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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Island :

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Wie rettet man eine Freundschaft ins Erwachsenenalter

Bei "Dabei waren wir uns immer so nah" handelt es sich um den Debütroman von Jette Kötschau. Die Coverabbildung zeigt zwei junge Frauen im Sommer auf einer Mauer sitzend, mit Flaschen um sich.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen drei Frauen Anfang 30, die etwa seit Beginn ihres Studiums befreundet sind.

Doch nun unterscheidet sich ihre Lebensrealität doch sehr. Henri ist weiter ungebunden, hätte gerne ein eigenes Kino, hat viele Dates und muss gerade den Verlust ihrer geliebten Oma verarbeiten. Merle hat ein Baby und baut gemeinsam mit ihrem Mann gerade ein Haus weit außerhalb der Stadt. An ihr bleibt die ganze Care-Arbeit hängen, während ihr Mann mit Job und Baustelle beschäftigt ist. Und Katharina hätte gerne ein Kind, aber ihr langjähriger Partner fühlt sich zumindest aktuell noch nicht bereit dazu. Durch ihren unterschiedlichen Alltag und ihre verschiedenen Lebensentwürfe bleibt auch die Freundschaft der drei Frauen mehr und mehr auf der Strecke, obwohl sie sich zugleich nacheinander sehnen und vermissen, was sie mal hatten.

Die Autorin erzählt die Geschichte abwechselnd aus den drei verschiedenen Perspektiven, sodass man sich sehr gut in die Protagonistinnen hineinversetzen kann, auch wenn die eigene Lebenssituation gerade eine etwas andere ist. Manches kommt einem aber sicher von eigenen Freundschaften aus der Studienzeit bekannt vor, dass man sich danach oft einfach in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Der Erzählstil war gut nachvollziehbar und auch mit der Sprecherin des Hörbuchs war ich sehr zufrieden. Sie passte zu der Stimmung der Erzählung und man konnte ihr angenehm folgen.

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Rezensionen von Island :

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Magisch von Annika Büsing

Ein Highlight meines bisherigen Lese-Jahres

Bei diesem Roman bin ich froh, doch einen Blick in die Kurzbeschreibung des Inhalts geworfen zu haben, denn der Titel "Magisch" hat mich erst etwas aus der Fantasy-Richtung erwarten lassen, zumal ich die Kuh auf dem Cover beim flüchtigen Hinschauen nicht sofort als Kuh identifiziert habe.

Magisch ist in Wirklichkeit der Nachname des männlichen Protagonisten Paul.

Er und die weibliche Hauptperson Marie sind seit der Kindergartenzeit befreundet und waren in ihren Jugend ein Paar, bis Marie sich in einen Anderen verliebte und Paul schließlich aus der Stadt verschwand und mit seiner Band tourte. Mit Mitte 30 kehrt Paul Magisch nun in seine Heimatstadt im Ruhrgebiet zurück, wo Marie nach dem abgebrochenen Grundschul-Referendariat eine Hundetagesstätte betreibt. Dabei kommen alte Gefühle schnell wieder hoch, aber auch Konflikte von früher, denn Maries Bruder Andi, das schwarze Schaf ihrer Familie, ist ein Nazi, dem Magisch schon immer ein Dorn im Auge war, da der sich schon in seiner Jugend gegen ihn gestellt hat.

Die Geschichte um Magisch und Marie schildert sehr eindrucksvoll, wie ein Riss durch einen Ort und auch durch die eigene Familie gehen kann, wenn Menschen rechten Ideologien anhängen. Damit geht es um ein Thema, das leider auch in den "alten Bundesländern" mehr und mehr an Aktualität gewinnt. Die Autorin beschreibt die Entwicklungen so, dass man sich gut hineinversetzen kann. So wird auch deutlich, dass es sehr schwer ist, jemandem, dem man sehr nahe steht und dessen gute Seiten man ebenfalls kennt, komplett aufzugeben, weil er zugleich absolut verwerfliche Dinge tut. Immer wieder gibt es einen Wechsel zwischen der Gegenwart nach Magisch Rückkehr und der Kindheit und Jugendzeit, sodass man sowohl die Veränderungen Andi betreffend als auch das Verhältnis zwischen Paul und Marie besser verstehen kann. Der Schreibstil der Autorin ist dabei modern und unkonventionell. Manchmal wird man als Leser:in direkt von der Erzählerin angesprochen und diese scheint oft frei heraus zu erzählen, ohne auf irgendwelche Konventionen zu achten, was gut zum Charakter von Marie passt, wie man sie auch ansonsten erlebt. Somit war es sehr unterhaltsam und kurzweilig, diesen Roman zu lesen, obwohl es zugleich um ernste Themen ging. Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.

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Magisch

Rezensionen von DoraLupin:

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Unmagical (Band 1) - Die verbotene Akademie von Lauren Magaziner

Ein cooles, komplexes Abenteuer für ältere Kinder

Seit Fioras Eltern von den Zaubermächtigen getötet wurden, lebt sie bei ihrem Onkel, einem geschickten Schneider. Doch dann gerät auch ihr Leben in Gefahr. Zu ihrem Schutz wird sie an der geheimen Akademie des Widerstands aufgenommen und lernt, sich zu verteidigen. Die meisten anderen Lehrlinge sind allerdings der Meinung, dass sie ihren Platz dort nicht verdient hat.

Als Ausrüstung nicht funktioniert und Missionen schiefgehen, fällt der Verdacht auf Fiora. Kann sie ihre Unschuld beweisen und die Akademie retten?

Schon der Klppentext hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht, aber das diese so ein komplexes Abenteuer werden würde, damit hatte ich nicht gerechnet! Man merkt aber schon am Schreibstil sehr schnell, dass dieses Buch eher etwas für geübte Leser ist und man sich schon immer gut konzentrieren muss um wirklich in der Story mitzukommen. Andererseits ist der Stil aber auch so spannend und interessant das es sehr viel Freude macht Fiora auf diesem Abenteuer zu begleiten und ich wollte in jeder freien Minute weiterlesen und erfahren was noch passieren wird.

Anfangs geht die Welt, die die Autorin hier erschaffen hat fast ein wenig in Richtung Dystopie, wie die Menschen in den Städten behandelt werden, wie viel Ängste sie haben und das sie sich ihrer Sicherheit nie sicher sein können. Auch Fiora ist in dieser Welt anfangs sehr bedacht bloß nicht aufzufallen und sich eher versteckt zu halten, bis sie durch eine unerwartete Situation über sich hinaus wächst! Ich fand diese Charakterentwicklung wurde über das gesamte Buch gut und nachvollziehbar beschrieben.

Sehr gut gefallen hat mir später dann auch die magische Akademie und wie sich aus den einzelnen Gruppenmitgliedern eine richtige Einheit entwickelt, die sich gegenseitig unterstützt und zur Seite steht. Auch die kleine Liebesgeschichte, die aber nie im Vodergrund stand, fand ich sehr gelungen und zuckersüß.

Das Buch ist spannend und in Teilen auch sehr actionreich, in anderen Passagen des Buches dreht sich aber auch viel um Freundschaft und Zusammenhalt. Ich finde das Buch ist der perfekte Auftakt für Kinder, die schon geübtere Leser sind und sich nach einer komplexeren Fantasygeschichte sehnen. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen und gebe 4,5 von 5 Sternen.

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Unmagical (Band 1) - Die verbotene Akademie

Rezensionen von Odina:

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Der Prätorianer von Tobias Bukkehave

Guter Thriller

„Der Prätorianer“ von Tobias Bukkehave handelt von Kommissarin Sara Levin, die in einer eisigen Stadt einen rätselhaften Ritualmord untersucht. Als Hinweise zu ihrem verurteilten Vater führen, muss sie sich ihrer dunklen Familienvergangenheit stellen um den Serienkiller zu stoppen. Der Autor erzählt die Geschichte in einem flüssigen und bildhaften Schreibstil.

Besonders das skandinavische Setting wird atmosphärisch beschrieben und sorgt für eine kalte, düstere Stimmung. Durch die wechselnden Perspektiven bleibt die Handlung abwechslungsreich und bekommt zusätzliche Spannung. Stellenweise hätte man einige Passagen jedoch kürzen können, da sie das Tempo etwas bremsen. Die Charaktere sind klar und gut nachvollziehbar gestaltet. Besonders Sara Levin wirkt glaubwürdig in ihrem Denken und Handeln. Auch ihr Partner Janus sowie ihr Bruder Adam passen überzeugend in die düstere Handlung. Insgesamt ist das Buch ein guter Thriller für alle Skandinavien Fans.

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Der Prätorianer

Rezensionen von S.:

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Das verschwundene Weihnachtsbuch von Jenny Colgan

Cosy Romance

Cosy Romance
Mirren liebt ihre Großtante, natürlich. Die aber ist schwerkrank und wünscht sich ein Buch aus ihren Kindertagen. Beide haben keine Ahnung, dass eben dieses Buch eine absolute Rarität und mit Gold aufzuwiegen ist. Also macht sich Mirren, abgebrannt und naiv, auf die Suche. Zufällig sucht der mittellose Neffe eines reichen Buchhändlers genau dieses Buch und heftet sich an Mirrens Fersen.

Was wohl passieren wird?
Jenny Colgan hat eine romantische Weihnachtsgeschichte verfasst, eine Schatzsuche mit mehr oder weniger sympathischen Protagonisten. Sie gibt Einblicke in viele Buchhandlungen und Verhaltensweisen von Buchhändlern, streift London, durchfährt Schottland. Garniert das Ganze mit einigen Rezepten leckerer Gerichte und gibt einen Ausblick auf Mirrens weitere Erlebnisse.
Eine Geschichte wie ein Keks: süß, gemocht und schnell gegessen.

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Das verschwundene Weihnachtsbuch

Rezensionen von skiaddict7:

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Nuno Nasenbär von Ingolf Lück

Süsses Kinderbuch über Selbstakzeptanz, mit kleinen Schwächen

Nuno Nasenbär lebt in einem kleinen Baumhaus im Dschungel. Eigentlich ist er zufrieden mit seinem Leben. Seine Nase hilft ihm, tolle Schätze und neue Orte zu finden. Eines Morgens bleibt die Nase beim Anziehen im T-Shirt stecken, und führt dazu, dass sein Baumhaus völlig zerstört ist. Von nun an hat er das Gefühl, seine Nase sei irgendwie schlecht.

Immer wieder wiederholt er, "Ich duseliger Nasenbär, wenn nur nicht diese Nase wär'!". Mit Hilfe seiner Freunde merkt er aber zumindest gegen Schluss, dass das nicht stimmt...

Die Illustrationen sind sehr kräftig und bunt. Auf jeder Seite gibt es einige verschiedene Tiere zu sehen, wobei Nuno der einzige Nasenbär ist, während es von anderen Tieren meist mehrere gibt. Die Seiten enthalten sowohl Text als auch Sprechblasen, was das Vorlesen etwas komplexer macht. Manchmal ist der Text in den Sprechblasen etwas sarkastisch und für kleinere Kinder nicht wirklich zu verstehen.

Ich bin leider nicht ganz überzeugt von dem Buch. Die Idee ist gut, aber im Prinzip folgen wir hier einfach einem Nasenbär, der ein mal einen schlechten Tag hat. Etwas stört mich, wie er sich immer wieder als "dusselig" bezeichnet. Dies ist zumindest in der Schweiz, wo ich lebe, nicht ein Wort was in meiner Generation verwendet wird, und kommt mir so Boomer-mässig vor. Vielleicht ist das in Deutschland anders?
Mein Fazit: hier wird etwas übertrieben ein Problem generiert, was dann auf der letzten Seite schnell gelöst wird. Das könnte meiner Meinung nach besser umgesetzt werden.

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Nuno Nasenbär

Rezensionen von skiaddict7:

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Nuno Nasenbär von Ingolf Lück

Süsses Kinderbuch über Selbstakzeptanz, mit kleinen Schwächen

Nuno Nasenbär lebt in einem kleinen Baumhaus im Dschungel. Eigentlich ist er zufrieden mit seinem Leben. Seine Nase hilft ihm, tolle Schätze und neue Orte zu finden. Eines Morgens bleibt die Nase beim Anziehen im T-Shirt stecken, und führt dazu, dass sein Baumhaus völlig zerstört ist. Von nun an hat er das Gefühl, seine Nase sei irgendwie schlecht.

Immer wieder wiederholt er, "Ich duseliger Nasenbär, wenn nur nicht diese Nase wär'!". Mit Hilfe seiner Freunde merkt er aber zumindest gegen Schluss, dass das nicht stimmt...

Die Illustrationen sind sehr kräftig und bunt. Auf jeder Seite gibt es einige verschiedene Tiere zu sehen, wobei Nuno der einzige Nasenbär ist, während es von anderen Tieren meist mehrere gibt. Die Seiten enthalten sowohl Text als auch Sprechblasen, was das Vorlesen etwas komplexer macht. Manchmal ist der Text in den Sprechblasen etwas sarkastisch und für kleinere Kinder nicht wirklich zu verstehen.

Ich bin leider nicht ganz überzeugt von dem Buch. Die Idee ist gut, aber im Prinzip folgen wir hier einfach einem Nasenbär, der ein mal einen schlechten Tag hat. Etwas stört mich, wie er sich immer wieder als "dusselig" bezeichnet. Dies ist zumindest in der Schweiz, wo ich lebe, nicht ein Wort was in meiner Generation verwendet wird, und kommt mir so Boomer-mässig vor. Vielleicht ist das in Deutschland anders?
Mein Fazit: hier wird etwas übertrieben ein Problem generiert, was dann auf der letzten Seite schnell gelöst wird. Das könnte meiner Meinung nach besser umgesetzt werden.

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Nuno Nasenbär

Rezensionen von S.:

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Morgen kommt die Weihnachtsfrau von Gisa Pauly

Weihnachtszeit auf Sylt

Weihnachtszeit auf Sylt
Sylt, wunderschöne Insel. Die meisten Einwohner leben gern dort, auch Touristen fühlen sich wohl. Wenn der Wintermarkt öffnet, sammeln die örtlichen Honoratioren im Weihnachtsmannkostüm für die Seenotrettung und verteilen in Heimen dürftige Geschenke. Zudem schanzen sie sich gegenseitig Geschäfte zu und machen den Frauen das Leben schwer.

Die aber wehren sich raffiniert und organisieren Weihnachtsfrauen. Sehr clever. Wie die Männer reagieren, beschreibt Gisa Pauly sehr anschaulich. Nebenschauplätze wie überbordend dekorierte Häuser, Verkaufsstände und ein Altenheim passen gut zum Geschehen. Dann wird ein Krimi draus: Geld verschwindet, ein bedeutungsvolles Medaillon ebenfalls.
Die Autorin beschreibt es locker leicht, einige Männer kommen nicht besonders gut dabei weg. Auch entsteht der Eindruck, dass Einheimische und Touristen laufend zu Spenden genötigt werden. Egal, eine Cozy-Story mit Weihnachtsflair und Amore ist entstanden. Leckere Rezepte im Anhang inklusive.
Unterhaltsames zur Weihnachtszeit.

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Morgen kommt die Weihnachtsfrau

Rezensionen von wolkenbücherwelt / Mythynk:

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Death's Daughter von S. A. Barnes

Dunkles Erbe & Tödliche Wahrheiten

Atmosphärisch, spannend und ein Schreibstil, weder zäh noch langatmig, durch den sich das Buch wirklich richtig gut durchsuchten lässt - und dazu noch der Mystery-Anteil… und genau damit hat mich Death’s Daughter bis zum Schluss überzeugt!

Die Grundidee rund um die Tochter des Todes hat mir von Anfang an sehr gefallen und zusammen mit dem Dark-Academia-Setting entsteht so eine leicht düstere Stimmung, die für mich erstaunlich gut funktioniert hat - stellenweise hatte ich sogar ein wenig Buffy-Nostalgie-Vibes :)

Bei dem ganzen Murder-Mystery-Part hatte ich erst leichte Bedenken, dass alles zu offensichtlich sein könnte, aber man konnte mitfiebern, miträtseln, ich hatte durchaus manche Vermutungen und wurde bei einigen Dingen dann trotzdem noch überrascht.

Genau das mochte ich ziemlich gerne, weil man nicht komplett im Dunkeln tappt, aber eben auch nicht schon viel zu früh alles durchschaut.

Jo bzw. Jocasta selbst fand ich im Allgemeinen wirklich interessant und zum Teil auch ein klein wenig frustrierend.

„Ich bin, wer ich bin, trotz meiner Abstammung und nicht wegen ihr.“

Ihre Probleme, Wünsche und vor allem diese ständige Zerrissenheit haben für mich gut funktioniert: auf der einen Seite ihr Wunsch, ihre Menschlichkeit zu bewahren und sich eben nicht nur über ihre Abstammung definieren zu lassen, auf der anderen das, was nun einmal ebenfalls in ihr steckt. Gerade die Einblicke in ihre Vergangenheit haben dabei geholfen, ihre Entscheidungen und Gedanken besser zu verstehen oder zumindest verstehen zu wollen. Die Einschübe waren im Buch gut gewählt und auch nie zu lang, sodass sie den Lesefluss nicht ausgebremst haben.

Und trotzdem hätte ich mir gerade bei Jo noch ein wenig mehr gewünscht. Weniger dauerhaftes Kämpfen gegen sich selbst, dafür irgendwann vielleicht etwas mehr wirkliche Akzeptanz dessen, was sie nun einmal ist. So ein bisschen mehr Bada*ss-Vibes, etwas mehr Egoismus an den richtigen Stellen und ehrlich gesagt auch ein paar Momente, in denen sie wirklich „kurz davor ist, sich zu verlieren“. Gerade weil so viel in ihr steckt, hätte ich ihre „dunklere Seite“ gerne noch deutlicher gesehen.

Beim Worldbuilding wollte ich ebenfalls irgendwann einfach mehr. Es werden so viele spannende Dinge eröffnet, dass ich gerne noch tiefer in diese „andere Welt“, ihre Regeln und Strukturen und vor allem die verschiedenen Figuren und Verbindungen eingetaucht wäre. Gerade die Uralten und ihre Nachkommen bzw. Sprösslinge machen mich unglaublich neugierig. Ich hoffe wirklich, Band 2 wartet vielleicht sogar mit einer Art Stammbaum auf, damit man jeden Spross und auch dessen Kraft zuordnen kann.

Den Romance-Anteil fand ich angenehm anders - für mich weniger klassische Romance und eher eine Mischung aus Forbidden Love und dieser etwas eigenartigen Nicht-Beziehung-Beziehung… gerade zwischen Jo und Carter spielt dieses „eigentlich sollte das so nicht sein“ ja durchaus mit hinein.
Grundsätzlich fand ich diesen kleinen Tanz aus Nähe und Distanz passend, auch wenn ich mir stellenweise noch ein wenig mehr Spannung und Chemie gewünscht hätte - also ja, so ein bisschen mehr Knistern hätte ich definitiv genommen.
…und dann taucht Devon auf und wirbelt alles einmal ordentlich durch…

Dass ich Band 2 lesen werde, steht jedenfalls fest - allein schon, weil ich von gewissen Figuren definitiv mehr brauche. Gerade der so beherrschte Carter ist eine der Figuren, von denen ich unbedingt noch mehr sehen möchte. Ich mochte ihn leider, da bin ich ehrlich, schon ziemlich früh :)
Auf seine Rolle, seine Entscheidungen und darauf, was bei ihm vielleicht noch unter der Oberfläche liegt, bin ich besonders gespannt.

Und auch wenn das Ende für mich etwas schneller kam, als ich es mir gewünscht hätte, war es trotzdem stimmig umgesetzt und insgesamt rund genug. Gleichzeitig bleibt genug offen, um mich ziemlich neugierig darauf zu machen, welche Konsequenzen das alles noch haben wird.

Also für mich war Death’s Daughter damit ein sehr guter 4-Sterne-Read. Atmosphäre, Mystery, Grundidee und Lesefluss haben richtig gut funktioniert. Für die volle Punktzahl haben mir vor allem noch mehr Worldbuilding, ein bisschen mehr Tiefe und ehrlich gesagt auch mehr Dunkelheit, Schmerz und Kontrollverlust gefehlt.

Für Band 2 wünsche ich mir deshalb: mehr von Jos „dunkler Seite“, mehr von den Uralten und ihren Sprösslingen, mehr Zerrissenheit - und ja, bitte sehr viel mehr Carter.
(und ein Ahnenbuch oder einen Stammbaum!)

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Death's Daughter

Rezensionen von Merri:

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Milla Gorilla von Lotte Schweizer

Bananenstarke Geschichte

„Milla Gorilla" hat uns positiv überrascht. Die Geschichte um das kleine Gorillamädchen ist liebevoll erzählt und passt gut für kleine Zuhörer. Besonders toll finde ich die Botschaften in dem Buch, zum Beispiel, dass Mut nicht heißt, sich alles zu trauen, sondern auch mal Nein sagen zu können.

Das kommt bei Kindern gut an. Süß sind auch die kleinen Details in der Geschichte: Es gibt Bananenbrot, Bananenmilch und Nani, die Kuschelbanane. Dies verleiht der Geschichte einen gewissen Witz. Die Bilder sind bunt und detailreich, aber auch recht speziell – ich habe eine kleine Eingewöhnungszeit gebraucht, inzwischen mag ich den Stil aber. Der Text lässt sich gut vorlesen, und durch die Einteilung in Kapitel eignet sich das Buch prima für Gute-Nacht-Geschichten. Unser Kind will das Buch immer wieder hören, das ist wohl das beste Zeichen.

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Milla Gorilla