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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von La Calavera Catrina:

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Das Buch der verlorenen Stunden von Hayley Gelfuso

Spannender Fantasy-Agententhriller

Die folgenschwere Reichsprogromnacht lenkt das zukünftige Schicksal der noch 11-jährigen Lisavet aus Nürnberg in einen mystischen Zeitraum und ermöglicht eine elf Jahre spätere Begegnung mit dem CIA-Agenten und Zeithüter Ernest. Ein hochaktueller Roman, indem Erinnerungen Macht bedeuten und ihre Kontrolle die Wahrheit beeinflusst.

Es ist die Magie einer riesengroßen Bibliothek, die als Bewahrer menschlicher Erinnerung dient, mit der mich Hayley Gelfuso am meisten begeistern konnte. Lisavets Flucht und Bestehen in diesem mystischen Zeitraum hat eine ganz besondere Faszination und Beklemmung gehabt, die mich selbst Zeit und Raum vergessen ließ, während ich eintauchte. Diese eindrucksvolle Einstieg fesselte und berührte mich. Dazu ein poetischer Schreibstil, der mit sanfter Niedergeschlagenheit eine philosophische Tiefe bewirkt.

Die Entwicklung von Lisavet wird mit einer emotionalen Distanz geschrieben, die ich authentisch fand. Ein Kind, das so aufwächst und erst später die Welt sieht, die sie verlassen hat, ist von dieser Entfremdung geprägt. Hayley Gelfuso mischt die Genre und erschafft zunehmend etwas, was den anfänglichen Zauber vermissen lässt. Bezüglich Lisavet hat mich die Geschichte schließlich verloren, als ihre Entscheidungen nicht mehr nachvollziehbar waren und diese Unstimmigkeit in ihrer Charakterdarstellung zu Widersprüchen führte. Das fand ich schade, aber das ist ein der wenigen Dinge, die mir nicht gefallen haben.
Die Erzählweise ist komplex gestaltet und erstreckt sich über verschiedenen Zeitebenen und Handlungsstränge. Das macht es zu einem anspruchsvollen Leseerlebnis, bei dem sich besonders das Ende lohnt.

Es ist ein Fantasyroman und historischer Agententhriller, der durchaus verstrickt und melancholisch ist, indem sich allerdings auch eine Liebesgeschichte entfaltet und politische Akzente gesetzt werden. Eine faszinierende Mischung mit aktuellen Bezügen, die mahnend nachwirken. Lesenswert, aber nichts für zwischendurch.

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Das Buch der verlorenen Stunden

Rezensionen von La Calavera Catrina:

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Ich bin der beste Freund des Menschen von Christian Schnalke

Für alle, die Bücher lieben

„Ein Notfall! Ist zufällig ein Lyrikband anwesend?!“

Ich glaube, jeder der Bücher liest, versteht die humoristischen Cartoons, die Christian Schalke in diesem Buch vereint. Hundert Witzbildchen erzählen ganze Geschichten über Bücher die Zufluchtsorte bieten, in denen Welten auf einen warten und Bücher, die zum Leben erwachen und sich in der Komik des Genrealltags wiederfinden.

Der Humor und Einfallsreichtum ist klasse, weil es als kurzweilige Unterhaltung mit popkulturellen Referenzen funktioniert und man sich dabei in den Buchclub begibt, wo es warm und behaglich zugeht, oder auch weil die Cartoons sagen: „Denk mal drüber nach!“. Bei manchen fühlte ich mich ertappt, beispielsweise musste ich beim „Kritiker" oder „Casanova“ sehr lachen, und manche hätte ich mir am liebsten als „Dreamteam“ an die Wand gehängt. Viele sind zum Schmunzeln, manche ganz besonders schön, weil sie den Zauber von Büchern einfangen und auf mehreren Ebenen zünden.
Die farbigen Cartoons sind dabei auf das Nötigste reduziert, ja beinahe einfach scheinen sie und sind deswegen so treffsicher und genial. Könnten sie doch auch zu spannenden Interpretations-Gesprächen einladen oder stilvoll die Buchläden schmücken.

Das handliche Format als Hardcover wirkt sehr hochwertig und mit dem roten Lesebändchen hat es etwas Liebreizendes an sich, weshalb ich es jemandem schenken würde, für den ein Leben ohne Bücher auch sinnlos wäre. Mich konnte dieses humorvolle Buchgeschenk sehr erfreuen.
Ich würde es allen empfehlen, die Bücher lieben und gerne über die Eigenheiten schmunzeln, die diese Leidenschaft mit sich bringt.

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Ich bin der beste Freund des Menschen

Rezensionen von _Le4_:

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Spookily Yours von Jennifer Chipman

Schlecht geschrieben

Als Willow eine schwarze Katze findet, denkt sie, dass sie endlich wieder ein Seelentier gefunden hat. Sie fühlt eine besondere Verbindung zu ihm. Doch als statt der Katze ein attraktiver Dämon vor ihr steht, ist sie definitiv baff. Damion beschließt noch einen Monat bei ihr zu bleiben, doch bei heißer Schokolade und Kürbis schnitzen kommen die beiden sich immer näher.

Dieses Buch hat nicht so wirklich einen Plot, was grundsätzlich gar nicht so schlimm ist, weil ich einfach auf ein Buch mit einer schönen herbstlichen Stimmung gehofft hatte. Anfangs dachte ich, ich hätte das auch gefunden. Leider wird das Buch dann furchtbar.
Es ist wie eine Fanfiction geschrieben und das meine ich im schlechtesten Sinne. Es wird plötzlich super sexuell und sie haben ständig unpassenderweise Sex. Sie finden sich toll, reden aber gar nicht wirklich miteinander. Es gibt keinen richtigen Konflikt. Immer wenn etwas (scheinbar) Furchtbares passiert, klärt es sich innerhalb der nächsten Seiten. Wenn er ihr Vertrauen missbraucht, interessiert sie das gar nicht, sie kuschelt halt einfach trotzdem. Beide Hauptcharaktere sind eifersüchtig und seltsam drauf, aber bei Damion ist es schlimmer. Er ist einfach total eifersüchtig ohne Grund und super besitzergreifend.

Der einzige Grund, dass das Buch von mir überhaupt einen zweiten Stern bekommt, ist, dass mir der Anfang relativ gut gefallen hat. Ich kann es jedoch absolut nicht empfehlen.

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Spookily Yours

Rezensionen von mo.ni.books:

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Zeitreise mit den Nepomuks - Zu den Rittern und Minnesängern ins Mittelalter von Heidi Troi

Tolle Fortsetzung!

In Band fünf reisen die Nepomuk Kinder ins Mittelalter und erleben dort allerhand Kurioses.
Sie lernen Friedl kennen, den Freund ihres Opa's und erleben das ein und andere Abenteuer. Chris muss besonders aufpassen auf sich, denn er ähnelt seinem Opa und der ist oft in Ärger verwickelt gewesen. Chris, Theresia, Maria und Nikolas treffen auf Minnesänger und Ritter und erleben die Geschichte hautnah.

Die Autorin vermittelt in ihrem Buch viel Wissen über Ritter und Minnesänger. Fakten über das Mittelalter zu sammeln macht in diesem Kinderbuch Spaß, denn sie werden nebenbei erwähnt und das Abenteuer, welches die Kinder erleben, bleibt im Vordergrund.

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Zeitreise mit den Nepomuks - Zu den Rittern und Minnesängern ins Mittelalter

Rezensionen von La Calavera Catrina:

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Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel von Skye McKenna

Magischer Hexenauftakt für Kinder ab 10 Jahren

Es geht um die 12- jährige Cassandra Morgan, genannt Cassie, für die Bücher ein Zufluchtsort sind. Vor sieben Jahren versprach ihre Mutter, wiederzukommen und sie aus Fowell House abzuholen. Seit dem wartet Cassie an diesem für sie einsamen Ort, ahnungslos, dass sie eine Tante und einen Onkel hat, die Magie beherrschen.

Bisher hat sie davon nur in ihren Büchern gelesen. Das letzte Andenken an ihre Mutter ist ein goldener Schlüssel, der Cassie hilft, ihrer Bestimmung als Hexe zu folgen und der Mission, ihre Mutter zu finden.

«Cassandra Morgan - Der goldene Schlüssel» hat alles, was ein guter Fantasy-Auftakt für Kinder braucht: eine einsame und mutige Heldin, die ohne Vorwissen in eine magische Welt eintaucht und dort Familie und Freunde findet. Erst durch das Bestehen von Prüfungen kann sie zu einer Hexe werden, die einen magischen Begleiter erhält. Allerdings bedrohen finstere Mächte den Frieden. Das verspricht Spannung, Geheimnisse, magische Abenteuer, Freundschaft und Hexenpower. Auch wenn die Charakterverteilung und die Fantasyelemente ganz klassisch sind, war es einfach wunderbar, in diese Geschichte einzutauchen. Und es wird besonders für Kinder toll sein, die diese Muster noch nicht gewöhnt sind.

Ich wollte wissen, was mit den verschwundenen Kindern passiert und warum Rose Morgan ihre Tochter nicht aus Fowell House abgeholt hat und niemand in der Familie von Cassie wusste. Dann verschwinden in ganz London Kinder und das Rätsel betrifft schließlich auch Cassie. Außerdem umgibt den geheimen Schlüssel von Cassies Mutter ein Mysterium, das zunehmend an Bedeutung gewinnt. Was ich aber besonders mochte, waren die stimmigen Details, weshalb man sich beim Lesen wohlfühlt. Mrs Briggs ist die Haushälterin von Cassies Tante Miranda. Tüchtig und liebenswert ist sie stets um das leibliche Wohl ihrer Gäste besorgt. Ihre liebenswerte Art birgt cozy Momente, genau wie Rue Whitby, die zu Cassies besten Freundin wird. Ihre Dynamik mochte ich sehr, weil sie sich gegenseitig helfen und Cassie richtig darin aufblüht, sich zugehörig zu fühlen. Der Kater Montague ist die Stimme der Vernunft und hat immer ein waches Auge auf Cassie. Auch wenn Tante Miranda als Haghexe drei wichtige Regeln für Cassis aufgellt hat, liebe ich es, dass sie sich nicht daran hält und in den Hag geht, denn der übt eine gefährliche Faszination aus und ich mochte diese Abenteuer ganz besonders. Die Hag-Begegnung zwischen Cassie und Ambrose war mein Highlight.

Die Autorin Skye McKenna lässt sich immer etwas Neues einfallen. Es wird nie langweilig. Ihre Kreativität ist großartig, weil sie eine Sogkraft und Detailliebe entwickelt, die viel Spaß macht. Ihr Schreibstil ist bildhaft und erzeugt eine Atmosphäre, die zum Träumen nach Hagley einlädt. Dadurch hat es mich auch nicht gestört, dass Cassies Gedanken- und Gefühlswelt nur oberflächlich bleibt. Das letzte Kapitel war für mich der perfekte Abschluss und ich freue mich auf den zweiten Band, der im März 2026 erscheint.

Fazit: Fantasyauftakt für Kinder ab 10 Jahren über Hexen, fantastische Wesen und einen magischen Ort namens Hagley. Dazu eine außergewöhnlich schöne Buchgestaltung inkl. Blickfang-Cover mit passendem Farbschnitt und Verzierungen auf jeder Buchseite. Ein besonderes Lesehighlight für alle, die Lust haben in eine fantastische Hexenreihe zu starten.

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Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel

Rezensionen von brauneye29:

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Body Number One von Helen Fields

Extrem spannend

Zum Inhalt:
In Edinburgh geschehen in kürzester Zeit mehrere brutale Morde. Es gibt weder Tatwaffen, Spuren, Zeugen oder eine ähnlich Vorgehensweise. Dennoch vermutet die Profilerin Conny und das Team um Lively dass es ein Serienmörder sein muss. Livelys Freundin Beth, die in der Unfallchirurgie arbeitet, versucht mit dem Tod ihrer Tochter klarzukommen, die einem anonymen Stalker hatte.

Und scheinbar hat er es jetzt auf die Chirurgin abgesehen.
Meine Meinung:
Die Autorin ist schon eine Hausnummer was Thriller und auch Twists angeht. Auch hier ist ihr wieder ein sehr spannendes Buch bzw.. Hörbuch gelungen, dass mit einer Story aufwartet, die sehr spannend ist und einem mehr als einmal kalte Schauer über den Rücken jagt. Dazu noch eine Entwicklung, die man so überhaupt nicht kommen sieht, was die Auflösung betrifft. Klasse gemacht. Ich habe das Hörbuch förmlich inhaliert und habe mich gut unterhalten gefühlt.
Extrem spannend

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Body Number One

Rezensionen von brauneye29:

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Before I met Supergirl von Rea Garvey

Wirkt sehr authentisch und sympathisch

Zum Inhalt:
Im Grunde braucht man dazu nicht so viel schreiben, denn es ist eine Art Biografie des Künstlers.
Meine Meinung:
Ich mag Rea Garvey als Künstler sehr gerne und das nicht nur was seine Musik angeht, sondern auch sein Auftreten z. B. in Fernsehsendungen. Er wirkt dort so authentisch und sympathisch.

Aber wie er zu dem wurde, der er jetzt ist, weiß man im Grunde nicht wirklich viel, aber ich finde es immer spannend mehr über Menschen zu erfahren. Und genau das macht der Autor hier. Er berichtet über sein doch recht bewegtes Leben, seine Schwierigkeiten, den Ärger, den er seinen Eltern gemacht hat und wie seine künstlerische Entwicklung war. Ich hatte die Hörbuchversion, bei der der Autor das Vor- und Nachwort gesprochen hat und der geniale Simon Jäger den Hauptteil. Mir hat die Version sehr gut fallen und würde das Hörbuch uneingeschränkt empfehlen.
Fazit:
Wirkt sehr authentisch und sympathisch

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Before I met Supergirl

Rezensionen von Anilam:

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Schattenspiel von Ellen Gerretzen

Vielschichtig und fesselnd

Schattenspiel hat mich mit seiner dichten, leicht düsteren Atmosphäre sofort abgeholt. Schon nach den ersten Seiten merkt man, dass man hier ein tolles Buch mit viel Spannung und psychologischer Tiefe liest. Außerdem spielt die Story in einem Wechsel zwischen Spanien und Berlin, was zwei so unterschiedliche Orte sind, die der ganzen Geschichte noch einen eigenen Charakter geben.

Wolfgang, der ehemalige Kommissar im „Ruhestand“, ist ein unglaublich authentischer Protagonist. Kein richtiger Held, sondern jemand mit Vergangenheit, Fehlern und Zweifeln, die immer wieder an die Oberfläche drängen. Genau das hat ihn für mich so greifbar gemacht. Auch die Nebenfiguren wirken realistisch – manche sympathisch, manche irritierend, einige bewusst schwer zu lesen, was perfekt zum Grundton der Geschichte passt.

Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen: ruhig, klar und trotzdem voller Spannung. Einige Szenen sind fast schon poetisch beschrieben, ohne an Intensität zu verlieren. Und auch wenn das Tempo nicht durchgehend hoch ist, entsteht eine unterschwellige Spannung, die einen Seite für Seite weiterzieht.

Besonders beeindruckt hat mich, wie die Autorin Themen wie Erinnerung, Schuld und Vergänglichkeit einwebt. Der Kriminalfall ist spannend, aber es steckt noch so viel mehr dahinter.

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Schattenspiel

Rezensionen von brauneye29:

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Der Tag, an dem Barbara starb von Richard Hooton

Sehr schön

Zum Inhalt:
Margret, mittlerweile 89 Jahre alt, noch relativ fit, ihr Gedächtnis lässt in letzter Zeit aber merklich nach. Als in der Nachbarschaft ein Mord passiert und die Polizei augenscheinlich nicht voran kommt, nimmt sie das zusammen mit Enkel James eigene Ermittlungen auf, denn sie weiß, dass die ermordete Barbara ihr kurz vor dem Tod etwas wichtiges mitgeteilt, nur kann sie nicht daran erinnern.

Meine Meinung:
Mal von der Cosy-Crime abgesehen, die mir auch sehr gut gefallen hat, hat mich total berührt, dass die Hauptprotagonistin mit Alzheimer zu tun hat. Zwar weiß keiner, wie sich Alzheimer anfühlt, aber die Art und Weise wie es hier beschrieben wird, ist so vorstellbar und könnte genauso sein. Man merkt, dass was nicht stimmt, aber will es auch nicht so richtig wahrhaben. Das hat mich sehr berührt. Aber auch der Krimi an sich ist sehr lesenswert.
Fazit:
Sehr schön

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Der Tag, an dem Barbara starb

Rezensionen von Frechdachs:

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Das Buch der verlorenen Stunden von Hayley Gelfuso

Alles, was bleibt, sind die Erinnerungen

Das Romandebüt von Hayley Gelfuso hatte mich persönlich bereits bei den Introsequenzen komplett abgeholt und gefangen genommen.

Man taucht dort sofort mit der Protagonistin Lisavet in Deutschlands dunkelste Stunde ein und erlebt die Reichspogromnacht sehr eindrücklich mit. Dies setzt in gewisser Art und Weise auch den Rahmen des Buches.

Genau deshalb wandelt Gelfusos Roman zwischen verschiedensten Genres, die nicht eineindeutig ausschließlich dem Fantasyfach zugeschrieben werden können. Der Genremix machte das Buch für mich auf alle Fälle spannend zu lesen, auch wenn ich persönlich ganz gerne weniger von der Liebesgeschichte gehabt hätte.

Das A und O für mich sind nachvollziehbare Charaktere, die mich einnehmen. Hier traf Gelfuso dann direkt ins Schwarze. Ich konnte mich sehr schnell mit den Handelnden identifizieren und sie boten auch genügend Ecken und Kanten, um sich auch an ihnen reiben zu können.

Die unterschiedlichen Erzählstränge in unterschiedlichen Zeiten werden stringent voran getrieben. Mitunter war ich da leider ziemlich schnell auf der richtigen Fährte und hätte mir persönlich noch etwas mehr Spannung bzw. Mistery gewünscht.

Trotz des Zeitreisethemas und des Fantasycharakters wirkte der Roman auf allen Ebenen sehr eindrücklich. Reflektiert man das Gelesene, so bekommt der Inhalt auf einmal noch viel mehr Tiefe und verbindet sich mit unserer realen aktuellen Weltsituation. Die angesprochenen Themen wirken dabei hochaktuell und vor allem sehr brisant und wirken dabei auch auf unsere individuellen Erinnerungen ein.

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Das Buch der verlorenen Stunden