den Gutshof und beginnt mit den Arbeiten. Dabei findet sie alte Briefe und Unterlagen, die auf eine Zeit nach dem Krieg hinweisen. Sie zeigen eine Verbindung zu ihrer Familie und ein verschwundenes Kind. Die Hinweise bleiben zurückhaltend, lassen aber erkennen, dass die Vergangenheit noch nicht abgeschlossen ist.
Auch das Dorf spielt eine Rolle. Es gibt freundliche Menschen, aber auch Zurückhaltung und Widerstand. Einige Bewohner möchten nicht, dass alte Dinge wieder aufgedeckt werden, und versuchen, Jonna zu vertreiben. Diese Spannung zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung.
Unterstützung bekommt Jonna von David, einem Anwalt aus Lübeck, mit dem sie bereits zuvor unliebsame Bekanntschaft gemacht hat. Zwischen beiden entwickelt sich Nähe, zugleich sind Zweifel und Misstrauen spürbar.
Die Geschichte ist ruhig erzählt und konzentriert sich auf Atmosphäre und Stimmung. Die Landschaft, das alte Gut und die Spuren der Vergangenheit sind deutlich spürbar. Es entsteht ein Gefühl für die Zeit und die Menschen, die hier gelebt haben.
Am Ende bleibt das Gefühl, eine Geschichte erlebt zu haben, die kurzweilig und nachvollziehbar ist. Gegenwart und Vergangenheit sind miteinander verbunden, die Figuren und ihre Gefühle werden nahbar beschrieben, ohne dass es übertrieben oder künstlich wirkt.
Mir hat dieses Buch kurzweilige und interessante Lesestunden bereitet. Gerne empfehle ich es weiter.
5 Sterne.
Rezensionen von Shilo:
Tage des Lichts von Megan Hunter
Sechs Tage, die ein Leben prägen
Im Mittelpunkt steht das Leben einer Frau, das sich langsam und oft unauffällig verändert.
Erzählt wird es entlang von sechs Tagen, die über acht Jahrzehnte verteilt liegen und die Richtung ihres Lebens immer wieder neu bestimmen.
Die Geschichte beginnt in England kurz vor dem Zweiten Weltkrieg.
Eine junge Frau steht an der Schwelle zum Erwachsenwerden, umgeben von einer außergewöhnlichen, kreativen Familie und vielen Möglichkeiten. Ein tragisches Ereignis an einem einzigen Nachmittag verändert jedoch den Lauf ihres Lebens grundlegend. Aus Freiheit wird Anpassung, aus Sehnsucht wird Alltag. Ehe, Kinder und ein äußerlich geordnetes Leben prägen die folgenden Jahre, während innerlich eine Leere zurückbleibt.
Erst lange später rückt eine Begegnung wieder ins Bewusstsein, die einst von großer Bedeutung war. Eine Frau, die für einen anderen Lebensentwurf steht und für das, was hätte sein können. Zwischen beiden entwickelt sich eine heimliche, intensive Liebe. Sie bleibt begrenzt durch Zeit, Verantwortung und gesellschaftliche Erwartungen.
Der Roman erzählt von Schuld, Sehnsucht und von Entscheidungen, die ein ganzes Leben prägen können. Dabei wird nichts überzeichnet. Die leisen Momente, das Verschweigen und das Aushalten stehen im Vordergrund, nicht das große Drama. Besonders eindrücklich ist der Blick auf das Älterwerden und auf die Frage, wie viel Einfluss früh getroffene Entscheidungen noch im späteren Leben haben.
Der Schreibstil bleibt zurückhaltend und kontrolliert. Die Sprache ist klar, stellenweise fast nüchtern. Hier hätte etwas mehr Lebendigkeit gutgetan, vor allem in emotionalen Passagen. Dennoch trägt diese Zurückhaltung auch zur besonderen Stimmung des Romans bei und lässt Raum für eigene Gedanken.
4 Sterne und eine Leseempfehlung für Leserinnen und Leser, die ruhige, nachdenkliche Romane schätzen und sich gern auf leise Lebensgeschichten einlassen.










