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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ulla:

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Theo in Golden von Allen Levi

Gesichter mit Geschichten

Der 86-jährige Theo ist in die Kleinstadt Golden im amerikanischen Süden gereist, warum und wer er ist, bekommt man nicht aus ihm heraus. In einem Cafe sieht er eine ganze Reihe Bleistiftporträts von Gesichtern hängen, laut Barista leben diese Menschen in Golden und wurden von einer Fotovorlage gezeichnet.

Theo beschließt, da diese sehr guten Werke nicht teuer sind, einige zu kaufen und den Dargestellten zukommen zu lassen. Nach einiger Recherchearbeit und handgeschriebenen Briefen lädt er diese Menschen nacheinander auf eine öffentliche Bank zur Übergabe ein. Dabei erfährt er durch seine charmante und herzliche Art viel über diesen Menschen. Er hört sehr genau zu, was sie bewegt. Darunter sind so verschiedene Menschen wie eine Wirtschaftsprüferin, ein Raumpfleger oder die Obdachlose Ellen. Auch wir lernen diese Menschen kennen und lieben und manche Vorurteile verflüchtigen sich. Bei Asher, den Künstler dieser Werke, geht er bald ein und aus.
Was es mit dem ganzen Jahr, welches Theo in Golden verbringt, auf sich hat, erfährt man erst auf den letzten Seiten des Romans und versteht erst dann den ganzen Zusammenhang. Trotz der Länge war dieser Roman für mich an keiner Stelle langweilig oder langatmig. Er wurde sich Zeit genommen für die Beschreibung der Menschen, für ihre Geschichten. Dies alles in einem hervorragenden humorvollen und einfühlsamen Schreibstil, der mich gefangen genommen hat.

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Theo in Golden

Rezensionen von Ulla:

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Tödliches Verderben von Karin Slaughter

toxische Ehe

In diesem zweiten Band der Thrillerreihe um Sheriff Emmy Clifton hat diese gerade ihre Mutter beerdigt. Auf dem Weg zum Essen mit der Familie hört sie aus dem Haus der ehemaligen Polizistin und Freundin Allison Schüsse. Sie eilt dorthin, doch zu spät, Allison ist tot. Ihre 16-jährige Tochter Mandy konnte sich auf dem Dachboden verstecken, ist jedoch lebensgefährlich verletzt.

Ihre Schwester Jude, FBI Agentin im Ruhestand, wurde im Haus vom Täter verletzt und auch Deputy Cole, Emmys Sohn, ist mit am Tatort. Zeit zum Trauern um ihre Mutter hat Emmy nicht, sie ist voll in den Ermittlungen drin. Zusätzlich plagen sie Schuldgefühle, da sie nicht auf Allisons Hilferufe gehört hat. Diese steckte in einer toxischen Ehe, ihren Mann wollte sie immer wieder verlassen und hat es dann doch nicht geschafft. Nun hat sie tatsächlich die Scheidung eingereicht und gepackte Koffer und gefälschte Führerscheine lagen bereit. Dass Allison immer wieder geschlagen wurde war bekannt, aber auch an Mandy wurden Misshandlungen festgestellt. Und woher stammt das viele Geld, versteckt auf dem Dachboden?
Der Thrillerplot ist äußerst spannend und detailreich erzählt, der besondere Reiz der Handlung sind jedoch die privaten Seiten von Emmy und ihrer Familie. In der Kleinstadt in Georgia kennt man sich und die Hälfte der Bewohner ist ein Clifton mit Einfluss und Macht. Emotionen werden nur selten gezeigt und Männer betrachten Frauen als ihr Eigentum. Trotz der kleinteiligen Beschreibung der Polizeiarbeit ist der Thriller auf kleiner Seite langweilig. Der Schreibstil ist sehr gut und ich freue mich jetzt schon auf eine Fortsetzung.

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Tödliches Verderben

Rezensionen von BR:

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Die Auster von Yael Inokai

ungewöhnlich

Dr. Bronstett, der Geschäftsführer eines legendären Kaufhauses wird in seinem Haus ermordet aufgefunden. Leonora Bloch arbeitet seit vielen Jahren dort als Reinigungskraft, war auch schon im Kaufhaus beschäftigt.

Bei allem was wir Leser über das Geschehen erfahren hatte ich das Gefühl dass vieles im Verborgenen bleibt.

Oder dass geheimnisvolles angedeutet wird, so z.B. dass Leonardas Sohn Sebastian im jungen Erwachsenenalter verstorben ist. Dieses da-fehlt-doch-etwas Gefühl steckte sowohl in dem Verbrechen als auch bei den erwähnten Personen und ihren Beziehungen untereinander. Im Nachhinein fällt mir auf dass dies so schon im Klappentext erwähnt war: "eine treue Reinigungskraft, die mehr Geheimnisse hütet, als sie preisgibt".

Ich habe das Buch mit Interesse gelesen denn ich war neugierig wie diese skurille Geschichte ausgehen könnte. Letzlich war ich nicht ganz glücklich mit der Aufklärung, dem Warum und wie dorthin gefunden wurde.

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Die Auster

Rezensionen von Sheilo:

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Hof der Dornen, Band 2 - The Thorn Queen von Sasha Peyton Smith

Zwischen Verantwortung und Emotionen

Nachdem Ivy Bram geheiratet hat und zur Königin von England wurde, versucht sie in einem Hofstaat voller Anderswelter zu überleben und sich Bram nicht zum Feind zu machen. Doch die Sehnsucht und die Sorgen um Emmett und Lydia werden dabei immer größer.

"The Thorn Queen: Hof der Dornen" von Sasha Peyton Smith schließt die Dilogie, welche Regency- und Romantasy-Vibes perfekt mischt, gebührend ab.

Der Schreibstil und die Spannung im Buch haben mich dabei beim Lesen sehr gefesselt und die ein oder andere Überraschung wartet dabei auf die Lesenden. Besonders gefallen hat es mir, dass wir die im ersten Band eingeführten Charakter noch besser kennenlernen dürfen und teilweise auch hinter die Fassade schauen können, was sehr zum Verständnis beiträgt.

Ivy wächst in meinen Augen in diesem Band über sich hinaus. Trotz eines Lebens, was sich wohl jede junge Dame der englischen Gesellschaft wünschen würde, begibt sie sich in Gefahr um die Menschen zu retten, die sie liebt. Doch wem kann sie dabei wirklich trauen?

Wie auch schon im ersten Band gibt es neben Ivy einzelne Charakter, in deren Blickwinkel wir eintauchen dürfen. Die Szenen werden dabei teilweise sehr emotional und gemischt mit der Spannung der Geschichte ergibt sich für mich eine perfekte Mischung.

Wer den ersten Band der Dilogie gelesen hat, sollte "The Thorn Queen: Hof der Dornen" auf keinen Fall verpassen. Die Dilogie ist für alle zu empfehlen, die Romantasy mit Regency-Vibes nicht widerstehen können.

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Hof der Dornen, Band 2 - The Thorn Queen

Rezensionen von Ulla:

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Alice im Land der Ideen von Roger-Pol Droit

wie sollen wir leben

Alice, zwischen Kind und Jugendliche, stolpert in ein Kaninchenloch. Sie trifft dort auf die kluge und die verrückte Maus, auf die Fee der Widerrede und ein Känguru. Diese Gruppe begibt sich auf eine Reise über Kontinente und Zeiten hinweg zu den wichtigsten Philosophen. Denn Alice umtreibt die Frage, wie wir, wie sie selbst, leben soll.

Vieles macht ihr Angst, die Erderwärmung und die Zerstörung der Welt, Kriege und die Veränderungen in unserem Leben durch die KI. Bei diesen Fragen soll sie Hilfe durch die Philosophie erhalten und so trifft sie zu Beginn auf Sokrates. Nebenbei erfährt man auch noch einiges über das Leben in der damaligen Zeit. Sie trifft auf Buddha und Nietzsche und es gibt Denkanstöße, die ihr gefallen und manche nicht oder weniger. Die Fee sieht in allem was sie erfahren auch einen Widerspruch und sät Zweifel an der Aussage der Philosophen während das Känguru in seinem unerschöpflichen Beutel immer wieder neue Informationen und Hintergründe bereithält.
Diese philosophische Reise ist sehr unterhaltsam und leicht verständlich geschrieben, auch ohne Vorkenntnisse gut nachvollziehbar und bringen einen selbst zum Nachdenken. Die Begebenheiten rund um die Reisegruppe lockern die ernsten Themen auf und sorgen für so manchen Schmunzler.

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Alice im Land der Ideen

Rezensionen von Ulla:

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Querfeldein von Alex Capus

tiefsinnig und leicht lesbar

Arnold wächst in einem schweizer Dorf nahe der deutschen Grenze auf. Bereits in seiner Jugendzeit war er ein unruhiger Geist, er wollte die Welt erleben und arbeitete so in verschiedenen handwerklichen Berufen immer nur für ein halbes Jahr. Bis er als Pflasterer sich auf Knien zum Kasino in Baden-Baden vorarbeitete und seinen Lohn beim Roulette setzte.

Er gewann viel Geld und beschloss, es in einen Gasthof zu investieren. Das Wirtshaus zur Moskau war stets gut besucht und als er Betty traf, sie heiratete und mit ihr 8 Kinder bekam, blieb er dort. Auch Betty hatte einen Hang nach Freiheit und besonders ihre älteste Tochter, die „verrückte“ Clara, streunte bereits als Kind tageweise umher. In der Schweiz hörte man bereits von den Veränderungen in Deutschland, die 1933 immer intensiver wurden. Hermann Weber, ein Schmuggler, hat es noch so gerade über die Grenze geschafft. Der kräftige und zupackende Hermann fand einen Platz in der Wirtschaft und in Claras Herzen bis er von Nazischergen zusammengeschlagen und über die Grenze nach Deutschland verschleppt wurde.
Die politischen Verwicklungen bezüglich Hermann Weber sind historisch belegt, die Liebesgeschichte fiktiv.
Neben dieser echten Geschichte gefällt mir an dem Roman die Schreibweise und Wortwahl, die liebevolle Beschreibung der Charaktere und Eigenheiten der Dorfbewohner und die Landschaft und die besonderen Herausforderungen im Grenzbereich zwischen der Schweiz und Deutschland. Ein tiefsinniger Roman der leicht lesbar ist.

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Querfeldein

Rezensionen von Marw76:

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Never Leave the Path von Antonia Michaelis

Komplex und geheimnivoll

Natürlich gibt es den Hexer vom Berg nicht, da ist sich der 17-jährige Jesper sicher. Doch wer streift dann nachts um die abgelegene Hütte, in der er und seine Mutter Abstand vom Großstadtleben suchen?

Was hat es mit den beklemmenden Bildern auf sich, die Jesper zusammen mit vergilbten Zeitungsartikeln über einen Mord in den Schubladen findet?

Und wer ist das seltsame Mädchen, das im Wald lebt und über Regen und Wind zu gebieten scheint? Wohin geht sie, wenn sie verschwindet, und weshalb kann Jesper nicht aufhören, an sie zu denken?

Als ein plötzlicher Wintereinbruch es unmöglich macht, den Berg zu verlassen, und Jespers Mutter krank wird, weiß er nicht mehr, wem er trauen kann.

.. Doch diese Frage entscheidet über Leben und Tod.

Ich kenne die Autorin bereits von anderen Geschichten, doch diesmal ist das Buch viel düsterer und geheimnisvoller gewesen als die Werke die ich sonst von ihr kenne. Ich hätte das Buch deshalb auch eher einer Altersgruppe ab circa 16 Jahren empfohlen, da die Geschichte ziemlich komplex und anspruchsvoll ist.

Der Schreibstil ist wie von der Autorin gewohnt einfach wunderbar und einzigartig! Das Buch beginnt sehr märchenhaft und voller Rätsel und Geheimnisse. Alles wirkt wie ein düsteres Märchen, das mit Legenden und Sagen vermischt wurde. Je mehr man liest desto öfter fragt man sich auch was davon Wirklichkeit ist und was Traum oder Fantasie?

Ich finde das dieses Buch gerade sehr gut in die herbstliche Jahreszeit passt. Der herbstliche Wald im November wird von der Autorin sehr bildhaft beschrieben und mit der Zeit wirkt alles immer düsterer.

Ich mochte die Geschichte insgesamt sehr gerne, besonders der geheimnisvolle, rätselhafte Anfang und das sehr gut geschriebene Ende mit einer gelungenen Auflösung, haben mir gefallen. Die Mitte des Buches ist gut geschrieben, aber manchmal war es mir fast ein wenig zu komplex und rätselhaft, hier war es teils ein bisschen zäh für mich persönlich, aber das ist immer Geschmackssache.

Die Geschichte ist ein Mix aus Märchen, Legende und ganz viel Wechsel von Traum und Fiktion, komplex zu lesen aber mit einer gelungenen Auflösung. Für Fans der Autorin und Jugendliche auf jeden Fall zu empfehlen, gerade jetzt im Herbst oder Winter!

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Never Leave the Path

Rezensionen von yellowdog:

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Flora von Jonás Zboril

Bildhafte Sprache

Flora ist
eine Dystopie
geheimnisvoll
soghaft
faszinierend

Ein Paar finden ein fremdartiges Wesen und nehmen es mit. Sie nennen es, das eine bizarre Mischung aus Fleisch und künstlichem ist, Flora und kümmern sich um es, als wäre es ihr Kind.
Während Sara ganz in ihrer Mutterrolle aufgeht und sich dabei in Gefahr bringt, hält Adam auch eine beobachtende Distanz
Durch die bildhafte Sprache des Autors wird man an den Text gefesselt.

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Flora

Rezensionen von rewareni:

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Kommissar Panowski von Axel Stamm

Ohne Worte

Schon der Titel des Romans ,, Kommissar Panowski – Kein Bretagne Krimi“ macht ja schon einmal neugierig. Der Autor Axel Stamm nimmt dabei den Leser auf eine besondere Reise nach Frankreich mit, wo man bereits zu Beginn schon überrascht wird ob des Kommissars Panowski, wo ich aber nicht verraten möchte, warum.

Es ist eine ruhige Geschichte, wo zwei Kommissare aus dem schwäbischen Holzgerlingen ob eines Austauschprogrammes in der Bretagne ihren Dienst versehen werden ohne zu ahnen, dass ihrer beider Leben sich von Grund auf ändern wird.
Die Mischung zwischen humorvollen Szenen, wo unter anderem ein ehemaliger Straßenhund ein neues zuhause findet oder ein schwäbisch angehauchtes Französisch, das oftmals für leichte Verwirrung sorgt, sowie die unausgesprochenen Gedanken zwischen den Protagonisten, die trotzdem wissen, was der andere meint, lässt den Roman noch intensiver wirken. Auch wenn scheinbar die Geschichte nur dahinplätschert, hat sie eine Tiefe in sich, die vor allem dadurch überzeugt, dass der Autor viele schöne Gedanken nieder geschrieben hat. Über die Beziehung der Menschen untereinander und auch die eigenen Reflexionen der Protagonisten über ihre Wünsche, Bedürfnisse, Ängste und Hoffnungen.
Man findet Menschen in der Geschichte, die oft von ihren eigenen Gefühlen überrumpelt sind und nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen, wo manchmal schweigen mehr sagt als 1000 Worte, wo aber auch viel Zeit verloren geht, wenn man nicht den Mut hat, das zu sagen, was einem am Herzen liegt.
Der Schreibstil ist flüssig und zeigt auch, dass ein trockener Humor seinen besonderen Reiz hat, wo man als Leser immer wieder mit den Protagonisten mitgelitten hat. Man hat dabei oft gespürt, wie so mancher darauf gewartet hat, dass sich Dinge von alleine regeln.
Oft hat einfach nur ein Blick oder eine kleine Geste gereicht, wo mehr an Gefühl und Emotion zu spüren war, als viele Worte.
Es ist ein gefühlvoller und schöner Roman wo man sieht, dass das Leben so einfach sein kann, wenn man an einem Ort angekommen ist, wo das Herz zu Hause ist.

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Kommissar Panowski

Rezensionen von marcialoup:

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Dem Meer entgegen von Lidija Hilje

eine bittersüße, gefühlsintensive Liebesgeschichte ... mit besonderem Schreibstil

Dieses Buch rührt zu Tränen, es bohrt sich ins Herz, schüttelt die Seele durch, reißt an den Nerven und erschüttert immer wieder!
Dazu ist die Geschichte dicht und gefühlvoll mit wohlgeformtem Klang erzählt.
Dieses Buch kann man nicht loslassen!

Zu Beginn eher harmlos, braucht man einige Kapitel, um sich einzufinden.

Man begleitet Ivona durch ihr Leben, das anders als gewünscht verläuft. Sie ist Biologin und hätte gern in diesem Beruf gearbeitet, bekommt im Kroatien der 1990er aber wenig Chancen. Sie trifft früh ihre große Liebe Vlaho, kommt in dessen Familie zunächst beinahe mehr an als in ihrer eigenen, wird dann aber durch Schicksalsfügungen getrennt.
Ivona’s verflossene Liebe tut auch den Lesern weh, die Zurück-Erinnerung an das Kennenlernen knistert durch die Seiten...
Als Ivona die Trennung, die brutal erscheint, rückblickend betrachtet, erkennt sie darin auch andere Lebenslinien, die dahin geführt haben wo sie Jahre später steht. Ivona muss sich mit vielem auseinandersetzen, das an die Substanz geht.
Ihre Mutter verliert sie viel zu früh, unsinnig und tragisch. Später pflegt sie ihren Vater, weil niemand anders sich verantwortlich fühlt.
Ihr Herz ist in Vlaho verloren. Der Schmerz wütet in ihr. Auch Jahre später. Immer!
Denn Vlaho bleibt sehr nah.
Auch mit einem neuen Partner findet sie keine innerliche Ruhe.
Diese eine Liebe... sie ist so echt und wahr, sie zerreisst Ivonas Körper, verbrennt ihre Seele und bekleidet ihr Leben.

Weitere Entscheidungen werden ihr abverlangt und sie bemerkt die Fremdbestimmung, die sich durch ihr Leben zieht.
Ist sie selbstlos oder egoistisch?

Der Roman wird schwebend in zwei Zeitebenen erzählt, bis man im aktuellen Jetzt ankommt.
Dem Schreibstil der Autorin schenkt man gern besondere Beachtung, denn sie hat eine wortverspielte Ausdrucksweise, die leise und subtil durch die Zeilen huscht. Dabei gehen die Gefühle beider Protagonisten, Vlaho und Ivona, in eine so tiefe Ebene, dass man sie selbst erlebt.
Bitterzart, schmerzverzehrend, herzbebend ... läuft diese Liebe in einer unsichtbaren Bahn, in der jeder für sich gefangen ist.
Atmosphärische Beschreibungen einer wunderschönen Kulisse Kroatiens gepaart mit zutiefst Ehrlichem machen die Geschichte sehr lebendig.

Eine unbeschreibliche Liebesgeschichte, die lange nachhallt.
Es ist schwer, dieses Buch loszulassen!

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Dem Meer entgegen