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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

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Alt genug von Ildikó von Kürthy

Frei und selbstbestimmt

Die 58jährige Ildikó von Kürthy hat ein Thema gefunden. Sie schreibt überzeugt, eindringlich und häufig pointiert über den Wert des Alters. Viele Stellen sind mit Elementen der Popkultur unterlegt. Das kennt man von der Autorin und bei ihr funktioniert es.

Überraschend gibt es Passagen in Wacken und bei Germany Next Top Model.

Zum Glück nehmen diese Passagen nicht so viel Raum ein.
Mehr überzeugt haben mich die Rückblicke, ie es gelegentlich gibt und den Mut, sich zu Ängsten zu bekennen. Sie hat gelernt, mit ihren Angststörungen umzugehen.

Alt genug ist kein Roman. Es ist autobiografisch und es gibt sehr viel privates. Man könnte sagen, Chick-Lit wird erwachsen.
An manchen Stellen wirkt das Buch wie ein Essay. Stolz vermittelt sie einen Trotz gegen Einschätzungen gegen das Altern und bleibt selbstbewusst.
Es ist ein interessantes Buch.

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Alt genug

Rezensionen von tonton:

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Phineas und Ferb - Monstermarathon von Disney

Bunt und abenteuerlich

Mein Kind hat dieses Buch sofort nach Erhalt mitgenommen, daher vermute ich, dass ihm das Cover sehr gut gefallen hat. Er liebt Comics und hat dieses Buch an einem Abend durchgelesen.
Dieses Buch enthält zwei Geschichten. Die erste spielt in einem Paralleluniversum, in dem Phineas und Ferb gegen riesige Monster kämpfen müssen, wie in klassischen Horrorfilmen.

Die zweite Geschichte folgt der Struktur der üblichen Phineas-und-Ferb-Cartoons, in denen die Jungen ein Abenteuer erleben, während Candace versucht, ihnen Ärger zu machen, und Perry das Schnabeltier gegen Doofenschmirtz kämpft. Beide Geschichten sind recht geradlinig und leicht verständlich.
Mein Kind kannte Phineas und Ferb nicht und konnte die Geschichten trotzdem genießen. Ich habe jedoch das Gefühl, dass Leser, die die Figuren nicht kennen, etwas verwirrt sein könnten, da die Hauptchatacter nie vorgestellt werden und in den beiden Geschichten sehr unterschiedliche Rollen spielen.
Die Illustrationen sehen genauso aus wie in den Zeichentrickfilmen und der Comic ist leicht zu verstehen. Das Einzige, was mir nicht gefallen hat, ist die Schriftgröße. Ich fand sie etwas zu klein, aber vielleicht werde ich einfach alt.

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Phineas und Ferb - Monstermarathon

Rezensionen von Pusteblümchen:

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Moorland. Die Zwillinge von Andreas Winkelmann

Sehr atmosphärisch, dieser Thriller geht einfach unter die Haut

Andreas Winkelmann weiß wie man für Spannung sorgt und das ist ihm hier wieder einmal meisterhaft gelungen. Dieser Thriller ist bedrückend und geht tief unter die Haut. Mir war es unmöglich mich dem zu entziehen, so dass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen habe.

Die 18-jährigen Zwillingsschwestern Nike und Jana sind ins Moor gefahren, um Bilder und Videos zu machen.

Von dort kehren sie nicht wie vereinbart nach Hause zurück. Nebel und Dunkelheit machen die Suche schwer. Als eine Kamera der Schwestern gefunden wird, verhärtet sich der Verdacht, dass etwas passiert sein muss.
Kommissarin Malia Gold beginnt zu ermitteln.

Das Moor bietet ein atmosphärisches Setting und ich hatte beim Lesen das Gefühl den feuchten Nebel direkt zu spüren.
Neben dem Verschwinden der Zwillinge geben die Einwohner des Dorfes Rätsel auf, da hier so einiges verborgen zu sein scheint. Auch die Vergangenheit der Kommissarin und ihre Art wie sie ermittelt, sind spannend zu lesen.

Die Handlung spielt nicht nur in einem aktuellen Zeitraum dem Februar 2026, sondern ist auch thematisch aktuell, da es um die Gefahren von Sozialen Medien geht.

Für mich ist dies ein genialer Reihenauftakt.

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Moorland. Die Zwillinge

Rezensionen von Ameland:

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Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn von Sabine Bohlmann

Mit Herz und Humor

Muh und Wolfi sollen auf eine ganz normale Schule gehen. Kann das bei einem Werwölfchen und einem Dilldapp gut gehen? Nicht wenn Unkenntnis und Hilfsbereitschaft von nicht so netten Kindern ausgenutzt werden. Aber lest selbst.

Mit viel Herzwärme zeigt Sabine Bohlmann, dass Andersseins nicht schlecht sein muss, sondern sich Einem damit ganz andere Möglichkeiten eröffnen.

Dafür muss man sich aber auch dafür öffnen und sich darauf einlassen. Ottilie hat das getan und sich mit den seltsamen Fremden angefreundet. Diese Freundschaft verlangt ihr allerdings auch einiges ab. Mir hat ihre Entwicklung gut gefallen. Sie zeigt Mut, erkennt ihre Fehler und steht letztendlich für sich und ihre schrägen Freunde ein.

Eine liebevoll erzählte Geschichte mit viel Humor und auch Magie, die Normalität hinterfragt und das Andere, vielleicht Schräge auch als Stärke, die einen ausmacht darstellt. Mir hat auch dieser dritte Band mit den Grauses gefallen.

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Willkommen bei den Grauses  3: Der normale Schulwahnsinn

Rezensionen von Brigittte:

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Die schlimmste Klasse der Welt (Band 6) - Helden und Legenden von Juma Kliebenstein

Klassenchaos deluxe

Dieses Buch hat uns herrlich unterhalten! Band 6 war für uns der allererste Band aus der Reihe – und trotzdem hatten wir überhaupt nicht das Gefühl, etwas zu verpassen. Im Gegenteil: Gerade weil hier alle Kinder der 5A vorgestellt werden, eignet sich das Buch wunderbar zum Einstieg. Man lernt jedes Kind mit seinen Stärken und Schwächen kennen, mit seinen Sorgen, kleinen Katastrophen und ganz besonderen Eigenheiten.

Bei jeder Vorstellung steht eine typische, herrlich übertriebene Situation im Mittelpunkt – und wir haben mitgefiebert, geschmunzelt, gestaunt und manchmal auch erleichtert aufgeatmet. Ganz besonders amüsant fanden wir die frechen Einschübe von Kater Bürste. Dieser Kater muss wirklich zu allem seinen Senf dazugeben – und das auf eine wunderbar schnippische Art. Meine Enkel haben sich über seine Kommentare köstlich amüsiert.
Die Kapitel sind angenehm kurz, flott geschrieben und sehr kindgerecht formuliert. Man fliegt regelrecht durch die Seiten. Ideal auch für Kinder, die nicht so gern lange Texte lesen. Die schwarz-weiß Illustrationen kamen bei meinen Enkeln besonders gut an – sie passen perfekt zu den jeweiligen Szenen und lockern das Lesen zusätzlich auf.

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Die schlimmste Klasse der Welt (Band 6) - Helden und Legenden

Rezensionen von Lilli33:

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Witch of the Wolves: Halbmond Erbe von Kaylee Archer

Herrlich undurchsichtige Charaktere

Herrlich undurchsichtige Charaktere

Seit dem Tod ihrer Mutter lebt Cordelia bei ihrer Tante Lenora in London. Beide sind mächtige Hexen. Cordelia versteckt sich vor ihrem Vater Silas, dem Alpha des Albion-Rudels. Doch irgendwann wird sie entdeckt und von Silas’ rechter Hand Bishop entführt, weil ihr Vater sie vor einer großen Gefahr beschützen will, von der Cordelia bis dahin gar nichts wusste, und auch ihren Vater und sein Rudel kannte sie nicht.

Mir hat es großen Spaß gemacht, über Hexen und Werwölfe sowie andere übernatürliche Wesen zu lesen. Die Mischung ist gut gelungen, der Schreibstil in der Regel flüssig, nur an einigen wenigen Stellen etwas holprig, was icb aber nicht weiter schlimm fand.

Die Ausarbeitung der verschiedenen Charaktere ist toll. Cordelia ist eine wirklich taffe junge Frau, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt, sondern für ihre Rechte kämpft und sich nichts vorschreiben lässt. Aus ihrer Perspektive erleben wir die Handlung und sind ihr so ganz nah, bekommen ihre Gedanken und Gefühle hautnah mit. Von ihrem Gegenpart Bishop wissen wir hingegen kaum, welche Absichten er wirklich verfolgt, ob er auf Cordelias Seite ist oder auf der ihres Vaters oder gar auf seiner eigenen. Diese Unsicherheit macht die Sache spannend, auch weil die beiden sich unweigerlich zueinander hingezogen fühlen. Die Romanze entwickelt sich dabei recht schnell, auch wenn beide es erst mal abstreiten - hier sehen die Lesenden einfach mehr. ;-) Ein paar moderate Sexszenen fügen sich gut in die Handlung ein, wären für mich aber nicht so ausführlich notwendig gewesen.

Auch wenn die Handlung in kleinen Details vorhersehbar ist, ergeben sich für das große Ganze doch immer wieder überraschende Wendungen. Es fließt einiges an Blut, auch viel Gewalt ist im Spiel. Wer das nicht erträgt, sollte eher die Finger von diesem ansonsten recht unterhaltsamen Buch lassen.

Das Ende ist für den Moment einigermaßen abgeschlossen, aber eine Fortsetzung bietet sich an. Wann diese erscheinen wird, ist mir noch unbekannt. Die deutsche Ausgabe von „Witch of the Wolves. Halbmond Erbe“ erschien im Februar 2026 bei HarperCollins.

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Witch of the Wolves: Halbmond Erbe

Rezensionen von nil_liest:

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Trügerisches La Rochelle von Jean-Claude Vinet

Wer ist der Mörder auf einem Schiff ohne Fluchtweg?

Der Krimi Trügerisches La Rochelle von Jean-Claude Vinet (Pseudonym eines deutschen Autoren, der Frankreich liebt!) beginnt mit einem Einsatz, der zunächst unspektakulär wirkt – ein tödlicher Arbeitsunfall auf einem Errichterschiff vor der Küste. Doch schon bald kippt die Stimmung: Zwischen Wind, Wellen und einer auffallend verschlossenen Crew wird klar, dass hier niemand einfach gestolpert ist.

Und das Entscheidende: Der Täter befindet sich noch an Bord. Ein klassisches Locked-Room-Szenario – nur eben mitten auf dem Meer.
Was diesen Band der Reihe besonders macht, ist der Schauplatz. Ein Installationsschiff für einen Offshore-Windpark ist nicht gerade der typische Krimiort, und genau das funktioniert erstaunlich gut. Die Arbeiten auf See, die Technik, das Aufstellen der gewaltigen Anlagen – all das wird so beschrieben, dass man ein Gefühl für diesen harten Arbeitsalltag bekommt. Gleichzeitig entsteht eine leicht klaustrophobische Atmosphäre: begrenzter Raum, raues Wetter, viele Menschen mit Geheimnissen.
Im Zentrum steht wieder Commissaire Chevalier, der nicht nur ermittelt, sondern auch als Mensch sichtbar bleibt. Kleine Einblicke in sein Privatleben und das seines Teams lockern die Ermittlungen auf und geben der Geschichte Tiefe. Man merkt, dass sich die Reihe über mehrere Bände entwickelt hat – dennoch lässt sich dieser Teil problemlos lesen, auch wenn man die drei vorherigen Fälle nicht kennt. Die wichtigsten Beziehungen und Konflikte erschließen sich ausreichend aus dem Kontext.
Der Fall selbst entwickelt sich spannend über mehrere Wendungen hinweg. Der Tote war offenbar kein einfacher Kollege, sondern jemand, der mit seiner pedantischen Art und seinem Einfluss viele gegen sich aufgebracht hatte. Verdächtige gibt es daher reichlich. Als dann weitere dramatische Ereignisse folgen, müssen die Ermittler ihre Theorien mehrfach überdenken. Besonders interessant fand ich, dass die Spurensuche auch in die Vergangenheit führt – zu früheren Unfällen und möglichen Vertuschungen rund um die Arbeit auf See.
Stilistisch liest sich der Roman überwiegend sehr flüssig. Allerdings stolpert man gelegentlich über Formulierungen, die ein wenig ungewöhnlich oder etwas verquer wirken. Das bremst den Lesefluss kurz, stört insgesamt aber nicht allzu sehr, weil die Geschichte und das Setting stark genug sind, um einen weiterzutragen.
Was mir besonders gefallen hat: Der Krimi verbindet klassische Ermittlungsarbeit mit einem ungewöhnlichen Milieu. Man lernt einen Arbeitsplatz kennen, den man sonst kaum wahrnimmt – und merkt schnell, wie viele Konflikte und Spannungen dort unter der Oberfläche schlummern.
Für mich ist „Trügerisches La Rochelle“ ein maritimer Krimi mit Flair, einem spannenden Ermittlerteam und einem Schauplatz, der wirklich im Gedächtnis bleibt. Wer Krimis mag, die nicht nur den Täter suchen, sondern auch eine Welt zeigen, in der gearbeitet, gestritten und geschwiegen wird, dürfte hier genau richtig sein.
Dies ist der vierte Fall von Commissaire Chevalier, ist durch auch auch ohne Vorkenntnisse der anderen drei Fälle lesbar.

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Trügerisches La Rochelle

Rezensionen von yellowdog:

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Wir Königinnen von Anja Gmeinwieser

Zu zweit im Truck

Wir Königinnen ist ein Roman über die Begegnung zweier Frauen.
Das Buch hat einen besonderen, beeindruckenden Anfang. Die Protagonistin befindet sich völlig alleine in einem Dorf in den Bergen. Das sind leicht beklemmende Szenen.
Was sie umtreibt, ist nicht ganz klar.
Dann begegnet sie einer Truckfahrerin, die Rinder transportiert und sie mitnimmt.

Es gibt eine Sprachbarriere, aber durch Handyübersetzerin kommt es zum Austausch in Englisch. Die Dialoge sind überwiegend in Englisch. Das funktioniert zwar und zieht sich konsequent durch das Buch, es nervt aber auch.

Das Buch zieht die Spannung aus der Beziehung, aber auch Gegenüberstellung der zwei Protagonistinnen. Während die Icherzählerin ganz von ihrer inneren Krise gefangen ist, sind es bei der toughen LKW-Fahrerin Anna reale Probleme. Der Job ist ihr stolz, aber er ist auch hart und schwierig.
Der Plot ist nicht unbedingt neu. Es entschädigt aber, dass die Autorin viel Stimmungen und Atmosphäre erzeugt.

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Wir Königinnen

Rezensionen von yellowdog:

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Tangerinn von Emanuela Anechoum

Die Bar hieß Tangerinn

Das Buch der italienischen Schriftstellerin Emanuela Anechoum lebt von der Erzählstimme der Protagonistin Mina und ihrer Situation. Sie lebt zur Zeit eigentlich in London, kehrt aber nach dem Tod des Vaters nach Kalabrien zurück. Ihr Vater Omar stammt aus Marokko, daher ist die Suche nach ihrer Identität ein großes Thema.

Zurück blieben ihre Schwester und die labile Mutter, um die man sich kümmern muss, genau wie um die Migrantenbar Tangerinn ihres Vaters. Dabei war es ihr so wichtig, dem Leben in Kalabrien zu entkommen.
Man kann Minas Situation gut verstehen, obwohl sie keine einfache Hauptfigur ist. Immer wieder geht sie innerlich ins Gespräch mit dem verstorbenen Vater. Erst spät im Buch, im vierten Teil, hat Omar auch einen Auftritt, als ein Freund Mina von früheren gemeinsamen Zeiten erzählt.

Mina muss sich entscheiden: Will sie bleiben oder wieder gehen? Mit dieser richtungsweisenden Entscheidung schließt das Buch.

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Tangerinn

Rezensionen von gabiliest:

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Commissario Leone und die Toten von Rom von Patrizia Zannini

Katzenfriedhof

Der alte protestantische Friedhof in Rom, nahe der Cestius Pyramide, ist der Schauplatz von Patrizia Zanninis dritten Band der Serie Italia Mortale. Schon das mysteriöse Cover gibt die unheimliche Friedhofsatmosphäre wieder, in der sich ein Drama abspielt.

Eine schrecklich verstümmelte Leiche wird bei den Gräbern gefunden, ein Minister, wie sich herausstellt, als Commissario Enzo Leone und sein Team die Ermittlungen aufnehmen.

Eigentlich ist der Mann gut beleumdet, aber dann stellt sich heraus, dass er ein Bauprojekt in einem Naturschutzgebiet erst in letzter Sekunde abgeblasen hat. Musste er deshalb sterben?

Verdächtig sind seine Geschäftspartner und Freunde, doch sie haben ein Alibi. So kann der Mörder weiter seine schrecklichen Taten begehen, es gibt weitere Leichen. Aber was der Mörder nicht zu wissen scheint: Er wurde bei seiner Tat beobachtet, von einer alten Frau, der Katzenlady, die sich um die auf diesem Friedhof lebenden Katzen kümmert. Doch sie geht nicht zur Polizei, obwohl sie Beweise findet, aus Angst vor dem Täter. Der hat jedoch bereits aus anderer Quelle von ihrer Existenz erfahren und sie schwebt in großer Gefahr.

Im Mittelpunkt von Patrizia Zanninis Roman steht zu Recht der protestantische Friedhof im Herzen von Rom, denn dort sind unter anderem die englischen Dichter Keats und Shelly begraben, ebenso wie ein Sohn Goethes. Zwischen wunderbar gestalteten Grabsteinen fristen vierzig Katzen ein einfaches Dasein. Commissario Leone erfährt jedoch lange nichts von dem Zusammenhang zwischen der Tat auf dem Friedhof und einem psychopathischen Mörder, der es auch auf die Frau des Ministers und ihre Schwester abgesehen zu haben scheint. Als die Spuren immer mehr in die Richtung der Vergangenheit des Ministers führen, gerät auch der Commissario in große Gefahr. Denn er erkennt die Zusammenhänge, hat aber wieder einmal nicht mit, was er so nötig brauchen würde, seine Waffe.

“Commissario Leone und die Toten von Rom” ist ein spannender Kriminalroman, der die Atmosphäre der Stadt lebendig einfängt. Loyale Mitarbeiter unterstützen die Arbeit des Commissarios, der bald heiraten möchte. Seine Schwiegermutter in spe hat ihm und Rosa, seiner Braut, erzählt, dass es eine glückliche und lange Ehe bringe, wenn man bis zur Hochzeit tausend Kraniche faltet. Doch wie soll sich das zeitlich ausgehen? Wieder helfen die Kollegen und es scheint nicht nur das Hochzeitsglück garantiert, sondern nach langen Recherchen und oft in die Irre führenden Spuren kann der Mörder gestellt werden.

Patrizia Zannini hat einen spannenden Roman mit gut gezeichneten Protagonisten vorgelegt, der leicht lesbar ist und den man schwer aus der Hand legt. Lebendig wird hier eine hintergründige Geschichte erzählt von einem Milieu, das geprägt ist von politischen Intrigen, Korruption und Vorteilsnahme. Doch immer wieder scheint die Sorge um das Wohlergehen der Friedhofskatzen durch. Ebenso stellt die Autorin an das Ende des Buches Rezepte für typisch römische, einfache Speisen. Wer also einen Krimi mit viel römischem Lokalkolorit schätzt, hat hier sicher zum richtigen Buch gegriffen.

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Commissario Leone und die Toten von Rom