Kunden em pfehlungen
Rezensionen von buch4ever:
Der Tower von Ivar Leon Menger
Absehbare Zukunftsmusik?
Worum es geht?
Die Galeristin Nova steht vor dem Nichts (Job weg, Wohnung weg, Freund weg), als sie das Angebot erhält, kostenlos in einer hochmodernen Luxuswohnung im Pramtower in Berlin zu wohnen. Was wie ein Jackpot beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Albtraum. Das Hochhaus, das stark von einer KI gesteuert wird, birgt dunkle Geheimnisse.
Nova muss herausfinden, was mit ihrer Vormieterin geschehen ist, bevor es für sie selbst zu spät ist.
Meine Meinung
Der Schreibstil des Autors ist flüssig, modern und sehr atmosphärisch. Ivar Leon Menger schafft es hervorragend, die beklemmende und sterile Atmosphäre des Hightech-Towers zu vermitteln. Die Idee, eine KI als unberechenbare Bedrohung zu nutzen, ist faszinierend und regt die Leserin und den Leser definitiv zum Nachdenken an. So ging es mir jedenfalls. Wie realistisch ist es, dass eine programmierte KI Menschen bestraft, die nicht ins System passen. Ist es absehbare Zukunftsmusik oder doch unmöglich?
Leider hat es die Geschichte nicht geschafft, mich komplett mitzureißen. Die Spannungsbögen waren nur vereinzelt vorhanden, und der große, nervenzerreißende Sog eines Pageturners hat mir gefehlt.
Mein größter Kritikpunkt betrifft die Hauptfigur Nova. Ihr Verhalten war für mich an vielen Stellen zunehmend nervend und nicht wirklich nachvollziehbar. Das erschwerte mir das Mitfiebern.
Das Cover ist hervorragend gelungen und passt zur Story.
Fazit
Ein atmosphärisch dichter Thriller mit einem spannenden Grundkonzept, der aber durch die für mich teils unlogische Hauptfigur und die fehlende durchgängige Spannung an Potenzial verloren hat. Dennoch gibt es von mir eine Leseempfehlung für alle, die sich gerne mit KI-Szenarien auseinandersetzen möchten.
Rezensionen von LEXI:
Arvil, der kleine Falke – Die Europameisterschaft von Thomas Forat
Sie flogen über die Dächer von Paris
Sie flogen über die Dächer von Paris
„Siegen heißt nicht immer nur, einen Titel zu gewinnen. Öffne deine Augen und genieße den Moment. Momente wie dieser und das Wissen, alles gegeben zu haben, machen einen zum wahren Sieger!“
Durch seinen Sieg beim Waldflugrennen qualifizierte sich der talentierte junge Rennfalke Arvil für die Teilnahme am wichtigsten Flugrennen Europas.
Sein Flugtrainer Adwanagor, die pfiffige Spitzmaus Serge und die temperamentvolle Eichhörnchendame Malou begleiten ihn nach Frankreich. In Paris angekommen werden sie bereits mit der ersten Herausforderung konfrontiert: durch eine unvermutete Änderung muss Arvil nun eine Rennstrecke bewältigen, auf die er weder vorbereitet, noch trainiert ist. Um sich für die Teilnahme registrieren zu lassen, fehlen dem Team des kleinen Wanderfalken-Papageis zudem auch noch Mitglieder. Und zu guter Letzt schmieden skrupellose und hinterlistige Teammitglieder des aktuellen Weltmeisters Quintez einen bösen Plan, um ihrem jungen Konkurrenten zu schaden.
Nach einem kurzen Rückblick auf die Ereignisse im ersten Band und dem Abschied in der Heimat verlegt Thomas Forat den Schauplatz der Handlung nach Paris. Er beschreibt das hektische Gewusel unter dem Eiffelturm, als die verschiedensten Tierarten emsig die letzten Vorbereitungen für die Europameisterschaft treffen. Ein Chamäleon-Zwillingspaar an der Registrierungsstelle, Heuschrecken-Reporter, ein kleiner Kolibri, der als Rennkommentator eine echte Stimmungskanone ist, eine Pandadame mit rotem Fell, eine weise Ameisenkönigin und ein einschüchternder intriganter Hornfrosch sind nur einige der Figuren, mit denen Arvil zu tun hat.
Die Ereignisse kurz vor dem Rennen münden schließlich in ein aufregendes Finale, wobei der Autor es versteht, die Spannung hochzuhalten. Intrigen und Konkurrenzkämpfe, ausgeklügelte Flugtaktiken der Teilnehmer sowie unvorhersehbare Wendungen unterhalten den Leser und zeichnen für gehörige Aufregung über den Dächern von Paris verantwortlich.
Die liebenswerten Charaktere aus dem ersten Band werden um einige Figuren erweitert, zugleich schmieden gefährliche Konkurrenten und deren Handlanger unheilvolle Pläne. Im Zuge eines Wiedersehens alter Bekannter gibt es Rückblicke auf die Ereignisse um Arvils Vater Aron, dessen Karriere als talentierter Rennfalke nach einem schlimmen Zwischenfall ein abruptes Ende fand. Der locker-leichte Schreibstil, die kindgerechte Sprache, liebevoll ausgearbeitete tierische Charaktere, ein interessanter Plot, spannende Szenen rund um das Rennen sowie humorvolle Passagen zeichnen dieses entzückende Kinderbuch aus. Eine überraschende Entwicklung Arvils großen Adoptivbruder Serge betreffend und einige kluge Einsichten werten die Geschichte zusätzlich auf.
Fazit: „Arvil, der kleine Falke – Die Europameisterschaft“ hat den mitreißenden ersten Band dieser Reihe aus meiner Sicht sogar noch übertroffen. Thomas Forat präsentiert seiner jungen Leserschaft ein weiteres aufregendes Abenteuer mit dem kleinen Rennfalken und der bereits bekannte Buchtitel vom 3. Band dieser Reihe lässt den Ausgang der Geschichte bereits ganz ohne Spoiler erahnen. Ich freue mich bereits, dem mutigen kleinen Rennflieger Arvil im Nachfolgeband „Arvil, der kleine Falke 3 – Die Weltmeisterschaft“ wieder zu begegnen.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Für euch würde ich kämpfen von Artur Weigandt
Persönliche Geschichte eines Gesinnungswandels
Artur Weigandt hat eine interessante Lebensgeschichte: geboren in Kasachstan, ist er im Alter von einem Jahr mit seiner Familie nach Deutschland gekommen, ist hier in die Schule gegangen, wurde als "Russe" (obwohl er mit seinen russlanddeutschen, kasachischen, ukrainischen und belarussischen Wurzeln genau genommen keiner ist) ausgegrenzt und verprügelt, legte das Abitur ab und fand sich auf der Universität von anderen jungen Menschen umgeben, für die Pazifismus das höchste Ziel war - so wie auch für ihn zu dieser Zeit.
Gewalt, auch zur Selbstverteidigung, sah er als Relikt der Vergangenheit an, und führte gemeinsam mit anderen jungen Menschen engagierte theoretische Debatten über Pazifismus.
Bis der Ukrainekrieg und insbesondere seine Entscheidung, an der ukrainischen Front freiwillig als Dolmetscher tätig zu werden, und all das, was er dabei erlebt hat, zu einem Umdenken führten, sodass er heute sagt, er finde es wichtig, als Land wehrfähig zu sein und als Einzelperson sich für das eigene Land einzusetzen, denn ansonsten sei unser aller Frieden gefährdet, denn Aggressoren würden sich durch eine pazifistische Haltung des Gegenübers nicht beschwichtigen lassen.
Es ist ein sehr persönliches Buch, eine Geschichte eines Menschen, der uns mit auf seine Reise in die Ukraine nimmt, zu Gesprächen mit Menschen, die verzweifelt darum kämpfen, dass ihre Heimat und die ihrer Kinder nicht von einem als unterdrückerisch wahrgenommenen Regime übernommen wird. Der Ton ist sehr entschieden, aufrüttelnd bis anklagend, der Autor meint, viele von uns in Westeuropa würden es uns mit der Ablehnung von Waffenlieferungen an die Ukraine sehr bequem machen. Und neben der moralischen Verpflichtung, für ein anderes europäisches Land einzustehen, wären wir dadurch auch selbst gefährdet, denn in Russland gäbe es schon lange Vorbereitungen auf Angriffe auch auf weitere europäische Länder und selbst Raketenangriffe auf Berlin seien etwas, das dort immer wieder als Drohszenario erwähnt werde.
In einem kurzen fiktiven Exkurs ins Jahr 2033 zeichnet der Autor auch ein sehr erschreckendes Szenario von einem Deutschland, das nicht wehrfähig genug war und nun unter russischer Herrschaft ist.
Man muss dem Autor nicht in jedem einzelnen Punkt zustimmen, um seine Erfahrungen interessant zum Reflektieren des eigenen Standpunktes zu finden.
Das Buch ist eine interessante Perspektive eines Menschen, der den Ukrainekrieg miterlebt hat und aus dieser Perspektive zum Beispiel folgendes sagt: "Wehrhaftigkeit beginnt nicht an der Grenze. Sie beginnt in uns. In der Entscheidung, nicht zu schweigen, wenn Unrecht geschieht. Nicht zu erstarren, wenn andere kämpfen. Nicht zu delegieren, was wir selbst tun könnten - auch wenn es nur die Verteilung einer Packung Orangen ist." (S. 88)
Rezensionen von HEYN Leserunde, Barbara Maria Angerer:
Die Passantin von Nina George
Ein wundervoll vielfältiger Frauenroman
Mir gefällt die Verknüpfung von realen und bekannten politischen und gesellschaftlichen Ereignissen und die darin eingewobenen Geschichten über unterschiedliche Frauenschicksale, die es durch die Jahrtausende hinweg bis heute gegeben hat und gibt.
Herzerfrischend einfallsreich, schnell und zugleich wundervoll poetisch und bunt beschrieben.
Unbedingte Leseempfehlung!
Rezensionen von Linelovesreading :
Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat von Marc-Uwe Kling; Astrid Henn
Sehr lustig
Das Buch ist wieder sehr lustig, wie es auch bei den anderen Büchern von Marc-Uwe Kling der Fall ist.
Die Charaktere kannte ich bereits und wusste, dass diese sehr unterhaltsam sind. Vor allem Tiffany mag ich immer sehr gerne, weil sie so lustig ist.
Das Thema des Buches ist für Kinder sehr ansprechend, da die meisten Familien das Thema Langeweile bei Autofahrten kennen.
Durch das Buch wird das Thema aus humorvolle Art aufgegriffen und hilft Eltern dabei, die nächste Fahrt in den Urlaub mit Humor zu nehmen.
Die Illustrationen haben mir sehr gut gefallen, da sie sehr bunt sind und die Realität der Kinder zeigen. Auch kann man gut erkennen, wer wer ist.
Die Texte sind gut verständlich und lassen sich gut vorlesen. Die Länge der Texte ist auch gut passend für die Aufmerksamkeitsspanne von Kindern.
Insgesamt hat mir das Buch wieder sehr gut gefallen.
Rezensionen von Emmmbeee:
In den Scherben das Licht von Carmen Korn
Trauer und Hoffnung dicht an dicht
Zwei junge Menschen, Gisela und Gert, lernen sich in Hamburg kennen. Beide haben den zweiten Weltkrieg hinter sich und ihn mehr oder minder unbeschadet überstanden. Ganz ohne Spuren verläuft ein so gewaltiger und umfassender Krieg ja nie.
Dazu kommt eine frühere Bühnenkünstlerin, Friede. Auch sie ist schwer gezeichnet und hat dennoch nie aufgehört, hoffnungsvoll und positiv in die Zukunft zu blicken.
Gemeinsam bewältigen sie den Alltag und die größten Gegenwartsprobleme. Doch liegt über jedem von ihnen eine große Trauer, denn die alles überspannende Frage bleibt: Wo sind ihre Lieben, ihre engsten Angehörigen? Wie kann man weiterleben, wenn die nächsten und liebsten Menschen vermutlich tot sind? Auf ihrer Suche, ihrem Weg kommen weitere Menschen dazu, helfend, teils auch störend. Aber die Geschichte macht deutlich: Gerade in solchen extremen Notzeiten brauchen wir einander, ohne andere Menschen geht es nicht.
In den vergangenen Jahrzehnten gab es viel über die Nachkriegszeit, über die Suche nach verschollenen Angehörigen, über Traumata und neue Anfänge zu lesen, über Verzweiflung und neue Hoffnung, über Angst und neues Wachsen. Ich möchte es eine Aufbau-, eine Entwicklungsgeschichte bezeichnen. Selbst wenn die 1940er- und 1950erjahre längst vorbei sind, kann der Text Empfindungen wie Hoffnung und Zuversicht in jedem Leser beleben, und das brauchen wir ja nicht nur in Nachkriegszeiten.
Carmen Korn versteht es wie keine Zweite, so eine Geschichte aus der Vergangenheit plastisch zu gestalten, dass man sich mittendrin wähnt. In bildhafter Sprache und deutlicher Zeichnung der Charaktere lässt sie uns teilhaben an der damaligen Zeit und den Schicksalen ihrer Personen. Ich mag ihren Schreibstil sehr!
Das Cover zeigt ein tanzendes Paar, es vermittelt Fröhlichkeit, Leichtigkeit, Zuneigung und Neubeginn. Und genau das ist es, was die Nachkriegszeit brauchte und was Carmen Korn so meisterhaft, berührend und spannend zu erzählen weiß. Ich habe schon vorher ihre Romane sehr geschätzt, und auch dieses Buch empfehle ich gern weiter.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Silvia Grutze:
Die Passantin von Nina George
Wer liest, verpasst nichts und erlebt alles
Das Buch „Die Passantin“ von Nina George hat mir sehr gut gefallen. Schon der Klappentext macht neugierig, und ich fand die Idee, so eine Geschichte zu schreiben, wirklich sensationell. Ich konnte schnell in das Geschehen eintauchen und war von Anfang an gefesselt. Die Hauptfigur Jeanne steht mitten im Leben, ist aber innerlich zerrissen.
Sie fragt sich, wer sie wirklich ist und was sie vom Leben will.
Besonders schön finde ich, wie ruhig und gefühlvoll Nina George schreibt. Man spürt Jeannes Fürsorge und ihr Nachdenken über sich selbst und ihre Familie. Auch die Begegnung mit der Passantin ist etwas Besonderes, weil sie Jeanne verändert. Die Passantin ist eine Frau, die ihr begegnet, aber sie steht auch symbolisch für Jeanne selbst – für das Weitergehen, Loslassen und den Mut, das eigene Leben neu zu gestalten.
Sehr spannend fand ich den Anfang und besonders das dritte Buch mit den Begegnungen zwischen Bernard, Claire und Alva. Diese Szenen bringen viel Bewegung in die Geschichte und zeigen, wie eng alles miteinander verbunden ist. Mit dem Ausgang der Geschichte habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Das Ende hat mich überrascht, aber auch nachdenklich gemacht.
Am Schluss findet Jeanne einen Ort und einen Weg, die zu ihr passen. Sie lernt, loszulassen und wieder Teil ihres eigenen Lebens zu werden. Das Ende ist ruhig, versöhnlich und zeigt, dass sie Frieden mit sich und ihrer Vergangenheit gefunden hat.
Etwas langatmig fand ich dagegen die Passagen über Enric, Leyla und sein Verschwinden. Auch die wiederholte Schilderung der Schicksale der einzelnen Frauen war mir an manchen Stellen zu ausführlich – hier hätte eine kürzere Darstellung für mich besser gepasst.
Insgesamt ist „Die Passantin“ eine ruhige, gefühlvolle und stellenweise spannende Geschichte über Neuanfang, Selbstfindung und das Weiterleben nach schwierigen Zeiten.
4 von 5 Sternen für ein berührendes Buch mit kleinen Längen, aber einer starken Botschaft und einem Ende, das mich wirklich überrascht hat.
Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Angerer:
Die Passantin von Nina George
Schonungslos und ergreifend
Eine geniale Idee, den (tatsächlichen) Absturz eines Flugzeuges damit zu verknüpfen, dass eine Passagierin aus einem Impuls nicht einsteigt, um ihrem Leben als berühmte Schauspielerin einen neuen Sinn zu geben, damit die Chance erhält, als tot zu gelten und somit die bisherige Existenz zu verlassen und eine neue Identität aufbauen zu können.
Diese Grundlage ist der Einstieg in eine spannende und präzise Erzählung über bestürzt machende Frauenschicksale, einen Ort der Zuflucht, der von Frauen für derart gedemütigte und verletzte Frauen geschaffen wurde, bis hin zur Schaffung neuer Existenzen für etliche dieser Frauen.
In mancher Hinsicht liest sich der Roman, wie eine Sammlung von Schilderungen über Misshandlungen und massive Repressalien an Frauen, die in Frauenhäusern Schutz gesucht und gefunden haben. Durch die Einbindung in einen Roman wirken diese Schilderungen aber viel stärker und regen hoffentlich viele Leserinnen und Leser zum Nachdenken an. Für Spannung ist jedenfalls gesorgt.
Und das Ende ist sehr überraschend und – obwohl ein bisschen Blut fließt – auch irgendwie befriedigend, in Anbetracht von aufgestauten Rachegefühlen..
Jedenfalls sehr empfehlenswert, nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer, obwohl die im Roman genannten nur schlecht wegkommen. Deshalb nur 4 Sterne, denn es sind nicht alle Männer so, wie die im Roman gezeichneten.
Rezensionen von EvieSk :
Magisterium - Das 4. Jahr von Cassandra Clare; Holly Black
Moral, Magie, Licht und Chaos
Call hat mit seiner Schuld zu kämpfen. Er kann sich nicht vorstellen, dass seine Freunde oder sein Vater ihn wiedersehen möchten. Doch als er eine Möglichkeit bekommt, aus dem Gefängnis zu flüchten, ist Tamara da. Beide vermissen Aaron sehr und hätten ihn gern an ihrer Seite. Und vielleicht kann Call ihn zurückholen, doch zu welchem Preis?
In diesem Band bekommt man einen tieferen Einblick in Calls Gedanken und Gefühlswelt, was ich interessant gefunden habe.
Er tut das, was er für richtig hält und möchte seine Freunde nicht schaden. Die Freundschaft wird in diesem Band auf eine harte Probe gestellt, denn es ist nicht immer leicht jemandem zu vertrauen.
Die Grundstimmung ist recht düster, da es viel um den Tod geht und die Frage, wer Call eigentlich wirklich ist. Die Frage nach Gut und Böse wird auch aufgegriffen und es wird klar, dass das nicht immer so leicht zu unterscheiden ist. Die Handlung ist insgesamt gut, der Mittelteil ist kurz etwas zäh gewesen, aber das ist nicht weiter negativ aufgefallen. Es gibt ein Paar interessante Plottwists, mit denen man nicht rechnet und das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger.
Der Schreibstil ist angenehm. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und man kommt leicht voran. Durch die Atmosphäre und die Emotionen die beim Leser ankommen, wird man mitgerissen.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man wissen möchte, wie es mit Call und seinen Freunden weitergeht, aber auch wenn man Geschichten mag, in denen moralische Aspekte behandelt werden und in denen Themen wie Freundschaft und Vertrauen aufgegriffen werden.
Rezensionen von Cellissima:
The Blackgate Invitation von Sarah Henning
Durchwachsen
Die Schwestern Ruby und Wren werden von einer älteren Dame angesprochen - sie bietet ihnen viel Geld dafür, dass sie sich während eines Dinners auf Hegemony Manor als ihre Enkelinnen auszugeben. Die Schwestern brauchen das Geld und denken, dass die paar Stunden schnell überstanden sind; also sagen sie zu.
Doch der Abend im Herrenhaus entwickelt sich ganz anders als gedacht und wird schnell zu einem Alptraum - es wird gemordet, es gibt Tote, und wenn sie überleben wollen, dann müssen sie innerhalb von drei Tagen verschiedene Rätsel lösen. Und: sie befinden sich inmitten einer Hexenfamilie ...
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"The Blackgate Invitation" klang so gut, dass sogar ich, die ich in Sachen Fantasy eher schwierig bin und das Genre nur selten lese und nur selten begeistert bin, das Buch unbedingt lesen wollte. Es konnte nach dem Klappentext und der Leseprobe doch nur gut werden ... oder?
Der Leser sieht sich schnell mit einer Vielzahl an Figuren konfrontiert. Eine Übersicht zu Beginn wäre sehr hilfreich gewesen, denn ohne diese war es gerade am Anfang einfach nur verwirrend.
Der Schreibstil hat mir einerseits sehr gut gefallen, andererseits empfand ich ihn aber leider auch als anstrengend zu lesen. Ich musste öfter Sätze erneut lesen. Das nervte mich irgendwann. Auch hätte die Übersetzung stellenweise echt besser sein können.
Klares Highlight sind die Kulisse, die düstere und unheilvolle Atmosphäre und die Figuren.
Der Rest konnte mich leider nicht ganz überzeugen. So gab es in "The Blackgate Invitation" für meinen Geschmack immer wieder Längen. Manche Stellen waren mir zu brutal. Die Geschichte zwischen Ruby und Auden konnte mich einfach nicht überzeugen und packen, ebenso wenig das Ende. Es ist einfach nicht glaubwürdig.
Die Idee ist toll, aber die Umsetzung überzeugt leider nicht ganz.
Eingefleischte Fantasy-Fans dürften "The Blackgate Invitation" trotzdem toll finden. Für mich war es leider nur ein Buch, das man lesen kann, aber nicht lesen muss. Immerhin wurde die Geschichte durch Kulisse und Atmosphäre etwas gerettet.









