Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Alo:
Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel von Alena Schröder
Nicht meine Autorin
„Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ war für mich bereits der zweite Versuch mit dieser Autorin und erneut bin ich nicht wirklich überzeugt. Der Roman liest sich zwar zunächst sehr gut an, kann dieses Versprechen aber nicht bis zum Ende einlösen.
Überzeugt hat mich vor allem die Zeitebene in der Nachkriegszeit.
Die Geschichte um Marlen, die 1945 nur knapp überlebt, von Wilma aufgenommen wird und in dieser Zeit ihre Begabung für die Malerei entdeckt. Diese Passagen wirken durchdacht, stimmig und emotional greifbar.
Deutlich schwächer empfand ich dagegen die Handlung in der Gegenwart. Hannahs Leben im Berlin des Jahres 2023 blieb für mich erstaunlich blass. Ich habe diese Kapitel weniger aus Interesse als aus Pflichtgefühl gelesen, in der Hoffnung, dass sich am Ende ein überzeugender Zusammenhang zur Vergangenheit ergibt. Genau dieser bleibt jedoch enttäuschend dünn. Die Verbindung der beiden Zeitebenen wirkt konstruiert und unausgereift, eine echte Nähe zwischen den Figuren entsteht nicht. Insgesamt konnte mich das Buch emotional nicht erreichen. Trotz großer Themen blieb vieles auf Distanz.
Stark ist hingegen die Auseinandersetzung mit der Frage, was von einem Leben bleibt und welche Verantwortung oder Schuld wir unseren Eltern gegenüber empfinden. 2,5/5 Sterne
Rezensionen von Lori:
Loyalty in the Game von Maya Paeto
Leichtmatrose oder Grizzly
Der zweite Band der Reihe war wieder ein echtes Feuerwerk aus Football, Emotionen und aufregender Ereignisse!
Endlich lernt man Jack, den Center der New York Sailors, näher kennen. Ihn konnte man ja schon kurz im ersten Buch kennenlernen.
Emily dagegen zog es aus beruflichen Gründen in die Stadt.
Sie ist ein "Boston Grizzlies" Fan aus vollem Herzen. Auf sie stürmt eine Menge ein und sie muss sich entscheiden...
Sehr unterhaltsam, fesselnd und mitreißend. Es echter Lesespaß, der auch dank seiner liebenswerten Protagonisten besticht, auf deren Wiedersehen ich mich mit jedem Band wieder freue!
Das Thema Football war sehr präsent und ausführlich!
Originell finde ich, dass auch diese beiden Hauptfiguren wieder zufällig Tür an Tür wohnen.
Fazit: Lesen und genießen!
Rezensionen von M.W.:
Felix Blom - Mord an der Spree von Alex Beer
Spannend geschrieben
Da ich schon einige Bücher von Alex Beer aus der Serie um August Emmerich mit Vergnügen gelesen habe, war ich gespannt auf den Berlin Krimi. In Wien kenne ich mich ja gut aus, aber in Berlin war ich noch nie. Die Beschreibung der Stadt war aber so gut, daß es keineswegs schwierig war sich zurecht zu finden.
Viktor als Bösewicht war von Anfang an klar, aber das Ende war dann doch überraschend und sehr spannend zugleich. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen und beurteile den Krimi daher mit sehr gut.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
STARCK und die zweite Frau von Christian Jaschinski
Spannende Fortsetzung
Starck und die zweite Frau ist der zweite Band einer Thriller Trilogie von Christian Jaschinski, der auch direkt am ersten Band ansetzt – von daher, finde ich, wäre es ratsam, mit dem ersten Band zu starten.
Schon der erste Teil hat mich begeistert und hier geht es nahtlos weiter : Christian Jaschinskis Figuren profitieren von authentischen und klaren Schreibstil, die diese sehr realistisch und klar zeichnen.
Allen voran Andreas Starck, die Hauptfigur, der nach seiner Haft immer noch versucht, seine Unschuld zu beweisen.
Der Spannungsbogen ist hier für den Leser / die Leserin kaum auszuhalten : wechselnde Örtlichkeiten und Situationen fesseln einen so dermaßen, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag.
Christian Jaschinski lässt Andreas Starck in seinem Bemühen, seine Unschuld zu beweisen, wieder näher an sein Ziel gelangen, aber am Ende ist er nicht. Von daher freue ich mich riesig auf Band 3.
Ein stimmungsvoller Thriller, der mich beim Lesen sehr überzeugt hat und alles bietet, was man als Thriller-Fan möchte : Spannung, ausdrucksstarke Figuren und eine Geschichte, die einen richtig mitnimmt.
Von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung !
Rezensionen von MarcoL:
BLUT von Yrsa Sigurdardóttir
Gepflegter Nervenkitzel und Spannung pur aus Island.
Dieser Thriller baut auf mehreren Handlungssträngen auf, die ziemliche lange den Anschein erwirken, nichts miteinander zu tun zu haben. Erst langsam wirft uns die Autorin geschickt ein paar Häppchen zu, um unseren Wissenshunger zu stillen. Aber nein – es macht uns nur noch hungriger nach Informationen.
Und so sehr wir auch versuchen, während der Lektüre das Puzzle zu lösen – es fehlen die wichtigsten Teile. Die gibt es natürlich erst zu Ende dieses spannenden Buches.
Eine Straße mit zwei Familien, die sich sprichwörtlich bis aufs Blut streiten und sich bekriegen. Wer hat angefangen mit dem ganzen Horror? Und warum?
Die junge Gunndis bekommt sehr kurzfristig den Auftrag, als Köchin für ein paar Tage auf einem Fischtrawler zu arbeiten. Der eingeplante Koch ist nicht zum Dienst erschienen, und die Zeit drängt. Das ist für sie DIE Gelegenheit, endlich mal einen fixen Job zu bekommen und sich zu empfehlen. Denn auch ihr Vater war Schiffskoch. Allerdings liegt darüber ein dunkler Schatten – und kaum an Bord, scheinen diese Schatten Gestalt anzunehmen und die unselige Vergangenheit wieder aufleben zu lassen.
Auf einer Mülldeponie werden menschliche Gebeine gefunden. Besonders alt können sie nicht sein, von neuerem Datum auch nicht. Und natürlich stellt sich die Frage, wessen Knochen das überhaupt sind. Hier kommt das Ermittlerteam mit Karo, Tyr und Idunn, bekannt aus den vorangegangenen Romanen, ins Spiel. Allerdings geht es vorerst hauptsächlich darum, die Wogen zwischen den verfeindeten Familien zu glätten, und Licht ins Dunkel der Gebeine zu bringen. Nennenswerte Straftaten sind noch nicht geschehen – aber dennoch schweben dunkle Wolken über jedes Setting, bereit, alles Licht zu verschlucken, die Leser*innen im Dunkeln tappen zu lassen. Spannend (ich wiederhole mich) und atmosphärisch.
Und dann wird eine weitere Leiche entdeckt. Ein Mord, wie sich schnell herausstellt, der die Lawine so richtig auslöst.
Wunderbar erzählt – so muss Thriller sein. Und das ohne Gemetzel oder meuchelnden Wahnsinnigen, und eigentlich auch ohne Blut – da finde ich den Titel echt irreführend und fehl an Platz (aber auch der Originaltitel lautet so (ähnlich)). Egal – der Lektüre tut dies keinen Abbruch.
Gerne gebe ich eine große Leseempfehlung für alle Freunde des gepflegten Nervenkitzels, und jenen, die es noch werden möchten.
Rezensionen von MariasBooks:
Wild Reverence von Rebecca Ross
Jahreshighlight über eine junge Göttin, die ihren Platz in der Welt sucht
Zum Buch
Wild Reverence ist ein Standalone und erzählt die Vorgeschichte der auf Booktok beliebten Divine Rivals Dilogie. Das Buch stammt aus der Feder von Rebecca Ross und ist im LYX Verlag erschienen.
Erwartung
Mir hat der Schreibstil der Divine Rivals Reihe bereits sehr gut gefallen weshalb ich sehr gespannt auf dieses Buch war.
Gestaltung
Ich habe das Buch als eBook gelesen, weshalb ich hier keine Angaben zu Buchsatz und Schriftart machen kann. Aber das Cover ist wunderschön in ähnlichem Stil der Divine Rivals Reihe gehalten und gefällt mir persönlich sehr gut, da mir dieser Kunststil sehr gut gefällt.
Das Buch hat viele und dafür kurze Kapitel die aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben wurden. Der Fokus lag aber großteils auf der Protagonistin Mathilda und ihrer Geschichte.
Wehalb wir dann auch schon zum Punkt Charactere kommen.
Ich persönlich habe Mathilda sehr ins Herz geschlossen. Sie ist eine junge Göttin, umringt von alten Gottheiten und einer Menschenwelt, die alle nur auf ihre eigenen Vorteil bedacht sind. Und obowhl diese Welt es ihr nicht immer leicht macht, ist sie ein herzensguter Character, der immer nur versucht, anderen zu helfen, während sie selbst das Spiel der Gottheiten aber nicht aus den Augen verlieren darf. Sie gerät immer wieder zwischen die Fronten und bleibt sich und ihrem sanften Herzen dabei dennoch immer treu. Das hat mir an ihr besonders gut gefallen. Sicher, ich liebe auch badass fantasy protagonistinnen, aber Marthilda ist einer dieser Charactere, die sich in deinem Kopf einnisten und impact hinterlassen, weil sie eben nicht immer Kämpfen will und auf Rache aus ist, sondern Konflikte auf ihre persönliche Art lösen will und dabei an die Grenzen der Magie stößt.
Neben der wundervoll geschriebenen Protagonistin, war der Schreibstil eines der Highlights dieses Buches für mich. Das Buch behandelt so viel inhalt und da ist die große Seitenzahl auch kein Wunder. Aber jedes Wort hat seinen Platz in diesem Buch verdient. Jedes Wort wirkt klug plaziert. Wenn ich den Schreibstil beschreiben müsste, dann würde ich ihn magisch, weich und gefühlvoll nennen, was aber nicht heißt, dass nicht einige epische Szenen oder Kampfszenen im Buch vorkommen. Die Autorin beschreibt die Welt in Farben, Gerüchen und immer in Vergleich mit anderen Dingen. Sie bezieht sich auf die Zuständigkeiten der Gottheiten und nimmt diese als Referenz für die Zuordnungen. Die Welt fühlt sich deshalb sehr real an, als ob man wirklich mitten im Geschehen wäre. Selbst wenn man das Buch mal für ein paar Tage auf die Seite legt, ist man sofort wieder im Buch drin, was für mich persönlich eine sehr wichtige Eigenschaft ist.
Was mir weniger gut gefallen hat war an manchen Lesetagen die Länge des Buches. Wie oben geschrieben, war der Inhalt notwendig und hätte nicht groß gekürzt werden können, aber ich glaube es wäre klüger gewesen das Buch in 2 Teile aufzuspalten.
Fazit:
Für mich ist dieses Buch ein willkommenes Jahresabschluss-Highlight geworden. Die Protagonistin und der Schreibstil haben mich direkts ins Herz getroffen und das Buch war seit längerem wieder eines, dass wir wirklich Freude beim Lesen gemacht hat. Es hat mich auf so vielen Ebenen berührt und würde es deswegen auf alle Fälle weiterempfehlen.
Rezensionen von tonton:
Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge von Oßkar; Malte Zierden; Amia von Arenberg
Sanft, einfühlsam, wunderschön
"Malte & Oscar und der Lauf der Dinge" ist eine wunderschöne, poetische Geschichte über Freundschaft und die Angst vor dem Verlust. Ganz konkret geht es um die Sorge, dass es einem beliebten Haustier nicht gut geht.
Nach einem Unfall mit einem Kaktus bekommt die Taube Oskar einige Stacheln im Flügel.
Sein Freund Malte wird von Angst überwältigt und fühlt sich plötzlich ganz klein. Gemeinsam betreten sie eine fantastische Welt, wo sie den Trost finden.
Die Geschichte ist einfühlsam, mit viel Herz und Tiefe. Das Buch greift ein sensibles Thema auf, ohne erdrückend zu wirken. Die Texte sind für Kinder gut verständlich und lassen sich leicht vorlesen. Der poetische Schreibstil schafft eine sanfte, stimmungsvolle Atmosphäre, die sich wie eine behutsame Umarmung anfühlt.
Auch optisch ist das Buch sehr gelungen. Die zarten Rosatöne erinnern an die Abenddämmerung und passen gut zum Thema der Geschichte.
Fazit: ein wunderschönes Kinderbuch über Angst, Verlust, und die Mut, Trost zu suchen.
Rezensionen von Sternzauber:
Der Morgen nach dem Regen von Melanie Levensohn
Außergewöhnlich intensiv und bewegend
„Der Morgen nach dem Regen“ wird von einem Cover geschmückt, das mich gleich auf den ersten Blick fasziniert hat. Ich glaube, dass das vor allem an der Lichtstimmung liegt, doch auch das Bild an sich, mit der Frau, die am Fenster steht und ins üppige Grün hinaus schaut sowie von reifen Äpfeln umgeben ist, gefällt mir einfach sehr.
Die Farben wirken lebendig und fröhlich, trotzdem nicht aufdringlich und es zieht mich wirklich in die Betrachtung des Bildes hinein.
Die Geschichte hat mich jedoch noch mehr begeistert und sehr tief berührt. Ich habe das Buch bereits vor einigen Wochen gelesen und denke nach wie vor immer wieder an die Geschehnisse, die intensiv in mir nachwirken.
Johanna und ihre Tochter Elsa stehen sich überhaupt nicht nah und haben so gut wie gar keinen Kontakt, denn Elsa hadert sehr mit der Tatsache, dass ihre Mutter früher beruflich ständig unterwegs war und kaum Zeit für sie und die Familie hatte. Als Johanna viele Jahre später das Haus ihrer verstorbenen Tante am Rhein erbt, das immer ihr Sehnsuchtsort war, besucht Elsa sie unverhofft. Der Kontakt der beiden Frauen ist schwierig und problembehaftet, doch nach und nach stellen sie sich ihrer Vergangenheit…
Für mich war dies das erste Buch der Autorin, doch es wird bestimmt nicht das letzte sein, denn ich mag ihren Schreibstil sehr. Sie schafft meiner Meinung nach eine sehr dichte Atmosphäre und erzeugt einen Sog, der mich einfach mitgenommen hat. Ich hatte oft Schwierigkeiten das Lesen zu unterbrechen, da mich die Handlung so gefesselt hat, dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte.
Melanie Levensohn erzählt so intensiv, so nahbar und so authentisch, dass ich mich wunderbar einfinden und mit den ProtagonistInnen fühlen konnte. Sowohl Johanna als auch Elsa sind mir im Laufe der Geschichte immer mehr ans Herz gewachsen und obwohl, oder gerade weil, sie zwei sehr verschiedene Persönlichkeiten sind und mit unterschiedlichen Problemen kämpfen, waren beide Charaktere für mich sehr stimmig und toll ausgearbeitet. Mit einem feinen Gespür für die kleinen Zwischentöne und Details hat die Autorin wirklich lebendige und authentische Persönlichkeiten geschaffen, die mich in ihre Gefühlswelt, ihre Abgründe, Sehnsüchte und Wünsche haben eintauchen lassen – es passiert nicht so oft, dass ich mich bei der Lektüre so intensiv mit den Figuren verbunden fühle.
Die Geschichte ist definitiv kein Wohlfühlbuch, sondern ein sehr gelungenes und tiefgreifendes Portrait einer schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung. Es kommen äußerst sensible Themen zur Sprache (persönliche und allgemeine), es wird gerungen und zerstört, aber gerade daher ist es auch so wunderschön, wenn wir als LeserInnen dann die Entwicklung von Johanna und Elsa erleben dürfen.
Ich kann mich nur wiederholen und versichern, dass dieses Buch einen festen Platz in meinem Herzen gefunden und mich sehr begeistert hat. Ich wünsche ihm viele weitere glückliche LeserInnen und euch viel Freude beim Kennenlernen dieser außergewöhnlichen Geschichte!
Rezensionen von Nicole (Abby1810):
Wo der Himmel uns berührt von Tracie Peterson
Eine wunderbare, romantische und tiefgründige Geschichte
Nachdem ich bereits den ersten Teil der "New-Mexico-Reihe: "Eine Rose, die im Sand erblüht", gelesen habe, musste ich dieses Buch natürlich auch unbedingt haben. Auch der zweite Teil hat ein wunderschönes Cover, welches neugierig auf das Buch macht. Ich möchte noch erwähnen, dass die Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können.
Im zweiten Teil geht es um Cassandra, genannt Cassie. Sie lebt nach dem Tod ihrer Eltern alleine in New Mexico und verdient sich den Lebensunterhalt als Schneiderin. Meistens macht sie Verbesserungsarbeiten für ihre Nachbarn. Cassie besucht regelmäßig eine Kirchengemeinde und hat ein sehr gutes Verhältnis zu ihren Nachbarn. Ihre Schwester Melissa hat reich geheiratet und lebt weit weg. Allgemein haben die Schwestern ein kaltes Verhältnis zueinander.
Eines Tages stürzt Cassie wegen spielenden jungen Männern auf der Straße, und bricht sich den Arm. Plötzlich kann sie nicht mehr nähen und ist nun arbeitslos. Da kommt Brandon, ein guter junger Freund ihres verstorbenen Vaters, und unterstützt sie. Brandon ist hilfsbereit und ein guter Mann, aber etwas ist mit ihm. Da Cassie mittlerweile auch schon 30 Jahre alt und noch immer unverheiratet ist, wird über eine mögliche Beziehung der beiden gemunkelt. Doch kann Brandon sich öffnen und Cassie vertrauen? Da Cassie nun keine Näharbeiten mehr verrichten kann, entscheidet sie sich die Geschichten der Männer, welche für die ansässige Eisenbahngesellschaft arbeiten, aufzuschreiben. Doch plötzlich gibt es Intrigen und Schwierigkeiten mit denen nicht nur Cassie, sondern auch Brandon zurecht kommen müssen. Werden sie es schaffen einander zu helfen und zu vertrauen?
Der Glaube zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Er wird authentisch und sehr ehrlich dargestellt. Bereits zu Beginn des Buches, hat man das Gefühl mitten im Leben von Cassie zu sein. Durch die angenehme Atmosphäre während des Lesens, begegnet man den Protagonisten mit einer guten Portion Neugier und fiebert sofort mit ihnen.
Tracie Peterson schreibt bildlich, fesselnd und mit Tiefgang. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen und freue mich bereits jetzt schon auf den dritten Teil dieser Serie.
Rezensionen von Ryria:
To Cage a Wild Bird von Brooke Fast
Rückkehr der Dystopien
To Cage a Wild Bird ist eine schöne Rückkehr zu den modernen Dystopien wie Tribute von Panem und ein gelungener Vorbote für das Revival dieses Genres.
Wir begleiten Raven, die als Kopfgeldjägerin im ärmeren Wohnviertel den Lebensunterhalt für sich und ihren jüngeren Bruder verdient. Als dieser jedoch verhaftet wird, folgt sie ihm in das berüchtigte Gefängnis, in dem die Reichen dieser Welt gegen Bezahlung Jagd auf die Insassen machen dürfen.
Das Setting ist jetzt nichts bahnbrechend Neues, auch findet man regelmäßig kleine Elemente aus diversen Dystopien wieder. Davon abgesehen konnte mich das Gefängnis als Handlungsort doch durchaus überzeugen. Verschiedene Details, Systeme und Personal des Gefängnisses wurden gut ausgearbeitet, ohne dabei jedoch den Leser mit zu vielen Informationen zu erschlagen. Man kommt recht ahnungslos mit Raven dort an und findet sich nach und nach besser zurecht, was ich ansprechend fand.
Dafür ist mir die Welt außerhalb des Gefängnisses jedoch etwas zu kurz geraten. Es gibt immer wieder mal kleine Informationshappen über die Geschichte und aktuelle Politik, allerdings nicht in dem Umfang, dass man sich irgendwie involviert fühlt. Hierbei hoffe ich auf den nächsten Band, der dies hoffentlich stärker in den Fokus nimmt.
Die Geschichte war eigentlich durchweg spannend, hatte zwischendurch allerdings auch manchmal Passagen, die mir gefühlt zu schnell oder teilweise auch zu langsam gingen.
Dies hatte auch Auswirkungen auf die Charaktere: In manchen Situationen hätte ich mir mehr Tiefe und eine authentischere Gefühlsbeschreibung gewünscht. Im Laufe der Geschichte wurde es besser, ist bei den Nebencharakteren jedoch immer noch etwas kurz geraten, weshalb ich zu ihnen auch eher nur eine oberflächliche Bindung aufbauen konnte. Auch hier sehe ich allerdings Potential für die Fortsetzung, vor allem wenn man diese Charaktere jetzt schon etwas besser kennt.
Insgesamt eine spannende Einführung in eine interessante dystopische Welt, die aber auch noch gut Luft nach oben für Band 2 lässt.











