Kunden em pfehlungen
Rezensionen von FogandBooks:
This isn't happiness von Mary Newnham
Ein Roman über Erwartungen, Selbstzweifel – und den Mut, neu anzufangen
Mary Newnhams This Isn’t Happiness ist einer dieser Romane, die leise beginnen und dann unerwartet tief treffen. Auf den ersten Blick wirkt die Geschichte leicht, humorvoll und modern erzählt. Doch unter der Oberfläche steckt ein scharfes Porträt von Beziehungen, familiären Ansprüchen und dem Druck, bestimmte Lebensschritte „rechtzeitig“ zu gehen.
Amy, Ende zwanzig, Lehrerin und eigentlich mitten im Leben, merkt plötzlich, dass sich ihr Alltag fremd anfühlt. Zwischen Job, Beziehung und einem Berg unausgesprochener Erwartungen beginnt sie zu zweifeln – nicht nur an ihrer Partnerschaft, sondern auch an den Rollen, die andere ihr zuschreiben. Newnham zeichnet diese innere Zerrissenheit mit einer erstaunlichen Mischung aus Leichtigkeit und Schmerz. Viele Szenen sind humorvoll, manche tun weh, und fast alle wirken auf eine unangenehm echte Weise vertraut.
Besonders eindrücklich ist, wie nah die Autorin der Realität kommt: dem Gefühl, funktionieren zu müssen, einer Beziehung hinterherzulaufen oder sich in familiären Strukturen selbst zu verlieren. Gleichzeitig bleibt der Ton des Romans überraschend warm. Die Figuren um Amy herum sind überzeichnet, aber nie so sehr, dass sie nicht aus dem alltäglichen Leben stammen könnten. Man erkennt Dynamiken, Muster, unausgesprochene Erwartungen – und manchmal auch sich selbst.
Amys Entwicklung bildet das Herzstück des Buches. Ihr Weg wirkt weder heroisch noch dramatisch, sondern schlicht menschlich. Sie stolpert, zweifelt, sucht sich neu – und genau diese Echtheit macht die Geschichte so stark. Der Roman zeigt, ohne erhobenen Zeigefinger, dass man mit Ende zwanzig nicht „fertig“ sein muss. Nicht heiraten muss. Nicht alles geklärt haben muss. Dass es Mut braucht, ehrlich zu sich selbst zu sein – und ebenso viel Mut, neu zu beginnen.
This Isn’t Happiness ist ein Roman, der gleichzeitig wütend macht und Hoffnung schenkt. Witzig, scharf beobachtet, emotional ehrlich und voller kleiner Momente, in denen man kurz innehält. Ein Buch, das weh tut – und gut tut.
Rezensionen von Emmmbeee:
Was vor uns liegt von Alba de Céspedes
Zukunft in Reichweite
Alba de Céspedes soll gesagt haben: „Wir Frauen leben auf dem Grund eines Brunnens, und nur wer auf dem Grund eines Brunnens sitzt, kennt das Mitleid.“
Wie ist das gemeint? Frauen und Mädchen sind in verschiedenen Kulturen meist für das mühsame Wasserholen aus den Brunnen zuständig, manchmal über weite Strecken hinweg.
Sie verrichten also Schwerarbeit und verstehen die Not der anderen Menschen besser als andere. Auch das Coverbild deutet auf den Brunnen hin.
Noch ein anderer Aspekt trifft auf „Was vor uns liegt“ zu: Es geht um zentrale Punkte, wo Frauen sich treffen, in diesem Fall ein katholisches Internat. UND dass Frauen aufgrund ihrer Rolle und Stellung in der Gesellschaft mit den Tiefpunkten meist sehr vertraut sind. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht. Soviel nur nebenbei.
Auf den nach dem anfänglichen Verbot und dem ersten Hype wieder aufgelegten Roman bezieht sich am meisten wohl der gemeinsame Austausch über eine sehr unsichere, aber weitgehend nicht selbstbestimmte Zukunft und die (noch) fehlende Selbstbestimmung.
Von Konventionen, Konservativismus und Religion eingeengte junge Studentinnen, noch dazu im faschistischen Italien, werden in einem katholischen Internat zusammengewürfelt. Jede hat ihr eigenes und ganz besonderes Vorleben, das sie prägt, und ihre Wünsche an die Zukunft. Doch die ist unsicherer als je zuvor.
Mir gefällt, wie reichhaltig die Autorin jede Figur zeichnet und ihr eine Fülle von Leben einhaucht. Auch wenn die Mädchen sich gegen die Nonnen nur selten wehren können, hat mich das jeweils Aufmüpfige doch sehr gefreut. Da brodelt und bebt es unter der Oberfläche, jeden Augenblick könnte eine der Frauen über die Stränge schlagen. Die einzelnen Schicksale haben mich berührt. Und noch etwas: de Céspedes schaut genau hin, zeigt auch auf die Kleinigkeiten am Wegrand der Handlung.
Der Sprachstil gefällt mir sehr, und auch, wie genau die einzelnen Szenen dargestellt sind. Ebenso die Erläuterung der verschiedenartigen Probleme, Hoffnungen und persönlichen Zweifel. Wie sehen die diversen Lebensentwürfe aus? Was ist den einzelnen Mädchen wichtig?
Die Spannung baut sich schon bald auf, von Beginn an erzählt Alba de Céspedes erfüllt mit Leben und Farbe. Der Roman umfasst viele Themen, welche gerade junge Frauen, aber eigentlich alle, auf die Beine bringen und bewegen. Sie sind allesamt noch heute aktuell.
Das Cover kommt klassisch rüber, brave und eifrige Mädchen zu Füßen eines Brunnens (Ausspruch Autorin).
Das Buch umfasst so vieles, was zeitlos bleiben wird. Ich möchte es eigentlich allen Literaturfreunden in die Hand drücken.
Rezensionen von Streiflicht:
Mit kalter Hand von Michael Tsokos
Topp wie immer
Schon seit Jahren lese ich mit wachsender Begeisterung die Romane dieses besonderen Autoren. Man merkt immer wieder, was sein wirklicher Beruf, ja seine Berufung ist, und das finde ich total faszinierend. Gerade erst habe ich die Reihe um Eberhardt und Jarmer beendet, die mir extrem gut gefallen hat.
Ich wünschte, da kämen noch viele Bände mehr ...
Nun aber geht es in dieser Reihe um die Rechtsmedizinerin Sabine Yao weiter, was mich ebenfalls sehr freut. Sie ist eine starke Hauptfigur, die man gerne begleitet, immer wieder. Umso neugieriger war ich natürlich auf dieses Buch.
Wieder schafft Herr Tsokos es aufs Vortrefflichste, seine Leserschaft zu begeistern und in die tiefen Abgründe der menschlichen Seele zu entführen. Ich würde allerdings empfehlen, die Bücher dieser Serie in der richtigen Reihenfolge zu lesen, dann macht es sicherlich noch mehr Spaß!
Einen kleinen Abzug gibt es, weil meiner Meinung nach der Fall mit den Pferden nicht so richtig gut passt. Da würde so eine hochkarätige Mannschaft wohl eher nicht ermitteln ... die vielen Fachbegriffe haben mich nicht gestört, ich mag es, wenn ich bei der Lektüre eines Romans noch etwas lernen kann. Aber ein kleines Glossar wäre da dann ganz cool.
Rezensionen von nuean:
Willow-Falls-Reihe, Band 2 - Stay With Me in Willow Falls von Greta Milán
Toller zweiter Band!
Ich habe den ersten Band der Reihe sehr gemocht und mich gefreut, dass es weitergeht. Das Cover ist wunderschön und es passt perfekt zum 1. Teil.
Paige ist eigentlich zufrieden, sie macht den Job den sie liebt, hat Freunde, die immer für sie da sind und eine tolle Familie. Das einzige was fehlt ist der richtige Mann.
Nachdem sie mal wieder enttäuscht wurde, zieht Miles ins Nachbarhaus. Der ehemals beste Freund ihres Bruders hat vor Jahren durch sein unverantwortliches Verhalten Paige und ihren Bruder in große Gefahr gebracht, deren Nachwirkungen immer noch präsent sind.
Miles möchte seine Karriere vorantreiben, als ihn aber der Hilferuf seiner Mutter erreicht, dass seine berufliche Hilfe in seinem Heimatstädtchen benötigt wird. Als kehrt er nach Willow Falls zurück und stellt sich den Bewohnern, seinem ehemals besten Freund und dessen Familie.
Schon den ersten Teil der Reihe fand ich toll und auch die Charaktere haben mich begeistert. Deshalb habe ich mich sehr auf Paige´s Geschichte gefreut. Sie ist ein toller Mensch, liebt ihre Freunde, Familie und hat sich mit ihrer eigenen Holzwerkstatt einen Traum erfüllt. Ich finde man spürt sofort die Chemie zwischen Miles und ihr. Da auch aus beiden Perspektiven erzählt wird hat man mehr Einblicke in die Gefühlswelt der beiden Protagonisten. Auch Miles ist ein Traum, er hat selbst auch einiges durchgemacht, seine Träume und Ziele und trotzdem ist er da wenn er gebraucht wird.
Auch die anderen Charaktere sind wieder mit dabei, gerade Paige´s Clique ist einfach grandios. Ich freue mich auf den nächsten Band, denn genug Potential gibt es in Willow Falls.
Fazit: Wunderschöner Herbst-Roman!
Rezensionen von Streiflicht:
Hunter B. Holmes - Mord unter dem Weihnachtsbaum von Wolf September
Spannung unterm Weihnachtsbaum
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, da ich bisher weder den Autor, noch die Reihe um Hunter B. Holmes kannte. Und dann noch die Verknüpfung von Weihnachten und Krimi, meine beide Leidenschaften. Da dachte ich, das kann ja nur gut werden und genauso war es auch. Herrliches Flair, viel Weihnachtsstimmung und gute Laune und ein kurioser Mordfall, den Hunter gemeinsam mit seinen Kollegen zum Glück noch rechtzeitig vor Weihnachten aufklären kann.
Weihnachten in London - festlich, romantisch ... und mörderisch. Das verspricht die Überschrift hinten auf dem Klappentext und genau das hält das Buch auch. Ich kam gut rein in die Geschichte, auch wenn ich Quereinsteigerin bin, war das kein Problem. Hunter war mir sofort sympathisch, genauso wie Steven und Godric, meine Lieblingsfigur. Das Buch ist zugleich spannend und man möchte unbedingt wissen, was passiert ist und warum, und zugleich angenehm cosy, gemütlich und voller schöner Unterhaltung. Kein Wunder, dass Cosy Crime so beliebt ist. Für mich perfekt und genau das Richtige so kurz vor Weihnachten!
Rezensionen von MarcoL:
Werkzeugkasten der Zukunft von Katapult
Wunderbare, und umsetzbare Ideen, um unsere Zukunft lebenswerter zu gestalten
Unsere Welt könnte solch ein Paradies sein. Weder Hunger noch übelste Umweltverschmutzungen wären an der Tagesordnung. Es gibt Ideen und Möglichkeiten mehr als genug, um diesen Planeten smart zu machen, und zu einer Welt, in der sich alle Menschen und Lebewesen wohl fühlen.
Dieses wunderbare Buch zeigt uns auf unterhaltsame und einfache Weise 150 brillante Ideen, wie wir die Welt tatsächlich ein wenig besser machen könn(t)en.
Es gibt viel Potential beispielsweise in der Landwirtschaft – gemeinsames „Ackern“, das Stärken der Biodiversität, Grünflächen mit Obst und Gemüseanbauflächen in den Städten – die zudem noch frei vom Autoverkehr sein könnten – für eine bessere Luft, für viel mehr Grünflächen.
Bei der Stromversorgung gehen wir mit Solar und Wind ja schon gute Wege, aber das ist bei weitem noch nicht das Ende der Fahnenstange. Denn aus jeder Art der Bewegung lässt sich Strom gewinnen.
„Futter für alle“ - Erbsenproteine als Fleischersatz – gibt es natürlich schon, schmeckt super, muss nur noch in die Köpfe von 90 % der Menschen hierzulande. Schon Ressourcen und Umwelt. Aber ja … das geliebte Tierqualprodukt ...
Ganz interessant der Nahrungskreislauf - „Der Schatz aus dem Klo“. Phosphor ist ein wichtiger Dünger, könnte aus den Fäkalien gewonnen werden, anstatt umweltzerstörerisch abgebaut zu werden (zumal nur 8,9 % der Vorkommen in Demokratien liegen – wenn sich also so ein Diktator quer stellt, diktiert er, wer in Zukunft zu Essen haben werden könnte).
Oder Saatgutbibliotheken – Säen-Ernten-Teilen. Oder biologische Alternativen zur Kunststoffschwemme.
Und noch so vieles mehr steckt in diesem wunderbaren Buch, voll mit Dingen und Gedanken, die die Zukunftsaussichten nicht ganz so düster erscheinen lassen würden, als sie momentan sind.
Jedes Kapitel widmet sich einem ganz besonderen Bereich, zählt die Fakten auf, belegt mit Zahlen, was möglich wäre. Und in jedem Projekt, dass ich voller Spannung gelesen habe, steckt irre viel Potential. Also: tun! - die Möglichkeiten und Ideen sind vorhanden.
Ganz große Leseempfehlung für diese wunderbaren Ausführungen.
Rezensionen von Liselottchen:
Memories So Golden Like Us von Gabriella Santos de Lima
Wenn Trauer lähmt
Blair ist nach dem Tod ihres Bruders Sam komplett durch den Wind. Sie kann nicht mehr malen, ist jeden Tag auf Party, betrinkt sich und landet fast täglich im Bett eines anderen Mannes. Im Internet wird boshaft über sie hergezogen, vor allem als sie sich mit einem bekannten verheirateten Mann einlässt und seine Ehe zerbricht.
Ihre Eltern setzen ihr ein Ultimatum: Sie soll sich ins Strandhaus ihrer Mutter zurückziehen und eine Bildserie malen, andernfalls muss sie aus der (von den Eltern finanzierten) Wohnung ausziehen. Sie geht widerwillig darauf ein und trifft im Ferienhaus auf den Filmemacher Connor, den besten Freund ihres verstorbenen Bruders, für den sie damals schon ein Faible hatte. Doch er ist schon lange in einer Beziehung mit ihrer ehemaligen Freundin Elle, einer bekannten Schauspielerin. Dass ausgerechnet er einen Film über ihr Schaffen und die Geburt der Bildserie anfertigen soll, geht ihr gegen den Strich. Zudem ändert sich nichts an ihrem Zustand: Sie ist unfähig, ein Bild zustande zu bringen.
Die Story ist abwechselnd aus Sicht von Blair und Connor geschrieben, dazwischen kommen Auszüge aus einem Internetblog mit entsprechenden Kommentaren. Dies ist der zweite Teil einer Dilogie, da möchte ich vorausschicken, dass ich den ersten Teil, in dem es um Sams Tod geht, nicht gelesen habe. Dennoch fand ich mich in der Story sofort zurecht, Blairs Gefühle sind hautnah und haben mich tief berührt. Sie kann den Tod des Bruders nicht verarbeiten und ist nach einem Jahr immer noch gelähmt vor Trauer. Den ersten Teil der Story habe ich regelrecht verschlungen und war gespannt, ob und wann Blair die Kurve kriegt. Connors Verhalten konnte ich jedoch großteils weder nachvollziehen noch verstehen. Er wird als der Gute, Nette und Perfekte dargestellt – für mich war vieles einfach nur dumm. Beispielsweise seine Beziehung zu Elle – weshalb etwas aufrechterhalten, dass es nicht gibt? Oder die familiären Verhältnisse – seine alkoholkranke Mutter, die ihn – wie er selbst empfindet – ein Leben lang nur enttäuscht hat – er springt sofort, wenn sie anruft, verlässt Blair, um nach London zu fliegen. Und er stimmt zu, sogar ein Wochenende mit Mutter und ihrem neuen Lover zu verbringen, bei dem er zusätzlich einverstanden ist, sein Handy abzugeben.
Zudem fand ich leider, dass die schwierigen Themen an der Oberfläche geblieben sind. An vielen Stellen fragte ich mich, weshalb Blair nicht professionelle Hilfe bekommt. Ihr Schmerz ist greifbar, die Abwärtsspirale furchtbar traurig – alle wissen und sehen es. Ob da ein Ultimatum wirklich die beste Lösung ist, wage ich zu bezweifeln. Und auch die Alkoholsucht von Connors Mutter wird nur aus seiner (verbitterten) Sicht dargestellt – sowie sein Nachgeben und Sich-Abfinden mit einer Situation, die er nicht möchte. Anstatt ein offenes (strenges) Gespräch mit der Mutter zu führen, ist er meines Erachtens auf der Ebene eines Jugendlichen stecken geblieben.
Der Schreibstil ist fesselnd, der erste Teil hat mich sofort in den Bann gezogen. Leider wurde ich im Zweiten enttäuscht, weil sich vor allem Blairs Gedanken über ihre Trauer und Sam wiederholen und ich mir rund um Connors Geschichte ein wenig mehr gewünscht hätte. Auch der Internetblog nebst Kommentaren nahm in meinen Augen ein wenig zu viel an Platz ein. Daher 3,5 Sterne, da ich keine halben Sterne geben kann, runde ich auf.
Rezensionen von MariasBooks:
Whispers of Destiny von Justine Pust
Dystopische Welt meets schlagfertige Protagonistin meets Callcenter des Todes
Zum Buch
Whispers of Destiny ist ein Standalone Roman aus der Feder von Justine Pust. Das Buch ist im Piper Verlag erschienen.
Erwartung
Ich habe bereits mehrere Bücher von Justine Pust gelesen und fand ihren Schreibstil bisher immer toll, weshalb ich sehr gespannt auf dieses Buch war.
Gestaltung
Ich habe das Buch als eBook gelesen.
Das Cover ist schlicht aber in meinen Augen passend gestaltet. Man sieht direkt an den Details, was einen erwartet.
Die Innengestaltung ist eher schlicht. es gibt zwar verschieden Schriftarten für die Unterscheidung zwischen verschwinden Textarten, aber sonst nicht viel Dekoration
Generell hat mir das Buch sehr gut gefallen.
Einerseits mochte ich die Welt, die Ju hier erschaffen hat und dass sie dessen Regel nach und nach erklärt und nicht in einem Infodump. So habe ich persönlich sehr gut in das Buch reingefunden, und das ist für mich persönlich sehr wichtig.
Deshalb hat sich dieses Buch auch so flüssig angefühlt. Alles hat sehr gut ineinandergegriffen und sich wie eine komplette Geschichte und nicht wie einzelne Kapitel angefühlt.
Ich mochte zudem die Kombination aus Dystopie, schlagfertigen Wortgefechten und einer Protagonistin der man am liebsten gleichzeitig den Mund zuhalten und ihr ein Megafon in die Hand drücken wollte.
Das bringt mich etwas zur Hassliebe mit der Protagonistin, denn diese wusste nie, wann es genug ist. Das war anstrengend aber gleichzeitig auch sehr erfrischend, vor allem im Gegensatz den klischeehaften Pastell-Leonies die man sonst so in Booktok Büchern findet.
Aber neben all diesem bitchy-trashy Humor wurden in dem Buch so viele wichtige Themen in Nebenhandlungen bearbeitet (Siehe dazu auch die Triggerwarnings) und finde toll, wie diese in die Geschichte eingewebt wurden. Aus spoilergründen gehe ich hier nicht ins Detail. Aber vor allem auch das Tod und verschiedenste Ansichten und Meinungen wurden dazu eingearbeitet und auch einige moralische Fragen in den Raum geworfen.
Auch die Politiker und vor allem deren Namen und Aussagen, die natürlich alle frei erfunden sind ????, waren kleine Highlights in dieser Geschichte für mich.
Pust ist eine der wenigen Autor:Innen, die es schafft, eine Anzahl an Charakteren zu wählen, die einerseits nachvollziehbar sind und andererseits durch die nacheinander erfolgte Vorstellung auch leichter zum Auseinanderhalten und merken waren. Für jemand wie mich, der mit vielen Namen und Verbandelungen oft Probleme hat, ist das ein wichtiger Punkt.
Fazit:
Eine spannende Genre Mischung, die mit Ju's flüssigen und frechen Schreibstil einfach funktioniert. Nicht viele schaffen es eine menschheitsbedrohende Dystopie mit so viel Humor, politischer Kritik, Gefühl, Trolley-Problem-Entscheidungen und einer Priese Romance erfolgreich zu kombinieren.
Wer denkt, das Lesen politisch ist und auf diese Dinge Lust hat, wird das Buch definitiv mögen.
Rezensionen von ReiShimura:
Before I met Supergirl von Rea Garvey
Authentisch, aber nicht überwältigend
Wäre ich Teilnehmer bei einer Quizshow und müsste 3 Songtitel von Rae Garvey nennen, würde ich kläglich scheitern. Andererseits bin ich mir ziemlich sicher, dass ich, wenn ich seine Lieder im Radio höre, sicher mitsingen könnte, allerdings wüsste ich nicht, dass dies Rae Garvey Songs sind. Was ich damit sagen möchte, ist, dass ich kein eingefleischter Rae Garvey Fan bin, seine Musik mir allerdings bekannt ist und ich auch ihn als Person des öffentlichen Lebens kenne.
Ehrlich gesagt war der Hauptgrund, dass ich mich für dieses Hörbuch entschieden habe, dass ich schon lange keine Biografie mehr gelesen habe und neugierig war, ob Biografien für mich auch als Hörbuch funktionieren. Auf den letzten Punkt möchte ich gleich mal eingehen und überraschenderweise funktioniert dies sogar ausgesprochen gut. Wobei es natürlich stark auf die Biografie ankommt. In diesem Fall ist es so, dass Rae Garvey einfach seine Geschichte erzählt, daher hat das Ganze eher eine Roman Form und keine Aufzählung von Daten und Fakten. Letzteres stelle ich mir als Hörbuch äußerst mühsam vor.
Eine Biografie zu bewerten ist für mich immer besonders schwierig, denn eigentlich steht es mir nicht zu, ein Urteil über die Geschehnisse zu treffen. Meiner Meinung ist es ziemlich anmaßend, wenn man sagt, dass einem die Handlung zu übertrieben oder zu langweilig war. Immerhin geht es hier nicht um eine ausgedachte Geschichte, sondern um das Leben eines Menschen.
Wie der Titel bereits vermuten lässt, geht es in diesem Buch um die Zeit bevor der Künstler Berühmtheit erlangt hat. Er berichtet über seine Kindheit, gibt interessante Einblicke in seine Familie, schildert seine durchaus aufregende Jugend und zeigt seinen Werdegang zum Musiker. Meiner Meinung nach merkt man, dass Rae Garvey sich genau überlegt hat, was er mit der breiten Öffentlichkeit teilen möchte und was nicht. Und nein, damit meine ich nicht, dass er sich immer im besten Licht darstellt, ganz im Gegenteil, er steht zu den Dummheiten und der Leichtsinnigkeit seiner Jugend. Trotzdem spürt man an welchen Stellen eher Informationen weglässt, so wie er zum Beispiel relativ wenig über sein Liebesleben und seine Beziehungen spricht.
Die Einleitung des Hörbuchs wird von Rae Garvey höchstpersönlich gelesen und das noch dazu auf English. Dies kam für mich sehr überraschend, da ich damit nicht gerechnet habe, hat mir aber sehr gut gefallen. Ich kann aber auch die Entscheidung nachvollziehen, dass der Hörbuch Hamburg Verlag für das restliche Hörbuch einen professionellen Sprecher, nämlich Simon Jäger, engagiert hat. Simon Jägers Stimme war für mich in Kombination mit dem Inhalt zu Beginn ein wenig seltsam, im Laufe des Buches habe ich mich aber an die Stimme gewöhnt und fand sie passend.
Im Vergleich zu anderen Biografien muss ich sagen, dass mich diese nicht so begeistern und überzeugen konnte. Die Schilderungen des Künstlers sind interessant und es gibt sicherlich die eine oder andere Episode, die sich von der Masse abhebt, an anderen Stellen wirkt das ganze etwas langatmig.
Das Hörbuch ist auf jeden Fall authentisch und glaubwürdig und meiner Meinung nicht nur für Fans des Künstlers zu empfehlen. Außerdem kann ich es vor allem uneingeschränkt als Hörbuch empfehlen und dies ist ein Satz, denn ich nicht leichtfertig ausspreche.
Wer eine ehrliche, persönliche Geschichte sucht und Hörbücher mag, wird hier fündig – auch ohne Fan zu sein.
Rezensionen von PMelittaM:
Heart of Night and Fire von Nisha J. Tuli
Nichts für mich
Seit sie denken kann wurde Zarya von Row in einem begrenzten Bereich durch eine magische Grenze gefangengehalten, außer ihm hatte sie nur Kontakt zu seinem Assistenten. Nun ist Row seit einiger Zeit verschwunden, und Zarya stellt fest, dass die magische Grenze verschwunden ist. Gleich bei ihrem ersten Ausflug trifft sie auf zwei junge Männer, die von Nagas angegriffen werden, eilt ihnen zu Hilfe, und begleitet sie anschließend in die nächste Stadt, einen Ort, der von Dämonen belagert wird.
Leider war der Roman so gar nicht meins. Schon die Protagonistin kam mir nicht nahe, nervte mich eher. Ich mochte sie nicht, und somit konnte ich auch nicht mit ihr mitfühlen oder mich um sie sorgen. Natürlich hat sie wenig Erfahrung im Umgang mit anderen Menschen, mir war sie aber oft viel zu aggressiv im Umgang. Auch einige ihrer Handlungen oder Gedanken konnte ich nicht nachvollziehen. Vielleicht wäre es besser gewesen, Zarya selbst in Ich-Form erzählen zu lassen, da man sowieso alles aus ihrer Perspektive sieht. Es gibt eine ganze Reihe anderer Charaktere, manche davon sehr interessant, denn die wenigsten sind Menschen, doch leider blieben auch sie mir alle zu blass, auch sie kamen mir zu wenig nahe.
Nicht gefallen hat mir die Erzählsprache, ich empfand sie oft als unpassend und teiweise auch zu flapsig. Der Roman spielt in einem eher mittelalterlichen, indienähnlichen Setting, da hätte eine schöne, blumige Sprache für mich gut gepasst, Worte wie zum Beispiel „F*ck“ will ich da nicht lesen.
Auch die Geschichte selbst lies für mich zu wünschen übrig, sie hat mich nicht berührt. Manche Passagen habe ich nur oberflächlich gelesen, da sie mich langweilten. Es wechseln sich einigermaßen spannende, kämpferische Szenen mit sehr langatmigen, eher störenden ab. Vieles passte für mich nicht zu der Bedrohung, der, nicht nur, die Stadt ausgesetzt ist. Es werden Partys gefeiert, man lebt so weiter vor sich hin, auch Zarya und andere handelnde Charaktere. Teilweise muss auch einige Zeit vergangen sein, ohne dass das recht klar wird. Vieles schien mir vorhersehbar, nur weniges konnte mich etwas überraschen.
Die Magie ist recht interessant, aber auch sie ist mir zu oberflächlich, genauso wie die Welt an sich. Sicher, das wird vielleicht noch in den weiteren Bänden weiter ausgearbeitet, es lockt mich aber nicht.
Und dann gibt es natürlich noch die „Liebesgeschichte“, die auf mich unnötig und aufgesetzt wirkte. Dass alle wunderschön sind, muss ich wahrscheinlich nicht extra erwähnen.
Der Roman ist der erste Band eines Vierteilers, für mich ist aber hier zu Ende, mich lockt leider gar nichts. Sicher wird auch dieses Buch seine Fans haben, ich gehöre leider nicht dazu. Schade, mich hatte das Setting sehr angesprochen.











