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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Katja K.:

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Wohin du auch gehst von Christina Fonthes

Schonungslos und hoffnungsvoll zugleich – ein beeindruckendes Debüt

Dieses Buch hat mich tief berührt und beeindruckt. Die Autorin verwebt gleich mehrere gesellschaftlich und historisch relevante Themen, wie homophobe und rassistische Ausgrenzung, Unterdrückung von Frauen, Verlust-Traumata und kulturelle Zerrissenheit, zu einer spannenden und teilweise erschütternden Geschichte zweier Frauen unterschiedlicher Generation, die sich ähnlicher sind, als es zunächst den Anschein hat.

Anfangs empfand ich den Schreibstil als eher nüchtern und machte mich auf einen etwas langatmigen Roman gefasst. Das Gegenteil war der Fall. Ich wurde immer mehr in den Sog der Erzählung hineingezogen und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Protagonistinnen sind kongolesischer Abstammung und die Ereignisse des Romans erstrecken sich über zwei Generationen und zwei Kontinente. Beide Frauen, die ältere schweigsame Mira und die jüngere Bijoux, die mit ihrer queeren Identität kämpft, werden in ihrer Persönlichkeit behutsam ausgearbeitet. Die Erzählperspektive wechselt und während Bijoux das aktuelle Geschehen in London aus der Ich-Perspektive und in der Vergangenheitsform schildert, erleben wir bei Mira Rückblenden aus der Beobachterperspektive, die im Präsens erzählt werden und sich bis zur heutigen Zeit hinziehen. Die gesamte Geschichte ist sehr komplex und es erscheint mir unmöglich, alle behandelten Themen aufzuzählen, ohne zu spoilern. Fast beiläufig erfahren wir viel über die kongolesische Geschichte und Kultur, was ich unglaublich spannend fand. Beide Figuren müssen eine Reihe von traumatischen Situationen überstehen, bis sich ihre Erlebnisse zu einem Gesamtbild zusammenfügen und schließlich Hoffnung und Erlösung möglich scheinen. Mein Fazit: Keine leichte Kost, aber wer nicht davor zurückschreckt, sich auch mit schweren und bis heute gesellschaftlich relevanten Themen zu beschäftigen, der wird mit einer dicht erzählten, tiefgründigen Geschichte belohnt, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig Raum für Liebe und Hoffnung schafft.

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Wohin du auch gehst

Rezensionen von Tara:

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Weißes Licht von Eric Puchner

Fantastisch geschrieben

„Weißes Licht“ ist der zweite Roman des in Baltimore lebenden US-amerikanischen Schriftstellers und Kurzgeschichtenautors Eric Puchner.

Die Handlung beginnt im Sommer 2004 in Montana. Hier wollen Charlie und Cece - mehr als 1000 Meilen von ihrer Heimat entfernt - im Haus von Charlies Eltern heiraten.

Beide lieben diesen Ort und so wie er beschrieben wird, ist das voll und ganz nachvollziehbar.
Charlie ist schon seit dem College mit Garret befreundet. Ihr Leben hat sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt, aber nun soll Garret bei den Hochzeitsvorbereitungen helfen. Cece kennt ihn noch nicht und weiß auch nicht viel über den Freund ihres Mannes, lediglich dass er es bisher nicht leicht im Leben hatte. Als die beiden aufeinandertreffen, findet Cece ihn nicht auf Anhieb sympathisch, aber dennoch verlieben sich die beiden ineinander.

Nun könnte man meinen, dass diese Ereignisse schon mehr als einmal vorgekommen sind, aber was sich im Anschluss alles ereignet und wie Eric Puchner erzählt, macht das Buch besonders und absolut lesenswert.

Der Schreibstil des Autors ruhig und beschreibend, aber an keiner Stelle langwierig. Er erzählt vom Leben, von Liebe, Freundschaft, Treue, dem Älter werden und tragischen Lebensereignissen.

Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und es dauert eine Weile bis sich alles zusammengefügt. Durch die wirklich wunderschönen Landschaftsbeschreibungen von Montana hatte ich beim Lesen Bilder vor Augen und konnte mich gut in die Umgebung wegträumen.

Mich hat das Buch durchgehend gut unterhalten und der Schreibstil von Eric Puchner ist einzigartig – einzigartig schön, so dass ich gespannt auf weitere Bücher des Autors bin.

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Weißes Licht

Rezensionen von Claudia R.:

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Verlogen von Eva Björg Ægisdóttir

Pageturner

Klappentext / Inhalt:

In den schroffen Lavafeldern Islands wird eine Leiche gefunden. Ein vermeintlicher Selbstmord entpuppt sich als brutaler Mord und reißt alte Wunden in der kleinen Stadt Akranes wieder auf.

Eigentlich will Kommissarin Elma nach einem persönlichen Schicksalsschlag in ihrer Heimatstadt Akranes zur Ruhe kommen.

Doch als Spaziergänger in einem Lavafeld die Überreste einer Frau entdecken, die vor Monaten verschwunden ist, wird sie sofort in einen neuen, erschütternden Fall hineingezogen.

Was zunächst wie ein tragischer Suizid aussah, stellt sich schnell als ein sorgfältig vertuschtes Verbrechen heraus. Die Ermittlungen führen Elma tief in ein Netz aus Lügen, das weit in die Vergangenheit reicht. In der Abgeschiedenheit Islands, wo jeder jeden kennt, verbirgt sich hinter den Fassaden der kleinen Gemeinde ein Abgrund aus Neid, Wut und vergrabenen Familiengeheimnissen.

Während Elma die Puzzleteile zusammensetzt, stößt sie auf eine Mauer des Schweigens. Je näher sie der Wahrheit kommt, desto mehr gerät sie selbst in Gefahr. Denn der Mörder hat alles zu verlieren und ist bereit, erneut zu töten, um die verlogene Idylle aufrechtzuerhalten.

Eva Björg Ægisdóttir, die Meisterin des Island-Krimis, liefert mit »Verlogen« erneut Hochspannung vor der atemberaubenden und düsteren Kulisse Islands. Ein Muss für alle Fans von skandinavischen Krimis, voller psychologischer Tiefe und unerwarteter Wendungen, die bis zur letzten Seite fesseln.

Cover:

Die angedeuteten Häuser und Landschaft im Hintergrund ist stimmungsvoll erfasst und dabei zugleich auch einfach gehalten. Der Wiedererkennungseffekt zu den anderen Covern ist sehr gut erkennbar und diese von der Aufmachung sehr ähnlich gehalten.

Meinung:

Es handelt sich hierbei um den zweiten Band der Island-Krimi Reihe und mir sind die beiden Nachfolgebände bekannt. Band 2 hätte ich bisher noch nicht gelesen. Da die Fälle in sich geschlossen sind, kann man die Bücher aber auch gut unabhängig voneinander lesen. Die Charaktere sind mir also hier bereits bekannt, nur dass ich hier sogar ein Stück weit zurück gehen und daher war ich schon ein wenig gespannt.

Der Fall selber ist fesselnd und spannend umgesetzt und auch atmosphärisch sehr gut erfasst und Elma und ihr Team haben hier allerhand zu tun.

Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut lesen. Dieser wirkt durch die verschiedenen Handlungsstränge und Perspektiven sehr lebendig und lässt sich gut flüssig lesen. Die eine Perspektive handelt von einer jungen Frau, welche man nach der Geburt ihrer Tochter bei diesem Lebensweg begleitet, dies fast schon Tagebuchartig in der Ich-Perspektive verfasst. So findet man sich sehr gut in die Frau und ihre Gedanken, Handeln und Emotionen hinein. Die andere Perspektive sind die aktuellen Ermittlungen wobei man Elma und ihrem Team über die Schultern schaut und diese begleitet. Dies wird in der erzählenden Perspektive aus der dritten Person erzählt. Auch in das Private der Ermittler bekommt man einige Einblicke. Erst zum Ende hin treffen die beiden Handlungsstränge aufeinander.

Die Anfänge sind gut hervorgehoben und ersichtlich. Auch die jeweilige Kapitellänge ist gut und angenehm gewählt und ermöglicht so einen guten Lesefluss. Gliederung und Gestaltung sind gut umgesetzt. Die Charaktere haben ihre Stärken und Schwächen, was sie Zuglaich aber auch sehr sympathisch und authentisch wirken lässt. Die Ermittlungen sind toll und nachvollziehbar umgesetzt.

Es handelt sich hierbei um einen unblutigen, aber dennoch sehr fesselnden und spannenden Krimi, der emotionsreich und mitnehmend aufgebaut ist.

Fazit:

Anfangs beginnt es etwas ruhiger, entwickelt sich jedoch zu einem spannenderen Pageturner, der überzeugt und unterhält.

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Verlogen

Rezensionen von yellowdog:

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Wilder Honig von Caryl Lewis

Schwestern

Ein ruhiger, aber intensiver Roman, angesiedelt in Wales, der die Beziehung von drei Frauen zeigt. Hannah, deren Mann John gerade gestorben ist, ihre Schwester Sadie und die junge Megan. Megan ist die geheime Tochter Johns, von der die Schwestern erst nach seinem Tod erfahren.
Megan sucht sie auf, um sie kennen zu lernen und bleibt eine ganze Weile.

Es geht sehr um die Figurenkonstellation, wie sich diese drei sehr unterschiedlichen Frauen besser kennen- und verstehen lernen. Megan ist natürlich als Fremde in einer besonderen Situation und die Autorin versteht es, diese Lage gut und nachvollziehbar zu schildern.
Die walisische Umgebung sorgt für viel Atmosphäre.
Zwischen den Kapiteln gibt es Briefe von John, bei denen es hauptsächlich um Bienen geht. Er war leidenschaftlicher Imker. Und so prägen die Bienen auch das Leben der Frauen. Es ist ein sensibel geschriebenes Buch.

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Wilder Honig

Rezensionen von gabiliest:

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Rocky Winterfeld von Marie Hüttner

Alte Freunde, neue Freunde

Rocky ist elf Jahre alt. Er interessiert sich sehr für wissenschaftliche Zusammenhänge, besonders angetan hat es ihm das Weltall. Darum hängt in seinem Kasten ein Modell der Planeten und in diesem Kasten sitzt Rocky oft stundenlang. Manchmal gemeinsam mit Mutter Nancy, öfter mit seinem Freund Marek.

Aber Marek zieht nach Polen und Rocky fällt der Abschied sehr schwer.

Zur gleichen Zeit erhält Rocky geheimnisvolle Briefe. Als er die damit verbundenen Rätsel löst, darf er mit seinem Physikprojekt an einem wissenschaftlichen Wettbewerb teilnehmen. Und der ist in Polen. So macht sich Rocky mit drei weiteren Kindern und der Physiklehrerin Frau Popov in einem klapprigen Bus auf die Reise. Nach vielen Hindernissen und abenteuerlichen Ereignissen ist Rocky in Polen angekommen. Wird er seinen Freund Marek wiederfinden?

Marie Hüttner hat mit “Rocky Winterfeld- ziemlich neben der Spur” ein fröhliches Buch geschrieben, das sich gut und flüssig lesen lässt. Kurze Kapitel, größere Schrift und die gelungenen Illustrationen von Regina Kehn vervollständigen das Lesevergnügen. Das bunte Hardcover wirkt einladend, eigentlich würde man auch gerne selbst in den Bus steigen und sofort mitfahren. Das Buch wird ab zehn Jahren empfohlen.

Der Roman erzählt von einem besonderen Jungen, Rocky, der Menschen und laute Geräusche nicht so gerne mag. Wenn er in seinem Kasten sitzt, fühlt er sich geborgen. Rocky mag Döner, ist interessiert und wissbegierig, seine treffenden Kommentare zur Situation zeichnen das Buch aus und machen es sehr witzig. Auch seine Mitschüler haben ihre Eigenheiten: Kadir hat eine große Familie und rappt gerne, das soll allerdings niemand wissen; Leyla ist Umweltaktivistin und schreckt auch vor fragwürdigen Aktionen nicht zurück; Tess wirkt verschlossen und scheint sich in ihrem Pullover zu verstecken, doch hatte sie es bisher auch nicht leicht. Mit ihrer resoluten Lehrerin Frau Popov erreichen sie schließlich Polen, doch wird es mit dem Wettbewerb gut laufen?

Der Roman erzählt eine Geschichte vom Mut, über den eigenen Schatten zu springen und sich auch einmal etwas zuzutrauen. Doch nicht immer ist eine Freundschaft so beständig, wie Rocky sich das gerne wünschen würde. Allerdings: Wenn man offen auf Andere zugeht, ist es gar nicht so schwierig, neue Freunde zu finden. Auch wenn die Charaktere der Kinder manchmal schräg und eigenwillig scheinen, so sind sie doch alle liebenswert. So manche junge Lesende werden sich vielleicht ein bisschen wiedererkennen. Mir und meinen Mitleserinnen- zwei Mädchen im Alter von neun Jahren- hat das Buch sehr gut gefallen und wir empfehlen es gerne weiter.

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Rocky Winterfeld

Rezensionen von clematis:

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Die Sylt-Schwestern – Schicksalhafte Stunden von Sina Beerwald

Wie Ebbe und Flut

Westerland auf Sylt, 1931: So unterschiedlich wie Ebbe und Flut, aber dennoch ohne einander nicht vorstellbar, so sind die Schwestern Clara und Jella. Verstimmt hat Jella vor zehn Jahren ihrer Heimat Sylt den Rücken gekehrt, um nun an Mutters Sterbebett zurückzukommen. Während sie in Berlin als Tänzerin aufgetreten ist, hat die jüngere Clara den Bürgermeister geheiratet, im Familienrestaurant mitgearbeitet und schließlich die Mutter gepflegt.

Deren letzter Wunsch allerdings scheint unerfüllbar, sollen die Schwestern doch gemeinsam das Nobelrestaurant Strandperle weiterführen. Die eine möchte einen Nachtclub gründen, die andere ein Büchercafé einrichten – wer wird sich durchsetzen? Oder wirft die Weltwirtschaftskrise ohnehin alle Pläne über den Haufen?

Mit viel Liebe zum Detail und akribischen Feinheiten zur Geschichte Sylts geht es knapp hundert Jahre zurück in der Zeitrechnung. 1931, ein Sommer, von dem man sich viel verspricht, eine Weltwirtschaftskrise, deren Vorboten nicht von allen ernst genommen werden. Mittendrinnen begegnen wir Clara und Jella Jansen und deren schwerkranker Mutter Hedda. Alle drei haben höchst unterschiedliche Wünsche, den gemeinsamen Nenner findet man nicht einmal dann, wenn es um das Fest zum 50jährigen Jubiläum der Strandperle geht. Clara will etwas Traditionelles, Jella eine ausgelassene Party und Hedda fürchtet sowieso, den Tag gar nicht mehr zu erleben.

Malerische Bilder von Sylt umgeben die bestens charakterisierten Figuren dieses Romans. Clara entspricht voll und ganz dem Weltbild einer braven Ehefrau, die sich über einen Haushalt mit Toaster, Bügeleisen und elektrischem Gänserupfer (!) freut und kaum auf die Idee kommt, dass ihr Mann ihr nicht nur Materielles, sondern auch so etwas Abstraktes wie Liebe schenken könnte. Ganz anders denkt Jella, sie tanzt und feiert bis spät in die Nacht und möchte sich keinesfalls an einen Ehemann binden. Auf humorvolle Art und Weise bringt uns Sina Beerwald die beiden Schwestern näher, aber auch das engere familiäre Umfeld und den Jugendfreund Marius, der offenbar von beiden Damen entzückt ist. Viel zu schnell vergeht der aufregende Sommer auf Sylt und es bleiben noch Fragen offen.

Mit historischen Persönlichkeiten wie Hans Albers oder Marlene Dietrich auf Sylt, das hat schon was. Zudem hat mich die Geschichte der beiden Schwestern bestens unterhalten. Bald erscheint die Fortsetzung „Stürmische Tage“, auf die ich mich jetzt schon freue. Leseempfehlung.

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Die Sylt-Schwestern – Schicksalhafte Stunden

Rezensionen von Nele33:

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Die Farbe des Schattens von Susanne Tägder

vielschichtig

"Die Farbe des Schattens" ist der zweite Band um Hauptkommissar Arno Groth der Autorin Susanne Tägder. Arno wird in der Zeit der Wende in seine alte Heimat nach Mecklenburg-Vorpommern versetzt, um den Aufbau -Ost zu unterstützen. Die Kollegen sind allgemein von den Leuten aus dem Westen nicht sehr angetan und eine Zusammenarbeit scheint auf den ersten Blick sehr schwierig.

Als der elfjährige Matti verschwindet, erlebt Groth bei seinen Befragungen wenig Kooperation, die Menschen sind skeptisch und gleichzeitig bemängeln sie das späte Handeln der "neuen" Polizei. Als sie seine Leiche in einem verlassenen Wohnblock finden, erinnert einiges durch augenscheinliche Parallelen an einen alten Fall. Nun stellt sich die Frage, in welche Richtung ermitteln?

Wie auch im ersten Band spielt das Geschehen wieder im Osten der Republik zu einer Zeit in dem Umbruch und gleichzeitig Stillstand für die Menschen Osten stattfand. Besonders die Kinder und Jugendlichen waren mit der neuen Freiheit überfordert und suchten bei den falschen Gruppierungen halt.
Die Autorin hat mit Arno Groth einen schweigsamen und besonnen Kommissar erschaffen, der nicht unbedingt dem gängigen Klischee in Kriminalromanen entspricht. Aber genau das macht die Bücher für mich sehr spannend.

Die Recherche der Autorin bzgl. den Umständen in der ehemaligen DDR überzeugen mich und vermitteln mir beim Lesen einen guten Einblick in die damaligen Ereignisse.

Ein beeindruckender Fall. Von mir eine Leseempfehlung-ich freue mich schon jetzt auf den dritten Fall.

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Die Farbe des Schattens

Rezensionen von Sheilo:

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Wie heiratet man einen Marquis? von Julia Quinn

Ein erfrischender Regency Roman

Elizabeth Hotchkiss ist verzweifelt, denn ihre Eltern haben sie und ihre Geschwister mittellos zurück gelassen und sie sieht sich als älteste Schwester in der Pflicht, die Familie zu ernähren und zusammenzuhalten. Doch das wird immer schwieriger, da sie nur das Gehalt als Gesellschaftsdame von Lady Danbury hat und zudem viele finanzielle Verpflichtungen anstehen.

Elizabeth beschließt daher in ihrer Verzweiflung, einen vermögenden Mann heiraten zu müssen. Da kommt ihr der Ratgeber in der Bibliothek von Lady Danbury ganz recht, dessen Titel "Wie heiratet man einen Marquis?" lautet. Und dann ist da auch noch James, der sie mit Unterricht unterstützen möchte.

"Agenten der Krone – Wie heiratet man einen Marquis?" ist der neue, erfrischende Regency Roman von Julia Quinn. Statt einer typischen Ballsaison erwartet einen dabei eine wunderschöne Geschichte auf dem Landsitz von Lady Danbury. Der gewohnt flüssige Schreibstil der Autorin sorgt dafür, dass man nur so durch die Seiten fliegt.

Elizabeth ist eine loyale junge Frau, die schon in jungen Jahren eine schwere Last auf ihren Schultern trägt. Sie tut alles für ihre Familie und auch ihre Arbeitgeberin, Lady Danbury, ist eine Ersatzmutter für sie geworden.

James ist ein Marquis und hasst es, dass er immer nur auf seinen Titel und sein Vermögen reduziert wird. Umso befreiter ist er aufgrund der Tatsache, dass Elizabeth ihn für einen Verwalter ohne Vermögen hält und er sie somit auch die echte Elizabeth kennenlernt, ohne das diese sich im Beisein eines Adeligen entsprechend den Regeln gibt.

Neben dem Kennenlernen von James und Elisabeth gibt es außerdem noch einen Erpressungsfall, der aufgeklärt werden muss und Abwechslung ins Buch bringt. Nur wer könnte der Täter oder die Täterin sein?

Ich selbst habe die Geschichte von James und Elizabeth sehr genossen und ich liebe das Setting auf dem Landsitz sehr. Ich freue mich schon die Fortsetzung der Reihe, die sich um Caroline und Blake dreht, die wir als Nebencharakter bereits kennenlernen durften.

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Wie heiratet man einen Marquis?

Rezensionen von Anndlich:

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KUNO KLAPPER hat nicht alle Knochen beisammen von Tina Schilp

Oh Schreck, ein Knochen ist weg!

Kuno Klapper feiert morgen einen ganz besonderen Tag, denn er wird endlich 100 Jahre alt und zu seinem 100. Geburtstag darf nicht der kleinste Knochen fehlen. Frisch poliert freut sich Kuno auf seinen Ehrentag und muss feststellen, dass ihm seine linke Ferse fehlt, ausgerechnet an seinem Geburtstag. Kuno glaubt erst, dass seine Schusseligkeit mal wieder zugeschlagen hat, doch als auch seinem nervigen Cousin Jonas ein Finger fehlt, wird klar, dass den Skeletten die Knochen geklaut werden.

Gemeinsam mit dem Zombiemädchen Amy, der Höhlenhündin Klara und dem Schattenschurken Valentin machen sich die zwei auf die Suche nach ihren Knochen.

Kuno Klapper hat nicht alle Knochen beisammen von Tina Schilp ist ein Gruselabenteuer für Kinder ab 8 Jahren, das durch wunderschöne schwarz-weiß Zeichnungen der Illustratorin Vera Kiegeland unterstützt wird. Der Schreibstil ist durch kurze, prägnante Sätze perfekt für die Altersgruppe und garantiert ein gruseliges Abenteuer mit interessanten ‚Monstern‘. Besonders schön war die Entwicklung zwischen Jonas und Kuno, die sich generell nicht unbedingt mögen, aber durch den gemeinsamen Verlust zusammenwachsen und an einem Strang ziehen, um ihre Knochen wiederzufinden. Auch das Ende konnte mich überzeugen.

Uns fehlte nur etwas der angepriesene Humor, denn wir zwar an ein, zwei Stellen wahrgenommen haben, aber generell mehr erwartet hätte und eine Figur wurde uns zu negativ dargestellt bzw. die Reaktion der Umwelt auf sie.

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KUNO KLAPPER hat nicht alle Knochen beisammen

Rezensionen von Gaby 2707:

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Mehr Lametta für Oma von Regine Kölpin

Einfach wunderschön

Oma Feline Kramer, die mit ihren orangerot gefärbten Haaren und ihrer bunten Kleidung bei den Kindern im Dorf Tjarkswarf bei Horumersiel im Wangerland als verschrobene Hexe gilt, lebt seit Jahren allein achtern Diek in ihrer kleinen Kate. Nur für ihre Tiere, den Rehbock Martin, Fuchs Anton und Igel Fritz, der in einem kleinen Haus seinen Winterschlaf hält, fühlt sie sich noch verantwortlich und füttert die Tiere mit Hingabe.

Ihr einziger menschlicher Freund, der Postbote Hajo, der mit seinem weißen Rauschebart und seinem dicken Bauch aussieht wie der Weihnachtsmann persönlich, ist nach dem Tod seiner Frau und einem unsäglichen Streit mit seinem Sohn Maik ebenfalls allein. Durch Zufall beobachten die achtjährigen Zwillinge Jonte und Jelda de Vries Feline dabei, wie sie ihre Tiere füttert und sind ganz begeistert. Ganz langsam entwickelt sich bei den dreien eine außergewöhnliche Freundschaft. Als die Kinder erfahren, dass Feline sich nichts mehr wünscht als ein Weihnachtsfest „so wie früher“, schmieden sie einen Plan, der schnell Gestalt annimmt.

Schon das Cover mit Rehbock und Fuchs, auf dem man die kleinen Schneeflocken richtig spüren kann, hat mich sofort angesprochen.
Nach wenigen Seiten hat mich Autorin Regine Kölpin mit ihrem bildhaften und mitreißenden Erzählstil an die Nordseeküste mitten in den Dezember verfrachtet und mich nicht mehr losgelassen. Dazu trägt auch das Plattdeutsch bei, in das Hajo immer wieder mal verfällt, wenn er aufgeregt ist.
Ich liebe die Figuren, die sie hier so detailliert kreiert. Sie sind so liebenswert und mit ihren verschiedenen Schicksalen. Denn nicht nur Feline und Hajo haben ihr Päckchen zu tragen. Auch die Zwillinge vermissen ihren Papa, der auch dieses Weihnachten wieder auf einem großen Schiff weit weg auf einem der Meere verbringen wird. Aber wozu sind Probleme da – sie alle können doch gelöst werden – oder? Und mit diesen Lösungen beschäftigen sich die Zwillinge zusammen mit ihrer Mutter Julia und den Kindern aus dem Ort.
Da die Sicht auf die verschiedenen Dinge und Situationen immer aus dem Blickwinkel von Feline, Hajo, Jonte und Jelda und Julia beschrieben werden, bin ich noch näher an jedem Einzelnen dran. Ich lausche nicht nur ihren Gesprächen, sondern bin auch in ihren Gedanken dabei, was mich ihnen noch näher sein lässt.
Ernste Themen werden hier gekonnt aufgearbeitet ohne die winterliche, schon weihnachtliche Stimmung zu zerstören.

Ein warmherziger Wohlfühlroman mit Menschen, die man einfach gern haben muss und einer tierischen Kulisse, die mich tief berührt hat. Ein weihnachtlicher Roman, den ich auch im September sehr gerne gelesen habe und der mich bestens unterhalten hat.

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Mehr Lametta für Oma