Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sina:
Anna oder: Was von einem Leben bleibt von Henning Sußebach
Rekonstruktion eines Lebens
In seinem Buch „Anna oder: Was von einem Leben bleibt“ rekonstruiert der Journalist Henning Sussebach das vergessene Leben seiner Urgroßmutter Anna Kalthoff.
Mit Hilfe weniger verbliebener Gegenstände aus Annas Besitz begibt sich der Autor auf Spurensuche und setzt nach und nach ein stimmiges Gesamtbild zusammen.
Die Lesenden werden mitgenommen auf eine Reise von 1887 und 1932 zwischen Horn und Cobbenrode, im
Sauerland.
Anna wird als viertes Mädchen in die Familie Kalthoff geboren. Ihr Vater verstarb als Anna gerade einmal 12 Jahre alt war. Als unverheiratete Frau mit nur wenigen Alternativen geht Anna im Alter von gerade einmal 21 Jahren mach Cobbenrode und wird Lehrerin. Trotz der Steine, die ihr in dieser frauenfeindlichen Zeit in den Weg gelegt werden, führt sie ein scheinbar selbstbestimmtes und außergewöhnliches Leben.
Untermalt wird die persönliche Biografie der Urgroßmutter immer wieder mit zeitgeschichtlichen Fakten, die es den Lesenden einfacher machen, sich die Geschehnisse im geschichtlichen Kontext vorzustellen.
Henning Sussebach hat mit seiner gründlichen und fundierten Recherche ganze Arbeit geleistet und seiner Urgroßmutter ein Denkmal gesetzt.
Rezensionen von Sina:
Im Leben nebenan von Anne Sauer
Das andere Leben
Anne Sauers Roman „Im Leben nebenan“ spielt mit der Idee einer Parallelwelt und befasst sich im zuge dessen mit Themen wie Mutterschaft, Kinderwunsch, Frausein und Lebensplanung.
Wir erhalten Einblick in zwei verschiedene Versionen des Lebens von Hauptfigur Toni beziehungsweise Antonia.
Eines Tages findet sich Toni im Leben von Antonia wieder.
Ein Leben, in dem sie sich nie von ihrer Jugendliebe Adam getrennt hat und die beiden kürzlich ein Baby bekommen haben.
Sie führt ihr Leben fortan mit den Erinnerungen an ihr „echtes Leben“ als Toni: kinderlos und in einer Beziehung mit Jakob.
Leider konnte mich der Roman absolut nicht überzeugen. Vielleicht bin ich aber auch einfach nicht die richtige Zielgruppe. Grundsätzlich fand ich die Idee von zwei völlig unterschiedlichen parallelen Leben durchaus interessant aber letztendlich hatte ich den Eindruck, das keines der Leben ein für die Protagonistin erfüllendes oder glückliches Leben ist.
Es gibt auch leider nichts, was ich aus dem Gelesenen für mich mitnehme oder woran ich nochmal zurückdenken werde. Ich glaube, vor allem junge Frauen, die sich erst noch darüber klar werden müssen, ob sie ihr Leben mit oder ohne Kinder gestalten möchten, könnten eher gefallen an dem Buch finden.
Rezensionen von Lesestern:
Auf dem Weg in den Ruhestand von Britta Laubvogel
Über welche Brücke wirst du gehen ? - Aufbruch in ein neues Land
Über welche Brücke wirst du gehen ? - Aufbruch in ein neues Land
Brücken und Übergänge sind ein zentrales Thema im neuen Buch der ehemaligen Bildungsreferentin Britta Laubvogel: " Auf dem Weg in den Ruhestand", das jetzt im September bei Brunnen erscheinen wird.
Aus der Praxis in die Praxis kann man sagen, wenn man die vielen wertvollen Erfahrungen zum 3.
Lebensabschnitt hier liest, die die Autorin während ihrer langjährigen Seminartätigkeit gesammelt hat.
Der Untertitel " praktischer Begleiter" ist treffend formuliert und wird durch die anschaulichen Beispiele, diesbezüglichen Erwartungen gerecht.
Das komplexe Thema Ruhestand wird hier mit vielen wichtigen Basisinformationen verständlich kompetent und in die Tiefe gehend beschrieben.
Es wird deutlich, dass es hier um keinen Kurz Trip geht, sondern eine möglichst gut vorbereitete Reise, die Unsicherheit und Angst vor Neuem und Unbekanntem nimmt und ermutigt den Weg begleitet zu gehen.
Sehr wertvoll sind dabei ihre geistlichen Impulse: ausgewählte Bibelverse, Gebets und Segenstexte sowie von der Autorin selbst einfühlsam formulierte Gedanken unterstützen die hier dargestellten Ausführungen zu dieser wichtigen Lebensphase.
Mein Fazit:
Ein wichtiger Begleiter, der weit mehr ist als nur ein praktischer Ratgeber und der mit kompetentem Fachwissen und inspirierenden Impulsen beim Weg in den Ruhestand hilfreich zur Seite steht.
Rezensionen von fantasia:
Prinzessin Alice von Irene Dische
Eine echte Dische
Eine echte Dische - schräg, humorvoll und stilistisch brilliant
Gerne habe ich dieses Buch gelesen - mir war zuvor nicht bewusst, wer diese Prinzessin Alice war - und dass dieses Königshaus bis heute agiert und Verbindungen nach Deutschland bestehen. Prinz Philipp, der Ehemann der verstorbenen englischen Königin Elisabeth - Sohn besagter „schräger“ Alice.
Irgendwie unglaublich und dann in der beschriebenen Geschichte amüsant und verblüffend zu lesen.
Da wimmelt es von - für Nichtblüter- schrägen Verbindungen, aus denen zum wiederholten Male Bluter hervorgehen, und Querverbindungen zur Psychoanalyse. Mir hat es gefallen, in diese Welt einzutauchen. Allein das Zitat am Anfang: “Wenn du mit Gott sprichst, ist das Beten. Wenn Gott mir dir spricht, ist es Schizophrenie.“ (Thomas Szasz)- weckt Neugier, stimmt auf dieses Buch ein.
Alice, die gehörlose, sprachbegabte, vieles verstehende Prinzessin ist eine Frau mit Hang zum exzessiven Gottesglauben, der für sie mit erotischen Extasen verbunden ist. Das passt nur bedingt in die sie umgebende Welt. Einem Klinikaufenthalt, dem sie zeitweilig Gutes abgewinnen kann, kann sie letztendlich entfliehen.
Wenn man den Roman liest, entwickelt man sehr viel Sympathie für die Protagonistin und man stellt sich trotz all ihrer Extasen die Frage, wer denn eigentlich schräg/verrückt ist in dieser Adelswelt.
Witzig und spannend zu lesen - nur gut.
Rezensionen von Hennie :
Mit kalter Hand von Michael Tsokos
Tiefe Einblicke in die Arbeit der Rechtsmedizin
Michael Tsokos, Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner, stellt hier den dritten Band um die Ermittlungen der Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao vor.
Tsokos schreibt anschaulich. Das konnte ich schon bei seinen anderen Thrillern feststellen. Schnell war ich wieder in dem Geschehen drin. Außerdem ließen mich die kurzen Kapitel mit den Angaben zu Datum/Zeit/Ort schnell mit dem Lesen vorankommen.
Das gefällt mir.
Der ständige Wechsel zwischen den einzelnen Fällen macht das Lesen abwechslungsreich und spannend.
Dr. Yao ist mir schon bekannt als sehr akribische, wissbegierige Rechtsmedizinerin, die den Fällen gewissenhaft auf den Grund geht. Das ist hier auch so, besonders bei dem Pferderipperfall. Für sie stellt die Tierpathologie etwas ganz Neues dar. Sabine Yao arbeitet gemeinsam mit anderen Experten für die Soko Ross, bringt ihr Wissen ein.
Es ist viel von anderen Untersuchungen und skurrilen Tötungsarten die Rede. Fälle, die in der Rechtsmedizin auch noch bearbeitet werden müssen. Wir erfahren, wie es im Sektionssaal so zugeht. Gerüche, Beschaffenheit von Haut, Organen, Knochen, Muskulatur, Verwesungsszustände usw.. Davon berichtet Michael Tsokos sehr intensiv und authentisch. Obduktionen werden genau beschrieben; Befunde mit allen Details ausgewertet. Vielleicht ist das für sensible Menschen nicht zu empfehlen.
Im letzten Leseabschnitt (ab S. 226) geht es recht zügig zur Auflösung der Fälle um den Pferderipper und dem Leichenzerstückler. Die Täter spielen keine Rolle mehr. Ich hätte gern mehr zu den Hintergründen der beiden Verbrecher erfahren. Sabine Yao hat ihre Arbeit exzellent zu Ende geführt. Es wurde der Erweis erbracht, dass die Rechtsmedizin in enger Zusammenarbeit mit der Polizei die Täter überführt. Die Untersuchungsmethoden wurden verständlich dargelegt. Unmögliches wird möglich. Das hat mich tief beeindruckt.
Mit kalter Hand wird als Rechtsmedizin-Thriller bzw. als True-Crime-Thriller bezeichnet, aber gerade der Thrill fehlte mir in diesem Band.
Meine Bewertung: vier von fünf Sternen. Ich fühlte mich gut unterhalten und gebe deswegen gern meine Leseempfehlung.
Rezensionen von Ameland:
Tatort Hafen - Die letzte Fähre nach Dockland von Kästner & Kästner
Hamburger Hafen - faszinierend und gefährlich
Und wieder tauche ich in die faszinierende Welt des Hamburger Hafens ein. Es beginnt mit Melanie Cullmann, die abends die letzte Fähre nach Dockland nimmt. Ihr unangenehmes Gefühl hat sie nicht getäuscht, denn sie kommt nie an und ihr Mann wartet am Anleger vergebens. Nachdem feststeht, dass es sich nicht um einen Suizid handelt, beginnt für Jonna Jacobi, Tom Bendixen und Charlotte Severin die Ermittlungsarbeit.
Beim Lesen habe ich nahezu die ganze Range der Emotionen durchlebt. Ich habe mich mit Melanie auf der Fähre unwohl gefühlt und die Trauer von Fred gespürt und mich um ihn gesorgt. Mit meiner neuen Lieblingsfigur Schrotti habe ich gelitten, ihn aber auch bewundert. Ich habe mir unsympathische und auch brutale Menschen getroffen, wobei letztere mich teilweise entsetzt und fassungslos zurückließen. Es gab aber auch bewegende Momente, die mich zu Tränen gerührt haben.
Angelique und Andreas Kästner haben nicht nur einen spannenden Krimi mit vielen überraschenden Wendungen geschrieben, bei dem ich lange miträtseln konnte, sondern mir auch wieder einen informativen Einblick in die eigene und faszinierende Welt des Hamburger Hafens gegeben. Neben den Abläufen auf dem Containerterminal erfuhr ich z. B. was sich hinter einer Kaffeeklappe verbirgt wie auch von dem Barkassenunglück aus dem Jahr 1984. Zu gerne würde ich mal mit Tom auf dem Streifenboot eine Runde durch die verschiedenen Häfen drehen. Aber es gibt auch die dunkle Seite des Hafens mit illegalen Einwanderern, Drogenschmuggel und anderen Verbrechen.
Mir hat auch der Abstecher auf den Kiez gefallen. Bisher war mir nicht bekannt, dass es dort einen Ehrenkodex untereinander gibt.
Dies ist bereits der dritte Band mit dem oben genannten Ermittlertrio, kann aber unabhängig von den Vorgängern gelesen werden. Anspielungen auf den vorherigen Fall werden zum besseren Verständnis ausreichend erläutert. Da mich auch dieser Fall wieder begeistern konnte, freue ich mich schon auf die nächsten Ermittlungen im faszinierenden Hamburger Hafen.
Rezensionen von Camilla :
Till the End of the Moon 1 von Teng Luo Wei Zhi
manchmal bisschen langatmig
Also. Vorne weg: mir war nicht bewusst, dass das Buch bzw. die Reihe auf einer Serie beruht. Das fand ich super spannend und hab natürlich dann gleich angefangen das C-Drama zu schauen. Und ich muss sagen: Sie haben das Buch eindeutig verbessert und Ungereimtheiten aus der Serie gelöst. Die Bilder sind auch sehr stark den Schauspielern nachempfunden.
Ein wenig entsetzt bin ich davon, dass das Buch mit 500 Seiten eigentlich recht wenig Handlung hat bzw. fand ich da die Charakter-Karte super hilfreich... erst in Band 4 (!) kommt es dann wohl endlich zu "Enemies to Lovers" - also noch wahrscheinlich 2000 Seiten bis sie endlich zu einander finden... weil erste Hinweise stecken auch schon in diesem Buch - doch der "Hass" ist noch sehr groß... das nenn ich mal wirklich Enemies to Lovers... die schenken sich gegenseitig nichts...
Alles in allem ist es ein gutes asiatisches Buch, wenn auch ein wenig langatmig. Ich mag die Anmerkungen über die Kultur die man als Europär defintiv braucht, und auch dass die Schriftzeichen für wichtige Begriffe dabei sind finde ich sehr schön und stimmig.
Rezensionen von Daggy:
Arche Boa von Cornelia Boese
Bedrohte Lebensräume von Tieren sehr eindringlich dargestellt
Bei der Arche Boa handelt es sich um ein Kreuzfahrtschiff, dass ein Tier, dass in Not ist, aufnehmen kann, um die Art zu retten. So sehen wir auf dem Cover das Schiff und die Tiere, die sich dem Wettbewerb stellen wollen.
Viele Tiere gehen in der Reihe zum Schiff und die zwölf, die sich vorstellen wollen bekommen ihre Nummern.
Die Fledermaus Flitzi Flattermäuschen geht nach dem Tusch des Orchesters zuerst ans Mikrofon. Sie ist obdachlos und sucht Asyl. Als nächstes taucht ein Eisbär auf, dem es zu heiß ist und er legt sich in die Eistruhe. Ein weißer Hai bangt um sein Leben und möchte in Rente gehen. Die Elefantenkuh will ihre Stoßzähne behalten und der Schmetterling sucht ein dunkles Zimmer.
Insgesamt stellen sich zwölf Tiere dem Wettbewerb um einen sicheren Platz, sie alle erklären weshalb sie mit ihren Lebensumständen nicht zufrieden sind und wir alle sollten darüber nachdenken, was wir tun können, um diesen Tieren ein besseres Leben zu bieten. Im Buch taucht ein Regenwurm auf, der erklärt, dass alle Tiere ein Recht auf Rettung haben.
Neben den vielen schönen Illustrationen gibt es einen gereimten Text, der sich sehr gut lesen lässt. Ein wundervolles Buch zum Nachdenklich werden und vielleicht auch zum Handeln.
Rezensionen von Daggy:
Nordische Mythen von Stephen Davies
Witziger Comic gespickt mit Infos über Wikinger
Schon auf dem Cover kann man die Comiczeichnungen der Wikinger und ihrer Götter und Göttinnen sehen. Da habt ihr direkt eine Vorstellung, wie witzig das Buch gestaltet ist.
Schon das Inhaltsverzeichnis ist ungewöhnlich und wir beginnen mit der Farge „Wer waren die Wikinger?“ Die Antwort lesen wir in kleinen Textteilen, die das Bild beschreiben.
So erfahren wr, dass durchaus auch Frauen auf Raubfahrt gingen. „Die Schöpfungsgeschichte“ wird uns in einem Comic erklärt. Sehr appetitlich hört es sich nicht an, dass aus dem Schweiß des Riesen Yimir alles Leben entstand. Im nächsten Teil lernen er wid nicht immer sehr sympathischen Gottheiten kennen. Im folgenden Comic gehen die Götter Odin, Hönir und Loki über den Bifröst in die Welt der Menschen.
Neben den kleinen Texten gibt es auch witzige Sprechblasen, so fordert uns Idun, die in der Geschichte geraubt wird, weil sie so Äpfel erntet, die jung erhalten, immer wieder auf ihre Geschichte zu „Liken und Teilen!“
Da es neben den Sachinformationen noch kleine Comics mit den Geschichten der Götter gibt, ist das Buch sehr unterhaltsam. Ich bin nicht sehr bewandert in der Nordischen Mythologie und finde, dass dieses Buch sehr gut lesbar ist und ich einiges daraus ohne Anstrengung gelernt habe.
Rezensionen von Daggy:
Weil wir zusammengehören. Über das Glück, ein bisschen anders zu sein von Kristina Dunker
Ein Kuckucks-Drache hat eine Hühnermama
Das kleine lila Drachenkind liegt im Nest zwischen den Hennen. Eine ungewöhnliche Mischung, die in diesem Buch sinnvoll erklärt wird. Denn wir erfahren einiges „Über das Glück, ein bisschen anders zu sein“
Der etwas verfallene Hühnerstall liegt im Abendlicht und Tilde soll etwas „von mir“ erzählen.
Sie verlangt des Versprechen, dann auch zu schlafen und will, dass nicht so gestrampelt wird. Auf der nächsten Seite sehen wir einen Blitz, einen Drachenschwanz und ein lila Ei mit Punkten. Das ungewöhnliche Ei landet auf dem Kompost. Und dann endlich sehen wir wie es im Stall aussieht, denn hier liegt eine Dino unter dem Flügel einer Henne. Und die berichtet, wie sie das Ei ausbrütete.
Wie alle Kinder hört auch der kleine Drachen gerne, wie er geboren wurde. Nun ist seine Geschichte schon etwas Abenteuerlicher. Aber letztlich lebt er bei den Hühnern und die Tante Hennen versorgen ihn genau so liebevoll wie seine Mama.
Anderssein heißt hier schon sehr viel anders zu sein als die Hühner, aber die nehmen den lila Drachen vorgehaltlos in ihrer Gemeinschaft auf. Eine besondere Gute-Nacht-Geschichte mit sehr schönen Illustrationen.











