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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von LinuxFan:

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Linux Mint 22 - Schnelleinstieg von Robert Gödl

Linux Einsteiger

Nach Jahrzehnten auf Windows gearbeitet hatte ich es satt auf W11 umzusteigen. Habe ein bisschen Linux bücher geschmöckert und bin bei diesem Buch hängengeblieben und habe auf dessen Basis vor einen Jahr den "alte" W10 Rechner mit einer neuen SSD versehen und Linux nach der Anleitung im Buch installiert.

Wo ich unsicher war habe ich die notwendige Infos im Buch gefunden. Kann diese Buch für Einsteiger wärmstens Empfehlen. Windows ist für mich Geschichte!

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Linux Mint 22 - Schnelleinstieg

Rezensionen von April1985:

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All die Farben, all das Licht von Cora Wucherer

Wenn Träume neu gezeichnet werden müssen

Meine Gedanken:

All die Farben, all das Licht hat mich tief berührt und noch lange nach dem Lesen beschäftigt. Es ist eine Geschichte über Familie, über zwei Schwestern, über Krankheit und über Verlust. Den Verlust einer Mutter, den Verlust von Hoffnung und den Verlust von Lebensplänen. Und gleichzeitig ist es ein Buch voller Dinge, die nie ausgesprochen werden.

Denn miteinander zu reden gehört in der Familie Vogl nicht unbedingt zu den größten Stärken. Gerade dadurch entstehen Missverständnisse, Einsamkeit und dieses schmerzhafte Gefühl, dass Menschen sich sehr lieben können und sich trotzdem nicht richtig erreichen.

Zwei Schwestern, die unterschiedlicher kaum sein könnten:

Im Mittelpunkt stehen Martha und Juna. Zwei Schwestern, zwei völlig verschiedene Persönlichkeiten und zwei junge Menschen, die beide auf ihre eigene Art versuchen, mit einer Familie umzugehen, die längst aus dem Gleichgewicht geraten ist. Man begleitet beide abwechselnd und bekommt dadurch nicht nur zwei Perspektiven, sondern auch zwei sehr unterschiedliche Wahrheiten. Das hat für mich wunderbar funktioniert. Denn weder Martha noch Juna haben allein recht. Beide sehen nur ihren eigenen Ausschnitt. Und genau darin liegt so viel von der Tragik dieser Geschichte.

Martha – laut, wild und trotzdem unsichtbar:

Martha ist 13 und eigentlich wirkt sie oft viel älter. Sie ist impulsiv, wild und steckt voller Ideen, bei denen ich manchmal lachen musste und manchmal nur den Kopf schütteln konnte. Sie denkt groß, handelt groß und vollbringt Dinge, die für ihr Alter erstaunlich sind. Und trotzdem hat sie ständig das Gefühl, dass niemand sie wirklich sieht.

Denn in ihrer Familie dreht sich vieles um Juna. Um Junas Krankheit, um Junas Zukunft, um Junas Verlust. Martha ist da, aber oft fühlt sie sich wie eine Randfigur im eigenen Leben. Und genau das hat mich bei ihr besonders getroffen. Unter all ihrer Lautstärke liegt nämlich sehr viel Verletzlichkeit.

Juna – Kunst, Angst und eine Zukunft, die plötzlich anders aussieht:

Juna ist 17. Künstlerin durch und durch. Sie malt, sie lebt für Kunst, sie verehrt Lotte Laserstein und träumt davon, selbst an einer Kunstakademie zu studieren. Doch dann verändert ein Termin beim Augenarzt alles. Juna wird erblinden.

Das Usher-Syndrom nimmt von da an unglaublich viel Raum ein. Nicht nur in ihrem Leben, sondern in der gesamten Familie. Plötzlich steht alles unter dem Zeichen dieser Krankheit. Juna hat das Talent, die Aufmerksamkeit und die große Sorge der Familie. Aber eben auch die Diagnose, die ihre gesamte Zukunft infrage stellt. Wie plant man weiter, wenn der größte Traum plötzlich bedroht ist? Wie hält man an etwas fest, wenn man nicht weiß, wie lange man es noch sehen kann? Diese Fragen liegen über ihrer ganzen Geschichte.

Kunst, die verbindet:

Kunst ist in diesem Buch nicht einfach nur Junas Leidenschaft. Sie ist eines der Herzstücke der gesamten Geschichte. Durch Juna wird auch Lotte Laserstein auf eine besondere Art lebendig. Man wandelt ein kleines Stück auf den Spuren der Malerin – bis nach Malmö in Schweden.

Und das hat bei mir tatsächlich etwas ausgelöst: Während des Lesens habe ich angefangen, einige Werke von Laserstein zu googeln, weil ich wissen wollte, welche Bilder Juna so faszinieren. Genau dadurch wurde die Geschichte für mich noch lebendiger.

Aber Kunst bedeutet hier noch viel mehr. Es geht darum, wie wir gesehen werden, was von uns bleibt und wie etwas weiterleben kann, wenn wir selbst irgendwann nicht mehr da sind. Und auch darum, dass Kunst heilsam sein kann. Sie hält fest, sie verbindet Menschen und sie gibt Gefühlen eine Form, für die manchmal die richtigen Worte fehlen. Gerade in einer Familie, in der so vieles unausgesprochen bleibt, fand ich diesen Gedanken wunderschön.

Was unausgesprochen bleibt:

Was mich besonders berührt hat, war dieses permanente Schweigen zwischen den Figuren. Nicht völlige Sprachlosigkeit, sondern dieses: Man redet, aber nicht über das Eigentliche. Man sagt etwas, aber nicht das, was wirklich wehtut.

Dadurch entsteht eine ganz eigene Spannung. Keine laute, keine dramatische, sondern eine, die sich langsam festsetzt. Weil man als Leser so oft denkt: **Redet doch miteinander. Sagt es euch endlich.** Und gleichzeitig versteht man, warum es ihnen so schwerfällt.

Georg – ein Vater zwischen Überforderung und Liebe:

Auch Georg, der alleinerziehende Vater der beiden, durchläuft für mich eine wichtige Entwicklung. Meist lernen wir ihn nur durch die Augen seiner Töchter kennen. Das macht ihn zunächst schwer greifbar. Denn Martha und Juna sehen natürlich jeweils einen anderen Vater. Einen, der unterschiedlich handelt, unterschiedlich enttäuscht und unterschiedlich liebt.

Dass es schließlich ein Kapitel gibt, das nur ihm gehört, fand ich deshalb besonders stark. Zum ersten Mal bekommt man einen direkteren Blick darauf, was in ihm selbst passiert. Auch er trägt Verlust, auch er ist überfordert, auch er versucht irgendwie, diese Familie zusammenzuhalten. Nicht immer gut. Aber menschlich.

Alex und all die Menschen dazwischen:

Und dann ist da Alex. Jeder braucht einen Alex im Leben. Dieser beste Freund, der unnützes Wissen mit sich herumträgt und trotzdem genau dann die richtigen Worte findet, wenn sie gebraucht werden. Ich mochte ihn unglaublich gern.

Aber auch Sophie, Sam, Daria, Christina und Constantin haben für mich dazu beigetragen, dass sich die Welt rund um Martha und Juna lebendig angefühlt hat. Sie alle sind Teil ihres Lebens. Nicht bloß Staffage, sondern Menschen, die auffangen, begleiten, nerven, helfen oder einfach da sind. Und manchmal ist genau dieses Dasein das Wichtigste überhaupt.

Schreibstil:

Cora Wucherers Schreibstil hat für mich sehr gut zur Geschichte gepasst. Er ist leicht zu lesen und trotzdem voller Gefühl. Ich würde ihn fast als alltagstaugliche Poesie beschreiben. Nie überladen, nie zu künstlich, aber immer wieder mit Sätzen, die hängen bleiben.

Besonders stark fand ich, wie genau sie die Stimmen von Martha und Juna trifft. Beide erzählen anders, beide fühlen anders, beide klingen nach sich selbst. Und obwohl der Roman viele leise Töne anschlägt, gibt er beiden Schwestern sehr starke Stimmen.

Entwicklung:

Sowohl Martha als auch Juna machen im Laufe der Geschichte eine große Entwicklung durch. Nicht plötzlich, nicht geradlinig, sondern mit Rückschritten, Fehlern, Wut und Schmerz. Und auch Georg verändert sich.

Genau das mochte ich so sehr. Niemand ist am Ende einfach „geheilt“. Niemand hat plötzlich alle richtigen Antworten. Aber die Figuren lernen, sich ein kleines Stück besser zu sehen. Und vielleicht auch ein kleines Stück besser zu verstehen.

Was bleibt?

All die Farben, all das Licht ist für mich eine Geschichte über Verlust, ohne nur traurig zu sein. Über Krankheit, ohne sich nur um Krankheit zu drehen. Über Familie, ohne Familie zu verklären. Und über Schwesternschaft, ohne so zu tun, als wäre Nähe immer einfach.

Aber vor allem nehme ich auch die Kunst aus dieser Geschichte mit. Den Gedanken daran, gesehen zu werden, Spuren zu hinterlassen und etwas zu schaffen, das über den Moment hinaus Bestand hat. Und daran, dass Kunst manchmal genau dort eine Verbindung herstellen kann, wo Worte nicht mehr reichen.

Martha und Juna haben mich beide auf ganz unterschiedliche Weise berührt. Die eine laut, die andere stiller, und beide mit sehr viel Schmerz unter der Oberfläche.

Und auch wenn Juna nur eine fiktive Figur ist, wünsche ich ihr nach diesem Buch von Herzen alles erdenklich Gute für ihre Zukunft. Ich wünsche ihr, dass sie ihre Träume verwirklichen kann. Nicht trotz ihrer Krankheit. Sondern mit ihrer Krankheit.

Vielleicht hat mich genau das an dieser Geschichte so bewegt. Dass ein veränderter Lebensplan nicht automatisch das Ende eines Traums bedeuten muss. Manchmal muss der Weg dorthin nur neu gezeichnet werden.

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All die Farben, all das Licht

Rezensionen von Petra:

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Jenseits von Gut und Böhme von Adrian Draschoff

Wer hat mich ermordet

Frau Böhme hat einen Unfall in der Küche, kurzfristig ist sie nicht mehr am Leben. Aber ihre Katze hat eine besondere Art der Wiederbelebung. Dann noch ein Kaffee und eine halbe Zigarette und das Leben geht weiter. Mit dem kleinen Unterschied das sie nun Geister sehen kann. Verstorbene Menschen die noch etwas zu erledigen haben, nämlich ihren Mörder finden und dabei soll sie Friedel Böhme unterstützen.

Als besorgte Mitbürgerin informiert sie die Polizei übe neue Erkenntnisse in alten Fällen, dort wird sie mit Kommissarin Rahmani verbunden, jung, klug, weiblich und mit Migrationshintergrund, alles Gründe sie in den Keller zu verbannen und dort Cold Cases zu bearbeiten.. Der Beginn einer wunderbaren Zusammenarbeit.
Frau Böhme ist etwas unkonventionell, als Witwe hat sie nicht mehr viel Kontakt zur Außenwelt, das ändert sich nun. Die Fälle die sie nun betreut erfordern viel Geduld denn die Geister haben ein schwaches Gedächtnis.
Diese Geschichte war makaber lustig, denn nach dem ersten Fall, bearbeitet sie eine Sammelklage. Eigentlich ist der Tod traurig aber hier war er eher zum lachen, der trockene Humor war einfach passend zum Thema.

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Jenseits von Gut und Böhme

Rezensionen von Annabell95:

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Nobody's Quest von Alyssa Day

Solis Mission

Das Königreich Altarra geht seit hundert Jahren dem Untergang entgegen. Die Kriegsgöttin Corvynne hat fast alle Länder erobert, und jede Prophezeiung verkündet ihren sicheren Sieg. In dieser aussichtslosen Lage fasst eine Magierin die Weissagungen anders auf als alle anderen und entscheidet, dass gerade eine unscheinbare junge Frau namens Soli, eine Waise und Dienerin der königlichen Bibliothek, die letzte Hoffnung sein könnte.

An ihrer Seite brechen fünf weitere Außenseiter auf. Gemeinsam sollen sie eine letzte, verzweifelte Mission erfüllen.

"Nobodys Quest" ist der Auftakt in die Nobody-Chronicles-Reihe.

Durch die Erzählweise aus der Ich-Perspektive von Soli begleitet man sie hautnah mit und erlebt ihre Gedanken und Gefühle. Soli ist eine Waise und stellt sich gern lieber in den Hintergrund, statt nach vorne zu preschen. Sie ist eine Dienerin in der königlichen Bibliothek. Diese Art macht sie zu einer spannenden Heldin, wo sie plötzlich das Königreich Altarra retten soll, obwohl sie sich das selbst kaum zutraut.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und oft bildhaft. Viele Szenen konnte ich mir lebhaft vorstellen, doch gerade bei einigen Fantasiewesen fehlte mir die visuelle Tiefe. Da fehlte mir ein wenig die Vorstellungskraft. Zwischen den Kapiteln tauchen immer wieder Auszüge aus Büchern und Schriften auf. Sie sollen die Welt erweitern, haben für mich aber eher den Lesefluss gebremst, weil ihr konkreter Nutzen nicht immer klar wurde.

Die Gruppe um Soli ist bunt zusammengewürfelt. Mit ihr ziehen ein Dieb ohne Ehre, ein Adliger ohne Vermögen, eine Zauberin ohne Magie, ein Soldat ohne Mut und ein schöner Prinz ohne Königreich. Sie alle haben unterschiedliche Persönlichkeiten und das lässt es dynamisch wirken. Jede Figur bekommt seine eigene Entwicklung über die Handlung hinweg, was zusätzlich zur Spannung beiträgt.

Einige Szenen sind echt gefährlich und grausam erzählt. Zwischendurch wird die Handlung aber auch mit ein wenig Humor aufgelockert. Die leichte Romanze in dieser Story ist schön, aber bleibt recht oberflächlich, da sie zu schnell entsteht und nicht die nötige Tiefe bekommt.

Mein Fazit:
Ein tolles Fantasyabenteuer mit einer stillen, starken Protagonistin, einer vielfältigen Gruppe und einer gelungenen Mischung aus Spannung und Humor. Angenehm für zwischendurch, aber konnte mich nicht komplett überzeugen, gebe aber trotzdem gerne eine Leseempfehlung.

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Nobody's Quest

Rezensionen von Karina :

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Honey und Blondie von Ubin Eoh

Best Friends Forever

Coming-of-Age trifft Freundschaft trifft nostalgische 90er-Vibes trifft auf Rassismus und magische Körpertausch-Momente. ????

Viel los im Debütroman 'Honey & Blondie' von Ubin Eoh - aber keinesfalls überfrachtet.

Honey und Blondie lernen sich im Kindergarten kennen und entwickeln eine so wunderschöne Freundschaft, die einfach unglaublich viel Spaß macht, zu lesen.

Die Jugendsprache ist dabei ziemlich authentisch - und mittlerweile finde ich sie ehrlich gesagt ziemlich schrecklich. ???? Aber man kann sich ja noch grob daran erinnern, wie es in der eigenen Jugend war. Von daher: alles gut.

Den Inhalt zusammenzufassen, finde ich gar nicht so einfach. Man weiß aus dem Klappentext bereits, dass eine der beiden schwer krank ist, und begleitet die Mädchen vom Kennenlernen bis zu diesem Punkt. Auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden werden viele Themen angesprochen: schöne Dinge, aber auch die weniger schönen - Rassismus, übergriffiges Verhalten, schwierige Familienkonstellationen, die erste Liebe und vieles mehr.

Anfangs war ich etwas skeptisch wegen der 'Schleckmuschel-Momente' - klingt komisch, oder? ???? So nennen die Freundinnen ihre Körpertausch-Momente. Aber irgendwie gewöhnt man sich dran und irgendwann fühlt es sich fast normal an. Und mal ehrlich: So ein Körpertausch kann ja auch ganz schön praktisch sein. ????

Ein sehr kurzweilig geschriebener Roman über eine ganz besondere Freundschaft, den ich wirklich sehr gerne mochte. ????

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Honey und Blondie

Rezensionen von peedee:

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Das Glück schmeckt nach Meer: Die Kaffeerösterei von Birte Stährmann

Kaffee, Kaffee, Kaffee

Das Glück schmeckt nach Meer, Band 2: Merle betreibt mit grosser Leidenschaft eine kleine Kaffeerösterei in Flensburg. Das Kreieren und Rösten von Kaffeespezialitäten macht sie glücklich. Privat steht sie kurz vor der Hochzeit, die dann ins Wasser fällt – er hat sie betrogen! In einem Ferienhaus in Maasholm versucht sie, sich neu zu finden und sich über die nächsten Schritte bewusst zu werden.

Dabei trifft sie auf Bonbonkocherin Annika, die zu einer guten Freundin wird…

Erster Eindruck: Ein schönes Cover, das gut zur Reihe passt.

Dies ist Band 2 der Reihe, kann aber unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden. Es kommt zwar zu einem Wiedersehen mit einigen Protagonisten, aber deren Verbindungen werden kurz erklärt.

Merle ist gelernte Krankenschwester, hat nun aber alles auf die Karte Kaffee gesetzt und ihre eigene Rösterei eröffnet. Die finanzielle Unsicherheit, die eine Selbstständigkeit mit sich bringt, rückte in den Hintergrund, da ihr zukünftiger Ehemann einen festen Job hat. Nun ja, das mit dem „Ehemann“ hat sich kurzerhand erledigt – ich war überrascht, wie vernünftig sie trotz allem reagiert hat. Im Ferienhaus ihres besten Freundes Leif kann sie unterschlüpfen, um zu überlegen, wie es weitergehen soll. Sie muss dringend eine Wohnung finden! Nach den ersten entmutigenden Absagen hat sie aber Glück und findet genau das, was sie gesucht hat – und erst noch in der Nähe ihrer Rösterei! Die Wohnungsbesitzerin ist Margit, eine ältere Dame, die um Mithilfe in ihrem Haushalt und Garten gebeten hat. Margit und Merles Oma Lisbeth haben mir sehr gefallen. Ich würde gerne viel dazu erzählen, will aber keine Lesefreude vorweg nehmen.

Da es in diesem Buch um eine Kaffeerösterei geht, war damit zu rechnen, dass es viel um Kaffee und dessen Zubereitung geht. Und so war es: Ich habe förmlich den frisch gerösteten Kaffee gerochen, das Handwerk des Röstens bewundert, die Atmosphäre im Café genossen. Da ich gerne Kaffee trinke, fühlte ich mich in diesem Umfeld sehr wohl. Ein schönes Buch über Freundschaft, Liebe, Leidenschaft – von mir gibt es 5 Sterne und ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Das Glück schmeckt nach Meer: Die Kaffeerösterei

Rezensionen von Lerchie:

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Schweigende Provence von Pierre Lagrange

Alle haben ein Motiv

Völlig überraschend wird Albino Leclerc von dem reichen Industriellen Charles Agne zu einem Gourmet-Wochenende eingeladen. Erst als er vor Ort ist, erfährt er, den Grund, denn der Industrielle ist davon überzeugt, dass einer seiner anwesenden Gäste vor Jahren seine Frau Camille ermordet hat. Albin soll den Schuldigen finden, Er ist bei der -Suche auf sich allein gestellt, denn ein Orkan schneidet das schloss von der Außenwelt ab.

Mops Tyson ist wie immer an seiner Seite. Auch seine Frau Veronique ist dabei. Doch obwohl verhindert wurde, dass der Hausherr das versprochene Beweismaterial übergeben konnte, kommt er dem Mörder näher und gerät in immer größere Bedrängnis.


Meine Meinung
Das Buch ließ sich sehr gut und flüssig lesen, den keine Unklarheit im Text konnten meinen Lesefluss stören. IN der Geschichte war ich schnell drinnen, konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Ich bin ein großer Fan dieser Krimi-Reihe und habe mich auf dieses Buch gefreut. Das musste ich auch nicht bereuen. Allerdings ist dies ein besonderer Krimi, denn Albin musst ganz allein ermitteln. Der Hausherr hatte ihm für den nächsten Morgen, Unterlagen dazu versprochen, doch das wurde verhindert. Bis auf die Recherchen über den Tod von Camille Agnel und über die anwesenden Gäste, um die er über das Handy von Veronique seine alten Mitarbeiter im Kommissariat gebeten hatte, war er auf sich allein gestellt. Sein eigenes Handy war leer und konnte mangels Ladekabel, das er vergessen hatte, nicht genutzt werden. Alle Anwesenden sind verdächtig, wie Albin feststellen. Erst als er von einem der Anwesenden ein Ladekabel erhielt. Konnte er sich die Unterlagen, die Agnel ihm geschickt hatte, ansehen und war überzeugt, dass alle Anwesenden ein Motiv hatten. Am Ende des Buches geriet er noch in Lebensgefahr. Das Buch ist sehr spannend geschrieben, es hat mich gefesselt und war auch sehr unterhaltsam. Von mir eine Weiterempfehlung und fünf Sterne.

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Schweigende Provence

Rezensionen von Emmmbeee:

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In die Schweiz von Emma Cline

Fast wie beim Jedermann

Eins der größten Sorgen der Menschen von heute: Was ist, wenn „es“ uns trifft? Das Verschwinden unserer Persönlichkeit. Des Menschen, der uns ausmacht, also letztlich die Demenz? Was beim Mann auf dem Coverbild in der Kniegegend angedeutet wird, beginnt im Kopf. Mit genügend Kleingeld kann man bei der entsprechenden Diagnose dem gefürchteten Zustand rechtzeitig durch den Freitod vorbeugen, unter anderem in der eher liberalen Schweiz.

Dann ist der Patient meist auch nicht allein, denn ein Assistant, in diesem Fall Cody, umsorgt ihn. Darauf können die meisten von uns jedoch nicht hoffen.
Was ich damit sagen will: Es kann wie in diesem Fall auch die Reichsten treffen, nur wird für sie gesorgt. Fast könnte man neidisch werden. Um Demenz zu beneiden ist aber weiß Gott niemand. Auch musste ich bei der Lektüre an den „Jedermann“ von Hugo v. Hofmannsthal denken, dem Spiel vom Sterben des reichen Mannes, gerade in der Hotelszene mit der Prostituierten. Nur dass David sein Ende selber wünscht.
Wir erlesen Schritt für Schritt, wie es mit dem Protagonisten geistig abwärts geht, wie sich sein Ich auflöst, wie er von der Lebensorganisation durch seine Umgebung immer abhängiger wird. Und wie sehr ihn quält, dass er seiner Tochter nichts sagen sollte, um den Ablauf nicht zu gefährden.
Um soziale Unterschiede geht es ebenfalls in anderen Bereichen, wie bei Emma Cline in den meisten ihrer Werke. Sie schildert meisterhaft die sich auflösende Welt des Kranken, sein allmähliches Abbrechen in das Nichts. Das wird auch im Narrativ deutlich, wenn David immer wieder unversehens in die Vergangenheit abgleitet.
Selbst in der äußeren Schriftform trägt Emma Cline dem unsteten Geist Rechnung, indem Absätze rasch abgebrochen, die Gedanken abrupt beendet werden. Bei mir hat das bewirkt, dass ich selbst ganz unruhig wurde. An einen gleichmäßigen Lesefluss war nicht zu denken, denn es geht im Zickzack kreuz und quer durch Davids Gedankenwelt und durch die Lebensabschnitte, oft nur in zwei, drei Sätzen, dass ich mich immer wieder neu besinnen musste: In welcher Zeit ist David jetzt wieder?
Emma Cline hat nicht nur zum Thema Demenz gründlich recherchiert, sondern auch die Stadt Zürich gut durchforscht. Dieser Roman dürfte wohl keinen Leser unberührt lassen. Einerseits weil es (wie eingangs erwähnt) mit einiger Wahrscheinlichkeit jeden von uns genauso treffen kann. Andrerseits weil die Autorin sehr packend zu erzählen weiß, auch in jedem ihrer anderen Bücher. Ich würde den Roman allen Lesern empfehlen, welche ihre Augen nicht vor unangenehmen Gedanken verschließen wollen.

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In die Schweiz

Rezensionen von Mabla59 :

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Der Prätorianer von Tobias Bukkehave

Neue Thrillerreihe aus Skandinavien

Das Buch "Der Prätorianer" von Tobias Bukkehave ist der Auftakt einer neuen Reihe um die Ermittler Sara Levin und Janus West, die in Kopenhagen ermitteln.
Hier bekommen sie es mit einem brutalen Ritualmörder zu tun.
Die Leichen der Opfer werden regelrecht inszeniert. Der Täter scheint von der Antike besessen zu sein.

Es entwickelt sich ein wahres Katz und Maus Spiel. Und es geht nicht zuletzt um ein Familiengeheimnis
Spannend mit einem furiosen Finale, aber auch deutlichen Längen. Für mich wäre hier wenig mehr gewesen.
Tobias Bukkehave kannte ich bisher noch nicht. Der Klappentext und das zum Inhalt stimmige Cover haben mich sofort angesprochen.
Mir ist aufgefallen, dass besonders in skandinavischen Thrillern verschiedener Autoren, die Leichen der Opfer inszeniert werden, sei es durch Tier-Teile oder wie hier, mit Münzen bedeckt und in die Haut geritzte Botschaften
Ich vergebe drei Sterne.

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Der Prätorianer

Rezensionen von Emmmbeee:

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In die Schweiz von Emma Cline

Fast wie beim Jedermann

Eins der größten Sorgen der Menschen von heute: Was ist, wenn „es“ uns trifft? Das Verschwinden unserer Persönlichkeit. Des Menschen, der uns ausmacht, also letztlich die Demenz? Was beim Mann auf dem Coverbild in der Kniegegend angedeutet wird, beginnt im Kopf. Mit genügend Kleingeld kann man bei der entsprechenden Diagnose dem gefürchteten Zustand rechtzeitig durch den Freitod vorbeugen, unter anderem in der eher liberalen Schweiz.

Dann ist der Patient meist auch nicht allein, denn ein Assistant, in diesem Fall Cody, umsorgt ihn. Darauf können die meisten von uns jedoch nicht hoffen.
Was ich damit sagen will: Es kann wie in diesem Fall auch die Reichsten treffen, nur wird für sie gesorgt. Fast könnte man neidisch werden. Um Demenz zu beneiden ist aber weiß Gott niemand. Auch musste ich bei der Lektüre an den „Jedermann“ von Hugo v. Hofmannsthal denken, dem Spiel vom Sterben des reichen Mannes, gerade in der Hotelszene mit der Prostituierten. Nur dass David sein Ende selber wünscht.
Wir erlesen Schritt für Schritt, wie es mit dem Protagonisten geistig abwärts geht, wie sich sein Ich auflöst, wie er von der Lebensorganisation durch seine Umgebung immer abhängiger wird. Und wie sehr ihn quält, dass er seiner Tochter nichts sagen sollte, um den Ablauf nicht zu gefährden.
Um soziale Unterschiede geht es ebenfalls in anderen Bereichen, wie bei Emma Cline in den meisten ihrer Werke. Sie schildert meisterhaft die sich auflösende Welt des Kranken, sein allmähliches Abbrechen in das Nichts. Das wird auch im Narrativ deutlich, wenn David immer wieder unversehens in die Vergangenheit abgleitet.
Selbst in der äußeren Schriftform trägt Emma Cline dem unsteten Geist Rechnung, indem Absätze rasch abgebrochen, die Gedanken abrupt beendet werden. Bei mir hat das bewirkt, dass ich selbst ganz unruhig wurde. An einen gleichmäßigen Lesefluss war nicht zu denken, denn es geht im Zickzack kreuz und quer durch Davids Gedankenwelt und durch die Lebensabschnitte, oft nur in zwei, drei Sätzen, dass ich mich immer wieder neu besinnen musste: In welcher Zeit ist David jetzt wieder?
Emma Cline hat nicht nur zum Thema Demenz gründlich recherchiert, sondern auch die Stadt Zürich gut durchforscht. Dieser Roman dürfte wohl keinen Leser unberührt lassen. Einerseits weil es (wie eingangs erwähnt) mit einiger Wahrscheinlichkeit jeden von uns genauso treffen kann. Andrerseits weil die Autorin sehr packend zu erzählen weiß, auch in jedem ihrer anderen Bücher. Ich würde den Roman allen Lesern empfehlen, welche ihre Augen nicht vor unangenehmen Gedanken verschließen wollen.

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In die Schweiz