Icon Kontrast wechseln
Logo Wagnersche Buchhandlung

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von lectrice:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Mord ohne Vorwort von Freya Sampson

Aufregung im Gemeindezentrum

Ein wunderschönes Cover und der Klappentext, der einen Buchklub als Ermittler ankündigt: da war meine Vorfreude ganz besonders groß. Und ich wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil, ich habe tolle Lesestunden mit dieser Geschichte verbringen dürfen.
Die Mitglieder des Buchclubs waren alle so typisch britisch im positiven Sinne.

Alle ein wenig sonderbar, jede und jeder mit besonderen Kenntnissen, die alle zur Hilfe des Falles benötigt wurden. Ja, es wird hier arg mit Vorurteilen gespielt, aber auf ganz charmante Art und Weise und es passte einfach so gut. Vor allem Phyllis und ihr asthmatischer Hund haben mir so manch ein Grinsen entlocken können, aber man darf sie auf keinen Fall unterschätzen.
Man lernt die einzelnen Mitglieder des Buchclubs nach und nach besser kennen, vor allem, da die Perspektive immer wechselt und man so die Hintergründe erfährt. Und natürlich Nova, die Leiterin des Buchclubs, die um ihren Job bangen muss, weil 10.000 Pfund aus der Gemeindekasse gestohlen wurden. Allerdings wird der Mord an der Mutter des neuesten Mitglieds nicht vergessen, auch wenn er nicht immer so präsent im Zentrum steht, aber Michael ist ja vermutlich auch mit dem Geld abgehauen und damit steht die Zukunft des Buchclubs und des gesamten Gemeindezentrums auf der Kippe.
Ein Krimi zum Miträtseln, ein Krimi mit Verweisen auf viele Bücher, mit Charakteren, die im Verlauf der Handlung immer mehr an Tiefe gewinnen und eine gut gelungene Auflösung am Schluss. Ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von lectrice
Mord ohne Vorwort

Rezensionen von lectrice:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Im Bann des Erlkönigs von Mina Roth

Toller Mythenmix

Eine neue Academy, eine neue Anlehnung an einen Mythos, aber dieses Mal nicht eine Entlehnung der klassischen griechischen Mythologie, sondern ein Ausflug in die deutsche Legenden-Geschichte und zwar - wie der Titel schon verrät - zum Erlkönig. Zumindest bei mir war die Sage des Erlkönigs sofort präsent und wie sie hier adaptiert bzw.

besser gesagt eingebaut worden ist in eine ganz eigene Geschichte, hat mir wirklich gut gefallen.
Zora ist nicht immer die übermenschliche Protagonistin, der alles leichtfällt, sondern eine, die auch mal an sich zweifelt und nicht immer alles weiß oder besser kann. Und auch der männliche Gegenpart Kilian hat mir gut gefallen. Die Stimmung an der Akademie ist düster, es werden gut Mythen mit interessanten Rätseln gemischt.
Dazu ein fesselnder Schreibstil und eine langsame Entwicklung der Geschichte - für mich ein toller Auftakt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von lectrice
Im Bann des Erlkönigs

Rezensionen von Shilo:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Der Betrachter von Judith Fanto

Was von einer Freundschaft bleibt

Ein Brief bringt Manno viele Jahre nach dem Ende des Krieges wieder zu den Erinnerungen zurück, die ihn nie ganz losgelassen haben. Dabei geht es nicht nur um seine eigene Geschichte, sondern auch um sechs junge Menschen, die viele Sommer miteinander verbringen und fest zusammenhalten. Doch die Jahre bringen Veränderungen mit sich, auf die keiner der Freunde vorbereitet ist.

Alle sechs Figuren bekommen ihren eigenen Platz in der Geschichte. Mit jeder Seite wird klarer, was sie bewegt und was ihnen wichtig ist. Die gemeinsamen Tage in Altaussee zeigen, wie viel ihnen diese Freundschaft bedeutet. Umso schwerer sind die Entwicklungen, die später folgen.
Die Geschichte verbindet Mannos Erinnerungen mit den Ereignissen seiner Zeit. Dabei wird spürbar, wie sich das Leben der Freunde langsam in verschiedene Richtungen entwickelt. Was früher nebensächlich war, bekommt plötzlich eine ganz andere Bedeutung und verändert den Umgang miteinander.
Die Zeit in Wien wirkt dabei glaubwürdig beschrieben. Vieles verändert sich zunächst kaum sichtbar und wird erst mit der Zeit immer deutlicher. Dadurch bekam ich ein Gefühl dafür, wie schwierig es gewesen sein muss, in dieser Zeit Entscheidungen zu treffen.
Die Sprache bleibt angenehm und passt gut zu den Protagonisten. Besonders die Gespräche zwischen den Freunden wirken natürlich und zeigen, wie sie miteinander verbunden sind. So lässt sich die Entwicklung der einzelnen Personen über viele Jahre hinweg gut verfolgen.
Zum Ende hin werden viele Zusammenhänge klar. Einige Gedanken aus der Geschichte begleiten den Leser noch nach Beendigung der Lektüre. Der Roman zeigt nicht nur eine besondere Freundschaft, sondern auch, wie politische und gesellschaftliche Veränderungen das Leben einzelner Menschen beeinflussen können.
Eine Geschichte über Freundschaft, die Herausforderungen einer schweren Zeit und Menschen, die ihren Weg finden müssen.
5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Shilo
Der Betrachter

Rezensionen von stina23:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Yesteryear von Caro Claire Burke

Die fast perfekte Illusion

Natalie ist die Mutter von fünf Kindern, mit dem sechsten auf dem Weg. Sie lebt ein Leben, das für viele bewundernswert, für viele abstoßend ist. Natalie stellt ihr Leben auf einer Farm in den USA online, zeigt ihren traditionellen Lebensstil, vermarktet ihn und kann gut davon leben. Als Trad-Wife polarisiert sie, aber die kritischen Kommentare tut sie als Neid von frustrierten Frauen ab.

Doch die wunderbare Idylle hat mehr als nur eine Schattenseite und die Fassade beginnt zu bröckeln. Plötzlich findet sich die junge Frau in einer Umgebung wieder, die ihr vertraut ist, jedoch jeglichem Luxus des 21. Jahrhunderts entbehrt. Was ist passiert und kann sie wieder in ihr altes Leben zurück?
Caro Claire Burke greift in ihrem Buch ein aktuelles Thema auf. Die auf Social Media verbreitete Idylle eines in traditionellen Rollenbildern gelebtes Frauenleben findet Zuspruch genauso wie Ablehnung. Mit Natalie hat sie eine Protagonistin geschaffen, die diese Widersprüche in sich vereint. In Rückblicken wird ihr Werdegang beschrieben, die religiös-traditionelle Kindheit, ihre Studienzeit, die erste große Liebe bis hin zu der Geschäftsfrau, die ihr Leben vermarktet. Der Weg, der auf den ersten Blick linear und leicht erscheint, ist alles andere als das. Natalie ist eine Kämpferin und Überlebenskünstlerin und sieht, um ihr Ziel zu erreichen, über vieles hinweg, verliert gleichzeitig zwangsläufig auch vieles aus dem Blick. Ich war anfänglich der Meinung, Natalie sicher nichts Gutes abgewinnen zu können, doch relativ schnell konnte ich ihr näherkommen und ihre Beweggründe verstehen. Die Autorin hat sie mit viel Humor und Zynismus ausgestattet, was der Geschichte Leichtigkeit verleiht und mir Natalie auch sympathisch machte.
Ich war von diesem Buch überrascht, da das Geschehen von vielen Blickwinkeln beleuchtet wird, Tiefgang hat, realistische und teils vielschichtige Figuren beinhaltet und dabei leicht zu lesen ist. Ich bin froh, einer Leseempfehlung gefolgt zu sein, das Buch war für mich sehr lesenswert!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von stina23
Yesteryear

Rezensionen von hohleborn8:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Dem Meer entgegen von Lidija Hilje

Wenn eine Ehe endet, die Liebe aber bleibt

Lidija Hilje erzählt die tragische Geschichte einer großen Liebe, die an der Kinderlosigkeit der jungen Ivona zwar zerbricht, aber nicht endet.
Für Ivona und Vlaho ist es Liebe auf den ersten Blick, als sie sich während des Studiums in Zagreb kennenlernen. Als Ivona Jahre später die Diagnose ihrer Unfruchtbarkeit erhält, ist sie durch die Aussichtslosigkeit ihres Lebens bereits zermürbt.

Während Vlaho nach dem Studium sofort eine Anstellung in einer Bank erhielt und sich eine Karriere aufbaute, sucht die junge Biologin auch Jahre nach dem Studium noch immer nach einer, ihrer Ausbildung entsprechenden Anstellung.
Das Buch liest sich wie ein Tagebuch dieser tragischen Liebe. Die Autorin zeichnet nicht nur ein detailliertes Bild der Hauptfigur Ivona, ihrer äußeren und inneren Kämpfe um ihre Liebe und ihre Selbstachtung, sondern wirft auch einen kritischen Blick auf das junge Kroatien nach dem Zerfall des alten Jugoslawien und dem Ende des Jugoslawienkrieges, in dem Vetternwirtschaft und eine hohe Bürokratie die Menschen verzweifeln lässt.
Der Roman wird als Sommerroman des Jahres 2026 gepriesen. So empfinde ich diese bittere Novelle nicht. Ein Sommerroman steht für etwas Helles, Leichtes, Sommerliches. Ich habe Ivonas Schicksal für einige Jahre geteilt. Am Schicksal einer unfruchtbaren Frau ist nichts sommerlich leicht. Darüber kann auch die traumhafte Kulisse des wunderschönen Dalmatiens nicht hinweg täuschen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von hohleborn8
Dem Meer entgegen

Rezensionen von yellowdog:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Jahre im Feuer: Die Zerstörung der Ukraine von Andrej Kurkow

Ein Jahr Ukraine

Andrej Kurkow schreibt erneut tagebuchartig über die Situation der Ukraine. Der betrachtete Zeitraum umfasst April 2024 bis April 2025.
Die Ukrainer leben ein Leben im nicht endenden Krieg zwischen Verzweiflung und Alltag.

Die Kapitel wirken ein wenig wie Kolumnen über verschiedene Aspekte des Kriegsgeschehens.

Das gibt dem Leser tiefe Einblicke. Kurkow ist realistisch, auch illusionslos, aber nicht ohne Hoffnung. Er nennt sich selbst einen pragmatischen Optimisten. Ihm gelingen auch einige bemerkenswert gute Beschreibung von Teilen der Ukraine. Beispielhaft nenne ich hier das Kapitel Der Dniprow im Krieg.

Jahre im Feuer ist auch ein höchst politisches Buch. Kurkow beobachtet genau die Reaktionen des Westens, insbesondere der USA unter Trump. Darunter auch die Demütigung Selenskyjs im weißen Haus.

Das Buch schließt mit einem Nachwort mit Datum September 2025.
Es ist also zu vermuten, dass ein weiteres Buch dieser Art von Andrej Kurkow folgen wird.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog
Jahre im Feuer: Die Zerstörung der Ukraine

Rezensionen von pandas_bücherblog:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Die Anderen von Kobi Yamada

Wunderschöne Illustrationen und eine ganz wichtige Message

Das Cover gefällt mir auf Anhieb richtig gut, denn die sanfte Farbgebung und die große Typografie machen neugierig auf die Geschichte, die sich dahinter verbirgt.
Auch die Illustrationen von Charles Santoso sind wirklich wunderschön und kreativ umgesetzt, mit schönen Farben, die eine ruhige, fast traumhafte Stimmung erzeugen.

Besonders beeindruckend ist die Entwicklung von der kleinen Szene am Anfang hin zum Blick auf die Erde aus dem All.

Die Geschichte selbst ist erstaunlich tiefgründig für ein Kinderbuch. Zwei Jungen stehen nebeneinander und philosophieren über das Hier und das Drüben, über die Anderen und darüber, woher man weiß, wer zu wem gehört. Die Texte sind kurz und poetisch, fast wie kleine Gedankenfetzen, die zum Nachdenken anregen. Besonders berührt hat mich, wie die Jungen langsam erkennen, dass die Grenzen zwischen Hier und Drüben eigentlich gar nicht so klar sind und dass wir alle am Ende zusammengehören.
Die Message des Buches ist wirklich wertvoll und zeitlos. Sie spricht Kinder und Erwachsene gleichermaßen an und erinnert uns daran, dass wir alle auf demselben Planeten leben und unsere Unterschiede eigentlich nebensächlich sind. Die Idee, dass wir alle gemeinsam hier sind, wird am Ende wunderschön mit der Ansicht der Erde aus dem All unterstrichen, die alle Menschen vereint.
Meine Tochter ist noch zu klein für dieses Buch, aber ich freue mich darauf, es ihr vorzulesen, wenn sie etwas älter ist, denn die Illustrationen laden zum Verweilen ein und die kurzen Texte regen zu Gesprächen an, die über das eigentliche Vorlesen hinausgehen.

Fazit
"Die Anderen" ist ein kleines Juwel für jedes Bücherregal. Die kreativen, wunderschönen Illustrationen und die wertvolle Botschaft über Zusammengehörigkeit und Perspektivwechsel machen es zu einem besonderen Leseerlebnis für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Wer nach einem Buch sucht, das zum Nachdenken anregt und gleichzeitig visuell begeistert, wird hier fündig werden.
5/5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von pandas_bücherblog
Die Anderen

Rezensionen von Claudia R.:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Nightmore - Das gruseligste Internat der Welt (Band 3) - Teuflisch fieser Fluch von Vanessa Walder

teuflisch gut

Klappentext / Inhalt:

Loewe-Bücher: garantiert ohne KI

Willkommen in Nightmore! Bist du mutig genug für ein neues Abenteuer?

„Will man wirklich ein solches Gruselinternat besuchen? Auf jeden Fall!“ Stiftung Lesen

Was zum Teufel? Mitten in der Nacht wird Werwolf Fynn von einer Monster-Spinne angegriffen.

Das ist sogar für die Nightmore Academy ungewöhnlich. Doch dann stellt sich heraus, dass die Spinne gar nichts dafür kann. Jemand hat sie mit einem Fluch belegt. Und den kann man nicht einfach so aufheben. Oh nein: Fynn und Sinista müssen Satan höchstpersönlich überreden, ihnen zu helfen. Ein Klacks – oder?

Hexenflüche und Monsterattacken – immer was los in Nightmore!

Der dritte Band der coolen neuen Reihe mit Dämonen , Hexen und dem Teufel persönlich

Superwitzig und spannend erzählt von Erfolgsautorin Vanessa Walder

Extra-gruselig illustriert von Philipp Ach

Perfekt für Erstleser*innen : viele Bilder, großer Lesespaß, schneller Leseerfolg

Ein tolles Geschenk für Fans von Wednesday und Addams Family 

Für Jungen und Mädchen ab 7 Jahren

Zum Vorlesen , Mitlesen und ersten Selberlesen

Cover:

Das Cover wirkt spannend und abenteuerlich. Man erkennt wieder einige der Charaktere und durch die Flammen und die Farbwahl wirkt es schon etwas brenzlig und teuflisch gut. das Cover ist toll umgesetzt und auch der Wiedererkennungseffekt zu den anderen Bänden ist hier gegeben. 

Meinung:

Teuflisch gut ist auch dieser dritte Band umgesetzt. Von Satan höchstpersönlich einen Gefallen eingelöst zu bekommen ist nicht alltäglich, aber Fynn und Sinista brauchen ihn, um einen Fluch aufzulösen, wird es ihnen gelingen? Ein höllisch spannendes und teuflisch gutes Abenteuer mit humorvoller Unterhaltung. 

Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu bedeckt. 

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut, locker und flüssig lesen. Schnell findet man in Geschichte und Geschehnisse hinein. Die Charaktere sind einen gut durch die bisherigen Bände bekannt. Aber auch ohne Vorkenntnisse kommt man hier durchaus in die Reihe hinein, denn man kann die Bücher auch unabhängig lesen. 

Mir waren die vorherigen beiden Bände bekannt und ich hatte mich daher schon sehr auf diesen dritten Band gefreut und war gleich wieder ihn diesem gruselig humorvollem Abenteuer Feuer und Flamme und mitten im Geschehen. Um auch die Hintergründe und die Entwicklungen der Charaktere greifen zu können ist ein lesen in Reihenfolge schon vorteilhaft, aber nicht zwingend erforderlich.

Die einzelnen Abschnitte haben eine gute und angenehme Länge. Die Anfänge sind gut erkennbar und gut hervorgehoben. Die Überschriften sind passend, ohne dabei zu viel zu verraten. 

Toll sind auch wieder die schwarz-weiß Illustrationen, die das Ganze sehr gut unterstützen und die Geschichte sehr gut abrunden. Die Bilder geben das Gelesene sehr gut wieder und setzen das Ganze sehr schön um. Die Illustrationen lockern das Schriftbild auf und runden die Geschichte perfekt ab. 

Ein spannendes und humorvolles Abenteuer, voller teuflischer Wendungen und so einiger Überraschungen. Gruselige Unterhaltung, gepaart mit Witz und Charme, sowie liebenswerten Charakteren.

Fazit:

Teuflisch gute Unterhaltung mit einer guten Portion Humor und gruselig liebenswerten Charakteren.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Claudia R.
Nightmore - Das gruseligste Internat der Welt (Band 3) - Teuflisch fieser Fluch

Rezensionen von peedee:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Maja & Natascha von Elyse Durham

Grosse Schwermut

Leningrad, 1958. Maja und Natascha sind Zwillingsschwestern, deren Mutter Elisaweta kurz nach der Geburt gestorben war. Ihr Vater ist unbekannt. Wie einst ihre Mutter und auch ihre Patentante leben sie für das Ballett. Sie wissen, nur der Tanz auf höchstem Niveau kann ihnen ihre Träume erfüllen: mit der Kirow-Kompanie um die Welt reisen.

Das neuste Gesetz erlaubt nur einer Person pro Familie, das Land zu verlassen. Die Schwestern sind plötzlich Konkurrentinnen – vergessen ist die jahrelang verspürte Nähe. Wer ist die Bessere? Wie weit sind sie bereit zu gehen?

Erster Eindruck: Das Cover des Schutzumschlages gefällt mir sehr gut (auch wenn ich keine Schutzumschläge mag).

Nach dem Prolog von 1941, in dem die Zwillinge geboren wurden, begann die Geschichte im Jahr 1958. Maja und Natascha sind an der Waganowa, der renommierten Ballettschule. Das Ziel ist allen bewusst: nach dem Abschluss in die Kirow-Kompanie zu kommen. Dafür vergiessen die Schwestern und ihre Kolleg:innen viel Blut, Schweiss und Tränen. Doch für sie scheint es in ihrem Land der einzige Weg, etwas erreichen zu können. Es ist zwar ihre Heimat, aber der Staat setzt so viele Grenzen, dass nur der Traum an ein besseres Leben – im Ausland – sie durchhalten lässt.

„Ohne Natascha zu sein, war für sie, als fehlte ihr ein Lungenflügel – und wer könnte so leben?“ (Maja)

„Ich bin müde. Müde von alldem. Müde, mich um dich zu kümmern. Müde, für dich zu sorgen, deine Gefühle zu schützen.“ (Natascha)

Ich bin weder Kennerin des Balletts noch ein Fan davon. Aber ich bekomme immer sehr gern lesetechnische Einblicke in mir unbekannte Welten, hier eben das Ballett. Es ist beeindruckend, mit welcher Leidenschaft die Eleven ihren Traum verfolgen – sie leben für das Ballett; Unfälle können jederzeit ihre Träume platzen lassen. Zwischen den einzelnen Abschnitten gab es grössere Zeitsprünge, in denen Dinge passiert sind, die mich interessiert hätten. Mir hat der Debütroman gut gefallen, wenn auch die ganze Zeit ein grosser Schwermut vorlag, der meine Lesefreude trübte. Das Ballett hat den Frauen einiges gegeben, aber noch viel mehr genommen. Es hat mich traurig gemacht, wozu die Schwestern fähig waren. Eine Tragödie für die Schwestern, aber auch für Katuscha, deren Patentante. Ihre Rolle kam für mich zu kurz. Von mir gibt es 3 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Maja & Natascha

Rezensionen von nessabo:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Ordentlich Durcheinander von Einat Tsarfati

Eine kleine Umarmung für chaotische Menschen

Die Graphic Novel hätte dem Inhalt gar nicht angemessener gestaltet worden sein - sie ist bunt, wild und eben chaotisch. Mich hat das manchmal auch etwas überfrachtet, aber grundsätzlich mochte ich den Stil gerne.

Die Autorin hat hier keinesfalls einen Ratgeber geschrieben, sondern vielmehr ein liebevolles Plädoyer an chaotische Menschen, diesen Umstand mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu akzeptieren statt dagegen mit aller Kraft anzukämpfen.

Ich musste an einigen Stellen sehr lachen, auch wenn mein Chaos-Level doch etwas unter dem Dargestellten liegt.

Auch, wenn ich die Graphic Novel gut habe lesen können und phasenweise eine angenehme Zeit mit ihr hatte, hat mir insgesamt ein wenig die Substanz gefehlt. Ich habe mich immer wieder gefragt, worum es der Autorin im Detail nun ging. Ganz viel wird mit vermeintlichen Fakten, Daten und Untersuchungen gearbeitet, die sicherlich erfunden sind. Das kann ich als Teil der humorvollen Erzählweise zwar akzeptieren, finde es aber auch nicht optimal.

Ich kann mir abgesehen von meiner Kritik gut vorstellen, dass dieses Werk eine richtige Umarmung für chaotische Menschen ist, die sich sicherlich oft verloren fühlen in einer aufgeräumt scheinenden Welt.

3,5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nessabo
Ordentlich Durcheinander