Kunden em pfehlungen
Rezensionen von brauneye29:
Dius von Stefan Hertmans
Vielschichtig
Zum inhalt:
Egidius de Blaeser, genannt Dius, ist ein talentierter Kunststudent, aber mit einem nicht gerade einfachen Charakter. Nicht wenige verfallen seinem Charme, darunter auch auch sein Dozent. Viele Jahre verbringen sie viel Zeit miteinander bis eine Lüge die Freundschaft zerstört. Dann taucht Dius plötzlich wieder auf.
Meine Meinung:
Was für mich das Buch besonders gemacht hat, ist die Vielfältigkeit in der Freundschaft, die eben nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen ist, sondern das gesamte Spektrum von Gefühlen beinhalten kann. Dazu viele Gespräche über Kunst, Musik und auch Philosophie. Man fragt sich zwar zwischendurch mal wohin das Ganze führen soll, irgendwann ist diese Frage aber gar nicht mehr so wichtig, weil das Buch einen einfach gefangen nimmt. Der Schreibstil hat mit gut gefallen
Fazit:
Vielschichtig
Rezensionen von Schlafmurmel:
Düsteres Tal von Ruth Lillegraven
Macht, Lügen und ein düsteres Geheimnis
Leider habe ich erst beim Lesen gemerkt, dass Düsteres Tal bereits der dritte Teil der Reihe um Clara Lofthus ist. Ich habe mich wegen des schönen Covers beworben – na ja, manchmal greift man einfach zu.
Erzählt wird die Geschichte der Politikerin Clara Lofthus, die nach außen hin perfekt wirkt, aber hinter der Fassade skrupellos agiert.
Wer ihr im Weg steht, wird eiskalt beseitigt – erschreckend, aber in der Welt der Macht wohl nicht ganz unrealistisch.
Nach Jahren in Nairobi, wo sie mit ihrer Familie lebt und für UNICEF den Aufbau einer Schule leitet, gerät Clara nach einem Terroranschlag erneut ins Rampenlicht. Als Heldin gefeiert, kehrt sie nach Oslo zurück und wird wieder Justizministerin – obwohl sie längst in einem Netz aus Lügen, Intrigen und dunklen Taten gefangen ist.
Podcaster Erik Heier kommt ihr langsam auf die Spur, und Stück für Stück werden Claras grausame Geheimnisse sichtbar. Das Ende ist schockierend, abgründig und hat mich noch lange beschäftigt.
Rezensionen von begine:
Vielleicht ist die Liebe so von Katja Früh
Mutter und Tochter
Vielleicht ist die Liebe so, ist ein Roman der Schauspielerin und Regisseurin Katja Früh.
Es geht um eine komplizierte Mutter Tochter Beziehung.
Anja war einmal Schauspielerin und arbeitet jetzt in einer Bar. Sie ist Mitte Vierzig, als ihre Mutter ihr verkündet, das sie am 18.2.um 4 sterben wird.
Die hat alles vorbereitet, sogar die Traueranzeigen wird sie selber verschicken.
Anja leidet an Depressionen und ist nicht so stabil. Schon als Kind hat sie immer versucht, die Liebe ihrer Mutter zu bekommen.
Die Autorin hat den Zwiespalt ihrer Personen glaubhaft beschrieben. Man kann Anjas Gefühle hautnah miterleben.
Ich wurde gut unterhalten und war von der Geschichte gefesselt.
Rezensionen von Schlafmurmel:
Düsteres Tal von Ruth Lillegraven
Macht, Lügen und ein düsteres Geheimnis
Leider habe ich erst beim Lesen gemerkt, dass Düsteres Tal bereits der dritte Teil der Reihe um Clara Lofthus ist. Ich habe mich wegen des schönen Covers beworben – na ja, manchmal greift man einfach zu.
Erzählt wird die Geschichte der Politikerin Clara Lofthus, die nach außen hin perfekt wirkt, aber hinter der Fassade skrupellos agiert.
Wer ihr im Weg steht, wird eiskalt beseitigt – erschreckend, aber in der Welt der Macht wohl nicht ganz unrealistisch.
Nach Jahren in Nairobi, wo sie mit ihrer Familie lebt und für UNICEF den Aufbau einer Schule leitet, gerät Clara nach einem Terroranschlag erneut ins Rampenlicht. Als Heldin gefeiert, kehrt sie nach Oslo zurück und wird wieder Justizministerin – obwohl sie längst in einem Netz aus Lügen, Intrigen und dunklen Taten gefangen ist.
Podcaster Erik Heier kommt ihr langsam auf die Spur, und Stück für Stück werden Claras grausame Geheimnisse sichtbar. Das Ende ist schockierend, abgründig und hat mich noch lange beschäftigt
Rezensionen von Shilo:
Fräulein Hedwig von Christoph Poschenrieder
Stilles Schicksal, stark erzählt – jedoch mit Distanz
Zu Beginn hatte ich etwas Mühe, in die Geschichte hineinzufinden. Die Kapitel über Hedwigs Familie und die Generationen vor ihr zogen sich für mich etwas hin. Erst in den letzten Teilen hat mich das Buch wirklich erreicht, als Hedwig selbst stärker in den Mittelpunkt rückte. Sie lebt Anfang des 20.
Jahrhunderts als Lehrerin auf dem Land, ist oft krank und wird von ihrer Umgebung kaum verstanden.
Ich hätte mir gewünscht, sie noch näher kennenzulernen. Ihre Gedanken, ihre Gefühle, ihr inneres Erleben. Stattdessen bleibt sie oft auf Distanz. Man spürt zwar das Mitgefühl und auch die Empörung des Autors über das, was ihr widerfahren ist, aber für mich blieb Hedwig als Person etwas verschwommen.
Christoph Poschenrieders Stil ist lebendig, fast wie in einem Gespräch. Man merkt, wie sehr ihm die Geschichte seiner Familie am Herzen liegt und dass er mit diesem Buch etwas wiedergutmachen wollte.
Mich hat berührt, wie Hedwig sich in einer Zeit behaupten musste, in der Frauen kaum eigene Wege gehen durften. Noch stärker hat mich bewegt, wie schnell sie als „nervenkrank“ abgestempelt und schließlich zum Opfer der NS-Zeit wurde. Diese Ungerechtigkeit hallt nach, auch wenn mich das Buch nicht auf jeder Seite fesseln konnte.
Am Ende überwiegt für mich der Respekt vor der Intention des Autors. Er hat einer Frau eine Stimme gegeben, die keine hatte und hat ihre wichtige Geschichte mit einer gewissen Distanz erzählt. 3 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die ruhige, ernsthafte Geschichten bevorzugen und sich für historische Schicksale interessieren.
Rezensionen von yellowdog:
Down Cemetery Road von Mick Herron
Start der Oxford-Reihe
Mick Herron ist durch Slow Horses, Romane wie TV-Serie, zum Literaturstar des Genres Spionage&Thriller geworden. Daher ist jetzt auch sein erster Roman neu veröffentlicht: Down Cemetery Road
Zwar hat Mich Herron von Anfang an stilistisch einiges zu bieten, aber an sein Slough House kommt das nicht ganz ran.
Doch für den Roman sprechen seine Charaktere. Sarah ist eine gefühlvolle Figur, Michael ist auch emotional, aber oft unberechenbar. Die Privatdetektivin Zoe Boehm spielt lange Zeit nicht mit, erst am Ende nimmt sie eine wichtige Rolle ein. Überhaupt ist das Finale des Romans ganz stark.
Ob die kühle Zoe Boehm als tragende Figur für eine ganze Reihe reicht, ist noch schwer zu sagen, aber Down Cemetery Road ist 4 von 4 Sternen wert.
Rezensionen von Natalie:
Garden Girls von Jessica R. Patch
Düster und spannend
FBI-Agent Tiberius Granger erlebt in seinem Beruf immer wieder grausame Fälle. Doch der aktuelle Fall, an dem er mit seinem Team arbeitet, scheint eine neue Stufe zu erreichen. Die Opfer alles Frauen mit Blumennamen und diese finden sich in Tätowierungen auf deren Körper wieder. Vor ihrem Tod müssen sie Schreckliches erlebt haben.
Und wäre das nicht genug, scheint der Fall für Tiberius ein persönlicher werden… wird auch die Schwester seiner früheren Liebe vermisst. Nicht nur die Ermittlungen rasen, sondern auch ein Hurrikan, der sich der Küste North Carolinas nähert…
Das tolle Cover hat auf den Thriller aufmerksam gemacht. Und ich wurde nicht enttäuscht - ein Thriller voller Spannung und perfider Wendungen, der von toll ausgearbeiteten Charakteren begleitet wird. Der Spannungsbogen ist auf jeder Seite spürbar, Verschnaufspausen für die Leser oder das FBI-Team gibt es so gut wie gar nicht, der Täter scheint Tiberius regelrecht zu verhöhnen. Auch die Einblicke in Tiberius private Vergangenheit bringen Spannung rein. Alles in allen ein toll konstruierter Thriller, der mich sehr gut unterhalten hat. Leseempfehlung von mir.
Rezensionen von clematis:
Vielleicht ist die Liebe so von Katja Früh
Selbstbestimmtheit
Die Mutter ist dominant, manipulierend, egomanisch, narzisstisch. Nun will sie auch noch im Rahmen ihrer Selbstbestimmtheit ihren Todeszeitpunkt festlegen, bevor sie alt, dement oder pflegebedürftig wird. Ihre Tochter Anja, Mitte vierzig, ist entsetzt darüber, dass sie dabei sein soll beim geplanten Suizid, der von den Behörden genehmigt worden ist.
Katja Früh zeichnet eine von Schwierigkeiten und Unverständnis geprägte Mutter-Tochter-Beziehung, die vor allem Anja sehr belastet und in ihrem Leben einschränkt. Die Selbstbestimmtheit scheint von der Mutter allein gepachtet zu sein, das Kind muss deren Vorstellungen entsprechen, um den mütterlichen Stolz zu befriedigen. Wie es der Mutter selbst dabei geht, ob sie tatsächlich so unangenehm ist, wie hier dargestellt, bleibt offen, denn erzählt wird aus Anjas Blickwinkel in der Ich-Form. Dabei bekommt man als Leser ihre Ängste und Sorgen hautnah mit, dennoch bewahrt die Autorin einen ausreichend distanzierten Schreibstil, sodass die Geschichte nicht abgleitet in schwülstige Gefühlsausbrüche. Besonders skurril ist Mutters letzter Wunsch an ihre Tochter, gut gelöst von Anja im Hinblick auf ihre Zukunft, welche am Ende des Buches nur kurz, aber dennoch sehr zufriedenstellend angerissen wird.
Ein Roman über Mütter und Töchter, über Selbstbestimmtheit und ihre Grenzen, über den geplanten Todeszeitpunkt und den Umgang der Zurückbleibenden mit diesem Termin. Eine Thematik, die mich selbst auch schon so manches Mal beschäftigt hat und die hier auf interessante Weise in eine durchaus realistische Handlung eingebettet wird. Leseempfehlung!
Rezensionen von manu63:
Winterglück der Liebe von Karin Bell
Abigail und Matt
Winterglück der Liebe ist eine überarbeitete aber dennoch Inhaltsgleiche Neuauflage des Buches Ein Weihnachtswunder für Little Falls und ist der vierte Band der Herzklopfen in Little Falls Reihe der Autorin Karin Bell.
Dieses Mal geht es um Matt und Abigail und ob sie ihr Glück finden. Die Geschichte ist frisch und locker geschrieben, den Figuren aus den drei Vorbänden begegnen wir als Leser wieder in den Straßen von Little Falls.
Der Fokus des Bandes liegt nicht so stark auf Matt und Abigail, wie es in den Vorbänden der Reihe, bei den Paaren üblich war. Vielmehr tauchen wir ab in die gesamte Bandbreite der Einwohner von Little Falls und ihren Eigenheiten. Man kann den Band zwar ohne Kenntnisse der Vorbände lesen, es macht aber mehr Vergnügen die Bände der Reihe nach kennen gelernt zu haben, um die einzelnen Akteure und ihre Entwicklung mit zu bekommen.
Insgesamt eine schöne Geschichte rund um eine reizende Kleinstadt und ihre Bewohner in der es um Liebe und Freundschaft sowie Familienbande geht.
Rezensionen von Petra:
Lebensbande von Mechtild Borrmann
Zusammen geschweisst
Drei Frauen und ihre unterschiedlichen Lebenswege. Lene lebt am Niederrhein auf einem Bauernhof. Gläubige strenge Eltern bremsen ihre Lebenslust. Nora, ihre Cousine arbeitet als Kinderkrankenschwester in Bonn. Lieselotte trifft später dazu. Alle Frauen beginnen in den dreißiger Jahren ihr Erwachsenensein.
Lene heiratet durch ein Missverständnis und bekommt einen behinderten Sohn. Nora arbeitet in einer Pflegeanstalt und wundert sich wohin ihre Patienten verschwinden. Als sie Lenes Sohn rettet, gerät auch ihr Leben in Gefahr. In Danzig im Lazarett trifft sie auf Lieselotte sie werden Freundinnen und sind durch das Kriegsende Schicksalsgenossinnen. Drei Leben in der Zeit vom Beginn der 30er Jahre bis zum Mauerfall.
Die Autorin schlägt Brücken über Jahrzehnte. Sie erzählt die Geschichte der Frauen aus verschiendenen Sichtweisen auf eine besondere Weise. Nora schreibt ihre Geschichte auf. Ihre ist auch die von Lieselotte die wenig mit Lenes gemein hat. Lene erzählt ihr Leben in der Gegenwart, von ihr erfahren wir vor allem die Zeit von 1932 bis Kriegsende und die Nachkriegszeit, während wir bei Nora auch die ersten Erfahrungen nach dem Mauerfall miterleben.
Das Buch enthält wenig Einzelheiten wie in anderen Büchern über diese Zeiten. Es sind eher herausragende Episoden die von den Frauen erzählt werden. Den Rest, im Grunde der Alltag müssen wir uns dazu denken. Genau das finde ich herausragend. Aus eigener Erfahrung ist bekannt das Leben hat besondere Ereignisse und dazwischen ist viel Gleichförmiges, vieles das sich wiederholt, oder nur Kleinigkeiten die im Rückblick nicht mehr als so wichtig erscheinen.
Genau das macht dieses Buch so herausragend. Es sind Tatsachen mit denen sich die drei abfinden, sie jammern nicht über vergossene Milch, das Leben muss weitergehen. Es gibt dutzende Beschreibungen für diesen Fatalismus. Man kann es auch anders beschreiben. Ich darf nicht aufgeben, ich muss für meine Kinder da sein, wer soll denn sonst sich kümmern, Pflichtgefühl ist auch ein herausragendes Element im menschlichen Dasein. Weitermachen gegen alle Verzweiflung, denn es gibt immer einen Funken Hoffnung.
Ein Buch dieser Autorin ist immer anders, genau das braucht man ab und zu zum Lesen.











