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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Nicole (Abby1810):

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Gottes langer Atem von Andrea Varga

Wunderbare, starke und ermutigende Botschaften

Nach "Dein Leben sein Meisterwerk" ist dies nun das zweite Buch, welches ich von Andrea Varga gelesen habe. Bereits das erste Buch von ihr hat mir besonders gut gefallen. Daher habe ich mich über dieses hier sehr gefreut.

In diesem Buch behandelt die Autorin Themen wie Leid, Schmerz und Schuld.

Andrea Varga restauriert gerne alte Bibeln, denn für sie haben diese alten, verbrauchten Bibeln einen höheren Wert als Neue. Sie denkt an die vorhandenen Notizen und die Gebrauchsspuren. Welche besondere Erlebnisse der Besitzer mit der alten Bibel wohl schon hatte. Daher haben alte Bibeln für sie einen ideellen Wert. Diese Gedanken überträgt die Autorin sehr geschickt auf Gottes Sichtweise auf uns Menschen. Denn in seinen Augen haben wir immer einen hohen Stellenwert. Egal wie zerbrochen oder schuldig wir sind.

Und selbst wenn wir nicht mehr an uns glauben und aufgeben wollen. Gott möchte uns beistehen, er gibt uns nicht auf. Wir müssen dem Herrn nur erlauben unsere Leben wiederherzustellen.

Die Autorin schreibt sehr authentisch und ehrlich. Sie offenbart auch persönliche Niederlagen und gibt Einblicke in ihre Familiengeschichte, und ihrem Umgang mit Leid und Heilung. Mir gefällt ihr Schreibstil sehr gut. Ich konnte aus dem Buch einiges für mich mitnehmen, daher fünf Sterne und eine Leseempfehlung meinerseits.

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Gottes langer Atem

Rezensionen von La Calavera Catrina:

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In der Komfortzone wächst nichts. Die schönsten Gärten blühen außerhalb. von Gitta Jacob

Tolles Konzept mit Mehrwert und schöner Aufmachung

Therapeutin und Autorin Gitta Jacob hat 52 wirkungsvolle Sätze aus der Praxis zusammengestellt, die nicht spurlos an mir vorbeigezogen sind. In kompakten Texten gibt sie psychologisches Wissen und Erfahrungswerte weiter, die nicht nur farblich zum Buch passen und sich von den Übungen abheben, sondern auch einfühlsam geschrieben und leicht verständlich sind.

Die Übungen, durch die orange Schriftfarbe leicht zu erkennen, sind aus der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) oder Achtsamkeitsübungen. Die schriftliche Ausarbeitung ist zwar im Buch möglich, aber der Platz dafür ist begrenzt.

Die hochwertige Gestaltung finde ich zudem gelungen. Die übersichtliche Struktur ist praktisch und durch das gleichbleibend farbliche Konzept, bleiben die Gedanken fokussiert. Wenn man Zuversicht und Inspiration sucht, lohnt es sich, das Buch immer wieder in die Hand zu nehmen. Mir gefällt die Idee, die kommenden 52 Wochen des neuen Kalenderjahres, jeder Woche einen Satz auszuwählen. Dadurch habe ich genügend Zeit für die Übungen, sofern es welche für den jeweiligen Satz gibt und kann den Impuls für die Woche nutzen.

Das Konzept spricht mich sehr an, denn manche Sätze bleiben hängen, werden zu Glaubenssätzen, können das eigenen Denken in eine positive Richtung lenken und auch anderen im richtigen Moment helfen.

Was mir besonders gefallen hat, ist die sanfte Art von Gitta Jacob verständnisvoll zur Selbstreflexion anzuregen. Sie ermuntert zwanglos, sich mit Achtsamkeit und Verständnis zu begegnen und die tiefere Bedeutung hinter den Sätzen zu verstehen und zu verinnerlichen. Außerdem vermittelt sie neue Perspektiven: Gefühle allein sind kein guter Ratgeber, Therapie ist kein Allheilmittel, Sexualität verdient mehr Beachtung und Abgrenzung aus Selbstführsorge kann auch eine egoistische Fehleinschätzung sein.

Beim Lesen ist es wirklich spannend zu beobachten, was die Sätze mit einem machen. Manche Sätze, und die dahinter stehenden Prinzipien, sind bekannt oder hat man schon mal gehört. Die Sätze wirken unvermittelt und zeigen, was man schon verinnerlicht hat und wo man noch ansetzten könnte. Was bewegt mich? Was fordert mich heraus? Wo besteht noch Handlungsbedarf?

Es ist also eine psychologisch spannende Lektüre mit verschiedenen Umsetzungsmöglichkeiten, kompetentem Wissen und brauchbaren Ansätzen, die sich lohnt. Aufgrund der schönen Aufmachung und dem mehrmaligen Nutzen gebe ich eine Kaufempfehlung und hoffe, auf eine Fortsetzung. Ein Kalender wäre auch ein tolles Geschenk.

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In der Komfortzone wächst nichts. Die schönsten Gärten blühen außerhalb.

Rezensionen von La Calavera Catrina:

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Da, wo ich dich sehen kann von Jasmin Schreiber

Worte für all das Ungesagte

Anmerkung:

Ich möchte in dieser Rezension nicht zu viel verraten, weil es ein Erlebnis war, dieses Buch ohne viel Vorwissen zu entdecken. Daher ohne Spoiler und zu viele Details, aber für alle, die sich einen Eindruck machen wollen, bevor sie sich ein Buch kaufen:



Inhalt & Meinung:

Eine schwangere Frau namens Emma wird von ihrem Ehemann getötet.

Häusliche Gewalt, die in einem Femizid endet. Für die Hinterbliebenen von Emma ist nichts mehr wie es war. Zurück bleibt Liv, die vom Ersticken träumt, weil ihre beste Freundin erdrosselt wurde. Zurück bleiben Emmas verwaiste Eltern, die vorläufig das Sorgerecht für das traumatisierte Enkelkind haben. Und zurück bleibt die 9-jährige Maja, die nun ohne Mutter und Vater aufwachsen muss. Eine Tragödie, die unbegreiflich bleibt und von den traumatisierten Menschen erzählt, die von dem Verlust betroffen sind.

Liv ist Astrophysikerin und schafft es, ihr Patenkind für die Sterne und das Universum zu begeistern, nachdem die traumatisierte Maja an nichts mehr Interesse gezeigt hat - außer an Chloé, Livs Hündin. Diese aufblühende Beziehung spendet auch beim Lesen Trost und schaffte es, mit meinen Erwartungen zu brechen.

Durch die mehreren Perspektivenwechsel taucht man eindrücklich in die Gedanken- und Gefühlswelt der Hinterbliebenen ein, erlebt die Auswirkungen roh, authentisch und emotional. Dabei geht es auch um Schuldgefühle und die Frage, wie man über die Trauer nach einem gewaltsamen und plötzlichem Tod spricht.

Lediglich die rückblickenden Kapitel aus Emmas Perspektive zeigen, in welcher Form die häusliche Gewalt stattgefunden hat. Trotzdem lässt sich nur erahnen, wie verloren sich Emma gefühlt haben muss und warum sie sich niemandem anvertraut hat. Das ging mir sehr nahe, vor allem in Verbindung mit den alternativen Realitäten. Das sind verpasste Momente, von denen Jasmin Schreiber schreibt. Dabei geht sie der Frage nach, was gewesen wäre, wenn… Es sind schwarzen Seiten mit weißer Schrift, die Gänsehaut erzeugen und quälend auf die Figuren einwirken. Gutachten und Dokumente verleihen dem Roman eine emotionslose Authentizität. Ein Kontrast, der die schonungslose Realität abbildet, mit der sich die Familie des Opfers auseinandersetzt muss. Die Zeichnungen von Maja hingegen lassen in ihre kindliche Seele blicken und wirken wie ein Bindeglied zwischen ihren zerrissen Gefühlen und der bedrückenden Echtheit dieser traurigen Lebensrealität für die zurückbleibenden Kinder.

Diese Sichtweise mitzuerleben und Maja zu begleiten, war für mich, neben einer weiteren tränenreichen Situation, sehr hart. Die emphatische Erzählweise ist von kurzen Kapiteln geprägt, szenenhaft, was die Sogkraft entschärft und dafür sorgt, dass man sich von den Geschehnissen distanzieren kann.

Trotz der heftigen Thematik und dem intensiven Schreibstil, liest sich das Buch sehr gut weg und es gibt hoffnungsvolle Momente und auflockernde Situationen, die zu Herzen gehen. Wer Jasmin Schreiber vor allem für ihren Humor schätzt, wird ahnen, dass es hier wortwörtlich nichts zu lachen gibt. Der Autorin war es aus aktuellem Anlass ein Anliegen, den Schmerz der Hinterbliebenen ein Stück sichtbar zu machen. Dabei gibt sie dem Mörder keine Bühne, verzichtet bewusst auf eine verstärkende Wirkung, die bei True-Crime und Thrillern gern zum Einsatz kommt und im Roman zurecht moralisch hinterfragt wird.

Es ist ein geradlinig erzähltes Buch mit hoher Intensität, für das man kaum bereit sein kann. Man fühlt mit den Angehörigen mit. Es treibt einem die Tränen in die Augen, erschüttert und beschreibt ehrlich und lebensnah von Trauernden, die echt und greifbar sind. Mich haben die eindrücklichen Einblicke beeindruckt, weil sie auch Tabus beschreiben, nichts beschönigen und eine breite Sicht darstellen, welche weitreichenden Auswirkungen ein Femizid hat. Nichtsdestotrotz hätte ich mir einen gleichbleibend emotionalen Schreibstil gewünscht, weil dieser manchmal in Oberflächlichkeit abdriftet und zu viel auf einmal unterzubringen versucht. Ich hoffe, dass das Buch viele lesen werden und kann es nur empfehlen. Es ist nicht perfekt, aber ein Erlebnis.

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Da, wo ich dich sehen kann

Rezensionen von Gute_Laune:

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Holy von Gina Sandrin

Ginas zweites Buch mit zweitem Namen

Gina Sandrin hatte mich in bzw. mit ihrem ersten Buch, damals noch unter Gina Kaas, ein wenig vergräzt. Sie hatte in meinen Augen schlicht und ergreifend mit ihrem Leben geprahlt. Diesmal, eilige sieben Monate nach dem ersten Buch, hält sie sich zwar auch nicht ganz zurück damit, ist aber weniger auf Fotos präsent, zumindest nach dem ersten Teil, also nach den Kapiteln Meine Gäste; Mein Genuss; Mein Stil; Meine Basics; Meine Challenge.

Ein bisschen viel MEIN. Den Titel HOLY finde ich nebenbei ein bisschen unheilig!

Noch schöner ist, dass ich die Rezepte in diesem Buch weniger abgehoben und mehr alltagstauglich finde. Allerdings finde ich es doch etwas sehr selbstgefällig, bei den vorgestellten Rezepten zu sagen, es seien neu kreierte kulinarische Erlebnisse, eigene Rezepte. Nun ja!

Die Rezepte sind dann in die Kapitel All in one; Family and Friends; Salalte; Suppen und Eintöpfe; Snacks und Drinks; Süßes unterteilt. Und tatsächlich sprechen mich überall einige Rezepte an. Besonders mag ich die one-pots. Der Aufbau der Rezepte ist exakt wie im Vorgängerbuch. Auch hier sind neben den Angaben für die Zubereitungszeit und der Zutatenliste keine Nährwertangaben zu finden. Wenn zutreffend, ist am unteren Seitenrand angegeben, ob ein Gericht vegetarisch ist, frei von raffiniertem Zucker, laktosefrei, glutenfrei o.ä. Die Zubereitungsschritte sind im Fließtext gehalten, wobei die zu verwendenden Zutaten aus der Liste fett gedruckt sind.

Mich spricht dieser Stil nicht wirklich an, auch wenn der Text gut verständlich und nachvollziehbar ist. Für mich ist es nicht übersichtlich genug und ich bevorzuge Absätze zwischen den Angaben anstelle der fettgedruckten Punkte. Die Zutaten sind okay. Hin und wieder werden Fertigprodukte mit eingearbeitet. Das mag ich weniger. Beim Hähnchen Stroganoff wundere ich mich über die fehlenden Essiggurken. Aber ich freue mich sehr über das Zutaten- und Rezeptregister.

Die Rezepte eignen sich gut dafür, nicht allein in der Küche zu stehen, während die Gäste schon da sind, aber auch, um Zeit mit den Kindern zu verbringen, während es quasi fast von selbst kocht. Anfänger schaffen die Gerichte problemlos und alte Hasen in der Küche bekommen neue Impulse. Viel besser als ihr erstes Buch. Dieses erreicht knapp den vierten Stern! Mit ein bisschen weniger Selbstdarstellung, weniger Nobelmarkenshow, mehr Natürlichkeit und wirklich selbst entwickelten Rezepten besteht die Chance auf das Erreichen der vollen Sterne beim nächsten Buch, das sicher kommen wird.

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Holy

Rezensionen von Julia:

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Der Nachbar von Sebastian Fitzek

Wenn Sicherheit zur Illusion wird


Ich habe schon eine ganze Weile kein Buch von Fitzek mehr gelesen – und kann mir nur eine Frage stellen: Warum eigentlich? Ich liebe Fitzeks Thriller, und auch dieser hat mich wieder absolut überzeugt. Eine spannende Handlung, ein psychologisches Spiel und ein unerwarteter Plottwist – alles, was ich an seinen Büchern so mag.

Zu Fitzeks Schreibstil muss man wohl nicht mehr viel sagen: Er fesselt einfach von der ersten Seite an, und ich habe das Buch in Nullkommanichts durchgelesen. Sarah wird von einem Stalker verfolgt, doch die Polizei nimmt ihre Sorgen nicht ernst. Und mal ehrlich: Ein Stalker, der helfen will? Eine Art Schutzengel, der Sarah nichts Böses tut? Kein Wunder, dass die Polizei skeptisch ist.

Manche Szenen sind recht blutig und durch Fitzeks bildhaften Schreibstil definitiv nichts für schwache Nerven. Kaum glaubt man, eine Figur oder ihre Absichten durchschaut zu haben, wendet sich alles wieder völlig anders.

Ich habe das Buch auf jeden Fall verschlungen und kann es allen Thriller-Fans absolut empfehlen!

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Der Nachbar

Rezensionen von Julia:

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Manche Schuld vergeht nie von Elly Griffiths

Spuren durch die Zeit

Ali gehört zu einem Team von Kriminalbeamten, die in die Vergangenheit reisen können. Dieses Mal erhält sie den Auftrag, einen Mord aus dem Jahr 1850 genauer zu untersuchen, um die Unschuld des Tatverdächtigen zu beweisen. Also reist Ali – eine selbstbewusste, unabhängige Frau – in die viktorianische Zeit, in der Emanzipation noch kein Begriff war.

Während in der Vergangenheit einiges schiefgeht, geraten auch in der Gegenwart einige Dinge aus dem Ruder.

Ich mochte dieses Buch wirklich gerne. Es war herrlich locker zu lesen, und Ali war für mich eine sehr spannende Figur, die man gerne dabei begleitet, sich im 19. Jahrhundert zurechtzufinden.

Man sollte im Hinterkopf behalten, dass es sich bei diesem Buch um den Auftakt einer Reihe handelt. Die Geschichte wirft einige Fragen auf, die am Ende nur zum Teil beantwortet werden. Einerseits bleibt dadurch Spannung für den nächsten Band, andererseits waren es mir etwas zu viele offene Punkte. Ich hatte aufgrund des Klappentextes wohl einfach eine etwas andere Geschichte erwartet.

Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen, fand es sehr unterhaltsam und mochte das Gedankenspiel rund um das Thema Zeitreisen, dass sich in verschiedenen Aspekten durch die gesamte Geschichte gezogen hat. Mit einem anderen Klappentext und anderen Erwartungen wäre ich vielleicht zufriedener mit der Entwicklung gewesen. So lässt es mich ein klein wenig enttäuscht zurück – aber trotzdem mit großer Lust, auch den nächsten Band zu lesen und wieder auf einige liebgewonnene Charaktere zu treffen.

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Manche Schuld vergeht nie

Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

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Handkäs Royal von Gerd Fischer

Spannung in Frankfurt am Main

Der zwölfte Fall von Kommissar Rauscher hat es in sich : ein Fall der den Leser/ die Leserin mitnimmt, fesselnd und spannend ist, und – wie von Gerd Fischer gewohnt – wieder jede Menge Lokalkolorit. Nur ist dieses Mal Andreas Rauscher selbst ein Verdächtiger und steht im Fokus der Ermittlungen….

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Gerd Fischers Reihe um Kommissar Rauscher bleibt auch im 12. Buch spannend und lädt den Leser/die Leserin ein, rund um Frankfurt am Main zu ermitteln und packende Fälle mit zu erleben.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und authentisch und so ist man direkt von Beginn an mit in der Geschichte drin, deren Spannungsbogen sich über das komplette Buch hinweg aufrecht hält.
Auch die Figuren, die Gerd Fischer zeichnet sind greifbar und man entwickelt gleich einen Bezug zu ihnen und kann so der Geschichte sehr authentisch folgen,
Mir, als Frankforter Mädsche, ist der Lokalkolorit wichtig : ich liebe es, Redewendungen oder auch Orte wieder zu erkennen und da ist Gerd Fischer natürlich genau der Richtige : bei Lesungen oder Treffen rutscht ihm selbst das ein oder andere Wort in hessischem Dialekt raus, was diesen total sympathischen Autor nur noch netter erscheinen lässt.
Super Lese-Vergnügen mit ganz viel Spannung und tollen Insides aus Frankfurt am Main – eine absolute Empfehlung von mir dafür !

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Handkäs Royal

Rezensionen von Julia:

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Das Buch der verlorenen Stunden von Hayley Gelfuso

Zwischen Büchern voller Erinnerungen

Dieses Buch entführt uns in eine Welt, die losgelöst ist von Zeit und Wirklichkeit. Im sogenannten Zeitraum werden Erinnerungen gesammelt. Nachdem Lisavets Vater während der Reichskristallnacht von den Nazis angegriffen wird, schickt er seine Tochter an genau diesen Ort – jedoch ohne die Möglichkeit, dass sie den Zeitraum einfach wieder verlassen kann.

Wir begleiten Lisavet dabei, wie sie dort erwachsen wird und auf andere Zeithüter trifft.

In einem zweiten Handlungsstrang befinden wir uns einige Jahre in der Zukunft, wo Amalia mithilfe der von ihrem Onkel geerbten Uhr ebenfalls Zugang zum Zeitraum erhält.

Der Schreibstil des Buches ist fesselnd, und die Vorstellung, dass es einen solchen Zeitraum geben könnte, wirkt auf eine ganz eigene Weise magisch. Die beiden Handlungsstränge scheinen zunächst kaum miteinander verbunden zu sein – außer durch den Zeitraum selbst. Erst nach und nach erschließen sich uns als Lesenden die Zusammenhänge.

Lisavet ist ein sehr interessanter Charakter, doch ihre Entscheidungen waren für mich nicht immer leicht nachzuvollziehen. Manche Aspekte der Geschichte blieben etwas verwirrend und schwer greifbar. An einigen Stellen erschien mir die Mischung aus Liebesgeschichte und Spionagekrimi etwas zu stark.

Das Ende jedoch konnte mich noch einmal richtig packen und bot einen stimmigen Abschluss der gesamten Geschichte. Für mich war es ein durchaus lesenswertes Buch – auch wenn ich es thematisch nicht ganz für mich einordnen konnte.

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Das Buch der verlorenen Stunden

Rezensionen von Marie aus E.:

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Cozy baking time von Theresa Haubs

Authentisch, erfrischend, aber die Rezepte überzeugen mich bislang nicht

Das Backbuch ist ein wenig anders als meine sonstigen Backbücher.
Die Autorin ist auf Social Media eigentlich in Sachen Bücher unterwegs und hat jetzt ihr erstes eigenes Buch-Baby auf die Welt gebracht.

Sie schreibt frisch von der Leber weg, so wie man sich mit guten Freund*innen unterhält.
Der Hefeteig darf ein wenig chillen, die Cookies sind auch mit verbranntem Schnabel noch nice.

Etwas ungewohnt, aber hat was. O.k., "lowkey geil" und "pornös" haben mich dann doch etwas gefordert.

Der Aufbau ist klassisch. Erst etwas Back-Theorie, dann folgen die Rezepte. Immer doppelseitig, links ein großes Foto (gelungen, man sieht das Produkt gut) und rechts das Rezept. Übersichtliches Layout, immer verlässlich gleiche Gliederung.

Für meinen Geschmack hätte es die Stimmungsfotos zwischendrin jedoch nicht gebraucht (es gibt ab und an schöne Fotografien, z. B. mit einer Tee-Tasse), sie transportieren zwar die cozy Stimmung, aber mir wären stattdessen noch weitere Rezepte lieber gewesen.

So, jetzt aber zu den Rezepten. Ich habe bislang zwei nachgebacken und die haben mich leider beide nicht so überzeugt.
Das erste waren die "Absolute Banger Cookies". Da kann man ja eigentlich nichts falsch machen. Bei mir sind sie aber leider im Ofen komplett verlaufen und waren dann am Rand angebrannt (weil der total dünn war), während das Innere noch gebraucht hätte. Auch geschmacklich nicht der Banger.
Ich habe schon sehr oft Cookies gebacken - die Autorin aber ja auch und ihre Insta-Fotos sahen jedes Mal super aus. Keine Ahnung, woran es bei mir lag.
Ach ja, irritiert hat mich das Foto zum Rezept, da sind nämlich nicht die Schoko-Tropfen zu sehen, die auf der Zutatenliste stehen. So was finde ich doof, gerade für Anfänger*innen.

Das zweite Rezept waren die Zimtschnecken, denn mein zweiter Vorname könnte Zimtschnecke heißen.
Die sind zwar optisch sehr hübsch geworden, auch die Zubereitung war einfach und gut nachvollziehbar.
Geschmacklich haben sie mich aber leider auch nicht abgeholt. Für mich war das viel zu viel Butter auf dem Teig und sie haben mich geschmacklich voll an den Fertigteig aus der Dreh-Rolle aus dem Supermarkt erinnert, gar nicht an homemade Zimtschnecken.

Deshalb: sympathische Autorin, sehr hübsches Buch, aber leider nicht meines. Bislang zumindest, zwei Rezepte sind jetzt ja noch nicht repräsentativ.

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Cozy baking time

Rezensionen von Sina:

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Bestie von Joana June

Selbstinszenierung

Der Name Joana June war mir bereits durch YouTube und Instagram ein Begriff. Zwar verfolge ich die Bookfluencerin nicht allzu akribisch, dennoch war ich umso gespannter auf ihren Debütroman.

Im Zentrum der Geschichte stehen zwei junge Frauen in ihren Zwanzigern: die unscheinbare Lilly und erfolgreiche Influencerin Anouk.

Mit ihrem Umzug nach Hamburg in die WG ihres großen Idols verspricht sich Lilly einen radikalen Neuanfang, doch dieser baut auf einer großen Lüge auf.

Auf den ersten Blick thematisiert der Roman die schillernde Social-Media-Fassade.
Schnell wird jedoch klar, dass Selbstinszenierung nicht nur seitens Anouk auf Instagram stattfindet, sondern auch Lilly durch ihr aufgebautes Lügenkonstrukt so tut, als sei sie eine andere.

Joana June erzeugt durch ihren flüssigen und modernen Schreibstil einen angenehmen Lesefluss.
Ihre Erzählweise ist bildhaft und mitunter metaphorisch, zum Ende des Buches sogar etwas experimentell. Ihr gelingt es die Figuren nahbar und menschlich - mit Makeln und Fehlentscheidungen - zu darzustellen.

Mir hat der Roman mit seiner hochaktuellen Thematik grundsätzlich gut gefallen, allerdings sehe ich noch Luft nach oben. An einigen Stellen wirkte die Handlung noch nicht vollständig ausgereift und die Beziehungsdynamiken blieben für meinen Geschmack etwas zu oberflächlich.
Trotz kleiner Kritikpunkte möchte ich eine klare Leseempfehlung aussprechen und freue mich auf weitere Werke der Autorin.

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Bestie