Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lealein1906:
Aufgeben können die anderen von Lena Johannson
Ein ganz wichtiges Buch
„Aufgeben können die anderen“ ist wirklich ein wunderbares und wichtiges Buch, darüber, wie sehr Frauen darum kämpften mussten, um Sport in der Öffentlichkeit zu betreiben und auch an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Ich habe mich sehr gefreut, über dieses spannende Thema zu lesen und gebe auf jeden Fall fünf Sterne.
Alice hat früh das Schwimmen und später auch das Rudern für sich entdeckt. Doch immer wieder muss sie als Frau, die sich in der Öffentlichkeit sportlich betätigt, rechtfertigen und verspotten lassen. Doch das treibt sie nur noch mehr an. Ihr Ziel: dass jede Frau den Sport ausüben darf, den sie möchte, wann und wo immer sie möchte, und die Öffnung aller Sportarten der Olympischen Spiele für Frauen. Doch der Weg ist steinig und weit, zumal sie auch persönliche Unglücke zu verkraften hat. Führt von Frankreich nach England und wieder zurück.
Die Geschichte von Alice zu verfolgen, hat sehr viel Spaß gemacht, es sind gute Ausschnitte gewählt, um ihre Lebensgeschichte, ihre Motivation, ihren Kampf zu erzählen. Sie ist eine ganz besondere Frau, die ich davor noch nicht kannte, und ich bin froh, dass ich das nun tue. Sie ist ein Vorbild für alle.
Ich habe schon mehrere Bücher von Lena Johansson gelesen, ich mag ihren Schreibstil und ihre akribischen Recherchen, dass sie starke Frauengeschichten wieder lebendig werden lässt. Diese Lebendigkeit spürt man durch den ganzen Roman, fiebert mit Alice mit, ist erschüttert über das damalige Frauenbild in der Öffentlichkeit. Kaum vorstellbar, was für uns heutzutage einfach normal ist, ich danke diesen Frauen, die damals so mutig vorangegangen sind, und der Autorin, dass sie genau darüber schreibt.
Dieses Buch gibt allen Frauen Kraft, an sich und ihre Leistungen zu glauben und sich nicht unterkriegen zu lassen, ich kann das Buch deswegen nur herzlich weiterempfehlen und freue mich auf weitere Bücher in dieser Reihe „Sternstunden der Frauen“ und von Lena Johansson.
Rezensionen von Lealein1906:
Bella Karamella - Achtung, zauberhafte Freundin! von Gundi Herget
Süßigkeiten und Zauberei
„Bella Karamella“ ist ein schönes Buch über Freundschaft und Süßigkeiten, das beim Lesen am Ende doch viel Spaß gemacht habt. Hinzu kommen zauberhafte Illustrationen. Dafür gebe ich sehr gute vier Sterne.
Eines Tages lernen sich Elfie und Naschhexe Bella Karamella kennen, nach einigen Startschwierigkeiten freunden sie sich an und haben verschiedene Missionen, zum einen für Bella Karamella einen neuen Zauberstab herstellen (den anderen hat sie aufgegessen), zum anderen Elfie in der Schule helfen, dort hat sie nämlich nicht den besten Stand.
Doch dann stellen die beiden Bonbons her…
Ich muss zugeben, dass mich das Buch am Anfang nicht direkt überzeugen konnte. Dass Bella Karamella so uneinsichtig ist, wenn sie Elfie die Süßigkeiten wegisst, obwohl sie nur ganz wenige hat und dann sogar das Geschenk für die Mutter anknabbert. Das tut etwas weh im Herzen. Aber zum Glück habe ich weitergelesen. Denn sobald das erste Mal der Süßigkeitenladen „Leckerei“ auftaucht, nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf und wird richtig herzlich. Da kann man dann gar nicht schnell genug weiterlesen.
Das Buch hat viele schöne und wichtige Themen für Kinder, wie Freundschaft und Unterstützung, Selbstbewusstsein bekommen, nicht immer dem ersten Eindruck glauben. Das ist super. Die Schrift ist recht groß, also für die Kinder dann auch zum Selbstlesen geeignet, oder natürlich zum Vorlesen. Mit 180 Seiten, ist es aber ein bisschen länger. Das ganze Buch ist farbig illustriert, fast auf jeder Seite gibt es zumindest kleine Bildchen oder auch große, die das Gelesene schön untermauern. Und natürlich bekommt man beim Lesen auch viel Lust auf Süßigkeiten (von denen man übrigens auch etwas über die Herstellung lernt).
Ich kann das Buch nur herzlich für Kinder weiterempfehlen.
Rezensionen von Lealein1906:
Versprich mir, dass du tanzt von Dani Atkins
Toller, tiefgründiger Liebesroman
Gleich zwei Liebesgeschichten werden in diesem Roman erzählt, und das sehr emotional und tiefgehend. Ich bin sehr gerne in den Mix aus Vergangenheit und Gegenwart eingetaucht und gebe dem Buch mit großem Vergnügen fünf Sterne.
Schon der Prolog mit den letzten Stunden von Adam ist sehr emotional und tiefgehend, rührt einen zu Tränen.
Dann starten wir in einen Mix aus Vergangenheit und Gegenwart. Viel muss aufgearbeitet werden und so lernen wir nach und nach die Geschichten von Lily, Adam und Josh kennen, während das Wiedersehen zwischen Lily und Josh im aktuellen Strang unter keinem guten Stern steht.
Ich war von der ersten Seite an drin und das Buch hat mich auch nicht mehr losgelassen. Man ist mit der Emotion die ganze Zeit dabei, der Schreibstil ist wunderbar zu lesen (wie von Dani Atkins gewohnt) und lässt die Seiten nur so dahin fliegen. Die Geheimnisse bleiben bis fast zum Schluss gewahrt und werden erst nach und nach gelüftet, nach und nach ergeben die Puzzleteile ein Bild, dieser Aufbau ist sehr gelungen. Die Charaktere sind nahbar, haben auch Fehler, man kann sich gut mit identifizieren. Und zwischen durch geht es auch noch um Backen und eine tolle Frauenfreundschaft. Alles sehr gute Komponenten, die das Buch besonders machen.
Das Einzige, was ich gar nicht verstehe, ist der Titel. Ich entschuldige mich, falls ich es überlesen haben sollte, aber weder geht es in dem Buch um Tanzen, noch kommt je dieses Zitat vor. Natürlich ist die Botschaft klar, aber da hätte ich schon etwas bevorzugt, dass mehr Bezug zum Buch hat. Auf Englisch heißt das Buch übrigens „Always you and me“, sicher nicht sonderlich kreativ, aber auf jeden Fall treffender.
Trotzdem ist das Buch einfach toll, ich kann es nur weiterempfehlen für jeden, der sich auf eine emotionale Reise voller Liebe machen will.
Rezensionen von Lealein1906:
Heart of Night and Fire von Nisha J. Tuli
Neuer toller Reihenauftakt
Ich habe schon die erste Fantasyreihe von Nisha J. Tuli gelesen, deswegen war ich neugierig auf ihr neues Werk. Und bin wieder begeistert. Vor allem das ganze orientalisch Angehauchte hat mir hier total gut gefallen. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände und gebe gerne wieder fünf Sterne.
In der Geschichte geht es um Zarya, die jahrelang in einem Sumpf "gefangen" gehalten wurde - zu ihrem Schutz? Doch eines Tages ist ihr Wärter/Beschützer verschwunden, sodass sie endlich Freiheit hat und in die Juwelenstadt Dharati gelangt.
Doch dort ist es nicht gerade sicher, denn die Dämonen greifen an und es wartet anderes Unheil. Und was ist mit ihren neuen unsterblichen Freunden? Wem kann sie vertrauen und wem nicht?
Die Geschichte hat mich sofort in den Bann gezogen (danke für die Karte am Anfang, sowas finde ich immer sehr gut und es hilft bei der Orientierung). Es macht Spaß diese neuartige Welt mit ihren Dämonen kennenzulernen. Zarya ist ein guter Hauptcharakter, auch wenn sie viel Wut in sich trägt. Es gibt eine Menge Geheimnisse, die man natürlich gerne direkt entschlüsseln würde - aber step by step. Die anderen Charaktere sind sehr vielschichtig und bringen unterschiedliche Facetten mit in die Geschichte.
Der Schreibstil hat mir wieder gut gefallen, nur am Ende haben sich die Ereignisse vielleicht etwas zu viel überschlagen. Aber das macht natürlich sehr neugierig auf die Fortsetzung. Und natürlich darf ich nicht die tolle Aufmachung des Buchs vergessen. Die Gestaltung ist wunderschön, gerade mit dem Farbschnitt und die anderen Teile sind auch so schön, die sehen sicher toll zusammen aus.
Rezensionen von kuhasi:
Ein Herz aus Papier und Sternen von Cecelia Ahern
Zu viele komische Gedichte, sonst schön.
Mit einem Buch von Cecelia Ahern kann man ja nie etwas falsch machen, allerdings hat es diesmal ziemlich lange gedauert, bis der Roman mich "abgeholt" hat.
Vielleicht lag es an der von meiner Seite aus nicht ganz nachvollziehbaren Situation, oder an den Origami-Gedichten, die ich so etwas von komisch fand, auf alle Fälle bekommt die Autorin von mir diesmal nicht die volle Punkteanzahl.
Irgendwo finde ich das in der heutigen zeit alles etwas realitätsfremd.
Das Cover ist wunderschön und auch die Liebesgeschichte selbst ist einfallsreich und positiv anders.
Pip wohnt mit 32 Jahren immer noch zu Hause, weil sie als Teenager einen Fahler mit Folgen gemacht hat. Dieser "Ausrutscher" ist Tochter Isabella, der das Leben der Familie damals gehörig durcheinandergebracht hat.
Von den Eltern wird Pip sehr klein gehalten und erinnert vom Verhalten eher an einen Teenager, sogar die eigene Tochter begehrt mehr auf und beharrt auf ihre Rechte im Gegensatz zu ihr. Für Pip gibt es nur ihre Arbeit, den Haushalt und geheim in ihrem Zimmer ihre Origamifaltereien und Gedichte.
Wenn die Eltern und vor allem Mutter Josephine nicht gewesen wären, hätte Jamie, der Vater von Isabella (Bella) wohl bei weitem besseren und qualitativen Kontakt zu seiner Tochter, da er sich das selber auch immer wieder gewünscht hat. Nur in dieser Geschichte gibt es das nicht, weil die Beiden voneinander ferngehalten wurden.
Warum auch immer bricht Pip plötzlich aus der strikten Ordnung aus und lernt dadurch auch neue Bekanntschaften kennen. Unter anderem Io, ein Astronom, der hier angeblich nach wichtigen Signalen sucht. Auch Jamie kommt wegen familiärer Umstände wieder in die Kleinstadt zurück und es knistert zwischen dem ehemaligen Paar wieder gewaltig.
Das Ende ist schön, wie meist bei Cecelia und daher bekommt das Buch auch noch 4 von 5 Punkten von mir.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Maria Dörfler:
Die Passantin von Nina George
Eine gute Story, aber....
Eine gute Geschichte, eine sehr erfolgreiche Frau, der es "an nichts fehlt", bekommt mehr durch Zufall als geplant, die Chance, aus ihrem bisherigen Leben radikal auszubrechen.
Auf diesem Weg, mit neuer Identität, begibt sie sich auf eine Reise zu Facetten ihrer Persönlichkeit, die sie vorher nicht gekannt, vielleicht geahnt hatte.
Unzufrieden in und mit ihrem Erfolg geht sie diesen Weg ziemlich konsequent, ohne zu wissen, wohin er sie führen wird. Spannend, gut geschrieben, flüssig zu lesen, aber.....
Dann beginnt alles zu viel zu werden: die Geschichten der Menschen, denen sie begegnet. Der Verlauf der Story wirkt auf mich konstruiert, ein wenig nach dem Motto: nur nichts auslassen.
Daher 4 Punkte und nicht 5. Aber ich würde das buch durchaus empfehlen!
Rezensionen von Anilam:
Limerick Love. Break the Rules von Kristin MacIver
Mutig, romantisch und voller Herzklopfen
Limerick Love. Breake the Rules von Kristin Maclver hat mich sofort neugierig gemacht – eine historische Liebesgeschichte kombiniert mit einem Sportthema? Das klang für mich nach einer frischen Idee und genau das bekommt man hier auch! Die Autorin entführt in das verschneite Irland des 15. Jahrhunderts und erzählt die Geschichte der jungen Lady Vivienne, die sich nach Freiheit, Selbstbestimmung und ein bisschen Abenteuer sehnt.
Vivienne war mir sofort sympathisch. Sie ist mutig, rebellisch und bereit, für ihre Freiheit zu kämpfen – auch wenn sie dafür große Risiken eingeht. Als sie sich als Junge verkleidet und heimlich aus der Burg schleicht, um sich einem Hurling-Team anzuschließen, beginnt ein spannendes, emotionales Abenteuer, das mich bis zur letzten Seite nicht losgelassen hat. Viele Wendungen kamen völlig unerwartet und man hatte kaum Zeit richtig durchzuatmen, weil so viele spannende Szenen beschrieben wurden.
Wer auf Forbidden Love steht, kommt hier definitiv auf seine Kosten. Ich habe die Liebesgeschichte von Anfang bis Ende genossen – und ehrlich gesagt, zwischendurch selbst ein bisschen für Ruairí geschwärmt.
Ein sehr gelungener Auftakt, in einem Setting was mir so noch nicht in die Finger kam - ich freue mich schon auf Band 2, in der es um die Geschichte von Slaine gehen soll.
Rezensionen von Anilam:
Robin the Hood - Wie klaut man eine Stadt? von Rüdiger Bertram
Ein witziges und spannendes Abendteuer
'Robin the Hood – Wie klaut man eine Stadt' hat uns richtig gut gefallen! Schon der Einstieg mit dem Banküberfall ist total ungewöhnlich und sorgt sofort für Spannung. Im Buch lernen wir Robin kennen, der eine ziemlich außergewöhnliche Familie hat – denn bei ihnen sind alle professionelle Diebe.
Dadurch begegnet man im Laufe der Geschichte vielen verschiedenen Figuren, die alle auf ihre eigene Art sympathisch und liebenswert sind. Was mir besonders gefallen hat: Trotz seiner Karriere als Dieb ist Robin total sympathisch. Er ist freundlich, charmant und hat immer einen witzigen Spruch auf Lager – man kann ihn einfach nicht unsympathisch finden.
Zwischendurch gibt es immer wieder kleine Comics, die perfekt in die Geschichte eingebaut sind. Das macht das Buch total abwechslungsreich und bringt die Szenen richtig zum Leben. Die Mischung aus Text und Comic gefällt uns super. Das Buch hat genau die richtige Mischung aus Spannung, Witz und Herz. Es passiert immer etwas, aber trotzdem bleibt Zeit für die lustigen und rührenden Momente. Besonders das Ende war richtig spannend und hat Lust auf den nächsten Band gemacht.
Insgesamt ein Buch, das einfach Spaß macht – humorvoll, kreativ und mit Figuren, die man sofort ins Herz schließt. Für mich ganz klar fünf Sterne!
Rezensionen von Tabuletta:
Pearls & Skulls, Band 1 - Unsterblich von Sandra Grauer
Biker & Vampire
Paige würde gerne wie die anderen Partygäste Mardi Gras ausgelassen feiern. Doch leider muss sie die Stadt vor den Vampiren beschützen. Den diese fallen immer während Mardi Gras in New Orleans ein und Paige versucht mit ihrer Bikergang, die Menschen vor dem Aussaugen zu bewahren. Durch einen Zwischenfall müssen beide Seiten miteinander auskommen, denn es gibt einen neuen Feind und Biker und Vampire arbeiten jetzt zusammen.
Widerwillig muss Paige mit Lavaughn auskommen. Doch er ist unausstehlich. Er stellt seine Arroganz jede Minute zur Schau. Aber je mehr Zeit Paige mit Lavaughn verbringt, fängt sie an ihr Wissen über Vampire anzuzweifeln.
Die Charaktere sind gut beschrieben. Paige ist eine starke Persönlichkeit. Sie lässt sich nichts vormachen, sie trägt eine Last mit sich und beschützt die Menschen. Lavaugh zeigt am Anfang seine arrogante und selbstverliebte Seite, doch je näher sie sich kommen, desto mehr zeigt er von sich.
Die Spannung ist schon ab der ersten Seite vorhanden und steigert sich zunehmend. Durch den Personenwechsel wird die Spannung noch mehr aufgebaut.
Der erste Teil der Diologie war toll und ich bin schon auf den zweiten Teil gespannt.
Rezensionen von Ruth:
Lebensbande von Mechtild Borrmann
Freundschaft in schweren Zeiten
Wenn von Mechtild Borrmann ein neuer Roman erscheint, greife ich immer sofort zu. Denn bisher bin ich noch nie enttäuscht worden, verbindet sie doch äußerst gekonnt zeitgeschichtliche Ereignisse mit dem Schicksal ihrer Protagonisten. Dafür hat sie schon zahlreiche Preise erhalten. Ihrem Schreiben geht auch immer eine intensive Recherchearbeit voraus, das lässt ihre Geschichten lebensecht und stimmig wirken.
Ihrem neuesten Roman „Lebensbande“ ist ein Zitat des amerikanischen Schriftstellers Ralph Waldo Emerson vorangestellt: „Der einzige Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein.“ Um die Freundschaft dreier Frauen in schweren Zeiten geht es im Buch.
Lene, eine junge Frau aus einem Dorf nahe der niederländischen Grenze, verliebt sich Anfang der 1930er Jahre in den Holländer Joop. Ihre Eltern sind strikt gegen diese Verbindung und tun alles, um sie zu unterbinden. Mehr oder weniger ungewollt schlittert Lene dann in eine Ehe mit einem gewalttätigen Mann. Bei der Geburt ihres ersten Kindes kommt es zu Komplikationen mit Folgen für den Sohn. Leo stottert und hat leichte Lernverzögerungen, nichts Schlimmes eigentlich. Doch in Nazi-Deutschland ist das Urteil „Schwachsinn“ schnell gefällt. Lene wird die elterliche Fürsorge entzogen und ihr Sohn kommt im Winter 1940 als „Reichsausschusskind“ in die Kinderabteilung der Heil - und Pflegeanstalt Bonn.
Hier arbeitet die Krankenschwester Nora, eine Cousine von Lene. Diese kümmert sich nun fürsorglich um Leo. Als dem Jungen die Verlegung in eine andere Einrichtung droht, die Schlimmes ahnen lässt, riskiert sie ihr Leben, um ihn zu retten.
Lieselotte, eine glühende Anhängerin der Nazi- Ideologie, begegnet Nora im Zug zu ihrem Arbeitseinsatz in Danzig. Trotz ihrer unterschiedlichen Weltanschauung freunden sich die beiden Frauen an. Diese Freundschaft ist ihr Halt in den folgenden Jahren. Denn kurz vor Kriegsende werden sie als Arbeitskräfte in den russischen Gulag verschleppt; wie 900.000 andere sind sie Teil der Reparationsleistungen, die Stalin zugesichert wurden. Sie ertragen unvorstellbaren Hunger, Kälte und erbarmungslosen Arbeitseinsatz. Als Adenauer sechs Jahre nach Kriegsende beginnt, die deutschen Kriegsgefangenen zurückzukaufen, bewährt sich die Freundschaft auf dramatische Weise.
Mechtild Borrmann entwickelt ihre Geschichte auf zwei Ebenen. Während man den Lebensweg von Lene von 1931 an verfolgen kann, setzt ein zweiter Erzählstrang im Herbst 1991 an.
In einem kleinen Ort an der Ostsee in der ehemaligen DDR wird eine ältere Witwe durch einen Brief an ihre lang verdrängte Vergangenheit und damit an ihre Lebenslüge erinnert. Schreibend versucht sie nun, ihre traumatischen Erlebnisse aufzuarbeiten.
Im Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit entfaltet sich hier deutsche Geschichte über sechs Jahrzehnte. Dabei werden die Zeitumstände am Schicksal der Figuren festgemacht. Es sind Erfahrungen, die viele Frauen in diesen Zeiten durchlitten haben, schmerzhafte, grausame, leidvolle. Aber auch solche, die von Liebe, Freundschaft, Mut und Fürsorge geprägt sind. Als Lesender fühlt man mit, ist ganz nah bei den Figuren, gerade weil die Autorin das alles ohne Pathos beschreibt.
Mechtild Borrmann gelingt es erneut, präzise und voller Empathie die Lebenswege verschiedener Charaktere in Zeiten von Terror und Krieg nachzuzeichnen, mit einer authentischen Geschichte, die berührt und fesselt.











