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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Mabla59 :

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Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel von Alena Schröder

Berührend

"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" ist der dritte Teil von Alena Schröder über das Schicksal der Familie Borowski.
Alena Schröder erzählt die Geschichte über zwei Zeitebenen.
1945 hat Marlen den Krieg nur mit viel Glück überlebt und findet bei Wilma Unterkunft.

In dieser Zeit findet Marlen zur Malerei.
Im Jahr 2023 lebt Hannah in Berlin. In ihrem Leben muss sie plötzlich mit Veränderungen fertig werden. Das plötzliche Auftauchen ihres Vaters, zu dem sie nie Kontakt hatte, ist nur eine davon.
Alena Schröder konnte mich auch diesmal mit ihrem ruhigen Schreibstil mitnehmen
Ihre Sprache ist einfach und leicht lesbar.
Es ist die Frage nach der eigenen Identität und inwieweit wir unseren Familien verpflichtet sind, die das Buch zu einem Familienroman machen.
Auch der dritte Teil dieser Geschichte hat mir sehr gut gefallen und keiner, der solche Themen liest, sollte sich von den sperrigen Titeln abschrecken lassen.

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Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel

Rezensionen von Kräuereule7:

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Schleifen von Elias Hirschl

Verwirrende Sprachreise

Das Cover von „Schleifen“ sticht nicht besonders ins Auge. Es spielt zwar mit der Wahrnehmung, was auch ein Teil des Buches ist, allerdings ist es optisch nicht besonders oder Blicke-auf-sich-ziehend.

Der Schreibstil von Elias Hirschl hingegen ist sehr außergewöhnlich. Es ist eine Mischung aus einfachen, erzählenden und gut zu lesenden Sätzen und komplizierter Fachsprache.

Da die Kapitellängen allerdings eine sehr gute Länge hatten, konnte man nach einem komplizierteren Kapitel schnell eine Pause einlegen.

Die "Geschichte" rund um Franziska Denk und Otto Mandl finde ich persönlich schwer zu beschreiben und zu beurteilen. Der Klappentext und die Leseprobe sind meiner Meinung nach sehr irreführend, denn den Leser erwartet keine gradlinige Geschichte mit Höhen, Tiefen und Charakterentwicklung. Ich würde soweit gehen zu sagen, dass ich es als viele zusammenhängende Kurzgeschichten beschreiben würde. Obwohl es das auch nicht trifft.
Viele Kapitel fand ich sehr verwirrend (z.B. das Kapitel rund um Ang Gurobg und die Leere so wie viele weitere), sodass bei mir das Gefühl entstanden ist, dass man ein gewisses philosophisches Grundwissen braucht, um die Ereignisse im Buch in seinem Inhalt richtig einordnen zu können. Der Autor konfrontiert den Leser mit sehr vielen Ideen rund um Sprache (wovon mir die Palindrom-Texte besonders gefallen haben), tut dies jedoch auf eine für mich ziemlich intransparente Art und Weise.
Dennoch hatte ich immer wieder Spaß beim Lesen, da ich solch einem Buch noch nie begegnet bin.

Alles in allem würde ich das Buch auf keinen Fall als "schlecht" beschreiben. Es ist ein sehr anspruchsvolles Buch und meiner Meinung nach nicht für die breite Masse gedacht. Ich würde mich den anderen Rezensenten anschließen, dass das Buch für Intellektuelle geeignet ist, die besonders Vorwissen im Bereich Philosophie und Sprachen haben. Wenn man mit diesem Wissen den Inhalt des Buches nachvollziehen kann, dann kann es bestimmt eine grandiose Leseerfahrung werden.

Für meinen persönlichen Geschmack würde ich dem Buch 2,5 von 5 Sternen geben!

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Schleifen

Rezensionen von ekiam:

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Obacht! von Kerstin Hau

Warum es sich lohnt, auch den leisen Stimmen zuzuhören

Ein großes Tier liegt vor der Stadt und versperrt den Weg hinein und hinaus. Der Timpe-Pa und auch alle anderen Stadtbewohner haben eine Menge Ideen, was man da tun kann. Doch alle Ideen scheitern immer dann, wenn das Tier sich bewegt. Das kleine Mienchen dagegen wird immer wieder ignoriert, wenn es äußert, dass es ebenfalls eine Idee hat – und während alle anderen in Panik geraten, spricht das Mienchen mit dem unbekannten Tier und bittet es, an einem anderen Platz weiterzuschlafen.

Damit wird der Weg wieder frei und alle feiern das Mienchen für diese Idee.

Die Geschichte bringt Kindern damit auf wunderschöne Art nahe, wie man mit Unbekanntem umgeht und dass auch die kleinen oder leisen Stimmen Ideen haben, auf die man hören sollte.

Das Buch besticht durch ungewöhnliche, aber wunderschöne Illustrationen, die an Sandbilder erinnern. Jede Figur ist anders gestaltet, hat ihre Eigenheiten, was es spannend macht, jede Seite zu entdecken.
Es erinnert auf erfrischende Art in Erzählweise und Illustrationen an Bücher in meiner Kindheit in den 80ern, was das Buch zu etwas besonderem macht.

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Obacht!

Rezensionen von ReiShimura:

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Der kleine rote Panda und die Achtsamkeit von Aljoscha Long; Ronald Schweppe

Mit allen Sinnen durch den Wald

Seit einigen Jahren gibt es einen starken Fokus auf das Thema Achtsamkeit. Dies merkt man auch auf dem Buchmarkt, sowohl was erwachsenen Bücher, aber auch immer mehr, was Kinderbücher betrifft. Es gibt sicher Personen, die das als unnötig und übertrieben finden und auch ich bin sehr vorsichtig damit, dass das Thema nicht überstrapaziert wird.

Dieses Buch ist allerdings ein wunderbares Beispiel dafür, wie interessant, ansprechend und spaßig das Thema umgesetzt werden kann.

Dieses Buch hat mich bereits beim ersten Angreifen überzeugt. Denn die Haptik und Optik des Buches ist wirklich sehr gelungen. Das Format des Buches finde ich sehr passend, sowohl für kleine Kinder- aus auch größere Erwachsenenhände. Das Cover ist bunt und gibt einen großartigen Vorgeschmack auf das, was einen im Buch erwartet. Als besonderes Highlight habe ich die kleinen haptischen Details am Cover empfunden. Der kleine Leser hatte viel Spaß dabei zu schauen, was er alles mit seinen Fingern erspüren kann.

Die Umsetzung des Themas Achtsamkeit finde ich in diesem Buch wirklich sehr gelungen und vor allem auch kindgerecht. Man darf den kleinen roten Panda Ming auf einem Spaziergang durch den Wald begleiten. Auf diesem Spaziergang begegnen Ming viele andere Tiere, die ihn auf Besonderheiten hinweisen und ihn dazu einladen den Wald mit allen Sinnen zu erkunden.
Die Texte haben eine angenehme Länge und auch die Wortwahl finde ich altersgerecht. Am Ende jeder Doppelseite gibt es dann eine Frage bzw. eine Mitmachaufgabe. Diese sind eine wunderbare Ergänzung zu der Geschichte und bieten eine großartige Möglichkeit, dass Kind in den Vorleseprozess besser miteinzubinden. Die meisten Fragen/Aufgaben haben dem kleinen Leser viel Spaß gemacht und er war mit Feuereifer bei der Sache. Bei einigen habe ich aber gemerkt, dass er dafür vielleicht noch ein wenig zu jung ist, der unterschreitet das empfohlene Lesealter leicht. Wie die Kinder auf die Aufgaben reagieren, ist aber natürlich sehr individuell und nicht nur altersabhängig.

Die Illustrationen des Buches sind ansprechend, stimmungsvoll und detailreich. Auf jeder Seite gibt es viel zu entdecken und zu erleben. Die Bilder sind bunt, aber die Farben sind nicht aufdringlich oder schreiend, so dass ein schöner und harmonischer Gesamteindruck entsteht. Die Tiere sind realistisch dargestellt und der kleine Leser hatte keinerlei Schwierigkeiten beim Erkennen. Dies ist mir bei Kinderbüchern immer sehr wichtig.

"Der kleine rote Panda und die Achtsamkeit" ist mehr als nur ein Mitmach- oder Vorlesebuch. Es ist eine liebevolle Einladung, die Welt wieder mit allen Sinnen wahrzunehmen. Seite für Seite erinnert es daran, wie viel Schönes wir entdecken können, wenn wir kurz innehalten und uns darauf einlassen.
Es schenkt kleinen und großen Leserinnen und Lesern Momente der Ruhe und des Staunens. Für mich ist es eines dieser Bücher, welches nicht nur das Bücherregal bereichert, sondern auch den Alltag. Daher möchte ich eine klare und von Herzen kommende Empfehlung aussprechen.

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Der kleine rote Panda und die Achtsamkeit

Rezensionen von Sternzauber:

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Ich möchte zurückgehen in der Zeit von Judith Hermann

Erinnerungsarbeit und Innenschau

Das Cover von Judith Hermanns Buch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ gefällt mir sehr. Die offene Türe auf dem Bild hat eine sehr hohe Symbolkraft und auch die Kombination mit Titel und Autorinnennamen ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Das gebundene Buch wirkt hochwertig und sehr stimmig.

Erzählt wird davon, dass die Autorin den Spuren ihres Großvaters folgt, der zur Zeit der Nationalsozialisten in der Waffen-SS eingesetzt war. Er hat sich während des zweiten Weltkrieges im polnischen Radom aufgehalten, wovon ein Foto zeugt und so macht sich die Autorin auf, um diesen Ort kennen zu lernen und mehr über diesen Mann, der ihr Vorfahre war, zu erfahren. Später reist sie weiter zu ihrer Schwester und deren Familie nach Neapel und spürt dort dem „Erinnern und Vergessen der folgenden Generationen nach“ (Zitat Klappentext).

Ich kannte bisher keine Texte der mehrfach preisgekrönten Autorin, war aber wirklich gespannt auf ihr Buch, zumal mich das Thema sehr interessiert. Judith Hermann hat mich mit einer Sprache überrascht, die einerseits sehr klar und schnörkellos daher kommt, andererseits aber viele Leerstellen offen lässt. Ich habe diese Erzählweise als stimmig zum Inhalt empfunden, muss aber auch gestehen, dass ich mich teilweise etwas schwer getan habe damit, weil ich mich etwas zurückgelassen fühlte. Ich hätte manchmal gerne näher an sie herangedurft und wurde doch irgendwie auf Distanz gehalten, bevor sie mich im nächsten Moment sehr intensiv in ihre Erzählung hinein gezogen hat. Für mich ein etwas ambivalentes und doch beeindruckendes und faszinierendes Erlebnis.

Judith Hermann wirft sehr bedeutsame und interessante Fragen auf, die mich während und nach der Lektüre beschäftigt haben und gerade in heutigen Zeiten finde ich es sehr wichtig, dass das Erinnern, das Hinschauen nicht in Vergessenheit gerät und das wir uns mit unserem Erbe auseinandersetzen. „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ ist keine leichte Lektüre und sie fordert uns LeserInnen, macht aber aufmerksam auf wichtige Umstände und hallt nach – viel Freude beim Lesen!

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Ich möchte zurückgehen in der Zeit

Rezensionen von Nele33:

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Nichtraucher in 90 Minuten von Jan Becker

gzte Unterstützung

"Nichtraucher in 90 Minuten" des Autors und Coaches Jan Becker - da hat mich als Raucherin schon der Titel sehr neugierig gemacht.

Der Schreibstil ist gut zu lesen, und der Autor versteht es hervorragend, die Mechanismen, die ein Raucher in den Jahren übernommen hat zu beschreiben.
Besonders erwähnenswert empfinde ich das große Hintergrundwissen über das Rauchen und die Techniken, die helfen können, diesen Kreislauf zu unterbrechen.

Die 90 Minuten sind für mich nicht realistisch, können allerdings für andere Personen absolut realistisch sein.

Die unterschiedlichen Aufgaben und Tipps, die der Autor gibt, haben viel Potenzial und auf Dauer hoffe ich dadurch mit dem Rauchen aufhören zu können. Dabei wird nicht moralisiert, sondern unterstützt und immer wieder motiviert.

Vielleicht kann ich nach nochmaligem Lesen und anwenden der Aufgaben zur Nichtraucherin werden.

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Nichtraucher in 90 Minuten

Rezensionen von Flo:

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Willkommen beim Kinderarzt von Sandra Grimm; Vitor Gatinho

Kinderarztbesuche leicht gemacht

Willkommen beim Kinderarzt!
Der Kids.Doc zeigt anschaulich, was beim Kinderarzt alles passiert, vom warten im Wartezimmer, über die Vorsorgeuntersuchung, Impfung, Erkältung oder kleinen Verletzung - alles wird behandelt.
Kleinen Patienten wird so die Angst genommen und auch für die Eltern gibt es immer wieder Tipps, was man zb mitbringen oder wie man das Kind passend anziehen sollte oder auch, wie man sich schon zuhause vorbereiten kann.

Allerdings waren dies keine außergewöhnlichen Tipps, die daher entweder kürzer oder in kleinerer Schriftgrösse ausgereicht hätten.

Minuspunkt: der Kids.Doc ist unter diesem Namen auf Instagram bekannt, allerdings ist das im Buch seltsam, dass immer vom Kids.Doc gesprochen wird und nicht vom Kinderarzt, das ist für kleine Kinder nicht nachvollziehbar.

Das Pappbilderbuch hat dicke stabile Seiten und ist damit gut für Kleinkinder greifbar. Der Text eignet sich gut zum vorlesen und die Illustrationen sind ansprechend und nicht überladen.

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Willkommen beim Kinderarzt

Rezensionen von Flo:

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One Date to Gold von Ivy Leagh

Sportliches Fake dating

Die erste Regel bei Olympia: Wir verlieben uns nicht!
Olympische Spiele, Winter Vibes und ein grumpy Eishockeykapitän, an den SIE nicht ihr Herz verlieren darf.Amie will nach einer schweren Phase allen beweisen, dass sie ihren Platz bei Olympia verdient hat.
Amie war anfangs schwer greifbar für mich, da man auch als Leser erst nach und nach mehr über ihre Vergangenheit erfährt, war aber grundsätzlich ein netter Charakter.

Dann gibt es noch den grumpy US-Eishockeykapitän mit dem ruf ständig ein andres Puck Bunny mitzunehmen. Diesen Ruf will er loswerden und so schnell finden wir uns auch schon im Fake dating wieder.
Das fake dating wird schnell heiß, es knistert trotz der winterlichen Temperaturen! Der one bed trope darf natürlich nicht fehlen und dann gibt es natürlich auch noch ein bisschen Drama. Und der grumpy Frauenheld stellt sich als absolute Green Flag heraus. Die Nebencharaktere, seine Schwester super lieb! Und auch sein Team und ihre Familie waren wirklich eine nette Ergänzung.
Eine sehr schöne Geschichte, leider etwas zu vorhersehbar und die Entwicklung der Beziehung etwas zu perfekt.

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One Date to Gold

Rezensionen von Lili-Marie:

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Selling Dreams von April Dawson

Vom Konkurrenzkampf zum Herzklopfen

In Selling Dreams begleiten wir Marissa, eine junge du erfolgreiche Immobilienmaklerin, dabei sich in dieser Branche zu etablieren und sich einen Namen zu machen um bei den ganz großen mitzuspielen. Dabei trifft sie auf ihren Konkurrenten Calder, einer der bekanntesten und erfolgreichsten Immobilienmakler.

Zwischen ihrem Konkurrenzkampf spielen Anziehung und emotionale Momente eine große Rolle.

Der Schreibstil von April Dawson gefällt mir sehr gut und ich konnte direkt in die Geschichte eintauchen und ihr wunderbar folgen. Normalerweise bin ich kein sehr großer Fan von Slow Burn, da mir das schnell zu langweilig wird, aber hier hat es mir unheimlich gut gefallen und richtig Spaß gemacht. Vielleicht finde ich doch noch gefallen an Slow Burn. Das Setting fand ich sehr passend gewählt und man hat einen schönen Einblick in den Berufsalltag von Marissa und Calder bekommen. Das hat mir besonders gut gefallen.

Die Protagonisten sind mir beide sehr sympathisch. Vor allem Marissa bewundere ich. Sie ist jung und wirklich gut in ihrem Job und lässt sich da auch nicht kleinreden. Sie gibt Vollgas, merkt aber auch, dass sie zu einem Arbeitstier mutiert und wenig Freizeit hat. Zu ihren Freundinnen hat sie dennoch ein enges Verhältnis. Calder wirkt zunächst sehr selbstbewusst aber auch er hat einen Wunden Punkt und trägt sein Päckchen seit viel zu langer Zeit mit sich herum.

Beide haben ihre eigenen Wunden und kämpfen mit unterschiedlichen Emotionen. Es war interessant, wie die beiden jeweils damit umgegangen sind und wie sie sich dabei gegenseitig unterstütz haben. Allerdings ging mir diese Trauma Bewältigung zu schnell.

Ich bin schon so gespannt auf den zweiten Band, da hier schon einiges angeteasert wird, was mich unfassbar neugierig gemacht hat.

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Selling Dreams

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Frauenprobleme von Lina Muzur

33 Sprachnachrichten von Frauen aus dem journalistisch-künstlerischen Milieu

Lina Muzur ist Journalistin, Autorin und Verlagsleiterin von Hanser Berlin. Für dieses Buch hat sie Frauen aus ihrem Umfeld gebeten, Sprachnachrichten in der Länge von etwa 15 Minuten aufzunehmen, in denen sie von ihren Leben und ihren Herausforderungen erzählen. Es handelt sich dabei um Frauen etwa zwischen Mitte 30 und Mitte 50, alle gut ausgebildet und in anspruchsvollen Berufen im journalistischen, literarischen und künstlerischen Umfeld.

Somit ist es sicher kein repräsentativer Schnitt der Frauen dieser Generation in der deutschen Bevölkerung. Dafür handelt es sich um sehr reflektierte Frauen, die sich schon viele Gedanken über ihre Lebensumstände gemacht haben und sich verbal sehr gut ausdrücken können. Manche der Frauen haben Kinder, andere nicht. Alle eint aber die Zerrissenheit und ein Stück weit Überforderung von all den Ansprüchen, die an sie gestellt werden, in einer Zeit der wachsenden Unsicherheit und der multiplen Krisen.

Es geht beispielsweise darum, was sich in uns ändert, wenn wir uns der Mitte des Lebens nähern oder diese überschreiten:

"Meistens finde ich es gut, dass dieses Nicht-mehr-dreißig-Sein, Nicht-mehr-so-emotionsgetrieben-Sein, Nicht-mehr-so-leichtsinnig-Sein, Nicht-mehr-so-impulsiv-Handeln, wie ich das immer gemacht habe, dass das zurückgegangen ist. Und manchmal sehne ich mich doch danach, mal wieder so richtig intensiv fühlen zu können in irgendeiner Art, vielleicht auch mal wieder zu weinen. Vielleicht auch mal wieder verliebt zu sein. Andererseits kann ich mir überhaupt nicht mehr vorstellen, dass mir das passiert." (S. 55)

Ein ganz großes Thema in vielen der Sprachnachrichten ist die schwierige bis fast unmögliche Vereinbarkeit von Familie und einem anspruchsvollen Beruf, die speziell dieser Frauengeneration vermittelte Illusion, man könne alles schaffen, wenn man sich nur genug anstrenge, und die Dauerbelastung und starke Erschöpfung, die damit einhergeht, wie viele Zitate zeigen, von denen ich hier drei exemplarisch ausgewählt habe:

"Aber es ist natürlich auch der Preis der Erschöpfung. Wenn sich jeden Tag Care- und Erwerbsarbeit die Klinke in die Hand geben, wenn der Tag nur funktioniert, wenn wirklich alles klappt, wie es geplant ist, das widerspricht dem Leben von kleinen Kindern. Planung ist der absolute Tod mit kleinen Kindern. Und ich glaube, dass das eine Wirklichkeit ist, die viele leben, darüber spricht man mutmaßlich nicht so viel. Aber es ist kaum zu schaffen nervlich, diese Dauerbelastung ohne Pausen mit kleinen Kindern..." (S. 60)

"Irgendjemand meinte, das Leben sei so ein bisschen wie ein Herd mit vier Flammen. Eine Flamme stände für die Familie, eine für die Karriere, eine für Freundschaft und eine für Gesundheit. Und dass man niemals alle vier Flammen am Laufen halten könne, sondern dass immer eine entweder ganz aus oder auf Sparflamme laufen würde." (S. 91)

"All das kann mir heute zwar keiner mehr nehmen, aber das meiste davon habe ich nur gemacht, weil ich dem Ruf meiner Eltern oder den Vätern der BRD gefolgt bin, die mir gesagt haben, man muss Leistung erbringen. Was ja auch ein Paradox ist. Weil auf der anderen Seite sollst du Kinder haben und eine Familie und eine möglichst gute Ehefrau sein, die ganz viel Care-Arbeit leistet." (S. 141)

Dabei ist auch Thema, dass nach wie vor oft an Frauen ganz andere Erwartungen gestellt werden als an Männer und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für sie damit noch einmal schwieriger ist, wie sich an diesem Zitat zeigt, bei dem eine Frau im beruflichen Kontext dafür angegriffen wird, schwanger zu sein, obwohl sie doch eine verantwortungsvolle Rolle habe:

"Er schaute mich ganz erstaunt an und meinte: "Wie ist das passiert?" Was er damit vermutlich meinte, ist: Wie kannst du es wagen, als Direktorin einer Institution, für die man Verantwortung trägt, auch noch Mutter sein zu wollen?" (S. 91)

Neben diesen Themen geht es auch ein bisschen um Migration, Integration und Heimat-Finden. Lina selbst hat Wurzeln in Bosnien-Herzegowina, die sie in diesem Buch nicht thematisiert, die aber implizit von manchen ihrer Gesprächspartnerinnen angesprochen werden. Außerdem hat sie ein international geprägtes Umfeld, in dem sich einige Frauen finden, die aus anderen Ländern nach Deutschland gezogen sind. Manche der Sprachnachrichten waren ursprünglich sogar auf Englisch und wurden für dieses Buch übersetzt.

Da es sich bei der Auswahl der Befragten um Frauen handelt, die sich in sozialen Milieus bewegen, die meinem (und vermutlich dem vieler Leserinnen solcher Bücher) recht ähnlich sind, habe ich mich mit vielen der Aussagen sehr identifizieren können und mich verstanden und gesehen gefühlt. Dennoch ist mir klar, dass, wie eingangs erwähnt, es sich bei so einem Buch um kein komplettes oder repräsentatives weibliches Generationenporträt handeln kann: dafür stammen die interviewten Frauen zu sehr aus derselben sozialen Blase. Das ist eine kleine Einschränkung in der Bewertung eines sonst sehr lesenswerten und interessanten Buches, das ich insbesondere Frauen in einem ähnlichen Alter, die sich mit dem beschriebenen Sozialmilieu identifizieren können, zur Bestärkung und Erweiterung der eigenen Perspektive sehr empfehlen kann.

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Frauenprobleme