Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Simone T:
Tyrolia Kalender 2026 von Stefan Herbke
Hütten und Wandersehnsucht
Stimmungsvolle und harmonisch gestaltete Aufnahmen aus der alpinen Welt der Berghütten im schlanken Hochformat. Es handelt sich um einen hochwertiger Wandkalender mit Spiralbindung. Jedem Monat ist ein Kalenderblatt gewidmet.
Alpiner Charme und ein Genuss fürs Auge: Die Bildkompositionen dieses Kalenders "erzählen" kleine und große Geschichten von gemütlichen Hütten in den Alpen mit Angaben über Höhenmeter, Erreichbarkeit, Öffnungszeiten, z.
T. aich Kontaktangaben und Ausblick und schaffen eine Atmosphäre, die wandernde Herzen höher schlagen lässt. Es ist nicht nur Hüttenzauber oder die gegend, die echtes Alpenfeeling hervorrufen – es ist die Summe der kleinen Details, die einen in diese besondere Bergstimmung versetzt. Zusätzlich beinhaltet der Kalender Angaben über die Mondphasen und jeden Tag, durch welches Sternzeichen der Tag wandert.
Eine wunderbare Geschenkidee für Alpen- und Berg-Fans, Naturverbundene, Wander:innen und Outdoor-Begeisterte sowie Hütten-Bewunder:innen.
Rezensionen von ReiShimura:
Der Laden in der Mondlichtgasse von Hiyoko Kurisu
Wenn Süßigkeiten die Seele berühren
Endlich wieder einmal ein richtig schöner, einfühlsamer und träumerischer asiatischer Wohlfühlroman. Autorin Hiyoko Kurisu hat meiner Meinung nach hier alles richtig gemacht und Liebhaber von Romanen wie "Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen", "Das kleine Café der zweiten Chancen" oder "Kleine Wunder in der Mitternachtskonditorei" werden hier auf ihre Kosten kommen.
Besonders freut mich, dass es bereits einen Folgeroman gibt, auch wenn dieser leider noch nicht in der deutschen Übersetzung vorliegt.
Normalerweise halte ich mich bei meinen Rezensionen nicht lange mit der Optik und Haptik von Büchern auf. Dies liegt daran, dass ich vermehrt E-Books lese, bei denen beide Punkte nicht so relevant sind. In diesem Fall muss ich aber eine Ausnahme machen und dem Droemer Knaur Verlag wirklich zu der Aufmachung des Buches gratulieren. Denn auch optisch und haptisch ist dieses Buch ein kleines Highlight. Das dunkelblaue Cover mit den goldenen Elementen passt perfekt zu Titel und Inhalt des Buches und stimmt einen beim Betrachten bereits auf den Inhalt ein. Zusätzlich wurde beim Cover auch noch mit einem Prägeverfahren gearbeitet und einige der Elemente sind spürbar erhöht.
Da das Äußere des Buches mich bereits restlos überzeugt hatte, war ich umso gespannter, ob Kurisu-san mich auch inhaltlich begeistern wird können. Zu meiner großen Freude kann ich diese Frage mit einem lauten Ja beantworten.
Das Buch ist in sechs Kapitel bzw. Episoden eingeteilt. Jede Geschichte ist in einem gewissen Maße in sich abgeschlossen und trotzdem gibt es den berühmten roten Faden, der sich durch das gesamte Buch zieht und alles miteinander verbindet. Wie so häufig gibt es Kapitel, die einem mehr zusagen als andere. Wobei es in diesem Fall so ist, dass mir alle Geschichten gefallen haben, ich mich aber mit der einen oder anderen besser identifizieren konnte, da sie näher an meinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen ist.
Der Erzählstil der Autorin ist poetisch, ein klein wenig mystisch und mythisch. Das ganze Buch wirkt wie ein Märchen oder eine Fabel und dies ist sicher nicht durch Zufall passiert. Kurisu-san vermischt sehr gekonnt alltägliche Dinge und Probleme mit Fabelwesen und einer Prise Magie. Wie bereits erwähnt handelt es sich um einen Wohlfühlroman, der aber nicht nur darauf abzielt dem Leser oder der Leserin ein gutes Gefühl zu geben. Viel mehr lädt das Buch ein tief ins Innere zu blicken, in das der Protagonisten, aber vor allem auch in das eigene. Es geht um Wünsche und Träume, um Unsicherheiten und Selbstzweifel. In gewisser Weise handelt es sich hierbei auch um einen Selbsthilferoman. Das Thema Selbsthilfe wird jedoch nicht so plump angegangen, wie es in anderen Büchern oft der Fall ist. Hier sind es die leisen Zwischentöne, die uns aufrütteln und uns erkennen lassen, wie wir selbst unser Leben beeinflussen können. Oft braucht es nur einen kleinen Anstoß von außen, wie eben die magischen Süßigkeiten von Kogetsu, damit wir unser Leben ändern oder erkennen, dass wir eigentlich sowieso alles haben, was wir uns wünschen. Es oft aber aufgrund unserer Selbstzweifel nicht sehen oder zulassen können.
Mich hat dieses Buch sehr beeindruckt und fasziniert und ich wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Die gut 200 Seiten sind nur so an mir vorbeigeflogen. Wobei ich mir sicher bin, dass dies einer der Bücher ist, die ich bestimmt noch einmal lesen werde.
Ich kann und möchte dieses Buch wirklich von ganzem Herzen weiterempfehlen und hoffe, dass es bald eine deutsche Übersetzung für die Fortsetzung geben wird. Denn ich kann es gar nicht erwarten wieder in die Zwischenwelt der Mondlichtgasse eintauchen zu dürfen.
Rezensionen von Schlafmurmel:
Bittere Nacht von Nikolas Kuhl; Stefan Sandrock
Düster, fesselnd und voller Überraschungen
Beim Stand-up-Paddeln in Hamburg eine Leiche zu entdecken, noch dazu früh am Morgen, sorgt für Gänsehaut. Die Ermittler Lux und Juha übernehmen den Fall – und schon bald zeigt sich, dass dies nur der Anfang ist. In der Wohnung des Verstorbenen finden sie ein schockierendes Video, das den Geschäftspartner des Toten zeigt, gefesselt in einer Sauna, während er um sein Leben ringt.
Die Ermittlungen führen die beiden zu einem alten Freundeskreis, der seit Studienzeiten verbunden ist. Doch die Freunde schweigen eisern und geben nichts preis. Juha ist überzeugt: Der Täter muss hier zu finden sein. Parallel dazu wird auch das Privatleben der Ermittler geschickt in die Handlung eingewoben, mit Rückblicken in die Vergangenheit, die zusätzliche Tiefe verleihen. Für Lux wird der Fall schließlich sogar persönlich gefährlich.
Die Spannung steigt stetig an und bleibt bis zur letzten Seite auf höchstem Niveau. Was anfangs wie ein Zufall wirkt, entpuppt sich als eiskalte Berechnung. Das Ende hat mich vollkommen überrascht – trotz Miträtseln lag ich daneben. Ein Thriller, der zeigt, dass die Vergangenheit uns immer wieder einholt.
Von mir gibt es eine eindeutige Leseempfehlung!
Rezensionen von Bibibabby:
Die unendliche Klassenfahrt - Spuk auf Burg Hammelstein von Michael Petrowitz
Spannende Geschichte, moralisch fragwürdig
Ich hatte hohe Erwartungen an dieses Buch und bin ehrlich gesagt ein bisschen enttäuscht.
Zuerst das Gute: Wunderschönes Cover mit Glitzerfolie und tolle Aufmachung. Es gibt viele bunte Bilder und die Geschichte ist ziemlich actionreich.
Das nicht so Gute:
Es gibt mehrere Aspekte in der Geschichte, die ich für das Zielalter (ab 8) fragwürdig finde.
1. Direkt vor der Abfahrt bekommt ein Kind von seinem Vater ein Handy, obwohl Handys verboten sind. Oday, der Vater macht sich Sorgen, aber die ganze Dynamik zwischen ihm und dem Lehrer finde ich problematisch, und ein Kind gegen seinen Lehrer zu instrumentalisieren halte ich in einem Kinderbuch für völlig unpassend.
2. Auf einem Markt "kauft" ein Kind 20 Ketten für einen in goldene Folie verpackten Müsliriegel, weil die Verkäuferin denkt, dass sie ein Stück echtes Gold bekommt. "Ein echtes Schnäppchen!" sagt ein anderes Kind. Etwas später bezichtigt die Verkäuferin die Kinder, sie betrogen zu haben, woraufhin das Kindes entgegnet "ich habe nie gesagt, dass es echtes Gold war". Als Strafe wird allerdings der Lehrer festgenommen, während die Verkäuferin keinerlei Wiedergutmachung erhält. Ich habe mit meinem Kind lange darüber sprechen müssen, weil er nicht verstanden hatte, dass ein solches Verhalten falsch ist. Dieser Handlungsstrang ist zudem vüllig unnötig für die Geschichte und hinterlässt nur ein schlechtes Nachgeschmack. Auch die Verhaftung des Lehrers finde ich problematisch: Tut ein Kind was Falsches, wird ein Erwachsene dafür bestraft.
3. Der Lehrer wird von seinen eigenen Schülern (die als Wächter "arbeiten") festgenommen, mit einem "Tut uns Leid, ist halt unser Job." Als Erwachsene bekomme ich von so einer Aussage ein recht komisches Gefühl.
4. Während der Nachtruhe schleichen sich Kinder aus ihrem Zimmer heraus, um einen Gegenstand zu klauen. Sie bleiben vor einer verschlossenen Tür stehen, aber zum Glück hatte ein Kind früher an dem Tag schon den Schlüssel geklaut. An dieser Stelle war mein Kind so verstört, dass es nicht weiterlesen wollte, bis ich festgestellt hatte, dass die Kinder den Gegenstand doch nicht stehlen konnten.
5. Die Kinder gewinnen ein Turnier, nachdem sie vom Schlossgespenst einen Tipp bekommen haben (also praktisch geschummelt). Sie verlangen vom Burgherrn (der verloren hat) den Hauptgewinn UND den Lehrer, "sonst nehmen wir Sie fest!"
Entscheidet selbst, ob dieses Buch für euer Kind passt.
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Neben Fremden von Eva Schmidt
Macht nachdenklich über das Alter
Der Roman erzählt die Geschichte von Rosa - einer pensionierten Altenpflegerin.
Rosa führt ein tristes Leben: ihr Lebensgefährte Fred ist vor ein paar Wochen unerwartet verstorben. Ihren Hund Don musste sie einschläfern, ihre Mutter kränkelt und fordert immer mehr Aufmerksamkeit. Sie möchte, dass Rose sich um sie kümmert und dann sind da noch die Nachbarn von unten.
Das ist Mele, die einen Freund hat, der ihr nicht guttut, es ihr jedoch schwerfällt, sich von ihm zu trennen - sie hat Angst vor der Einsamkeit. Meles Teenager-Tochter Paz besucht Rosa immer wieder und erzählt von ihrem Leid: dass sie sich mit ihrer Mutter Mele nicht mehr versteht, seit sie diesen Freund hat.
Und dann gibt es noch Tom, Rosas Sohn, zu dem sie seit sieben Jahren den Kontakt verloren hat. Weder weiß sie, wo er lebt, noch was aus ihm geworden ist.
Es geht um das einsame Leben einer älteren Frau. Jene sozialen Kontakte, die sie hat, versucht sie mit Ausreden möglichst kurz zu halten oder ihnen aus dem Weg zu gehen, wie zum Beispiel mit ihrer ehemaligen Arbeitskollegin Margreth. Gespräche, die sie früher mit ihrem Lebensgefährten Fred hatte, vermisst sie sehr.
Was bleibt von einem Leben, wenn man in Pension geht, sein Leben lang geschuftet hatte, keine Freunde hat und alle jene, die für einen wichtig waren, nun tot sind.
Ein Roman, der mich schon sehr nachdenklich gemacht hat, was aus dem eigenen Leben wird, wenn die Arbeit vorbei ist, wichtige Menschen verstorben sind, die Kinder sich nicht mehr melden und man trotzdem vom Leben noch etwas wünscht: gute Gespräche, Ziele oder schöne Reisen.
Rezensionen von yellowdog:
Der Laden in der Mondlichtgasse von Hiyoko Kurisu
Vom Fuchs verhext
Das Buch Der Laden in der Mondlichtgasse von der japanischen Schriftstellerin Hiyoko Kurisu ist episodenhaft aufgebaut.
Zu Beginn: Kana, eine schüchterne Schülerin der ruhigen Art, betritt staunend eine Confiserie in einer ihr bisher unbekannten Straße.
Dann wird klar, der Laden befindet sich in einer Zwischenwelt.
Ein Fuchsgeist bedient sie.
Sie kauft glücksbringende Bonbons und das wird in ihrer Beziehung zum Freund etwas ändern.
Mit den folgenden Episoden wechseln die Figuren, der Ablauf verläuft aber ähnlich.
Das Niveau der Geschichten ist gleichbleibend, d.h. eine ist so belanglos wie die andere. Mir persönlich gefällt die fünfte noch am besten.
.
Das Buch ist so zuckrig wie die Zauberbonbons aus der Confiserie.
Daher empfehle ich, die sechs Geschichten des Buches nicht hintereinander weg zu lesen.
Rezensionen von Marry:
Die Sekundenochs von Markus Hennig
Entschleunigung im Alltag
In dem Buch „Die Sekundenochs“ von Markus Hennig geht es um ein kleines, lustiges Völkchen, welches tief unter der Erde lebt. Den ganzen Tag machen sie nichts anderes, als trödeln und dies ist für sie auch überlebenswichtig. Wenn jemand etwas möchte, sagt man einfach: „Sekunde noch“ und macht einfach etwas anderes.
Bei Smilla hingegen sieht die Welt ganz anders aus. Sie muss schnell essen, um nicht zu spät zur Schule zu kommen, schnell ihr Zimmer aufräumen und immer pünktlich ins Bett. Als Tjörge, ein Sekundenoch plötzlich bei Smilla auftaucht, nimmt er es sich zur Aufgabe, ihr seine ganzen Trödeltricks beizubringen.
Wir finden die Sekundenochs wahnsinnig lustig illustriert und das riesige Poster kam auch super an. Die ganzen witzigen Details der Sekundenochs haben uns sehr amüsiert. Aber Smillas Alltag kommt uns leider auch sehr bekannt vor. Dass man immer in Eile ist und alles immer schnell, schnell machen muss. Wir wollen uns ein Beispiel an den Sekundenochs nehmen und wenn der Stress wieder ausbricht, halten wir uns einfach die Sekundenochs vor Augen und dann wird das Leben auch entspannter. Deswegen hat uns das Buch sehr gefallen.
Rezensionen von Herwig Oberlerchner:
Das Geschenk von Gaea Schoeters
Asyl für Elefanten
Der Präsident von Botwana rächt sich an Deutschland für eine Verschärfung des Jagdtrophäengesetzes und schickt via "Magie" 20 000 Elefanten, die sukzessive zuerst vereinzelt in Berlin aufpoppen, dann Herden bilden und schließlich zu großen politischen und ökologischen Herausforderungen werden.
Politiker versuchen verzweifelt im Spektrum von Stimmenfang und visionärem Perspektivenwechsel Krisen, nicht nur ausgelöst durch die Unmengen an Elefantendung zu bewältigen. Die Autorin bietet eine kurzweilige satirische Fabel zu den Themen Migration, Eurozentrismus, politische Doppelmoral, Klimawandel und regt zum Quer- und Weiterdenken an. Ein komprimiertes, kurzweiliges Nachfolgebuch zu "Trophäe". Das Ende des Säugetierdramas kommt unbefriedigend abrupt.
Rezensionen von nessabo:
Situationship von E. M. Wilson
Spicy as hell, aber auch mit einer guten Portion Tiefgang
Wer spicy Romane sucht, aber auf sensible und vielschichtige Figuren sowie eine Prise Gesellschaftskritik nicht verzichten will, ist hier an der richtigen Stelle!
Diese Frenemies-to-Lovers Geschichte lässt sich gut lesen und ich mochte die politische Dimension, welche die Autorin über ihre Protagonist*innen behandelt.
Sicherlich wird besonders in Teagan als Schwarze Frau auch einiges der Autorin selbst stecken - das macht sich in einem authentischen Figurenprofil bemerkbar. Doch auch Heath empfand ich als wirklich gut geschriebene Männerfigur, die Gefühle nicht nur empfindet, sondern auch auszudrücken vermag.
Spice wird hier ja ganz deutlich versprochen und auch absolut geliefert. Über locker die Hälfte des Romans befinden sich die beiden Hauptfiguren in der titelgebenden Situationship - entsprechend viele heiße Szenen gibt es auch. Und so sehr ich das grundlegend mag und es auch gut geschrieben fand, war es mir in der Masse dann irgendwann zu zäh und repetitiv. Der Tiefgang und die Verbundenheit zwischen den Figuren, die eine intensive Vergangenheit teilen, kamen mir etwas zu spät. Auch der Beschreibung von immergleichen „perfekten“ Körpern kann ich mittlerweile nicht mehr viel abgewinnen. Eine angenehme Abwechslung wäre es für mich, wenn Körper im Romance-Bereich einfach mal anders und weniger stereotyp (schlanke Taille, muskulöse Schultern, …) beschrieben werden würden.
Davon einmal abgesehen bin ich aber positiv überrascht, dass mich die spicy Geschichte nicht nur gut unterhalten, sondern aufgrund ihrer thematischen Tiefe auch ehrlich bewegt hat. Die gemeinsamen „Freunde“ der beiden fand ich absolut unmöglich, dieses Zelebrieren ihres Reichtums ebenso. Mit dem Ende bin ich zufrieden, wenngleich ich auch da gerne eher von Konsequenzen gelesen hätte.
Ich finde es toll, hier so sexpositive Figuren im Fokus zu haben, die zusätzlich mit diversen privaten Problemen zu kämpfen haben und am Ende auf Augenhöhe und ehrlich zueinanderfinden. Bis dahin hätten mir die beiden noch ein wenig zugänglicher sein können - fast wirkte es so, als würden sie auch den Leser*innen gegenüber eine Schutzmauer wahren.
Damit ist es für mich nicht das absolute Highlight des Genres, aber ohne Zweifel der gut lesbare Roman einer Autorin, von der ich sehr gern mehr lesen würde. Auch wenn hier das ein oder andere Element noch nicht ganz ausgereift wirkte, sehe ich großes Potenzial für eine weitere Person, die Spice und Tiefgang in ihrem Schreiben vereinen kann.
Rezensionen von Sheilo:
Willow-Falls-Reihe, Band 2 - Stay With Me in Willow Falls von Greta Milán
Ganz viele echte Gefühle
Paige hat einfach kein Glück mit den Männern und das nagt zunehmend an ihrem Selbstbewusstsein. Doch dann kehrt plötzlich Miles zurück nach Willow Falls, der für eine schwere Verletzung in ihrer Jugend verantwortlich war. Zunächst brodelt die Wut in Paige, aber irgendwie kann ihr Herz dem attraktiven Miles nur sehr schwer widerstehen.
Nach dem wunderschönen ersten Band der Willow-Falls-Reihe war ich begeistert, dass es eine weitere Geschichte aus der idyllischen Kleinstadt gibt. Mit "Stay With Me in Willow Falls" hat Greta Milán eine wundervolle neue Geschichte geschaffen und ich persönlich gebe die Hoffnung noch nicht auf, dass es vielleicht noch eine weitere Fortsetzung der Reihe geben könnte.
Ich liebe den bildlichen und emotionalen Schreibstil der Autorin sehr, mit dem man sich nur so zwischen den Seiten des Buches verlieren kann. Dieser zweite Band besitzt einen großartigen Plot-Twist und die Charakter im Buch sind authentisch und haben ihre Ecken und Kanten, wodurch sie einfach noch liebenswerter sind.
Paige liebt das Leben in Willow Falls, da sie sich dort den Traum mit ihrem eigenen Geschäft mit Werkstatt erfüllt hat und sie zudem ihre Clique um sich hat. Die gescheiterten Beziehungen von Paige sorgen dafür, dass sie Fehler bei sich sucht, obwohl sie eine so fürsorglichste Person ist. Miles weckt in ihr Gefühle, die sie so noch nie erlebt hat, doch sie versucht, sich nicht zu sehr in diesen zu verlieren.
Miles fiel es sehr schwer, nach all den Geschehnissen der Vergangenheit in seine alte Heimat zurückzukehren. Ich habe ihn sehr bewundert, wie er mit all den Reaktionen rund um seine Rückkehr umgegangen ist und man spürt im Buch immer wieder, wie sehr Paige ihm unter die Haut geht.
Es herrscht ein starkes Wechselbad der Gefühle in der Handlung, aber ich liebe es sehr, wie Miles und Paige miteinander umgehen. Besonders berührend fand ich die Nebenhandlung rund um Ryder, den ehemals besten Freund von Miles und Paiges Bruder. Seine Entwicklung im Buch war wirklich toll dargestellt und man spürt förmlich seine Hoffnung beim Lesen.
Alles in allem ist "Stay With Me in Willow Falls" ein absoluter Wohlfühlroman und ein Must-Read für alle Fans der Autorin. Ich bin begeistert von der Geschichte, die auch unabhängig vom ersten Band gelesen werden kann.










