Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Paul Kretzschmar:
Wenn die Bienen schweigen von Caryl Lewis
Der Tod der Bienen
Die preisgekrönte walisische Autorin hat mit der klugen und düster-schönen Dystopie "Wenn die Bienen schweigen" ein Buch geschaffen, das nachwirkt.
Die tief berührende Poesie und die Liebe zur Natur spricht aus jeder Zeile.
Mit dem Aussterben der letzten Biene geht auch der Untergang der Gesellschaft, wie wir sie kannten, daher.
Es entsteht ein patriarchales System in dem junge Mädchen gezwungen werden, das Bestäuben von Pflanzen zu übernehmen und nach ihrer Geschlechtsreife zwangsverheiratet und zum Kindergebären missbraucht werden. Ein schreckliches Schicksal, das ihnen allen droht.
Aber die Freiheit lässt sich niemals auf Dauer unterdrücken, und die Kraft des Zusammenhaltes und der Freundschaft entfacht eine unaufhaltsame Rebellion.
Der Autorin gelingt es, einen hoch emotionalen Schreibstil mit einer eindringlichen Warnung vor den Gefahren eines zutiefst bedrohten Ökosystems zu verbinden.
Eine Fantasie, die morgen bereits Wirklichkeit sein kann.
Die Klimakrise wartet nicht und zwingt die Menschheit jetzt zum Handeln.
Dies ist das sicherlich wichtigste Vermächtnis dieses Buches, das mich nachdenklich und betroffen zurücklässt.
Ich habe mich ausgezeichnet unterhalten gefühlt und gebe gern eine Leseempfehlung an alle interessierten Leser ab!
Rezensionen von Brombeere:
Stone Lands von Fiona Robertson
berührend und spannend
Was erwartet einen?
Fiona Robertson nimmt die Leser*innen mit auf ihre Reise und ihre Leidenschaft für Großbritanniens große Menhire, von denen sie immer wieder angezogen wird.
Wie gefällt mir dieses Buch?
Vorweg: Sehr gut, aber Achtung bei der Lektüre, weil es (nebenbei auch) um die Krebserkrankung von Fionas Mann geht.
Die Autorin hat viele Stätten in Großbritannien besucht, einige mehrfach und sich im Laufe der Zeit ein faszinierendes Netzwerk aufgebaut. Man erfährt sehr viele faszinierende Infos aber auch Dinge aus dem Privatleben der Autorin. Die beeindruckenden Monumente, die einen schon beim Lesen in Staunen versetzten und die Trauer, die die Autorin erlebt, bilden manchmal einen Widerspruch, aber sind auch tröstlich.
Das Buch ist gut lesbar (Übersetzung Elsbeth Ranke) und findet immer die richtigen Worte. Das Wissen wird gut und verständlich vermittelt.
Ich bin mit sehr wenig Wissen in dieses Buch gestartet, nun aber richtig fasziniert und neugierig auf diese beeindruckenden Werke. Definitiv möchte ich mehr dazu wissen und mein Interesse wurde geweckt.
Auch wenn die Handlung manchmal sprunghaft ist, so sind die einzelnen Kapitel doch in sich Schlüssel und der Buchaufbau toll.
Die Lektüre hat Lust auf mehr gemacht!
Fazit:
Berührend und manchmal unendlich traurig, aber dann wieder andächtig und schön. Trotz dieser Kombination hat mir die Lektüre sehr gefallen und die Aufmachung mit den tollen Graphiken und Zeichnungen ist super gelungen!
Meine Bewertung ist grob nach der CAWPILE-Methode aufgebaut (mit abgewandelter Form) und ergibt bei durchschnittlich 9,29 Bewertungspunkten dann 5 Sterne für dieses Buch.
Rezensionen von Lerchie:
Tage am Fluss von Jochen Mariss
Die Fähre
Ein junger Mann strandet an einem heißen Sommertag bei der Fährfrau Sara Harmsen und bringt ihre Mauern ins Wanken.
Sara betreibt eine Fähre die den Ort Erlengrund mit dem Rest der Welt verbindet. Sie hat sieben Hühner, drei Schafe und die Hündin Luna und lebt in einem Haus am Fluss. Da taucht plötzlich ein junger Mann mit Kopfverletzung auf, Leon.
Sie verarztet ihn und versteckt ihn bei sich. Dafür muss er ihr bei diversen arbeiten helfen. Sie kommen sich näher, teilen die Liebe zur Natur und die Sorge um den Planeten. Sie wenden sich gegen eine geplante Brücke, die Saras Fähre bedroht und sehen sich Übergriffen aus dem Dorf ausgesetzt. Und zu dem tritt auch noch der Fluss über die Ufer….
Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten im Text vermochten meinen Lesefluss zu stören. Ich war schnell in der Geschichte drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Ich kann Sara durchaus verstehen in ihrem Widerstand gegen die Brücke. Überhaupt wenn vieles zerstört wird, das man erhalten sollte. Ihr Geschäft mit der Fähre wäre zerstört, aber ja, jetzt kommt das aber, sie hat ja noch einen erlernten Beruf, in dem sie ja jahrelang gearbeitet hat. Wenn allerdings wirklich so viele Tier ihren Lebensraum verlören, dann wäre ich auch dagegen. Ich kann auch Leon verstehen, nur was er getan hat, war grundfalsch. Das reiht sich unter Verbrechen ein! Aber um auf die Brücke zurückzukommen, es gibt immer wieder Leute, die alles tun um etwas zu erreichen, doch auch das ist verbrecherisch. Wir lesen, wie Sara Leon versteckt, und wie sie reagiert, als sie erfährt, wer er eigentlich ist. Ich hatte das übrigens schon vermutet, war also für mich keine Überraschung. Wie lesen auch, wie sie gemeinsam gegen den Fluss kämpfen. Das Buch hat mir gut gefallen, mich gefesselt und Leon tat mir irgendwie nach Saras Reaktion schon leid. Doch er hätte eben früher sprechen sollen. Aber mich hat es gut unterhalten und ich vergebe eine Leseempfehlung und vier Sterne.
Rezensionen von beavielleser :
Lehm an meinen Schuhen von Monika von Bothmer
Mehr Altes wäre schön gewesen
In diesem Roman wird hauptsächlich die Entwicklung von Marie in den Jahren 1977 bis 1979 erzählt. In diesen Jahren sind Dinge passiert, die ihr weiteres Leben maßgeblich beeinflusst haben.
Zwischendrin gab es Rückblicke in die Geschichte ihrer Familie. Diese Kapitel sind mir eindeutig zu kurz geraten, obwohl gerade da viel Potential gewesen wäre und ich aufgrund des Klappentextes davon auch mehr erwartet hätte.
Die Einblicke in das Alte haben mir anfangs besser gefallen, weil der Schreibstil fordernder war.
Bei den Einblicken in das Neue hatte ich bei den ersten Kapiteln den Eindruck, dass die Erzählung zu oberflächlich ist. Diesen Eindruck musste ich dann später aber revidieren.
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Kissed by the Gods - Die ewigen Kriege von Caty Rogan
Läuferin
Kissed by the Gods von Caty Rogan hat mich auf ganzer Linie begeistert. Diese Romantasy überzeugt mit einer außergewöhnlichen, liebevoll durchdachten magischen Welt, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat.
Besonders gut gefallen hat mir das stimmige Welten- und Magiesystem, das verständlich erklärt wird, ohne den Lesefluss zu bremsen.
Die kurzen historischen Einführungen vor jedem Kapitel verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe und fügen sich perfekt in die Handlung ein, ohne jemals trocken oder langweilig zu wirken. Auch die beiden Hauptcharaktere, Leina und Ryot haben mich vollkommen überzeugt. Ihre Dynamik stimmt von Anfang an, und die Anziehung zwischen ihnen entwickelt sich in einem angenehmen, glaubwürdigen Tempo. Der Spice ist genau richtig dosiert und passt hervorragend zur Geschichte – mehr hätte zu diesem Setting gar nicht gepasst.
Die Handlung hat mich durchgehend gefesselt. Ständig wollte ich wissen, wie es weitergeht, und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Spannung, Magie und Romantik greifen hier wunderbar ineinander. Wendungen waren für mich häufiger nicht vorhersehbar, wodurch ich immer wieder positiv überrascht werden konnte.
Für mich ist Kissed by the Gods ein rundum gelungener Romantasy-Auftakt mit einer faszinierenden Welt, sympathischen Charakteren und einer mitreißenden Geschichte. Ich freue mich jetzt schon riesig auf den Folgeband.
Rezensionen von beavielleser :
Fünf, sechs, sieben, acht von Ewald Arenz
Älter werden ist nichts für Feiglinge
Ein warmherziger Roman, der erzählt wie schwierig älter werden sein kann.
Antons Probleme sein Alter zu akzeptieren, sind nachvollziehbar geschildert. Ich kann verstehen, dass er damit hadert. Der Verlust seiner Arbeitsstelle ist auch nicht so einfach zu verkraften und verbessert das Verhältnis zu seiner Tochter nicht gerade, da sie seine Nachfolgerin wird.
Diese Buch hat viele schöne Gedanken, die mich berührt haben. Vielleicht weil ich ungefähr in Anton's Alter bin.
Ich fand die Charaktere sehr gut getroffen und mochte sie alle. Aber irgendwie lief auch alles ein bisschen zu glatt, deshalb nur 4 Sterne.
Rezensionen von Tara:
Luft nach unten von Tamara Stajner
Auf Spurensuche
„Luft nach unten“ ist eine vielschichtige Familiengeschichte der slowenischen, in Wien lebenden Autorin Tamara Štajner.
Die Handlung führt an den Ohridsee. Nach drei Jahrzehnten mit fast 37 Jahren kehrt Iva aus einem traurigen Anlass an diesen Ort zurück. Ihr Kindermädchen Marija - mit der sie viel Zeit verbracht hat – ist gestorben.
Am Grab ihres ehemaligen Kindermädchens entdeckt sie auf dem Grabstein einen zweiten, ihr unbekannten Namen. Dieser veranlasst sie dazu, sich auf Spurensuche zu begeben und sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Der Schreibstil von Tamara Štajner ist ruhig und atmosphärisch. Er lebt von seinen Charakteren, die vielschichtig und authentisch beschrieben werden, sowie der Umgebung, die bildhaft dargestellt wird.
Iva, die durch eine Kinderwunschbehandlung mit ihrem Freund Felix eine Familie gründen möchte, beginnt sich mit ihrer Vergangenheit und der ihrer Familie auseinanderzusetzen. Dabei werden die Frauen ihrer Familie jede für sich vielschichtig und interessant beschrieben. Es geht um Familienkonflikte, die eigene Identität und Verluste. Iva beginnt durch ihre Nachforschungen ihr Leben neu zu überdenken.
So wie in der Familie vieles unausgesprochen bleibt, bleibt hier vieles zwischen den Zeilen und regt somit zum Nachdenken an.
Diese Familiengeschichte macht deutlich, wie sehr uns unsere Familie und unsere Kindheit prägen, dass sie Spuren hinterlassen und sich nicht abstreifen lassen. Mir wird dieser ruhige Roman noch lange im Gedächtnis bleiben.
Rezensionen von Anilam:
The Arcane Arts von S. D. Coverly
Überraschendes Highlight dieses Jahr
In The Arcane Arts – Die Kunst der Unterwerfung trifft eine faszinierende Welt voller Magie auf düstere Geheimnisse, Spannung und Figuren, die einen sofort in ihren Bann ziehen.
Mich hat das Buch wirklich ab der ersten Seite gepackt. Der Prolog hat mich erstmal mit offenen Mund lesen lassen und hat mich so neugierig gemacht, dass ich direkt weiterlesen musste - obwohl ich nur mal schnell reinlesen wollte.
Ich war anfangs ehrlich gesagt etwas skeptisch, weil ich noch nie ein Buch von einem Autorenduo gelesen habe. Ich hatte ein bisschen Sorge, dass man unterschiedliche Schreibstile merkt oder die Geschichte dadurch nicht ganz rund wirkt. Aber genau das Gegenteil war der Fall! Der Schreibstil ist unglaublich flüssig, atmosphärisch und mitreißend. Man merkt überhaupt nicht, dass hier zwei Autoren geschrieben haben – mir hat das mega gut gefallen.
Ein wirklich klasse Buch und nicht nur die Aufmachung und das hochwertige Buchcover gefallen mir - sondern auch der Inhalt. Spannendes Magiesystem, irgendwie eine mysteriöse und gleichzeitig auch aufgeladene Atmosphäre und für meinen Geschmack ein sehr guter Spice.
Rezensionen von spozal89:
Cats Tagebuch - Lass die Ratte aus dem Sack! von Franziska Höllbacher
Tagebuch einer Katze
Gregs Tagebuch finden wir ja klasse und mein Sohn liebt es so die Reihe zu Lesen. Daher sind wir auf Cats Tagebuch aufmerksam geworden. Katzen liebt er auch in in Kombi mit dem Tagebuch/Comicstil ideal auch für alle, die vielleicht nicht so gerne lesen.
Der Stil, in dem das Buch geschrieben ist, ist ähnlich zu dem von Gregs Tagebuch.
Nur erleben wir hier alles aus der Sicht des Katers Knutbert. Ergänzt werden die Tagebucheinträge durch coole und lustige Illustrationen. Die Tagebucheinträge sind kurz und knackig gehalten, erzählen aber humorvoll von Knutberts Alltag. Wir leben selber in einem Haus mit drei Fellnasen und wir mussten viele Male herzhaft lachen, denn wir haben einige Verhalten von Knutbert wiedererkannt. Die Geschichte ist spannend erzählt und Knutbert ist uns richtig ans Herz gewachsen.
Wir würden uns wünschen, noch mehr von ihm in Zukunft zu lesen und vergeben daher fünf Sterne.
Rezensionen von Lori:
Cats Tagebuch - Lass die Ratte aus dem Sack! von Franziska Höllbacher
Kater Knutbert
Wir sind große Fans von ähnlichen Büchern in diesem Stil.
Jetzt gibt es endlich mal ein tierisches Tagebuch, da haben wir natürlich gleich zugegriffen!
Kater Knutbert, vermutlich der Erste, gibt uns hier Einblicke in sein Katerleben.
Wenn er nicht gerade am Dösen ist, dann geschehen schon mal aufregende Dinge, die ihn etwas stressen, uns aber sehr amüsieren.
Sehr interessant, informativ und manchmal etwas schräg, was Knutbert hier zum Besten gibt. Da sieht man Katzen schon mal mit anderen (lachenden) Augen. Mitbewohner (auch Personal genannt), andere Tiere oder Nachbarn können einem schon manchmal auf den Keks gehen. Aber der Kater weiß sich zu helfen! Seine Kommentare und Sprüche sind echt lustig!
Ein tolles Buch, nicht nur für Kinder. Die Gestaltung gefällt mir richtig gut. Mit Steckbrief, Inhaltsverzeichnis, vielen lustigen Illustrationen und einer witzigen, unterhaltsamen Geschichte!
Das kann man immer mal wieder lesen, macht definitiv gute Laune!










