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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

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Herzlauschen von Nicole Swidler; Uli T. Swidler

Ein Blick genügt

Als Sopranistin Tessa in Berlin auf der Bühne steht, geht es ihr nicht so gut. Sie versucht es zu überspielen, doch ein Zuschauer in der ersten Reihe scheint direkt in sie hinein zu sehen. Tessa findet seinen Blick und dass er immer wieder in sein Notizbuch zu zeichnen scheint, jedoch respektlos und äusserst verwirrend.

Trotzdem ist sie berührt und geht ihm später inkognito in eine Bar nach. Dort merkt sie, dass Paul gehörlos ist, aber beide schaffen es nicht, sich anzusprechen.

Dennoch werden sie sich wiedersehen, auch wenn Tessa tags darauf wieder nach New York fliegt, wo sie lebt. Ihr Manager Fabian, der seit 27 Jahren mit ihr arbeitet, hat Tessa einen straffen Auftrittsplan verschafft und wartet auf die Zusage auf ein grosses, neues Projekt. Sie fühlt sich davon bedrängt, möchte gerne mal eine Pause machen, doch Fabian scheint dies nicht zu verstehen.

Die Kapitel sind abwechselnd aus Sicht von Tessa und Paul erzählt. Während für Tessa Musik und Töne das ganze Leben sind, aus dem Paul ausgeschlossen ist, erkennt er dafür auf einen Blick die Charaktere der Menschen. Diese beiden gegensätzlichen Figuren sich gegenüberzustellen, ist ein toller Schachzug des Autorenpaares, Nicole und Uli Swidler.

Was für die eine Figur völlig normal ist, ist für die andere Figur eine riesige Herausforderung. Einige Szenen, die in New York spielen, zeigen dies deutlich. Wie sich die beiden dennoch annähern und welche Vergangenheit die beiden haben, erzählen die Swidlers sehr feinfühlig und respektvoll.

Es ist ein Roman, der noch lange nachhallt und die Leserinnen und Leser tief berührt. Mich erinnerte er stark an den Film, die Musik und das Buch "Jenseits der Stille", in dem es unter anderem auch um Gehörlosigkeit geht und noch jahrelang in Erinnerung bleibt. Sicherlich wird dies "Herzlauschen" auch gelingen, das hab ich so im Gefühl, denn am liebsten würde man allen von diesem Roman vorschwärmen, und dabei gleich den ganzen Inhalt schildern, denn da ist noch so viel mehr verarbeitet als bisher verraten.

Fazit: "Herzlauschen" überzeugt durch authentische Charaktere und einen gefühlvollen Schreibstil, der durch die interessante Geschichte trägt.
5 Sterne.

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Herzlauschen

Rezensionen von Peachybookdreams :

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Heir of Illusion von Madeline Taylor

Die Rache des Phantoms

Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieses Buch so umhauen wird, doch es ist ein absolutes Fantasy Highlight für mich in diesem Jahr. 

Protagonistin Iverson, auch Ivy genannt, ist das berühmt-berüchtigte Phantom des Königs, unter seiner Anweisung kennt ihre Klinge keine Gnade. Für den König ist sie jedoch auch sein Häschen und durch einen Halsring, den sie niemals ablegen kann, an ihm gebunden.

Die Missbrauchsdynamik zwischen Baylor und Ivy ist so schrecklich realistisch dargestellt, mit all der Manipulation und dem Love Bombing. Mich hat das echt sehr emotional bewegt, und ich musste an all die Frauen da draußen denken, denen es ähnlich geht. Nach all den Jahren der Gefangenschaft will sie so nicht mehr weiterleben und zeigt großen Kampfgeist, um sich zu befreien, auch wenn dabei ihr eigenes Leben auf dem Spiel steht. Ivy habe ich sehr in mein Herz geschlossen. Die Art und Weise, wie sie einem ihre inneren Gedanken und Gefühle zeigt, hat es sehr leicht für mich gemacht, ihre Handlungen nachzuvollziehen.

Schattenfänger Thorn hat mich oft mit seinem Schlagabtausch zum Schmunzeln gebracht und ich glaube, er hat nicht nur Ivys, sondern auch mein Herz gestohlen. Schon in der ersten Szene fühlte ich das Prickeln zwischen den beiden, aber trotz der schnellen Anziehung entwickelte sich die Liebesgeschichte authentisch und in einem guten Tempo. 

Das Worldbuilding war einfach klasse und spannend. Insgesamt gibt es acht Inseln, die von Gottheiten regiert werden, dabei hat jede Insel eine eigene Gabe und Fähigkeit. Unter den Göttern gibt es viele spannende Geheimnisse und Intrigen. Die Inselbewohner bestehen aus High Fae, Halb Fae, Menschen und ganz selten auch Schattenfänger. Menschen haben in der Hierarchie den niedrigsten Platz und leben meist in Armut, die ungleichmäßigen Verhältnisse sorgen untereinander für ziemliche Anspannung. Und dann ist da noch die geheimnisvolle Waffe, die zu einer großen Bedrohung für die gesamte Insel wird. 


Es gab einige originelle Konzepte, die das Buch für mich besonders gemacht haben , am meisten glänzten hier die unerwarteten Plots und Twists. Ich rätsle beim Lesen oft mit , um die Plots schon vorher zu lösen, doch hier konnte ich wirklich keinen erahnen, und sie sind wirklich genial. Dazwischen gab es eine Szene, die ich etwas seltsam fand, die aber zum Schluss, wenn sich alles zusammen setzt, Sinn ergibt.

Fazit: Ein echtes Fantasy Highlight dieses Jahr. Eine richtig spannende Welt mit vielen politischen Intrigen. Iverson ist eine starke und mutige Protagonistin, die ich wie Thorn sehr ins Herz geschlossen habe. Auch die Nebencharaktere sind so toll und liebenswert, es gab eine Stelle, die mich sogar so Tränen gerührt hat. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass es noch keine Infos zum zweiten Band gibt, denn wie soll ich nach diesem Plot Twist noch warten können?

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Heir of Illusion

Rezensionen von Kokoloreslot:

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Geliebt von Magdalena Fournillier

Der kleine Hase und die Liebe

Auf der Suche nach etwas, das ihm fehlt, ohne zu wissen, was es genau ist wandert ein kleiner Hase von Herbst bis Sommer durch den Wald und spricht mit anderen Waldbewohnern.

Das Reh gibt ihm Geduld mit auf den Weg, der Biber nimmt ihm die Sorge, nicht genug zu sein. Es sind die essenziellen Weisheiten der Begegnung auf meist 1-2 Seiten, alles drumherum wird der eigenen Vorstellungskraft überlassen.

Als würde man ein Fotoalbum von jemand anderem ansehen. Also kein Kontext, viele Tierbegegnungen und viele philosophische Fragen.
Dazu zarte Illustrationen als eine Wanderung durch die Jahreszeiten. Die farbigen Aquarelle sind dabei eindrucksvoller als die Bleistift-Zeichnungen, aber immer einzigartig. Der Prolog und das Nachwort bestimmen dabei die Richtung: diese Buch soll helfen, Liebe zu erkennen und zu lieben, ohne sich zu verlieren.

Es ist eine zusammenhängende Geschichte, weil der Hase am Ende findet, was er gesucht hat. Aber es sind die Erkenntnisse seiner Reise, die bedeutend sind. Diese kann man auch selbst entdecken. Zuversicht, Liebe, Achtsamkeit und die kleinen Wunder Natur finden sich in "Geliebt". Für mich hat die nachdenkliche Suche des kleinen Hasen sich erst nach mehrmaligem Lesen entfaltet.

Ich finde, es ist ein Geschenkbuch für fantasiebegabte Erwachsene, die sich an zarten Illustrationen, philosophischem Tiefgang, positiven Denkanstößen und der Natur erfreuen. Als Buch für das gemeinsame Lesen mit Kindern eignet es sich leider nicht.

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Geliebt

Rezensionen von Harakiri:

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Der Tote mit dem Silberzeichen von Robert Galbraith

Wer ist der Tote im Tresorraum?

Wer ist der Tote im Tresorraum?
In Strikes und Robins neuestem Fall werden die beiden vor eine große Herausforderung gestellt: eine Klientin möchte beweisen, dass der Tote im Silberladen ihr Lebensgefährte ist. Allerdings gibt es noch mehrere Vermisste, auf die die Beschreibung der Leiche zutrifft.

So geht das Detektivbüro noch 4 weiteren Spuren nach. Doch die Ermittlungen sind komplex und unbefriedigend.
Über 1200 Seiten umfasst der neue Krimi der Autorin und wird auf keiner Seite langweilig. Auch wenn sich die Handlung etwas zieht und dank der vielen Namen sehr komplex ist, unterhält das Buch wieder hervorragend. Die vielen Handlungsstränge und Namen machen es aber notwendig, dass man sehr aufmerksam liest, sonst kann man sich schnell verzetteln. Die Kapitel wechseln meist ab zwischen Robin und Strike und vor allem deren Gefühle stehen in diesem Band im Vordergrund. Die Liebesgeschichte zieht sich ja seit dem ersten Band durch die Story, im vorliegenden Buch gewinnt sie aber an Brisanz. Schon irgendwie witzig, wie die beiden umeinander rumschleichen. Als Leser weiß man aber immer um die Gedanken der beiden und wünscht sich, dass sie endlich zusammenfinden. Das Ende fand ich daher etwas unbefriedigend und wünsche mir für den nächsten Band mehr Klarheit (sofern die Autorin hier sich selbst im Klaren ist).
Die Handlung ist gut aufgebaut und detailreich erzählt und überrascht mit einigen Wendungen und Lichtblicken der Detektive, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Die Auflösung ist schlüssig und stimmig und lässt keine Fragen offen.
Fazit: Ein komplexer Fall, der durch das Persönliche von Robin und Strike noch zusätzlich aufgewertet wird. Kleine Längen kann man der Autorin hier gut verzeihen.

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Der Tote mit dem Silberzeichen

Rezensionen von Schlafmurmel:

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Der Mann meiner Tochter von Jane E. James

Ein packender Psycho-Thriller

Als Beth den neuen Partner ihrer schwangeren Tochter kennenlernt, fällt sie aus allen Wolken – es ist ihr Exmann Luke, der ihr einst das Herz brach. Bald zeigt er sein wahres Gesicht und beginnt ein perfides Psychospiel, das Beth an ihre Grenzen bringt. Die wechselnden Perspektiven sorgen für große Nähe zu den Figuren, der Spannungsbogen bleibt konstant hoch und das Finale überrascht gewaltig.

Ein düsterer, fesselnder Thriller, den ich sehr gerne weiterempfehle.

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Der Mann meiner Tochter

Rezensionen von DoraLupin:

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Da, wo ich dich sehen kann von Jasmin Schreiber

Regt zum nachdenken an

Ich habe bereits schon andere Bücher der Autorin gelesen und diese konnten mich in den Bann ziehen, deshalb wollte ich auch dieses Werk unbedingt lesen und das Buch macht wirklich nachdenklich und konnte mich berühren!

Es geht um die neunjährige Maja, diese wächst in einer zerrütteten Familie auf - ein tyrannischer Vater, eine liebevolle, aber unterdrückte Mutter, dazwischen viel Schweigen und Dinge, die ihr keiner erklärt.

Als Frank, Majas Vater, ihre Mutter tötet, reißt er ein Loch in die Welt - für Maja, aber auch für alle anderen, die zurückbleiben.
Von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr, wie es war: Zwischen Trauer, Sorgerechtsstreit und Bürokratie wird Maja zum Spielball und verliert inmitten von Anträgen und Zuständigkeiten ihre Familie, ihr Zuhause, das Gefühl von Sicherheit und die Gewissheit, zu wem sie gehört. Ihre Patentante Liv wird Majas einziger Lichtblick: Liv arbeitet als Astrophysikerin und begeistert Maja für die Wunder des Universums. Gleichzeitig ringt sie mit eigenen Unsicherheiten, alten Ängsten und der Überforderung, plötzlich Verantwortung übernehmen zu müssen. Und doch wachsen Liv und Maja zusammen: beim Blick durchs Teleskop und beim Versuch, im endlosen Weltraum Antworten zu finden, die ihnen niemand sonst geben kann.

Ich bin gut in die Geschichte reingekommen, obwohl sie aus ziemlich vielen verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Liv und Maja kommen natürlich mit ihrer Perspektive vor, aber auch Oma und Opa von Maja und ihre Mutter Emma tragen in ihren Gedanken und Gefühlen immer wieder mit zur Handlung bei. Das macht die Geschichte abwechslungsreich, aber man muss sich auch konzentrieren, da auch in der Zeit gesprungen wird.

Vorallem das Thema Femizid berührt sehr, wobei es in diesem Buch gar nicht so sehr um die eigentliche Tat geht, sondern mehr darum wie Angehörige nach so einer Tat weiterleben können. Eine Geschichte, die auf jeden Fall bewegt und unter die Haut geht und ich habe sehr mitgefiebert mit den einzelnen Protagonisten.

Was mir nicht ganz so zugesagt hat war, wie die Geschichte immer wieder ein bisschen zu sehr ins schwarz-weisse driftet. So kommen fast alle Männer in der Geschichte schlecht weg, hier fehlte mir etwas die andere Seite, so kommen einem die Männer etwas "abgestempelt" vor.

Ansonsten aber eine sehr berührende und wichtige Geschichte, die mir gefallen hat, die aber nichts für schwache Nerven ist. Man sollte das Buch nur lesen, wenn man aktuell psychisch stabil ist. Von mir erhält die Geschichte deshalb alles in allem 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung

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Da, wo ich dich sehen kann

Rezensionen von Harakiri:

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In den Scherben das Licht von Carmen Korn

Hoffnung und Freundschaft

Hamburg 1946 – der Krieg ist zu Ende, Hamburg liegt in Trümmern. Gisela findet in einem Keller eine Unterkunft – und Gert. Beide haben ihre Eltern verloren und geben die Suche nicht auf. Friede, in deren Haus sie wohnen kämpft mit ihren eigenen Dämonen. Aber gemeinsam finden die drei in den dunklen Zeiten etwas Hoffnung.

Zeitgeschichtliche historische Romane mit erfundenen Charakteren sind Carmen Korns Spezialität. Sie schreibt anschaulich und nachvollziehbar und lässt ihre Charaktere zum Leben erwachen. Besonders gefallen hat mir, dass die Protagonisten nie aufgeben. Sie leben in einem Keller, dessen Fenster mit Pappe vernagelt sind. Als es schneit und die Pappe aufweicht finden sie eine Lösung in auf dem Schwarzmarkt getauschten Röntgenbildern. So viel Hoffnung ergibt sich aus dieser kleinen Episode und so viel Licht.
Es war wirklich schön zu lesen, wie sich die Charaktere im Laufe der Jahre weiterentwickeln und wie sie ihr Glück finden. Der Zusammenhalt und die Freundschaften stehen im Mittelpunkt.
Fazit: Wieder einmal ist es Carmen Korn gelungen, uns mit auf eine Zeitreise zu nehmen, die es ermöglicht, ganz in die Geschichte einzutauchen und mit den Charakteren mitzufühlen.

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In den Scherben das Licht

Rezensionen von Kokoloreslot:

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Dius von Stefan Hertmans

Großartiger Schreibstil

Es geht in dem Roman "Dius" um eine ungewöhnliche Männerfreundschaft zwischen dem Kunstdozent Anton und dem Student Dius in den 80er Jahren. Eine psychologisch und menschlich interessante Beziehungswelt, in der sich die beiden Männer mit Bewunderung und Respekt begegnen, erzählt Stefan Hertmans auch leidenschaftlich von Kunst und Musik.

Großartig ist die Sprachfertigkeit des Romans. Ich-Erzähler Anton blickt zurück und bedient sich sorgfältig der Präzision eines poetischen Sprachbildes. Ganz besonders, wenn es um Kunstwerke geht. Die daraus resultierende Vorstellungskraft hat bleibende Eindrücke bei mir hinterlassen. Unsympathische Figuren haben ihren Reiz und ihre Botschaft, aber einzig Antons Kenntnisse und Sicht war mir zu einseitig. Es bestimmt den passiven Ton des Romans und ließ mich wehmütig auf Dius blicken, dessen Faszination mich mehr ansprach. Auf der Gefühlsebene erreicht hat mich Stefan Hertmans damit leider nicht, aber die Intensität von Kunst und Musik war ein kultureller Genuss. Deshalb würde ich den Roman Kunstinteressierten empfehlen, die sich an hoher Sprachqualität und leiser Erzählweise erfreuen, wobei die Handlung in den Hintergrund rücken darf.

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Dius

Rezensionen von LeserinLu :

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Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code von Richard Osman

Typisch und vertraut

Der fünfte Band der Erfolgsserie ist gewohnt cozy und sympathisch: Die Rentner:innen-Detektive im Altersheim stürzen sich diesmal in einen Fall mit Hochzeitsvorbereitungen, Entführung, Bitcoin-Verschwörungen und einem geheimnisvollen Code.

Der Plot ist also zwar modern und durchaus spannend, aber die Truppe um Elizabeth, Joyce, Ron und Ibrahim bleibt für mich der entscheidende, alt vertraute Pluspunkt der Reihe.

Der Humor funktioniert weiterhin: britischer Wortwitz, liebenswerte Eigenarten der Figuren, die mit Stil altern.

Insgesamt ist der fünfte Band ein stimmiges, liebenswertes weiteres Kapitel in der Thursday Murder Club-Serie mit einem neuen Fall, der zwar nicht unbedingt hoch spannend ist und teilweise Längen hat, aber Spaß macht. Wer die Reihe schätzt, wird hier nicht enttäuscht.

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Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code

Rezensionen von Streiflicht:

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Der Darm der 100-Jährigen von Henning Sartor; Burkhard Schütz; Katharina Zeiss

Lohnt sich zu lesen

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn der Titel und die Idee dahinter hatten mich sehr neugierig gemacht. Ich selbst habe vor Jahrzehnten einen Reizdarm diagnostiziert bekommen, aber das war es dann auch. Niemand wollte sich da genauer kümmern oder damit auseinandersetzen und ich habe mich von den Ärzten alleinegelassen gefühlt.

Habe dann selbst herumprobiert und immer genauer festgestellt, was mir guttut und was nicht. Dennoch sind natürlich nicht alle Probleme verschwunden und ich bin immer weiter auf der Suche. Da kam dieses Buch genau richtig und hat mich neugierig gemacht.

Ich fand es extrem spannend, welche Ansätze verfolgt wurden, fand auch die Untersuchungen und Ergebnisse interessant. Gestört hat mich, dass die Ärzte ihre eigenen Produkte anpreisen (aber wahrscheinlich ist das heute normal) und dass die Mayerkur so in den Himmel gelobt wird. Macht man sich darüber schlau, sind die Aussagen schon sehr kontrovers. Aber das nur am Rande. Dass unser Darm so wichtig für unser Wohlbefinden, unsere Gesundheit und sogar unser Altern ist, wusste ich schon. Es hier aber nochmal so zusammengefasst und mit Daten hinterlegt zu lesen, fand ich extrem gut. Für mich viele neue Denkansätze und Ideen, von denen ich sicherlich einige noch austesten werden.

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Der Darm der 100-Jährigen