Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ele:
Die Berghebamme - Zeit der Kinder von Linda Winterberg
Abschließender dritter Teil
Die Berghebamme – Zeit der Kinder, historischer Roman von Linda Winterberg, EBook Aufbau Digital
Kinder-der-Berge-Saga, der Abschlussband
Maria ist als Dorfhebamme in Brannenburg angekommen, zusammen mit ihrem Gatten Georg, dem Landarzt, führt sie eine eigene Praxis. Zu ihrem Glück fehlt nur noch ein gemeinsames Kind.
Doch Maria fürchtet niemals ein eigenes Kind zu bekommen, deshalb sucht sie sich eine andere Aufgabe. Ein Wohnheim für verstoßene und ledige Mütter soll es sein. Doch die Brannenburger akzeptieren die Einrichtung nicht, ledige Mütter gelten als Schande und Maria muss mit viel Gegenwind kämpfen. Ihre Existenz, und auch das Leben der jungen Frauen, geraten durch einen schlimmen Vorfall in Gefahr.
Das Buch besteht aus 31 Kapiteln, alle mit Datum versehen. Einfühlsam und bildhaft geschrieben. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, sie zieht einen förmlich in den Bann und das von der ersten bis zur letzten Zeile. Ich mag die Hebammenromane von Linda Winterberg, sie schreibt so emotional und hat mich wieder in ihren Bann gezogen. Alles ist nachvollziehbar und logisch. Die Landschaft und die Epoche prägen den Charakter der handelnden Figuren, sie handeln so echt und authentisch, bei jedem Satz hatte ich das Gefühl, so könnte es dort in den Bergen und zu der Zeit gewesen sein. Das ist der letzte Band der Reihe, die ich alle gelesen habe, deshalb habe ich eintiefe Verbundenheit mit den Charakteren gespürt. Ihr Schicksal ist mir sehr nahe gegangen. Wie im wirklichen Leben, ist jede Geburt gefährlich für Mutter und Kind, auch das wurde hier sehr deutlich vermittelt.
Ich mag Maria, eine starke Frau und tüchtige Hebamme. Traurig fand ich das beschriebene Schicksal von ledigen Müttern zur damaligen Zeit, zumeist ohne Schuld in Not geraten, mussten Mädchen und Frauen, dies ertragen, es waren Katastrophen die Frauen das Leben kosten konnten. Schön, dass hier des Öfteren zur Sprache kam, dass die Frauen nicht alleine schuld an ihrer Situation waren. Dankbar dafür, dass es jetzt über hundert Jahre später, so viel besser ist. Das Schicksal dieser als Bankert bezeichneten Kinder hat mich zutiefst angerührt.
Ein würdiger Abschluss der Saga, sehr gerne hätte ich das Schicksal der Bewohner auf dem Dammerhof noch weiterverfolgt. Ein Muss für die Leser der Reihe, die Romane sollten alle in der richtigen Reihenfolge gelesen werden. Von mir 5 Sterne.
Rezensionen von fantasia:
Was vor uns liegt von Alba de Céspedes
Frauenstimmen im Schatten des Faschismus
Fasziniert hat mich der Hintergrund des Romans: ein Buch aus dem Jahr 1938, zensiert von den faschistischen Behörden Mussolinis. Das weckt Negier, Fragen stellen sich nach dem Warum.
Die Darstellung unterschiedlicher Lebensentwürfe von acht Frauen zu dieser Zeit entsprach nicht dem damaligen Frauenbild.
„Wir sind auf der Suche: auf der Suche nach unserem wahren Ich. (…) … irgendwann müssen wir aufhören zu suchen und uns einfach nehmen, wie wir sind.“ (S.335)
So steht jede der Frauen für einen anderen Lebensentwurf. Diesen im Einzelnen nachzuvollziehen ist mir bisweilen schwergefallen: zum einen ob der Vielzahl der Frauen, um anderen ob der ständigen Wechsel im Roman.
Was war jetzt noch mal mit Xenia, Anna oder betraf das gerade Valentina? Das war verwirrend und bisweilen mühsam. Das Geheimnis, das jede Frau umgibt, macht das Buch dann auch wiederum spannend und die Leserin neugierig
Man muss sich in die 1938 Jahre versetzen, um dem Buch gerecht zu werden.
Rezensionen von Lydia_Te:
Ruf der Leere von Daniel Alvarenga
Nervenaufreibend
Da ich bereits "Hundswut" von Daniel Alvarenga gelesen habe, war ich äußerst neugierig auf "Ruf der Leere". Deshalb musste ich die beiden Romane auch Laufend miteinander vergleichen. Vorneweg: mein persönlicher Favorit ist Hundswut.
Aber jetzt zum neuen Roman von Herrn Alvarenga.
In "Ruf der Leere" geht es viel um Ethik und Moral. Denn die Protagonisten des Romans, Felix und Laura, sind Medizinstudenten. Ihre Wege kreuzen sich in einem begehrten Seminar zum Thema Medizinethik. Durch diese flüchtige Bekanntschaft ergibt sich eine Freundschaft die von Felix angestoßen wird.
Zum Aufbau des Romans: die einzelnen Kapitel werden aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Hauptsächlich von Felix und Laura, aber auch von Felix Vater, seiner Schwester, Ben (Felix bester Freund) und Lisa (Lauras beste Freundin). Durch die verschiedenen Perspektiven erhält man einen tiefen Einblick in die gesamte Geschichte und ihre Reichweite. Zudem gibt es zwei Handlungsstränge, der eine läuft in rund einem Tag ab (Felix schmeißt für Ben eine Party auf einer Hütte), der zweite erstreckt sich über einige Monate und springt immer weiter, je weiter wir im ersten Handlungsstrang kommen. Diese Erzählweise finde ich sehr interessant und regt zum weiterlesen an. Man verstrickt sich immer weiter in der Geschichte und erfährt erschreckendes und hinterfragt immer öfter die viel besprochene Ethik und Moral.
Leider hat mich das Buch nicht so sehr schockiert wie "Hundswut". "Ruf der Leere" behandelt zwar ein äußerst wichtiges Thema: die Ethik. Jedoch wird dabei auf ein eher abstraktes Stilmittel gegriffen das die gesamte Geschichte für mich etwas fragwürdig darstellt.
Rezensionen von peedee:
Eine wie Frankie von Graham Norton
Intensiv, emotional
New York, 1965: Frances strandet Mitte zwanzig völlig mittellos in New York. Ursprünglich aus der irischen Provinz stammend, ist sie Grossstädte nicht gewohnt. Sie hat kein Geld, um nach Irland zurückzufliegen. Was nun? Zum Glück lernt sie Joe kennen, der als Chauffeur arbeitet, um sein Künstlerleben finanzieren zu können.
Sie werden ein Paar und richten sich ihr Leben ein: Frances wird nun Frankie genannt und arbeitet in einem französischen Restaurant, das durch sie zum angesagtesten Lokal des Viertels wird. Joe wartet immer noch auf seinen Durchbruch als Künstler…
Erster Eindruck: Die Gestaltung des Schutzumschlages gefällt mir gut (auch wenn ich kein Fan von Schutzumschlägen bin).
Das Buch wird auf verschiedenen Zeitebenen erzählt, einerseits in der Gegenwart, andererseits ab 1950. Der Wechsel der verschiedenen Zeiten ist jeweils gut angegeben.
Gegenwart: Frankie hat sich den Fuss verknackst und benötigt Pflege. Damian, der junge Pfleger, hat mich begeistert: Es freut mich, dass er seinen Job gerne macht, auch wenn andere meinen, er müsste etwas anderes machen bzw. studieren. Was kann man sich mehr wünschen, als dass einem die eigene Arbeit gefällt? Ich wüsste nicht was. Frankie erzählt aus ihrem Leben; Damian ist ein angenehmer Gesprächspartner.
Vergangenheit: Frances verliert sehr jung ihre Eltern – eine Tragödie! Und leider findet sie kein liebevolles Zuhause bei ihrer Tante und deren Mann, einem Pastor. Sie erfüllten ihre christliche Pflicht, sie zu sich zu nehmen, aber Liebe? Nein, das war nicht vorgesehen. Traurig. Später verheiratet der Onkel die damals 18-jährige Frances. Aus Liebe? Nein, aus Sicht des Onkels eine gute Partie, das musste reichen. Es waren definitiv andere Zeiten. Aber diese arrangierte Ehe empörte mich trotzdem. Wie einleitend schon erwähnt ist, landet Frances später in New York. Leider kann ich hier nicht erzählen, unter welchen Umständen, da ich nicht spoilern will.
Kunstszene, Gastronomie, Freundschaft, Liebe, Homosexualität – dies sind nur einige der behandelten Stichworte. Für mich war es das erste Buch des Autors, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Das Buch war im Nu ausgelesen. Da die Geschichte über viele Jahre erzählt wurde, passierte auch entsprechend viel. Es war intensiv, emotional; ich fühlte mich ausgezeichnet unterhalten. Sehr schön war die jahrelange Freundschaft von Frankie und Nor. Wohlverdiente 5 Sterne!
Rezensionen von robertp:
Bad Actors von Mick Herron
Der Agent im Hintergrund
Das Umschlagbild zeigt ein typisch englisch aussehendes Auto und die schematische Darstellung der Tube (U-Bahn). Wir sind sichtlich in London. Vergangenheit und Gegenwart überlappen sich.
Für mich als Unbedarften war das erste Viertel des Romans eine Einführung in ein komplexes System, nämlich das des britischen Geheimdienstes.
Personen (Slow Horses) und Orte mit seltsamen Namen (Slough House) werden mir bekannt gemacht. Ein seltsamer Geist namens Jackson Lamb schwebt in den abgewohnten Büros, die von ausrangierten GeheimagentenInnen bewohnt werden. Jawohl bewohnt, denn kaum jemand geht einer sinnvollen Tätigkeit nach.
Aber dann beginnt die Handlung sich rasant weiterzuentwickeln und das Lesen macht immer mehr Spaß.
Eine junge Frau ist verschwunden und mehrere Abteilungen im MI5 machen sich auf die Suche nach ihr. Dass das Slough House hier plötzlich die Nase vorn hat, damit hat niemand gerechnet. Spannende Verfolgungsjagden der Slow Horses – nicht immer koordiniert – aber letztlich erfolgreich, bringen die, aufs Abstellgleis gestellten, Spione in den Besitz der Gesuchten und in die Hände des Jackson Lambs. Die weiteren Verwicklungen sind sowohl spannend als auch skurril in ihren Ausführungen, lassen aber die ProtagonistenInnen (jetzt habe ich sie ja schon kennengelernt) mit ihren Fähigkeiten und Verschrobenheit immer mehr glänzen.
Lamb lässt sich die Gelegenheit nicht entgehen, verschafft sich damit eigene Vorteile, spielt die Abteilungen gegeneinander aus und gewinnt das Rennen der Spione.
Bad Actors ist der achte Band der Slow Horses Reihe und jeder, der die vorangegangenen Bände gelesen hat wird von Seite eins daran seine Freude haben. Allen anderen – wie mich – erschließt sich dieser Kosmos erst langsam. Die Zeitsprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit erfordern Aufmerksamkeit, die Dialoge zeichnen sich durch ihre Bildhaftigkeit aus und die Handlung verdickt sich im Lauf der Geschichte von vielen Seitensträngen zu einem zu einem einzigen dicken Seil.
Für alle die immer schon wissen wollten, was Spione machen sobald sie in Ungnade gefallen sind, skurrile Agenten kennenlernen und sich köstlich amüsieren wollen. Ein MUSS für alle Fans der Serie und nach einem langsamen Anlauf auch für die Unbedarften.
Rezensionen von manu63:
Die Prinzen des Winters: Eisglut von K. T. Steen
Es geht spannend weiter
Eisglut ist der zweite Band der Eisfeuer Saga Die Prinzen des Winters geschrieben von der Autorin K. T. Steen.
Nachdem für die Prinzen ihre Welt weg gebrochen ist begleiten wir Eyra und ihre Gefährten und Freunde bei der Suche nach einer Lösung der Probleme. Die neu hinzukommenden Charaktere und Fabelwesen finde ich als Mischung gut gelungen und gerade der kleine Theo ist einer meiner Lieblinge.
Die Beziehungen der Prinzen zu Eyra werden gut erklärt und auch Eyra erfährt einiges Neues an das sie sich erst gewöhnen muss.
Da es eine mehrbändige Reihe ist kommt es auch am Ende der Geschichte zu einem Cliffhanger. Der Schreibstil gefällt mir weiterhin und wie sich die Geschichte entwickelt lässt noch auf einige Spannung und interessante Wendungen hoffen.
Rezensionen von Lilli33:
Rostiges Grab von Anders de la Motte
Krass-geniale Fortsetzung
Krass-geniale Fortsetzung
Inhalt:
Leo Asker sieht eine Chance, ihre Karriere bei der Polizei wieder anzukurbeln. Sie hat eine Beförderung in Aussicht, die sie aus dem Keller mit der „Abteilung für hoffnungslose Fälle und verlorene Seelen“ wieder in ein oberes Stockwerk bringen soll. Doch dann wird ihr ein Cold Case untergejubelt, der ihr das Genick brechen könnte: Vor etwa zehn Jahren wurde die junge Elena im Rostskogen ermordet; von ihrem tatverdächtigen Ehemann fehlt seitdem jede Spur.
An Elenas Leiche fehlte damals ein Finger, der nicht wieder auftauchte - bis heute …
Meine Meinung:
Nachdem Band 2 dieser Reihe mich nicht so recht abholen konnte aufgrund seines in meinen Augen abstrusen Inhalts, hatte ich ein bisschen Sorge, wie mir „Rostiges Grab“ gefallen würde. Die Sorgen waren absolut unbegründet! Anders de la Motte konnte mich mit dem 3. Band der Reihe um Leonore Asker und Martin Hill - von klitzekleinen unwesentlichen Ungereimtheiten abgesehen - vollkommen begeistern.
Aufgrund der Vielzahl der Personen und der Fortentwicklung der privaten und beruflichen Situation der Protas haben Lesende mit Kenntnis der ersten beiden Bände einen Vorteil, zumal sehr oft Personen oder Ereignisse aus Band 1 und 2 erwähnt werden. Nichtsdestotrotz kann dieser Band auch für sich gelesen werden. Der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen.
Der Autor versteht es sehr gut, eine unheilvolle Atmosphäre heraufzubeschwören. Er beschreibt den Rostskogen (zu deutsch Rostwald), mit seinem Torfmoor so düster und geheimnisvoll, spinnt Mythen um den Wald und seine Bewohner, sodass ich beim Lesen des Öfteren eine Gänsehaut bekam.
Leo Asker bittet mal wieder ihren Freund, den Urbexer Martin Hill, um Mithilfe bei der Lösung des Falles. Dieser leidet noch an den Folgen der Ereignisse mit dem Glasmann (Band 2), ist daher arbeitsunfähig, und da ihm zu Hause bald die Decke auf den Kopf fällt, stürzt er sich begeistert in die Ermittlungen.
Die „Guten“ haben es allerdings mit unberechenbaren Gegnern zu tun, und deren Anzahl ist nicht zu knapp. Ob Polizisten, unsympathische Grundbesitzer oder die eigene Familie - von allen Seiten weht Leo und Martin ein harter Wind entgegen. Doch zum Glück hat Leo von ihrem Vater eines gelernt: sich nicht unterkriegen zu lassen. Ich war wieder mal restlos begeistert von dieser toughen Frau, die mit den schwierigsten Situationen fertig werden kann, wobei es auf mich trotzdem nicht übertrieben oder gar unrealistisch wirkt.
Anders de la Motte baut eine unglaubliche Spannung auf. Diese beruht zum Teil auf Perspektivwechseln mit Cliffhangern, hauptsächlich zwischen Leo und Martin, aber auch dem „Graumädchen“, dessen Identität erst am Ende klar wird, und selten Leos Kontrahenten Jonas Hellman. Andererseits tragen auch die ganzen Intrigen, bösartige Charaktere und geheimnisvolle Mythen dazu bei. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen, und das von Anfang bis Ende.
Die Reihe:
1. Stille Falle
2. Eisiges Glas
3. Rostiges Grab
Triggerwarnung (bei Bedarf bitte rückwärts lesen):
HCUARBSSIMSEDNIK EREITNEGEGTLAWEG
Rezensionen von DoraLupin:
Feuer von John Boyne
Fesselnd aber auch bedrückend
Ich kenen die anderen Geschichten der Elemente noch nicht, doch die Geschichte lässt sich auch sehr gut unabhängig lesen. Jetzt habe ich Lust bekommen auch die anderen Geschichten der Elemente von John Boyne zu lesen, denn dieses Buch hat mir sehr gut gefallen!
Als Chirurgin an einer Londoner Klinik rettet Freya täglich Leben.
Die Spezialistin für Hauttransplantationen hilft Brandopfern, engagiert sich für Nachwuchsmediziner und genießt ihren gesellschaftlichen Status. Doch hinter der Fassade der erfolgreichen Einzelgängerin schwelt eine düstere Vergangenheit. Tag für Tag fürchtet Freya, entdeckt zu werden. Denn seit sie als Kind einem üblen Streich zweier Spielkameraden zum Opfer gefallen ist, führt sie einen Rachefeldzug gegen die Unschuld.
Der Schreibstil ist fesselnd und lässt sich sehr gut lesen, einmal angefangen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Autor schreibt aber auch schon teils schonungslos und erschreckend, damit muss man als Leser natürlich auch klar kommen. Eine Geschichte, die auf jeden Fall wieder sehr viel Wucht hat und zum nachdenken anregt, aber man muss schon auch starke Nerven mitbringen. Wenn man damit umgehen kann, ist das Buch auf jeden Fall sehr zu empfehlen, denn es hat auf jeden Fall eine Sog-Wirkung.
Rezensionen von Willy Shrub:
Die weiße Nacht von Anne Stern
Krimi im Berlin des Winters 1946/47
Berlin im Hungerwinter 1946/47. Inmitten der zerstörten Stadt ermitteln Lou Faber und Alfred König in dem Fall einer toten Frau, die Lou im Schnee gefunden hat. Lou ist Fotografin, was sie Details sehen lässt, die andere übersehen. Diese ist ihre besondere Fähigkeit, die sie von andren unterscheidet (sie erinnert hierin etwas an Charlotte Ritter bei Volker Kutscher).
Die Kälte des Winters, die nebelverhangene Witterung, die Not der Menschen und die Fährnisse des Alltags entwickeln eine Stimmung, welche sich durch den gesamten Roman zieht. Dabei hat der Roman eine fundierte und sauber recherchierte historische Basis. Passend zu dieser gedämpften Atmosphäre entwickelt sich der Kriminalfall Schritt für Schritt, ruhig, langsam aber stetig. Die Hintergründe und Zusammenhänge der Geschichte werden so langsam immer deutlicher.
Das Erzähltempo nimmt zu Schluß immer mehr zu, und die unterschiedlichen Spuren des Falles werden geschickt verknüpft.
Dabei sind die Beschreibung der Protagonisten Lou und König glaubwürdig und logisch rund, und auch der gesamte logische Aufbau des Falles ist stimmig.
Anne Stern ist mit 'Die weiße Nacht' ein Buch gelungen, das nicht nur einen spannenden Kriminalfall, sondern eine bewegende und detailreiche Darstellung der Lebensumstände im Nachkriegswinter 1946/47 darstellt.
Rezensionen von DoraLupin:
CLUE 1. Schiffbruch vor der Felseninsel von Jørn Lier Horst
Spannendes Jugendbuch
Ich bin immer wieder auf der Suche nach Büchern für meinen Sohn und mit diesem konnte ich bei ihm punkten! Er hat es sehr gerne gelesen und kann es auf jeden Fall weiter empfehlen. Auf weitere Bände freut er sich schon!
Die 11-jährige Cecilia lebt in der Pension „Perle“, einem von ihrem Vater geführten Hotel in einem kleinen norwegischen Küstenort.
Als Cecilia und ihre Freunde Leo und Une und Unes Hund Egon am Strand einen toten Mann mit einem geheimnisvollen Salamandertattoo auf dem Arm finden, geraten sie in ein Detektivabenteuer voller Nervenkitzel und Gefahr. In ihren Ermittlungen stoßen die vier auf ein unglaubliches Verbrechen, in das einige dubiose Hotelgäste verwickelt zu sein scheinen, und in dem es um ein Schiffswrack und sehr viel Geld geht … Und dann ist da noch der plötzliche Tod von Cecilias Mutter im vorigen Sommer. War es wirklich ein Unfall, oder steckt mehr dahinter?
Der Schreibstil ist angenehm, bildlich, flüssig und passt wirklich gut zu dem Genre. Er ist leicht für ältere Kinder und Jugendliche zu lesen. Generell wird die Story sehr spannend und mitreißend erzählt, aber es geht auch ab und zu emotional zu, was wir sehr gut fanden. Ein wirklich unterhaltsamer Krimi für Kinde, der meinem Sohn sehr gut unterhalten hat. Wir sind von diesem Band positiv überrascht worden und können es nun nicht mehr abwarten bis die Fortsetzung davon erscheint. Von uns gibt es für das Auftaktbuch der Krimi- Reihe auf jeden Fall 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.











