Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anilam:
Schattenspiel von Ellen Gerretzen
Vielschichtig und fesselnd
Schattenspiel hat mich mit seiner dichten, leicht düsteren Atmosphäre sofort abgeholt. Schon nach den ersten Seiten merkt man, dass man hier ein tolles Buch mit viel Spannung und psychologischer Tiefe liest. Außerdem spielt die Story in einem Wechsel zwischen Spanien und Berlin, was zwei so unterschiedliche Orte sind, die der ganzen Geschichte noch einen eigenen Charakter geben.
Wolfgang, der ehemalige Kommissar im „Ruhestand“, ist ein unglaublich authentischer Protagonist. Kein richtiger Held, sondern jemand mit Vergangenheit, Fehlern und Zweifeln, die immer wieder an die Oberfläche drängen. Genau das hat ihn für mich so greifbar gemacht. Auch die Nebenfiguren wirken realistisch – manche sympathisch, manche irritierend, einige bewusst schwer zu lesen, was perfekt zum Grundton der Geschichte passt.
Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen: ruhig, klar und trotzdem voller Spannung. Einige Szenen sind fast schon poetisch beschrieben, ohne an Intensität zu verlieren. Und auch wenn das Tempo nicht durchgehend hoch ist, entsteht eine unterschwellige Spannung, die einen Seite für Seite weiterzieht.
Besonders beeindruckt hat mich, wie die Autorin Themen wie Erinnerung, Schuld und Vergänglichkeit einwebt. Der Kriminalfall ist spannend, aber es steckt noch so viel mehr dahinter.
Rezensionen von brauneye29:
Der Tag, an dem Barbara starb von Richard Hooton
Sehr schön
Zum Inhalt:
Margret, mittlerweile 89 Jahre alt, noch relativ fit, ihr Gedächtnis lässt in letzter Zeit aber merklich nach. Als in der Nachbarschaft ein Mord passiert und die Polizei augenscheinlich nicht voran kommt, nimmt sie das zusammen mit Enkel James eigene Ermittlungen auf, denn sie weiß, dass die ermordete Barbara ihr kurz vor dem Tod etwas wichtiges mitgeteilt, nur kann sie nicht daran erinnern.
Meine Meinung:
Mal von der Cosy-Crime abgesehen, die mir auch sehr gut gefallen hat, hat mich total berührt, dass die Hauptprotagonistin mit Alzheimer zu tun hat. Zwar weiß keiner, wie sich Alzheimer anfühlt, aber die Art und Weise wie es hier beschrieben wird, ist so vorstellbar und könnte genauso sein. Man merkt, dass was nicht stimmt, aber will es auch nicht so richtig wahrhaben. Das hat mich sehr berührt. Aber auch der Krimi an sich ist sehr lesenswert.
Fazit:
Sehr schön
Rezensionen von Frechdachs:
Das Buch der verlorenen Stunden von Hayley Gelfuso
Alles, was bleibt, sind die Erinnerungen
Das Romandebüt von Hayley Gelfuso hatte mich persönlich bereits bei den Introsequenzen komplett abgeholt und gefangen genommen.
Man taucht dort sofort mit der Protagonistin Lisavet in Deutschlands dunkelste Stunde ein und erlebt die Reichspogromnacht sehr eindrücklich mit. Dies setzt in gewisser Art und Weise auch den Rahmen des Buches.
Genau deshalb wandelt Gelfusos Roman zwischen verschiedensten Genres, die nicht eineindeutig ausschließlich dem Fantasyfach zugeschrieben werden können. Der Genremix machte das Buch für mich auf alle Fälle spannend zu lesen, auch wenn ich persönlich ganz gerne weniger von der Liebesgeschichte gehabt hätte.
Das A und O für mich sind nachvollziehbare Charaktere, die mich einnehmen. Hier traf Gelfuso dann direkt ins Schwarze. Ich konnte mich sehr schnell mit den Handelnden identifizieren und sie boten auch genügend Ecken und Kanten, um sich auch an ihnen reiben zu können.
Die unterschiedlichen Erzählstränge in unterschiedlichen Zeiten werden stringent voran getrieben. Mitunter war ich da leider ziemlich schnell auf der richtigen Fährte und hätte mir persönlich noch etwas mehr Spannung bzw. Mistery gewünscht.
Trotz des Zeitreisethemas und des Fantasycharakters wirkte der Roman auf allen Ebenen sehr eindrücklich. Reflektiert man das Gelesene, so bekommt der Inhalt auf einmal noch viel mehr Tiefe und verbindet sich mit unserer realen aktuellen Weltsituation. Die angesprochenen Themen wirken dabei hochaktuell und vor allem sehr brisant und wirken dabei auch auf unsere individuellen Erinnerungen ein.
Rezensionen von Gaby 2707:
Kapusta von Alissa Timoshkina
Eine kulinarische Reise durch Osteuropas
In „Kapusta – Osteuropäische Gemüseküche“ von Alissa Timoshkina stellt sie mir die fünf typischen Gemüsesorten aus Osteuropa vor: Weisskohl, rote Beete, Kartoffeln, Karotten und Pilze. Wobei sie grade bei Kartoffeln und Pilzen bei mir auf offene Ohren stößt. Dazu bekomme ich noch die verschiedensten Teigtaschen und Sauergemüse und Eingemachtes.
Mit ihren Gerichten zeigt sie, wie vielseitig und abwechslungsreich die Gerichte in den Küchen von Polen, Belarus, der Tschechischen Republik, Slowakei, Ungarn, Ukraine, Moldawien, Rumänien und Bulgarien ist. Eine Karte, wo genau diese Länder eingebettet in Europa liegen, finde ich auch vorne im Buch.
Was mir bei den Gerichten besonders gefällt ist zum einen das Vorwort zu jedem Gemüse und zum anderen die kleine Abhandlung, die vor vielen Gerichten steht. Dazu die stimmungsvollen Fotos der fertigen Gerichte, die bei mir schon das Wasser im Mund zusammen laufen lassen. Dann folgt die Angaben auf wie viele Portionen oder Stück das Gericht ausgelegt ist. Die Zutaten sind überschaubar und in fast jeder Küche zu finden. Und bei der Schritt für Schritt Anleitung dürfte die Zubereitung auch für Anfänger kein Problem sein.
Ich werde mich demnächst mal an einem Rumänischen Sauerkrautauflauf mit Hackfleisch und Reis versuchen. Auch die verschiedenen Kartoffelsalate und die scharf-saure Pilzsuppe kommen bestimmt bald mal auf unseren Tisch.
Mit einem Register und Menüvorschlägen schließt das Kochbuch ab.
Schön, dass ich hinten im Buch auch etwas mehr über die Autorin erfahre und im Buch selbst ein paar Fotos beim Kochen bzw. zubereiten von ihr finde.
Für alle, die die osteuropäische Küche für sich entdecken wollen oder die diese aromatischen Gerichte selbst auf den Tisch zaubern wollen ist „Kapusta“ genau das Richtige. Ich werde nur bei dem ein oder anderen Gericht das Fleisch durch eine fleischlose Variante ersetzen. Was aber auch kein Problem ist.
Rezensionen von DoraLupin:
Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat,1 Audio-CD von Marc-Uwe Kling
Witziges, kurzes Hörbuch
Mein Sohn und ich hören sehr gerne die Hörbücher von Marc-Uwe Kling, denn sie bringen und immer wieder zum lachen. Das Hörbuch ist mit ungefähr 20 Minuten nicht sehr lang, aber wirklich humorvoll und kann kommt aus dem grinsen kaum raus!
Inhaltlich geht es um folgendes: Großtante Ilse will heiraten! Zum vierten Mal.
Da müssen alle hin. Mit dem Auto. Nach Wuppertal. Das ist scheinbar glasklar. Auch wenn Tiffany der Grund nicht ganz ersichtlich ist, hat sie gute Laune. Als Einzige übrigens. Mama ist genervt vom Packen, Papa davon, dass er einen Kratzer ins Auto gefahren hat. Die Oma sucht ihr Handy, Luisa hat Hormone, der Opa will eigentlich lieber mit dem Zug fahren und Tiffanys großer Bruder Max, nun ja, Max, der sieht irgendwie gar nicht gut aus. Er war letzte Nacht auf der Party eines Freundes. Und jetzt ist Max ein bisschen grün im Gesicht. Als Tiffany ihre große Schwester fragt, woran das liegen könnte, bekommt sie eine sehr rätselhafte Antwort: „Kleiner Feigling.“
Das Hörbuch ist deshalb so urkomisch, da es schon sehr aus dem Leben erzählt ist und alles so herrlich mit Humor nimmt. Egal ob es der arme Max ist, dem der "Feigling" so gar nicht gut tut, oder der Vater, der die Bons von der Tankstellen- Toilette unbedingt einlösen muss, ob der Kaffee schmeckt oder nicht. Mein Sohn und ich haben uns königlich amüsieren können und warten voller Ungeduld auf das nächste witzige Abenteuer! Besonders schon fanden wir das Ende, denn man sieht im Hörbuch...auch wenn etwas nicht so ist wie erwartet, kann man als Familie doch immer Spaß haben!
Der Sprecher war wieder Marc-Uwe Kling selbst und er liest das Hörbuch mit so viel Humor, es ist einfach klasse! Große Lacher für Klein und Groß!
Rezensionen von DoraLupin:
Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli von Henrike Engel
Toller Auftakt der Reihe
Ich kenne die Autorin bereits von ihrer Reihe rund um "Die Hafenärztin" und wurde von diesen Büchern immer mitgerissen. Auch dieser erste Teil der „Elbnächte“-Reihe habe ich regelrecht verschlungen und freue mich schon darauf den zweiten Teil zu lesen.
Das Buch führt den Leser nach Hamburg, 1913.
Von einem Tag auf den anderen wird Louise bettelarm: Ihr Mann verschwindet spurlos und mit ihm das letzte Geld. Zusammen mit Ella, einer ehemaligen Prostituierten, wagt sie einen Neuanfang und eröffnet auf Sankt Pauli eine Bar.
Schnell geraten sie in Konflikt mit den Autoritäten: Ein Juwelier wird in der Nachbarschaft ermordet, Louise und Ella retten den vermeintlichen Mörder vor der Polizei, weil sie ihn für unschuldig halten. Da taucht Paul in der Bar auf, ein ehemaliger Polizist, der auf eigene Faust eine Bande gewalttätiger Straßenkinder jagt. Aber haben die verwahrlosten Seelen wirklich etwas mit dem Mord zu tun?
In die Geschichte habe ich wieder ohne Probleme hineingefunden und der Schreibstil ist einfach toll! Er ist locker und leicht, dabei auch schön bildlich und es hat sich ein schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Man findet sich mitten im Geschehen wieder und hat Hamburg 1913 sehr präsent vor Augen. Da die Autorin es versteht sehr lebendig zu schreiben wird nichts beschönigt und ich musste einige male auch schlucken. Die Geschichte wird zudem im Wechsel aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Das fand ich gut, da ich mich so mit den einzelnen Personen besser identifizieren konnte. Vor allem Louise und Ella sind mir dabei richtig ans Herz gewachsen, denn die Beiden sind herzensgute Menschen, die aber auch einiges mitmachen müssen.
Die Geschichte blieb auch von Anfang bis zum Ende mitreißend mit zahlreichen überraschenden Wendungen, ich wurde richtig gut von dem Buch unterhalten und freue mich schon darauf auch den nächsten Band zu lesen. Natürlich gibt es die volle Punktzahl und eine Leseempfehlung für Fans von historischen Romanen und historischen Krimis.
Rezensionen von Annaja:
Verstummte Narben: Thriller von Catherine Shepherd
Spannung bis zur letzten Seite
Das neue Buch der beliebten Autorin Catherine Shepherd ist wieder einmal thrillermäßig unschlagbar.
Im neuen Werk erschüttert eine grausame Mordserie die Stadt und es wird angenommen, dass es sogar zwei unterschiedliche Täter und Motive gibt. Die sympathische Rechtsmedizinerin Julia Schwarz, begleitet von einem tollen Kriminalteam rund um Florian Keller kämpft sich Schritt für Schritt bis zur Aufklärung des Falles durch und das Team ist unter großem Zeitdruck, denn nach jedem Mord gibt der Serienkiller das Datum seiner nächsten Tötung bekannt.
Es gibt bei diesen schrecklichen Morden Parallelen zu den Taten eines früheren Serientäters, der schon lange inhaftiert ist und den Julia unbedingt sprechen muss und sich Hilfe, bzw. Hinweise von ihm erhofft.
Dieser Thriller ist besonders raffiniert gestrickt, man kann die Lektüre kaum aus der Hand legen.
Empfehlenswert!
Rezensionen von Eternal-Hope:
Glimmer von Bernhard Tewes
Inspirierendes Buch für eine positive Lebenseinstellung
Der Heilpraktiker und Hypnosetherapeut Bernhard Tewes stellt mit "Glimmer" einen Ansatz vor, der dem weit verbreiteten Fokus auf negative "Trigger" etwas Positives und Heilsames entgegensetzt. Anschaulich erklärt er anhand von Fallbeispielen, wie viele Menschen dadurch, dass sie in ihrem Leben ihre Aufmerksamkeit auf Negatives, etwa ständig auf Katastrophennachrichten oder auf ihre eigenen Unzulänglichkeiten, richten, ihr eigenes Unglück verstärken.
Dabei gibt es an jedem Tag und in jedem Leben viele kleine Glücksmomente wahrzunehmen oder auch aktiv herzustellen, mit uns selbst und in der Begegnung mit anderen. Wir können bewusst wählen, wie wir unsere Morgenroutinen gestalten, wie wir uns mit wohltuender Musik umgeben, nährende Beziehungen zu anderen und eine inspirierende Umgebung für uns kreieren.
Sehr interessant war für mich zum Beispiel, über den Ansatz der "Low-stake-Kreativität" zu lesen: schon kleine kreative Tätigkeiten ohne Druck oder Anspruch, z.B. das Dekorieren eines Raumes oder das Kochen einer Speise, können durch die Freude am Schaffen und Gestalten viel Glück in unser Leben bringen, Stress reduzieren und Entspannung fördern, jenseits von Leistungsdruck und Bewertung.
Geschrieben ist das Buch sehr praxisnah und zugänglich: der Autor erzählt offen und ehrlich aus seinem eigenen Leben und seinen früheren Suchtproblemen sowie auch davon, wie er diese überwunden hat, Hypnosetherapeut wurde und mit welchen Methoden und Übungen er nun seine Klientinnen und Klienten unterstützt. Am Ende jedes Kapitels finden sich praktische Übungen, um die "Glimmer"-Momente im eigenen Leben zu fördern, z.B. drei Menschen ein ehrliches Kompliment zu machen, den Gesprächspartner als die interessanteste Person der Welt zu betrachten und wirklich aufmerksam zuzuhören, Dankbarkeit zu üben, die eigenen Werte zu reflektieren, einen schönen Moment der Vergangenheit innerlich nochmal zu erleben ("Revivikation" genannt) oder auch sich bewusst mit wohltuender Musik und angenehmen Berührungen (mit sich selbst oder im Konsens mit anderen Personen, z.B. auf Kuschelpartys) auseinanderzusetzen.
Insgesamt ist es ein schön gestaltetes, leicht lesbares und inspirierendes Buch, das wie ein Licht in einer Zeit der Krisen und Sorgen wirkt und das ich allen an Psychologie, Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung Interessierten auf jeden Fall empfehlen kann.
Rezensionen von _ich.lese_:
Bite Risk - Kein Entkommen von S.J. Wills
Total spannend
Fünfundzwanzig Jahre ist es her, seit der Virus "Corpus Pilori" über die Stadt Tremorglade hereingebrochen ist. Und Seither müssen die jugendlichen Bewohner bei Vollmond strenge Vorkehrungen treffen, denn dann werden die Erwachsenen zu Werwölfen. Als wäre das nicht schon schlimm genug sind die Tauben auf einmal sehr seltsam und es fallen Drohnen vom Himmel.
Höchste Zeit dass Sel und seine Freunde den Grund herausfinden.
Kein Entkommen ist der Auftakt einer Trilogue, zumindest habe ich nur noch zwei weitere Teile, die noch erscheinen, gefunden. Und der Auftakt hat es in sich.
In den nächten, in denen die Erwachsenen zu Bestien mutieren, bleibt den Kindern nichts anderes übrig als sich zu schützen. Allen voran Sel und seine Freunde, die den Mut zeigen, nach der Bedeohung zu suchen. Die Story ist total spannend und passt hervorragend in den Herbst, vor allem um die Halloweenzeit. Toller Schreibstil, flüssig zu lesen, aber dennoch nichts für schwache Nerven. Ein Kinderbuch, das auch Erwachsenen noch Spaß beim Lesen macht. Viel Spannung, ein bisschen Blut und mutige Jugend, daraus entstand ein absolutes empfehlenswertes Buch ab zwölf. Für ängstlichere erst später zu empfehlen. Mich hat es jedenfalls ganz großartig unterhalten.
Rezensionen von _ich.lese_:
Der Regenbogenfisch in Gefahr von Marcus Pfister
Neues vom Regenbogenfisch
Der Regenbogenfisch und sein Schwarm sind in Gefahr. Sie wurden von einem Schleppnetz eingefangen. Sie brauchen dringend Hilfe. Zim Glück halten die Meeresbewohner zusammen und helfen einander.
Der Regenbogenfisch begleitet mich mehr oder weniger schon mein ganzes Leben und trotzdem freue ich mich über jedes neue Abenteuer.
Diesmal ist es der Regenbogenfisch selbst, der Hilfe braucht. Er ist in Gefahr, die Meeresbewohner halten aber zum Glück zusammen. Die Themen Naturschutz bzw. Tierschutz und Umweltschutz werden in der Geschichte kindgerecht behandelt. Dazu kommen noch die wunderschönen Illustrationen, bunt, abenteuerlich und einfach zauberhaft anzuschauen. Eine Vorlesegeschichte ab dem Kindergartenalter, zum selber lesen für Grundschulkinder. Man taucht ein in die wunderbare, farbenfrohe Unterwasserwelt des Regenbogenfisches und bekommt noch ein Feingefühl für Naturbewusstsein und auch Umweltschutz.
Und das die Ozeane an Überfischung leiden ist auch nicht neu. Absolute Leseempfehlung, ein wunderschönes Bilderbuch.











