Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Heyn Leserunde, Nico Strahl:
Himmel ohne Ende von Julia Engelmann
Die Sehnsucht nach einem Platz in der Welt
D
er Autorin gelingt es durch einen leichten und authentischen Schreibstil, dass man sich an die Zeit zwischen Kindheit und Erwachsensein zurückerinnert fühlt.
Eine Zeit , die geprägt ist von Ängsten , Selbstzweifeln und der großen Frage nach dem Sinn von Leben und Tod.
Sehr berührend!
Unbedingt lesen!
Rezensionen von Immenhof:
Wieso? Weshalb? Warum? Meine Vorlesegeschichten, Band 3 - Wer ist hier im Einsatz? von Inka Friese
Spannende Themen
Das Buch "Wer ist hier im Einsatz" aus der relativ neuen Wieso, Weshalb, Warum Vorlesegeschichten-Reihe enthält 15 Geschichten. Ich kannte die neue Reihe bisher noch nicht und finde sie eine sinnvolle Ergänzung. Die Geschichten haben eine ungefähre Länge zwischen 8 und 10 Seiten und sind daher zum Vorlesen wirklich optimal.
Die Themenauswahl ist auch sehr umfassend und realitätsnah: Von Einsätzen auf dem Weihnachtsmarkt oder am Badesee bis zur klassischen Katze in Not kommt alles vor. Ich bin froh, dass es sich nicht um zu dramatische oder konstruierte Fälle handelt. Zusätzlich gibt es kleine Illustrationen, die alles auflockern. Gerade für Grundschüler finde ich die Geschichten ideal, und diese können später auch schnell selbst gelesen werden, sodass das Buch hoffentlich länger interessant bleibt. Insgesamt eine tolle Ergänzung der Reihe mit einer guten Themenauswahl.
Rezensionen von brauneye29:
Der Laden in der Mondlichtgasse von Hiyoko Kurisu
Einfach magisch
Zum Inhalt:
Der Laden in der Mondlichtgasse ist ein besonderer Ort. Er ist nur zwischen Vollmond und Neumond geöffnet und nur Menschen, deren Leben nicht mehr im Gleichgewicht ist, können ihn betreten. In diesem besonderen Laden finden die Menschen dann genau das, was sie in der entsprechenden Situation benötigen.
Meine Meinung:
In dem Buch werden sechs Geschichten erzählt, die alle auf ihre Art besonders sind und das Herz erwärmen. Alle sechs Geschichten vermitteln am Ende eine Art Wohlgefühl und wirken auch irgendwie nach. Fand ich eine der Geschichten besonders intensiv? Nein, eigentlich nicht wirklich, denn alle Geschichten waren auf ihre eigene Art besonders und schön. Ich würde keine einzelne hervorheben wollen. Das Buch hat eine gewisse Magie, wie auch die Süßigkeiten im Laden. Den Schreibstil fand ich sehr schön und das Cover ist einfach toll.
Fazit:
Einfach magisch
Rezensionen von brauneye29:
Versprich mir, dass du tanzt von Dani Atkins
Sehr emotional
Zum Inhalt:
Ein Jahr ist es nun schon her, dass Lily ihren geliebten Adam loslassen musste. Sie kann an dem Tag nicht allein sein und ist deshalb zu ihren Eltern. Im Nachbargarten stößt sie auf den Ahornbaum, auf dem sie schon als Kind gesessen hat und in den Josh, der Pflegesohn der Nachbarn, ihre Namen geritzt hat.
Und dabei fällt ihr dann der Wunsch ihres Mannes ein, sich wieder mit Josh zu versöhnen.
Meine Meinung:
Das ist mal ein sehr emotionales Buch, dass die Höhen und Tiefen in Beziehungen zeigt und auch wie schwer es ist, wenn man zerstritten ist, ein klärendes Wort zur Bereinigung zu finden. Aber Lily erinnert sich an ihr Versprechen an ihren Mann und macht sich auf den Weg Josh zu finden und sich mit ihm zu versöhnen, was überhaupt nicht einfach ist. Es wirkt fast so als ob sie ein wenig wie störrische Jugendliche miteinander umgehen, aber man merkt auch, dass sie über die ganzen Jahren immer im Herzen des anderen waren. Ich fand das Buch gut geschrieben und es liest sich gut.
Fazit:
Sehr emotional
Rezensionen von brauneye29:
Aufsteiger von Peter Huth
Sehr vielschichtig
Zum Inhalt:
Da hatte Felix alles für die Karriere geopfert und jetzt das. Er hatte fest damit gerechnet, dass er Chefredakteur des Magazins wird und nun ausgerechnet Zoe die Chefredakteurin, eine Frau die jung und schön ist und an die er seit Jahren immer denken muss. Konflikte sind da schon vorprogrammiert.
Meine Meinung:
Ich hatte keine so rechte Meinung, wohin dieses Buch einen wohl führen wird, aber mit dieser Vielschichtigkeit hatte ich so nicht gerechnet. Es hätte sein können, dass dieses Buch sich nur rund um den Redaktionsstress und den nicht erhaltenen Job geht, aber das Buch ist viel mehr. Es zeichnet die Figuren sehr lebendig und glaubwürdig. Gleichzeitig wird der Finger in Wunden gelegt, die man so nicht unbedingt erwartet hatte. Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum Beispiel oder auch Macht und Moral. Den Schreibstil fand ich gut.
Fazit:
Sehr vielschichtig
Rezensionen von Claudia R.:
Das Eichzörnchen von Kira Howanietz
wütend
Klappentext / Inhalt:
Pip wünscht sich das tollste Baumhaus im Wald. Gemeinsam mit seinem Papa nimmt er Bretter und Hammer in die Hand, doch ein plötzliches Gewitter trübt den Baumhausspaß. Und zack – um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, haut sich Pip kräftig auf die Pfote. Aus dem fröhlichen Eichhörnchen wird ein wildes Eichzörnchen! Jetzt heißt es: Rette sich wer kann! Denn der kleine Wüterich macht vor niemandem Halt und steckt auch die anderen Tiere mit seiner Wut an.
Um diese große Menge Zorn wieder loszuwerden, braucht es eine kreative, tänzerische Lösung …
Brilliant gereimt, erzählt uns Autorin Kira Howanietz von Wut, Frust und der Kunst, sich wieder zu beruhigen.
Die liebevollen, farbenfrohen Illustrationen von Nadine Yvonne Resch lassen Pips Abenteuer lebendig werden.
Ein mitreißendes Vorlesebuch für alle, die wissen wollen, wie aus einem Wüterich wieder ein fröhliches Eichhörnchen wird – und warum Tanzen manchmal die beste Lösung ist!
Cover:
Ein wutentbranntes Eichhörnchen ist hier erkennbar. Blitze tauchen überall auf und die anderen Tiere nehmen sich in Acht vor dem wütenden Eichhörnchen. Optisch und farblich ist es toll umgesetzt und auch die Wut kommt hier sehr gut zum Ausdruck. Die Thematik wird hier auf jeden Fall sehr deutlich.
Meinung:
Wenn Pip etwas misslingt und nicht so recht nach Pips Willen geht, dann wird Pip wütend und so wird aus dem Eichhörnchen ein Eichzörnchen. Damit steckt es schnell die anderen Bewohner des Waldes an, doch wie kann man die wütende Bande besänftigen?
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht mehr verraten und halte mich mit weiteren Details dazu zurück.
Liebevoll und niedlich ist das Ganze hier umgesetzt und die Thematik Wut und Zorn auf kindgerechte Weise veranschaulicht.
Der Schreibstil ist locker und flüssig lesbar und zudem sehr gut verständlich. Einfache Sätze geben die Situation gut wieder. Die Textlänge je Seite ist überschaubar. Zudem sind die Textabschnitte in Reimform verfasst. Die Reimform gibt dem Ganzen eine besondere Note und sorgt für den richtigen Klang und Atmosphäre. Die Reime sind passend gewählt, ohne zu gewollt zu klingen.
Die Geschichte ist niedlich und liebevoll umgesetzt und lernen tut man dabei auch noch was. Die Charaktere sind niedlich umgesetzt und auch der Umgang mit der Wut wird sehr gut gelöst.
Die wunderschönen bunten Illustrationen runden das Ganze perfekt ab und geben die Situationen sehr gut wieder. Die Bilder sind liebevoll umgesetzt und auch die Charaktere sind hier sehr gut getroffen. Die liebevollen Zeichnungen machen das Ganze perfekt und die Geschichte rund.
Fazit:
Wundervolle Wutgeschichte mit liebevoller Lösung und niedlichen tierischen Charakteren.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Ewa Wiercinska :
Himmel ohne Ende von Julia Engelmann
Die "Wonne der Einsamkeit"
Unsere Protagonistin Charlie – und mit ihr auch wir, Leserinnen und Leser, unsere Kinder und Enkel – erlebt die Einsamkeit der Pubertät. Diese prägende Lebensphase ist für jeden anders, doch Julia Engelmann gelingt es, sie universell erfahrbar zu machen.
Charlie ist dabei nicht allein. Die Autorin deutet Einsamkeit positiv um: In endlos scheinenden Sommerferien und im anschließenden „Klassenkampf“ um den besten Sitznachbarn begegnet sie Pommes – eigentlich Kornelius, der zu einem besonderen Freund wird.
Er zeigt ihr, wie man die Wonne der Einsamkeit nutzen kann, um Gelassenheit und einen tieferen Zugang zum eigenen Selbst zu finden:
„Weil es dir egal ist, was alle von dir denken. Und trotzdem bist du gut mit Leuten, die mögen dich trotzdem.“
So wird Einsamkeit nicht als Mangel ( Ludwig Tieck), sondern als Stärke erfahrbar – als Raum für Selbstbewusstsein, innere Freiheit und neue Verbindungen.
Fazit: Sehr, sehr empfehlenswert
„Um besseres Verständnis zwischen den Generationen zu erreichen, sind offene Kommunikation, die Anerkennung und Wertschätzung der unterschiedlichen Werte und Perspektiven jeder Generation sowie der Austausch von Wissen und Erfahrungen essenziell. Fördern Sie einen respektvollen Umgang, schaffen Sie Gelegenheiten für gemeinsame Erlebnisse“
Rezensionen von Kwinsu:
Jenseits der See von Paul Lynch
Die Grausamkeit der Ausweglosigkeit
Der Fischer Bolivar begeht einen fatalen Fehler: er entscheidet sich, trotz Unwetterwarnung in See zu stechen und überredet den jungen Hector, ihm zu assistieren. Die Konsequenzen sind so grauenhaft wie unvorstellbar: der Sturm reißt sie auf offene See, alles was ihnen bleibt ist das defekte Boot und sie selbst.
Es beginnt ein Kampf um Leben und Tod, der beide weit über ihre Grenzen treibt.
Was für ein wahnsinnig gutes Buch ist Autor Paul Lynch hier gelungen! Die philosophischen Betrachtungen auf das Leben und das Sein, der immer intensiver werdende Wahn, die rohe Grausamkeit alles zu tun um zu überleben - oder aber auch nicht, das Existieren im Nichts mit einem fremden Menschen, der Freund und Feind zugleich wird - all das schildert der Autor atemberaubend überzeugend und in metapherngeladener Sprache.
Bolivar war vor dem einschneidenden Erlebnis, das über mehrere Monat andauert, ein Schlitzohr, ein Kleinkrimineller, der Frauen benutzte und nur auf sein eigenes Wohl aus war. Hector wiederum ein junger, fröhlicher Mensch, dem das Leben noch bevorstand. Die Ausnahmesituation scheint ihre Charaktereigenschaften zu brechen, während Bolivar zum Optimisten wird, öffnet Hector dem Wahn Tür und Tor, seine Gedanken werden paranoid, soweit, dass er irgendwann bei Gott landet. Bolivar kommt nicht mehr zu ihm durch und hört doch nicht auf, seine Überzeugung, dass für sie alles gut ausgehen wird, dem jungen Mann zu übertragen - vergebens.
Lynch erzeugt ein so realistisches Bild von dieser auf wahren Begebenheiten beruhender Geschichte, dass ich den Schmerz und die Hoffnung der Protagonisten fühlen konnte, als würde ich als stille Beobachterin mit im Boot sitzen. Die Wandlungen der Figuren ist stet und nachvollziehbar, während der eine in eine unberechtigte Dauerbeichte verfällt, erkennt der andere seine Fehler, reflektiert sie und setzt Hoffnung darin, sie wieder gutmachen zu können. Neben der philosophischen Komponente verbaut der Autor auch eine Spiegelung der Abgründe der Menschheit in die Umgebung der Weltmeere. Hier treiben Maßen an (Plastik)Müll, die in der ausweglosen Situation aber zu dankbaren Werkzeugen werden. Trotzdem ist die Anzahl und auch die bloße Existenz der achtlos entsorgten Verbrauchsgüter mitten im offenen Meer ein Umstand, der mich höchst traurig gestimmt hat. Ein weiterer schwer erträglicher Aspekt ist die Grausamkeit gegenüber Tieren, die Bolivar an den Tag legt, um zu überleben. Hier geht es nicht ums reine Töten, sondern ums Quälen, um das eigene Überleben zu sichern.
Nichts an der Geschichte wirkt unrealistisch, sie zieht einen Sog aus Ausweglosigkeit und Hoffnung, Aufgeben und Kämpfen, Verhandeln von Existenz und Tod. Und als Draufgabe die umwerfende Sprache des Autors, der sich mit Metaphern austobt, die nicht immer nachvollziehbar, dafür aber eine literarische Wohltat sind.
Mein Fazit: Jenseits der See ist ein großartiger Roman über den Existenzkampf auf hoher See in einer ausweglosen Situation, der den beiden Protagonisten alles abverlangt und sie in einen Zustand versetzt, der sie zwischen Wahn und Wirklichkeit, Hoffnung und Aufgabe, Grausamkeit und Zuneigung gefangen hält, um sie schließlich in ihrer eigenen Erkenntnis auszuspucken. Hier zeigt sich Sprachgewalt in metaphernhafter Höchstleistung, die in keiner Sekunde auf Kosten der Geschichte geht. Jenseits der See ist für mich eines der Jahreshighlights 2025 und ich kann allen, die beim Lesen emotional gerne an ihre Grenzen getrieben werden, raten: lest dieses Buch!
Rezensionen von Kat:
Der Vertraute von Leigh Bardugo
Magie im Goldenen Zeitalter Spaniens
Der Klappentext hatte mich noch nicht ganz abgeholt, aber da das Buch von Leigh Bardugo geschrieben wurde, musste ich es einfach lesen! Außerdem fand ich das Cover toll und finde, dass es sehr gut zum Buch passt. Obwohl ich mich erst in die Geschichte einfinden musste und mit der Protagonistin Luzia nie so ganz warm geworden bin, hat mich die Geschichte trotzdem in ihren Bann gezogen.
Luzia ist Hausangestellte in einem mittelmäßig situierten spanischen Haushalt von Valentina und ihrem Mann und nutzt hin und wieder Magie, um sich die Arbeit zu erleichtern. Das darf allerdings niemand mitbekommen. Als sie einen Fehler macht und auffliegt, ergreift Valentina die Chance und versucht, ihre magische Gabe zu ihren Gunsten zu nutzen. Schließlich wird sie in eine Art Wettbewerb hineingezogen und sie gerät in Intrigen und immer größere Gefahr.
Mir gefällt die Thematik der Geschichte, Luzias jüdische Herkunft, die immer wieder eine Rolle spielt, und auch die Charaktere. Allerdings hatte ich beim Lesen immer eine gewisse Distanz zu ihnen und habe nur bedingt mit den Figuren mitgefühlt.
"Der Vertraute" ist also eine klare Empfehlung, aber meiner Meinung nach nicht Leigh Bardugos bestes Buch.
Rezensionen von Kat:
Onigiri von Yuko Kuhn
Berührende Familiengeschichte
Emotionale Erzählungen aus der Geschichte einer deutsch-japanischen Familie. Durch die Erzählerin Aki erfahren die Leserinnen und Leser nicht nur vieles über ihre eigene Biografie, sondern auch über die ihrer Mutter Keiko, die als junge Frau nach Deutschland auswanderte, und ihre Großmutter Yasuko.
Die Geschichten aller drei Frauen haben mich auf ihre eigene Art berührt.
Besonders schön fand ich die Beschreibung der Alzheimer-Erkrankung ihrer Mutter Keiko. Zusammen mit ihr macht sich Aki nach dem Tod ihrer Großmutter Yasuko auf den Weg in ihre Heimat Japan und zur Familie ihrer Mutter. Eine Art Abschiedsbesuch, denn allen ist klar, dass es Keikos letzte Reise nach Japan sein wird.
Neben Keikos Demenz sind unter anderem auch die Beziehung von Aki zu ihren Eltern, das Aufwachsen in Deutschland als Halbjapanerin und die psychischen Probleme von Keiko, ihrem Exmann und ihren Kindern Aki und Kenta Themen des Buches.
Immer wieder gibt es Zeitsprünge und Einschübe mit kleinen Geschichten, was ich persönlich sehr mochte. Den Schreibstil fand ich toll, so konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, als ich es einmal angefangen hatte.










