Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gavroche:
Der Krabbenfischer von Benjamin Wood
Leise und melancholisch
Das Cover trifft die Stimmung des Buches richtig gut und obwohl der Roman nicht sehr lang ist, ist er sehr gefühlvoll und regt zum Nachdenken an.
Der junge Thomas Flett ist ein Krabbenfischer und zieht jeden Morgen von Neuem los und zwar - wie er es von seinem Großvater gelernt hat - mit Pferd und Wagen, obwohl es in den 1960er Jahren schon modernere Methoden gibt.
Eines Tages taucht ein Filmregisseur in Longferry auf und begegnet Thomas.
Die Handlung des Buches läuft gerade mal über zwei Tage, aber wir erfahren hier die Lebensgeschichte von Thomas und vor allem der emotionale und poetische Schreibstil hat es mir hier angetan. Ein Genuss, dieses Buch zu lesen.
Wir erfahren viel über die Gefühle und Träume von Thomas Flett und es gibt viele Beschreibungen. Es ist nur ein kleiner Ausschnitt, aber dieser ist dennoch so bedeutend. Für mich eine Entdeckung.
Rezensionen von brauneye29:
6 aus 49 von Jacqueline Kornmüller
Interessant
Zum Inhalt:
Zunächst darf die junge Lina bei ihren ersten Anstellung nur die Kupferkessel spülen, doch schon bald ändert sich das und sie darf sich in einem Hotel in Garmisch um die Gäste kümmern. Durch einen Zufall gat sie irgendwann sogar ihr eigenes Hotel, es werden arbeitsreiche und schwere Jahre, aber wenn sie Lottoscheine ausfüllt, steckt sie alle mit dem Glauben an das Glück an.
Meine Meinung:
Das Buch wird aus Sicht der Enkelin von Lina erzählt und man erlebt eine Reise durch die Zeit mit viel auf und ab, aber dem Willen etwas aus dem Leben zu machen und dem festen Glauben an das Glück. Was mir tatsächlich nicht bewusst war, dass die Autorin hier die Geschichte ihrer Großmutter erzählt, das machte es dann doch besonders. Was mich immer wieder amüsiert hat, war das der Ort gerne nur als Bindestrich bezeichnet wurde, welcher halt irgendwann aus Garmisch und Partenkirchen eine Bindestrich-Stadt wurde und das nicht zur Freude aller. Tja, wie fand ich dieses Buch nun am Ende? Ich würde sagen, ich fand es einfach interessant eine Familiengeschichte aus Sicht einer Enkelin zu lesen.
Fazit:
Interessant
Rezensionen von Liselottchen:
Küsse im Gepäck von Catherine Bybee
Plötzlich Milliardär
Max schlägt sich in seinem anstrengenden Job als Bauarbeiter durch, mit einer Chefin, die ihren Arbeitern empathielos alles abverlangt. Eines Tage stehen unbekannte Menschen vor ihm, behaupten, dass sie seine Halbgeschwister sind und er Miterbe eines Milliardenimperiums. Nach anfänglichem Unglauben gewöhnt er sich an seinen neuen Status.
Doch die Paparazzi sind hinter ihm her. Zu ihnen gehört auch Sarah, die von ihrem Chef gewaltig unter Druck gesetzt wird, eine möglichst skandalträchtige Story zu schreiben. Als Max sie vor dem Anwesen erwischt, handelt er einen Deal mit ihr aus. Sie darf exklusiv über ihn berichten, doch zu seinen Regeln.
Dies ist der zweite Band der Geschwister Stone, die unerwartet das Hotel-Imperium ihres ungeliebten Vaters erben. Max hat einen charismatisch angenehmen Charakter, der rundum sympathisch ist und mit seinem urplötzlichen Reichtum zu kämpfen hat. Seine Person konnte ich gut nachvollziehen, da er realistisch und plausibel reagiert. Auch Sarah ist liebenswert, kämpft mit einem Ekel von Chef, der etwas überspitzt bösartig dargestellt ist. Wieder an Bord die beiden Geschwister, Chase und Alexandra, sowie Chases Verlobte Piper, die mittlerweile hochschwanger ist.
Der Schreibstil ist wiederum angenehm flüssig. Das Buch kann weitgehend auch ohne Kenntnis des ersten Bandes gelesen werden, ich würde allerdings empfehlen, mit Band 1 anzufangen.
Da ich vom ersten Band begeistert war, waren meine Erwartungen hoch und wurden hier nicht vollständig erfüllt. Die Handlung plätschert in weiten Teilen unaufgeregt dahin, die Gegner in Firma und Vorstand unken zwar ein bisschen, es passiert jedoch nicht wirklich etwas Dramatisches. Der Plot rund um Max‹ Jugendstrafen sowie die Suche nach seiner Mutter verläuft ebenfalls relativ handzahm. Ich hätte mir ein wenig mehr Aufregung und Konflikte gewünscht, die auch in der wachsenden Beziehung zwischen Max und Sarah nur kleine Wellen schlagen.
Fazit: Ein ruhiger Wohlfühlroman, der leider nicht an den ersten Band herankommt, daher bewerte ich mit 3,5 Sternen. Band 3 werde ich jedoch trotzdem lesen, weil natürlich, wie bei einem Mittelband üblich, Fragen offengeblieben sind.
Rezensionen von brauneye29:
Die Bibliothek meines Großvaters von Masateru Konishi
Berührende Geschichte
Zum Inhalt:
Als Kaede in einem gebrauchten Buch seltsame Zeitungsausschnitte findet, muss sie gleich an ihren Großvater denken, der trotz seiner Demenzerkrankung immer noch eine wahnsinnige Kombinationsgabe und ein riesiges Literaturgedächtnis hat. Gemeinsam lassen die beiden ihre Fantasie streifen und lösen so kleinere oder auch größere Rätsel, die Kaede im Alltag begegnen.
Doch dann passiert etwas, dass die beiden auf eine harte Probe stellt.
Meine Meinung:
Wer schon mal mit Demenzerkrankten zu tun hatte, wird dieses Buch sicherlich wie ich mit anderen Augen betrachten und sich wünschen, dass der Betroffene auch so wäre wie der Großvater von Kaede. Leider ist dem nicht immer so, aber das tut diesem Buch keinen Abbruch, denn letztendlich ist es Fiktion. Was mir aber sehr gut gefällt, ist das dem Thema auf diese Art und Weise mehr Beachtung geschenkt wird. Die Geschichte ist der Auftakt zu einer Trilogie und ich bin echt gespannt, wie es wohl weitergeht. Der Mix im Auftaktband hat mir gut gefallen. Ein Mix aus kriminalistischen Rätseln und viel Gefühl für den Umgang mit dem Großvater. Ich hatte das Vergnügen sowohl Buch als auch Hörbuch genießen zu dürfen und fand beide auf ihre eigene Art gut.
Fazit:
Berührende Geschichte
Rezensionen von BR:
Ja, nein, vielleicht von Doris Knecht
ohne Leichtigkeit
"Ja, nein, vielleicht" bildet für mich genau den Inhalt ab: genau so verlaufen die Gedankengänge der Protagonistin. Ganz speziell beim Thema Friedrich: eigentlich hat sie ihn ja nur im Supermarkt getroffen. Den Mann mit dem sie in jungen Jahren zusammen war. Wenn man nach vielen Jahren in die Nähe seiner Heimat zurück kommt ist es eben gut möglich, dass so etwas passiert.
Ab da beginnt in ihrem Kopf eine Spirale, wie sie es selbst nennt. "meint er das ... , soll ich ... , oder doch nicht ..., vielleicht..." Ich persönlich fand das übertrieben.
Daneben kämpft sie noch mit den Themen Zahn, einem Problem mit ihrer Schwester in ihrer Stadtwohnung und den Hochzeitsvorbereitungen für die beste Freundin. Sie reflektiert ihren Lebensweg und hadert mit dem Älterwerden. Da ich genau in dem beschriebenen Alter bin kann ich die Themen schon gut nachvollziehen aber hier klang alles recht verbittert und pessimistisch.
Die Erzählfluss soll wohl auch humorvoll und ironisch rüberkommen aber ich fand ihn eher schwergängig und ohne Leichtigkeit. Dass zum Schluss hin einiges wieder in seine Bahnen kommt war für mich eine angenehme Wendung.
Rezensionen von carola1475:
Eden von Jan Costin Wagner
Den Verlust akzeptieren
Kerstin und Markus haben ihre 12jährige Tochter Sofie bei einem Selbstmordattentat verloren. Die vorher glückliche Familie ist zerstört, beide Eltern sind verloren und voller Schmerz. Während Kerstin nach einiger Zeit Sofies Tod akzeptiert und erkennt, dass sie sich ein ganz neues Leben aufbauen müssen, auch wenn sie nicht weiß, wie das gelingen soll, ist Markus außerstande, Sofies Tod zu begreifen und wahrzuhaben.
Er versucht, die Ereignisse rational zu verstehen, besucht sogar die Familie des Attentäters, um dessen Beweggründe analysieren zu können. In einer Talkshow wehrt Markus sich gegen die politische Instrumentalisierung seines Schicksals.
Jan Costin Wagner widmet sich in 'Eden' erneut einem schwierigen Thema, schreibt über Menschen im Ausnahmezustand. Dabei erzählt er aus den verschiedenen Perspektiven aller Beteiligten, auch der Täter kommt zu Wort, der etwas Großes vollbringen, endlich gesehen und bewundert werden wollte. Der Autor beschreibt, ohne zu werten, wie der jungen Mann zum Attentäter wurde.
Die Charaktere werden lebendig durch ihre Gedanken, Erinnerungen und Dialoge, die Gefühle transportieren. Alle Figuren haben mich berührt, besonders auch Sofies achtsamer Schulfreund Tobias, der durch Sofies Tod verstört ist und der unter der Atmosphäre zu Hause leidet, die sein Vater mit Verschwörungstheorien und rassistischen Gedanken vergiftet.
Jan Costin Wagner schreibt klar und schnörkellos, dennoch intensiv. Er kann mit einfachen, wenigen Worten Gefühle vermitteln, die mich treffen und die ich verstehe. Auch nach Beenden des Buchs bleiben mir Trauer, Mitgefühl und Hilflosigkeit.
Besonders gut gefällt mir die Gestaltung des Covers. 'Eden', das Paradies, ist als Einheit zerstört, in der Mitte durchtrennt und wenn man das Wort unten links entgegen des Uhrzeigersinns zu lesen beginnt, steht da 'Ende' - vielleicht vor dem zarten Schemen der tanzenden Sofie. Sehr gelungen und zum Roman perfekt passend.
Rezensionen von Claudia H.:
Preston Brothers, Band 1 - Loving Lucas von Jay McLean
Dramen, Tränen, Spannung
Mein Fazit:
Die Story hat es echt in sich. Es ist echt Wahnsinn wie viel hier in ein Buch gepackt wurde. Die Story ist echt sehr dramatisch und dadurch natürlich auch sehr spannend. Anfangs bin ich mit den Zeitsprüngen nicht so gut zurechtgekommen, was sich später jedoch gelegt hat. Tatsächlich waren mir die ganzen Dramen doch etwas too much.
Ob einem dieses Buch gut gefällt oder nicht, hängt hier absolut von der eigenen Stimmung ab. Man sollte beim Lesen daher Lust auf dramatische Stimmung haben und Lust dazu, ein paar Tränen zu vergießen, denn das wird garantiert passieren. Es ist toll, diese liebevolle Familie kennenzulernen und sie begleiten zu dürfen. Die Story wird zum Teil aus der Sicht von Lucas und zum Teil aus der Sicht von Laney erzählt. Manchmal habe ich mich echt über Lucas geärgert und hätte ihn gerne mal geschüttelt. Die Story ist also auf alle Fälle etwas, von dem man sich mitreißen lassen kann. Zum Teil werden hier Themen behandelt, die schon echt harter Tobak sind. Das sollte man auf alle Fälle beachten, wenn man noch sehr jung ist oder eher empfindlich. Ich empfehle bei Bedenken zuvor die Triggerwarnung zu lesen.
Für alle, die Lust auf Dramen und Tränen haben, gibt es eine klare Leseempfehlung und ich vergebe gerne 4 Sterne.
Rezensionen von carola1475:
Schwüre, die wir brechen von Roman Voosen; Kerstin Signe Danielsson
Komplexer und spannender Thriller mit ungewöhnlichem Hintergrund
Ein Toter mit dem Kopf eines Krokodils ist nur das erste Opfer, das mit einem angenähten Tierkopf gefunden wird. Jon Nordh würde den Fall lieber abgeben, er weiß, wie psychisch belastend derart abartige Fälle sein können, während Svea sich gern beweisen würde.
In diesem zweiten Band der 'Tatort Malmö'-Reihe ist aus dem verwitweten und alleinerziehenden Jon Nordh und der jungen, aus Stockholm strafversetzten Svea Karhuu ein gutes Team geworden.
Svea schätzt den erfahrenen Jon inzwischen, sie hat viel von ihm gelernt und Verständnis für seine auch schroffe Art entwickelt, für Jon ist Svea, klug, strukturiert, analytisch, zu einer guten Partnerin geworden, auf die er sich verlassen kann.
Das düstere Cover passt zur bedrohlichen Atmosphäre der Geschichte, in der die altägyptische Götterwelt und Nachrichten in Form von Hieroglyphen eine Rolle spielen, ein ungewöhnliches und für mich sehr interessantes Thema für einen Thriller.
Erzählt wird auf verschiedenen Zeit- und Handlungsebenen aus wechselnder personaler Perspektive der Protagonisten und eines weiteren Charakters, die in eine erschütternde Geschichte münden. Der Schreibstil ist bildhaft, klar, lebendig und sprachgewandt, sehr angenehm zu lesen. Die Figurenzeichnung ist auch bei Nebencharakteren gelungen, die Hauptfiguren entwickeln sich und sind nahbar und authentisch, das Verhältnis von Privatleben einerseits und Ermittlungsarbeit andererseits gefällt mir.
Der Thriller ist spannend und komplex, Voosen und Danielsson legen falsche Fährten und überraschen mit unerwarteten Wendungen, die mühsamen Ermittlungen des Teams werden glaubhaft geschildert. Gelegentlich fassen die Ermittler, eigentlich für ihre Kollegen, den Stand der Dinge zusammen, das empfand ich als hilfreichen Kniff der Autoren, damit der Leser den Überblick behält, sehr gut gemacht!
Immer wieder gibt es Rückblicke in Sveas und Jons Vergangenheit, so dass ich empfehlen würde, den ersten Band bereits zu kennen. Neue Erkenntnisse zu zurück liegenden Ereignissen, die beider Leben verändert haben, tragen neben dem aktuellen Fall ebenfalls zur Spannung bei und lassen mich erwartungsvoll auf einen weiteren Band der Reihe hoffen. 'Schwüre, die wir brechen' hat mir noch besser gefallen als der erste Band der Reihe und hat mich bestens unterhalten.
Rezensionen von Sheilo:
Fleur de Lavande (Band 1) - Wie du liebst von Gabriella Santos de Lima
Wundervolles sommerliches Setting
Nach ihren fürchterlichen Enttäuschungen rund um ihren Ex-Freund und ihrer Schwester, beschließt Viola den Sommer zusammen mit ihrer Freundin Jules in Frankreich zu verbringen, im wunderschönen Maison Lavande von Jules Mutter. Doch sie sind nicht alleine, denn auch Lucas, Jules Bruder und Profihandballer, sehnt sich nach Ablenkung in Frankreich.
"Fleur de Lavande - Wie du liebst" ist der Auftakt zur neuen Buchreihe von Gabriella Santos de Lima und hat jede Menge Sommer- und Urlaubsvibes im Gepäck. Der bildliche Schreibstil der Autorin lässt den Lesenden problemlos in die wunderschönen Landschaften eintauchen und nur zu gerne wäre ich selbst dort gewesen und hätte die Lavendelfelder betrachtet.
Viola ist Autorin und hat stark unter dem Druck der Branche zu kämpfen. Sie hat sehr viele Selbstzweifel und ihre Verunsicherung ist allgegenwärtig, jedoch konnte ich mich so gut in sie hinein versetzen, da es mir damals Mitte 20 ähnlich ging. Viola lässt sich dabei vor allem von den sozialen Medien leiten und muss noch lernen, sich und ihre Gefühle nicht zu sehr durch die Meinung anderer leiten zu lassen.
Lucas wirkte auf mich sehr rücksichtsvoll und einfühlsam. Man spürt direkt ab Beginn, dass er ein Geheimnis mit sich trägt, welches sehr schwer auf seinen Schultern lastet. Er ist wirklich ein sehr toller Mann, doch die ein oder andere Handlung bzw. fehlende Handlung von ihm kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Durch die verschiedenen Perspektiven von Lucas und Viola im Buch, sowie der eingeschobenen Kopfnotizen mit Violas Gedanken, spürt man sehr schnell die Gefühle, welche zwischen den beiden Protagonisten vorhanden sind und immer mehr anwachsen. Alleine wie einfühlsam Lucas ist und wie er immer wieder auf Viola eingeht, ist wirklich schön und ich habe es sehr genossen, die beiden zu begleiten.
Gabriella Santos de Lima ist es mit diesem Buch wieder einmal gelungen, eine wunderschöne Liebesgeschichte zu erschaffen, in der nicht immer alles nach Plan läuft. Für mich ist "Fleur de Lavande - Wie du liebst" eine tolle sommerliche Romance, die einen aus dem Alltag entführt und in die man einfach versinken kann. Ich mag es dabei sehr, dass neben der Liebesgeschichte auch sensible Themen im Buch behandelt werden. Nun freue ich mich schon auf die Fortsetzung, welche die Geschichte von Jules erzählen wird.
Rezensionen von Petra Gruber:
Junge Frau mit Katze von Daniela Dröscher
Krankheit und Familiengeschichte
Nachdem mir „Lügen über meine Mutter“ sehr gefallen hat, war ich gespannt, wie die Geschichte von Ela im neuen Roman weitergehen würde. Inzwischen ist sie erwachsen, lebt alleine, steht kurz vor der Promotion, die Verteidigung ihrer Arbeit steht ihr noch bevor. Sie hat ein Stipendium, einen kleinen Job in ihrem Institut.
Doch dann wird sie plötzlich krank. Stechende Halsschmerzen, Müdigkeit, starker Durst. Eine Odyssee von Arzt zu Arzt beginnt. Immer wieder ein Thema, die Beziehung zu ihrer Mutter und ihrem Bruder.
Sehr gut gefallen hat mir der Aufbau des Buches. Eingeleitet wird jedes Kapitel von Zitaten der Autorin Yoko Tawada, die die Protagonistin verehrt. Sie sind sehr treffend ausgewählt und lockern den Erzählfluss auf. Zwischen den Abschnitten, in denen die Protagonistin von ihrem Leidensweg erzählt, sind kleine Kapitel eingeschoben, in denen sie über ihre Mutter reflektiert.
Auch sprachlich hat mir der Roman gefallen.
Allerdings hatten die Episoden rund um ihre Symptome und ihre Arztbesuche ziemliche Längen. Ich weiß, wie schwierig es ist, mit unklaren Symptomen eine gute Diagnose zu bekommen, wie oft man als Frau beim Arzt nicht ernst genommen wird. Aber ganz kam diese Frustration oder der Mehrwert für die Geschichte leider nicht rüber.
Zudem hatte ich den Eindruck, dass vieles nicht klar war, wenn man das erste Buch mit Ela als Protagonistin nicht gelesen hat.
Die stärkste Figur, bei der auch die meiste Entwicklung stattfand, war die Figur der Mutter. Sie fand ich sehr gut gezeichnet und auch sehr gut umgesetzt. Auch das Ende fand ist gelungen und zählt mit zu den stärksten Abschnitten des Buches.
Insgesamt fand ich den Roman nicht schlecht, völlig begeistern konnte er mich nicht. Autofiktion ist ein Genre, das für meinen Geschmack oft nicht ganz aufgeht, da der Abstand der Autor:innen manchmal nicht genügt, um aus der eigenen Geschichte tatsächlich Literatur zu machen. Diesen Eindruck hatte ich auch hier ein wenig.











