Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra Sch.:
Bachelorette Party von Camilla Sten
gute Plotidee; aber mit Luft nach oben
Mai 2012: eine Gruppe von vier Freundinnen befindet sich zum jährlichen Treffen auf der kleinen, privaten schwedischen Schäreninsel "Isle Blind", doch alle vier verschwinden spurlos.
Zehn Jahre später: Tessa nimmt nur ungern an der Junggesellinnenabschiedsfeier ihrer ehemaligen Freundin Anneliese teil, mit der sie schon länger kaum mehr Kontakt mehr hat.
Doch Tessa hat nur zugesagt, weil die JGA in einem neuen, exklusiven und noch nicht offiziell eröffneten Yoga Retreat stattfindet - welches sich auf Isle Blind befindet! Und der Cold Case der vor 10 Jahren verschwundenen Frauen geht ihr nicht aus dem Kopf, daher will sie unbedingt auf diese Insel und nimmt, fast schon widerwillig, an der Bachelorette Party teil.
Der Prolog mit den Geschehnissen aus 2012 hat mich richtig mitgerissen. Man kann sich in die vier Frauen hineinversetzen, und man fiebert mit ihnen mit.
Die Geschehnisse im April 2022 konnten mich hingegen nicht so fesseln, auch nicht bis zum Schluss. Die Frauen haben sich teilweise unlogisch verhalten und keine der Charaktere spricht mich wirklich an.
Und zu Tessas großem Geheimnis gibt es leider immer nur kurze Andeutungen, aber nichts Greifbares. So etwas mag ich leider gar nicht so gerne. Noch dazu, wenn sich dann herausstellt, dass das Ganze überdramatisiert wurde. Ich konnte wirklich nicht nachvollziehen, warum alle Tessa so herablassend behandelt haben; wie wenn sie eine Schwerstkriminelle wäre oder so. Diese "Freundschaften" fühlten sich einfach nur falsch an.
Dann ist da noch Tessas wahnsinnige Angst, die absolut nicht nachvollziehbar ist. Ja, vor 10 Jahren sind vier junge Frauen (von dieser Insel) verschwunden, mutmaßlich ermordet. Doch warum hat Tessa so wahnsinnige Angst; Todesangst? Außer, dass eine der damals Verschwundenen vor vielen Jahren mal bei ihr und ihrer Schwester gebabysittet hat, hat sie doch keinerlei Verbindung zu ihr oder einer der anderen Frauen. Und was glaubt sie, nach 10 Jahren noch zu finden; noch dazu, wo erst kurz zuvor eine Baustelle auf der Insel war.
Auch gibt sich Tessa zuerst extrem mutig, dann zeigt sie ein egoistisches überängstliches Verhalten; das passt nicht zusammen.
Leider gibt es auch viel langatmiges Füllmaterial (Infos zu Yoga, das Partyleben der Mädels bzw. deren sexuelle Ausschweifungen), was gerne hätte eingekürzt werden können.
Einen Teil der Auflösung konnte ich bald enträtseln, der Rest hat mich zwar überrascht, konnte aber auch nicht überzeugen.
Fazit:
Eine gute Plotidee, die mich leider nur teilweise mit den Geschehnissen aus 2012 überzeugen konnten. Im Jahr 2022 gab es zu viele Unstimmigkeiten.
Rezensionen von askyfullofpages:
Die Träume, die wir hatten von Christiane Hoffmann
Hoffnung
Ich merke immer wieder, dass mich Bücher am meisten berühren, wenn sie mich emotional herausfordern. Ich will beim Lesen unterschiedliche Emotionen spüren. Ich will mit den einzelnen Charakteren mitdenken, mitfühlen und manchmal auch mit ihnen leiden. Das hat dieses Buch gemacht und genau deshalb hat es mir so gut gefallen.
Es lebt überhaupt nicht von großer Action oder lauten Momenten. Es ist leise. Diese Ruhe hat mich berührt. Es geht um Freundschaften, Erinnerungen, Vergangenheit und um die Frage, wer man eigentlich ist, wenn das Leben plötzlich alles verändert.
Der Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine ist dabei nie einfach nur ein Thema. Er ist immer da, auch wenn niemand darüber spricht. Er steckt in Erinnerungen, in Entscheidungen und auch in den Menschen selbst. Mir hat es noch einmal bewusst gemacht, dass sich niemand aussuchen kann, welche Vergangenheit oder welche Last er mit sich trägt.
Vielleicht hat mich das Buch auch deshalb so berührt. Natürlich kann ich meine Situation nicht mit der der Figuren vergleichen. Aber ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn das Leben plötzlich ganz anders aussieht, als man es sich vorgestellt hat. Durch meine Krankheit gibt es Tage, an denen vieles schwer oder sogar hoffnungslos wirkt. Trotzdem gibt es diesen kleinen Funken Hoffnung, der nie ganz verschwindet. Genau das habe ich auch in diesem Buch wiedergefunden. Es ist nicht die Vorstellung, dass plötzlich alles gut wird, sondern dass Hoffnung manchmal einfach bedeutet, weiterzumachen.
Womöglich ist auch das der Grund, warum mich dieses Buch so berührt hat. Es hat mich daran erinnert, dass Hoffnung auch dann da sein kann, wenn das Leben gerade schwer ist. Das war für mich wahrscheinlich der perfekte Lesezeitpunkt.
Vielen Dank an C.H.Beck und NetGalley für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon selbstverständlich unbeeinflusst.
Rezensionen von l'etoile_filante:
Counting Days von Steffi Kuhlmann
Geheimnisse
Bereits Cover und Klappentext haben mir gut gefallen und auch der Inhalt hat mich nicht enttäuscht.
Ich fand es toll, dass auch Mental Health angesprochen wird und auch ein Mann seine Emotionen zeigt und an sich arbeitet. Die Wahrheiten der Protagonisten machen die Geschichte zu etwas Besonderem. Damians Reaktion hat die Autorin sehr gut herausgearbeitet und ist nicht in Klischees verfallen.
Auch das Thema Selbstverteidigung im Buch finde ich sehr wichtig. An Bonnies Kurs hätte ich gerne teilgenommen.
Meine Lieblingsfigur war definitiv Rosie. Wegen ihrer verständnisvollen Art und ihrem stets offenen Ohr, habe ich sie sofort ins Herz geschlossen. Emil und Damian würde ich gerne noch besser kennenlernen, daher hoffe ich auf eine Fortsetzung. Einen Punkt muss ich abziehen, weil es teilweise Längen gab, die meines Empfindens nach nicht hätten sein müssen.
Dennoch hat mir das Buch gut gefallen und ich kann es allen ans Herz legen, die eine emotionale Geschichte mit einer guten Portion Realität lesen wollen.
Rezensionen von mel:
Honey von Imani Thompson
Ein schönes Cover, wo der Titel des Buches passenderweise mit Honig oder einer Honigähnlichen Substanz darg wird. Der zarte Rosaton im Hintergrund lenkt nicht ab und bietet einen angenehmen Kontrast.
Die Inhaltsangabe klang nach einem dunklen Thriller mit einer weiblichen Serienmörderin als Protagonistin und akademischen Elementen, das klang für mich interessant und weckte mein Interesse.
Leider konnte mich die Umsetzung nicht recht überzeugen, die Einführung der Handlung und zusammenhängend dazu die Schreibart und deren Kernelemente war für mich zu langatmig, bis es endlich spannender wurde, da manche Momente im Buch etwas langweilig oder eher unnötig erschienen, dass hätte man etwas straffen können. Yrsa als Protagonistin mit grauen Handlungsmotiven und ihrer Motivation gefielen mir, da hätte man vielleicht etwas mehr draus machen können, gerade in einem Thriller, der eine Mörderin als Protagonistin hat.
Rezensionen von mel:
Viele Grüße aus der Hölle! von Louisa Söllner
Ein Cover, das gleich dem Titel entspricht, Flavio der Teufel mit einem seiner Briefe hinterlegt auf einem Blatt Papier, dass an den Seiten eingesengt ist und noch leichte brennt. Gefällt mir gut und wirkt nicht zu unheimlich oder düster.
Kleines Buch für junge Leser, verfasst als Briefkonversation zwischen dem Menschenprotagonisten Finn und dem Dämon Flavio, untermalt mit passenden Zeichnungen zu den jeweiligen Briefen.
Durch die kurzen Texte und größere Schrift gut geeignet für Leser, die gerade erst anfangen mit dem Lesen ohne abschreckend zu wirken, manche Namen wie Teodora, Cerberus oder Michelangelo, die in den Briefen genannt werden, finde ich aber etwas schwierig für noch etwas unerfahrene Leser.
Dennoch ein Buch mit guter Message, dass sich gut zum vorlesen eignet oder wie bereits erwähnt für Leseanfänger ab 7 Jahren.
Rezensionen von booklover3:
Ein Haus aus Salz und Tränen von Erin A. Craig
Eine perfekte Mischung aus Märchen Retelling, Göttersage und Krimi
Als ich gesehen hatte, dass die Autorin ein neues Buch raus bringt wollte ich es unbedingt lesen. Das Buch war die perfekte Mischung aus Krimi, Göttersage und Märchen Retelling. Teilweise hat mich die Geschichte auch richtig gegruselt. Ich habe das Buch auch während der letzten Hitzewelle gelesen und da die Geschichte auf einer Insel an einer rauen Küste spielt war dies eine willkommene Abkühlung von den heißen Sommertagen.
Die Geschichte war unglaublich spannend und ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte wie es weiter geht.
Auch der Schreibstil war einfach wundervoll, da dieser leicht und angenehm zu lesen ist und einen regelrecht an das Buch fesselt. Sodass man gar nicht aufhören möchte zu lesen. Als Hintergrundmusik habe ich mir gerne Gewitter- und Regengeräusche angehört und ehrlicherweise war das die perfekte Ergänzung für die Stimmung des Buches. Es hat so viel Spaß gemacht der Protagonistin zu folgen, wie sie hinter die Tode ihrer Schwestern kommt und auch das Setting war einfach wundervoll. Alles war so beschreiben, dass ich es mir selbst genau vorstellen konnte und so als wäre ich selbst mitten drin im Geschehen gewesen.
Abschließend kann ich das Buch für jeden empfehlen, der gerne ein ganz anderes Märchen Retelling mit Krimi Elementen und auch einem gewissen Gruselfaktor lesen möchte.
Rezensionen von booklover3:
Ein Haus aus Salz und Tränen von Erin A. Craig
Eine perfekte Mischung aus Märchen Retelling, Göttersage und Krimi
Als ich gesehen hatte, dass die Autorin ein neues Buch raus bringt wollte ich es unbedingt lesen. Das Buch war die perfekte Mischung aus Krimi, Göttersage und Märchen Retelling. Teilweise hat mich die Geschichte auch richtig gegruselt. Ich habe das Buch auch während der letzten Hitzewelle gelesen und da die Geschichte auf einer Insel an einer rauen Küste spielt war dies eine willkommene Abkühlung von den heißen Sommertagen.
Die Geschichte war unglaublich spannend und ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte wie es weiter geht.
Auch der Schreibstil war einfach wundervoll, da dieser leicht und angenehm zu lesen ist und einen regelrecht an das Buch fesselt. Sodass man gar nicht aufhören möchte zu lesen. Als Hintergrundmusik habe ich mir gerne Gewitter- und Regengeräusche angehört und ehrlicherweise war das die perfekte Ergänzung für die Stimmung des Buches. Es hat so viel Spaß gemacht der Protagonistin zu folgen, wie sie hinter die Tode ihrer Schwestern kommt und auch das Setting war einfach wundervoll. Alles war so beschreiben, dass ich es mir selbst genau vorstellen konnte und so als wäre ich selbst mitten drin im Geschehen gewesen.
Abschließend kann ich das Buch für jeden empfehlen, der gerne ein ganz anderes Märchen Retelling mit Krimi Elementen und auch einem gewissen Gruselfaktor lesen möchte.
Rezensionen von Bisco:
00-Laschet von David Safier
Leider ist das Buch eine 00-Nummer
Armin Laschet, der neue Bundespräsident. Der Mann, welcher nicht gerade als der Überflieger in der Politik gelt. Umso besser für ihn, dass er als BP ein ruhiges Leben haben wird. Im Schloss Bellevue, schön ne ruhige Nummer schieben und hier da mal politisch agieren. Doch so soll es nicht für ihn sein.
Leider sollte es auch nicht das Buch sein, wie es man sich wünscht. David Safier hat mit Mieses Karma vor weit über 10 Jahren ein tolles Debüt hingelegt. Heute mit immens hohen Bewertungen und sehr vielen Lesern auf unterschiedlichsten Seiten, hat er gezeigt was ihn ihm als Autor steckt.
Doch mit 00-Laschet hat er leider nicht an diesen Erfolg anschließen können. Die Witze sind flach und leider oftmals auch vorhersehbar. Wiederholungen in Denkweisen und in Wortwahlen wie „Onkel Laschi“, waren leider nicht sehr lesefördernd.
Der Geheimdienst um ihn herum ist wesentlich interessanter beschrieben als Herr Laschet in diesem Buch. Eine Maus als Haustier? Die absolute Unwissenheit über viele politischen Dingen und die ständige Wechsel in den Szenerien und Orten haben mir auch nicht gefallen.
Ich hätte es gerne gemocht und ich bin dankbar, dass man es mir zur Verfügung gestellt hat. Aber leider war es ein Flop. Ich behalte sein Mieses Karma sehr gerne in Erinnerung und auch eine Leserunde zu einem anderen Buch von ihm, wo er selbst moderiert bei war. Aber in Zukunft werden wir uns wohl nicht mehr auf meinem E-Reader begegnen.
Rezensionen von Lerchie:
Fünf, sechs, sieben, acht von Ewald Arenz
Selbstfindung
Anton ist Stepptänzer, 60 Jahre alt und naturgemäß nicht mehr so schnell wie früher. Er hatte jedoch Erfahrung und mit seiner Ausdruckskraft tanzt er - noch – allen davon. Deshalb ist er sehr überrascht, als sein Vertrag von der neuen Intendantin nicht verlängert wird. Und ausgerechnet seine Tochter Emma soll ihn ersetzen.
Er ist wütend, aber gleichzeitig auch stolz auf seine Tochter. Und doch kann er dies nicht zeigen. Die Absage hat ihn hart getroffen, er spürt das Älterwerden und die eigene Endlichkeit. Er fragt sich, ob er sein Leben richtig gelebt hat. Und erdenkt an seine alte große Liebe Jo, die damals einfach spurlos verschwunden ist. Wäre mit ihr sein Leben besser gewesen? Emma bringt ihn auf Jos Spur und er reist mir ihr nach Irland. Doch alte Konflikte brechen wieder zwischen den beiden auf. Es wird für Anton eine Reise zu sich selbst und er merkt, dass es erst zu Ende ist, wenn es zu Ende ist. Bis dahin sollte das Leben gelebt werden.
Meine Meinung
Ich habe bisher noch kein Buch von diesem Autor gelesen. Es ließ sich recht gut lesen, gab es doch keine Unklarheiten im Text, die den Lesefluss gestört hätten. Es hat etwas gedauert, bis ich in der Geschichte drinnen war, aber ich konnte mich in die Protagonisten ganz gut hineinversetzen. Zunächst in Anton, der sauer war, weil seine Tochter ihm nichts über diese Bewerbung gesagt hatte. Ich konnte ihn sogar verstehen. Auf der anderen Seite Emma, die befürchtete, dass er eben sauer sein würde, wenn sie ihm davon etwas sagen würde. Ich kann auch ihre Seite verstehen. Es ist etwas verworren, weil die beiden sowieso eine komplizierte Beziehung haben, denn Emmas Eltern sind geschieden. Mit seiner Ex versteht er sich eigentlich ganz gut. Und da ist da noch eine alte Jugendliebe, die damals, wie bereits im Klappentext erwähnt, einfach verschwand und er konnte das nicht verstehen. Er versucht sie zu finden und will von ihr wissen, warum sie einfach gegangen ist. Wird er sie finden? Und wen ja, warum ist sie wohl verschwunden? Die Auflösung ist etwas überraschend und irgendwie, ich möchte fast sagen, banal. Aber das soll der geneigte Leser selbst lesen. Auch ob Anton sich mit Emma noch aussöhnen kann, ob sie sich wieder vertragen. Das Buch hatte etwas Spannung, es war interessant und hat mir letztendlich gut gefallen. Am Anfang fand ich es etwas langweilig, denn die Tanzbeschreibungen zogen sich und das war nicht so ganz mein Fall. Später wurde es dann doch spannend, spätestens, als er glaubte, seine Jugendliebe gefunden zu haben. Von mir drei Sterne.
Rezensionen von Claudia R.:
Eisinsel von Hanno Rinke
heftig, unerwartet
Klappentext / Inhalt:
Victor, einst Krankenpfleger, heute Suchender zwischen Moral und Macht, Körper und Geist, lebt in einer Welt aus Routinen, Beobachtungen und verdrängten Begierden. Was als sachliche Rückschau auf ein geordnetes Leben beginnt, wird zur schonungslosen Selbstanalyse eines Mannes, der hinter der Fassade von Fürsorge und Normalität eine zerstörerische Sehnsucht verbirgt.
Zwischen Krankenhausfluren, Kaufhäusern und Hotelzimmern tastet sich Victor durch die Einsamkeit der Großstadt, immer auf der Suche nach einem Rest von Sinn, Nähe und Kontrolle. Hanno Rinke erzählt in seinem neuen Roman die Geschichte einer inneren Kälte, die in der Gesellschaft der 1990er Jahre entstanden ist – einer Zeit, in der Wohlstand und Orientierungslosigkeit nebeneinander existieren. Mit sezierender Genauigkeit verfolgt der Roman die langsame Verwandlung eines empfindsamen Menschen in einen, der nichts mehr fühlt – und damit alles zu verlieren beginnt. Ein stiller psychologischer Roman über Moral, Macht und das Verstummen der Empathie.
Cover:
Das Cover spielt mit der Optik und verzehrt ein wenig den Blick, was es interessant und überraschend macht. Die farbliche und optische Umsetzung finde ich interessant und gut gemacht.
Meinung:
Heftig und unerwartet, mit mehr Thrill als man rechnet. Denn als Roman würde ich die Entwicklungen und Taten von Victor hier nicht bezeichnen, denn mich hat es hier an der ein oder anderen Stelle ziemlich eiskalt erwischt. Emotional mitreißend , aber auch verstörend kommt man hier manchmal ziemlich an seine Grenzen.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht allzu viel verraten und halte mich hier mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Anhand des Klappentextes hatte ich es hier ruhiger und weniger intensiv erwartet. Aber einiges geht hier schon sehr auch auf die Psyche, weswegen ich hier schon einige Triggerwarnungen für angemessen halten würde. Für zartbesaitete Leser/innen kann ich es eher nicht empfehlen. Psychisch labil und ein extrem heftiger Charakter machen hier das lesen nicht immer immer einfach, da man die Motive und Gedanken nicht immer nachvollziehen kann und möchte. Das Hineinkommen empfand ich auch als nicht wirklich leicht und auch wenn es hin und wieder einige philosophische Ansätze hat, so ist es doch recht schwierig von seinen Entwicklungen und Geschehnissen, die ich leider auch nicht immer ganz greifen konnte.
Die Idee und das Gesamtkonzept fand ich nicht schlecht und auch der Aufbau und das ineinander greifen der Abläufe war gut umgesetzt. Die einzelnen Abschnitte hatten eine gute Länge und auch die Anfänge waren gut erkennbar. Aufbau und Gliederung folgten einer guten Idee und wurden stimmig umgesetzt, aber im Gesamten konnte mich das Buch leider nicht ganz erreichen.
Einiges war sehr heftig und die Gedankengänge nicht immer nachvollziehbar. Es nimmt mehr und mehr an Gewalttätigkeit zu und nicht immer versteht man die Intention dahinter und worauf es hinaus läuft. Auch die Zuordnung der Zeiten ist nicht immer leicht und das offene Ende hinterlässt weitere Fragen. Leider war es für mich etwas unbefriedigend und nicht alles in sich stimmig. Ich hatte mir etwas mehr erwartet, daher leider nur 2,5 Sterne, die ich hier auf 3 Sterne aufrunde.
Fazit:
Heftig und unerwartet, mit mehr Thrill als man rechnet.










