Kunden em pfehlungen
Rezensionen von ReiShimura:
Obacht! von Kerstin Hau
Kunstvoll, mutig, anders – und absolut lesenswert
Dieses Kinderbuch hebt sich meiner Meinung nach deutlich von der Masse ab und wird bestimmt nicht bei allen beliebt sein. Dies liegt vor allem an dem andersartigen Zeichenstil und der doch überraschenden Farbwahl.
Das Cover des Buches zeigt bereits deutlich welche Farben in diesem Buch vorkommen.
Denn anders als andere Kinderbücher gibt es hier keine bunten Bilder zum Betrachten. Die Farbauswahl ist deutlich eingeschränkt und besteht eigentlich nur aus schwarz, weiß, diversen Grautönen, beige und als Kontrast- und Akzentfarbe Orange.
Dies ist im ersten Augenblick vielleicht ein wenig verstörend für ein Kinderbuch, passt meiner Meinung nach aber sehr gut zu dem Thema und hilft sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Die Illustrationen von Stella Dreis haben wirklich etwas Künstlerisches und erinnern mich sehr stark an Siebdruck Bilder.
Der Text des Buches ist recht kurzgehalten und es gibt einige Passagen, die immer wieder wiederholt werden. Beides finde ich aufgrund des empfohlenen Lesealters von vier Jahren als angebracht und keinesfalls störend. Die Namen der Charaktere sind ungewöhnlich, aber haben unseren Geschmack getroffen. Eine detaillierte Charakterbeschreibung gibt es nicht, dennoch bekommt man bereits nach kurzer Zeit einen sehr guten Eindruck von den handelnden Personen und ihren typischen Verhaltensweisen.
Das Hauptthema des Buches ist der Umgang mit dem Unbekannten und dieses Thema wurde meiner Meinung nach wirklich vortrefflich beschrieben. Als erwachsene Person kann man sich sehr gut in die Situation und vor allem auch in die Handlungen der Charaktere hineinversetzen. Dies ist aber auch für das Zielpublikum des Buches möglich, wenn vielleicht auch nicht in der gleichen Tiefe. So etwas würde aber wahrscheinlich auch niemand erwarten.
Kerstin Hau hat hier ein sehr vielschichtiges und feinfühliges Kinderbuch zu einem sehr schwierigen und ernsten Thema geschrieben. Dabei aber nicht aus den Augen verloren, dass Kinderbücher auch lustig, überraschend und interessant sein sollen, damit die Kinder immer wieder gerne zu diesem Buch greifen. Der kleine Leser entspricht altersmäßig noch nicht ganz der Zielgruppe, dennoch hatte er viel Spaß mit dem Buch und konnte die Botschaft des Buchs auch gut nachvollziehen.
Wie anfangs bereits erwähnt wird dieses Buch mit seinem außergewöhnlichen Stil die verschiedensten Reaktionen bei den Menschen auslösen. Meiner Meinung nach sollte man aber, angelehnt an das Thema des Buches offen mit dem Unbekannten oder vielleicht besser gesagt dem Ungewohnten umgehen und dem Buch eine Chance geben. Für uns war es auf jeden Fall eine lohnende Erfahrung.
Rezensionen von Mabla59 :
Verbrenn das Negativ von Josh Winning
Rückkehr des Horrors
Laura, eine Journalistin, kommt am Set der Neuauflage eines Horrorfilms aus den 90er Jahren, in dem sie als Kind die Hauptrolle spielte, in Los Angeles an.
Während der Dreharbeiten starben acht Mitglieder der Besetzung und der Crew. Ihre Tode spiegelten die grauenhaften Szenen im Film wider.
Diesmal soll sie über das Remake berichten
Gleich nach ihrer Ankunft sieht sie einen Mann von einer Brücke springen und weiß, dass das Grauen erneut beginnt.
Laura, als eine der Überlebenden, versuchte ihrer Vergangenheit zu entfliehen, doch nun, wo sie zurück ist, beginnen die Todesfälle von Neuem. Ist es der zum Leben erwachte Mörder von damals? Oder steckt etwas Menschlicheres dahinter?
Wie in vielen Horrorgeschichten geht es auch hier um Vergangenheitsbewältigung und darum, sich mit der eigenen Identität auseinanderzusetzen.
Es spricht wichtige Punkte wie Kindheitstraumata, Schuldgefühle und Geheimnisse an.
Die Geschichte erinnert mich stark an die "Final Destination" Reihe aus den Anfängen dieses Jahrtausends bis heute.
Natürlich ist das Buch Fiktion und enthält übernatürliche Elemente, aber mich hat es gut unterhalten.
Gelungen fand ich die Ausschnitte aus Zeitungen, Posts aus den sozialen Medien, Scripts und ähnliches am Anfang jedes Kapitels. Wirkte auflockernd.
Fünf Sterne
Rezensionen von brauneye29:
Die Tote von Nazaré von Miguel Silva
Hat mir gut gefallen
Zum Inhalt:
Eigentlich will Maren sich in Portugal nur erholen, denn nachdem sie bei einem Banküberfall angeschossen wurde und immer noch traumatisiert ist, braucht sie dringend Ruhe. Doch lange währt die Ruhe nicht, den eines morgens entdeckt sie am Strand eine weibliche Leiche, die allerdings verschwunden ist, als sie mit der Polizei dort auftaucht.
Nur einer glaubt ihr, der Inspetor Ferreira und nur wenig später gibt es eine weitere Leiche.
Meine Meinung:
Als erstes muss ich sagen, dass ich das Setting vom Buch sehr gut gelungen fand. Ich war noch nie in Portugal, hatte aber förmlich das Gefühl die Landschaft oder auch die Speisen sehen oder riechen zu können. Die Story war sehr spannend. Zunächst gerät sogar Maren unter Verdacht und dann scheint auch noch jemand sie zu verfolgen. Hat es damit zu tun, dass sie Polizistin ist? Hat sie beim dem Überfall damals etwas wichtiges mitbekommen, an das sie sich aktuell leider nicht erinnern kann? Es scheint auf jeden Fall so, als ob die deutsche Polizei etwas zu verbergen hat, denn warum sollten sonst selbst die in Portugal auftauchen? Insgesamt war das Buch sehr spannend mit Wendungen, die man so nicht kommen sieht. Der Schreibstil ist sehr angenehm und liest sich gut.
Fazit:
Hat mir gut gefallen
Rezensionen von Meli:
Nightweaver von R. M. Gray
Piratin im Herzen und magische Herausforderungen an Land
Die magischen Nightweaver haben die meisten Menschen vertrieben, sodass diese seit vielen Generationen auf dem Meer leben. Aster und ihre Familie sind Piraten, bis Monster, die noch schlimmer als Nightweaver sind, ihr Leben auf den Kopf stellen: Sie verlieren nicht nur ihre Freiheit, auch einer von Asters Brüdern kommt bei dem Angriff ums Leben.
Plötzlich werden die ehemaligen Piraten zu normalen Bediensteten im Haus wohlhabender Nightweaver und müssen ihr früheres Leben hinter sich lassen. Asters Eltern und Geschwistern scheint diese Umgewöhnung leicht zu fallen, während Aster sich nach der Freiheit auf See sehnt und den Tod ihres Bruders und diese neue Normalität nicht so einfach akzeptieren kann. Dabei entwickelt sie ausgerechnet Gefühle für einen Nightweaver und stellt fest, dass diese auch gute Seiten haben können.
Für Menschen ist das Leben auf dem Land immer noch sehr gefährlich, denn neben Intrigen und Unstimmigkeiten unter den mächtigen Nightweavern gibt es auch noch andere Bedrohungen, die für abwechslungsreiche Spannung sorgen. Ich fand es auch vielversprechend, dass die Protagonistin eine ehemalige Piratin ist, die im Herzen noch immer rebellisch ist, auch wenn mir diese wichtige Eigenschaft manchmal fast zu kurz kam.
Zum Ende hin wurden sehr viele Fragen beantwortet und es gab so viele Enthüllungen und seitenweise Erklärungen dazu, sodass irgendwann die Spannung verflog. Inhaltlich fand ich es spannend und zwischendurch gab es auch Action und gute Twists, aber diese ganzen Vorträge am Ende fand ich auch etwas anstrengend, weil es für mich einfach zu viel war.
Insgesamt fand ich das Abenteuer mitreißend und freue mich auf die Fortsetzung, aber ich hatte teilweise schon das Gefühl, dass sich die Geschichte etwas in die Länge zieht, weil so viel erklärt wurde.
Rezensionen von pandas_bücherblog:
Aliya und der Laden der Zweiten Chance (Die Schule der Zeitreisenden 3) von Laila Rifaat
Ein gelungener Abschluss der Reihe
Das Cover fügt sich wunderschön in die Reihe ein. Die kräftigen Farben, die orientalisch anmutenden Elemente und die verspielten Details wirken sofort vertraut und gleichzeitig wieder ein bisschen magisch. Man erkennt auf den ersten Blick, dass es zu Aliyas Welt gehört, und genau dieses Gefühl hatte ich auch beim Aufschlagen des Buches.
Der Schreibstil von Laila Rifaat ist wie schon in den vorherigen Bänden sehr flüssig und lebendig. Inhaltlich liest sich das Buch leicht, ohne dabei oberflächlich zu sein. Besonders schön finde ich, wie bildhaft die Szenen beschrieben sind. Man sieht die Orte förmlich vor sich, spürt die Magie der Welt und verliert nie den Überblick, obwohl es um viele verschiedene Ebenen geht. Die Sprache ist dabei klar und gut verständlich, was das Buch auch für jüngere Leser sehr zugänglich macht.
Aliya steht erneut vor großen Herausforderungen und muss jede Menge Verantwortung übernehmen, obwohl sie selbst zweifelt und nicht sicher ist, ob sie der Aufgabe gewachsen ist. Gerade das macht sie für mich so sympathisch. Sie ist keine perfekte Heldin, sondern eine Figur, die Fehler macht, Angst hat und trotzdem weitermacht. Ihre Entwicklung über die gesamte Reihe hinweg fand ich hier besonders spürbar.
Der Laden der Zweiten Chance ist nicht nur Schauplatz, sondern eng mit den zentralen Themen der Geschichte verbunden. Es geht um Entscheidungen, um verpasste Möglichkeiten und darum, was man aus ihnen macht. Diese Themen werden ruhig und einfühlsam erzählt, ohne belehrend zu wirken. Zwischendurch hält die Geschichte kurz inne und stellt leise Fragen, ohne dabei an Tempo zu verlieren.
Auch die Nebenfiguren spielen wieder eine wichtige Rolle und fühlen sich nicht wie bloßes Beiwerk an. Freundschaft, Zusammenhalt und Loyalität ziehen sich durch das gesamte Buch und geben der Handlung eine emotionale Tiefe, die über das reine Abenteuer hinausgeht. Besonders die Beziehung zwischen Aliya und Simi hat mich berührt, weil hier Sorgen, Nähe und Heimweh sehr ehrlich dargestellt werden.
Spannung kommt dabei trotzdem nicht zu kurz. Die Geschichte ist spannend, bietet unerwartete Wendungen und endet stimmig und für mein Empfinden zufriedenstellend. Für mich wurden die wichtigsten Fragen beantwortet, ohne dass alles bis ins letzte Detail erklärt wird. Genau diese Balance hat mir sehr gefallen.
Fazit:
"Aliya und der Laden der Zweiten Chance" ist für mich ein starker, emotionaler Abschluss der Reihe. Die gesamte Reihe verbindet Magie, Abenteuer und leise, wichtige Themen auf eine sehr stimmige Weise. Sie ist spannend, warmherzig und regt zum Nachdenken an, ohne jemals schwermütig zu wirken. Ein Reihe, die sowohl jüngere Leser als auch Erwachsene begeistert.
4,5/5 Sterne
Rezensionen von pandas_bücherblog:
Starfish von Lisa Fipps
Leise, schmerzhaft und unglaublich wichtig
Das Cover ist auf den ersten Blick ruhig und einladend. Es wirkt sanft, fast tröstlich, und steht damit in einem bewussten Kontrast zu den schweren Themen, die im Buch behandelt werden.
Der Schreibstil von Lisa Fipps ist ungewöhnlich und gleichzeitig sehr zugänglich. Die Geschichte wird vollständig in kurzen Versen erzählt, die sich schnell lesen lassen und Ellies Gedankenwelt direkt widerspiegeln.
Viele Sätze stehen für sich, wirken bruchstückhaft und genau dadurch sehr nah an den inneren Monologen eines Kindes. Man ist sofort in Ellies Kopf, spürt ihre Scham, ihre Wut, ihre Unsicherheit, aber auch ihre leisen Hoffnungen. Mir hat diese Form grundsätzlich gefallen, auch wenn ich nicht jede Stelle als gleich stark empfunden habe. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass sich Gedanken wiederholen oder länger auf der gleichen emotionalen Ebene verharren.
Ellie ist elf Jahre alt und wird aufgrund ihres Gewichts gemobbt. In der Schule, durch Mitschüler, aber vor allem auch innerhalb der eigenen Familie. Besonders das Verhalten ihrer Mutter war für mich schwer auszuhalten. Die vielen Regeln, Diäten und Kommentare sind als Fürsorge getarnt, aber einfach nur zutiefst verletzend. Gerade weil diese Dynamik so realistisch wirkt, ging sie mir beim Lesen besonders nah. Ihr Vater bildet einen wichtigen Gegenpol, ebenso wie Ellies Freundschaften und die therapeutische Unterstützung, die sie im Laufe der Geschichte erhält. Diese Charaktere geben ihr Halt, ohne alles sofort besser zu machen, was ich als sehr glaubwürdig empfunden habe.
Was das Buch für mich stark macht, ist die Ehrlichkeit. Es beschönigt nichts und macht sehr deutlich, wie sehr Worte verletzen können, gerade wenn sie immer wieder kommen und von Menschen stammen, die eigentlich Schutz bieten sollten. Gleichzeitig ist es keine reine Leidensgeschichte. Ellie entwickelt sich. Langsam, vorsichtig und nicht geradlinig. Sie lernt, Raum einzunehmen, im Wasser und nach und nach auch außerhalb davon. Diese Entwicklung wirkt nicht spektakulär, sondern leise, was gut zum Ton des Buches passt.
Trotzdem hat mir stellenweise ein etwas stärkerer Ausgleich gefehlt. Die belastenden Situationen nehmen viel Raum ein und gerade für die junge Zielgruppe kann das sehr intensiv sein. Die hoffnungsvollen Momente sind da, aber sie bleiben für mein Empfinden manchmal zu kurz oder zu zurückhaltend, um das Gewicht der negativen Erfahrungen wirklich auszubalancieren.
Fazit:
"Starfish" ist ein wichtiges, sensibles und sehr nah erzähltes Buch über Bodyshaming, Mobbing und Selbstwert. Die Versform bringt Ellies Gefühle eindringlich zum Ausdruck, auch wenn sie für mich nicht durchgehend die gleiche Wirkung hatte. Es ist keine leichte Lektüre, aber eine ehrliche und relevante. Besonders für junge Leserinnen und Leser, aber auch für Erwachsene, die bereit sind, hinzusehen.
4/5 Sterne
Rezensionen von pandas_bücherblog:
Das Signal von Ursula Poznanski
Misstrauen hinter verschlossenen Türen
Das Cover entspricht eigentlich nicht meinem typischen "Beuteschema". Die kräftigen Farben und das Motiv wirken aber modern, leicht bedrohlich und passen sehr gut zum Gefühl von Überwachung und Kontrollverlust - ein Thema, das sich durch die ganze Geschichte zieht.
Der Schreibstil von Ursula Poznanski ist wie gewohnt sehr zugänglich und flüssig.
Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man schnell vorankommt und immer wieder denkt, man liest noch eben ein paar Seiten. Erzählt wird aus Violas Ich Perspektive, was gut funktioniert, weil man als Leser genau so viel weiß wie sie selbst. Ihre Gedanken kreisen, zweifeln, hinterfragen und genau diese Unsicherheit überträgt sich stark auf die Stimmung des Buches. Die Spannung entsteht dabei weniger durch actionreiche Szenen, sondern vor allem durch das unterschwellige Gefühl, dass jemand die Kontrolle hat und Viola ihr Stück für Stück entzogen wird.
Viola als Protagonistin mochte ich insgesamt gern. Ihre Situation ist extrem, aber nachvollziehbar geschildert. Der Verlust ihres Beines, die Abhängigkeit von anderen und das Gefühl, im eigenen Zuhause nicht mehr frei zu sein, sind sehr präsent. Besonders gut fand ich, wie ihr Misstrauen langsam wächst. Nicht plötzlich, sondern schleichend.
Ihr Mann Adam wirkt von Anfang an unangenehm, ohne direkt eindeutig böse zu sein. Genau dieses Ungleichgewicht zwischen Fürsorge und Bevormundung macht die Dynamik zwischen den beiden so unangenehm und spannend. Auch die Pflegerin bleibt lange schwer greifbar und trägt viel zu dieser beklemmenden Atmosphäre bei.
Die Idee mit den Trackern und der technischen Überwachung fand ich spannend und gut in die Handlung eingebettet. Es wirkt nicht futuristisch, sondern nah an der Realität und genau das macht vieles daran so beunruhigend. Gleichzeitig hatte das Buch für mich im Mittelteil ein paar Längen. Manche Gedankengänge wiederholen sich und einige Schlüsse, die Viola zieht oder eben nicht zieht, haben sich für mich etwas gezogen. Als Leser ist man stellenweise schon weiter, während die Geschichte noch ein wenig auf der Stelle tritt.
Das Ende bringt dann noch einmal Bewegung hinein und fügt vieles sinnvoll zusammen. Der große Aha-Moment blieb für mich zwar aus und manches war vorhersehbar, trotzdem hat sich das Gesamtbild stimmig angefühlt. Ich hätte mir an ein oder zwei Stellen etwas mehr Zeit für die Auflösung und die emotionale Nachwirkung gewünscht, gerade im Hinblick auf Violas persönliche Entwicklung.
Fazit:
"Das Signal" ist ein spannender, atmosphärischer Psychothriller, der vor allem durch seine Idee, die dichte Stimmung und die Perspektive der Protagonistin lebt. Nicht alles ist perfekt ausbalanciert und im Mittelteil gibt es kleinere Längen, aber insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und bis zum Ende bei der Stange gehalten.
4/5 Sterne
Rezensionen von pandas_bücherblog:
The French Escape - Love & Lavender, Band 1 von Sarah Fleury
Zwischen Duft, Fernweh und leisen Gefühlen
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Die zarten Farben, das elegante Design und die rosafarbenen Seiten wirken hochwertig und passen thematisch perfekt zur Story.
Der Schreibstil von Sarah Fleury ist sehr angenehm zu lesen. Er ist ruhig, flüssig und atmosphärisch. Besonders die Beschreibungen der Orte und Gerüche wirken durchdacht, ohne sich in Details zu verlieren.
Man merkt schnell, dass hier viel Wert auf Atmosphäre gelegt wird. Die Geschichte liest sich insgesamt leicht, fast entschleunigend, und eignet sich gut für ruhige Lesestunden, in denen man einfach abschalten möchte.
Inhaltlich begleiten wir Timothée und Amber, zwei Menschen, die trotz äußerem Erfolg an sehr unterschiedlichen Punkten feststecken. Die Grundidee und das Setting fand ich spannend und auch gut gewählt. Gerade das Parfüm-Thema bringt eine besondere Note in die Geschichte und hebt sie leicht von anderen New Adult Romanen ab.
Die Beziehung zwischen Amber und Timothée entwickelt sich ruhig und ohne großes Drama. Das mochte ich grundsätzlich, weil sich ihre Verbindung dadurch natürlicher anfühlt. Beide tragen ihre eigenen Unsicherheiten und Altlasten mit sich herum, was sie menschlich macht. Gleichzeitig war mir die Handlung insgesamt zu vorhersehbar. Viele Entwicklungen konnte ich schon früh erahnen, und größere Überraschungen blieben leider aus. Hinzu kommt, dass sich das Buch stellenweise etwas zieht. Einige Passagen hätten für mich kürzer sein dürfen, ohne dass die Story darunter gelitten hätte.
Auch Ambers Charakter hat bei mir gemischte Gefühle ausgelöst. In manchen Momenten wirkt sie reflektiert und sympathisch, in anderen wiederum sehr naiv, gerade im Umgang mit ihrer Vergangenheit. Das Thema emotionale Abhängigkeit wird angeschnitten, hätte für meinen Geschmack aber klarer eingeordnet oder sensibler aufgearbeitet werden können.
Timothée hingegen mochte ich insgesamt etwas lieber. Sein innerer Konflikt zwischen all den Erwartungen, Selbstzweifeln und seinem Wunsch nach einem eigenen Weg war für mich greifbarer.
Was dem Buch definitiv zugutekommt, ist die durchgehend stimmige Atmosphäre. Das Setting und der sommerliche Flair tragen viel dazu bei, dass man sich beim Lesen wohlfühlt, auch wenn die Handlung nicht konstant spannend ist.
Fazit:
"The French Escape" ist eine ruhige, atmosphärische Geschichte mit einem schönen Setting, einer interessanten Grundidee und einem angenehmen Schreibstil. Für mich hatte die Geschichte jedoch einige Längen und blieb inhaltlich zu vorhersehbar, um mich komplett zu überzeugen.
3,5/5 Sterne
Rezensionen von pandas_bücherblog:
A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1 von Sophie Jordan
Ein Auftakt voller Spannung und Potenzial
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Der Drache und die Funken wirken geheimnisvoll und kraftvoll, und die dunklen Farben passen perfekt zur düsteren Stimmung der Geschichte. Auch der Farbschnitt macht das Buch zu einem richtigen Hingucker im Regal.
Sophie Jordans Schreibstil ist angenehm flüssig und lässt sich sehr leicht lesen.
Man findet schnell in die Handlung und kann die Gedanken und Gefühle der Charaktere gut nachempfinden.
Die Geschichte startet mit Tamsyn, dem königlichen Prügelmädchen, das für die Fehler der Prinzessinnen büßen muss. Der Einstieg hat mich direkt gepackt und auch ziemlich wütend gemacht, weil ich Ungerechtigkeiten einfach nicht ausstehen kann. Man spürt die Härte ihres Lebens, die Schmerzen, die sie ertragen muss, und gleichzeitig ihre innere Stärke. Sie ist eine beeindruckende Protagonistin, die zäh, clever und kämpferisch ist, ohne dabei unnahbar zu wirken. Ihre Gedanken und inneren Konflikte werden gut transportiert, sodass ich ihre Entscheidungen gut nachvollziehen konnte.
Die Wendung, dass Tamsyn den gefürchteten Krieger Fell heiraten muss, bringt sofort Spannung in die Geschichte, obwohl man diese Information bereits dem Klappentext entnehmen kann. Die Dynamik zwischen den beiden ist interessant, aber für mich an manchen Stellen noch etwas oberflächlich. Das körperliche Knistern ist zwar spürbar, ich hätte mir aber eine tiefere emotionale Verbindung gewünscht. Fell ist als Figur faszinierend, brutal und unberechenbar, gleichzeitig aber auch menschlich, was ihn greifbar macht. Die Kapitel aus seiner Sicht geben der Story zusätzliche Tiefe.
Das Worldbuilding hat mir gut gefallen. Die Idee mit den Drachen und der Magie ist spannend, auch wenn sie im ersten Band eher angedeutet werden. Ich hoffe sehr, dass Band zwei hier mehr für uns bereithält, denn die Drachen hatten für mich noch nicht die Präsenz, die ich erwartet hatte. Auch das historische Setting des Hofes mit seinen Regeln und Traditionen wird anschaulich dargestellt und schafft eine stimmige Atmosphäre.
Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass sich die Handlung stellenweise etwas zieht und einige Wendungen vorhersehbar wirken. Außerdem hätte ich mir bei der Liebesgeschichte und bei Fell noch etwas mehr emotionale Tiefe gewünscht, damit die Verbindung zwischen den beiden noch nachvollziehbarer und packender gewesen wäre.
Fazit:
"A Fire in the Sky" ist ein spannender Reihenauftakt mit einer starken Protagonistin, einer düsteren Atmosphäre und einer Welt, die Lust auf mehr macht. Die Liebesgeschichte ist interessant, aber noch etwas ausbaufähig, und die Drachen treten bisher eher in den Hintergrund. Ich bin gespannt auf Band zwei, weil die Grundlagen für eine große, fesselnde Geschichte gelegt sind.
4/5 Sterne











