Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bibibabby:
Einfach Sunny von Maren Graf
Einfach toll!
Uns hat dieses Buch richtig gut gefallen. Die Protagonistin, Sunny, ist auf jeden Fall außergewöhnlich: Sie ist blind und eine Sachen-Sucherin. Sie ist selbstständig, frech, und optimistisch... also einfach "sunny"! Als sie plötzlich quasi buchstäblich über Ben stolpert, begeben sich die beiden gemeinsam auf eine Suche nach einem Gegenstand, den Ben verloren hat.
Dabei entwickelt sich eine schöne Freundschaft.
Der Schreibstil finde ich sehr gelungen. Das Buch ist größenteils aus Sunnys Perspektive erzählt. Der Leser nimmt die Welt durch ihre Sinne wahr und kann gut nachvollziehen, wie sie ihre Umgebungen erlebt.
Mir hat besonders gut gefallen, wie Sunny sich nicht von ihrer Behinderung einschränken lässt. Die Stimmung ist durchaus positiv und auch Ben, der am Anfang eher zurückhaltend und grummelig wirkt, kommt im Laufe der Geschichte sehr sympathisch vor.
Die beiden Hauptfiguren sind in der 3. Klasse, und das Buch wohnt sich gut für junge Leser im gleichen Alter.
Rezensionen von Ulla:
Die Frau der Stunde von Heike Specht
Politikerin im Bonn der 70er Jahre
Die Handlung des Romans spielt in Bonn Mitte bis Ende der 70er Jahre. Nach dem skandalösen Verhalten des bisherige Außenminister Busch wurde Catharina Cornelius die erste deutsche Außenministerin und Vizekanzlerin. Seit ihrer Ernennung kämpft sie in einer Männerwelt um Anerkennung und darum, ihren Posten zu behalten.
Zur Hilfe stehen ihr die Freundinnen, die belgische Journalistin Suzanne und die iranische Filmemacherin Azadeh. Seit ihrer Jugend im schweizer Internat helfen sie sich gegenseitig, denn ohne ihre weibliche Seilschaft, zu der noch mehr Frauen gehören, hat Catharina keine Chance auf dem politischen Parkett zu bestehen.
Der Roman beleuchtet und beschreibt die 70er Jahre ausgesprochen gut, das damalige Lebensgefühl kann man nachempfinden. Die deutsche Politik dagegen kommt kaum zur Sprache, alle Personen sind fiktiv. Einzig der Sturz des Schahs und die Frauenbewegung im Iran sind real und gut erzählt. Ich hätte mir mehr politische Realität anstatt der Beschreibung vieler privater Treffen gewünscht. Hatten damals die Politiker wirklich so viel Freizeit und Freiräume?
Rezensionen von Streiflicht:
Glimmer von Bernhard Tewes
Die schöne Seite des Lebens
Einfach mal auf das Gute und Schöne im eigenen Leben schauen, die glitzernde Sonnenseite genießen und den Glimmer in Dir spüren. Positive Trigger im (Alltags-)Leben setzen und merken, wie schön das Leben sein kann.
Klingt so einfach und ist es vielleicht auch. Denn mit dem Glimmer gibt es Hoffnung, sagt der Autor.
Bewusst kleine Momente genießen, Sicherheit und Freuude im Leben erkennen und spüren. Das führt im oft stressigen Alltag zu innerer Ruhe, Freude und Leichtigkeit ...
Ein spannendes Buch, das sich zu lesen lohnt, denn die Ansätze sind wirklich faszinierend und auch recht einfach für sich selbst unzusetzen. Wer die neue Psychologie der positiven Trigger kennenlernen und entdecken möchte, ist hier genau richtig. Ich fand es extrem spannend und hilfreich und werde dieses besondere Buch gerne weiterempfehlen. Einfach mal ausprobieren.
Rezensionen von Streiflicht:
Düsteres Tal von Ruth Lillegraven
Spannend und düster
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn die Leseprobe, der Titel und das Cover haben mich total neugierig gemacht. Ich mag die nordischen Autoren sehr, aber Ruth Lillegraven kannte ich bisher noch nicht. Meistens lese ich eher schwedische Romane, aber daher war ich umso neugieriger auf dieses Buch, das in Oslo, also in Norwegen spielt.
Da wurde ich wieder ganz neugierig auf die Stadt, die ich zu gerne mal besuchen möchte.
Die Story ist richtig packend und hatte mich schon nach nur wenigen Seiten in ihren Bann gezogen. Man würde das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen und immer weiterlesen. Mich haben die vielen Erzählstränge gefesselt. Insgesamt hat mir auch der Erzählstil total gut gefallen, so herrlich nordisch und düster, ein bisschen melancholisch und so packend. Auch als Quereinsteigerin in diese Reihe konnte ich dem Buch und der Geschichte gut folgen! Gerne mehr davon!
Rezensionen von Streiflicht:
Aus! Die Wissenschaft vom Ende von Science Busters
Hat Spaß gemacht
Dieses Buch hat mich auf den ersten Blick neugierig gemacht. Ich bin definitiv keine Coverkäuferin, aber das hier ist sehr ansprechend. Nachdem ich aber die Kurzbeschreibung gelesen hatte, wollte ich das Buch unbefingt lesen und es hat mich genau da abgeholt und mir sehr, sehr gut gefallen.
Das Buch unterhält nicht nur auf spezielle Art und Weise, sondern macht auch richtig Spaß und bietet zugleich noch richtig viel Wissen.
So mag ich das. Es ist herrlich, wenn man beim Lesen noch was lernen kann und dieses Buch macht das sehr geschickt.
Wer etwas über Enden, den Schluss, finito erfahren mag, der ist hier genau richtig. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und fünf Sterne für die coole Idee und die wirklich gut gelungene Umsetzung des Themas. So macht Lesen richtig Spaß! Bitte mehr von solchen coole, wissenswerten Büchern!
Rezensionen von Lili-Marie:
Pen Pal von J. T. Geissinger
Zwischen Spannung, Spice und Enttäuschung
Das Cover und der Klappentext wecken Erwartungen, die das Buch letztlich nicht erfüllt. Hätte ich im Vorfeld gewusst, in welche Richtung sich die Handlung entwickelt, hätte ich es vermutlich nicht zur Hand genommen.
Der Schreibstil von J.T. Geissinger ist angenehm leicht und flüssig, sodass man schnell in die Geschichte hineingezogen wird.
Die Spannung steigert sich kontinuierlich und lädt dazu ein, mitzurätseln und die Geheimnisse hinter den Ereignissen aufzudecken.
Kayla steht nach dem Tod ihres Mannes vor einer schweren Zeit: Sie erhält rätselhafte Briefe und ihr Haus benötigt dringend eine umfassende Renovierung. Kein Wunder also, dass sie dem Handwerker gegenüber zunächst etwas schroff reagiert – seine Art bringt sie regelmäßig auf die Palme, was stellenweise durchaus amüsant wirkt. Aiden wiederum erscheint anfangs verschlossen und unnahbar, doch bald zeigt sich sein weicher Kern. Er unterstützt Kayla, wo er nur kann, und stellt sich schützend an ihre Seite.
Die geheimnisvollen Briefe lockern die Handlung zwischendurch auf. Der Klappentext versprach eine Brieffreundschaft, was mich neugierig gemacht hatte. Tatsächlich beschränkt sich dieser Aspekt jedoch auf wenige, eher belanglose Nachrichten, die mich enttäuscht zurückließen, da ich mir hier deutlich mehr erhofft hatte.
Ein weiterer Punkt sind die zahlreichen expliziten Szenen, die für meinen Geschmack teilweise etwas willkürlich eingefügt wirkten und nicht immer harmonisch zum Rest der Geschichte passten.
Die überraschende Wendung gegen Ende habe ich nicht kommen sehen – sie hat mich durchaus verblüfft. Allerdings behandelt sie ein Thema, das mir persönlich nicht zusagt, weshalb das Buch für mich dadurch an Reiz verloren hat. Wäre mir dieser Aspekt im Vorfeld bekannt gewesen, hätte ich mich wohl gegen dieses Buch entschieden.
Insgesamt bietet die Geschichte Spannung und unerwartete Entwicklungen, konnte mich aber nicht nachhaltig begeistern. Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt, und als „Dark Romance“ würde ich den Roman nicht einordnen.
Rezensionen von Gute_Laune:
Tannengrab von Ines Buck
Rundum gelungen!
Die Kinder vom Waldkindergarten finden hin und wieder Tierknochen. Doch Karla Sommerfeld erkennt, dass die kleine Mathilda mit einem menschlichen Schlüsselbeinknochen spielt! Karla ahnt, zu wem dieser Knochen gehört. Und als sie im doppelten Sinne nachgräbt, kommt so einiges zutage.
Ines Buck hat hier keinen verschachtelten, hochtrabenden Thriller geschrieben, dafür aber einen gut durchdachten, geradlinigen und dadurch flott zu lesenden, soliden Krimi, der kurzweilig und spannend ist, ohne sensationslüstern zu sein.
Das gefällt mir sehr gut. Die Figuren dürfen menscheln, sie fallen nicht aus den inzwischen so häufig benutzten Schablonen und werden vor den Augen der Hörer und Leser schnell und ohne große Beschreibungen lebendig und einzigartig. Dieser Stil ist mutig, fällt er doch fast schon aus der Zeit! Aber er ist auch sehr lesbar und ich bedanke mich bei der Autorin dafür von Herzen!
Privatleben und berufliche Arbeit werden beide in ausgewogenem Maße dargestellt und ergeben ein rundes Gesamtbild. Die Entwicklungen sind logisch, aber keinesfalls langweilig oder vorhersehbar. Lustig ist für mich persönlich nur ein ganz persönlicher Gedanke, den ich beim Hören hatte. Mir kam in den Sinn, dass man sagt, der Täter muss auf den ersten fünfzig Seiten auftauchen, sonst ist es unrealistisch. Da kam mir eine Person in den Sinn und ob ich richtig lag, verrate ich hier nicht.
Auch andere Themen, wie beispielsweise Demenzerkrankung der Mutter, kommen zur Sprache. Das macht den Krimi sehr lebensnah. Obwohl ich den ersten Band der Reihe nicht kenne, fehlte mir zum Verständnis nichts. Andere private Details verwirrten anfangs, sind aber eindeutig so angelegt, dass sie erst im Laufe der Reihe aufgeklärt werden sollen. Für den Fall sind sie nicht relevant und ob man sich davon dazu überreden lässt, die weiteren Bücher zu lesen, ist jedem selbst überlassen. Die Qualität dieses Krimis ist meiner Meinung nach jedenfalls überzeugend genug, um ohne solche kleinen Tricks gern zum nächsten Band greifen zu lassen.
Ein besonderes Lob auch an die Sprecherin Claudia Schwartz. Sie hat für mich die ideale Sprachmelodie und das perfekte Tempo für die Story gefunden. Da hört man doppelt gerne zu! Insgesamt war das für mich ein rundum gelungenes Krimi-Erlebnis, das mich bestens unterhalten hat und daher gebe ich fünf Sterne.
Rezensionen von Alo:
Ruf der Leere von Daniel Alvarenga
Unentschlossen
Ich habe dieses Buch in einem Rutsch gelesen und mir dafür unvernünftigerweise eine kleine Nachtschicht eingelegt. Es hat mich schnell gepackt und nicht mehr losgelassen. Mein Tipp: Lest besser nicht den Klappentext. Er macht zwar neugierig, verrät aber meiner Meinung nach schon zu viel.
Der Roman stellt viele ethische Fragen, mit denen man sich während des Lesens immer wieder auseinandersetzen muss.
Genau das mag ich sehr, weil die Geschichte dadurch lange nachhallt.
Erzählt wird auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart treffen sich Freunde in einer abgelegenen Hütte, feiern eine Party, bis eine weitere Person auftaucht… Dazwischen stehen Kapitel aus der Vergangenheit, die aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt sind. Nach und nach setzt sich das Bild zusammen. Man erfährt die Geschichten der einzelnen Figuren, versteht die Dynamiken innerhalb der Freundesgruppe und erkennt, warum die Ereignisse in der Hütte ihren Lauf nehmen. Dieser Aufbau hat mir sehr gefallen, weil er einen unglaublichen Sog erzeugt und Zusammenhänge langsam freilegt.
Ab einem bestimmten Punkt wird die Handlung sehr abgefahren, und ich war mir nicht ganz sicher, was ich davon halten soll. Der große Plot Twist hat mich eher zwiegespalten zurückgelassen. Das Ende hingegen fand ich wieder richtig gelungen und stimmig, es hat für mich vieles aufgefangen. 3,5/5 Sterne
Rezensionen von Alo:
Mr. Saitos reisendes Kino von Annette Bjergfeldt
Überraschendes Highlight
Eigentlich dachte ich, „Mr. Saitos reisendes Kino“ würde mir nicht gefallen. Ich war sehr kritisch und hätte es mir niemals selbst gekauft, da Filme, Tanz und Musik in Büchern meist nicht meinem Geschmack entsprechen. Doch hier, trotz Tango und Kino, war es anders. Ehrlich gesagt, ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt so etwas Schönes gelesen habe.
Ich habe es teilweise gehört und teilweise gelesen. Zunächst hatte ich Schwierigkeiten, reinzukommen, aber dann war ich gefesselt.
Es erzählt von einer Mutter und ihrer Tochter, die auf einer kleinen Insel vor Neufundland stranden und dort auf eine eigenwillige Gemeinschaft treffen. Der Roman ist eine leise Coming-of-Age-Geschichte, in der das Ankommen, Beobachten und Verstehen im Mittelpunkt steht. Besonders berührend sind die Begegnungen mit den Inselbewohner*innen, deren Geschichten nach und nach sichtbar werden. Der historische Hintergrund ist fein und selbstverständlich in die Handlung eingewebt und verleiht dem Roman zusätzliche Tiefe. Ein stilles, warmes Buch, das lange nachklingt.
Rezensionen von Alo:
Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel von Alena Schröder
Nicht meine Autorin
„Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ war für mich bereits der zweite Versuch mit dieser Autorin und erneut bin ich nicht wirklich überzeugt. Der Roman liest sich zwar zunächst sehr gut an, kann dieses Versprechen aber nicht bis zum Ende einlösen.
Überzeugt hat mich vor allem die Zeitebene in der Nachkriegszeit.
Die Geschichte um Marlen, die 1945 nur knapp überlebt, von Wilma aufgenommen wird und in dieser Zeit ihre Begabung für die Malerei entdeckt. Diese Passagen wirken durchdacht, stimmig und emotional greifbar.
Deutlich schwächer empfand ich dagegen die Handlung in der Gegenwart. Hannahs Leben im Berlin des Jahres 2023 blieb für mich erstaunlich blass. Ich habe diese Kapitel weniger aus Interesse als aus Pflichtgefühl gelesen, in der Hoffnung, dass sich am Ende ein überzeugender Zusammenhang zur Vergangenheit ergibt. Genau dieser bleibt jedoch enttäuschend dünn. Die Verbindung der beiden Zeitebenen wirkt konstruiert und unausgereift, eine echte Nähe zwischen den Figuren entsteht nicht. Insgesamt konnte mich das Buch emotional nicht erreichen. Trotz großer Themen blieb vieles auf Distanz.
Stark ist hingegen die Auseinandersetzung mit der Frage, was von einem Leben bleibt und welche Verantwortung oder Schuld wir unseren Eltern gegenüber empfinden. 2,5/5 Sterne











