Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Katrin:
Bite Risk - Kein Entkommen von S.J. Wills
Fesselnde Mischung aus Grusel, Witz und Mystery
Zunächst dachte ich beim Anblick des Covers, es gehe um Vampire – Bite Risk, klang einfach sehr danach. Doch schnell wurde klar: Hier geht es nicht um Blutsauger, sondern um etwas noch Ungewöhnlicheres.
Story:
In dem abgeschiedenen Städtchen Tremorglade hat das Virus Corpus pilori die Erwachsenen jeden Vollmond in blutrünstige Werwölfe, sogenannte "Ripper", verwandelt.
Die Kinder übernehmen in diesen Nächten das Zepter: Sie sichern ihre Familien in Käfigen, legen Betäubungsgewehre bereit, sorgen für einen (mehr oder weniger) sicheren Verlauf der Nacht und "füttern" sogar ihre Eltern.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Sel – einem sympathisch-ängstlichen Teenager, der mehr Mut beweist, als er selbst glaubt.
Doch als seltsame Vorkommnisse wie durchdrehende Tauben und Abstürze von Drohnen das Bild trüben, beginnen die Jugendlichen und Sel nach Antworten zu suchen.
Welche Wahrheit wird hier verschwiegen?
Wer verwandelt sich als nächstes, den das geschieht zu verschiedenen Zeitpunkten und unvorhergesehen.
Fazit:
Trotz meines ersten Eindrucks vom Cover – keine Vampire, sondern eine überraschend originelle Werwolf-Geschichte mit Tiefgang, Spannung und Herz. Klare Empfehlung für Leser ab mindestens 12 Jahren, die Mystery, Grusel und ungewöhnliche Settings mögen! Vorher könnte es zu gruselig sein.
Besonders das letzte Drittel überrascht mit einigen cleveren Wendungen. Der Schreibstil ist jugendlich und leicht zu lesen, die Atmosphäre durchgehend packend.
Rezensionen von Katrin:
1000 und ich. Zweifle nicht, zögere nicht, hinterfrage nicht. von Yorick Goldewijk
Individualität ist verboten, eigene Gedanken sind gefährlich - Schöne neue Welt?
Ich fand das Cover extrem ansprechend und freute mich sehr als ich da Buch endlich in den Händen hielt und lesen durfte.
Story:
8, lebt in Surdus. Surdus ist eine kühle, von Unterdrückung geprägte Welt, in der Individualität gefährlich ist. Konformität - die Gleichheit aller ist hier oberstes Gebot.
Der Hauptcharakter, 8, ein Mädchen, eine Unbeseelte. Sie lebt einen strickten Alltag, das Schlagen der Uhr legt ihn für sie fest. Eine Stimme aus Lautsprechern predigt immer wieder was selbe:
Hör zu, sei gehorsam, folge.
Zweifle nicht, zögere nicht, hinterfrage nicht.
Sei hilfreich und ergeben.
Um sie für den Dienst bei den Beseelten vorzubereiten, muss sie Tag ein Tag aus sehr eindeutige Fragen auf einem Bildschirm bearbeiten - dies ist ihr Job. Eine Leere die sie förmlich auffrisst.
Der Weg zur "Arbeit", für alle gleich, Gleichschritt, alle starren auf den Boden oder ihre Knie, doch 8 ist anders. 8, bemerkt die Welt um sich herum. Sie sieht was die anderen nicht sehen.
Und dann treffen sich plötzlich Blicke, einem zweiten Mädchen geht es wie ihr.
Werden sie von den Sehern bemerkt? Können sie fliehen?
Fazit:
Die Geschichte entfaltet sich knapp und eindringlich auf rund 160 Seiten, aber wirkt lange nach. Der Autor Goldewijk greift Themen der Individualität, Identität, Selbstbestimmung und Rebellion gegen ein autoritäres System auf – eine klare dystopische Allegorie, die an "Schöne neue Welt" erinnert und gerade dadurch Fragen stellt, die im Kern der menschlichen Freiheit liegen.
Eine Dystopie für Jugendliche (ab etwa 12 Jahren), die nicht nur berührt, sondern auch tief zum Nachdenken anregt.
Rezensionen von Katrin:
Morbidly Yours von Ivy Fairbanks
Liebe, Leidenschaft und Friedhof?
Das Cover ist hier wirklich gelungen, es spiegelt den Inhalt des Buches total wieder, wirkt dabei aber keinesfalls düster, sondern eher humorvoll und heiter.
Story:
Lark zieht von Texas in eine kleine Stadt in Irland und das direkt Gegenüber eines Bestatters. Beim Umzug wurde dann natürlich ein falsches Paket an sie geliefert und sie brachte es ihrem Nachbarn - dem Bestatter.
Schon beim ersten Aufeinandertreffen von Callum - was für ein passender Name - und Lark der fröhlich frechen bunten Animationsdesignerin war klar, hier wirds ordentlich knistert.
Sie wurden Freunde und Lark half Callum, der doch eher schüchtern und als Einsiedler lebte, aus sich herauszukommen.
Callum war fasziniert und verliebte sich über beide Ohren in Lark, doch sie hat ein Geheimnis und möchte daher auf keinen Fall eine Beziehung. Er muss aber heiraten und das schnell, denn sonst verliert er sein Geschäft. Lark zwingt im unzählige Dates auf, eines schlechter als das andere und währenddessen vertiefen sich aber die Gefühle der Beiden zueinander.
Er gesteht ihr seine Liebe, worauf sie erneut flüchtet.
Werden die Beiden zueinander finden? Heiratet Callum gar eine andere und was ist Larks Geheimnis?
Sei vorbereitet auf viele Ups and Downs.
Fazit:
Ja, es ist lustig, es ist spicy, es ist in gewisser Weise vorhersehbar (stört bei einem eher leichten Roman aber nicht sonderlich)
Ja, das Buch hat potenzial, was nur leider nicht 100% ausgeschöpft ist.
Ich konnte mich mit den beiden Hauptcharakteren Lark und vor allem Callum sehr gut identifizieren. Callum wird immer wieder sehr detailliert beschrieben, ein Bestatter wie man sich ihn vorstellt, aber auch ein junger attraktiver Mann auf der Suche nach Liebe.
Bis zu einem gewissen Punkt fand ich die Geschichte wirklich toll, doch dann war es mir fast etwas zu viel Drama. Zum Glück gab es ein Happy End.
Von mir gibt es daher 4 von 5 Sterne.
Rezensionen von Katrin:
Volltreffer! von Patrick Joseph
Ein wahrer Volltreffer!
Das Cover ist kindgerecht, relativ bunt gestaltet und lädt kleine Wirbelwinde zum Lesen ein.
Dies ist der erste Band. Es handelt sich um eine Sammlung von 6 Kurzgeschichten rund ums Thema Fußball, Familie, Geschwister - passend für jüngere Kinder als Vorlesebuch oder dank der großen Schrift und den schönen Illustrationen an den Kapitelenden für Erstleser.
Inhalt:
Emma spielt in einer Mädchen-Fußballmannschaft, ihr kleiner Bruder Tim möchte mit ihr, nicht zuletzt um Anerkennung zu finden auf dem Fußballplatz spielen. Die Geschichten behandeln verschiedene Ereignisse: ein Nachbarschaftsspiel, ein Turnier, ein Probetraining, der Umgang mit Niederlagen, Chaos durch den Familienhund und wie Fußball im Alltag zusammen mit Freundschaft, Mut und Teamgeist eine Rolle spielt.
Fazit:
Die Geschichten greifen Situationen auf, die Kinder kennen: Geschwister, Konkurrenz, Niederlagen, Mut, etc. Das macht es leicht, sich mit Emma oder Tim zu identifizieren.
Nicht nur der Sport, sondern wie man mit Niederlagen oder Schwierigkeiten umgeht, spielt eine Rolle. Teamgeist, gegenseitige Unterstützung, Mut – das sind zentrale Botschaften.
Ich kann nur wieder betonen, dass es gut als Vorlesebuch oder für Leseanfänger geeignet ist. Die Kapitel haben überschaubare Länge, die Sprache ist einfach. Es bietet genug Abwechslung und Spannung, ohne Kinder zu überfordern.
Rezensionen von Shilo:
Auf dem Gräftenhof von Arnold Pesch
Ein Familienroman zwischen Tradition und Neubeginn
„Auf dem Gräftenhof“ von Arnold Pesch erzählt die Geschichte einer Familie, die nach dem Zweiten Weltkrieg versucht, ihren Platz in einer sich wandelnden Welt zu finden. Dabei geht es nicht nur um die Bewahrung alter Traditionen, sondern auch darum, Neues zu wagen.
Sehr eindrücklich fand ich, wie der Hof selbst zur Bühne dieser Entwicklungen wird.
Man spürt die besondere Atmosphäre des Münsterlandes, und die Wasserburg wirkt fast wie ein stiller Zeuge der Geschehnisse. Dass Johannes aus der Ukraine stammt und in Deutschland eine neue Heimat findet, gibt der Handlung eine zusätzliche Tiefe. Gerade die Sehnsucht nach seiner alten Heimat, die über Jahre unerreichbar bleibt, war für mich gut nachvollziehbar.
Besonders bewegt haben mich zwei Figuren: Paul, dessen kindliches Wesen Wärme in die Familie bringt, und Barbara, die von einem Reiterhof für Kinder mit Handicap träumt. Ihr Ringen mit den Erwartungen der Familie und ihr Wunsch, ihren eigenen Weg zu gehen, haben mich beim Lesen besonders berührt. Hier zeigt sich sehr gut, wie eng persönliche Wünsche und das Erbe der Familie miteinander verbunden sind.
Auch die politischen Umbrüche sind geschickt in die Handlung eingebaut. Man merkt, dass die Ereignisse in Deutschland und Europa direkt in das Leben der Familie hineinwirken. Das macht den Roman glaubwürdig und gibt ihm eine historische Tiefe, die mir gefallen hat.
Manche Stellen ziehen sich etwas, weil sehr ausführlich erzählt wird. An anderen Stellen hätte ich mir hingegen noch mehr Ausführlichkeit gewünscht, um bestimmte Entscheidungen und Gefühle der Figuren besser nachvollziehen zu können. Doch insgesamt habe ich den Roman gern gelesen. Er verbindet die deutsche Nachkriegsgeschichte mit dem Schicksal einer Familie, die zwischen Vergangenheit und Zukunft ihren eigenen Weg sucht.
Darum vergebe ich vier Sterne. Es bleibt das Gefühl, mit den Figuren auf dem Gräftenhof gelebt zu haben und ihre Entscheidungen hautnah mitzuerleben.
Rezensionen von Meli:
How to Become the Dark Lord and Die Trying von Django Wexler
Neuer Dark Lord im Anmarsch - Spannend und unterhaltsam!
Davi erinnert sich kaum noch an ihr ursprüngliches Leben, aber sie weiß, sie ist die prophezeite Heldin und soll diese Welt vor dem Dark Lord retten. Dabei ist sie aber schon 237-mal gestorben, wurde wiedergeboren und musste von vorne anfangen. Nach mehreren hundert Jahren liegt ihre Erfolgsquote bei null Prozent: Am Ende gewinnt immer der Dark Lord.
Dann muss Davi eben selbst zum Dark Lord werden!
Da Davi hier zum ersten Mal einen ganz neuen Weg einschlägt, kann man der Handlung sehr gut folgen: Man lernt mit ihr neue Charaktere kennen, erlernt die Eigenschaften und Kultur verschiedener Wildlingsgruppen und auch die Orte, die sie durchreisen, waren Davi bisher unbekannt. Das hat mir schon gut gefallen, aber gleichzeitig hat es mir bei Davi manchmal schon ein bisschen an der Erfahrung gemangelt, die sie in ihren vielen Leben gesammelt haben müsste. So konnte sie zwar die Sprache der Wildlinge schon und weiß, dass der Dark Lord bei einer Konvokation gewählt wird, aber mehr auch nicht. Ich fand, wenn sie ihre Sprache gelernt hat, dann hätte sie auch ein bisschen mehr Wissen haben können. Von ihren früheren 237 Leben sieht man nur wenig und ich bin gespannt, ob die Fortsetzung da mehr zu bieten hat.
Davi ist eine moderne, selbstbewusste Frau, die schon eine Menge durchgemacht hat, darunter Folter und viele grauenvolle Tode, aber sie hat einen unterhaltsamen Humor; das Buch ist voller alberner Fußnoten und witziger Kommentare. Aufgrund ihrer Erfahrungen ist sie mal realistisch und macht einigermaßen ausgeklügelte Pläne, oft ist sie aber selbstsicher und folgt ihrer Intuition.
Ihr Abenteuer auf dem Weg zum Dark Lord fand ich auch mitreißend. Es ist die Reise zur Konvokation und auf dem Weg dorthin versucht sie noch, möglichst viele Schergen zusammenzutreiben, die ihren Anspruch unterstützen sollen. Dabei gibt es jede Menge Gefahren, Action und Intrigen - kaum Zeit zum Entspannend, aber dafür jede Menge Spannung. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung, die hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt!
Rezensionen von peedee:
Perspektive Ewigkeit von Ronja Aselmann; Friedmund Aselmann
Regt zum Nachdenken an
Nicht immer ist alles Friede, Freude, Eierkuchen! Der Alltag ist oft schwierig, fordernd, gar überfordernd. Ronja und Friedmund Aselmann wollen aufzeigen, wie inmitten des trubeligen Alltags Kraft und Hoffnung getankt werden können. Das Ehepaar weiss, dass trotz eines starken Glaubens an Gott nicht immer alles nur einfach ist und in einem Happy End resultiert.
Ihr Fokus ist die Perspektive Ewigkeit.
Erster Eindruck: Ein sympathisches Pärchen auf dem Cover, ein interessanter Untertitel – gefällt mir.
Ronja und Friedmund „Fritze“ Aselmann haben jung geheiratet und eine Familie gegründet. Dies ist umso überraschender, als die Ärzte eine Kinderlosigkeit prognostizierten. Die Freude war gross, doch muss die junge Familie schon bald grosse Herausforderungen bewältigen, da ihr erstgeborener Sohn schwer krank auf die Welt kam. Es hat mich sehr berührt, davon zu lesen. Die Krankheit hat die Eltern an Grenzen gebracht – niemand sollte sein Kind so leiden sehen müssen. Als Influencerin postet sie auf Instagram zu Glaubensthemen und ihrem Alltag als Familie. Dabei hat sie keine Rabattcodes zu verschenken und geht auch keine Kooperationen mit Firmen ein. Sie will einfach über die Liebe Gottes sprechen.
Diese beiden Zitate haben mir besonders gut gefallen:
- „Gott ist gross, dass er auch den kleinsten Dingen, die um seinetwillen getan werden, Grösse verleiht!“ (John Wesley)
- „Die zwei wichtigsten Tag deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum.“ (Mark Twain)
Ich bin an einem ganz anderen Punkt im Leben als die Eheleute Aselmann (ich bin älter, nicht verheiratet, keine Kinder), daher hatte es einige Aspekte im Buch, von denen ich mich weniger angesprochen fühlte. Was mir zudem nicht so zusagte, waren die vielen Wörter in Grossbuchstaben (nur Grossbuchstaben ist wie Schreien) und die zuweilen ausführliche Zitierung von ChatGPT-Texten. Nichtsdestotrotz hat mir das Buch gut gefallen, da es zum Nachdenken (z.B. in puncto Vergebung) anregt, was das Beste aber zugleich Schlimmste ist, was einem ein Buch „antun“ kann. Vielen Dank für die Einblicke in das Leben der Familie Aselmann – 3 Sterne.
Rezensionen von Normanfips:
Stachel und Stunk von Juli Wind
Anderssein ist in Ordnung
Willkommen in der Wurzelzwerge-Kita. Dachs, Fuchs und Hase erwarten mit Frau Bär zwei Neuzugänge, nämlich Igel und Stinktier. Das erste Aufeinandertreffen läuft nicht ganz so reibungslos ab, wie erhofft. Denn Stachel spießt alles und jeden auf und verletzt dabei die anderen Tiere mit seinen „Spießen“ und Stunk benimmt sich rüpelhaft und ist wütend.
Aber Anderssein kann auch zusammenführen und so werden die beiden vermeintlichen Außenseiter zu Freunden. Damit steht einem gelungenen Tag in der Kita auch nichts mehr im Weg. Die Illustrationen sind süß und auch sehr witzig. Besonders gelungen finde ich die kleinen Eichhörnchen. Der Text ist humorvoll und ich kann mir gut vorstellen, dass Ausdrücke wie Wurzi-Furzis den Kinder sehr gut gefallen. Die Botschaft, dass man durchaus anders sein kann und dennoch Freunde findet, wird spielerisch vermittelt.
Rezensionen von Natalie:
Bittere Nacht von Nikolas Kuhl; Stefan Sandrock
Taten der Vergangenheit
Eine Stand-up-Paddlerin stößt im Alsterkanal an einem Januarmorgen auf einen Toten. Das Ermittlerduo Juha und Lux werden hinzugezogen, wobei es zuerst nach Selbstmord aussieht. Doch bald stoßen sie auf erste Ungereimtheiten und als sie live auf dem Handy des Toten den qualvollen Todeskampf seines Geschäftspartners mitansehen müssen, schrillen die Alarmglocken.
Juha und Lux begegnen im Laufe der Ermittlungen einem Freundeskreis, in dem ein grausames Geheimnis bewahrt wird…
Bereits der erste Band hat mir letztes Jahr richtig gut gefallen und der zweite Fall konnte mich noch mehr mitreißen. In dem Krimi passt so vieles einfach zusammen. Angefangen von dem Ermittlerduo mit ihren Ecken und Kanten, die für mich viel beitragen, dass der Krimi so gelungen ist. Aber auch der Fall an sich und die Herangehensweise an diesen sprechen für das Buch. Besonders eine Wendung hatte ich so nie erwartet, zeigt aber gut, was solche Geschehnisse mit Menschen machen kann. Durch diese Wendung nimmt der Krimi nochmal richtig Fahrt auf bis hin zu seinem schlüssigen Ende.
Ich freue mich auf den nächsten Band aus dieser Reihe und spreche für „Bittere Nacht“ eine große Leseempfehlung aus.
Rezensionen von verhei:
Der Große Gary von Rob Perry
Feinfühlige, aber auch skurrile Geschichte über Mut, Ängste und Verlust
Benjamin ist, nachdem seine Großmutter im Krankenhaus liegt, eher auf sich allein gestellt. Zusätzlich zur Angst um seine Großmutter, macht ihm, die Angst vor Krankheiten und diverse andere Ängste sein Leben schwer. Als er einen toten Wal am Stand besucht, folgt ihm ein Windhund nach Hause. Ein Essenslieferant, Leonard, erkennt in diesem den „großen Garry“, einen bekannten Rennhund, der von dessen Besitzer schon gesucht wird.
Benjamin möchte den Hund schützen und flüchtet sich auf einen Roadtrip.
Insgesamt is es eine eher ungewöhnliche Geschichte.
Ich mochte außergewöhnlichen, unverwechselbaren Charaktere, mit all ihren Ecken und Kanten. Benjamin, der eigentlich Angst von fast allem hat, nimmt einen Hund in sein Leben auf, der damit nicht in seinen Wunsch nach einem keimarmen Leben passt und überwindet Ängste. Leonard, der Träumer von der großen Geschäftsidee, der doch eher nicht in Konventionen passt- hilft Benjamin und überkommt seine eigenen Probleme. Camille, Benjamins Chefin im Supermarkt, mit ihren doch eher überdrehten Wiedergeburtsideen und Kristallen.
Der Roadtrip nimmt schon etwas skurrile Züge an. Doch speziell zwischen Benjamin und Leonard gibt es eine starke Beziehung und doch auch sehr wertvolle Dialoge. Eine Mischung aus sehr viel trockenem Humor, Alltagsbanalitäten, philosophischen Betrachtungen und Albernheiten. Rob Perry schafft es die Spannung, ob ein Verrat passiert und man den Hund behalten darf, gut mit Humor zu balancieren.
Etwas abrupt und skurril kam dann für mich dann jedoch das letzte Drittel des Romans.
Der Roman ist eine schöne Coming-of-Age Geschichte. Insgesamt ein berührender Roman über Freundschaft, Verluste und dem Überwinden von Ängsten.











