Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sina:
Monstergott von Caroline Schmitt
Glaube und Identität
Mit „Monstergott“ hat Caroline Schmitt nach „Liebewesen“ ihren zweiten Roman veröffentlicht.
Da ich ihren Schreibstil und den ungeschönten Blick auf die Realität schon in ihrem ersten Roman mochte, wollte ich natürlich auch „Monstergott“ unbedingt lesen.
Im Zentrum der Geschichte stehen Esther und Ben, ein Geschwisterpaar, das tief in der Gemeinde einer christlichen Freikirche verwurzelt ist.
Der Glaube ist fester Bestandteil ihres Lebens und beeinflusst den Alltag aber auch große Entscheidungen der beiden Figuren.
Die Geschichte wird in wechselnder Perspektive aus der Sicht des Geschwisterpaars erzählt, wodurch besonders gut sichtbar wird, wie tief die Strukturen der Gemeinde in die Lebensrealität der Figuren greift. Esther stößt mit ihrem Wunsch nach Selbstverwirklichung innerhalb der Gemeinde beim Pastor schnell auf Widerstand, während Ben durch einen moralischen Konflikt zwischen der eigenen Identität und seinem Glauben in eine tiefe Verzweiflung gerät.
Schmitt macht mit ihrer Geschichte deutlich, wie der Glaube und das Aufwachsen in einer christlichen Gemeinde den Wunsch nach Zugehörigkeit erfüllen – jedoch zeitgleich den nach Selbstverwirklichung zerstören kann.
Ihr Schreibstil hat mir auch in diesem Roman wieder gut gefallen – klar, schnörkellos, stellenweise fast etwas ironisch. Mit den wechselnden Perspektiven macht sie ohne je anklagend zu sein auf die verschiedenen Missstände innerhalb des christlichen Glaubens aufmerksam.
Das Ende des Buches war für meinen Geschmack leider nicht glaubwürdig. Die Reaktionen der Eltern auf Bens Geheimnis waren für mich im Kontext nicht nachvollziehbar und mehr als unglaubwürdig. Über Jahrzehnte verinnerlichte Denkmuster können sich nicht von jetzt auf gleich in Luft auflösen und wenn überhaupt nur mit viel Selbstreflexion, Arbeit und Zeit gebrochen werden. Ich hätte auch ein längeres Buch in Kauf genommen, wenn das Ende dafür authentischer dargestellt worden wäre.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Mein Fußballheld Florian Wirtz - Seine Geschichte, seine Spiele, seine Rekorde von Florian Kinast; Jon Davis
Gelungenes Kinderbuch über Florian Wirtz
In dem Kinderbuch "Florian Wirtz - Seine Geschichte, seine Spiele, seine Rekorde" aus der neuen "Mein Fußballheld" - Reihe des Karibu Verlags hat Florian Kinast viele Fakten über den beliebten und sympathischen Ausnahmespieler, der bereits jetzt zu den besten Fußballern der Welt gehört, zusammengetragen.
Das Buch richtet sich an fußballbegeisterte Kinder ab etwa 7 Jahren, die kurzen Texte des Sportjournalisten Florian Kinast sind altersgerecht und gut verständlich, zahlreiche schwarz-weiße Illustrationen von Jon Davis ergänzen sie. Auf 120 Seiten erfahren kleine Fußballfans viel Wissenswertes über Florian Wirtz. Seine Anfänge hatte er bei Grün-Weiß Brauweiler und dem 1. FC Köln. Im Januar 2020 wechselte er den Verein, bei Bayer 04 Leverkusen begann sein kometenhafter Aufstieg. In der Saison 2023/2024 wurde die Mannschaft unter Xabi Alonso nicht nur Deutscher Fußballmeister, sondern auch DFB-Pokalsieger. Florian Wirtz wurde Spieler der Saison und ein Jahr später zum Fußballspieler des Jahres gewählt. Im Sommer 2025 verließ er Leverkusen und spielt seitdem für den FC Liverpool. In den Kader der deutschen Nationalmannschaft wurde er bereits 2021 berufen, seine Teilnahme bei der Weltmeisterschaft im nächsten Jahr wird als sehr wahrscheinlich angesehen.
Dem Autor ist es gelungen, den kleinen Lesern in kurzen Texten viel Wissen über Florian Wirtz zu vermitteln. Neben seiner Karriere als Fußballer geht es auch um den privaten Flo, der mit zweitem Vornamen Richard heißt, der Jüngste in seiner Großfamilie ist und 8 Halbgeschwister sowie eine Schwester hat. Die Familie ist eine "Draußen"- Familie, die immer in Bewegung und sportlich sehr aktiv ist. Erst spät gab es einen Fernseher, Flo hatte keine Playstation, und das erste Handy bekam er erst mit 12 Jahren. Das Buch hält darüber hinaus weitere Überraschungen bereit: eine Tabelle mit den jüngsten Torschützen der Bundesliga, Flos Kartoffel-Hitparade, eine Übersicht über die 10 teuersten Transfers, Saisonstatistiken, ein Flo-ABC u.v.m.
Ich habe das hochwertig und liebevoll gestaltete Buch gern gelesen, es ist kurzweilig und ein schönes Geschenk sowohl zum Vorlesen als auch für Erstleser zum eigenständigen Lesen. Es wird auch größere Kinder begeistern, die sich für Florian Wirtz' Leben und seine Karriere interessieren. Der einzige Wermutstropfen für mich ist, dass die Illustrationen schwarz-weiß sind, kräftige Farben hätten mir besser gefallen.
Leseempfehlung für fußballbegeisterte Jungen und Mädchen!
Rezensionen von Streiflicht:
Organisch von Giulia Enders
Richtig gut
Vom Vorgängerbuch "Darm mit Charme" habe ich nur Gutes gehört, es bisher aber noch nicht gelesen. Als ich gesehen habe, dass es nun ein neues Buch von Giulia Enders gibt, war ich natürlich total neugierig und habe es mir gekauft. Schon von den ersten Seiten an war ich voll drin und habe es begeistert gelesen.
Ich finde die Schreibstil nicht nur gut lesbar, sondern auch sehr unterhaltsam und anschaulich.
Ich interessiere mich sehr für Biologie und Medizin und würde auch sagen, dass ich mich da einigermaßen gut auskenne und dennoch hab ich schon auf den ersten Seiten sehr viel Neues gelernt. Besonders gut gefällt mir auch, wie die Autorin Dinge in Zusammenhänge bringt und so miteinander vernetzt. Das macht es einfach zu verstehen und auch zu merken. Eine richtig tolle Art zu denken und zu schreiben!
Dass die Schwester der Autorin die Illustrationen gemacht hat, finde ich eine schöne Ergänzung, das hat mir ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Zumal ich die Illustrationen sehr mag und ich finde, sie passen gut zu den Texten.
Insgesamt eine gelungene Mischung, die mir sehr gut gefallen hat. Gut, dass ich nun auch noch "Darm mit Charme" lesen kann. Darauf freue ich mich schon sehr!
Rezensionen von Johanna_WarriorCats (12 Jahre):
Organisch von Giulia Enders
Das beste Buch der ganzen Warrior Cats Reihe
Dieses Buch ist das beste der ganzen Warrior Cats Reihe. Es ist interessant, aber vorallem spannend. Es geht um den Großen Kampf gegen den Wald der Finsternis. Leider kommen ein paar tolle Katzen um, aber ich möchte nicht spoilern. Das Buch war so spannend- ich habe es zwischen den Schultagen in drei Tagen ausgelesen, was viel für mich ist.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Die Briefeschreiberin von Virginia Evans
Ich habe es geliebt
Die 73-jährige Sybil van Antwerp gibt eine ganz hervorragende Hauptfigur ab, die sich nicht scheut, ihre Meinung zu sagen. Sie hat einen nicht ganz umgänglichen Charakter, ist streitlustig und eigenbrötlerisch, vor allem aber klug, nachdenklich und sie schreibt so galant formuliert, dass ich selbst gern Briefe von ihr erhalten würde.
Deshalb habe ich den Briefroman sehr genossen, zumal ich eine Faible für diese Literaturform habe.
„Schreiben fiel mir leichter als Sprechen. Das ist bis heute so geblieben.“
Wie ein Puzzle setzt die Autorin Virginia Evans das Bild von Sybil und ihrem Leben zusammen. Dabei weckt sie nicht ganz unabsichtlich die eigene Lust zum Briefeschreiben, da Sybil schwärmerisch das geschriebene Wort huldigt und viele gute Gründe aufzählt, die ich selbst an der „ursprünglichsten Formen des gesitteten Austauschs“ schätze.
Ich bin vom Hörbuch (ganz großartig gesprochen von Beate Himmelstoß) auf das Buch umgestiegen, da ich besser damit zurecht kam, die Briefe vorzublättern, um zu sehen, wer sie verfasst hat, wenn sie nicht von Sybil stammten. Über drei Jahre Korrespondenz - und es ist erstaunlich, wie viel man den Briefen und Mails entnehmen kann und wie gut diese Erzählweise funktioniert, die ganz ohne Szenen, Dialoge oder Begegnungen auskommt. An einigen Stellen hat mich Virginia Evans auch neugierig gemacht und eine angenehme Spannung erzeugt. Wer ist der anonyme Schreiber mit dem Kürzel DM, der Sybil zunehmend ängstigt? Dann ist da noch die drohende Blindheit und der damit verbundene Verlust ihrer bevorzugten Kontaktpflege. Dieser Satz lässt ahnen, wie sie damit umgeht: „Ich werde wohl eingehen wie ein Fisch, den man aus dem Teich gezogen und auf dem Steg in der prallen Sonne vergessen hat.“ Dann hat mich noch neugierig gemacht, wem Sybil die besonders tiefgründigen und ehrlichen Zeilen schreibt, die sie dann nicht abschickt. Es erweckt den Eindruck eines Tagebuchs und es gibt es auch Geheimnisse in ihrem Leben. Ganz besonders mochte ich allerdings die vertrauensvollen Briefe an ihren Adoptivbruder, den sie sehr schätzt und dessen Antworten von Humor gezeichnet sind. Auch ihre Vorliebe, Autoren zu schreiben, fand ich vorzüglich, weil es ihre Leseleidenschaft aufnimmt und ihre klugen Leseeindrücke eine Freude sind. Die Korrespondenzen sind vielfältig und zeigen viele Facetten. Mir wurde jedenfalls nicht langweilig. Die Avancen des Nachbarn haben mich schmunzeln lassen und all das zeigt vermutlich schon, wie sehr ich «Die Briefeschreiberin» geliebt habe. Ein Jahreshighlight für mich, dem ich eine große Leserschaft wünsche, die ganz besondere Bücher mit Herz und Humor entdecken möchte.
Rezensionen von Nele33:
Die Bibliothek meines Großvaters von Masateru Konishi
guter Einstieg
"Die Bibliothek meines Großvaters" ist das Debüt des japanischen Autors Masateru Konishi und gleichzeitig der erste Teil einer Trilogie. Schon das Cover spricht mich sehr an.
Ich muss gestehen, mit Büchern aus Japan tue ich mich in Hinblick auf die Mentalität meistens etwas schwer. Bei dem hier gelesenen fiel es mir erstaunlicherweise relativ leicht, mich auf das Geschehen einzulassen.
Protagonisten sind Kaede, eine junge Lehrerin und ihr Großvater. Nachdem Kaede ein geheimnisvolles Buch mit rätselhaften Zeitungsberichten in die Hände fällt, denkt sie sofort an ihren dementen Großvater, der ein genialer Kopf war und trotz seiner Demenz immer noch ist. Gemeinsam versuchen sie, die Rätsel zu lösen. Dies lässt einiges an spannenden Elementen aufkommen, was mein Leseerlebnis um einiges gesteigert hat.
Der Autor Masateru Konishi hat einen angenehm ruhigen Schreibstil, der tief berühren kann. Er hat die Demenz seines eigenen Großvaters in dieser Geschichte perfekt eingebaut und für Menschen ohne Erfahrung im Demenz-Bereich mit Sicherheit auch sehr lehrreich.
Die japanische Mentalität mit ihrem großen Respekt und Zurückhaltung wird durch das Miteinander von Kaede und ihrem Großvater sehr authentisch beschrieben.
Mich hat "Die Bibliothek meines Großvaters" gut unterhalten und ich freue mich schon auf den zweiten Band.
Rezensionen von Nele33:
Mensch Junge von Helena Baum
Tabuthema
" Mensch Junge" der Autorin habe ich als Hörbuch, eingesprochen von Torsten Leiss gehört.
Die Thematik, der sich die Autorin annähert, ist eine tabuisierte in der Gesellschaft und dennoch findet sie hinter verschlossenen Türen statt.
Simon, 15 Jahre alt, steckt mitten in der Pubertät und denkt, er hat den Sommer seines Lebens vor sich.
Möchte er ihn doch genießen und in erster Linie seinen Schwarm Annika für sich erobern. Doch plötzlich kippt zu Hause die Stimmung, seine Eltern haben Eheprobleme, ein Streit jagt den nächsten, ansonsten sind sie mehr mit sich selber beschäftigt, als mit der Sorge und Fürsorge gegenüber ihren Kindern.
Simon gibt sein Bestes und wird von seiner 13-jährigen Schwester Paulina unterstützt. Doch Paulina ist auch bedürftig und sucht auch in der Nacht seine Nähe, um etwas Trost zu finden.
Die Autorin hat hier aus der Perspektive von Simon erzählt, was die ganze Geschichte sehr nahbar, erschütternd und gleichzeitig sehr berührend macht. Torsten Leiss als Erzähler hat es exzellent verstanden, die vorhandenen Emotionen perfekt zu transportieren.
"Mensch Junge", ein Hörbuch, welches lange nachhallt, mit äußerst stark dargestellten Protagonisten.
Rezensionen von Liselottchen:
All the Things I Desire about You von Amelia Cadan
Braves Mädchen trifft Bad Boy
Eloise stammt aus wohlhabendem Haus, ist Geigerin in einem Orchester und möchte auf eigenen Beinen stehen. Aus diesem Grund lebt sie in einer armseligen Wohnung in einer nicht gerade angesagten Gegend, weil sie sich mehr von ihrem Gehalt nicht leisten kann. Als sie überfallen wird, rettet sie Cam, der Mitglied einer Straßengang ist.
Cam hat eine Arbeit bei dem ehemaligen Kickboxer Landen gefunden, der sich für Ex-Sträflinge einsetzt und möchte gern aus der Gang austreten. Dafür spart er eisern – doch ist Seven, der Chef der Gang wirklich bereit, ihn ziehen zu lassen? Cam ist sofort fasziniert von Eloise, doch er weiß: Sollte er ihr näher kommen, hat Seven ein Druckmittel gegen ihn.
Da ich bereits den ersten Band kenne, war ich hier sofort in der Story drin. Mit Cam hat die Autorin hier einen wirklichen Bad Boy geschaffen, der sich prügelt und (früher) Drogen verkauft hat. Eloise ist einfach süß, gutgläubig, freundlich und ein wenig naiv – irgendwie ein toller Gegenpart. Genau das Mädchen, für das sich Cam ändern möchte.
Die Kapitel sind in Ich-Form abwechselnd aus der Sicht von Eloise und Cam geschrieben, der Sprachstil teilweise etwas derb (dem Bad Boy angepasst). Das Buch lässt sich flüssig lesen, da sieht man über ein paar unlogische Details – beispielsweise wird Cam mit einem Baseballschläger und Fußtritten verprügelt und ist zwei Tage später wieder komplett fit – hinweg. Das Ende ist herzerwärmend kitschig, doch es passt gut.
Es tauchen Personen aus dem ersten Band auf, jedoch kann man dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen.
Ein spannender Roman mit ausgeprägten Charakteren, der mich wunderbar unterhalten hat.
Rezensionen von Liselottchen:
Gespensterjäger auf eisiger Spur (Band 1) - Mit 8 neu illustrierten Farbseiten von Cornelia Funke
Fantasievolles Kinderbuch zum Vorlesen und Selbstlesen
Der kleine Tom ist genervt von seiner älteren Schwester Lola, die ihn nicht ernst nimmt und im Gegenteil keine Gelegenheit auslässt, sich über ihn lustig zu machen. Als er Orangensaft aus dem Keller holen soll, entdeckt er ein fürchterliches Gespenst, das eine glibberige Masse versprüht, auf der er kleben bleibt.
In Panik rennt er zurück in die Wohnung, doch weder seine Mutter noch Lola glauben an die Existenz des Geistes. Zusammen mit Lola geht er noch mal in den Keller, doch das Gespenst hat sich versteckt und seine Schwester sieht es nicht. Nur seine Oma will Tom helfen und schickt ihn zu ihrer Freundin Frau Kümmelsaft. Die hat ein Buch über Gespenster und gibt Tom nun Tipps, wie er das Gespenst vertreiben kann. Doch als er ihre Anweisungen befolgt, erlebt er eine Überraschung ...
Eine tolle Kindergeschichte mit Gruseleffekt über einem kleinen Helden, der seine Angst überwindet, von einer meisterhaften Autorin geschrieben. Die Sprache ist kindlich angepasst und meine Enkelin, die ungefähr in Toms Alter ist, habe richtiggehend mitgefiebert. Dabei sind die Gruseleffekte dezent gesetzt und arten nicht zu sehr aus. Cornelia Funke ist es gelungen, zahlreiche Themen wie Mut, Angstbewältigung und Geschwisterrivalität in die Story einzubauen, ohne belehrend rüberzukommen. Die Illustrationen passen hervorragen zur Geschichte. Absolute Leseempfehlung.
Rezensionen von clematis:
Elbnächte. Schatten über St. Pauli von Henrike Engel
Das Abenteuer nimmt seinen Lauf
Louises Bar in St. Pauli ist ein beliebter Treffpunkt für Frauen geworden, nichts Alltägliches in Hamburg im Jahre 1913. Auch bei Ella und Paul gibt es Fortschritte in Richtung Freiheit. Aber bald überschattet ein beunruhigendes Ereignis das Leben des zufällig zusammengekommenen Trios: Louises Ehemann ist dem Gefängnis entflohen und stellt eine beängstigende Gefahr dar.
Aus Verständnisgründen für die wunderbare Handlung sollte man „Lichter über St. Pauli“ vorweg gelesen haben, damit das Vergnügen mit den sympathischen Figuren auch wirklich in vollen Zügen zu genießen ist. Höchst unterschiedlich sind Louise, die reich verheiratet ist, allerdings mit einem Kriminellen, Ella, welche noch an ihrer schrecklichen Vergangenheit zu nagen hat und Paul, der seine Polizistenstelle aufgrund eines amputierten Armes aufgegeben hat. Kaum haben sich die drei neu eingerichtet in ihrer jeweiligen Lebenssituation, kommen auch schon weitere Herausforderungen und Abenteuer auf sie zu. Aus verschiedenen Blickwinkeln führt Henrike Engel durchs Geschehen, wodurch Abwechslung und Lebendigkeit gut zum Tragen kommen. Der eloquente Schreibstil ohne Schnörkel und Gefühlsduselei passt perfekt zu den Charakteren, die eine beachtliche Entwicklung zeigen, Einblicke in die Prothesenwerkstatt, verschwundene Waisenkinder und gesetzeswidrige Fotos sind nur Teile der spannenden Szenen, welche den Leser vom ersten bis zum letzten Kapitel fesseln.
Noch besser als der erste Teil der Dilogie hat mir dieser Band gefallen. Wer die Atmosphäre von 1913 im Hamburg, gespickt mit kriminalistischen Elementen und großartigen Figuren sucht, dem seien die beiden „Elbnächte“ ans Herz gelegt.










