Icon Kontrast wechseln
Logo Wagnersche Buchhandlung

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lesemama:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Ganz bald ist Weihnachten von Britta Sabbag

Ein Buch voller Vorfreude

Zum Buch:

Der erste Schnee fällt, Weihnachten ist nah, das wissen die Freunde Biber und Bär ganz genau.
Damit sie Weihnachten zusammen feiern können, muss ein Baum her. Das ist für Biber eine einfache Aufgabe. Also stapfen sie gemeinsam durch den Wald, um die perfekte Tanne zu finden.
Unterwegs Dingen die beiden noch allerhand Schmuck mit Tannenzapfen und Bucheckern.

Als sie alles zurück zur Bärenhöhle geschleppt haben, stellen sie fest, der Baum ist zu groß. So wird er kurzerhand außerhalb aufgestellt, hübsch geschmückt und schon steht einer feiedlichen Waldweihnacht mit all den anderen Waldbewohnern nichts mehr im Wege.

Meine Meinung:

Schon das Cover verspricht eine ganz zauberhafte Geschichte. Voller Elan starten Biber und Bär ihre Mission, den perfektenAbum zu finden. Bär würde auch einen kleinen nehmen, aber Biber sich einen riesigen aus, der wunderschön ist, aber leider nicht in die Höhle passt.
Was die beiden unterwegs erleben ist lustig, macht Spaß und es gibt auf den Seiten immer einiges zu entdecken. Die Illustrationen sind so farbenfroh, Biber und Bär ganz zuckersüße Charaktere, die sich wunderbar ergänzen. Und das Schluss indem mit der gemeinsamen Weihnacht öffnet jedes Herz. Einfach ein ganz wunderbares, zauberhaftes Bilderbuch über die gemeinsame Freude am sammeln und basteln, über Freundschaft und ein ruhiges, friedliches Fest und einem riesigen Baum, unzer dem alle Tiere des Waldes einen Platz finden.
Absolute Leseempfehlung für Kinder ab vier. Bringt richtig Weihnachtsstimmung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lesemama
Ganz bald ist Weihnachten

Rezensionen von Lesemama:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Spekulatius der Weihnachtsdrache. Spekulatius und der kleine Donnerdrache von Tobias Goldfarb

Süße Bilderbuchgeschichte mit einer wichtigen Botschaft

Zum Buch:

Spekulatius, der Weihnachtsdrache ist auf den Weihnachtsinseln zuhause. Dort langweilt er sich schrecklich, ein Freund wäre ganz wwunderbar. Da erzählt ihm der Kolibri von der Insel Dragonella, auf der viele Drachenkinder leben. Dorthin macht sich Specki auf den Weg und findet auch schnell Anschluss.

Aber was ist mit Funki los? Sie ist so wütend und spielt nicht mit. Aber Specki gibt nicht auf und versucht hinter die wütende Fassade zu blicken.

Meine Meinung:

Spekulatius und der kleine Donnerdrachen ist bereits das dritte Bilderbuch aus der Spekulatius, der Weihnachtsdrache Reihe. So kann man mit kleinen Zuhörern aber vier Jahren schon ganz wunderbar in die Spekulatius Reihe einsteigen. Als großer Spekulatius Fan muss es natürlich auch sein.
Die Geschichte ist ganz zauberhaft illustriert, Specki ist ein sehr sympathischer, einfühlsamen Weihnachtsdrache. Er gibt nicht so einfach auf, er hinterfragt und versucht Funki, das Donnerdrachenmädchen mit einzubeziehen.
Ich mag die Geschichte total, es zeigt wie man Einfühlungsvermögen bekommt, wie man miteinander umgeht und es ist eine ganz besondere Freundschaftsgeschichte. Und dazu moch die zuckersüßeb Illustrationen, auf jeder Seite gibt es viem zu entdecken, so macht das Vorlesen einfach Spaß, auch noch beim zweiten oder dritten Mal.
Die Geschichte hilft dabei zu verstehen, wie man auch wütende Gefühle loswerden kann, wie man jemanden eine zweite oder gar dritte Chance gibt, das niemand ohne Grund wütend ist und man einfach reden kann, oder auch mal einfach aushalten, was andere fühlen. Und trotzdem machte es wieder großen Spaß die Geschichte vorzulesen, denn sie hat eine wichtige Botschaft, die Specki ganz spielerisch umrundet. Absolute Leseempfehlung

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lesemama
Spekulatius der Weihnachtsdrache. Spekulatius und der kleine Donnerdrache

Rezensionen von Lesemama:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Pina Ponyhexe - Rettung für das Hexendorf von Marlene Jablonski

Pina und Joschi sind einzigartig

Zum Buch:

Pina Ponyhexe ist mit ihrem Seelentier Joschi auf Wanderschaft. Sie helfen, wo sie können. Dann wird Pina von ihrer Oberhexe zurück ins Hexendorf beordert, nur dass das Dorf nicht mehr da ist, als sie ankommen. Pina, Joschi und Talami machen sich auf die Suche

Meine Meinung:

Rettung für das Hexendorf ist bereits das dritte Buch rund um Pina Ponyhexe und ihr Seelenpony Joschi.

Diesmal erfahren wir mehr über Joschi, wo er herkommt und warum er manchmal so traurig ist. Aber das nur nebenbei, hauptsächlich geht es um das verschwundene Hexendorf und andere Dinge, die im Hexenwald plötzlich verschwinden und Gefahr für den Hexenwald und seine Bewohner bringen.
Man könnte das Buch auch gut lesen, ohne die anderen zwei Bände zu kennen, aber die sind mindestens genauso schön zu lesen, wäre also schade. Aber die Story ist alleinstehend und wie Joschi zu Pina kommt und wer Talami ist, wird auch in dieser Geschichte nachvollziehbar erklärt, also sind keine Vorkenntnisse notwendig. Was ich bei Kinderbücher immer gut finde. So kann man mit jedem Buch einsteigen in den wundervollen Hexenwald und die zuckersüße Junghexe Pina kennenlernen.
Die Kapitel sind angenehm lang bzw. kurz, es gibt immerwieder ganz zauberhafte Illustrationen, nicht merh auf jeder Seite, aber dem Lesealter entsprechend. Der Text ist auch einfach zu lesen und gur verständlich. Das Schriftbild ist groß und übersichtlich, so das geübte LeserInnen ab der zweiten Klasse das Buch auch gut alleine lesen können. Für jüngere oder nicht gamz so geübte LeserInnen eignet sich Pina Ponyhexe auch gut zum Vorlese , der Twxt ist flüssig geschrieben, die Story spannend und die Auflösung mal wieder ganz wunderbar. Pina und Joschi sind immer ein Leseerlebnis, was jedesmal große Lesefruede bringt. Absolut empfehlenswert

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lesemama
Pina Ponyhexe - Rettung für das Hexendorf

Rezensionen von Eternal-Hope:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Und zuletzt Buchara von Stephanie Clasemann

Eine stille, behutsame Geschichte, die Lust auf Usbekistan macht

Stephanie Clasemann liebt Usbekistan, beschäftigt sich seit langem mit dem Land und seinen mystischen Traditionen und begleitet Pilgerreisen dorthin. Nach ihrem wunderschön gestalteten spirituellen Usbekistan-Reisebegleiter "Heiliges Usbekistan" hat sie nun mit diesem schmalen Büchlein einen etwas anderen Zugang gewählt, um dieses Land vorzustellen: eine Erzählung, eine stille, behutsame Geschichte, bei der wir locker und leicht eine junge Frau dabei begleiten, diese besondere Region zu entdecken.

Die Studentin Gesa hatte eigentlich vor, mit einer guten Freundin Nepal zu bereisen, dafür auch schon gespart und viel über das Land gelesen. Doch nun hat Jule einen neuen Freund und will die gemeinsame Reise verschieben. Zuerst ist Gesa traurig und enttäuscht, doch dann lernt sie zufällig durch ein Missgeschick in einem Café Sonja und Marc kennen, die mal ein Paar waren, nun getrennt sind, aber noch eine letzte gemeinsame Usbekistan-Reise unternehmen möchten und sie einladen, mitzukommen. Kurz entschlossen entscheidet sich Gesa, zuzusagen und ihr Erspartes dafür einzusetzen und so reisen die drei jungen Menschen gemeinsam in das Land.

Es ist ein ruhiges, nachdenkliches Buch, bei dem vordergründig nicht so viel passiert, aber im Hintergrund umso mehr: die drei reisen durch das Land, mal sind sie auch nur zu zweit, dann gibt es einiges Mysteriöses, was die Spannung aufrechterhält, aber sonst lebt das Buch zu einem großen Teil von der Atmosphäre und von dem Gefühl, mit den Charakteren durch Usbekistan zu reisen, zu meditieren, innezuhalten und ruhig zu werden. Damit gelingt es der Autorin auch mit diesem Buch wieder ausgezeichnet, Lust auf eine Reise ins unbekannte Usbekistan zu machen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Eternal-Hope
Und zuletzt Buchara

Rezensionen von Eternal-Hope:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Ich liebe meine Kinder, aber ... von Wiebke Schenter

Ein mutiges Buch zu einem sehr kontroversen Thema

Wer mit seiner Meinung in die Öffentlichkeit geht, muss mit heftigem Gegenwind rechnen. Das gilt umso mehr, wenn man eine Frau ist und es sich um ein kontroverses Thema handelt. Es gibt wenige Themen, die so sehr die Gemüter erregen können wie "Regretting Motherhood". Das zeigte sich schon Mitte der 2010er Jahre, als die israelische Soziologin Orna Donath ihre Studien dazu und das gleichnamige Buch veröffentlicht hat.

Der Mythos der aufopfernden, selbstlosen Mutter, die alles für ihre Kinder gibt und selbst nichts braucht, ist ein starker. So stark, dass viele tatsächliche Mütter aus Fleisch und Blut enorm darunter leiden, und auch aufgrund dieses Ideals nicht wenige Menschen bewusst kinderfrei bleiben, um sich nicht an einem Bild aufzureiben, dem sie fürchten, niemals entsprechen zu können.

In diesem Buch teilt nun die Autorin offen, verletzlich und selbstreflektiert ihre eigenen Herausforderungen als Mutter zweier Kinder: ein heute etwa 10-jähriges Mädchen und ein Bub im Kindergartenalter. Sie erzählt von ihrem Leben als junge Frau, ihrer Partnerschaft und wie der Weg in die Mutterschaft für sie damals Ende 20 etwas unhinterfragt Selbstverständliches war, der logische nächste Schritt, so wie für viele Frauen. Wie sie von dem weit verbreiteten idealisierten Bild der glücklichen Schwangeren und des unendlichen Mamaglücks in der Babyphase beeinflusst war und ihr nicht bewusst war, wie viele Opfer diese Lebensumstellung mit sich bringen würde... so weit, dass sie in eine tiefe psychische Krise stürzen würde und Angst hätte, sich selbst zu verlieren. Wohl verstärkt wurde der Druck dadurch, dass in ihrer Umgebung - so wie bei vielen bildungsaffinen und hochqualifizierten Frauen heutzutage - bindungsorientierte Erziehung als der Goldstandard gehyped wurde, in einer Art, die an völlige Selbstaufgabe grenzt: keine Sekunde mehr ohne das Baby am eigenen Leib, alle kindlichen Bedürfnisse sofort erraten müssen, alles perfekt bio und nachhaltig machen usw.

Was diese Dinge angeht, hat die Autorin mittlerweile zu einer wesentlich pragmatischeren Einstellung gefunden und diese Extremform der bindungsorientierten Erziehung für sich als Irrweg erkannt. Auch diese Entwicklung scheint sie, wie sie im Buch schreibt, offen auf Instagram geteilt zu haben, genauso wie den Weg zu der Erkenntnis, dass sie auch mit mittlerweile zwei Kindern und viel Hinterfragen und Therapie sich oft von der Mutterrolle überfordert und ausgebrannt fühlt und lieber Papa oder Tante wäre - ohne die übermenschlichen Erwartungen, die gesellschaftlich an Mütter gestellt werden. Ebenso wie die israelische Soziologin Orna Donath und die meisten der von ihr in ihrer Studie interviewten Mütter und Großmütter stellt sie klar, dass es nicht darum geht, ihre Kinder zu bereuen oder zu wünschen, sie mit ihren Persönlichkeiten wären nicht auf der Welt, sondern dass es die Mutterrolle ist, von der sie sich so überlastet fühlt.

Dafür erntet die Autorin regelmäßig sehr negatives Feedback, wie sich auch in einigen anderen Rezensionen zeigt, aber genauso auch in vielen Zuschriften und Kommentaren, die die Autorin bekommt. Auf einige davon geht sie im Buch ein und nimmt Stellung dazu, selbstreflektiert und mutig.

Sehr sympathisch finde ich, wie ehrlich sie ihren Weg und ihre Herausforderungen teilt, aber auch über die Lösungsansätze spricht, die sie für sich und ihre Familie mittlerweile gefunden hat. Da sind viele hilfreiche Ideen dabei, die für alle Mütter - auch wenn sie nicht die Mutterschaft an sich bereuen, aber durchaus manchmal überlastet und überfordert sind - sehr hilfreich sein können.

Ich selbst bereue meine Mutterschaft keinesfalls, habe aber auch noch viel, was mich abseits der Mutterrolle ausmacht, und habe mich in vielem, was die Autorin beschreibt, wiedergefunden. Ich mag den pragmatischen Ansatz, den sie offenbar mittlerweile in der Erziehung lebt und wie sie, gemeinsam mit ihrem Mann, nach einer fairen Aufteilung sucht, externe Unterstützung organisiert, sich von unrealistischen Idealen verabschiedet hat und dabei offen zugibt, dass es trotz allem oft genug herausfordernd.

Mir vermittelt das Buch den Eindruck, dass diese Frau ihre Kinder über alles liebt und auch genau deshalb sich so dafür einsetzt, psychisch so gesund wie möglich zu bleiben, in gesunder Weise auf sich zu achten und damit auch noch länger als Wiebke und als Mutter auf dieser Welt für sich und andere konstruktiv etwas beitragen zu können.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Eternal-Hope
Ich liebe meine Kinder, aber ...

Rezensionen von Ryria:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Bestie von Joana June

Frauenbeziehungen

Delia will sich neu erfinden und raus aus ihrem alten Leben - und wie ginge das besser als direkt mit einem neuen Namen in einer fremden Stadt. Dort zieht sie mit einigen Lügen im Gepäck als Lilly bei Influencerin Anouk ein und wir verfolgen aus beiden Perspektiven, wie ihre Beziehung sich entwickelt.

Zunächst muss ich unbedingt den Schreibstil hervorheben! Die Geschichte liest sich sehr angenehm und flüssig, aber trotzdem habe ich immer wieder innegehalten, um einzelne Sätze und Textpassagen auf mich wirken zu lassen. Vieles hat einen poetischen Touch, anderes ist eher direkt, aber immer schwingt sehr viel Wahrheit in den Worten mit. Kluge Beobachtungen über die heutige Zeit und Beziehungen aller Art wechseln sich ab mit atmosphärischen Beschreibungen.
Dazu gibt es noch eher experimentelle Kapitel, die ein ungewöhnliches Format wählen.

Delia und Anouk sind alles andere als perfekte Charaktere und gewiss keine makellosen Vorbilder, aber das macht sie oft auch wieder irgendwie sympathisch. Manchmal mag man sie so gar nicht, in anderen Abschnitten kann man dann aber doch mit ihnen mitfühlen. Gerade ihre Fehler machen sie auch authentisch. Teilweise hätte man hier jedoch vielleicht noch ein wenig mehr in die Tiefe gehen können. Insgesamt mochte ich besonders die Darstellung ihrer Freundschaft bzw. ihrer Beziehung generell zueinander sehr.
Auch Themen wie Feminismus oder Social Media kommen nicht zu kurz und runden das Ganze schön ab.
Ein schönes Debüt, das mich neugierig auf die nächsten Werke der Autorin macht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Ryria
Bestie

Rezensionen von Nicole Koppandi:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

ë von Jehona Kicaj

Absolute Empfehlung

in autofiktionaler Roman vom Aufwachsen in Deutschland und zugleich dem Erleben, dass in der einstigen Heimat Kosovo der Krieg herrscht und man sich selbst in Sicherheit befindet. Die Verwandten sind zurückblieben.

Bei Besuchen der Familie im Kosovo werden durch die Protagonistin beschossene Häuser wahrgenommen.

Es bleibt der Fantasie jeder Person überlassen, warum auch Jahre nach dem Krieg die Einschusslöcher noch immer sichtbar sind, nicht ausgebessert wurden.

Besonders interessant fand ich die forensische Anthropologin, die anhand von Massengräbern und Leichen versucht eine Geschichte zu den Geschehnissen zu erzählen, die im Einklang mit der Erzählung der Autorin sind.

Man erfährt viel über den Kosovo-Krieg, der wenig bekannt ist, und man ist versucht, die Protagonistin mit der Autorin gleichzusetzen.

Zu Recht stand das Buch auf der Short-List des Deutschen Buchpreises. Ich habe den Roman mit großem Interesse gelesen und viele neue Erkenntnisse daraus für mich mitgenommen.

Absolute Empfehlung

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Nicole Koppandi
ë

Rezensionen von Anilam:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Frauenkörper ticken anders von Miriam Funk

Wissen, das wachrüttelt

„Frauenkörper ticken anders“ hat mich echt überrascht – im positiven Sinn. Ich fand es total spannend, wie das Buch zeigt, wie Frauen in der Medizin über Jahrhunderte behandelt wurden und bis heute oft anders behandelt werden. Es bietet einen tollen Einstieg in die weibliche Medizin und gibt Frauen Raum, ihre Erfahrungen sichtbar zu machen.

Trotz der vielen Themen liest sich das Buch super angenehm. Der Schreibstil ist flüssig und verständlich, und die Autorin Miriam Funke schafft es, komplexe Inhalte so zu erklären, dass man wirklich dranbleiben will. Besonders gut gefällt mir die Struktur: Tabellen, Fakten und Erfahrungsberichte wechseln sich ab, sodass man nie das Gefühl hat, erschlagen zu werden.

Am Ende bleibt auch Hoffnung: Dass Gendermedizin inzwischen an mehreren Universitäten Pflichtfach ist, zeigt, dass sich etwas verändert. Genau das macht dieses Buch für mich so besonders – es zeigt Missstände, aber auch, dass Wandel möglich ist.

Ein aufrüttelndes, aber gleichzeitig motivierendes Buch. Es macht wütend, nachdenklich und optimistisch zugleich – und man lernt beim Lesen unglaublich viel über sich selbst und darüber, wie Frauenkörper wirklich „ticken“.

Wer sich für Themen rund um Gesundheit, Körper und Medizin interessiert, findet auf www.mabuse-verlag.de oder auf den Social-Media-Kanälen @mabuseverlag viele weitere spannende Bücher – nicht nur zu Frauenthemen, sondern zur ganzheitlichen Gesundheit.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Anilam
Frauenkörper ticken anders

Rezensionen von leopol:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Seventeen Years Later von J P Pomare

Spannung - und so viele Wendungen

Sloane Abbot ist gefeierte Podcasterin in Australien und arbeitet sich durch diverse True-Crime Fälle. Von ihrer Mitarbeiterin Tara, wird sie auf einen Fall in Neuseeland aufmerksam gemacht: Vor siebzehn Jahren soll der junge Maori Bill Kareama, damals Koch, die Familie Primrose getötet haben, bei der er angestellt war und gewohnt hat.

Um den Fall neu aufrollen zu können, wendet sie sich an den Gefängnispsychologen TK, der lange für eine Wiederaufnahme gekämpft hat. Bill selbst bestreitet die Tat bis heute vehement.

Erzählt wird die Geschichte grundlegend aus zwei bzw. drei parallelen Perspektiven, die der Ermittler Sloane und TK und aus Erinnerungen von Bill, aus einem von ihm verfassten Manuskript. Natürlich dreht sich die Handlung um das Finden des Täters, jedoch lernt man währenddessen auch die Welt der Maori etwas kennen -Bräuche, Rituale und den Hürden denen sie im Alltag begegnen.

Schichtweise taucht man ein, die Spannung wird im Zuge der Geschichte immer höher, mit kleinen Peaks schon zuvor. Wie bei einem typischen guten Thriller, und so rätselt man auch permanent mit wer den der Täter ist, ob man gerade belogen wird. Besonders hervorheben möchte ich, dass ich selten so lange bei einem Thriller gerätselt habe und mich auf falsche Fährten habe führen lassen wie bei diesem. Denn im Prinzip ist es an einem Punkt möglich, dass jeder der im Umfeld der Familie ist, mit den Morden zu tun hat. Nichtsdestotrotz wird dieses Rätsel schlussendlich minutiös aufgelöst und alle Teile fallen logisch in ihren Platz.

Ein Thriller den ich wärmstens empfehlen kann, auf Grund von exzellenter Spannung, Wendungen, Dramatik und spannender Figuren. Aber Achtung sorgfältig lesen, damit einem keine Spur entgeht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von leopol
Seventeen Years Later

Rezensionen von Bücherfreundin:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Drei kleine Buchläden am Ende der Welt von Ruth Shaw

Gelungene Fortsetzung von Ruth Shaws Lebensgeschichte

Nach dem großen Erfolg ihres Buches "Der Buchladen am Ende der Welt", das in 12 Sprachen übersetzt wurde, hat die Neuseeländerin Ruth Shaw nun mit "Drei kleine Buchläden am Ende der Welt" die von vielen Lesern ersehnte Fortsetzung veröffentlicht.

Acht Jahre ist es her, dass Ruth im Alter von 70 Jahren ihre beiden kleinen Buchläden in Manapōuri im Süden des Landes eröffnete.

Mittlerweile betreibt sie mit viel Wärme und Liebe drei Buchläden, die von Ende September bis Mitte April geöffnet sind und sich großer Beliebtheit bei Jung und Alt erfreuen.

In 25 Kapiteln erzählt uns die Autorin abwechselnd Geschichten aus ihrem Leben und unterhaltsame Episoden aus den Buchläden über interessante und berührende Begegnungen mit ihren Kunden. Während das erste Buch Ruths bewegende Lebensgeschichte bis zum Wiedersehen mit ihrem Sohn Andrew im Jahr 1985 beinhaltet, setzt die Handlung des zweiten Buches im gleichen Jahr an und endet im Hier und Jetzt.
Ruths Leben läuft inzwischen in etwas ruhigeren Bahnen, dennoch hält es immer wieder Überraschungen für sie bereit. Neben einer gefährlichen Segelregatta erlebt sie weitere Abenteuer auf verschiedenen Seefahrten. Mit Lance, der großen Liebe ihres Lebens, bereist sie Nationalparks in Südafrika und ist überwältigt von Afrikas Tierwelt. Der Schutz der Umwelt ist ihr wichtig, sie und Lance setzen sich für den Erhalt von Bäumen ein und engagieren sich mit großer Leidenschaft für den Klima- und Artenschutz.

Das Buch ist in klarer Sprache geschrieben und liest sich sehr flüssig. Mit großer Offenheit beschreibt Ruth Shaw die Höhen und Tiefen ihres Lebens, schöne und dunkle Momente sowie gesundheitliche Herausforderungen. Als sie 42 Jahre alt ist, lösen in der Vergangenheit erlittene Traumata eine psychische Krise aus, die ihre Ehe gefährdet. Wegen akuter Suizidgefahr begibt sie sich in eine Klinik, und endlich gelingt es ihr, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und ihren Seelenfrieden wiederzufinden.

Ich habe Ruths Geschichte sehr gern gelesen, sie hat mich gefesselt und bewegt. Besonders berührend fand ich die Kapitel über die späte Hochzeit, die liebevolle Begleitung von Ruths Tante Aunty und die Zeit mit dem drogensüchtigen Jacob, der bei Ruth und Lance für eine Weile wohnen darf. Sehr interessant und spannend waren neben den abenteuerlichen Treffen mit Dmitri auch die Beschreibungen über die mir bislang unbekannte Fischerei mit kilometerlangen Treibnetzen und verschiedene Aktionen zur Rettung von Tieren. Das fast 30 Seiten umfassende Kapitel über Ruths Tiere langweilte mich hingegen recht schnell.

Leseempfehlung für Buchliebhaber und alle, die sich für außergewöhnliche Lebensgeschichten interessieren!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bücherfreundin
Drei kleine Buchläden am Ende der Welt