Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Phija:
Les Bouttiers - Wir sind jetzt von Antonia Wesseling
Drama, Emotion und eine Flucht aus dem Alltag!
Was macht man, wenn der eigene Traum platzt? Und man dann vielleicht auch noch on top von seinem festen Freund mit seiner besten Freundin betrogen wird? Wenn einem so der Boden unter den Füßen weggerissen wird, ist man vermutlich ziemlich verloren. Elodie passiert genau das in "Les Bouttiers – Wir sind jetzt".
Es kommt ihr da gelegen, dass ihr Großvater die Familie nach Paris ruft, um das Modeimperium Bouttiers zu retten. Dort trifft sie auf Adam (sehr heiß) und Gabriel (heiß), welche sie (und auch uns) gefühlsmäßig ziemlich durcheinanderbringen.
Dieses Buch zu lesen, war mir wirklich ein inneres Blumenpflücken! Ich hab es wirklich genossen, mich in meinem gerade sehr stressigen Alltag in diese Geschichte zu flüchten. Es war angenehm leicht zu lesen, immer unterhaltsam und manchmal auch spicy. Elodie habe ich bei ihren Problemen stets gerne begleitet und hab mich immer richtig gefreut, wenn sie über sich hinauswachsen konnte. Genauso habe ich auch mit ihr gelitten. Adam und Gabriel hingegen waren beide einfach … ansprechend. Sehr. So sehr, dass ich mich nie entscheiden konnte, wer jetzt besser für Elodie ist. Ständig habe ich da die Seiten wechseln müssen.
Aber auch die vielen kleinen Nebencharaktere haben die Geschichte so wirklich lebendig gemacht. Wobei es da die ein oder andere Figur gab, bei der ich mir noch nicht sicher war, was genau ihre Funktion in der Story ist. Jedoch glaube ich daran, dass diese im zweiten Band sicher einen Sinn bekommen.
Der Paris-Vibe ist dafür aber durch und durch on point gewesen! Gerade die kleinen französischen Wörter zwischendrin haben einen nicht vergessen lassen, wo man eigentlich ist. Besonders positiv sind mir dabei die ganzen Umschreibungen der im Buch vorkommenden Fashion-Shows im Kopf geblieben. Da hat man wirklich gemerkt, mit wie viel Herzblut sich dem Thema gewidmet wurde.
Was soll ich also sagen? Mir hat das Buch einfach unendlich Spaß gemacht, zu lesen! Ich bin sehr gespannt, was der Folgeband nun alle so mit sich bringt. Emotionales Chaos ist auf jeden Fall vorprogrammiert.
Rezensionen von brauneye29:
Hazel sagt Nein von Jessica Berger Gross
Toll!
Zum Inhalt:
Um Geld zu sparen und ein ruhigeres Leben zu führen, ziehen die Blums von New York nach Riverburg, wo Vater Gus auch endlich als Professor arbeiten kann. Als die achtzehnjährige Hazel gleich am ersten Tag zum Schuldirektor gerufen wird, ahnt sie noch nichts Böses. Doch was er von ihr verlangt ist unglaublich.
Er will eine sexuelle Beziehung mit ihr. Hazel sagt nein und das löst eine Kette von Ereignissen aus.
Meine Meinung:
Wow, was für ein tolles Buch! Ich finde es richtig gut, dass so ein Thema mal aufgegriffen wird und auch die Schattenseiten der Betroffenen zeigt und zwar nicht nur des Opfers sondern eben auch das ganze Umfeld des Opfers. Auch dass die Medien dann so auf Hazel aufmerksam werden, hat mir gut gefallen. Was natürlich auch interessant war und vermutlich auch oft nicht so im Fokus steht, dass die Familie des Täters auch plötzlich vor den Scherben steht und erstmal klar kommen muss. Ich fand das Buch wirklich rundum gelungen und ich habe es förmlich verschlungen.
Fazit:
Toll!
Rezensionen von robertp:
Heaven's Gate von Daniel Faßbender
Weißwasser
Die Hauptperson Caruso ist ein etwas heruntergekommener deutscher Surfer und einziger Privatermittler auf der philippinischen Insel Surogao. Er erhält den Auftrag Juan, einen jungen Surfer, zu finden. Seine Mutter macht sich Sorgen. Caruso denkt zuerst, dass er in einer Welle gestorben sein könnte und macht sich auf die Suche.
Wir lernen auch noch Dietmar „Diego“ Miehle ehemals „Kokskönig“ kennen. Nach dem Gefängnis plant er sich mit seiner Biographie zur Ruhe zu setzen. Wird leider nichts mit einem Vertrag, aber dafür tritt sein Sohn in sein Leben, der entführte Surfer nämlich.
Die Insel birgt nicht nur ein Geheimnis. Wellenreiter und Touristen, Drogenhändler und bestechliche Polizisten und Politiker beherrschen das Paradies. Das dieses Eden für Caruso plötzlich zur Hölle wird hat er nicht erwartet. Denn während er das Surfen einer Welle wie ein Projekt angeht, jede Nuance bedenkt, Risiken im Vorfeld ausschließt, stolpert er im Vermisstenfall von einem Minenfeld ins Nächste.
Die ersten hundert Seiten lese ich in einem Zug. Der Detektiv ist ein sympathischer Aussteiger mit jeder Menge Geheimnisse. Manche lüften sich, andere bleiben verschlossen. Die Suche wird bald international, als Caruso die Verbindung zwischen Juan und Diego entdeckt. Schon sind alle Wahrheiten auf den Kopf gestellt. Caruso kann niemand mehr trauen und muss, um sich selbst zu schützen einen Kampf ums Überleben führen.
Für alle die Surfer Romantik mit Verbrechen gewürzt schmecken wollen. Ein rasanter Aussteigerroman, der zu einem Thriller mit tödlichem Ausgang und dem Untergang eines Paradieses wird. Auch als Einstieg in die Wellenreiterthematik geeignet, denn als Erstes lernt man im Weißwasser eine Welle zu stehen. Der Autor Daniel Faßbender ist selbst Surfer uns kennt die Szene aus eigner Erfahrung, das merkt man sobald die Handlung im Surfer Milieu spielt.
Rezensionen von Harakiri:
Die Begine und das dunkle Geheimnis von Silvia Stolzenburg
Harte Zeiten in Ulm
Ein Dämon geht um in Ulm. Und die ehemalige Begine Anna ist des Mordes verdächtig. Zwar ist schnell ihre Unschuld erwiesen, aber die Suche nach dem Dämon lässt sie nicht los. Und dann verschwinden auch noch ein paar Kinder – natürlich kann Anna da die Füße nicht stillhalten.
Bereits der 8. Band der Erfolgsserie der Begine von Ulm.
Und wieder konnte mich das Buch begeistern. Wie immer mischt die Handlung geschickt historische Elemente und einen Kriminalroman. Anna, die Protagonistin ist mutig, klug und handelt immer sehr eigenwillig und selbstständig, was sie immer wieder in Schwierigkeiten geraten lässt. Aber das macht sie auch sympathisch. Auch die anderen Charaktere sind abwechslungsreich gestaltet und immer unterteilt in Gut und Böse.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Beschreibung des Lebens im Mittelalter. Hier wird nicht gezaudert, Bösewichte werden peinlich befragt – hier braucht es teilweise einen starken Magen – oder gleich aufs Rad geknüpft. Auch die Beschreibung der Krankheiten und der damaligen Heilmethoden fand ich wieder sehr gelungen.
Fazit: gute Unterhaltung mit Lokalkolorit für alle, die historische Krimis mögen.
Rezensionen von brauneye29:
Wellengrab von Stefan Ahnhem
Sehr spannend
Zum Inhalt:
Fabian Rusk ist gerade mit Tochter Matilda auf seinem Segelboot unterwegs als ein totaler Stromausfall die Küste Schwedens in Dunkelheit versinken lässt. Dann werden Fabian und seine Kollegen mit unerklärlichen Fällen konfrontiert, die scheinbar einen Zusammenhang mit dem Blackout haben.
Und dann meldet sich auch eine frühere Freundin, deren Tochter verschwunden ist.
Meine Meinung:
Das war mal ein hochspannender Thriller, der einem mehr als einmal eine Gänsehaut verpasst hat. Dieser totale Blackout allein hatte schon Gänsehautpotenzial, denn man mag sich ja kaum vorstellen, dass so etwas mal passiert und welche Folgen das haben kann. Die Story ist enorm komplex und man muss die Sinne zusammen halten um der Story zu folgen. Die unterschiedlichen Handlungsstränge sind alle auf ihre Art total interessant, besonders spannend fand ich die Hintergründe der Geschichte, das perfide Vorgehen Kinder zu benutzen. Insgesamt schon ein Buch, dass überrascht und mich gut unterhalten hat. Ich hatte auch die Gelegenheit, das Hörbuch zu genießen und auch das hat mir gut gefallen. Klare Leseempfehlung.
Fazit:
Sehr spannend
Rezensionen von Phija:
Heartbreak Hotel von Micol Arianna Beltramini
Es gibt immer jemanden, der uns versteht!
Ich hab es geliebt! Ich hab es so geliebt, dass mein Herz gebrochen wurde, als es vorbei war. "Heartbreak Hotel" ist für mich jetzt schon definitiv ein Jahreshighlight, welches für immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben wird.
In "Heartbreak Hotel" treffen wir auf vier Jugendliche, denen auf irgendeine Weise ihr Herz gebrochen wurde und die nun mit ihrem Schmerz einen Umgang finden müssen.
Schuld, Verlust, die Probleme (queerer) Liebe, Hoffnung und zweite Chancen.
Obwohl die Themen in dem Graphic Novel alles andere als leicht sind, werden sie mit einer erfrischenden Lockerheit behandelt, ohne irgendwas seine Ernsthaftigkeit abzusprechen. Der Schreib- und Erzählstil war wirklich top und hat mich sogar an der ein oder anderen Stelle zum Schmunzeln gebracht.
Ein wirkliches Highlight sind jedoch an "Heartbreak Hotel" die Zeichnungen! Sie sind so liebevoll, mit kleinen Details gespickt und pure Emotion. Alle Figuren (gerade die tierischen Wesen) haben alleine durch die Bilder so viel Charakter bekommen. Sie wirkten wirklich auf eine fast schon absurde Art so echt! Genauso sind auch die Entwicklungen, die alle durchmachen, total gut durchdacht. Bei jedem Einzelnen habe ich so unglaublich mitgefühlt und ihn auf seine Art geliebt.
Der Graphic Novel trifft wirklich genau den Zahn der Zeit. Die Geschichte ist so nah an der tatsächlichen Lebensrealität der Jugendlichen, wie ich es gerade bei so sensiblen Themen selten erlebe. Das Einzige, was ich an dem Buch wirklich hasse, ist, dass es erst jetzt rausgekommen ist. Denn mein fünfzehnjähriges Ich hätte dieses Buch so dringend gebraucht!
Rezensionen von Phija:
Half His Age von Jennette McCurdy
Wann bin ich es wert, geliebt zu werden?
Keine Bedürfnisse äußern. Ja, darauf achten, nicht zu viel zu sein und erst recht nicht kompliziert. Sonst wird dich niemand lieben. Das denkt zumindest die siebzehnjährige Waldo in "Half His Age". Zugegeben, in dem Denken habe ich gerade mein jüngeres Ich absolut wiedererkannt. Und manchmal, da ertappe ich mich noch heute bei solchen Gedanken.
Aber machen Bedürfnisse und echte Gefühle einen Menschen nicht eigentlich attraktiv?
Waldo verguckt sich gleich in der ersten Stunde in ihren Lehrer Mr. Korgy. Viel zu alt und unerreichbar. Aber in ihren Augen ist er etwas Besonderes Und so kann sie nicht anders, als dafür zu sorgen, dass er sie wahrnimmt. Der Roman ist jedoch etwas ganz anderes als eine sensationsgeile Schüler-Lehrer-Romance. Hier geht es viel tiefer: Female Rage, Konsum, Macht (-missbrauch), Sexualität, Familie, Klassenunterschiede. Eine ganze Bandbreite an Themen, die alle würdig behandelt werden.
Die Sprache des Buchs ist ziemlich derb und direkt. Dies muss man tatsächlich einfach mögen, sonst wird man mit der Geschichte nicht warm werden. Wenn man es mag - so wie ich - wird man sehr schnell süchtig nach diesem Buch. Ich konnte es tatsächlich kaum aus der Hand legen, auch wenn die Handlung eher ohne krasse Höhepunkte daher kommt. Waldo war für mich jedoch ein so sympathischer Charakter, dass ich einfach wissen musste, was mit ihr geschieht bzw. wie sie sich entscheiden wird, wann sie endlich merkt, was sie wirklich braucht. Das Buch hat dazu sehr kurze Kapitel, was ich einfach auch absolut liebe! Letztendlich hatte ich das Buch in gerade so 24 h einfach verschlungen.
Tatsächlich hatte ich danach ein unglaubliches Bedürfnis über das gelesene zu sprechen und das schafft selten eine Geschichte. Ich würde fast sagen, irgendwas in mir hat das Buch geheilt. Da sind so viele Sätze drin, die ich mir markieren wollte, es aber nicht konnte, weil ich keinen Textmarker hatte. Deswegen, aber auch weil diese Geschichte etwas mit mir gemacht hat, was für mich noch nicht ganz greifbares mit mir gemacht hat, ist das für mich ein Buch was ich auf jeden Fall noch mal lesen will.
Wer feministische Romane mag, wird mit dem Buch auf jeden Fall nichts falsch machen. Ich habe einfach selten ein Buch gelesen, was den aktuellen Zeitgeist so auf den Punkt getroffen hat, weshalb ich nur sagen kann lest es!
Rezensionen von gabiliest:
Berchtesgaden von Carolin Otto
Verdrängte Schuld
In ihrem ersten Roman, “Berchtesgaden”, hat sich die bekannte Drehbuchautorin Carolin Otto der unmittelbaren Nachkriegszeit angenommen. Der Krieg ist zu Ende, das Führer- Hauptquartier auf dem Obersalzberg verwaist, die amerikanischen Besatzer übernehmen die Macht. Auf dem ausdrucksstarken Cover findet sich das gut gewählte Sujet einer jungen Frau in der Kleidung der damaligen Zeit.
Der Schauplatz des Romans ist Berchtesgaden im südöstlichen Zipfel Oberbayerns. Zwei junge Mädchen, Sophie und Magda, bestaunen das verlassene Haus von Albert Speer, Hitlers Architekten. So viel Wohlstand! Nach einigem Zögern beschließen die Mädchen zu plündern, wie so viele andere auch. Als Sophies geliebter Bruder Max das Beutegut sieht, wirft er der Familie Verrat vor, denn Max ist überzeugter Nationalsozialist und Mitglied der SS. Spät wird Sophie mit den ungeheuerlichen Verbrechen der SS konfrontiert werden, die begangenen abscheulichen Untaten werden von Max lapidar damit gerechtfertigt, dass Krieg war und töten sein Geschäft. Seine Schilderungen werden das, was Sophie bereits als Schreibkraft beim amerikanischen Military Government erfahren hat, an Gräuel weit übertreffen. Max schreckt auch nicht davor zurück, Magda, die ihn bis zur Besessenheit liebt, auszunutzen.
Der Autorin ist es gelungen, ein detailliert recherchiertes Geschichtspanorama darzustellen, ein umfangreiches Quellenverzeichnis findet sich am Ende des Buches. In ihrem Nachwort betont Carolin Otto, dass viele ihrer Charaktere historisch belegt sind, so Dr. Kriss, von den Nazis zum Tode verurteilt, der unter amerikanischer Besatzung Bürgermeister von Berchtesgaden wurde. Mehrere historische Kriegsfotografinnen dienten als Vorbild für die Figur die amerikanischen Reporterin Meg, die erschütternde Bilder macht und in ihr Heimatland sendet, jedoch auch an Raubkunst Interesse hat.
Das Buch beschreibt, wie leicht Schuld verdrängt wird, wie sehr sich die Menschen nach dem Krieg die Normalität zurückwünschten. Sophie ist das Beispiel einer jungen Frau, die sich lange nicht mit dem Kriegsgeschehen auseinander gesetzt hat und die hoffnungsvoll und anfänglich auch naiv in die Zukunft blickt. Sie verliebt sich in den schwarzen GI Sam, der lieber als Sieger in Deutschland bleibt, als die Rassendiskriminierung in Amerika zu erleben. Dennoch verstößt die Beziehung gegen das Fraternisierungsverbot.
Der Halbjude Frank Rosenberg, aus Deutschland geflohen und nun als Besatzer zurückgekehrt, ist für die Verhöre der ehemaligen Nationalsozialisten zuständig. Nur wenige bekennen sich schuldig, die meisten Menschen berufen sich auf Befehlsnotstand. So wie fast alle Familien hat auch Frank eine Tote zu betrauern, allerdings hofft er, dass seine Nichte noch am Leben ist.
Auch die weiteren handelnden Personen sind lebensnah beschrieben. Magda ist mit Mutter und Tante vor den Russen geflohen; Ali, eine Schauspielerin, hat ein Verhältnis und ein Kind mit einem ranghohen deutschen Soldaten; Dr. Kriss versucht, das Leben für die Einwohner von Berchtesgaden zu verbessern.
So findet sich in den parallel laufenden, jedoch auch miteinander verwobenen Handlungssträngen des Buches die Schilderung der damaligen Lebensrealität, die Täter und Opfer, Mitläufer und weiterhin überzeugte Nationalsozialisten zusammenbringt.
Der Schreibstil von Carolin Otto ist beobachtend, erzählend, fast plakativ. Die Stofffülle des Buches und die Vielzahl der handelnden Personen bewirkt jedoch auch, dass die Lesenden zwar einen guten Überblick über die Nachkriegszeit in diesem Lieblingsort des Führers erhalten, allerdings gibt es nur einige Szenen, die tatsächlich berühren. Dennoch ist es die Intention des Romans, aufzuzeigen, wie leicht Unrecht verdrängt wird und wie schwierig die Aufarbeitung der damaligen Geschehnisse auch heute noch ist. Leider bleiben im Roman viele Handlungsfäden unverknüpft, hier wäre ein zweiter Band wünschenswert.
Carolin Otto hat mit “Berchtesgaden” ein ausgezeichnet recherchiertes Buch geschrieben, das als Plädoyer für die Demokratie verstanden werden soll und das Geschehnisse wieder ins Gedächtnis ruft, über die zu schweigen unerträglich wäre.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine von Markus Heitz
Wieder sehr abenteuerlich und ein bisschen schräg
Ich bin irgendwie dieses Mal nicht so richtig in einen guten Lesefluss reingekommen. Kann aber auch nicht genau festmachen, woran es lag. Der Erzählstil ist genau wie im ersten Band sehr temporeich mit vielen schnellen Perspektivwechseln.
Die Geschichte setzt dort an wo das erste Buch endete. Durch die vielen Handlungsstränge und Geschichtenteile ist es manchmal etwas unübersichtlich und ich wäre manchmal gerne länger an Stück in einer Storyline verblieben.
Es hat zwar geholfen, dass die Figuren anfangs nochmal zusammengefasst wurden, bin trotzdem zwischendurch mal raus gewesen.
Die Geschichte ist wieder super abenteuerlich, voller übernatürlicher Wesen und alter Geheimnisse.
Ich fand vor allem die Storyline rund um die Teufel des Klosterbergs richtig spannend. Und die norwegischen Märchen ist einfach auch ein supernetter Gimmick, auch wenn sie so ein bisschen den Lesefluss stören.
Die Storyline rund um dir entführten Kinder wars dagegen eher nicht so für. Einfach auch, weil ich da die Lösung zum Ende auch irgendwie nicht so ganz stimmig und glaubwürdig finde. Aber ok, kannst halt Main Characters wie Irida auch nicht aus der Handlung kegeln, weil jemand anders eigentlich ihren Platz einnehmen müsste. Trotzdem war das so ein bisschen ernüchternd.
Das neue Rätsel, was hier schon angeteasert wird, hört sich dagegen wieder ganz cool an.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Barbara Maria Angerer:
Im ersten Licht von Norbert Gstrein
Düsternis und Licht
Ein Buch über das Leben eines Professors für Geschichte, hat auf beeindruckende Weise mein Puzzle über die beiden Weltkriege, die über unser Land und unsere Familien hinweggefegt sind, erweitert und vergrößert.
Der Autor Norbert Gstrein, 1961 in Tirol geboren, hat wohl auch Großeltern und Eltern in der Sprachlosigkeit der Kriegstraumata erlebt.
Mit seinem Spannungsbogen von der Zeit vor dem ersten Weltkrieg und der "Kaisertreue", über die düstere Zeit des Nationalsozialismus bis hin zur Diskussion über unseren ehemaligen Bundespräsidenten mit fragwürdigem Kriegshintergrund, erschließt uns Norbert Gstein ungemein feinfühlig und zart die Geschehnisse durch fast ein Jahrhundert. Er macht die Geschichte unseres Landes dadurch für uns Nachgeborene "be-greif-barer" und gibt dem unfassbaren Leid unserer Vorgenerationen Sprache, Gesichter - auch entstellte - und erweitert den Blickwinkel auf die unterschiedlich erlebten Realitäten.
Das Buch sensibilisiert für die fragile Kostbarkeit des Friedens und ist dadurch durchaus lichtvoll. Unbedingte Leseempfehlung!











