Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Ein Pokal für den Schakal von Jule Wellerdiek
Hinterlistig versucht der Schakal die anderen zu übervorteilen
Ein riesiger Pokal ist auf dem Titel zu sehen und obendrauf sitzt lässig der Schakal.
Er möchte gerne den Pokal gewinnen und ist ganz sicher, dass ihm das mit seiner Frisur gelingen wird. Doch dann muss mit der Enttäuschung fertig werden, dass die Gans den Pokal gewinnt und alle Tiere ihr zujubeln.
Aber der Schakal ist clever und er verleiht sich selbst den Pokal für den „besten Schakal“, er fühlt sich „als wäre er der König der Welt.“ Doch leider kommen auch andere Tier auf diese Idee und so haben bald alle Tiere einen Pokal oder eine Medaille in Kategorien, die nur sie erfüllen können. So wird die Giraffe für den längsten Hals ausgezeichnet.
Ich muss gestehen, dass mir schon zu Beginn des Buches ein amerikanischer Politiker einfiel, den ich mir in der Rolle des Schakals vorstelle. Aber abgesehen von dieser Aktualität, ist der Schakal sehr clever, immer fällt ihm etwas ein, damit er gut dasteht und so schafft er es, dass am Ende des Buches alle zusammen ein Fest feiern.
Ein Buch, dass viele Gefühle beim Vorlesen hervorruft, denn als der Schakal alle Pokale stiehlt, war meine Enkelin voller Entsetzen darüber. Aber auch seine Überheblichkeit am Ende des Buches, als der Schakal ein Denkmal für sich aufstellt, war ihr durchaus bewusst.
Die Illustrationen begleiten die Geschichte mit wimmeligen Bildern, sie zeigen aber auch die Emotionen unserer Hauptfigur, der vor allem seine Verschlagenheit aus den Augen blickt.
Rezensionen von Daggy:
Simone von Nikolaus Heidelbach
Eine besondere Babysitterin nimmt Abschied
Auf dem Cover sehen wir Wally, die bald in die Schule kommt auf den Rücken von Simone sitzen.
Das Buch beginnt mit einem kleinen Text, der uns vom Babyschwimmen berichtet. Das Bild auf der nächsten Seite zeigt uns, wie es dort unter Wasser aussieht, allerdings sehen wir auch das Flusspferd Simone unter Wasser.
Mama findet sie sympathisch und so wird Simone Wallys Babysitter. Sie macht alles, was Babysitter so machen. Sie schläft sogar bei Wally im Zimmer und bringt ihr alles bei, was ein kleines Mädchen wissen muss. Als Wally ein Schulkind wird, machen die beiden eine kleine Reise, um Abschied zu nehmen, denn bald braucht Wally keine Babysitterin mehr. So schreibt Simone einen Zettel für Mama und die beiden machen sich auf ins Abenteuer.
Neben der fantasievoll erzählten Geschichte sind die Illustrationen einfach hinreisend gelungen. Das Anschauen macht mir so viel Freud und Simone wirkt so liebenswert.
Meiner Enkelin darf ich das Buch wohl nicht vorlesen, denn sie wird am Ende sehr weinen müssen, denn da fragt Wally „Sehen wir uns wieder?“ Und die Antwort ist „Irgendwann werde ich wiederauftauchen!“
Rezensionen von Anno:
Stoffwechsel im Lot von Lara Briden
Setzt auf Aufklärung
Es gibt Bücher, die das Leben bereichern. ‚Hormone im Lot‘ gehörte für mich bereits zu jenen und auch Bridens Nachfolger ‚Stoffwechsel im Lot‘ stellt da keine Ausnahme dar.
Beide Bücher richten sich explizit an die weibliche Leserschaft und macht ihnen die Vorgänge und Zusammenhänge in ihrem Köper bewusst.
Dieses Wissen, das ich dadurch erlangt habe half mir bereits enorm meine Symptome einzuordnen und entsprechend zu handeln- sei es in Form einer Änderung der Lebens- und Ernährungsweise oder eben auch anhand hilfreicher Tipps für den nächsten Arztbesuch.
Der Blick richtet sich mit diesem Buch nun etwas (aber nicht vollständig) weg vom weiblichen Zyklus, hin zu den Stoffwechselsystemen. Der Insulinresistenz wurde dabei grosse Aufmerksamkeit geschenkt und auch der Ernährung. Doch auch auf, in Verbindung zum Stoffwechsel stehenden Stress, Schlafproblemen, Schilddrüsenerkrankungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Verdauungsproblemen wurde eingegangen- alles natürlich unter Berücksichtigung der Besonderheiten des weiblichen Körpers.
Was mir dabei aber besonders gut gefiel ist, dass dieses Werk nicht den EINEN universellen Weg vorschreibt und auch keinerlei überschwängliche Versprechungen macht, sondern darauf abzielt der Patientin genau DIE Informationen an die Hand zu geben, die es ihr ermöglichen eigenverantwortlich zu handeln. Es wird ihr auf Augenhöhe begegnet, mögliche Problematiken ernst genommen und diese auch genau und verständlich erklärt. Der Autorin scheint selbst die Reaktion von vielen Ärzten bewusst zu sein und stärkt ihre Leserinnen auch hier durch eine gezielte Vorbereitung.
Zu Anfang erhält man einen groben Überblick über die Themen und die Zusammenhänge der einzelnen Systeme. Später wird dann nochmal gezielt auf Einzelheiten eingegangen. Hier können Themen, die einen nicht betreffen natürlich auch übersprungen werden, die einleitenden Informationen empfehle ich aber unbedingt vorab lückenlos zu lesen. Sie sind höchst aufschlussreich und faszinierend!
Das Buch enthält dazu auch zahlreiche Patientengeschichten, Tipps, Infokästen und Hilfestellungen, die den Eindruck unterstreichen hier an jemand geraten zu sein, der weiß wovon er spricht, dem man Vertrauen schenken kann und der einen auf fundierte und wertschätzende Weise unterstützt.
Rezensionen von Daggy:
Das wundersame Buch über den Tod von Soledad Romero Mariño
Viele Fragen werden informativ beantwortet
Goldene Buchstaben und ein weißes Skelett zieren das Cover. Der Titel macht mich sehr neugierig auf den Inhalt. An der Seite des Inhaltsverzeichnisses steht „Die vielen Seiten des Todes“ und ich kann bestätigen, sie werden genau beleuchtet.
Zunächst geht es um die wichtigste Erkenntnis „Keine Leben ohne Sterben“ dazu gibt es kleine informative Texte und einen Spruch von Francis Bacon.
Danach geht es darum, dass alles stirbt einschließlich der Himmelkörper. Wichtig ist auch, dass aus dem was stirbt Neues entsteht. Alle leben unterschiedlich lange, so lebt eine Qualle praktisch unendlich, wenn sie nicht gefressen wird. Auch Tiere haben Rituale, wie sie mit ihren verstorbenen Artgenossen umgehen. Und so kommen wir auch zu „menschlichen Totenritualen“. Wir erfahren einiges über Friedhöfe und letzte Ruhestätten, die Totengedenktage in der Welt und welche Heiligen oder Götter da zuständig sind. Zu Ende des Buches kommen wir zur Trauer und dem Tabu, dass mit dem Thema Tod verbunden ist.
Die Illustrationen des Buches sind hinreißen, bunt, lebendig und voller Kraft. Der Textanteil ist nicht sehr groß, bietet aber sehr viele interessante Informationen. Vielleicht solle so ein wunderschönes Buch mal im Familienkreis angeschaut werden um damit ein Tabu zu durchbrechen.
Rezensionen von Daggy:
Wir sind eins von Refiloe Moahloli
„Ubuntu“ heißt „Ich bin, weil wir sind.“
So bunt, wie das Cover ist, ist auch das gesamte Buch, es zeigt ganz unterschiedliche fröhliche Kinder, die zusammengehören.
Sie spielen auf einen Baumhaus und nutzen einen Karton als Bus. Inmitten bunter Blumen schau sich zwei Kinder vergnügt an und finden „Ich bin du und du bist ich.“ Im Querformat ist ein blühender Baum mit Wurzeln abgebildet, den ein Mädchen umarmt, tanzend geht ein Mädchen auf einen Jungen im Rollstuhl zu, beide strahlen sich an, weil sie sich mögen.
Eine Umarmung zur Begrüßung auf dem Spielplatz und durch einen langen Schal verbunden sind vier Kinder in der winterlichen Stadt unterwegs, sie haben sich lieb und sind auf dem Heimweg von der Schule. Im Sommer werden Geschichten erzählt und die Hüften geschwungen.
So kümmern sich die Kinder um die Kleineren und um einen blinden Freund. Denn, wie der Titel sagt, sind wir eins. Diese Gemeinschaft, die von liebevollen Gefühlen geprägt ist, lässt die Kinder stahlen und glücklich sein. Sie unternehmen viel miteinander und unterstützen sich, wenn es notwendig ist.
Bunte Bilder voller Frohsinn und kurze Texte voller Liebe machen dieses südafrikanische Bilderbuch Beispiel für „Ubuntu“ einen Begriff der mit „Ich bin, weil wir sind.“ Übersetzt wird und der gelebt eine bessere Welt erschafft.
Rezensionen von Anno:
Mathilde und Marie von Torsten Woywod
Digital Detox, Achtsamkeit und Bücherliebe
‚Mathilde und Marie‘- dieses Buch hat mit seiner entschleunigten Handlung mein Herz erreicht. Die Ausdrucks- und Erzählweise ist wunderschön und sehr emphatisch, die Charaktere sind auch wunderbar ausgearbeitet. Zu Anfang beschränkt sich das Geschehen fast ausschließlich auf Marie und Jonina (sie hat Marie ins Bücherdorf Redu geholt).
Mathildes Auftritt beginnt dagegen verzögert und erst nur in Form von Tagebucheinträgen, später dann mit mehr Präsenz. Doch genau dies lies mein Interesse an ihrer Person auch enorm wachsen. Man spürt, dass sie mit etwas kämpft und zeitgleich begleitet man Marie auf ihrem Weg zu sich selbst. Es ist faszinierend! -auch, wie man sich als Leser immer mehr in der Handlung verliert, sich emotional mit den Figuren verbindet und diese Achtsamkeit, diese Naturverbundenheit und Bücherliebe miterlebt.
Den Verlauf der Handlung fand ich dabei äußerst durchdacht die Botschaft und die Botschaft in diesem Buch steckt, enorm wertvoll.
Nachdem ich dieses Buch förmlich durch gesuchtet habe, steht bereits fest, dass es für mich ein re-read geben wird. Ich möchte diese Atmosphäre und die Wirkung, die dieser Roman auf mich hatte unbedingt noch einmal spüren. Dann aber mit mehr Geduld und Achtsamkeit meinerseits.
Rezensionen von Daggy:
Nanu, welches Tier versteckt sich hier? Ein Bauernhof-Puzzle-Buch von Sophie Schoenwald
Tiere auf Puzzleteilen
Das Schaf auf dem Cover zeigt uns schon, dass es sich hinter einem Puzzle-Teil versteckt.
Der gereimte Text gibt schon ein paar Informationen preis bevor es das Tier, als erstes ist es ein Schaf, benennt. Danach lösen wir das Puzzleteil aus der Pappseite und drehen es um, dann ist das Schaf auf dem Teil und darunter auf der Seite zu sehen.
Weiter geht es mit dem Schwein „Oft ist es rosa und ganz speckig, manche sagen, es sei dreckig.“ Er folgen Kuh, Hunh und Gans. So sind einige Bauernhoftiere zu suchen und zu finden.
Am Ende können alle Puzzleteile aneinander zu einer Tierkette zusammengefügt werden. Ein Lese- und Puzzle-Spaß für kleine Hände. Da lernen wir nicht nur die Tiere kennen und hören uns dazu die Reime an, da kann auch noch etwas Kreatives entstehen.
Rezensionen von Daggy:
Taschenzauberei von Judith Mohr
Wem gehört die Tasche mit den Hexenelexieren?
Das Buch unterscheidet sich schon durch sein ungewöhnliches Format von anderen Büchern. Auf dem Cover, des Buch, das quer gebunden ist, sehen wir die Tasche mit den kleinen Behältern, die in der Geschichte eine große Rolle spielen.
Ben ist elf und hatte sich für seine Ferien etwas Besseres vorstellen könne als im Hotel der Eltern aushelfen zu müssen.
Seine Schwester übernimmt die zweite Woche und so muss Ben zusammen mit seiner langweiligen Mitschülerin Lea an der Rezeption die Gäste in empfang nehmen. Doch dann wir es eine sehr spannende Woche, denn die Anreisenden sind Hexen und Hexer. Sie manipulieren alle so, dass nur Ben und Lea wissen, dass sie kein Häkelverein sind. So erfahren die beiden Kinder eine ganze Menge über das Hexen, Poltergeister und magische Missgeschicke. Doch dann verbringen sie die zweite Ferienwoche damit den rechtmäßigen Besitzer einer vergessenen Tasche mit vielen Zauberessenzen zu finden.
Voller Fantasie und mit vielen verrückten Ideen ist dieses Buch geschrieben worden. Ich habe neugierig alle Erklärungen gelesen und war fasziniert vom Ideenreichtum. Ganz neue Einblicke in die Hexenwelt wurden da geboten und ich kann nur empfehlen sich hier neuen Eindrücke zu holen. Es lohn sich!
Rezensionen von Daggy:
Der Scherbenpalast von Annette Mierswa
Schmerzhafter Neuanfang
Weil Lous Mutter ein neues Engagement als Schauspielerin angenommen hat, zieht die Familie von Hamburg nach Mannheim. Lou ist entschlossen sich gegen diese Entscheidung aufzulehnen und sie benimmt sich sehr peinlich in der neuen Umgebung. Obwohl die Eltern sich sehr bemühen ihre Wünsche zu erfüllen, verärgert sie Nachbarn, Lehrkräfte und Mitschüler*innen.
Sie ist einfach nur wütend, weil sie ihre beste und längste Freundin zurückgelassen hat. In der Theatergruppe, wo sie die Hauptrollen gespielt hat, gab es Damian, auf dessen Freundschaft sie gehofft hat. Die alte Nachbarin Freya mit dem Mammutbaum im Garten, die an ihrem Scherbenpalst baut, ist die erste mit der Lou spricht. Dann taucht Sari auf, eine fröhliche Chaotin, die sich selbst als Fettnapf-Queen bezeichnet und die mit ihre humorvollen Art Lou immer wieder zum Lachen bringt. Sie kennt sich aus in Mannheim und wirkt als Statistin beim Theater mit.
Besonders Freya ist eine ungewöhnliche Person, sie hat einiges erlebt ich ihrem Leben und gibt den Menschen angelehnt an die vielen Planzen in ihrem Garten Namen. Lous Eltern sind bereit für das Glück ihrer Tochter einiges in Kauf zu nehmen, doch dann entwickelt sich alles ganz anders.
Julia „Butterfly“ Hill ist eine amerikanische Umweltaktivistin, die u.a. einen Mammutbaum durch ihren Protest gerettet hat. Ihre Aktion spielt im Buch eine bedeutende Rolle.
Für mich benahm sich Lou mit ihren wütenden Aktionen mehr wie ein Kleinkind, immer wieder zerstörte sie alles und es gab viele Tränen und einige traurige Schicksale in der Geschichte. Aber es gab durchaus auch lustige und bewegende Szenen.
Und eine Rolle spielt auch die Stadt Mannheim, die am Anfang Kackmannheim genannt wurde.
Rezensionen von Daggy:
Mein erstes Buch der großen Tiere von Sandra Grimm
Mit großen Tieren spielen
Da geht es nicht nur um große Tiere, auch das Buchformat ist etwas größer und es hat riesengroße Schieber, wie man auf dem Cover lesen kann. Bei der Elefantenmutter, die liebevoll ihr Kleines anschaut, kann das Ohr bewegt werden.
Auf der nächsten Doppelseite des Pappbilderbuche sehen wir einen blauen Wal, in seinem zu schließenden Maul verschwinden kleine bunte Fische.
Laut dem kleinen Vierzeiler wollen die alle mit durchs Meer. Hochkant müssen wir dann das Buch drehen, damit die Giraffe ihren Hals strecken kann. Mit einem Schieber taucht der kleine Eisbär auf und die Schilkröte streckt ihren Hals, um an die Blätter zu kommen.
Das Buch lebt von seiner Größe und den beweglichen Teilen, es soll einfach Spaß machen und vom Vorlesen eignen sich die kleinen Reime ganz gut.











