Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marie aus E.:
Mathilde und Marie von Torsten Woywod
Kein Buch für schnellen Konsum
Ein kleiner Ort in Belgien, nicht mal vierhundert Einwohner, aber dafür einen unglaubliche Buchhandlung pro Kopf Quotienten.
Hierhin verschlägt es Marie, eine junge Französin zufällig, als sie aus ihrem alten Leben flüchten wollte.
Welch Glücksfall für Marie, dass sie in Redu landet - aber auch ein großes Glück für die Menschen, die in Redu leben.
Marie wird sehr schnell zu einem wertvollen Teil der Dorfgemeinschaft.
Das Buch hat ein ganz eigenes Erzähltempo, das für mich sehr ungewohnt ist. Es passiert schon etwas, aber so ganz gemächlich, unaufgeregt und ohne Effekthascherei. Das muss man ein Stück weit auch aushalten können, mir fiel das schwer. Es waren viele schöne Einzelszenen, aber das große Ganze, das das Buch zusammenhält und trägt, das hat mich nicht abgeholt. Dabei gibt es den roten Faden, nicht falsch verstehen, es ist keineswegs ein Aneinanderstückeln von Einzelszenen.
Ich konnte nur beim Lesen nicht am Ball bleiben, habe manchmal die Seiten nur überflogen, die gewisse Faszination einer Handlung war da bei mir nicht gegeben, obwohl ich die Idee des Buches nach wie vor wunderschön finde.
Aber so ist das manchmal, jedes Buch muss auch ein wenig zur aktuellen Lebenssituation passen.
Die Leidenschaft des Autors für Bücher und Buchhandlungen kommt jedenfalls auf jeder Seite herüber.
Rezensionen von Lilli33:
Alle glücklich von Kira Mohn
Vom Unglück einer Familie
Vom Unglück einer Familie
„Alle glücklich“ von Kira Mohn, die sich mit diesem Roman in ein für sie neues Genre wagt, ist im Januar 2026 im HarperCollinsVerlag erschienen.
Für mich war es das erste Buch der Autorin, ich hatte daher keine besonderen Erwartungen. Na ja, außer vielleicht, dass zumindest jemand glücklich ist in dieser Geschichte.
Tatsächlich stellt sich die Familie Holtstein aber ganz anders dar.
Mutter Nina begnügt sich mit einem Job als Arzthelferin, da sie ihr Medizinstudium wegen der Schwangerschaft mit Ben abbrechen musste, während Vater Alexander seines beendet und eine erfolgreiche Karriere in der Klinik hingelegt hat. Er rackert sich für die Familie ab, ist aber viel zu selten daheim. Der neunzehnjährige Ben fühlt sich wie ein Loser. Er wünscht sich so sehr eine Freundin, vor allem, da seine drei Jahre jüngere Schwester Emilia anscheinend in einer glücklichen Beziehung mit Julian ist.
Der Roman sollte vielleicht besser „Alle nicht wirklich glücklich“ heißen, doch das ist nur der Anfang. Das dicke Ende kommt erst zum Schluss. Abwechselnd begleiten wir die vier Protagonist*innen durch ihren Alltag, lernen sie dabei immer besser kennen und dürfen hinter ihre Fassaden schauen. Dabei wirkt das Leben der Familie anfangs noch recht normal, wie es sicher in vielen realen Familien ist. Das Ende gleicht dann eher einem Erdbeben, das keinen Stein mehr auf dem anderen lässt. Das war mir dann fast schon zu heftig in dieser Größenordnung. Und leider endet die Geschichte dann auch noch recht offen, was ich nicht so besonders mag.
Der Schreibstil ist ziemlich einfach und nüchtern gehalten. Dabei gäbe es hier so viele Emotionen zur Leserin zu transportieren. Insgesamt konnte mich der Roman nicht wirklich mitreißen, obwohl ich mich gut in sämtliche Familienmitglieder hineinversetzen konnte.
Rezensionen von PMelittaM:
BRZRKR 2 von Keanu Reeves; Matt Kindt; Ron Garney
Mit dem zweiten Band hat mich die Reihe endgültig gepackt
Im zweiten Band der Comicreihe wird der Protagonist ein bisschen zugänglicher, man erlebt ihn im fast privaten Rahmen, während eines Einsatzes und in Rückblenden in seine Vergangenheit, eine Vergangenheit, die Jahrtausende umfasst.
Zudem erhält man auch einen näheren Blick auf diejenigen, die mit seinen Fähigkeiten experimentieren.
Diese Experimente geschehen zwar mit seiner Zustimmung, da er sich erhofft, mehr über sich zu erfahren, vor allem über seine Unsterblichkeit, lassen aber Zweifel entstehen.
Die rote Farbe, die in Band 1 noch dominierte, wird hier ein wenig zurückgenommen, trotzdem bleibt es natürlich relativ blutig, das gehört einfach zu diesem Protagonisten dazu. Die Zeichnungen sind erneut gelungen und sehr atmosphärisch. Im Anhang findet sich wieder eine Covergalerie inklusive zusätzlichem Artwork.
In Band 2 zieht für mich die Spannung deutlich an, der Cliffhanger am Ende macht dies nicht besser.
Spätestens jetzt hat mich die Geschichte komplett gepackt und ich muss einfach weiterlesen. Gerne empfehle ich die Reihe an erwachsene Leser:innen, für die es ein auch blutig sein darf, man sollte aber unbedingt die Bände der Reihe nach lesen.
Rezensionen von Ulgu1978:
Schattenmädchen von Frida Skybäck
Wo ist Isabelle?
Schattenmädchen von Frida Skybäck hat mich deshalb interessiert, weil es einen realen Hintergrund hierzu gibt.
Die Studentin Isabelle verschwindet und es gibt nur wenig Anhaltspunkte über ihren Verbleib. Fredrika und Henry ermitteln in diesem Vermisstenfall und sehen bald Parallelen zu einem alten Fall.
Dieser liegt schon ein paar Jahre zurück und der Täter ist auch damals zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Im Laufe der neuen Ermittlungen beginnt Fredrika daran zu zweifeln, ob seinerzeit der richtige Täter bestraft wurde.
Vielleicht ist es von der Autorin so gewollt, aber es fällt mir schwer, Sympathien für Fredrika zu entwickeln. Ihre Verbissenheit, einer bestimmten Person die Tat nachzuweisen und auch die Handhabung ihrer Beziehung macht sie für mich nicht gerade zu meiner Lieblingsermittlerin. Sie möchte ihren Freund Jonas nicht verlieren, stößt ihn aber immer wieder von sich.
Fazit:
Ein unblutiger Krimi mit ein paar Längen im privaten Bereich der beiden Ermittler und mit einem überraschenden Ende, das mich ein bisschen ratlos zurückgelassen hat. Hier hätte ich gerne noch ein paar Informationen gehabt.
Rezensionen von Daggy:
Der Anfang von Oskar Källner
Spannung im Weltall
Alice und ihr jüngerer Bruder Elias wohnen zusammen mit ihren Eltern in Schweden. Der rothaarige bärtige Vater, Typ Wikinger, repariert Autos und er hat für seine Frauen einen alten Volvo flott gemacht. Damit ist die Mutter oft im Wald unterwegs, sie ist Wissenschaftlerin. Doch nach einem lauten Streit der Eltern kommt sie nicht wieder nach Hause.
Die Polizei verdächtigt den Vater und so fliehen die Kinder vor dem Jugendamt in den Wald. Hier wird Alice von einem unheimlichen Wesen angegriffen und Brock ein alter Freund der Mutter kann sie retten. So erfahren die Kinder, dass ihre Mutter auch ein außerirdisches Wesen ist. Zum einen ärgern sie sich, dass sie belogen, wurden zum anderen möchten sie ihre Mutter suchen und retten. So fängt für sie ein spannendes Abenteuer im Weltraum an.
Das Cover zeigt die Kinder und Brock, eine Art Riesenechse, den Kapitän des Raumschiffes. Der Einband ist sehr einfach und erinnert mich an die Taschenbücher meiner Jugend. Neben der Geschichte gibt es ganze Seiten mit Kacheln kleinerer Bilder passend zum Kapitel.
Hier werden ganz neue Außerirdische erdacht und mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten ausgestattet. Das geht von Selbstheilung bis zur gedanklichen Lenkung des Raumschiffes. Die Begegnung mit einem feindlichen Raumschiff wurde sehr spannend geschildert und das Ende verlangt nach einem schnell erscheinenden nächsten Band.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ererbte Wunden erkennen (Fachratgeber Klett-Cotta) von Katharina Drexler
Regt zum Nachdenken an
Regt zum Nachdenken an
Die Therapeutin Katharina Drexler lädt uns in ihrem zweiten Buch ein, auf unsere Traumata zu schauen, ob sich da vielleicht eine ererbte Wunde verbirgt.
Diese Traumaforschung ist eine noch recht junge Disziplin und wurde für die Generation Kriegsenkel bzw. Kriegskinder entwickelt.
Sabine Bode hat dazu mehrere Bücher geschrieben.
In diesem Buch lernen wir Techniken kennen, die uns erkennen lässt, ob wir die eine oder andere „unversorgte“ seelische Wunde eines Eltern- oder Großelternteils mit uns herumtragen. Manchmal bekommen Kinder bzw. Enkel, ohne dass sie es wissen, die Leiden aufgebürdet.
Neben der Erklärung zur Methodik erhalten wir Einblick in so manche Fallgeschichte.
Fazit:
Sehr spannend, ich werde wohl das andere Buch der Autorin „Ererbte Wunden heilen. Therapie der transgenerationalen Traumatisierung“ besorgen und lesen. 5 Sterne
Rezensionen von Gavroche:
Das Signal von Ursula Poznanski
Vertrauen?
Viola hat bei einem Unfall - der Keller ist eingestürzt - ihr Bein verloren. Nun ist sie ans Haus gefesselt. Und das Haus ist nicht barrierefrei, so dass sie auf die Pflegerinnen angewiesen ist, die ihr Mann Adam engagiert hat. Ihre Welt ist sehr begrenzt und sie hat das eigenartige Gefühl, dass etwas so überhaupt nicht stimmt.
Viola beginnt damit, ihre Umgebung mit kleinen, versteckten GPS Trackern zu überwachen, ihren Mann, die Pflegerin und eine (?) Freundin. Denn nach ihrem Unfall hat sie eine Amnesie, aber nach und nach bekommt die Innenarchitektin das Gefühl, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.
Über lange Strecken durchaus spannend und mit einigen kleinen Überraschungen gespickt, liest sich das Buch flott.
Wenn man allerdings - so wie ich - schon relativ viele Bücher von Ursula Poznanski gelesen hat, dann bekommt man wohl mit der Zeit so ein Gespür für die Auflösung. Dennoch hat mir das Buch gut gefallen und es hat mir gute Unterhaltung geboten sowie auch so manch einen Denkanstoß gegeben.
Definitiv nicht mein letzter Roman der Autorin.
Rezensionen von Fluxx:
Dire Bound von Sable Sorensen
Der Inhalt hält, was die Optik verspricht!
Der erste Band dieses Zweiteilers besticht schon beim ersten Anblick mit seinem edlen Cover und dem atmosphärisch-stimmungsvollen Farbschnitt. Das hat auch mich darauf aufmerksam werden lassen und ich kann jetzt sagen, dass der Inhalt hält, was die ästhetische Gestaltung verspricht.
Der Einstieg in die von Beginn an spannende Handlung fiel mir sehr leicht, da die Situation, in der sich die Protagonistin befand, anschaulich und verständlich dargestellt wurde.
Ich konnte schon nach kurzer Zeit komplett in die Geschichte eintauchen und war fasziniert von Meryn, der starken, jungen Frau, die ihr schweres Leben trotz aller Probleme so gut meisterte. Ihre Verzweiflung, als die kleine Schwester entführt wurde, habe ich beinahe körperlich gespürt, weil ihr Charakter so klar und emotional beschrieben war. Ebenso die anderen Personen, die eine größere Rolle spielten, konnte ich mir gut vorstellen und mich in ihre Gefühlswelt hinein versetzen.
Was mir an der Story am besten gefallen hat, waren die Beziehungen und Bindungen mit den Schattenwölfen. Atemberaubende Action wechselte mit eiskalter Ablehnung bzw. intensiver Verständigung, die ich durch den ausdrucksstarken Schreibstil der Autorin hautnah miterleben konnte. Die Beschreibungen waren sehr präzise und bildhaft, nicht zu langatmig und daher gut vorstellbar. Ich habe mich trotz des beachtlichen Umfangs von über 800 Seiten keinen Moment gelangweilt, was auch an der gut durchdachten und schlüssigen Handlung mit einigen unvorhergesehenen Wendungen gelegen hat.
Bei aller Begeisterung für dieses Buch muss ich allerdings darauf hinweisen, dass es einige sehr brutale und gnadenlose Gewaltszenen beinhaltet, die mir persönlich angemessen erschienen, da sie zur Handlung gepasst haben. Es gab aber auch immer wieder schöne Momente und eine ausgeglichene Balance zwischen Tod und Lebensfreude, sowie eine gut platzierte Portion expliziten Spice, so dass die Stimmung nicht zu bedrückend und düster wurde.
Mir hat dieser Auftakt ausgesprochen gut gefallen und ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung, die ich unbedingt lesen muss!
Rezensionen von Gavroche:
Nightweaver von R. M. Gray
Magie und Piraten
Magie und Piraten - bei der Mischung war ich wirklich sehr neugierig, wie das Thema umgesetzt wird.
Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist eine düstere Welt und das Meer spielt eine große Rolle.
Die magischen Nightweaver leben an Land, während die Menschen auf dem Meer leben. So auch Aster und ihre Familie.
Aber dann greifen Monster an, es kommt zu Verlusten in der Familie und die Menschen ziehen es dann doch vor, für die Nightweaver an Land zu arbeiten. Aber Aster vermisst ihr freies Leben als Piratin auf dem Meer. Andererseits fühlt sie sich zu einem der Nightweaver - Will - hingezogen.
Eine gute Idee, spannend erzählt, allerdings gegen Ende verliert sich diese Spannung leider ein wenig; diese Vorträge haben mir nämlich nicht so recht gefallen.
Dennoch bin ich neugierig auf den nächsten Band, der unabhängig von diesem zu lesen sein soll. Denn diese Verbindung von Magie und Piraterie hat schon etwas.
Rezensionen von nessabo:
A Monsoon Rising von Thea Guanzon
Für mich leider noch einmal schwächer als Teil 1
Auch hier wieder der Disclaimer: Ich bin keine erfahrene Fantasy-Leserin. Die Reihe empfinde ich schon als etwas komplexer und habe auch für den zweiten Teil wieder so 100 Seiten gebraucht, um mich einzufinden. Die Reihe am Stück zu lesen wäre sicherlich von Vorteil, aber ich wollte natürlich auch nicht so lange warten.
:D
Eine kurze Zusammenfassung zu Beginn wäre hier echt gut gewesen.
Bereits im Auftakt der Trilogie habe ich die Figurenzeichnung und -dynamik im Vergleich zur wirklich detaillierten, fantasievollen Welt bemängelt. Jetzt im Nachfolger habe ich eine ähnliche Kritik, lediglich umgekehrt. Der Fokus liegt deutlich mehr auf der Beziehung zwischen Talasyn und Alaric, dafür fällt der Ausbau der Welt meiner Meinung nach deutlich hinten runter.
Das finde ich schade, weil die Beziehungsdynamik für mein Empfinden etwas zu zäh, repetitiv und von Klischees geprägt war, als dass sie die Reduzierung magischer Elemente hätte aufwiegen können. Keine Ahnung, ob das nun an der Übersetzung oder dem Originaltext liegt, aber „Mädchen“ als Bezeichnung für eine erwachsene Frau, die zudem ihre Position als Thronfolgerin beansprucht hat, will ich einfach nicht mehr lesen! Keine weibliche Figur würde ihren Ehemann wohl je „Junge“ nennen…
Und auch sonst nerven mich die Klischees. Einerseits fand ich es charmant, dass die Sexualität der beiden von Unerfahrenheit geprägt ist, andererseits lief es mir dafür dann doch wieder zu rund ab. Wenn das schon Thema ist, hätte es für mich auch noch authentischer sein können. Beschreibungen der guten Bestückung des Protagonisten kann ich ehrlicherweise auch einfach nicht mehr hören - erst recht nicht als begeisterte Einschätzung der elfenhaften, zarten Protagonistin!! Naja, und dazu, dass die weibliche Hauptfigur gleichermaßen feminin-zart wie übermenschlich stark ist, muss ich wohl auch nichts mehr sagen..
Grundsätzlich finde ich die Welt immer noch toll und umso trauriger war ich, dass sie so wenig weiter ausgebaut wurde. Eigentlich dreht sich alles um die zentrale Rettung der Welt, ansonsten passiert (außer etlichen Andeutungen auf den drohenden Verrat) nicht wirklich etwas. Stattdessen besetzt der Romance-Teil das Zentrum der Handlung und auch, wenn ich nicht komplett abgeneigt bin und die spicy Szenen nicht total schlecht fand, hat sich das für mich über weite Strecken zäh angefühlt.
Ich bleibe der Reihe treu - wegen des miesen Cliffhangers, aber auch weil ich hoffe, dass der zweite Band jetzt einfach der ungnädige Mittelteil mit Schwächen war und das Finale noch einmal stärker anschließen kann. Aber ich kann nicht wirklich in der Bewertung aufrunden - dafür hat sich für mich im Plot zu wenig getan. Außerdem habe ich die politische Komponente zwischen den Zeilen, die mir in Teil 1 positiv aufgefallen ist, sehr vermisst.
3,5 Sterne











