Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PMelittaM:
Beth is dead von Katie Bernet
Adaption eines Klassikers in die heutige Zeit
Die siebzehnjährige Beth March wird nach einer Silvesterparty tot aufgefunden. Beths Schwester Jo traut der Polizei nicht allzu viel zu und versucht selbst, den:die Täter:in zu ermitteln. Wie sich herausstellt, kämen dafür einige in Frage, sogar Beths eigene Schwestern. Amy, die jüngste, die noch auf der Party einen schweren Streit mit Beth hatte, Meg, die älteste, hinter deren Geheimnis Beth gekommen war, und sogar Jo, der kein gutes Thema für ihren neuen Roman einfallen will.
Und wo ist eigentlich der Vater der Schwestern?
Meg, Jo, Beth und Amy March? Wem das bekannt vorkommt, liegt wahrscheinlich nicht falsch, denn die Charaktere sind entliehen aus dem Klassiker „Little Women“, auf Deutsch „Betty und ihre Schwestern“ von Louisa May Alcott, der mehrfach verfilmt wurde. In meiner Jugend habe ich die Verfilmung mit Katherine Hepburn sehr gemocht, so dass ich neugierig auf diese Adaption des Stoffes war.
Hier wird die Familie nun in die heutige Zeit versetzt, ihre Charaktere haben sie aber im wesentlichen beibehalten. Auch andere Charaktere aus dem oben genannten Roman trifft man hier wieder, wie zum Beispiel Theodore Laurence, Laurie genannt.
Erzählt wird aus den Perspektiven der vier Schwestern, jeweils in Ich-Form. Neben dem aktuellen Geschehen nach Beths Tod gibt es immer wieder Rückblenden, die mit „Vorher“ betitelt werden, so dass auch Beth zu Wort kommen kann, was mich besonders berührt hat. So erfährt man nach und nach, was passiert ist, und nach und nach gibt es immer neue Verdächtige. Am Ende wird der Fall nachvollziehbar aufgelöst. Für mich ist der Roman aber im wesentlichen kein Krimi, sondern eine Charakterstudie der Schwestern und ihrer Beziehung untereinander.
Katie Bernet Adaption des Klassikers von Louisa May Alcott ist in meinen Augen gut gelungen, man erkennt die Charaktere schnell wieder, durch das Versetzen der Geschichte in die heutige Zeit und dem veränderten Plot hat die Autorin aber auch eine ganz eigene Geschichte entwickelt. Zielgruppe der Geschichte sind zwar Jugendliche, aber auch ich als Erwachsene habe sie gespannt gelesen.
Rezensionen von lesemaus:
Über vier Leben von Pauline Hatscher
tiefgründig
Der Roman "Über vier Leben" von der Autorin Pauline Hatscher hat mir gut gefallen.
Mirabell ist auf der Suche nach ihren Wurzeln und möchte ihre Familiengeschichte aufarbeiten. Leider bekommt sie keine Antworten, sondern ein Turm aus neuen Fragen baut sich auf. Die Großmutter verschwand und die Mutter redet nicht mit ihr darüber.
Findet sie dennoch zu ihren Wurzeln?
Der Roman hat mich ab der ersten Seite fasziniert. Obwohl ich den Schreibstil nicht als flüssig empfinde, konnte ich mich dennoch schnell einlesen und in die Story vordringen. Irgendwie passte er dann doch wieder zur Geschichte. Aus der Sicht von vier Frauen können wir das Leben in der Vergangenheit und Gegenwart verfolgen. Mir gefallen diese Perspektiven sehr. Ich finde die Story zudem sehr authentisch, obwohl es Fiktion ist, könnte doch alles so passiert sein.
Der Roman ist sehr tiefgründig und keine leichte Kost. Sensible Themen wie häusliche Gewalt, Vergewaltigung, Suizid, Depressionen und Traumata, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, werden abgesprochen.
Für dieses Buch sollte man sich Zeit nehmen und kann es nicht einfach so nebenher lesen. Der Roman hallt definitiv nach.
Rezensionen von lesemaus:
Nächstes Mal für immer von Lucien Marant
Eine zweite Chance?
Nächstes Mal für immer vom Autor Lucien Marant ist genau die richtige Lektüre für den Sommerurlaub. Eine (un)schöne Liebesgeschichte mitten in Paris. Das wunderschöne Setting stimmte mich auf einen Urlaub ein, ich sah mich dank des bildhaften Schreibstils durch die Straßen der schönen Stadt an der Seine schlendern.
1999 kommt die Studentin Mona für ein Semester nach Paris. Sie lernt dort Thibauld kennen. Obwohl sie ihn erst nach ausstehen kann, entwickelt sich zwischen den beiden etwas…
Nach zwanzig Jahren besucht Mona 2019 erneut Paris. Sie trifft ausgerechnet wieder auf Thibauld, der sie so bitter enttäuscht hat und dennoch ihr größtes Glück war. Gibt sie ihm eine zweite Chance?
Weshalb Mona nach Paris zurück kehrt, wird im Buch aufgelöst, es gibt der ganzen Story eine Spannung. Monas Entwicklung und die Rückblenden tragen ebenfalls zur Spannung bei. Das Buch hat sich wunderbar lesen lassen. Das Cover passt zum Buch, leicht kitschig, aber schön. Aber dennoch braucht es genau das manchmal.
Rezensionen von lesemaus:
Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg
Zeit im Umbruch
"Falls jemand fragt, wer wir waren" von der Autorin Eva Kraneburg erzählt uns Tillas Geschichte. Tilla, ein Nachkriegskind, lebt mit dem Vater in Halle. Sie ist eine sehr gehorsame und gebildete Schülerin, ihr Traum ist es, Journalistin zu werden. Politisch ist sie sehr überzeugt. Die Nachmittage verbringt sie am liebsten mir ihrer Freundin Rena an der Saale.
Eines Tages verschwindet Rena spurlos und wenig später wird im Wasser eine Frauenleiche gefunden. Ihre Welt gerät aus den Fugen. Sie geginnt ihr Leben und das ihres Vaters zu hinterfragen. Dabei gerät sie in das Geschehen des 17. Junis 1953 in der DDR...
Mir hat die Story sehr gefallen, spannend und einfühlsam bringt uns die Autorin Eva Kranenburg die Ereignisse des Aufstands in der damaligen DDR näher. Der ruhige Schreibstil gefällt mir sehr gut, ebenso der historische Kontext am Ende des Buches. Sehr aufwendig recherchiert und eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von lesemaus:
Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska
Wohlfühlroman
Ein ehrlicher Wohlfühlroman, der mir sehr gefallen hat.
Diesmal ist es etwas anderes. Darauf hofft Ina jedes Mal, wenn sie sich verliebt. Doch es geht immer schief. Sie arbeitet in einem Tattoostudio und wohnt mit ihrem Sohn Henry in der Siedlung „Am Kastanienbaum“, irgendwo mitten in einer großen Stadt.
Dort gibt es noch mehr Menschen wie Ina, 1.583 genauer gesagt. Sie leben nah beisammen und bleiben doch allein. Da ist Herr Bello, der am liebsten im Faltenrock tanzt. Samy, der davon träumt, eine Ente zu streicheln. Und Frau Arslan, die Gedichte in Pralinenschachteln versteckt. Sie alle eint die Sehnsucht nach Glück und Verbundenheit. Eines Tages macht Baggerfahrer Paco eine schicksalhafte Entdeckung: Eine Weltkriegsbombe liegt unter der Erde. Darauf geschieht in der Siedlung etwas Wundersames. Die Menschen kommen einander näher, als es möglich schien. Und Ina begegnet dem Mann, mit dem es etwas anderes ist.
Rezensionen von lesemaus:
Meine Kindergartenfreunde von Mitgutsch Ali
niedlich
Carola von Kessel und Marion Kreimeyer-Visse treffen mit dem gelungenen Eintragebuch/Erinnerungsalbum Wieso? Weshalb? Warum? - Meine Kindergarten-Freunde mit Sicherheit den Nerv vieler Kinder und deren Eltern. Das Album ist wunderschön gestaltet. Ein dicker Einband bietet Schutz vor vielen kleinen Kinderhänden, das Format ist praktisch und passt in jeden Kindergartenrucksack.
Die Seiten sind mit verschieden Motiven vorgestaltet (Dinosaurier, Bauernhof, Baustelle, Natur…), so dass sich jeder Kind auf der passenden Seite verewigen kann und die entsprechenden Felder ausfüllt bzw. von Mutti und Vati ausfüllen lässt. Es bleibt noch genügend Platz für ein Foto oder kleines Bildchen etc. So hat man nach der Kindergartenzeit eine liebevolle Erinnerung an die unbeschwerte Kinderzeit. Ich finde das Buch sehr schön und es eigenet sich auch prima als Geschenk.
#3192529
Bewertung
aus Siegenburg
5/5
01.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
tolles Freundebuch mit viel wissenswertes
Das "Wieso Weshalb Warum" "Meine Kindergarten-Freunde" Buch von Ravensburger ist ein wunderschönes Buch! Es enthält ganz viele verschiedene bunte Seiten mit unterschiedlichen Themen. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei! Ideal für Fans von Dinosaurier, Tiere, Meer, Baustelle und Bauernhof. Somit ist es für Mädchen und auch Jungs perfekt. Die Bilder wurden schön bunt und sehr naturgetreu gestaltet. Besonders toll finde ich, dass bei den Seiten viel Sachwissen dabei ist, so können die Kinder noch ganz viel zusätzlich lernen. Die Fragen sind ebenfalls sehr gut gewählt und es macht richtig Spaß es mit den Kindern auszufüllen. Wir haben sehr positive Resonanz von den Kindergarten Freunden erhalten, die das Buch total schön fanden. Ich finde es wäre auch ein tolles Geschenk für einen Kindergartenstart. Das ist eine schöne Erinnerung an die Kindergartenzeit!
#3183900
karins_buecherwelt
aus Österreich
5/5
16.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine tolle Idee für Erinnerungen
Es gibt soviele tolle Wieso? Weshalb? Warum? Bücher von Ravensburger und warum denn nicht auch "meine Kindergarten Freunde". Und tadaaa hier ist es. Die Aufmachung des Covers ist mit fröhlicher Farbe und vielen bunten Bildern im gewohnten Wieso Weshalb Warum Stil. Die Gestaltung der Innenseiten ist perfekt für alle Kindergarten Kinder. Hier finden wir alle möglichen Interessen der Kinder. Angefangen von Waldtieren (Reh, Fuchs etc) geht es über zu Bauernhoftiere und Traktoren, auch Bagger und Lastwagen finden wir. Natürlich dürfen auch die Dinosaurier, wie der T-Rex und Triceratops nicht zu kurz kommen. Auf jeder Doppelseite dürfen sich die Freunde verewigen und auch kreativ austoben. Mit einem Geburtstagskalender können auch die vielen Geburtstage im Überblick behalten werden. Dieses Buch lässt sich auch toll als Geschenk kaufen und wird viel Freude bereiten.
#3169517
Bewertung
5/5
08.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
süßes Freundebuch
as meine Kindergartenfreunde Buch von Wieso? Weshalb? Warum? Ist toll gemacht. Das Cover ist schön gestaltet und auch die einzelnen Seiten sind hübsch. Es gibt verschiedenen Themen auf den Seiten. Dinosaurier, Baustelle, Bauernhof und Meer. Jede Seite hat auf das jeweilige Thema abgestimmt Möglichkeiten zum ausfüllen und auch immer eine neue spannende Info. Da es ein Kindergartenfreundebuch ist, sind viele Sachen dabei die die Kinder selber beantworten oder sogar selber ausfüllen können. Somit haben auch schon die kleinsten Spaß an dem Buch und das anschauen der ersten Freunde ist immer wieder schön. Auch das jede Seite individuell anders aussieht finde ich toll, zb sind auf den Dinosaurier Seiten nicht immer die gleichen Dinos abgebildet. Noch besser hätte ich es gefunden, wenn es noch mehr verschiedene Themen für die Seiten gegeben hätte, aber vielleicht wäre das für die Kinder auch zu viel gewesen.
#3161881
Bewertung
5/5
08.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Einfach toll!
Das Freundebuch „Wieso? Weshalb? Warum? – Meine Kindergarten-Freunde“ ist einfach nur klasse uns eine richtig schöne Erinnerung an die Kindergartenzeit. Nicht nur mein Kind war begeistert von den unterschiedlichen Seiten und der Gestaltung, auch seine Kindergarten-Freunde hatten beim eintragen wohl viel Freude. Die Seiten mit den Dinos und den Waldtieren waren dabei am beliebtesten. Alle Seiten sind kindgerecht gestaltet, bieten viel Platz für die wichtigsten Infos und auch persönliches wie kleine Kunstwerke und Erinnerungen an die gemeinsame Zeit und die ersten Freundschaften. Die Fragen richten sich dabei perfekt an Kindergartenkinder und umfassen auch Lieblingsfarbe und Vorlieben zum Ankreuzen. Bei den abwechslungsreichen Themen findet jedes Kind seine zu seinen Interessen passende Seite. Die Seiten sind mit den wunderschönen Bilder und vielen Wissens-Details einfach klasse gestaltet und regen auch hier während des Ausfüllens nochmal zum Erzählen und Sprechen über die verschiedenen Themen ein. Bei uns wird das Freundebuch sehr geliebt und stets in der Kita weitergegeben.
Rezensionen von Gute_Laune:
Die besten Kuchen von A-Z von Dr. Oetker Verlag
Kuchenliebe
Hach, ich backe so so so gern! Und Dr. Oetker schaffte es nach so vielen Jahren noch immer, Backbücher herauszubringen, in denen es für mich neue Rezepte gibt. Dieses hier ist alphabetisch geordnet. Also nicht nur im Register, sondern im ganzen Buch. Das ist praktisch, denn man findet viel leichter das passende Rezept.
Im Register sind die Rezepte dann sogar sortiert nach Kuchen aus der Form; Kuchen vom Blech; Kuchen mit Obst; Kuchen mit Schokolade und Kakao; Kuchen mit Quark, Frischkäse, Schmand und Ricotta; Kuchen mit Nüssen, Mandeln, Kokos und Kernen; Kuchen mit Pudding; Käsekuchen; Streuselkuchen.
Jedes Rezept bringt ein Foto mit. Neben Zeitbedarf findet man nach den benötigten Zutaten und vor den Arbeitsschritten auch die Nährwertangaben. Wäre die verwendete Form für den Kuchen bei den Zutaten untergebracht, fände ich es übersichtlicher, als diese Angabe irgendwo zwischen den Arbeitsschritten zu suchen. Die klar durch Nummerierung und Trennstriche gegliederten Arbeitsschritte sind gut verständlich geschrieben. Die Zutaten sind alltäglich und schon daher gut erhältlich. Ab und an wird jedoch ein spezielles Dr. Oetker Produkt, wie beispielsweise Süße Mahlzeit Milchreis nach klassischer Art, benötigt. Hin und wieder finden sich noch Tipps für Varianten. Mir gefällt die Vielfalt der Rezepte, die Abwechslung. Hier wird jeder Geschmack zufriedengestellt.
Wer schon ein paar Bücher von Dr. Oetker besitzt, wird bemerken, dass das eine oder andere Rezept recycelt wurde. Mich persönlich stört das nicht. Immerhin bekommt man mehr als 120 Rezepte für wirklich kleines Geld. Die A-Z Reihe ist absolut sammelwürdig. Ich gebe vier Sterne für die überarbeitete Neuauflage, die schon lange ein Backbuchhighlight ist.
Rezensionen von peppi:
Sturmland von Miriam Georg
Cora und Onnen
Die Geschichte , die uns die Autorin Miriam Georg erzählt führt auf die Ostfriesische Nordseeinsel Norderney und später auch auf die Insel Borkum.
Wir haben das Jahr 1860.
Eine zentrale Figur ist Cora, die als Hauslehrerin für die zehnjährige, kranke Tochter von Alexander Klaasen arbeitet.
Sie ziehen auf die Insel Norderney, wo der Vater einen Auftrag hat und die Tochter sich erholen soll. Coras Geheimnis kennen beide nicht. Die Hamburger Reedertochter flieht aus ihrem privilegierten, aber streng reglementierten Leben mit ihrem Ehemann. Unter falschem Namen will sie ein freies Leben anfangen. Sie lernt Onnen kennen, einen Mann der Insel, der mit Schuld, Selbstzerstörung und Einsamkeit ringt. Sie kommen sich näher. Es beginnt eine fragile Annäherung. Beide haben ihre Geheimnisse, die sie nicht preisgeben.
Ein Auftakt, der sehr unterhaltsam und spannend ist und neugierig auf den weiteren Weg von Cora und Onnen macht.
Leseempfehlung!
Rezensionen von Julia:
Home Story von Cleo Konrad
Eine eingeschworene Gemeinschaft mit vielen Geheimnissen
Beim Steingruberhof passiert ein schrecklicher Mord und natürlich gerät die dort lebende Gemeinschaft ins Visier der Polizei. Die Aussteiger, die dort leben, sind alle aus unterschiedlichen Gründen auf dem Hof gelandet und trotz ihrer sehr verschiedenen Charaktere halten sie fest zusammen. Und dennoch merkt man schnell, dass es auf dem Hof viele Geheimnisse gibt.
Genau diesen versucht Eva auf den Grund zu gehen. Sie ist die Tochter der Hofbesitzerin und mittlerweile Anwältin in München. Auch sie kennt die tote Journalistin, weshalb sie auf den Hof zurückkehrt und die Bewohner juristisch unterstützt. Dabei deckt sie selbst Dinge auf, die lieber im Verborgenen geblieben wären. Und auch innerhalb der Gemeinschaft beginnt es zu bröckeln.
Es beginnt ein spannendes Rennen gegen die Zeit und ein gelungenes Verwirrspiel der Autorin. Wem kann man trauen und wer steckt hinter dem Mord?
Die Kapitel werden aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt, sodass wir Einblicke in die Perspektiven von Eva, Wilma, Teddy und Toni bekommen. Ein cleverer Twist, der mich jedoch nicht zu 100 % überzeugen konnte, war vor allem der letzte Erzählwinkel. Denn Toni blickt mit ihren zehn Jahren ganz anders auf das Geschehen und spricht beispielsweise von den Monstern im Wald. Auch wenn mir als Lesende klar war, dass es sich hierbei um viel kindliche Fantasie handelt, konnte mich diese Erzählperspektive nicht ganz abholen.
Die anderen Perspektiven fand ich jedoch sehr gelungen. Der Schreibstil fängt die verschiedenen Blickwinkel wunderbar ein, ist fesselnd und schafft genau die Stimmung, die man sich beim Lesen des Klappentextes erhofft: ein abgelegener Hof, dessen Bewohner von außen wohl eher kritisch betrachtet werden.
Die Wendungen in der Geschichte kamen unerwartet und ich wurde mehr als einmal geschickt auf eine falsche Fährte gelockt. Am Ende setzten sich die Puzzleteile zu einem gelungenen Gesamtbild zusammen. Eine Geschichte, bei der die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt. Charaktere, die man immer mehr ins Herz schließt, auch wenn sie zunächst als Aussteiger natürlich etwas suspekt wirken. Und eine Atmosphäre, die auch nach dem Beenden des Buches noch nachwirkt.
Bis auf die kleinen Schwächen bei Tonis Sichtweise, die mir persönlich nicht ganz gefallen hat, aber durchaus zur Geschichte und ihrem Charakter passen, kann ich dieses Buch absolut weiterempfehlen.
Ein persönliches Highlight für mich war außerdem der Erzählort der Geschichte, da ich selbst aus der Gegend stamme und mir den Handlungsschauplatz dadurch besonders gut vorstellen konnte.
Rezensionen von Julia:
Wir waren Artisten von Evelyn Scala Schreiber
Ein absolut gelungener Debütroman
Wir kennen wohl alle den Zirkus und sicherlich ist auch vielen bewusst, dass die Artisten nicht immer das einfachste Leben haben. Aber wie war es vor über 100 Jahren, Teil eines Zirkus zu sein? Dem geht die Autorin auf die Spur, indem sie einen Teil ihrer eigenen Familiengeschichte erzählt.
Wir begleiten Bertha dabei, wie sie ihr bürgerliches Leben zurücklässt, um mit Baptiste und dem Zirkus weiterzureisen.
Für Baptiste und für die Liebe begibt sie sich in eine ihr völlig unbekannte Welt, die mit ihrem früheren, luxuriösen Leben nur wenig gemeinsam hat.
Wir erleben mit ihr Höhen und Tiefen, erfahren, dass das Leben nicht jeden Tag nur Freiheit bedeutet, sondern oft auch ein Kampf ums Überleben ist. Und wir begleiten sie dabei, wie sie verschiedene Schicksalsschläge verkraften muss. Doch sie tut es für die Liebe zu Baptiste, auch wenn es nicht so leicht ist, Teil der eingeschworenen Zirkusfamilie zu werden. Denn für diese ist und bleibt sie zunächst eine Private, eine von außen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und die Handlung wirkt realistisch, auch wenn wir nicht erfahren, was genau auf wahren Begebenheiten beruht und was ergänzt wurde. Ich mochte besonders die Tatsache, dass der Zirkus eben nicht nur als wunderbare, schillernde Welt dargestellt wurde, sondern auch die harten Zeiten ihren Platz bekommen haben. Denn das Zirkusleben war damals sicherlich nicht einfach. Zwar wurden die Vorstellungen gut besucht, aber dennoch waren Zirkusleute in der Bevölkerung nicht immer sonderlich beliebt.
Berthas Entwicklung ist der Autorin sehr gut gelungen, vor allem, da sie anfangs selbst nicht wirklich wusste, worauf sie sich einlässt, als sie mit Baptiste mitgereist ist. Und auch die Nebencharaktere waren super interessant, haben alle total unterschiedlich agiert und waren dennoch eine große Familie. Auch spannend fand ich die ganzen Verbindungen unter den einzelnen Zirkusen.
Die Geschichte selbst könnte im ersten Moment etwas schnell erzählt wirken, tatsächlich zieht sich die Handlung aber über mehrere Jahre. Und auch wenn der Band in sich ziemlich gut abgeschlossen ist, freue ich mich schon sehr auf die weiteren Teile und kann es kaum erwarten zu lesen, was aus Bertha und ihrer Familie geworden ist.











