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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bernhard Köffler:

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Backen. Feiern. Genießen von Celina Hruschka

So mach backen Spaß!

Das beste Backbuch aller Zeiten! Kreativ und ästhetisch!

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Backen. Feiern. Genießen

Rezensionen von warda:

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Geniale Frauen, geniale Forschung von Frances Durkin; Ute Löwenberg

Pionierinnen

Das Buch „Geniale Frauen, geniale Forschung“ befasst sich mit Frauen, die in der Forschung Bahnbrechendes geleistet haben. Auf jeder Doppelseite werden eine Person und ihre wichtigen Forschungen dargestellt, wobei auch mir einige der aufgeführten Persönlichkeiten bis dato nicht bekannt waren. Die Auswahl ist sehr vielfältig getroffen und zeigt die Bandbreite an Forschungsfeldern auf.

Die Inhalte sind altersgerecht aufgebaut, die Informationen und Illustrationen sind auf einem Niveau, das Kinder und Jugendliche verstehen können. Zudem gibt es viele Experimente, die selbst ausprobiert werden können, um die Forschungsarbeiten besser nachzuvollziehen und selbst in die Rolle als Entdecker zu schlüpfen.
Ein sehr inspirierendes und starkes Sachbuch, das aufzeigt, dass Wissenschaft keinesfalls als Männerdomäne zu verstehen ist.

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Geniale Frauen, geniale Forschung

Rezensionen von Gaby 2707:

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Bernsteintränen von Izabelle Jardin

Eine spannende Reise in die Vergangenheit

Dr. Nicola Berger steht mit beiden Beinen fest im Leben, ihre Karriere entwickelt sich prächtig, nur mit der Liebe klappt es nicht. Nach ihrem Beziehungsaus zu ihrem charismatischen Kollegen Morris sieht sie sich schon allein das Neue Jahr begrüßen. Als ihr Chef sie bittet, in Polen Kaufverträge für einen neuen Fertigungsstandort zu verhandeln, nimmt sie den Auftrag an - sie hat ja eh nichts anderes vor.

Mit dem Van ihres Chefs macht sich Nicola auf nach Polen, noch nicht ahnend, was da alles auf sie zu kommen wird.

Mit diesem Buch ist der Autorin wieder ein Werk gelungen, was mich von Anfang an in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte liest sich so einfühlsam, so lebendig, so menschlich und wirklich, dass ich gleich mitten hinein gezogen wurde. Oft hatte ich das Gefühl, neben Nicola zu stehen und mit ihren Augen sehen zu können. Ich bin jetzt noch ganz hingerissen von der manchmal etwas düsteren, melancholischen, aber meistens doch farbenfrohen Stimmung, die ich fast greifen konnte. Hier und da hatte ich ein Tränchen im Augenwinkel.

Die Protagonisten sind so detailliert characterisiert - ich hatte bald ein recht klares Bild vor Augen. Vor allem Nicolas Oma hätte ich gerne mal in den Arm genommen und feste gedrückt.

Izabelle Jardin hat mich mit nach Polen genommen und es geschafft, dass der Norden dieses Landes jetzt auf meiner "will ich noch sehen"-Liste gelandet ist.

Danke, dass ich bei Nicolas Reise in die Vergangenheit dabei sein durfte. Es war einfach nur schön.

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Bernsteintränen

Rezensionen von M.:

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Schnitzeljagd Detektiv Kindergeburtstag ab 8 Jahre (Grundschüler) von Birgit Bravo

Keine Farbe

Die Bilder sind nicht wie abgebildet in Farbe gedruckt sondern nur in grau/weiß! Schade um die 18€! Würde ich nicht wieder kaufen!

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Schnitzeljagd Detektiv Kindergeburtstag ab 8 Jahre (Grundschüler)

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Adama von Lavie Tidhar

Kein Land ohne Blut

"Adama" von Lavie Tidhar ist ein hartes Buch. Die Härte, mit der sich die Überlebenden des Holocausts und die schon früher nach Israel ausgewanderten oder dort geborenen Juden dieses Land mit der Waffe erkämpft haben, wird spürbar. Erzählt wird eine Geschichte über mehrere Generationen.

Gründungsperson dieser Familie ist Ruth, die große Teile ihrer Familie im Holocaust verloren hat und die es geschafft hat, schon vor der Shoah nach Palästina auszuwandern und dort im Kibbuz lebt. Später kommt ihre Schwester Shosh(ana), die ein Konzentrationslager überlebt hat, für eine Weile dazu, außerdem gibt es Kinder und Enkel. Familie soll aber im Kibbuz nicht wirklich gelebt werden, die Kinder werden von Anfang an ihren Eltern entfremdet, gemeinschaftlich aufgezogen und sollen die Eltern nicht "Mama" oder "Papa" nennen, sondern nur beim Vornamen, siehe z.B. diese Stelle: "Yael gehörte ihr nicht, ihr gehörte nichts, jedenfalls nicht, solange sie im Kibbuz lebte. Yael war nur eine von vielen Rotznasen in der Masse der Kinder, unterschied sich durch nichts von Yoram und Ophek, den Kindern ihrer Schwester. Sie gehörten alle dem Kibbuz." (S. 228). Auch deshalb scheint in späteren Generationen, die so nicht mehr leben möchten, der Kibbuz ein aussterbendes Konzept zu sein.

Am interessantesten war für mich an diesem Buch tatsächlich die Schilderung des harten Alltags des Ankommens in Palästina in den späten 1940er Jahren und danach, sowie der kommunistisch organisierte Alltag im Kibbuz, ohne traditionelle Familienstrukturen oder Privateigentum und die extreme Betonung des Werts von Arbeit, siehe z.B. diese Stelle: "Jetzt traf Ruth sich mit all ihren alten Freunden und Freundinnen in einem hübschen, gemütlichen Saal, wo sie Produkte aus der Fabrik verpackten: eine leichte, unanstrengende Arbeit, aber immer noch Arbeit. Und die war im Kibbuz von allerhöchstem Wert. Arbeiter sein. Wer arbeitete, war jemand und war kein Schmarotzer. Ein Wort, das Ruth ausspie wie die schlimmste Beleidigung, schlimmer als alles andere. Wenn man hart arbeitete, spielte es keine Rolle, was man sonst machte." (S. 44)

Und sonst gemacht wird eine Menge, unter anderem mit der Waffe für das Land gekämpft, aber auch, in einer späteren Generation, für Geld Auftragsmorde verübt, und noch so einiges mehr. Es ist eine kalte Zeit, in der arabische Dörfer einfach ausgelöscht werden, denn: "Die Tzabarim waren nicht schwach wie die alten europäischen Juden. Sie waren neu und hart und die Herrscher in diesem Land, diesem "Adama". Sie hatte das Wort im Hebräischunterricht gelernt und hasste es. "Es gibt kein A-d-a-am-a ohne d-a-m", hatte ihr erster Lehrer stolz erklärt. "Dam" war Hebräisch und bedeutete Blut. Kein Land ohne Blut. Shosh hatte Blut satt." (S. 224)

Aber auch jüdische Flüchtlingskinder nicht sicher sind und laufen Gefahr, skrupellosen Menschenhändlern zum Opfer zu fallen, ohne dass es die meisten anderen Menschen besonders kümmert. Stark spürbar sind die tiefen Wunden und Traumatisierungen durch die NS-Zeit, und der starke Wunsch, weiterzuleben und das Leben weiterzugeben, siehe z.B. diese Stelle: "Shosh wünschte sich auch ein Baby. Von wem, spielte keine Rolle. Sie wollte neues Leben in die Welt setzen, neues Leben für all das verlorene. Schon allein, um den Nazis zu sagen, ihr konntet uns nicht alle töten, und jetzt sind wir hier, wir leben noch und wir schaffen neues Leben. Ein Baby zu bekommen, hatte etwas von einem Wunder." (S. 156)

An diesen erwähnten Themen sieht man also: das Buch behandelt wichtige Aspekte der Geschichte Israels und regt zum Nachdenken an. Damit komme ich allerdings auch schon zur Kritik: sprachlich und literarisch ist es weit entfernt davon, ein Meisterwerk zu sein. Die Sprache ist überwiegend sehr einfach, teilweise voll mit übertriebenen, unpassenden Metaphern. Es gibt unzählige für die weitere Handlung irrelevante Szenen zum Rauchen oder Essen, die in wiederholender Art detailliert geschildert werden. Die Charaktere sind simpel konstruiert, keinen davon konnte ich wirklich nachfühlen, insgesamt verbindet sie fast alle nur die Härte, die sie in sich tragen, ansonsten werden sie wenig individuell spürbar. Von der inhaltlichen Konstruktion her sind es auch eher einzelne Szenen, die geschildert werden, als ein in sich schlüssiger Thriller. Spannung kommt auch nicht wirklich auf. Insgesamt ist es also ein bestenfalls mittelmäßiges Buch, das ich nicht wirklich empfehlen kann, denn auch zu oben geschilderten Themen gibt es in der israelischen Literatur weit besseres.

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Adama

Rezensionen von rainbowly:

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Das Buch der verlorenen Stunden von Hayley Gelfuso

Poetisch und tragisch

Inhalt
Um Lisavet zu beschützen, versteckt sie ihr Vater in einer riesigen, geheimen Bibliothek, die unabhängig von Raum und Zeit existiert. Dort steckt sie dann aber fest und wandelt durch die Erinnerungen anderer Menschen, bis sie auf den Zeithüter Ernest trifft, der ihr Leben auf den Kopf stellt.

Sprache
Die Leseprobe dieses Buches hat mich sofort gefesselt. Durch den poetischen Schreibstil wird eine ganz besondere Stimmung vermittelt. Man fühlt sich eingehüllt und irgendwie genauso losgelöst von der Zeit wie Lisavet. Die Beschreibungen des Zeitraums in dem Lisavet sich aufhält haben mir besonders gut gefallen.
Und dann springt man in einen zweiten Handlungsstrang in die Zukunft und versteht erstmal gar nicht wie diese beiden Erzählungen zusammengehören. Erst nach und nach tut sich eine Verbindung auf. Die Verknüpfung dieser beiden Erzählstränge zu entdecken, hat mich sehr gefesselt.
Und so verzaubert ich auch jedes Mal war, wenn ich weiter gelesen habe, so schwer habe ich mich getan, das Buch überhaupt wieder zur Hand zu nehmen. Ich kann gar nicht genau erklären warum. Aber man muss sich schon auf das Lesen dieser Geschichte einlassen und die unglaublich langen Kapitel haben sicher auch ihren Teil dazu beigetragen. Wenn ich im Voraus weiß, ein Kapitel geht locker mal 30 Seiten, ist das für mich eine Hürde.
Die Geschichte an sich hat mir aber gut gefallen. Sie war einfühlsam, ein bisschen magisch und auch sehr tragisch. Und sie bringt einen zum Nachdenken - Welche Erinnerungen sind lohnenswert zu erhalten und welche nicht? Und wer entscheidet das? Was zählt im Leben wirklich?

Charaktere
Lisavet ist eine besondere Protagonistin, aber sie macht in dem Buch eine Entwicklung durch, die ich schwierig nachzuvollziehen fand. Ich kann darauf nicht näher eingehen, um nicht zu spoilern. Aber sie trifft einige Entscheidungen, die ich nicht gut fand und das führt auch irgendwie zu dieser Entwicklung, die mir nicht so gut gefallen hat - wahrscheinlich, weil ich die Lisavet vom Anfang so gern mochte.

Fazit
Eine wirklich tragische Geschichte, die sehr poetisch erzählt wird.

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Das Buch der verlorenen Stunden

Rezensionen von lesemaus:

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Sturmtage von Sibel Daniel

toller Auftaktroman

Johanna wächst behütet auf einem Gut in Mecklenburg auf. Sie besucht 1932 ihren Bruder in Berlin, der dort für die SPD arbeitet. Unter seinen Freunden ist der Norweger Sven und die Frau Ruth. Auf Grund der politischen Situation in Deutschland entscheidet sich Johanna mit ihrem Bruder zu Sven nach Norwegen zu gehen.

Hier finden Sven und Johanna zueinander. Aber alles entwickelt sich anders als erwartet…

Ich durfte hier einen fulminanten ersten Teil einer Trilogie lesen. Ich finde die Historie wurde sehr gut wiedergegeben. Gute Recherchen und sehr authentisch.
Der Stil klar und flüssig, angenehmes Lesen. Spannend geschrieben und die Wendungen machen es für mich noch spannender. Auf den Fortgang der Geschichte bin ich sehr gespannt.

Mir hat der Auftaktroman sehr gut gefallen. Eine klare Leseempfehlung für historisch Interessierte der deutschen Geschichte.

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Sturmtage

Rezensionen von lesemaus:

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Marzipan und Winterküsse von Frieda Lamberti

schöner Roman fürs Herz

Frieda Lamberti entführte mich im wundervollen Winter-Wohlfühl-Roman in die Hansestadt Lübeck.
Das Cover kommt so schön winterlich daher, sofort komme ich in die winterliche Stimmung.

Im Roman „Marzipan und Winterküsse“ lerne ich zum einen Linda kennen, die sich sofort in mein Herz gekocht hat.

Sie arbeitet nämlich als Köchin. Mit viel Fantasie und Liebe zaubert sie tolle Gerichte. Beim Lesen bekam ich schon mal Hunger, der Ablauf in der Küche ist so bildhaft.

Dann ist da noch Cora, ihre Nachbarin. Als alleinerziehende Mutti und Geschäftsfrau hat auch sie viele Hürden zu meistern.
Beides sind sehr taffe Frauen und liebenswert. Sie meistern ihren Alltag, jede auf ihre Art.
Aber welche Hürden es sind und warum… und ob am Ende sogar die Liebe siegt, möchte ich hier nicht vorwegnehmen. Das darf der Leser gern selbst herausfinden…

Frieda Lamberti beschreibt die Stadt Lübeck mit so viel Herz und Charme, dass ich mich inmitten der verschneiten Stadt stehen sehe. Wie immer steckt in ihren wundervollen Büchern viel Herzblut und Liebe zum Detail. Dieser Roman ist genauso warmherzig wie „Apfelzeit auf dem Deich“. Ich mag den Schreibstil sehr gern. Klar und flüssig geschrieben und ich als Leser habe immer den Drang Seite um Seite weiterzulesen. Der Roman ist daher sehr kurzweilig und ich kann mich gut in die Stimmung einfühlen. Die Charaktere sind mir sehr sympathisch und der Roman authentisch. Nicht kitschig oder überzogen. Und gerade in der Winter- und Weihnachtszeit sehnen wir uns einmal mehr nach Harmonie. Ein Blick in die News des Tages reißt uns sofort aus den Träumen.
Und ab und an braucht man auch mal ein Buch für die Seele.

Mir hat der Roman sehr gefallen und gebe eine klare Leseempfehlung um etwas Licht, Liebe und Herz in die dunkle Jahresszeit zu holen.

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Marzipan und Winterküsse

Rezensionen von lesemaus:

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Marzipan und Winterküsse von Frieda Lamberti

wundervoller Winter-Wohlfühl-Roman

Frieda Lamberti entführte mich im wundervollen Winter-Wohlfühl-Roman in die Hansestadt Lübeck.
Das Cover kommt so schön winterlich daher, sofort komme ich in die winterliche Stimmung.

Im Roman „Marzipan und Winterküsse“ lerne ich zum einen Linda kennen, die sich sofort in mein Herz gekocht hat.

Sie arbeitet nämlich als Köchin. Mit viel Fantasie und Liebe zaubert sie tolle Gerichte. Beim Lesen bekam ich schon mal Hunger, der Ablauf in der Küche ist so bildhaft.

Dann ist da noch Cora, ihre Nachbarin. Als alleinerziehende Mutti und Geschäftsfrau hat auch sie viele Hürden zu meistern.
Beides sind sehr taffe Frauen und liebenswert. Sie meistern ihren Alltag, jede auf ihre Art.
Aber welche Hürden es sind und warum… und ob am Ende sogar die Liebe siegt, möchte ich hier nicht vorwegnehmen. Das darf der Leser gern selbst herausfinden…

Frieda Lamberti beschreibt die Stadt Lübeck mit so viel Herz und Charme, dass ich mich inmitten der verschneiten Stadt stehen sehe. Wie immer steckt in ihren wundervollen Büchern viel Herzblut und Liebe zum Detail. Dieser Roman ist genauso warmherzig wie „Apfelzeit auf dem Deich“. Ich mag den Schreibstil sehr gern. Klar und flüssig geschrieben und ich als Leser habe immer den Drang Seite um Seite weiterzulesen. Der Roman ist daher sehr kurzweilig und ich kann mich gut in die Stimmung einfühlen. Die Charaktere sind mir sehr sympathisch und der Roman authentisch. Nicht kitschig oder überzogen. Und gerade in der Winter- und Weihnachtszeit sehnen wir uns einmal mehr nach Harmonie. Ein Blick in die News des Tages reißt uns sofort aus den Träumen.
Und ab und an braucht man auch mal ein Buch für die Seele.

Mir hat der Roman sehr gefallen und gebe eine klare Leseempfehlung um etwas Licht, Liebe und Herz in die dunkle Jahresszeit zu holen.

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Marzipan und Winterküsse

Rezensionen von gabiliest:

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Sieben Jahre von Tanja Kinkel

Macht und Unterwerfung

Die vielfach preisgekrönte SPIEGEL Bestseller-Autorin Tanja Kinkel hat mit “Sieben Jahre” ein beeindruckendes Werk geschaffen, das nicht nur historisches Geschehen, sondern auch menschliches Denken und Fühlen behandelt.

Im Mittelpunkt stehen zwei Mitglieder der Königlichen Familie, ab 1740 Friedrich II.

(der Große), König in Preußen und sein vierzehn Jahre jüngerer Bruder Heinrich, dessen Blickwinkel den Roman bestimmt. Der Schutzumschlag des Buches ist im Stil der Zeit gestaltet, zeigt auf pastösem, sepiabraunem Hintergrund zwei Frauen in der Kleidung der Zeit, jedoch ohne Gesicht. Damit wird bereits angedeutet, welche Rolle Friedrich, aber auch sein Bruder Heinrich den Frauen zudachten.

Preußen ist unter Friedrichs Vater Friedrich Wilhelm I. ein gut verwaltetes Königreich mit herausragendem Heer. Doch als Vater ist Friedrich Wilhelm I. ein brutaler Tyrann, der seine Kinder verprügelt. Als Friedrichs Homosexualität offenbar wird und er vor seinem Vater fliehen will, nimmt ihn dieser in Festungshaft und richtet seinen Liebhaber hin. Nur knapp entgeht Friedrich der Todesstrafe. Da ist Heinrich vier Jahre alt und versteht die Zusammenhänge noch nicht. Doch später wird er selbst neben seinem Bruder nicht nur Teile des Heeres befehligen, sondern auch seine gleichgeschlechtlichen Neigungen teilen. Die sexuelle Orientierung der Brüder ist ein Thema, das sich durch das ganze Buch zieht. So, wie Friedrich von seinem Vater als Zeichen der Unterwerfung zu einer Heirat gezwungen wurde, zwingt er nun Heinrich zu einer verhassten Ehe. Beide Männer verachten ihre Frauen, die sie ständig an ihre Demütigung erinnern und leben nicht einmal im selben Haushalt mit ihnen.

Als Friedrich 1740 König in Preußen wird, beginnt in Wien die Herrschaft Maria Theresias, die Friedrich zwar verächtlich als Gebärmaschine, wenig geistreich, stolz, aber als “einzigen Mann” im Geschlecht der Habsburger bezeichnet. Als 1756 Preußen ohne Kriegserklärung in Sachsen einfällt, ist das der Beginn des siebenjährigen Krieges, Preußen ist mit England verbündet, Österreich aber verfügt über die größere Streitmacht, denn seine Bündnispartner sind Frankreich, Russland und Schweden. Das Schlachten kann beginnen.

Tanja Kinkel schildert in sechs Abschnitten dieses herausragenden historischen Romans den Kriegsverlauf, aber vor allem das Verhältnis zwischen Friedrich, Heinrich und dem designierten Thronfolger Wilhelm. Friedrich liebt nur einen Menschen, seine ältere Schwester Wilhelmine, mit der er aufgewachsen ist. Als diese schwer erkrankt, denkt er, dass er sie dem Tod abspenstig machen kann, wenn er in seiner Schlacht siegt. Doch Wilhelmine verstirbt.

Heinrich wiederum liebt seinen vier Jahre älteren Bruder Wilhelm und bezeichnet ihn als guten Menschen, der keinen Angriffskrieg führen würde. Auch Wilhelm ist unglücklich verheiratet, hat aber Kinder, die die Linie fortsetzen werden. Als Wilhelm das Kommando über einen Heeresteil übernimmt und in der Schlacht unterliegt demütigt ihn Friedrich öffentlich. Kurz darauf stirbt Wilhelm. Ab diesem Zeitpunkt hasst Heinrich seinen Bruder Friedrich abgrundtief.

Friedrich und Heinrich sind beide große Feldherren, jedoch mit anderer Taktik. Während Friedrich überzeugt ist, auch gegen die Warnung seiner Generäle in die Schlacht zu ziehen, ist Heinrich der eher defensive Stratege. Friedrichs Kriegsführung fügt der Armee bei Kunersdorf so hohe Verluste zu, dass er zeitweilig den Tod herbeisehnt. Heinrich wird Oberbefehlshaber des Heeres und überlegt an einer Stelle, ob man das Leben seines Bruders nicht gegen die Leben der vielen Soldaten, die vielleicht gerettet werden könnten, aufrechnen könne.

“Sieben Jahre” beleuchtet das Kriegsgeschehen aus einer menschlichen Perspektive, denn die Grundlage des Buches sind die historisch belegten Briefe der Brüder Heinrich und Friedrich. Friedrich, der zynisch schreibt, der Bruder möge seine Zeit nicht mit Nichtigkeiten- gemeint sind seine Amouren- vergeuden, sondern dem Staat dienen. Heinrich, der sich immer bewusst ist, dass er Friedrich Gehorsam schuldet und auch wenn er ihn hasst, muss er erkennen, dass er ihm immer ähnlicher wird. Tanja Kinkel erschafft aus historischen Figuren Menschen mit Bedürfnissen und Gefühlen, Geschichtszahlen werden zu Schicksalen. Nur in ihrer Liebe zur Musik gleichen die Geschwister einander.

Dieser epische Roman beleuchtet einen Ausschnitt aus der Zeit der Herrschaft Friedrichs des Großen und seiner Familie, aber deckt dadurch nicht das ganze Spektrum seiner Regentschaft ab. Auch Maria Theresia und die Verbündeten bekommen wenig Raum. Erst am Schluss des Buches hadert vor allem Heinrich mit den ungeheuren Opfern an gefallenen Soldaten, die dieser Krieg verursacht hat. Dennoch ist nur wenig Bedauern zu spüren. Auch Maria Theresia meint bloß, sie werde für die Soldaten beten. Wer dieses Buch liest, erkennt, dass die Herrschenden das einfache Volk immer als Kanonenfutter betrachtet haben und Menschlichkeit hinter den Kriegszielen zurückstand.

Als Nebenhandlung wird das Leben von Amalie, einer Schwester Friedrichs geschildert, die pro forma Äbtissin des Stiftes Quedlinburg war, aber ein freies Leben führte und sich zum weiblichen Geschlecht hingezogen fühlte. Die Lebensumstände des Volkes in der damaligen Zeit werden kaum geschildert, nur Hannibal, der Kammermoor, steht für einen eigenen Strang der Erzählung. Da damals die Herrschenden von Exoten begeistert waren und Menagerien errichteten, denen auch Mooren angehörten, diente Hannibal verschiedenen Mitgliedern des Königshauses. Da der Name des damaligen preußischen Kammermohren nicht überliefert ist, lieh sich Tanja Kinkel des Namen seines Zeitgenossen Angelo Soliman, dessen Haut nach seinem Tod präpariert und im Kaiserlichen Naturalienkabinett ausgestellt wurde.

Am Beginn des schön mit Vor- und Nachsatzblättern und mit dreiseitigem Farbschnitt gestalteten Buches findet sich ein Personenverzeichnis, das die Orientierung erleichtert. Tanja Kinkel hat ein ausführliches Nachwort verfasst, das die geschichtlichen Zusammenhänge darlegt und ihre Quellen nennt. “Sieben Jahre” ist ein bemerkenswertes Buch, das die Lesenden Geschichte aus einem anderen Blickwinkel erleben lässt, eine gelungene Buchpremiere, die durch ihre Ausführlichkeit besticht und es möglich macht, auf die Menschen hinter den Archiven zu blicken. Geschichtlich Interessierten mit ausreichenden Zeitbudget- das Buch ist im besten Sinne des Wortes gewichtig und umfasst 848 Seiten- kann ich diesen außergewöhnlichen, hervorragenden, gut und flüssig erzählten Roman absolut empfehlen.

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Sieben Jahre