Kunden em pfehlungen
Rezensionen von ReiShimura:
Giraffenhund und Kratzbürste - Eine Reise nach Mexiko von Isabelle Schelling
Über Freundschaft, Trauer und die Freude am Erinnern
Das Warten hat endlich ein Ende, denn das dritte Abenteuer der ungleichen Freunde Giraffenhund und Kratzbürste ist endlich da. Der kleine Leser hat sich mit Feuereifer auf das Buch gestürzt und ich musste es gleich mehrmals vorlesen.
Wie bereits beim zweiten Band der Reihe hat Autorin Isabelle Schelling wieder mit dem Illustrator Michael Stapper zusammengearbeitet.
Seine Illustrationen sind wunderschön, farbenfroh und aussagekräftig. Der kleine Leser schaut sich die Bilder sehr gerne an und erfreut sich an den vielen kleinen Details die er finden kann.
Ich hatte erwartet, dass dieses Buch nach dem gleichen Schema ablaufen wird wie bereits die Reise nach Tokio und Paris. Im Großen und Ganzen stimmt dies auch, dennoch gibt es einen wesentlichen Unterschied, nämlich den Grund der Reise. Kratzbürste vermisst seine Oma, die vor einigen Jahren verstorben ist. Daher beschließen die beiden, nach Mexiko zu reisen und dort den Tag der Toten, Día de Muertos, zu feiern.
Diese Tatsache hat mich im ersten Augenblick ein wenig irritiert und ich hatte die Befürchtung, dass das Buch verhältnismäßig schwer und traurig sein könnte. Glücklicherweise konnte ich schnell feststellen, dass das Gegenteil der Fall ist. Das Buch ist gewohnt unterhaltsam, bunt und lustig, weist aber dennoch einen ernsten Unterton auf. Kein Wunder, immerhin beschäftigt sich die Autorin hier mit dem Tod, der Trauer und wie man damit in Mexiko umgegangen wird.
Die Geschichte ist wieder komplett in Reimform verfasst. Dadurch macht das Vorlesen gleich doppelt so viel Spaß. Leider gibt es auch dieses Mal wieder den einen oder anderen unsauberen Reim. Darüber kann ich aber hinwegsehen.
Spannenderweise wird dieses Buch für Kinder ab 3 Jahren empfohlen, während bei den anderen beiden das empfohlene Alter noch bei ab 5 Jahren lag. Ich kann diese Entscheidung auf jeden Fall unterstützen. Der dreijährige kleine Leser hatte keine Probleme der Geschichte zu folgen und auch die behandelten Themen haben ihn nicht überfordert.
Obwohl es sich hierbei um den dritten Teil einer Buchserie handelt, kann das Buch unabhängig von den anderen gelesen werden. Wobei ich denke, wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, wird sich alle Bücher besorgen.
Auch dieses Mal möchte ich eine Empfehlung für dieses Buch aussprechen. Dieses Buch zeigt auf unterhaltsame Art und Weise wie in anderen Kulturen mit dem Tod und der damit verbundenen Trauer umgegangen wird und wie wichtig Freundschaft ist.
Rezensionen von ReiShimura:
Giraffenhund und Kratzbürste - Eine Reise nach Mexiko von Isabelle Schelling
Über Freundschaft, Trauer und die Freude am Erinnern
Das Warten hat endlich ein Ende, denn das dritte Abenteuer der ungleichen Freunde Giraffenhund und Kratzbürste ist endlich da. Der kleine Leser hat sich mit Feuereifer auf das Buch gestürzt und ich musste es gleich mehrmals vorlesen.
Wie bereits beim zweiten Band der Reihe hat Autorin Isabelle Schelling wieder mit dem Illustrator Michael Stapper zusammengearbeitet.
Seine Illustrationen sind wunderschön, farbenfroh und aussagekräftig. Der kleine Leser schaut sich die Bilder sehr gerne an und erfreut sich an den vielen kleinen Details die er finden kann.
Ich hatte erwartet, dass dieses Buch nach dem gleichen Schema ablaufen wird wie bereits die Reise nach Tokio und Paris. Im Großen und Ganzen stimmt dies auch, dennoch gibt es einen wesentlichen Unterschied, nämlich den Grund der Reise. Kratzbürste vermisst seine Oma, die vor einigen Jahren verstorben ist. Daher beschließen die beiden, nach Mexiko zu reisen und dort den Tag der Toten, Día de Muertos, zu feiern.
Diese Tatsache hat mich im ersten Augenblick ein wenig irritiert und ich hatte die Befürchtung, dass das Buch verhältnismäßig schwer und traurig sein könnte. Glücklicherweise konnte ich schnell feststellen, dass das Gegenteil der Fall ist. Das Buch ist gewohnt unterhaltsam, bunt und lustig, weist aber dennoch einen ernsten Unterton auf. Kein Wunder, immerhin beschäftigt sich die Autorin hier mit dem Tod, der Trauer und wie man damit in Mexiko umgegangen wird.
Die Geschichte ist wieder komplett in Reimform verfasst. Dadurch macht das Vorlesen gleich doppelt so viel Spaß. Leider gibt es auch dieses Mal wieder den einen oder anderen unsauberen Reim. Darüber kann ich aber hinwegsehen.
Spannenderweise wird dieses Buch für Kinder ab 3 Jahren empfohlen, während bei den anderen beiden das empfohlene Alter noch bei ab 5 Jahren lag. Ich kann diese Entscheidung auf jeden Fall unterstützen. Der dreijährige kleine Leser hatte keine Probleme der Geschichte zu folgen und auch die behandelten Themen haben ihn nicht überfordert.
Obwohl es sich hierbei um den dritten Teil einer Buchserie handelt, kann das Buch unabhängig von den anderen gelesen werden. Wobei ich denke, wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, wird sich alle Bücher besorgen.
Auch dieses Mal möchte ich eine Empfehlung für dieses Buch aussprechen. Dieses Buch zeigt auf unterhaltsame Art und Weise wie in anderen Kulturen mit dem Tod und der damit verbundenen Trauer umgegangen wird und wie wichtig Freundschaft ist.
Rezensionen von Simo.Monet:
In Stormy Weather von Chelsea Curto
Liebe zwischen Sturm und Chaos
„In Stormy Weather“ hat mir richtig gut gefallen! Besonders die ungewöhnliche Kombination aus Enemies-to-Lovers-Romance und Meteorologie fand ich spannend. Quincy und Seb sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere, wodurch ihre Dynamik und die ständigen Schlagabtausche für viele unterhaltsame Momente sorgen.
Gleichzeitig entwickelt sich ihre Beziehung schön und für mich nachvollziehbar.
Auch das Thema rund um Stürme, Tornados und die Hurrikansaison fand ich interessant. Man bekommt dabei ganz nebenbei einiges über Wetter und die Arbeit der beiden mit, ohne dass es trocken oder langweilig wird. Der Schreibstil ist flüssig und die Beschreibungen haben mich gut in die Geschichte hineingezogen.
Optisch ist das Buch ebenfalls ein Highlight. Das Cover mit dem Sturm, den Palmen und den beiden Protagonisten passt perfekt zur Geschichte und macht direkt neugierig auf den Inhalt. Auch der blaue Farbschnitt ist ein schönes Detail.
Für mich eine richtig gelungene Mischung aus Romance, Humor, Spannung und Sturm-Chaos.
Rezensionen von Natalie:
Blut für Blut von Anna Schneider
Spannende Lesestunden garantiert
Sophie Roth lässt endlich ihre gewalttätige Beziehung hinter sich und versucht nun sich als Fotografin ein neues Leben aufzubauen. Und scheinbar klappt es - sie erhält gleich zu Beginn einen sehr lukrativen Auftrag. Doch bald merkt sie, dass irgendwas gar nicht stimmt - die unschönen Kleinigkeiten häufen sich - zu viele, als das es noch als Zufall abgetan werden kann.
Sophie muss sich der Frage stellen, ob sie ihre eigene Vergangenheit einholt… steckt ihr Ex dahinter oder holen sie gar die Ereignisse von vor zwanzig Jahren ein?
Anna Schneider begeistert mit ihrer Grenzfall-Serie und von daher war ich sehr auf diesen Stand-Alone-Roman gespannt. Die aktuellen Geschehnisse werden durch Rückblenden in Sophies Kindheit ergänzt - eine Vorgehensweise, die sich auch hier etabliert. Es steigert dadurch die Spannung, ohne jedoch frühzeitig zu viel Klarheit zu schaffen. So haben sich für mich beim Lesen immer wieder neue Fragen aufgetan, die dann um unerwartete Wendungen in der Gegenwart ergänzt wurden und mich im Gesamten gefesselt haben. Sophie habe ich einerseits als starke Persönlichkeit wahrgenommen, aber gleichzeitig auch als sehr verletzlich und teilweise auch ziemlich naiv. Aber genau durch diesen Mix wirkt sie auf den Leser sehr lebendig und greifbar. Überraschen konnte mich definitiv die Auflösung, wer hinter all diesen unschönen Situationen, hinter diesem „sich beobachtet fühlen“ gesteckt hat. Richtig lag ich hingegen bei meiner Vermutung, wie sich die Ereignisse in Sophies Kindheit zugetragen haben.
Alles in allem für mich aber ein absolut gelungener Spannungsroman von Anna Schneider, den ich innerhalb kürzester Zeit ausgelesen habe. Spannende Lesestunden sind garantiert und von daher eine klare Leseempfehlung von mir dafür.
Rezensionen von Natalie:
Blut für Blut von Anna Schneider
Spannende Lesestunden garantiert
Sophie Roth lässt endlich ihre gewalttätige Beziehung hinter sich und versucht nun sich als Fotografin ein neues Leben aufzubauen. Und scheinbar klappt es - sie erhält gleich zu Beginn einen sehr lukrativen Auftrag. Doch bald merkt sie, dass irgendwas gar nicht stimmt - die unschönen Kleinigkeiten häufen sich - zu viele, als das es noch als Zufall abgetan werden kann.
Sophie muss sich der Frage stellen, ob sie ihre eigene Vergangenheit einholt… steckt ihr Ex dahinter oder holen sie gar die Ereignisse von vor zwanzig Jahren ein?
Anna Schneider begeistert mit ihrer Grenzfall-Serie und von daher war ich sehr auf diesen Stand-Alone-Roman gespannt. Die aktuellen Geschehnisse werden durch Rückblenden in Sophies Kindheit ergänzt - eine Vorgehensweise, die sich auch hier etabliert. Es steigert dadurch die Spannung, ohne jedoch frühzeitig zu viel Klarheit zu schaffen. So haben sich für mich beim Lesen immer wieder neue Fragen aufgetan, die dann um unerwartete Wendungen in der Gegenwart ergänzt wurden und mich im Gesamten gefesselt haben. Sophie habe ich einerseits als starke Persönlichkeit wahrgenommen, aber gleichzeitig auch als sehr verletzlich und teilweise auch ziemlich naiv. Aber genau durch diesen Mix wirkt sie auf den Leser sehr lebendig und greifbar. Überraschen konnte mich definitiv die Auflösung, wer hinter all diesen unschönen Situationen, hinter diesem „sich beobachtet fühlen“ gesteckt hat. Richtig lag ich hingegen bei meiner Vermutung, wie sich die Ereignisse in Sophies Kindheit zugetragen haben.
Alles in allem für mich aber ein absolut gelungener Spannungsroman von Anna Schneider, den ich innerhalb kürzester Zeit ausgelesen habe. Spannende Lesestunden sind garantiert und von daher eine klare Leseempfehlung von mir dafür.
Rezensionen von verhei:
Tatort Hafen - Der Tote von Lagerhaus F von Kästner & Kästner
ein Hafengeburtstag mit Mord
In Hamburg wird es in den nächsten Tagen turbulent, steht doch der alljährliche Hafengeburtstag an. Doch diesem Trubel nicht genug wird eine Leiche im verlassenen Lagerhaus F am Moldauhafen gefunden – im Kofferraum eines Oldtimers. Dieser gehört einem bekannten Räder Viktor Blankenhagen, der ein neues luxuriöses Kreuzfahrtschiff beim Hafengeburtstag einweihen möchte.
Dem nicht genug werden im Zuge der Untersuchungen auch Blutspuren im Auto gefunden, die einem Cold Case zugeordnet werden können: eine junge Frau wurde vor zwanzig Jahren tot aufgefunden, mit Zeichen von Fremdeinwirkung. Die Wasserschutzpolizei rund um Tom Bendixen wird zum Fall gerufen und ermittelt gemeinsam mit Joanna Jacobi vom LKA in diesem fordernden Fall.
Dies ist der vierte Band der Reihe Tatort Hafen, bei der sich viel um die Wasserschutzpolizei dreht. Eines vorneweg, er lässt sich auch gut als Stand alone lesen, da ausreichend auf die jeweiligen Hintergründe der Charaktere eingegangen wird. Dennoch profitiert man sicher davon, die Vorgänger zu kennen, um über die Charaktere und deren Beziehungen zueinander genauer im Bilde zu sein.
Im Buch wechseln sich Abschnitte über die Ermittlungstätigkeiten mit welchen rund um den Polizeibetrieb beim Hafengeburtstag ab. Der Einblick ist wirklich spannend und verdeutlicht auch welche Herausforderung dieser für alle Beteiligten ist. Dankbar war ich auch für das Glossar der wichtigsten Begriffe am Ende des Buches.
Die Geschichte wird spannend und aus wechselnder Perspektive erzählt: so wechselt man von der Perspektive der Ermittler wie Tom, Joanna und Charlotte zu der der Zeugen bzw. Verdächtigen. Bei Letzteren bekommt man glaubhaft Zweifel und Gewissensbisse transportiert. Bei ersteren neben der Ermittlungsarbeit und eben dem Geschehen um den Hafengeburtstag, auch etwas um deren Privatleben und Vorgeschichte.
Der Fall als solcher ist, solide, mit ausreichend Spannung und Wendungen und die Auflösung dennoch klar und verständlich. Lange tappte ich im Dunklen, was den Täter betraf - gibt es doch politische Einflussnahme, Absprachen, Familiengeheimnisse und Drogen- und Alkoholkonsum. Und eben noch zwei Mordfälle mit zwanzig Jahren Abstand die irgendwie zusammenhängen oder doch vielleicht nicht?
Ein Krimi, den ich jedem ans Herz legen kann, der gerne auch etwas über die Arbeit der Wasserschutzpolizei erfahren möchte. Alles garniert mit Humor und lokaler Färbung. Ich werde mich definitiv in die Vorgängerbände stürzen, um mehr über das Ermittlerteam zu erfahren.
Rezensionen von Natalie:
Schwestern. Trotz allem von Max Moor
Drei Schwestern, drei Schicksale
Der Roman begleitet drei Schwestern ab Ende des zweiten Weltkriegs. Die bunte Truppe, wie die drei liebevoll genannt werden, muss dabei einiges erleiden - ihr Vater verschollen, die Mutter stirbt und zuletzt werden die drei auch noch auseinandergerissen. Gerti, Rudi und Hansi: drei Schwestern, drei Schicksale über vier Jahrzehnte erzählt.
Der Fokus in der Erzählung liegt klar bei Gerti, der ältesten der drei Schwestern. Sie begleiten wir über die gesamte Zeit, verfolgen ihren Werdegang und fühlen mit ihr mit. Ebenfalls einen wesentlichen Anteil bekommt Albert, ihr Geliebter. Diese Kapitel werden in Form von Briefen, die er an einen befreundeten Pfarrer verfasst, abgehandelt. Die Idee, diesen Erzählstrang so abzubilden, hat mir sehr gut gefallen, da man so ganz tief in seine Gedanken und Gefühle eintauchen kann. Allerdings haben mich sich genau diese Kapitel anfangs auch verwirrt, da ich diese gar nicht einordnen konnte. Rudi und Hansi hingegen begleiten wir relativ wenig, da hätte ich mir tatsächlich mehr Fokus auch auf die beiden gewünscht, da schon gut ersichtlich wird, dass sie sehr viel erleiden mussten. Auch das Ende des Romans hinsichtlich der drei Schwestern war mir persönlich etwas zu kurz und knapp abgehandelt.
Alles in allem ist es aber ein sehr bewegendes Buch, in dem der Autor die damaligen Zeiten mit all ihren Entbehrungen, ihren oftmals unerträglichen Situationen aber auch den kleinen, feinen Glücksmomenten eindrücklich festgehalten hat. Von mir dafür eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Neluna:
Upon a Broken Throne 1. King of Ravens von Clare Sager
Diese Unterwelt fesselt mich!
Das Jahr ist noch nicht ganz vorbei aber ich denke, ich habe mein Lesehighlight für dieses Jahr gehabt! Die Geschichte rund um die todkranke Rhiannon und ihr Zwangsverlobter Drystan, nichts geringer als der König des Todes, hat mich beeindruckt. Aufgrund eines Handels ihres Vaters und der "Obergöttin" muss Rhiannon in die Unterwelt an den Hof des Königs samt Fae-Untertanen und muss diesen auch noch ehelichen.
Schon alleine wie sie vom König persönlich abgeholt wurde, hat meinen Lesegeschmack absolut getroffen.
Rhiannon hat mich in ihrer Art beeindruckt, sie ist totkrank, kämpft für eine Heilung und Selbstmitleid ist für sie keine Option. Genauso energisch verfolgt sie die Möglichkeit die Unterwelt für immer verlassen zu können. Der Weg nach Hause kann nur durch das Labyrinth erfolgen und Rhiannon stellt sich jeden Tag dieser Herausforderung. Wohingegen sie sich nachts gegen die Anziehungskraft von Drystan stemmt.
Mich hat die Schreibweise, der Aufbau der Geschichte und die Protagonisten überzeugt und in den Bann gezogen. Aufgrund der tollen Atmosphäre hat es sich schnell zu einem Page-turner entwickelt, der auch mit gutem Spice gewürzt ist.
Ich konnte in die schön schaurige Fae-Unterwelt abtauchen und da es aus Rhiannons Sicht geschrieben ist, konnte ich mit ihren Emotionen so richtig mitleben. Man leidet mit ihr mit, ohne jedoch Mitleid zu haben.
Am Schluss gibt es dann noch einen bösen Cliffhanger, der mich jetzt schon auf Band 2 hinfiebern lässt.
Vom Cover bis zur letzten Seite war es purer Lesegenuss, der mit einer wendungsreichen Handlung und interessanten Charakteren vollends überzeugt. Romantasy vom Feinsten!
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Unsichtbare Musen von Elisa von Hof
Frauen berühmter Männer - vor den Vorhang
Ein Sprichwort lehrt uns, dass hinter jedem erfolgreichen Mann eine Frau steht (stehen muss): Meistens unbedankt, häufig ausgewechselt und durchwegs unsichtbar. Oft werden sie „Musen“ genannt und führen nur eine Schattenexistenz. Ob Christiane Vulpius, Gala Éluard oder Sofja Tolstaja - sie sind zwar die treibende Kraft hinter ihren Männern, werden aber kaum gewürdigt.
Diese Frauen versucht Elisabeth von Hof vor den Vorhang zu holen. Leider bleibt es beim Versuch, denn auch die Autorin verfällt dem üblichen Duktus, mehr über die männlichen Genies zu erzählen, statt über die Frauen. Das finde ich sehr schade. Ja, es stimmt, über die Frauen ist, so ferne sie nicht selbst Tagebuch oder Briefe geschrieben haben, wenig authentisches bekannt. Trotzdem hätte ich mir mehr Informationen über die Frauen als über deren Männer gewünscht.
Fazit:
Aber, ich will nicht ungerecht erscheinen: ein Anfang ist gemacht. Möge es weitere Bücher geben, die die Frauen hinter dem Vorhang omnipräsenter Männer hervorholen. Diesem Buch gebe ich gerne 4 Sterne.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Nicht immer alles geben - Wie wir arbeiten ohne auszubrennen von Nese Oktay-Gür; Fee Kalter
Praxisnahe Einführung in Burnoutprävention
Die Psychologinnen und Unternehmerinnen Fee Kalter und Dr. Nese Oktay-Gür analysieren in diesem Buch, wie die aktuelle Arbeitskultur dazu beiträgt, dass immer Menschen in verschiedenen Berufen ausbrennen. Dabei gehen sie auf gesellschaftliche Ursachen ein und zeigen individuelle Auswege aus dem Stress auf: es geht um die Beruhigung des Nervensystems, um klare Kommunikation und das Setzen von Grenzen.
Dass das nur eine Seite der Medaille ist und es auch wichtig wäre, wenn sich die Arbeitskultur in Unternehmen ändern würde, ist ihnen bewusst und auch da kommen positive Beispiele vor, etwa von Unternehmen, die die Normalarbeitszeit verkürzt haben und dabei die Produktivität noch steigern konnten. Das kapitalistische System an sich wird in diesem Buch kaum hinterfragt, das ist aber wohl auch nicht Absicht der Autorinnen.
Wer sich noch wenig mit Themen wie gesunder Abgrenzung, Stressreduktion, Burnoutprävention und psychologischen Erklärungsmodellen beschäftigt hat, der kann aus diesem Buch einiges Hilfreiches mitnehmen. Dabei wird die Theorie immer wieder durch praktische Fallbeispiele und Selbsttests aufgelockert.
Wer hingegen schon ein gutes Basiswissen in diesen Bereichen hat oder ähnliche Bücher zum Thema gelesen hat, für den wird wahrscheinlich nicht so viel grundlegend Neues dabei sein.
Damit ist es ein empfehlenswertes Buch für Menschen, die sich neu mit diesen Themen beschäftigen möchten und gerne ein paar erste Tools an die Hand bekommen möchten, um das eigene Stress- und Gesundheitsverhalten zu hinterfragen und an der einen oder anderen Stelle zu verbessern.









