Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anilam:
Limerick Love. Break the Rules von Kristin MacIver
Mutig, romantisch und voller Herzklopfen
Limerick Love. Breake the Rules von Kristin Maclver hat mich sofort neugierig gemacht – eine historische Liebesgeschichte kombiniert mit einem Sportthema? Das klang für mich nach einer frischen Idee und genau das bekommt man hier auch! Die Autorin entführt in das verschneite Irland des 15. Jahrhunderts und erzählt die Geschichte der jungen Lady Vivienne, die sich nach Freiheit, Selbstbestimmung und ein bisschen Abenteuer sehnt.
Vivienne war mir sofort sympathisch. Sie ist mutig, rebellisch und bereit, für ihre Freiheit zu kämpfen – auch wenn sie dafür große Risiken eingeht. Als sie sich als Junge verkleidet und heimlich aus der Burg schleicht, um sich einem Hurling-Team anzuschließen, beginnt ein spannendes, emotionales Abenteuer, das mich bis zur letzten Seite nicht losgelassen hat. Viele Wendungen kamen völlig unerwartet und man hatte kaum Zeit richtig durchzuatmen, weil so viele spannende Szenen beschrieben wurden.
Wer auf Forbidden Love steht, kommt hier definitiv auf seine Kosten. Ich habe die Liebesgeschichte von Anfang bis Ende genossen – und ehrlich gesagt, zwischendurch selbst ein bisschen für Ruairí geschwärmt.
Ein sehr gelungener Auftakt, in einem Setting was mir so noch nicht in die Finger kam - ich freue mich schon auf Band 2, in der es um die Geschichte von Slaine gehen soll.
Rezensionen von Anilam:
Robin the Hood - Wie klaut man eine Stadt? von Rüdiger Bertram
Ein witziges und spannendes Abendteuer
'Robin the Hood – Wie klaut man eine Stadt' hat uns richtig gut gefallen! Schon der Einstieg mit dem Banküberfall ist total ungewöhnlich und sorgt sofort für Spannung. Im Buch lernen wir Robin kennen, der eine ziemlich außergewöhnliche Familie hat – denn bei ihnen sind alle professionelle Diebe.
Dadurch begegnet man im Laufe der Geschichte vielen verschiedenen Figuren, die alle auf ihre eigene Art sympathisch und liebenswert sind. Was mir besonders gefallen hat: Trotz seiner Karriere als Dieb ist Robin total sympathisch. Er ist freundlich, charmant und hat immer einen witzigen Spruch auf Lager – man kann ihn einfach nicht unsympathisch finden.
Zwischendurch gibt es immer wieder kleine Comics, die perfekt in die Geschichte eingebaut sind. Das macht das Buch total abwechslungsreich und bringt die Szenen richtig zum Leben. Die Mischung aus Text und Comic gefällt uns super. Das Buch hat genau die richtige Mischung aus Spannung, Witz und Herz. Es passiert immer etwas, aber trotzdem bleibt Zeit für die lustigen und rührenden Momente. Besonders das Ende war richtig spannend und hat Lust auf den nächsten Band gemacht.
Insgesamt ein Buch, das einfach Spaß macht – humorvoll, kreativ und mit Figuren, die man sofort ins Herz schließt. Für mich ganz klar fünf Sterne!
Rezensionen von Tabuletta:
Pearls & Skulls, Band 1 - Unsterblich von Sandra Grauer
Biker & Vampire
Paige würde gerne wie die anderen Partygäste Mardi Gras ausgelassen feiern. Doch leider muss sie die Stadt vor den Vampiren beschützen. Den diese fallen immer während Mardi Gras in New Orleans ein und Paige versucht mit ihrer Bikergang, die Menschen vor dem Aussaugen zu bewahren. Durch einen Zwischenfall müssen beide Seiten miteinander auskommen, denn es gibt einen neuen Feind und Biker und Vampire arbeiten jetzt zusammen.
Widerwillig muss Paige mit Lavaughn auskommen. Doch er ist unausstehlich. Er stellt seine Arroganz jede Minute zur Schau. Aber je mehr Zeit Paige mit Lavaughn verbringt, fängt sie an ihr Wissen über Vampire anzuzweifeln.
Die Charaktere sind gut beschrieben. Paige ist eine starke Persönlichkeit. Sie lässt sich nichts vormachen, sie trägt eine Last mit sich und beschützt die Menschen. Lavaugh zeigt am Anfang seine arrogante und selbstverliebte Seite, doch je näher sie sich kommen, desto mehr zeigt er von sich.
Die Spannung ist schon ab der ersten Seite vorhanden und steigert sich zunehmend. Durch den Personenwechsel wird die Spannung noch mehr aufgebaut.
Der erste Teil der Diologie war toll und ich bin schon auf den zweiten Teil gespannt.
Rezensionen von Ruth:
Lebensbande von Mechtild Borrmann
Freundschaft in schweren Zeiten
Wenn von Mechtild Borrmann ein neuer Roman erscheint, greife ich immer sofort zu. Denn bisher bin ich noch nie enttäuscht worden, verbindet sie doch äußerst gekonnt zeitgeschichtliche Ereignisse mit dem Schicksal ihrer Protagonisten. Dafür hat sie schon zahlreiche Preise erhalten. Ihrem Schreiben geht auch immer eine intensive Recherchearbeit voraus, das lässt ihre Geschichten lebensecht und stimmig wirken.
Ihrem neuesten Roman „Lebensbande“ ist ein Zitat des amerikanischen Schriftstellers Ralph Waldo Emerson vorangestellt: „Der einzige Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein.“ Um die Freundschaft dreier Frauen in schweren Zeiten geht es im Buch.
Lene, eine junge Frau aus einem Dorf nahe der niederländischen Grenze, verliebt sich Anfang der 1930er Jahre in den Holländer Joop. Ihre Eltern sind strikt gegen diese Verbindung und tun alles, um sie zu unterbinden. Mehr oder weniger ungewollt schlittert Lene dann in eine Ehe mit einem gewalttätigen Mann. Bei der Geburt ihres ersten Kindes kommt es zu Komplikationen mit Folgen für den Sohn. Leo stottert und hat leichte Lernverzögerungen, nichts Schlimmes eigentlich. Doch in Nazi-Deutschland ist das Urteil „Schwachsinn“ schnell gefällt. Lene wird die elterliche Fürsorge entzogen und ihr Sohn kommt im Winter 1940 als „Reichsausschusskind“ in die Kinderabteilung der Heil - und Pflegeanstalt Bonn.
Hier arbeitet die Krankenschwester Nora, eine Cousine von Lene. Diese kümmert sich nun fürsorglich um Leo. Als dem Jungen die Verlegung in eine andere Einrichtung droht, die Schlimmes ahnen lässt, riskiert sie ihr Leben, um ihn zu retten.
Lieselotte, eine glühende Anhängerin der Nazi- Ideologie, begegnet Nora im Zug zu ihrem Arbeitseinsatz in Danzig. Trotz ihrer unterschiedlichen Weltanschauung freunden sich die beiden Frauen an. Diese Freundschaft ist ihr Halt in den folgenden Jahren. Denn kurz vor Kriegsende werden sie als Arbeitskräfte in den russischen Gulag verschleppt; wie 900.000 andere sind sie Teil der Reparationsleistungen, die Stalin zugesichert wurden. Sie ertragen unvorstellbaren Hunger, Kälte und erbarmungslosen Arbeitseinsatz. Als Adenauer sechs Jahre nach Kriegsende beginnt, die deutschen Kriegsgefangenen zurückzukaufen, bewährt sich die Freundschaft auf dramatische Weise.
Mechtild Borrmann entwickelt ihre Geschichte auf zwei Ebenen. Während man den Lebensweg von Lene von 1931 an verfolgen kann, setzt ein zweiter Erzählstrang im Herbst 1991 an.
In einem kleinen Ort an der Ostsee in der ehemaligen DDR wird eine ältere Witwe durch einen Brief an ihre lang verdrängte Vergangenheit und damit an ihre Lebenslüge erinnert. Schreibend versucht sie nun, ihre traumatischen Erlebnisse aufzuarbeiten.
Im Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit entfaltet sich hier deutsche Geschichte über sechs Jahrzehnte. Dabei werden die Zeitumstände am Schicksal der Figuren festgemacht. Es sind Erfahrungen, die viele Frauen in diesen Zeiten durchlitten haben, schmerzhafte, grausame, leidvolle. Aber auch solche, die von Liebe, Freundschaft, Mut und Fürsorge geprägt sind. Als Lesender fühlt man mit, ist ganz nah bei den Figuren, gerade weil die Autorin das alles ohne Pathos beschreibt.
Mechtild Borrmann gelingt es erneut, präzise und voller Empathie die Lebenswege verschiedener Charaktere in Zeiten von Terror und Krieg nachzuzeichnen, mit einer authentischen Geschichte, die berührt und fesselt.
Rezensionen von Alo:
Da, wo ich dich sehen kann von Jasmin Schreiber
Stimmen nach der Stille
Jasmin Schreiber widmet sich in ihrem neuen Roman „Da, wo ich dich sehen kann“ einem Thema von bedrückender Aktualität: dem Femizid. Statt eine vermeintliche „Beziehungstat“ oder „Familientragödie“ zu erzählen, wie es in Medienberichten oft verharmlosend heißt, benennt sie das Verbrechen klar – als das, was es ist: die Ermordung einer Frau, weil sie eine Frau ist.
Im Zentrum steht Emma, die von ihrem Mann getötet wird. Doch Schreiber wählt keinen klassischen Erzählansatz. Stattdessen entfaltet sie die Geschichte aus sehr vielen Perspektiven. Diese multiperspektivische Struktur macht das Buch zu einem Mosaik aus Stimmen: die kleine Tochter, die beste Freundin, Eltern, das Opfer, sogar der Hund erhält eine eigene Stimme. Jede dieser Perspektiven beleuchtet einen anderen Aspekt des Geschehens, der Trauer und der Schuld.
Diese Vielfalt ist zugleich Stärke und Schwäche des Romans. Auf der einen Seite ermöglicht sie einen beeindruckend vielschichtigen Blick auf das Geschehen: Wir erleben, wie unterschiedlich die Menschen mit Emmas Tod umgehen, wie sie Schuldgefühle entwickeln oder versuchen, das Unbegreifliche zu rationalisieren. Auf der anderen Seite ist der Roman stellenweise überfrachtet, es sind zu viele Abzweigungen, die der emotionalen Wucht manchmal im Weg stehen. Statt zerstörerischer Trauer bleibt beim Lesen gelegentlich eine gewisse Distanz.
Besonders gelungen ist Schreibers Einsatz unterschiedlicher Textformen. Zwischen die Erzählstimmen mischen sich fiktive Zeitungsartikel, Notrufprotokolle und andere Dokumente, die nicht nur Authentizität erzeugen, sondern auch zeigen, wie Femizide medial verzerrt oder verharmlost dargestellt werden. Dadurch entsteht ein vielschichtiges literarisches Dossier über Gewalt gegen Frauen und über die Nachwirkungen solcher Taten.
Wie schon in früheren Werken verknüpft Schreiber auch hier ihre biologische und naturwissenschaftliche Perspektive mit der Erzählung. Diesmal spielt die Astrophysik eine zentrale Rolle. Nicht immer wirkt diese Verbindung ganz stimmig, manchmal etwas überladen, doch häufig gelingt Schreiber eine poetische Balance zwischen wissenschaftlicher Metapher und emotionaler Tiefe.
Trotz kleiner Schwächen bleibt „Da, wo ich dich sehen kann“ ein starkes, mutiges Buch, das literarisch und gesellschaftlich Relevantes leistet. Es bricht das Schweigen über Femizide, ohne voyeuristisch zu werden, und zeigt, wie vielschichtig das Leid der Zurückgebliebenen ist.
Fazit:
Ein vielstimmiger, bewegender Roman über Gewalt, Trauer und Erinnerung. Stellenweise überfrachtet, aber von großer erzählerischer und moralischer Kraft.
Leseempfehlung: Ja, unbedingt.
Rezensionen von Sago:
House of Ash and Shadow - Die goldene Stadt 1 von Leia Stone
Nicht anfassen. Verflucht.
"Ich fühlte mich so hohl, als würde jemand, der mich aufschnitte, nicht Blut und Knochen vorfinden, sondern nur Leere, Asche und Schatten."
Fallon wird als Kind mit dem Schild "Nicht anfassen. Verflucht." gefunden. Und tatsächlich erleidet sie bei jeder Berührung unerträgliche Schmerzen, so dass sie nicht einmal ihr Ziehvater anfassen kann.
Als dieser schwer erkrankt, macht sich Fallon auf in die Goldene Stadt. Sie findet den attraktiven Heiler Ariyon. Und er ist der erste, der Fallon berühren kann...
Ein geheimnisvoller Fluch, der wirklich originell erdacht ist, attraktive Prinzen und eine magische Akademie - Leia Stone schafft eine mitreißende Story, die in einem gewaltigen Cliffhanger endet, so dass man natürlich die Fortsetzung lesen wird. Die Goldene Stadt mit ihrem Zauber und den krassen Gegensätzen zwischen Arm und Reich ist zudem ein faszinierendes Setting.. Highlight des Roman ist außerdem Imogens Zauber-Begleittier, ein Rabe, der immer wieder für lustige Kommentare sorgt. Ich freue mich auf die Rückkehr in die Goldene Stadt in den nächsten Bänden.
Rezensionen von lesemaus:
Lindt & Sprüngli (Lindt & Sprüngli Saga 2) von Lisa Graf
wundervolle Fortsetung
Da ich den ersten Band regelrecht verschlungen habe, wartete ich bereits mit Spannung auf die Fortsetzung. Auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Mir hat der Roman sehr, sehr gut gefallen.
Vorab: auch wer den ersten Teil nicht gelesen hat, hat zwar einiges verpasst, kann sich aber gut in die Geschichte einfinden.
Ich empfehle auf jeden Fall auch den ersten Teil zu lesen, es lohnt sich!
Teil Zwei knüpft an den ersten Band um die Familien und Firmengeschichte an. Im ersten Band stand die Familie Sprüngli im Fokus. Im zweiten Teil reisen wir nach Bern und lernen Rudolf Sprüngli, aus einer erfolgreichen Konditorenfamilie und Rodolphe Lindt, Sohn eines Apothekers, und die Familie Lindt näher kennen. Auch wird dem Leser wieder viel Wissenswertes über die Entwicklung der Schokolade bzw. Herstellung und Historie vermittelt.
Lisa Graf verbindet wunderbar Historie mit Fiktion. Bereits die Dallmayr Familien- und Firmentrilogie war für mich sehr lesenswert. Von der Lindt & Sprüngli Trilogie bin ich ebenfalls einfach nur begeistert.
Ich liebe ihren Schreibstil sehr. Authentisch, flüssig, klar und teils sehr emotional. Die Charaktere werden lebendig und sind mir sehr sympathisch. Ja, sie werden für mich sogar zu Freunden. Ich lebe und leide mit ihnen. Auch habe ich beim Lesen die Schauplätze genau vor Augen, sehr detailliert und bildhaft beschrieben.
Zudem mag es sehr, wie mir so ganz nebenbei historische Fakten vermittelt werden. Ich finde die Bücher sehr aufwendig recherchiert und authentisch. Ich spüre beim Lesen, wie viel Liebe und Herzblut die Autorin in ihre Romane und Charaktere steckt.
Von der ersten bis zur letzten Seite zieht mich die Story in den Bann, sehr spannend und kurzweilig zu lesen. Ich habe einfach nur den Drang schnell weiterzulesen...
Für mich eine klare Leseempfehlung. Historisch interessierte Leser kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Schade, dass ich nur 5 Sterne vergeben kann…
Vielen Dank für die wundervollen Lesemomente. Auf den dritten Teil freue ich mich jetzt schon.
Rezensionen von Tara:
Reggie Rabbit und der große Karottenraub von Swapna Reddy
Ein Fall für Reggie Rabbit
„Reggie Rabbit und der große Karottenraub“ ist ein spannendes und abwechslungsreiches Buch der in Neuseeland lebenden Kinderbuchautorin Swapna Reddy.
Reggie Rabbit lebt mit seiner Familie im friedlichen Klein Viechdorf. Während seine Eltern froh darüber sind, dass es bei ihnen so ruhig und beschaulich zugeht, wünscht sich Reggie ein Verbrechen, um seinem großen Vorbild Detektiv Fuchs nacheifern zu können.
Tatsächlich ergibt sich die Gelegenheit. Es verschwinden große Karottenmengen und Reggie beginnt zu ermitteln.
Das Buch beginnt mit einer Vorstellung der wichtigsten Charaktere. Schon die Darstellung dieser macht einfach Spaß und es wird direkt deutlich wer hier zu den Guten und wer zu den Verbrechern gehört .
Reggie ist ein äußerst einfallsreicher Hase. Es macht Spaß ihm und seinen Freunden bei dem Versuch den Fall zu lösen, zu folgen und dabei mitzurätseln.
Die in Manchester lebende Illustratorin Becka Moor hat jede einzelne Seite liebevoll gestaltet. Zwischen den Fließtexten gibt es Seiten im Comicstil und großflächige Zeichnungen mit vielen Details.
Alles wirkt sehr lebendig. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben uns mehrfach zum Lachen gebracht.
Durch die kurzen Sätze und die vielseitigen Illustrationen eignet sich das Buch gut auch gut für Leseanfänger, aber auch das Vorlesen macht einfach Spaß.
Rezensionen von Tara:
Die stille Heldin von Hera Lind
Berührend und ergreifend
„Die stille Heldin“ ist ein weiterer historischer Tatsachenroman der in Salzburg lebenden Autorin Hera Lind, der unter die Haut geht.
Helene ist gerade einmal sechzehn Jahre alt, als sie den Großbauern Otto heiraten muss. Dieser macht ihr das Leben zur Hölle, misshandelt und vergewaltigt sie.
Gleichzeitig steht jeden Tag die harte Arbeit auf dem Hof an. Helene bekommt sechs Kindern. Als Otto im Ersten Weltkrieg fällt, ist sie erleichtert. Ihr Leben bleibst anstrengend und arbeitsreich. Mit dem Grenzsoldaten Ewald scheint sie im Anschluß ihr Glück zu finden. Von ihm bekommt sie sechs weitere Kindern, aber die politischen Ereignissen sorgen dafür, dass Helene und ihre Familie nicht zur Ruhe kommen.
Die Ereignisse werden aus der Ich-Perspektive von Helene berichtet, wodurch man ihr wirklich ganz nahe ist und mit ihr leidet und hofft. Was sie erlebt ist schon beim Lesen nur schwer zu ertragen. Ihr Leben ist durchzogen von Gewalt, Verlust, Trauer und Tod. Gleichzeitig trägt Helene eine unglaubliche Liebe in sich, die ihr die Kraft gibt für ihre Liebsten da zu sein und niemals aufzugeben.
Helenes Schicksal wird eng mit den gesellschaftlichen Gegebenheiten und historischen Ereignissen verwoben. Anhand ihres Lebens wird ein erschütterndes Stück Zeitgeschichte lebendig.
Mich hat das Schicksal von Helene zutiefst berührt. Hera Lind erzählt sehr einfühlsam, aber auch schonungslos und beschönigt nichts. Ich konnte das Buch nicht an einem Stück lesen, sondern brauchte immer wieder Pausen, um das Gelesene zu verarbeiten.
Das Nachwort der Enkelin Katharina rundet den Roman um Helene gelungen ab.
Wie auch in ihren vorherigen Tatsachenromanen hat Hera Lind Wahrheit und Fiktion geschickt miteinander verwoben. Man merkt, dass sie ausgiebig recherchiert hat, um gemeinsam mit einem der Söhne und einer Enkelin das Leben dieser unglaublich starken Frau in Worte zu fassen.
Ich kann das Buch Leser*innen, die gerne historische Romane lesen, die auf wahren Begebenheiten beruhen, nur empfehlen.
Rezensionen von Piet1990:
Jetzt gerade ist alles gut von Stephan Schäfer
Still, ehrlich und voller Lebensweisheit
„Jetzt gerade ist alles gut“ hat mich tief bewegt. Stephan Schäfer erzählt von einem Mann, dessen Leben durch eine plötzliche Krankheit aus den Fugen gerät und davon, wie man lernt, das Leben wieder bewusst wahrzunehmen. Ein kleiner Moment verändert alles, und genau diese Erkenntnis zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch.
Der Schreibstil ist ruhig, klar und sehr nah am Leben. Ich mochte, dass Schäfer ohne Pathos schreibt, aber trotzdem voller Gefühl. Viele Gedanken sind so treffend formuliert, dass ich sie mir markiert habe. Es geht um Dankbarkeit, Achtsamkeit und darum, im Hier und Jetzt zu leben! Ohne dabei kitschig zu werden.
Auch das Cover ist so so wunderschön: schlicht, aber mit einer Weite, die genau dieses neue Bewusstsein für das Leben widerspiegelt.
Fazit:
Ein Buch, das man langsam liest, um es wirklich zu spüren. „Jetzt gerade ist alles gut“ ist berührend, inspirierend und erinnert daran, dass Glück oft in den kleinen Momenten liegt. Eine klare Leseempfehlung! Nicht nur für Fans von „25 letzte Sommer“, sondern für alle, die sich eine Pause vom Alltag wünschen.











