Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Alle weg von Stefan Maiwald
Hat mich gut unterhalten
Wenn nach dem Ferragosto (15. August) die Anzahl der Touristen in Italiens Touristengebieten schlagartig abnehmen, kehrt auch an der Oberen Adria, in diesem Fall in Grado, wieder ein wenig Ruhe ein. Die Einheimischen können aufatmen und sich zwischen September und April wieder ihren eigenen Vorlieben widmen, bevor die neue Saison beginnt.
Der deutsche Autor Stefan Maiwald fängt genau diese Momente ein. Wir Leser können ihn und die Gradeser in den Monaten September bis April beobachten. Fixpunkt seiner Betrachtung ist Pinos Bar, in der nun wieder der Fernseher läuft und sich Grados Bewohner Schnurren und Anekdoten erzählen. Dabei nimmt Maiwald, der mit seiner italienischen Frau und den Töchtern in Grado lebt, die Rolle des (deutschen) Beobachters ein, der über manche Angewohnheit nur staunen kann.
Stefan Maiwalds Schreibstil ist präzise und humorvoll. Mehrmals musste ich beim Lesen hellauf lachen. Die meisten seiner Texte sind kurz, oft scharf formuliert, ohne jedoch (ab)wertend zu sein. Der Autor wirkt auf mich, obwohl er schon länger in Grado lebt, nach wie vor wie ein Staunender. Ein bisschen wie ein Kind vor dem beleuchteten Christbaum. Apropos Christbaum! Maiwalds Töchter können sich glücklich schätzen, zu Weihnachten gleich mehrfach beschenkt zu werden, denn er hat einige Traditionen aus Deutschland in der Familie eingeführt.
Und bevor man sich an die Beschaulichkeit gewöhnt hat, stehen im April die ersten Touristen wieder ad portas ...
Fazit:
Gerne gebe ich diesem vielschichtigen Einblick in das Leben von Grado nachdem alle weg (die Touristen nämlich) sind, 5 Sterne.
Rezensionen von begine:
Beste Zeiten von Jenny Mustard
Erwachsen werden
Die junge Schriftstellerin Jenny Mustard erzählt in ihrem Roman,
Beste Zeiten, vom Erwachsen werden und sich selbst finden.
Das ist ihr ganz gut gelungen.
Sie lässt die einundzwanzigjährige Sickan aus ihrer Sicht erzählen.
Man erfährt von Sickans Schulzeit, in die sie nie dazu gehörte. Sie war nie schick gekleidet und hatte Minderwertigkeitsgefühle.
Sie gab sich unsichtbar.
Als Studentin in Stockholm ging es auch erst nicht anders, bis Hannah in ihr Leben trat. Die hatte zwar Geld und eine Schicke Wohnung, aber sie hatte auch ihre Probleme.
Die Beiden tun sich gegenseitig gut.
Dann lernt Sickan die Liebe mit Freuden und Verlust kennen. Das prägt sie und sie kann sich endlich frei entwickeln.
Als Leser bin ich mal entzückt, dann wieder entsetzt über Sickans Entscheidungen.
Das hat die Autorin perfekt beschrieben. Der Roman hat mich gefesselt und gut unterhalten.
Rezensionen von Lulu24:
Einschlafrituale für dein Kind von Ksenija Rodos
Gute Anregungen
Dieses Buch bietet viel mehr als die im Titel versprochenen Einschlafrituale. Es fragt nach den vielfältigen Ursachen von Einschlafproblemen, um dann altersgerecht und ursachengemäß Lösungsmöglichkeiten anzubieten.
Nach den Grundlagen über die Bedeutung und Wichtigkeit von Schlaf, gehen die folgenden Kapitel den typischen Problemen der verschiedenen Altersgruppen auf den Grund: Einschlafbegleitung von Babys, Reizüberflutung und Ängste bei Kleinkindern sowie Stress bei Grundschulkindern etc.
Nach grundlegenden Ausführungen über die wesentlichen Entwicklungsschritte und speziellen Problemfelder des jeweiligen Alters erklärt die Autorin, was in den Kindern vorgeht und zu den Widerständen gegen den Schlaf führt.
Die Lösungsangebote sind vielfältig, und auch sehr detailliert beschrieben. Gewiss taugt nicht alles für jedes Kind und jede Familienkonstellation, aber diese Breite der Angebote macht zugleich den Reiz dieses Buches aus. Mir persönlich sind die esoterischen Elemente fremd, ich habe sie daher einfach ausgeblendet und noch genügend anderes gefunden, was einen Versuch lohnt. Mir gefiel insbesondere der ganzheitliche Ansatz, sich schon am Tag um Präsenz und Aufmerksamkeit in der Eltern-Kind-Beziehung zu bemühen, damit das Kind die innere Sicherheit und Ruhe finden kann, die es für einen erholsamen Schlaf braucht.
Rezensionen von Lulu24:
QUID+ Ich will aber! von
Tolles Konzept!
Die Bücher aus dem Klett Lerntraining QUID+ folgen einem neuen Konzept, um Eltern und Kinder gemeinsam wachsen zu lassen: Sie bestehen aus Vorlesegeschichten für die Kleinen und erklärenden Texten für die Großen. So können die Erwachsenen besser verstehen, was in den Kindern vorgeht und mithilfe der Geschichten mit den Kindern ins Gespräch kommen.
Besonders bei so einem wichtigen und brisanten Thema wie Wut ist dies äußerst hilfreich und nervenschonend. Die Geschichten setzen unterschiedliche Schwerpunkte wie z.B. Wie fühlt sich Wut an (Flammen im Bauch, ein wachsendes Monster oder ein stürmisches Meer)? Wie äußert sich kindliche Wut: z.B. Schreien, Beißen oder Zerstörung von Gegenständen, aber auch Rückzug und Bocken? Wie kann ich mit Wut umgehen? Was sind die Anlässe und Auslöser? (z.B. enttäuschte Erwartungen, Eifersucht oder Ängste).
Gerade bei so komplexen Themen sind die bewusst ausgestalteten Geschichten und die erklärenden Texte einer Verhaltenspsychotherapeutin eine große Hilfe, um sich ganz zielgerichtet aktuellen Problemen nähern zu können.
Dennoch habe ich leider zwei Kritikpunkte: Zum einen gefallen mir die Illustrationen nicht so ganz: Die völlig überdimensionierten Augen sollen wohl die beteiligte Gefühlsebene betonen, ich fand sie aber eher abschreckend. Außerdem illustrieren die stark auf die Personen reduzierten Zeichnungen die Gesamtsituation oft nur wenig, so dass visuell orientierte Kinder den Geschichten schwerer folgen können. Zum anderen hätte ich Geschichten und Erläuterungen lieber in zwei Bücher aufgeteilt. So wäre das Buch nicht so schwer geworden, und die Kinder hätten ein eigenes Buch, in welchem sie allein schmökern und ‚ihre Anteile‘ ohne Probleme finden könnten.
Rezensionen von Claudia H.:
Text Appeal von Kylie Scott
Romantisch und süße New Adult Lovestorys
Worum es geht:
Riley ist Autorin und schreibt Liebesromane. Um mehr Ruhe zu haben und da es eh immer schon ein Traum von ihr war, ist sie gerade in die Küstenstadt Port Stewart gezogen. Damit sie nicht ständig belästigt wird, hat sie sich auch gleich eine neue Nummer besorgt. Doch ihr Handy bleibt nicht ein einziges Mal stumm.
Sie hat die Nummer von einem gewissen Connor erhalten, der wohl diese gerade erst abgegeben hat und nun texten die Leute Riley anstelle von Connor zu. Dabei ist auch die Ex-Freundin von Connor, die die Trennung nicht wahrhaben will und Riley nicht glaubt, dass sie Connor gar nicht kennt. Auch der Rest ihrer neuen Heimat glaubt, dass sie die neue Freundin von Connor ist, wobei die meisten jedoch seine Ex-Freundin Ava an seiner Seite sehen würden. Es dauert nicht lange und Riley lernt Connor kenne, der nicht mal so schlecht aussieht. Er bittet sie nun darum, eine gewisse Zeit lang seine neue Freundin zu spielen, bis alle verstanden haben, dass es ihn und Ava nie mehr geben wird. Da Riley ohnehin noch niemanden in Port Stewart kennt, lässt sie sich darauf ein. An ihr Herz hat sie dabei natürlich nicht gedacht.
Mein Fazit.
Riley und Connor sind mir auf Anhieb sympathisch gewesen. Der Rest der Einwohner ist, bis auf Connors Mutter, ebenso total sympathisch und liebenswürdig. Genauso, wie man es sich in einem Küstenstädtchen vorstellt. Die Story ist flüssig zu lesen, sie ist sehr romantisch, gut unterhaltsam und witzig. Ich habe viel geschmunzelt und hin und wieder auch herzhaft gelacht. Dabei ist die Story schon irgendwie vorhersehbar, was mich aber gar nicht gestört hat. Das Buch war genau das, was ich von ihm erwartet habe. Es gibt auch ein paar sehr nett beschriebenen spicy Szenen.
Das Buch wird bereits ab 16 Jahren empfohlen und ich gehe davon aus, dass es für diese Altersgruppe zum Dahinschmelzen ist.
Von mir gibt es für alle Romantiker eine klare Leseempfehlung und ich vergebe gerne 4 Sterne.
Rezensionen von brauneye29:
Prinzessin Alice von Irene Dische
Interessante Frau
Zum Inhalt:
Die Großmutter von König Charles war eine besondere Persönlichkeit, die aber nicht so sehr im Mittelpunkt stand, was bei ihrem Leben und Persönlichkeit ungewöhnlich erscheint. Als Gehörlose konnte sie fünf Sprachen von den Lieben lesen, war ungeheuer intelligent aber auch fanatisch, was ihre Beziehung zu Gott anbetraf.
Das hatte familiär einige Konsequenzen und lenkte ihr Leben anders als man es normal erwartet hätte.
Meine Meinung:
Was für eine faszinierende Frau! Klar, kannte man den Namen in Verbindung mit dem britischen Königshaus, auch dass sie mal in einer Einrichtung untergebracht war, aber was diese Frau alles erlebt hat und wie sie trotz des nicht gerade freundlichen Umgang mit ihr alles geschafft hat, unglaublich. Und auch wenn dann wieder eine Rückschlag kam, Alice gab nicht auf. Ob man dieses wirklich sonderbare Verhältnis zu Gott gutheißen kann, sei dahin gestellt, aber es hat ihr etwas gegeben und das ist dann das Wichtigste. Ich habe viel Neues über Alice erfahren und das Buch gerne gelesen.
Fazit:
Interessante Frau
Rezensionen von peedee:
Schneeflöckchen, Weißpfötchen von Petra Schier
Ich liebe Santa Claus & Co.
Oh, oh, oh, statt ho, ho, ho! Santa Claus ist gestresst: Vor einem Jahr wurde auf den letzten Drücker ein grosser Weihnachtswunsch an ihn übermittelt, den er aufgrund eines Systemabsturzes erst jetzt entdeckt. Ein unerfüllter Weihnachtswunsch – das darf nicht sein! Xander, Fotograf und Reiseblogger, wünscht sich, dass seine beste Freundin Ellie seine Gefühle, die über eine Freundschaft hinausgehen, erwidert.
Santas Ziehen von Fäden im Hintergrund scheint zu funktionieren, nun ja, bis Patrice, ein attraktiver Anwalt, auftaucht. Santa schickt die weisse Schäferhündin Amara zu Ellie, damit sie und Xander sich gemeinsam um sie kümmern…
Erster Eindruck: Ein wie gewohnt schönes und weihnächtliches Cover – gefällt mir! Der Buchtitel ist fast ein bisschen ein Zungenbrecher.
Ich freue mich immer sehr auf das Wiedersehen mit Santa & Co., insbesondere gefällt mir, dass Santa technisch nicht etwa hinter dem Nordpol steckt, sondern up to date ist. Für das Funktionieren der Technik sind zwar seine Elfen zuständig, denn Santa ist mit seinen Gedanken zuweilen ganz woanders. Ich liebe die Frau von Santa – sie sorgt mit ihrem Charme und frischgebackenen Keksen dafür, dass alle trotz vorweihnächtlicher Hektik gutgelaunt bleiben.
Ellie und ihre Freunde Jelena, Arian und Xander sind ein verschworenes Kleeblatt. Da Xander viele Jahre beruflich unterwegs war, wurde aus dem vierblättrigen ein dreiblättriges Kleeblatt. Nun ist Xander aber wieder da. Und er will bleiben! Die erste Begegnung mit der weissen Schäferhündin Amara ist für Ellie ein Schock, denn sie hat grosse Angst vor Hunden, seit sie als Kind von einem gebissen wurde. Aber der desolate Zustand der Hündin berührt sie und drängt die Angst ein bisschen in den Hintergrund. Xander weiss nicht, wie er Ellie am besten seine Gefühle vermitteln kann, zudem hat er Angst, ihre Freundschaft zu verlieren. Also wartet er. Aber Patrice wartet nicht…
Die Geschichte hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen, war märchenhaft-romantisch-kitschig. Weihnachtszeit, Santa & Co., Liebe, Freundschaft und ein Hund, dessen Sprache wir verstehen – was will man mehr? Ach ja, nicht vergessen: Petra Schier schreibt Bücher für Erwachsene, daher gibt es zuweilen auch ein paar „heisse“ Szenen. Von mir gibt es 4 Sterne.
Rezensionen von ReiShimura:
Wir schaffen das, kleines Faultier! von Chris Saunders
Wertvolle Botschaften, leuchtende Bilder – leider ohne erzählerischen Tiefgang
Gleich zu Beginn möchte ich die ansprechende Optik und Haptik des Buches hervorheben. Denn das Buch ist in DIN A4 Format gehalten, ist wertig gebunden und Titel und Autor sind mit Goldfolie versehen. Für die Seiten wurde zu meiner großen Freude auch nicht das dünnste Papier verwendet, so dass man auch bei kleinen und noch etwas ungeschickten Händen nicht ständig Angst haben muss, dass sie die Seiten beim Umblättern beschädigen.
Die Illustrationen sind großartig, ausdrucksstark und stimmungsvoll. Es wurde vornehmlich zu kräftigen Farben gegriffen, so dass man das Gefühl hat, dass die Bilder wirklich strahlen und leuchten. Die eine oder andere Szene könnte ich mir auch gut als Poster im Kinderzimmer vorstellen. Der Stil der Zeichnungen ist eine Mischung aus realistisch und verspielt. Damit meine ich, dass die Tiere sehr realistisch dargestellt sind und auch für kleinere Leser klar und deutlich erkennbar sind. Die Hintergründe sind in einem eher verspielten und verwaschenen Stil dargestellt. Dadurch heben sich die vielen kleinen Details auch sehr gut vom Hintergrund ab. Dem kleinen Leser macht es besonders viel Spaß auf jeder Seite Schnecki, die Freundin und Gehilfin vom Faultier zu suchen. Besonders gut gefallen hat dem kleinen Leser, dass auch Schnecki einen Motorradhelm trägt, als Faultier und Schnecki zusammen mit der Vespa unterwegs sind.
Die Kernaussage oder besser Kernaussagen des Buches haben mich auch angesprochen und ich empfinde es auch als sehr wichtige Botschaften. Denn in diesem Buch geht es um Zusammenhalt, Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Alles meiner Meinung nach wichtige Dinge, die man nicht früh genug lernen kann.
Außerdem möchte ich dem Autor Chris Saunders auch noch ein Lob aussprechen, dass er so ungewöhnliche Helden für sein Buch gewählt hat. Denn immerhin geht es in diesem Buch um einen Eilauftrag für eine Überraschungstorte. Und weder die Schnecke noch das Faultier sind für ihr rasantes Tempo berühmt.
Allerdings muss ich leider auch ein wenig Kritik an der Geschichte üben. Denn auch wenn mich das Buch optisch sehr anspricht, muss ich sagen, dass mich die Geschichte nicht wirklich überzeugen konnte. Den kleinen Leser übrigens auch nicht und dessen Meinung ist in diesem Fall sogar noch wichtiger, immerhin gehört er zur eigentlichen Zielgruppe des Buches. Die Geschichte hat einige Schwächen und viele Fragen bleiben leider offen bzw. muss man sich vieles mit Hilfe der Bilder zusammenreimen. Im Vergleich zu anderen Büchern fehlt der Geschichte einfach das gewisse etwas.
Alles in allem kann ich dem Buch leider nur eine mittelmäßige Bewertung geben. Da ich zwar von der Optik und der Aussage des Buches restlos begeistert bin, aber das Gesamtkonzept einfach nicht stimmig ist.
Rezensionen von Cellissima:
Das Jahr voller Bücher und Wunder von Libby Page
Wunderschön und sehr berührend
Tillys Mann Joe starb wenige Monate zuvor. Tillys Herz ist seitdem gebrochen, die Trauer beherrscht ihr Leben.
Knapp ein halbes Jahr nach Joes Tod hat sie Geburtstag und bekommt einen Anruf von Alfie, dem Eigentümer der Buchhandlung Book Lane.
Joe war wenige Monate vor seinem Tod bei Alfie, um sein letztes Geburtstagsgeschenk für Tilly vorzubereiten: sie bekommt ein ganzes Jahr lang jeden Monat ein Buch, zusammen mit einem Brief von Joe.
Die Bücher sind sorgfältig ausgewählt, sollen Tilly heilen, ihr Trost und Inspiration bieten, sie zurück ins Leben führen, sie wieder glücklich werden lassen, ihr Leben neu planen lassen. Sie führen sie nach Bali, Italien, Paris, nach Schottland und an viele weitere Orte. Monat für Monat wartet ein neues Abenteuer auf Tilly, Monat für Monat findet sie ein Stück mehr zurück ins Leben und zu sich selbst.
Während dieses Jahres lernt Tilly auch Alfie immer besser kennen - und lieben?
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Dies war mein erster Roman von Libby Page, aber definitiv nicht mein letzter - ich war so begeistert von "Das Jahr voller Bücher und Wunder", dass ich mir sofort Libby Pages andere Romane gekauft habe.
Sie schreibt toll, ihr Still lässt sich sehr angenehm lesen, ist sehr bildhaft und atmosphärisch.
Man hat das Gefühl, in London zu sein und Tilly auch auf ihren Reisen zu begleiten, immer ganz nah dran zu sein.
Ich habe selten Figuren gesehen, die so gelungen sind - Tilly, Joe und Alfie sind wundervoll; man schließt sie sofort ins Herz, lebt und erlebt diese Geschichte mit ihnen.
Es ist eine unglaublich intensive Geschichte, wunderschön, aber durch Joes Diagnose und Tod und Tillys Trauer auch immer wieder sehr traurig. "Das Jahr voller Bücher und Wunder" ist eines der ganz wenigen Bücher, bei denen ich beim Lesen ab und zu weinen musste. Wenn ein Buch das bei mir schafft, dann ist es wirklich gut. Dennoch ist das Buch völlig zu Recht als feelgood-Roman bezeichnet, denn die schönen Momente überwiegen, und man hat nie das Gefühl, dass dieses Buch zu sehr an die Substanz geht. Dafür sorgt nicht zuletzt auch das Ende.
Es wird nicht zu viel versprochen, wenn auf der Rückseite des Buches damit geworben wird, dass diese Geschichte heiße Schokolade für die Seele sei - denn genau so empfindet man es beim Lesen.
Libby Page schreibt sehr einfühlsam, ihre Figuren, deren Erlebnisse und Gefühle kommen ungefiltert beim Leser an und werden sehr greifbar.
So kann man Tillys Trauer regelrecht spüren. -Aber auch das, was sie beim Auspacken der Bücher und beim Lesen der Briefe Monat für Monat empfindet, bei ihren Reisen, Begegnungen und Erlebnissen, die Veränderung, die in ihr vorgeht. Man erlebt, wie sich ihr Herz langsam wieder öffnet.
Man sieht Joe klar vor sich - und man lernt auch Alfie sehr genau kennen.
Ein klein wenig hat mich "Das Jahr voller Bücher und Wunder" durch Tillys Entwicklung und ihre Reisen und Abenteuer an "Eat Pray Love" erinnert - was aber absolut positiv gemeint ist.
Es geht um Liebe, Trauer, Familie, Freundschaft, aber auch um Selbstfindung, Glück ... es stecken so viele Themen in diesem Roman.
Vor allem aber zeichnet sich "Das Jahr voller Bücher und Wunder" auch durch viel Liebe zum Lesen und zu Büchern aus. Es gibt so viele tolle Buchempfehlungen und dieser Roman zeigt auch, wie wundervoll, heilsam, wichtig und magisch Bücher sind und wie wichtig auch Buchhandlungen und Buchhändler sind!
Und nicht zuletzt ist es natürlich auch eine wunderschöne Liebesgeschichte.
Für mich ist "Das Jahr voller Bücher und Wunder" eines der absoluten Highlights dieses Lesejahres.
Absolute Empfehlung für alle, die Bücher lieben und auf der Suche nach einer ebenso schönen wie berührenden Geschichte zum Wohlfühlen und fürs Herz sind.
Rezensionen von Anjulia :
Weihnachten in Applemore - Roman (Das Erbe von Applemore 4) von Rachael Lucas
Applemore goes Internet
Eine Influencerin bringt Trubel in ein kleine Stadt in den schottischen Highlands. Ladenbesitzerin Polly kann ihre Gefühle für ihren besten Freund Hotelbesitzer Harry nicht mehr leugnen und auch dieser fühlt mehr als nur Freundschaft. Haben beide eine gemeinsame Zukunft?
Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, man fühlt sich einfach wohl dabei.
Statt großer Dramen gibt es eher adventlichen Dorfalltag, der durch die Ankunft der Influencerin Ivy etwas durcheinandergewirbelt wird. Da es der vierte Band einer Serie ist, fand ich es als Neueinsteigerin tatsächlich schwierig, Pollys Geschwister, deren Partner und Aufgaben in Applemore zuzuordnen. Man merkt aber, dass die Menschen sich gegenseitig unterstützen und eine tolle Gemeinschaft bilden. Harry und Polly, die eng miteinander befreundet sind, passen gut zusammen. Die Anziehungskraft stimmt. Allerdings könnte die Liebesgeschichte für mich tatsächlich noch etwas mehr in Vordergrund stehen. Es gibt einfach zu viel rund ums Hotel und Pollys Laden zu erledigen, was mir ein Gefühl von unnötiger Länge gab. Süß war es auf jeden Fall, aber ein bisschen mehr Romantik und Unvorhersehbarkeit hätte für mich da sein dürfen. Das Fehlen von "spicy" Momenten hat mich nicht gestört.
Insgesamt eine schöne Feelgood-Liebesgeschichte für zwischendurch, gerade in der Vorweihnachtszeit.











