Persönliche Lese- tipps
Philipp Schlaffer empfiehlt:
Du kriegst mich nicht von Chris Carter
Ein richtig guter Stand-Alone Thriller
Du kriegst mich nicht, ist ein richtig guter Stand-Alone Thriller mit einer spannenden Ausgangsidee. Er kann zwar die Messlatte seiner Hauptreihe in Sachen Nervenkitzel und Brutalität nicht ganz erreichen, glänzt dafür aber auf der psychologischen Ebene. Man muss sich auf den etwas ruhigeren Einstieg einlassen, wird am Ende aber mit einem packenden Finale belohnt.
Ein Muss für Thriller-Fans, die psychologische Tiefe schätzen!
Hans Hamedinger empfiehlt:
Mein Leben als Noiseband von Clemens J. Setz
Viel Noise, viel Stille!
Clemens Setz sieht Details, die andere nicht sehen, er beobachtet Menschen, die die meisten übersehen. Und aus diesem Mosaik entsteht mit viel Fantasie und Assoziationskraft eine Welt, die verschoben sein könnte zur Erleuchtung oder einfach nur verschroben. Die Leser freuen sich, es sich aussuchen zu können, was zutrifft.
Viel Noise, viel Stille in diesem Erzählungsband, der schon deswegen ungewöhnlich ist, weil die Texte so lang sind wie ein Kurzroman oder auch nur wenige Zeilen umfassen. Erfreuliche Lektüre!
Jaqueline Brabec empfiehlt:
Totenfrau – Die Rückkehr von Bernhard Aichner
Blum is back! Und wie!
Blum is back! Und wie! Als begnadeter Totenfrau-Fan habe ich schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet. Normalerweiser ist der Schreibstil von Bernhard Aichner kurz und bündig, rasant und knackig. Diesmal starten wir schon (fast) gemütlich, aber: Wer Brünhilde Blum kennt, weiß, dass die Ruhe nicht von Dauer ist.
Ich habe mit Blum mitgelitten, ihre Härte aber auch Verletzlichkeit gespürt. Die Rückkehr der Totenfrau ist für mich mit Abstand der beste Teil dieser Reihe.
Jaqueline Brabec empfiehlt:
Books, She Said - Based on Nicole's Story von Natalie Erlach
Ich habe mich wiedererkannt!
Als ehemalige langjährige Buchhandlungsbesitzerin fand ich mich in so vielen Situationen wieder. Die Leidenschaft für Bücher, für die Menschen und der große Wunsch, sich zu verwirklichen – wunderbar zu lesen!
im Shop ansehen weitere Empfehlungen von Jaqueline BrabecHans Hamedinger empfiehlt:
Mein privates Glück von Michael Köhlmeier
Selten hat mich eine Neuerscheinung so berührt
Ich konnte das Buch vor Erscheinen und vor dem tragischen Ableben von Köhlmeiers Ehefrau Monika Helfer lesen. Selten hat mich eine Neuerscheinung so berührt, dieser angebliche ‚Roman‘, der tatsächlich ein Erinnerungsbuch mit Klarnamen ist. Vor allem wird episodisch die Geschichte der Eltern und deren Umfeld erzählt.
Aber mit welcher Meisterschaft! So viel Drama, so viel Tragik, so viel Menschlich-Allzumenschliches. Eingehegt von Köhlmeiers Gabe, einem nahezu unvermeidlichen Pathos gegenzusteuern mit witzigen Szenen, uneitler Erzählweise und dem gewissen unbeschreibbaren Etwas, das nur sehr gute Schriftsteller draufhaben.
Philipp Schlaffer empfiehlt:
Todeskarussell von Patrick McGinley
Actionreich
Actionreich, clever durchdacht und wahnsinnig spannend. Hat mich vom Stil her an Andreas Gruber erinnert.
im Shop ansehen weitere Empfehlungen von Philipp SchlafferPhilipp Schlaffer empfiehlt:
Waldmann von Thomas Ziebula
Ein megaspannender und sehr authentischer Fall.
Als Johannes Waldmann am Vorabend seiner Rückkehr in den Dienst der Bonner Mordkommission an einen Tatort gerufen wird, ahnt er nicht, in welche Abgründe dieser Fall ihn führen wird. Während er die Leiche des getöteten Lokalpolitikers besieht, jagt eine Frau in einem gestohlenen Polizeiwagen einem Audi nach.
In ihm vermutet sie die junge Ukrainerin Zlata, die gerade noch mit dem Politiker auf einem Zimmer war. Auch die Journalistin Pia Luninger ist an dem Fall dran. Spurlos wird die große Reportage heißen, die sie über Menschenhandel und Zwangsprostitution schreiben will und die ihr endlich den ersehnten Karrieresprung ermöglichen soll. Mit jedem Schritt, den Waldmann tiefer in den Sumpf des Verbrechens hineinwatet, löst sich ein Faden, der die große Wunde seines Lebens nur oberflächlich zusammenhielt: der Verlust seiner Frau. Damals, auf einem Bazar, als sie von einem auf den anderen Moment einfach so – verschwand …
Fazit: Ein megaspannender und sehr authentischer Fall. Er zeigt, dass auch ein Polizist wie Waldmann „nur“ ein Mensch ist, der sein eigenes Päckchen zu tragen hat. Aber auch Themen wie Menschenhandel, Zwangsprostitution und die Situation von Flüchtlingsfrauen wurden gut umgesetzt und beschrieben. Teilweise sind das Themen, über die in der Öffentlichkeit kaum gesprochen wird.
Hans Hamedinger empfiehlt:
Querfeldein von Alex Capus
Ein Buch, das es schafft, die Zeit aufzuheben und das Vergangene gegenwärtig erscheinen zu lassen.
In einem Schweizer Dorf an der Grenze zu Deutschland führt vor hundert Jahren der junge Wirt Arnold einen Gasthof. Bunte Vögel und düstere Gestalten überqueren die Grenze, manche kommen auch nachts und querfeldein. Am Stammtisch sitzen die Witzbolde aus dem Dorf. Eines Tages naht eine Fremde hoch zu Ross durch den Schnee.
Ihr Name ist Betty. Arnold heiratet sie und bekommt mit ihr acht Kinder. Das Leben nimmt seinen Lauf, bis sich die älteste Tochter Clara 1933 in einen Schmuggler namens Hermann verliebt. Der bringt die Uniformierten auf beiden Seiten der Grenze gegen sich auf. Es kommt zum Drama – und das Dorf erhebt sich gegen eine Großmacht.
Fazit: "Das Haus steht heute noch." Vor hundert Jahren war es das Wirtshaus "Zur Moskau" an der schweizerisch-deutschen Grenze. Vom Wirt Arnold, der das Haus gebaut hat, seinen Schicksalen und den oft "grenzwertigen" Gästen erzählt Alex Capus (der selbst Wirt ist) in seiner bekannt leichten und dezent weisen Art, die es schafft, die Zeit aufzuheben und das Vergangene gegenwärtig erscheinen zu lassen.
Jaqueline Brabec empfiehlt:
Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska
Lesegenuss, der zum Abschalten einlädt!
Diesmal ist es etwas anderes. Darauf hofft Ina jedes Mal, wenn sie sich verliebt. Doch es geht immer schief. Sie arbeitet in einem Tattoo-Studio und wohnt mit ihrem Sohn Henry in der Siedlung »Am Kastanienbaum«, irgendwo mitten in einer großen Stadt. Dort gibt es noch mehr Menschen wie Ina, 1.583 genauer gesagt.
Fazit: Lesegenuss, der zum Abschalten einlädt! Gute Laune garantiert! Als ich es fertig gelesen habe, war ich fast ein bisschen traurig, dass ich die Protagonistin Ina gehen lassen musste.
Philipp Schlaffer empfiehlt:
Im Morgengrauen (Art Mayer-Serie 4) von Marc Raabe
Marc Raabe gehört für mich zu den besten deutschen Thrillerautoren
Seit Wochen gehen im Netz die Videos einer jungen Frau viral. Ihr Gesicht ist unkenntlich, auf ihrem Unterarm ist ein markantes Eulen-Tattoo. Der Inhalt der Videos: skandalöse Details ihrer Affäre mit dem Bundeskanzler. Ein Fake? Eine Kampagne? Oder die Wahrheit?
Fazit: Marc Raabe gehört für mich zu den besten deutschen Thrillerautoren.
Ich war wieder komplett gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders hervorzuheben sind erneut die Figuren. Die größte Stärke der Reihe sind für mich nicht die Fälle, sondern die Menschen, die sie bevölkern.











