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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

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1000 letzte Dates von Anna Dushime

Gute und schlechte Dates

Bereits beim Vorwort musste ich bei diesem Satz laut lachen: "Das ist für mich der endgültige Beweis, dass man sich seine Sexualität wahrlich nicht aussuchen kann, denn sonst stünde ich ganz sicher nicht auf Männer". Rasant und schonungslos geht es weiter.

"Daten macht Spass, wenn man es nicht zu ernst nimmt".

Das ist das Fazit von Autorin Anna Dushime, die ihre gefühlt "1000 letzte Dates" Revue passieren lässt. Sie ist Mitte Dreissig, hat einen Sohn und lebt getrennt vom Vater des Kindes in Berlin.

Erst plaudert sie allgemein ein wenig über einige bemerkenswerte Dates, dann erstellt sie subjektive Toplisten. In welchen deutschen Städten datet es sich am besten? Welche Locations (wie Kneipen, Bars, etc.) eignen sich am besten für ein Date? Welches ist der beste Tag für ein Date? Die Autorin erzählt weiter von Singlebörsen wie Hochzeiten oder Arbeitsplätze, über Freundschaft plus, Dating Apps, wer ihrer Meinung nach Getränke und Essen beim Date bezahlen sollte, Schönheits-OPs und sehr vieles mehr.

Anna Dushime macht das auf eine äussert humorvolle, aber auch brutal ehrliche und persönliche Art und Weise. Langweilig wird es nie, denn das Buch ist äusserst witzig geschrieben.

Es hat meiner Meinung nach nur ein Manko, als Gen X-Vertretung bin ich wohl einfach zu alt dafür und hab leider oft nur Bahnhof verstanden bei den unendlich vielen englischen Wörtern aka "Berliner-Hypster-Speech". Wer diesen Slang versteht hat und/oder unter Vierzig ist, hat wahrscheinlich keine Mühe damit.

Fazit: Gute und schlechte Dates - an diesen und ihrer Erkenntnis daraus, lässt die Autorin die Leser:innen in "1000 letzte Dates" humorvoll teilhaben.
3.5 Sterne.

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1000 letzte Dates

Rezensionen von Furbaby_Mom:

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Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde von Stella Tack

Sehr speziell

Die Meinungen zu dieser Reihe gehen weit auseinander.

Wer es gern ein wenig düster hat, flotte, frech-sarkastische Dialoge mag und sich für eine auf ihre eigene Weise fesselnde Kombination aus Fantasy und Action interessiert - inklusive recht brutaler Szenen, die schonungslos bis ins kleinste Detail beschrieben werden -, wird mit diesem immerhin fast 700 (!) Seiten umfassenden Schmöker, der den 3.

Band von Stella Tacks "Ever & After"-Reihe bildet, mega happy sein.

Mir persönlich war es einen Hauch too much, dennoch gab es an der mitunter wirr-chaotischen, dafür niemals langweiligen Story auch einige Pluspunkte. Was mir beispielsweise gut gefallen hat:

❏ die kreative Grundidee - auch wenn ich an sich kein Fan der klassischen Märchen (und Fabeln) bin, weil sie mir schlichtweg zu düster sind: aufgemischt mit Stellas Humor ist dies für mich definitiv die angenehmere Option (sofern ich Horror-/Gewalt-Passagen überblättere),

❏ die Einbindung von Original-Märchenzitaten der Gebrüder Grimm zu jedem Kapitelbeginn passte prima zum Gesamtkonzept,

❏ das bildreiche Worldbuilding voller Magie und Gefahr.

Natürlich verdient auch die hübsche Aufmachung des Werkes eine Erwähnung, speziell der wunderschöne Farbschnitt.

Fazit:
Ideal für nicht-zartbesaitete Romantasy-Leser:innen - man beachte die Altersempfehlung. Für alle anderen gilt: Geschmacksache.

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Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde

Rezensionen von MariasBooks:

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A Theory of Dreaming (A Study in Drowning, Band 2) von Ava Reid

Poetisch, zeitnehmend und düster

Das Buch in einem Satz
Poetisch, Zeitnehmend und Düster

Zum Buch
A Theory of Dreaming ist der 2. Teil der Dilogie aus der Feder von Ava Reid.
Das Buch ist im Loewe Verlag erschienen.

Erwartung
Ich habe bereits den vorherigen Teil der Reihe gelesen und mir hat dieser damals sehr gut gefallen, weshalb ich erwartungsvoll auf den Abschluss der Reihe gewartet hatte.

Gestaltung
Das Buch hat wieder ein gezeichnetes Cover das mir zwar nicht ganz so gut gefällt, wie Band 1, aber dessen Farben den Vibe der Geschichte gut einfangen.
In die Innengestaltung wurde Liebe fürs Detail gesteckt. So sind die Kapitelüberschriften mit Ornamenten verziert, welche, im Vergleich zu anderen Verlagen, auch im eBook vorkommen.
Das Buch enthält neben dem normalen Handlungstext sehr viele Zitate aus fiktiven Büchern der Welt, in der das Buch spielt. Diese werden durch kursive Schriftarten und andere Formatierungen leicht erkennbar vom Fließtext hervorgehoben.

Charactere
Auch in diesem Teil sind die Protas Effi und Preston, die mittlerweile ein Paar sind und nun mit dem Backslash ihrer Taten aus dem 1. Teil konfrontiert werden. Effi darf nun endlich Literatur studieren, doch ihr Umfeld lässt sich auch jetzt noch wissen, dass sie hier als erste und einzige Frau in diesem Studiumsfach nicht hingehört. Und auch Preston wird weiterhin ständig wegen seinen Wurzeln kritisiert und die beiden kämpfen immer noch gegen diese Ungleichberechtigung, währen so viele weitere Dinge um sie passieren und sie an so vielen Fronten gleichzeitig kämpfen müssen.
Mir hat gefallen, dass ihre Liebesgeschichte in diesem Band nun etwas zurückgefahren wurde, sie aber alle Steine in ihrem Weg gemeinsam bestritten und das auf eine ruhige oder erste Art. Sie sind nicht immer offen einander gegenüber, stärken einander aber stehts den Rücken.
Ich habe die Gefühle der beiden viel zu sehr gefühlt und sie waren oft mehr ein Unterton, als ausgesprochene Worte, aber sie haben einen fühlen lassen.

Was mir besonders gut gefallen hat, waren wieder die schönen Worte und Zitate, die vor allem in den Auszügen der fiktiven Bücher vorgekommen sind. Sie haben das Buch eine Tiefe gegeben und sehr viele Themen zum Nachdenken gegeben.
Zudem liest sich Ava Reids Schreibstil so flüssig und reißt einen mit in diese Welt, aber nicht wie ein reißender Fluss sondern wie ein kontinuirlicher Bach, der einen dennoch stetig weitertreibt. Dabei ist es nicht die Spannung, die einen an die Seiten fesselt, sondern das genaue Gegenteil. Es fühlt sich wie das Auge eines Orkans an, in dessen Mitte alles Ruhig ist, während drum herum der starke Wind wütet. Nicht nur einmal hätte ich fast meinen Zughaltestop verpasst, weil der Text mich so in Beschlag genommen hat.

Was mir hingegen weniger gut gefallen hat, war der Mangel an Handlung, vor allem im Vergleich zum erste Teil. Auch wenn das Buch nicht auf diese Art geschrieben wurde, aber etwas mehr Spannung hätte der Geschichte gut getan. Zudem hätte ich mir beim Ende etwas mehr Ausschmückung der Folgen gewünscht, die durch die Geschehnisse am Ende des Buches eingetroffen sind. Zwar bin ich ein Fan von Happy Ends, doch nicht von leicht oder ohne große Mühen gelöste Probleme.

Fazit: Ein ruhiges Buch mit Tiefe, das vor allem für Fans von poetischen Schreibstilen und Literatur sind oder allen Personen, die sich je als Außenseiter gefühlt haben. Ein starkes Buch mit leichten Abzügen, für das ich trotzdem eine Empfehlung ausspreche.

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A Theory of Dreaming (A Study in Drowning, Band 2)

Rezensionen von Shilo:

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Töchter der verlorenen Heimat von Eva Grübl-Widmann

Heimkehr und Enthüllungen: Zwei Frauen, eine bewegende Geschichte

In diesem Roman wachsen die Figuren und ihre Umgebung schnell ans Herz. Die Geschichte entfaltet sich ruhig und warm, und es ist spannend, den Schicksalen von Paula und ihrer Mutter Johanna zu folgen.
Paula und Johanna machen sich auf den Weg in ihre Südtiroler Heimat, die beide viele Jahre nicht gesehen haben.

Der Tod des Großvaters ist der Anlass, doch es bleibt nicht bei einem Pflichtbesuch. Für Paula wird es zu einer Gelegenheit, die eigenen Wurzeln zu verstehen und den Blick auf sich selbst neu zu ordnen. Johanna hingegen muss sich Erinnerungen und Erlebnissen stellen, die sie lange verdrängt hat. So entsteht Schritt für Schritt eine eindringliche Begegnung mit der Vergangenheit, die das Verhältnis von Mutter und Tochter spürbar verändert.
Paulas Zurückweisung im Beruf trifft sie tief und wird glaubwürdig erzählt. Sanft wird sichtbar, was diese Erfahrung in ihr bewegt. Die Autorin verknüpft die Gegenwart in München und in Südtirol mit den Zwanzigerjahren in Südtirol und bringt die verschiedenen Zeit- und Erzählstränge so zusammen, dass der historische Hintergrund lebendig wird. Die politischen und sozialen Spannungen jener Zeit, der Verlust der Heimat und die vielschichtige Unterdrückung werden anschaulich und nachvollziehbar dargestellt.
Südtirol wirkt so greifbar, dass man die Berge, die engen Gassen der Dörfer und die einsamen Höfe vor sich sieht. Die Landschaft bleibt nicht nur Kulisse, sondern trägt die Atmosphäre der Geschichte.
Der Roman verbindet Themen wie Identität, Familiengeheimnisse und das schwierige Verhältnis zwischen Mutter und Tochter einfühlsam und ohne Übertreibung. Trotz manch schwerer Momente bleibt ein leiser Hoffnungston bestehen. Am Ende stellt sich ein ruhiges Gefühl der Zufriedenheit ein.
Eine klare Empfehlung für alle, die berührende historische Familiengeschichten lieben. 5 Sterne.

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Töchter der verlorenen Heimat

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten von Anna Maschik

Außergewöhnliche Geschichte über vier Generationen, voll von Symbolik und magischem Realismus

Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten, denn die verraten dich nicht, sie sterben still. Das scheint zum einen eine real-pragmatische Tatsache zu sein, die es der in diesem Buch vorgestellten Familie erleichtert, auch in Kriegszeiten, wenn sogar Schlachtungen der eigenen Tiere rationiert sind, gut zu überleben.

Henrike, die Urgroßmutter der Ich-Erzählerin Alma, gelingt es so immer wieder mal, heimlich ein Tier zu schlachten und alle Teile davon zu verwerten, um dem Gatten und Sohn auf Fronturlaub besondere, nahrhafte Köstlichkeiten anbieten zu können. Dieses Buch wäre aber nicht, was es ist, wenn es sich nicht lohnen würde, auch noch auf anderen Ebenen über diesen Satz nachzudenken: über das Leben und Sterben, über das Schlachten, über die, die im Verborgenen getötet werden.

Geboren-Werden und Sterben sind zwei wichtige Säulen, die dieses Buch tragen und beide von Frauen symbolisiert werden: da gibt es die tüchtige Hebamme Anna, die so vielen Kindern ins Leben hilft, während der Kriegszeit verweigert, eine illegale Abtreibung durchzuführen (und doch die ungewollt Schwangere auf den früh blühenden Weizen verweist, dessen Mutterkorn Fehlgeburten auslösen kann) und später doch solche durchführt, die manchmal gelingen und manchmal nicht.

Wirkt das Buch zuerst wie eine recht normale österreichisch-deutsche Bauerngeschichte, so zeigt auch diese Figur, dass mehr dahinter ist: Anna ist ein Archetyp, keine reale Figur, denn sie scheint jenseits von Zeit und Raum an ganz unterschiedlichen, weit voneinander entfernten Orten und zu verschiedenen Zeiten aufzutauchen. Genauso wie ihre Kollegin Nora, die die Menschen gemeinsam mit den schon vorangegangenen Ahnen über die Schwelle aus dem Leben und ins Jenseits begleitet. Gekleidet ist sie an der Oberfläche in schwarz, für die trauernden Hinterbliebenen, doch darunter trägt sie alle bunten Farben, die immer wieder mal an der einen oder anderen Stelle schillernd hervorblitzen.

Oft treten die beiden gemeinsam auf, denn nicht so selten liegen Geboren-Werden und Todesgefahr ganz nah beieinander: wenn eine misslungene Abtreibung dazu führt, dass das Baby, das schließlich Miriam, das ungeliebte dritte Kind und später die Mutter der Ich-Erzählerin Alma, sein wird, doch geboren wird. Oder auch, noch viel mysteriöser, wenn Henrike als erstes Kind einen Sohn gebärt, der viele Jahre nur schlafen wird und bei dem selbst der Pfarrer rät, dafür zu beten, er möge von seinem Leiden erlöst werden - und der dann auf einmal, fast schon erwachsen, plötzlich die Augen öffnet und ein fast normaler junger Mann wird, als hätte er im Schlaf alle nötigen Fähigkeiten dazu erworben, aber zeitlebens blind bleibt für so vieles.

Geschichten über das bäuerliche Österreich habe ich schon viele gelesen, aber noch keine, die mit diesem subtil und geschickt eingewobenen magischen Realismus und der punktgenauen, poetischen Sprache dermaßen zum Nachdenken anregt. Szenen des bodenständig-pragmatischen Alltags im ländlichen Umfeld wechseln sich mit magischen Einschüben ab und die Leserinnen und Leser sind angehalten, mit ihrer Aufmerksamkeit voll bei diesem Buch zu bleiben, um überhaupt zu bemerken, wann es wieder zu einem Wechsel zwischen den Welten kommt. Oder sind die beiden Welten, die bodenständig-pragmatische und die surreal-mystische, immer zutiefst miteinander verbunden und wir merken es nur nicht?

Hier zur Illustration noch ein paar ausgewählte Zitate aus diesem besonderen Buch:

"Sie weiß, dass sie auf dem Wochenmarkt zwölf Eier für eine Mark und ein Kilogramm Rindfleisch für drei Mark verkaufen und damit einen Tagelöhner bezahlen kann, um den Stallmist zu streuen. Sie weiß, wie man ein Fieber senkt, eine Wunde verbindet und eine Tinktur gegen Husten braut. Was sie nicht weiß, ist, wie man den Geschwistern die Mutter ersetzt." (S. 14)

"Schlafende sind mir nicht geheuer. Sie sind freiwillige Tote, die mich allein hier zurückgelassen haben. Wohin sie sind, kann ich nicht folgen und das verzeihe ich ihnen nicht." (S. 57)

"Nora zieht die Tür des Schlafzimmers hinter sich zu, darin ist es angenehm warm mit einem Geruch nach feuchter, dunkler Erde. Sie legt ihr schwarzes Kleid ab, darunter trägt sie heimlich bunte Farben. Das Schwarz ist wichtig für die Lebenden, doch sie ist sich sicher, dass die Toten ihr die Farben nicht verübeln. Nora mag ihre Arbeit, es ist das Einzige, wofür sie eine Begabung hat. Wenn sie über die Schwelle eines Hauses tritt, weiß sie sofort, ob hier ein Sterbender oder ein Toter liegt. Es ist ihr lieber, wenn sie nicht zu früh gerufen wird, wenn sie den Pfarrer und die Familie fortschicken und in Ruhe beginnen kann." (S. 199)

Leseempfehlung für alle, die sich auf eine besondere Erzählweise österreichisch-deutscher, bäuerlich geprägter Familiengeschichte unter der Linse des magischen Realismus einlassen können, der in diesem Buch gegen Ende zunehmend mehr Raum einnimmt, wodurch es sich immer weiter von der uns als bekannt angenommenen Realität entfernt, dadurch allerdings auf sehr interessante Art und Weise bisher Bekanntes aufbricht und mit seinen Metaphern neue gedankliche Wege anregt.

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Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten

Rezensionen von Annaja:

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Frauenkörper ticken anders von Miriam Funk

Ein wichtiger Ratgeber

Die Autorin Miriam Funk hat sich hier einem sehr wichtigen Thema gewidmet. Lange Zeit war in der Medizin ja der männliche Körper Standard und dadurch konnten Frauen keine adäquate Behandlung erfahren, doch von geschlechterspezifischer Medizin profitieren endlich alle Menschen. In diesem Buch werden 8 verschiedene Themen erörtert, da geht es beispielsweise um die Geschichte der Frauen in der Medizin, oder um typische Frauenerkrankungen, Frauen und Medikamentenforschung und warum ein Umdenken so nötig ist.

Es ist ja allseits bekannt, dass derzeit noch beide Geschlechter medizinisch gleich behandelt werden, bzw. wurden, obwohl Medikamente bei Frauen ganz anders wirken, diese wurden auch nur an Männern getestet.

Für dieses Buch hat die Verfasserin alles gründlich erforscht und gibt uns nun einen Einblick über ihre Recherche. Es bleibt den Frauen die Hoffnung, dass Ärzte in Zukunft tatsächlich eine, auf ihren Bedarf abgestimmte medizinische Therapie bekommen.

Ein ehrliches Buch und ein wichtiger Ratgeber, denn individuelle Medizin geht uns alle etwas an.

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Frauenkörper ticken anders

Rezensionen von Alo:

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Lass uns noch bleiben von Saskia Luka

Zwischen Verlust und Neubeginn


Das Buch „Lass uns noch bleiben“ von Saskia Luka erzählt die Geschichte von Anna, die versucht, nach dem plötzlichen Verschwinden ihrer Freundin Vinka wieder Halt zu finden. Anna hat einen kleinen Pflanzenladen und malt nebenbei. Ihr Leben ist gerade ziemlich durcheinander, weil Vinka einfach verschwunden ist, ohne eine Erklärung, ohne ein Lebenszeichen.

Anna ist ziemlich verloren, findet aber unerwartete Unterstützung bei Henning, dem freundlichen Buchhändler nebenan. Außerdem lässt sie sich langsam auf ihren neuen Mitbewohner Alex ein, der ihr Leben ganz schön auf den Kopf stellt und sie aus ihrem Schneckenhaus lockt.

Die Geschichte ist einfühlsam und ruhig erzählt. Es geht um das Verlassenwerden, um Schmerz und ums langsame Heilen. Trotzdem fehlte mir manchmal etwas Tiefe. Die vielen Erinnerungen an Vinka haben mich auf Dauer etwas gelangweilt, während die Handlung in der Gegenwart etwas zu kurz kam.

Sprachlich ist das Buch sehr gelungen. Saskia Luka hat ein großes Talent für Sprache. Manche Sätze sind wirklich schön und fast poetisch. Dadurch bekommt das Buch einen besonderen Klang.

Insgesamt ist es eine nette, gefühlvolle Geschichte, die man gut lesen kann, besonders wenn man Bücher über Verlust und Neubeginn mag. Mir hat aber das gewisse Etwas gefehlt, das einen wirklich mitreißt. 3,5/5 Sterne

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Lass uns noch bleiben

Rezensionen von nessabo:

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Beste Zeiten von Jenny Mustard

Eine ruhige, aber überaus tiefgründige Geschichte über Heilung und Identität

Ich mochte Jenny Mustard bereits in ihrem Debüt außerordentlich gerne. Denn obwohl ich mit ruhigen Geschichten oft mal meine Probleme habe, nimmt mich ihr Schreibstil einfach immer völlig in sich auf. So war es auch mit ihrem zweiten Roman, der dem ersten in nichts nachsteht und doch anders ist.

Während Mustards Debüt eine Paarbeziehung im Zentrum stehen hatte, dreht sich die Handlung hier noch einmal viel stärker um die Entwicklung der Hauptfigur sowie eine ganz tolle und angenehm unperfekte Freundinnenschaft.

Sickan versucht ihren früheren Traumata sowie ihrem eher ärmlichen Wohnumfeld durch einen Umzug nach Stockholm zu entkommen. Das ist mit Anfang 20 ein sehr nachvollziehbarer Move, aber dass er die Probleme nicht wird lösen können, ist uns sicher allen klar.

Dabei wirkt es doch einige Zeit so, als würde die Freundinnenschaft zur selbstsicheren Hanna genau das tun. Sickan, die eigentlich um jeden Preis den coolen Leuten auffallen will, wächst an der Seite ihrer etwas eigenbrötlerischen Freundin zunächst deutlich. Doch irgendwann holen sie die früheren Prägungen ein. Ich finde es ganz toll, wie die Autorin hier wiederholt politisch wird, deutlicher als in ihrem Debüt. Es geht um Klassismus und was er sowie Mobbing mit Menschen nachhaltig anrichten können. Es geht ebenso um 6ualisierte Gewalt und auch hier schafft es Mustard, das Trauma zu verdeutlichen, ohne die Betroffene einzig darüber zu definieren. Sie macht die Auswirkungen stets klar, ohne effekthascherisch ins Detail zu gehen.

Sickan beginnt in ihrem „neuen Leben“ auch eine weitere Beziehung, die ebenso von viel Ehrlichkeit und Authentizität geprägt ist, aber zu meiner großen Freude nicht als Heilsbringer dargestellt wird. Und obwohl romantische Liebe eine Rolle spielt, macht Mustard deutlich, dass andere Beziehungen mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar bedeutsamer sind. Die Autorin zeigt wie schon in ihrem Debüt ihr Händchen für sanfte und reflektierte Männerfiguren. Loyalität, Ehrlichkeit und ein verletzliches Miteinander - all das spielt eine zentrale Rolle und das ganz unabhängig von der Beziehungsart.

Wer ruhig und fundiert erzählte Geschichten mag, die nah an der Hauptfigur sind, hat hier einen Treffer. Ich mochte „Beste Zeiten“ tatsächlich noch einmal mehr als den Vorgänger, weil er deutlich politischer und noch einen Ticken weniger romantisch ist. Sickans Suche nach Heilung und einer eigenen Identität ist schmerzhaft ehrlich und ich gehe rundum zufrieden aus dem Buch.

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Beste Zeiten

Rezensionen von Schlafmurmel:

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Nicht mein Kind | Der fesselnde Psychothriller, bei dem nichts so ist, wie es scheint von Jane E. James

eine zutiefst bewegende Geschichte voller Schmerz und Geheimnisse

Eine scheinbar glückliche Familie – doch der Schein trügt. Tara und Dino, ein Ehepaar mit zwei Kindern, arbeiten hart, um über die Runden zu kommen. Doch plötzlich geschieht das Unfassbare: Tara stirbt bei einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht. Dinos Welt bricht völlig zusammen. Als dann auch noch ein Brief von Tara auftaucht, der ein großes Geheimnis offenbart, fühlt sich Dino von seiner Frau zutiefst betrogen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Tara und Dino erzählt. Besonders Tara hat mein ganzes Mitgefühl – sie ist in meinen Augen eine verlorene, gequälte Seele. Schon in ihrer Kindheit musste sie viel ertragen: von ihren Brüdern gemobbt, von der Mutter ignoriert und mit 15 Jahren Opfer einer schrecklichen Tat. Das Kind, das daraus entstand, musste sie gegen ihren Willen zur Adoption freigeben. Dieses Trauma hat sie nie losgelassen, trotz der Liebe zu Dino und ihren beiden anderen Kindern.
Die Kapitel aus Taras Sicht waren sehr emotional und schmerzhaft, aber auch unglaublich tiefgehend. Dinos Verhalten dagegen konnte ich oft schwer nachvollziehen – er wollte zwar den Unfallverursacher finden, doch seine Alkoholsucht stand ihm ständig im Weg. Statt wirklich um Tara zu trauern, drehte sich vieles nur um ihn selbst, was ihn für mich weniger sympathisch machte.
Im letzten Drittel wurde die Geschichte noch einmal richtig intensiv und gefühlsgeladen. Schon früh hatte ich eine Ahnung, wer hinter dem dunklen Geheimnis stecken könnte – und am Ende hat sich meine Vermutung bestätigt. Trotzdem hat mich die Auflösung sehr getroffen und das Buch wird mir sicher noch lange im Gedächtnis bleiben.
Fazit:
Ein aufwühlender, emotionaler Roman, der tief berührt und nachdenklich macht. Schmerzhaft, traurig und gleichzeitig wunderschön erzählt – eine klare Leseempfehlung von mir

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Nicht mein Kind | Der fesselnde Psychothriller, bei dem nichts so ist, wie es scheint

Rezensionen von _Le4_:

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House of Rayne von Harley Laroux

Leider mittelmäßig

Salems Leben verändert sich von einem Moment auf den anderen. Vor kurzem noch mit Hochzeitstermin und plötzlich alleine Single auf dem Weg zu einem Cottage auf einer kleinen wilden Insel. Da kommt ihr die wunderschöne fremde Frau in einer Bar nur recht. Blöderweise stellt Salem nach ihrem kleinen Techtelmechtel fest, dass Rayne die Inhaberin des Cottage ist, wo sie sich eingemietet hat.

Und als wäre das noch nicht genug, scheint die Insel von religiösen Fanatikern besiedelt zu sein. Als dann die ersten Morde geschehen, möchte Salem eigentlich nur weg. Aber die Fähren fahren für den Rest des Jahres nicht mehr.

Das Set-Up für die Story hat mir gut gefallen. Eine isolierte Insel, die von einer furchtbaren Kreatur heimgesucht wird, auf der eine Kirche voller religiöser Fanatiker lebt. Der Teil hat auch Spaß gemacht. Der Horroraspekt des Buches war zwar nichts ausgesprochen einzigartiges, war aber gut und spannend gemacht.
Leider war der erotische Teil meiner Meinung nach sehr unpassend. Wir haben immer wieder den Wechsel zwischen einem Kapitel Sex und einem Kapitel Horror und es war so erwartbar, dass ich planen konnte, welche Kapitel ich auf dem Weg zur Arbeit lesen konnte und welche lieber nicht. Die beiden Hauptcharaktere haben immer wieder Sex, nachdem sie dem furchtbaren Monster des Buches begegnet sind oder Leichen gesehen haben oder ähnliches und es hat sich einfach unpassend angefühlt.
Was schade war, weil die Sexszenen eigentlich sehr respektvoll waren. Sie waren sehr kinky, aber nie in irgendeiner Art und Weise übergriffig.

Das Buch hatte gute Horror- und gute Sexszenen, hat sie dann aber so unfassbar schlecht miteinander verwoben, dass ich das Buch leider nur mittelmäßig fand.

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House of Rayne