Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Julchentim:
All Better Now von Neal Shusterman
Glück als Gefahr. Eine unbequeme Idee, die nachwirkt
Dieses Buch spricht junge Leser an, bleibt aber nicht an der Oberfläche und ist somit für jeden etwas. Die Idee trifft (m)einen Nerv! Ein Virus breitet sich aus. Wer überlebt, verliert Angst, Wut, Stress und Depression. Zurück bleibt Zufriedenheit. Der Preis ist hoch. Einer von 25 stirbt.
Eine Frage hat mich durch das ganze Buch begleitet.
Würde ich mich anstecken lassen?
Die Geschichte folgt drei Jugendlichen aus sehr unterschiedlichen Welten. Mariel lebt auf der Straße, Ron ist der Sohn eines Superreichen, Morgan erbt Macht und Geld von einer fanatischen Gegnerin des Virus. Alle drei treffen Entscheidungen, die man verstehen kann und die man trotzdem ablehnt. Genau das macht das Buch stark.
Es gibt keine einfache Seite, für die man eindeutig sein möchte. Beide Lager handeln aus Motiven, die nachvollziehbar sind, und richten dabei Schaden an. Das fühlt sich erschreckend real an.
Die gesellschaftlichen Folgen stehen klar im Fokus: Wirtschaft, Medien, Macht und Angst greifen ineinander. Wer von Unzufriedenheit lebt, kämpft gegen Heilung. Das ist hart, aber schlüssig.
Die Figuren sind nicht immer sympathisch. Sie sind oft egoistisch, machen Fehler. Gerade deshalb wirken sie sehr menschlich. Besonders Morgan hat mich beschäftigt. Ihr Weg zeigt, wie schnell Haltung kippen kann, sobald Einfluss ins Spiel kommt.
Das Buch ist lang, der Mittelteil zieht sich spürbar. Manche Passagen hätten straffer sein dürfen. Dafür sitzt das Ende umso stärker, endet (sehr) offen.
Was bleibt, sind viele Fragen. Wie viel Freiheit steckt in echtem Glück? Wie viel Kontrolle verträgt eine Gesellschaft? Und wer entscheidet, was heil ist?
Ich habe das Buch gern gelesen. Es hat mich geärgert, nachdenklich gemacht und begleitet. Genau das erwarte ich von guter dystopischer YA.
Rezensionen von Petra Sch.:
Erebos 3 von Ursula Poznanski
Teil 3 um Nick und das grausame Computerspiel Erebos
Erebos ist zurück , ein Mädchen ist verschwunden - und Nick muss wieder als Dunkelelf Sarius mitspielen. Kann er das Spiel ein drittes Mal besiegen?
Auch wenn es schon länger her ist, dass ich Erebos 1 und 2 gelesen habe, ist man sofort wieder mittendrin in der Welt dieses Computerspiels, das nicht nur ein Computer-Spiel ist.
Und in Nicks Leben, der als wirklich sympathischer und empathischer Charakter gezeichnet ist und versucht, mit den strengen Vorgaben von Erebos sein Leben und das seiner Spielfigur Sarius bestmöglich zu meistern. (Und im Spiel heißt das: überleben.)
Nick ist nun erwachsen und arbeitet als Fotograf, doch sein Job läuft nicht recht gut, er hat kaum Aufträge.
Sein Freund Victor, den ich immer schon sehr mochte, weil er so witzig und gefinkelt ist, ist auch wieder dabei.
Man fiebert mit Nick von der ersten Seite an mit und ist wieder genauso fasziniert von dieser dunklen, düsteren Spielewelt (die hier aber leider nicht ganz so detailliert gezeichnet ist wie in den Vorgängerbänden), in der Dunkelelfen, Vampire, Barbaren, Werwölfe und andere fantastische Wesen Kämpfe bestreiten und Rätsel lösen müssen. Doch nicht nur in der virtuellen Welt; auch in der realen Welt müssen Aufträge erledigt werden.
Die Spieler müssen Horden zu je 10 Figuren bilden, um Rätsel zu lösen und etwas oder jemanden zu finden. Jedoch erhalten sie keine genaueren Hinweise. Man rätselt ebenso mit und ist auch ebenso ratlos wie Nick. WAS sollen diese Zeichen, Hinweise und Andeutungen bloß bedeuten?
Ich habe mich diesmal jedoch lange gefragt, was genau der Sinn hinter Erbos ist; bzw. warum sich das Spiel nach so langer Zeit wieder aktiviert hat. Denn Erebos weiß, worum es geht, wer beteiligt ist usw. Warum also in der virtuellen Welt Mitstreiter finden für eine Sache, die man in der realen Welt leicht hätte anzeigen können? Bzw. kam es mir so vor, dass Erebos überhaupt der Grund für die kriminellen Handlungen war - also somit total widersächlich.
Leider hat mich die Auflösung bzw. Begründung nicht ganz überzeugt - oder ich hab es einfach nicht richtig verstanden ;)
Fazit:
Obwohl mich Motiv und Auflösung nicht so ganz überzeugen konnten, weiß Ursula Poznanski mit Schreibstil und Verlauf zu fesseln. Der Spannungsbogen ist konstant aufrecht und man fiebert mit Nick von der ersten bis zur letzten Seite mit!!
Rezensionen von Anno:
Wieso? Weshalb? Warum? Leuchte und entdecke - Weltraum von Carola von Kessel
Super Kombi, tolles System
Ich liebe ja diese ‚Leuchtebücher‘ ja ohnehin schon sehr, aber in Verbindung mit dem Thema Weltraum ist das einfach mehr als perfekt!
Wer das System noch nicht kennt: hinten im Buch befindet sich ein Lesezeichen in Lampenform. Diese wird zwischen eine bedruckten Folienseite und eine dahinter liegenden schwarzen Seite platziert.
Ihr „Licht“ erhellt dann punktuell die Motive und man kann die gesamte Seite erforschen als würde man sie mit dem Licht einer Taschenlampe beleuchten. Ein sehr cleveres System, wie ich finde!
Die hier angesprochenen Themen sind aber nicht minder durchdacht gewählt. Sie werden spannend und altersgerecht präsentiert und in kurzen Texten beschrieben. All das wirkt auch sehr abwechslungsreich, da sich die Themen von Sternkonstellationen über Planeten bis hin zur Raumfahrt zieht. Man lernt Teleskope kennen, erfährt von Missionen und der ISS und sogar wie Roboter und Sonden die Arbeit im all erleichtern.
Ich finde das absolut genial! Mein Kind ist eh schon ein Weltraum-Narr, aber diese Fülle an Informationen hätte ich bei einem Buch ab 4 Jahren gar nicht erwartet! Ich bin positiv überrascht und sehr begeistert und kann speziell dieses Buch nur wärmstens empfehlen!
Nicht unterschlagen möchte ich an dieser Stelle aber sich, dass dieses Buch zu den Folien-Forscherseiten auch noch die altbewährten Klappen besitzt. So gibt es überall etwas zu entdecken, die Kinderhände sind beschäftigt und der Geist wach und aufmerksam. So macht Vorlesen richtig Spaß!
Rezensionen von Camilla :
Please unfollow von Basma Hallak
sehr gut
Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Thematik ist brandaktuell... alles in allem ein stimmiges Buch.
Ich fand die "Rückblicke" auf ihre Vlogs sehr gut. Wovon die Kommentare drunter echt erschreckend tws. sind... also der Gedanke das wenn es "echt" wäre , es wirklich solche Resonanz geben würde.
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Rezensionen von booklover00:
Wieso? Weshalb? Warum? junior Stickerheft - Dinosaurier von Warnecke Ruby
Tolles Stickerheft
Das Junior Stickerheft über Dinosaurier von Wieso? Weshalb? Warum? beinhaltet über 150 Sticker und eine Ausklappseite. Die Stickerbögen lassen sich ebenfalls heraustrennen. Auf dem Cover ist der Tyrannosaurus zu sehen und wurde auch direkt erkannt. Die Doppelseiten sehen toll aus und auch ohne die Sticker gibt es bereits viel zu sehen.
Auf den letzten Seiten werden Fragen gestellt und man muss die Sticker an die richtige Stelle kleben. Die Lösungen dazu gibt es auf der letzten Seite. Spielerisch wurde nicht nur der Wortschatz erweitert, sondern es wurde auch noch Wissen vermittelt. Es hat uns große Freude bereitet und wir waren lange damit beschäftigt. Die Illustrationen sind altersgerecht und dank der vielen Sticker hat man viel zu entdecken. Wenn man fertig ist mit dem Stickern, hat man ein tolles Buch für die Kleinen. Dieses Heft empfehle ich gerne weiter.
Rezensionen von carola1475:
Wem du traust von Petra Johann
Sehr Konstruierter, dennoch spannender Krimi
Eva führt mit ihrem Mann Daniel und dem fünfjährigen Linus ein glückliches Leben. Wenn ein Babysitter gebraucht wird, wenden sie sich an Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin Susanne. Als Daniel Sofia eines Nachts nach Hause fährt, ist der Teenager am nächsten Tag spurlos verschwunden. Evas Welt gerät ins Wanken.
'Wem du traust' ist von Beginn an spannend, schon der Prolog lässt um das Leben einer gequälten Person fürchten. Erzählt wird aus den personalen Perspektiven von Sofias Mutter und der Ermittlerin, sowie aus Evas emotionaler Ich-Perspektive, so dass ich ihre Gedanken und Gefühle teile und miterlebe, wie ihr Vertrauen, vor allem zu ihrem Mann, schwindet und die Zweifel, auch an sich selbst, immer stärker werden. Sehr gut gefallen hat mir das Vorgehen der einfühlsamen Kriminalhauptkommissarin Westphal, die selbst Mutter einer 15jährigen Tochter ist. Besonders die weiblichen Charaktere werden glaubhaft dargestellt.
Im Lauf des Krimis treten überraschende Gegebenheiten und Beziehungen der Figuren zueinander zu Tage, die Geschichte erscheint mir sehr konstruiert und berührt viele Themen, ich finde sie thematisch überfrachtet.
Petra Johanns Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen und es hat mir Spaß gemacht, eigene Mutmaßungen anzustellen. Dass die Ermittler am Ende die Feinheiten und Hintergründe des ganzen Falls in privatem Rahmen noch einmal besprechen, sehe ich mit gemischten Gefühlen. Wem soll hier alles bis ins kleinste erklärt werden?
Ein Epilog rundet die Geschichte ab. Ich vergebe 3,5 Sterne für Petra Johanns neuen Krimi.
Rezensionen von brauneye29:
Girls von Kirsty Capes
Hat mich nicht gepackt
Zum Inhalt:
Als die Künstlerin Ingrid Olssen starb, wurde viel über ihr Leben spekuliert, doch gerade was ihre beiden Kinder anging, wusste man nur wenig. Wie sehr sie zum Beispiel unter dem Lebensstil der Mutter litten. Das wohl bekanntes Bild ist das Selbstportrait Girls. Nach dem Tod von Ingrid nimmt eine Biograf Kontakt zu einer der Schwestern auf und es beginnt eine Reise in die Vergangenheit für die Schwestern.
Meine Meinung:
Das Cover und auch den Klappentext fand ich sehr interessant und war gespannt auf die Lektüre. Jetzt nach Abschluss des Buches bin ich nicht sicher, was ich von dem Buch halten soll. Ja, es ist die Geschichte der Schwestern und auch der Künstlerin, aber gefühlt an vielen Stellen zu knapp geschildert, an anderen extrem in die Länge gezogen. Mich hat das Buch nicht wirklich gepackt, wenngleich ich Mitgefühl mit den beiden Schwestern hatte, denn diese hatten es wahrlich nicht leicht. Den Schreibstil fand ich etwas anstrengend zu lesen.
Fazit:
Hat mich nicht gepackt
Rezensionen von Lesebegeisterte:
Eine Handvoll Worte von Jojo Moyes
lesenswert
Wer war nicht von dem Buch "Ein ganzes halbes Jahr" restlos begeistert? Ich war schon sehr gespannt, was mich in diesem Roman erwarten wird. Ellie ist Journalistin und unsterblich, aber leider auch unglücklich verliebt. Ihr Freund ist nämlich verheiratet.
Bei der Durchforstung eines Zeitungsarchives fällt ihr ein Brief in die Hände.
Ein Unbekannter bittet eine Frau für ihn ihren Mann zu verlassen. Ellie lässt der Brief nicht mehr los, ist sie doch gerade in einer ähnlichen Situation . Sie stellt Nachforschungen an und findet so Jennifer. Stück für Stück erfährt man, was Jennifers tragische Geschichte war.
Der Roman ist romantisch, und spannend. Für Fans von Jojo Moyes ein ein Must-have!
Rezensionen von Eternal-Hope:
Schreie und Flüstern von Lisa Kreißler
Junges Paar mit Kind zieht aufs Land
Nach einem Erbe kauft ein junges Paar mit Kind ein riesiges, renovierungsbedürftiges Bauernhaus am Land und zieht dort ein. Schnell stellt sich heraus, dass insbesondere die Frau sich am Land überhaupt nicht wohl fühlt. Das gibt sie ihrem Partner auch ständig zu verstehen, zieht sich in ein Zimmer zurück und beobachtet den Putz beim Bröckeln, ist unzufrieden und beteiligt sich überhaupt nicht an den Renovierungsarbeiten.
Das Buch besteht aus vielen kleinen Szenen vor dem Umzug, während des Umzugs und dann am Land selbst. Während es vermutlich eine Art Gesellschaftsporträt heutiger junger urban geprägter Menschen vor ländlicher Kulisse sein möchte, hat es mich beim Lesen überhaupt nicht packen können. Weder bin ich mit den Figuren sonderlich warm geworden, noch hat mich das Setting an sich interessiert, und es gab nicht wirklich etwas Spannendes, das mich beim Weiterlesen gepackt hätte. Auch sprachlich hat es mich nicht sonderlich beeindruckt. Insgesamt fehlten mir Spannungsaufbau und roter Faden.
Insgesamt bleibt also ein eher mittelmäßiges Buch, das man lesen kann, aber nicht muss.
Rezensionen von MarcoL:
Was ich im Wasser sah von Katharina Köller
Preisgekröntes Debüt aus einer magisch-realistischen Welt. Fern und doch so nah.
Es ist ein sehr bemerkenswertes Debüt, welches die Autorin (Wildwuchern, 2025) hier 2020 vorgelegt hat. Mit einer sprachlichen Brillanz lässt sie uns in eine Geschichte eintauchen, die zugleich real sein, und dennoch einer magischen Welt entsprungen sein könnte. In starken Bildern erzählt sie über Klarissa, die von der Insel „Ei“ aufs Festland ging, um ihr Glück zu versuchen.
Sie wollte Filme machen, ging auf die Akademie, verliebte sich in Robin. Doch das böse Schalentier namens Krebs raubte ihr alles. Kahlrasiert, abgemagert, und ohne Brüste … und sie entschied sich gegen Implantate, ein Fakt, der von ihrem Umfeld mit Befremdung aufgenommen wurde, konnte doch niemand akzeptieren, dass es Klarissas eigener Wille war. Dafür zierte nun ein tätowierter Oktopus ihre vernarbte Brust.
Sie kehrte zurück auf die Insel zu ihrer Familie. Doch die Dinge haben sich geändert. Mammie, die fürsorgliche Frau an der Seite ihres wortkargen Vaters, war verstorben. Die ganze Insel lag im Sterben. Nur die hohen gläsernen Windräder wuchsen und wuchsen. Grüne Energie, das sei doch gut. Dennoch wurden Pachtverträge nicht verlängert, Geschäfte für immer geschlossen, die Menschen krank. Ein Idyll, perfekt für Touristen und Aussteiger, würde man meinen. Doch die Glanzzeiten waren vorbei.
Nur langsam und schwer findet sie wieder Zugang zu ihrer „Schwester“ Irina. Und kaum war eine Annäherung geschaffen, verlor Klarissa sie an Bob. Ein Wendehals und Möchtegern-Macher.
Dennoch: Klarissas Kräfte kommen zurück. Sie erstarkt, auch mit ihrem Willen, sich nichts mehr wegnehmen zu lassen. Der Oktopus schützt sie. Und da ist etwas im Wasser – etwas, das alles ändert …
Der Fokus dieses fabelhaften Romans, eine Parade an magischem Realismus, steht klar auf gesellschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten. Die Kraft, sich in einer von Vorurteilen und Besserwisserei gestalteten Gesellschaft zu distanzieren und auf der anderen Seite das Greenwashing von massiven menschenversursachten Umweltproblemen sind das Hauptsetting dieses Romans.
Die Welt schwankt – mehr als die Wellen. Doch als Leser der Zeilen ist man fest in der Geschichte verankert. Der Schreibstil mit seiner treffenden Wortwahl entwickelt einen gewaltigen Sog, lässt die Insel und seine handelnden Personen sehr plastisch werden.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, nahezu verschlungen, und gebe selbstverständlich eine absolute Leseempfehlung für dieses preisgekrönte Debüt.











