Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra Gruber:
Junge Frau mit Katze von Daniela Dröscher
Krankheit und Familiengeschichte
Nachdem mir „Lügen über meine Mutter“ sehr gefallen hat, war ich gespannt, wie die Geschichte von Ela im neuen Roman weitergehen würde. Inzwischen ist sie erwachsen, lebt alleine, steht kurz vor der Promotion, die Verteidigung ihrer Arbeit steht ihr noch bevor. Sie hat ein Stipendium, einen kleinen Job in ihrem Institut.
Doch dann wird sie plötzlich krank. Stechende Halsschmerzen, Müdigkeit, starker Durst. Eine Odyssee von Arzt zu Arzt beginnt. Immer wieder ein Thema, die Beziehung zu ihrer Mutter und ihrem Bruder.
Sehr gut gefallen hat mir der Aufbau des Buches. Eingeleitet wird jedes Kapitel von Zitaten der Autorin Yoko Tawada, die die Protagonistin verehrt. Sie sind sehr treffend ausgewählt und lockern den Erzählfluss auf. Zwischen den Abschnitten, in denen die Protagonistin von ihrem Leidensweg erzählt, sind kleine Kapitel eingeschoben, in denen sie über ihre Mutter reflektiert.
Auch sprachlich hat mir der Roman gefallen.
Allerdings hatten die Episoden rund um ihre Symptome und ihre Arztbesuche ziemliche Längen. Ich weiß, wie schwierig es ist, mit unklaren Symptomen eine gute Diagnose zu bekommen, wie oft man als Frau beim Arzt nicht ernst genommen wird. Aber ganz kam diese Frustration oder der Mehrwert für die Geschichte leider nicht rüber.
Zudem hatte ich den Eindruck, dass vieles nicht klar war, wenn man das erste Buch mit Ela als Protagonistin nicht gelesen hat.
Die stärkste Figur, bei der auch die meiste Entwicklung stattfand, war die Figur der Mutter. Sie fand ich sehr gut gezeichnet und auch sehr gut umgesetzt. Auch das Ende fand ist gelungen und zählt mit zu den stärksten Abschnitten des Buches.
Insgesamt fand ich den Roman nicht schlecht, völlig begeistern konnte er mich nicht. Autofiktion ist ein Genre, das für meinen Geschmack oft nicht ganz aufgeht, da der Abstand der Autor:innen manchmal nicht genügt, um aus der eigenen Geschichte tatsächlich Literatur zu machen. Diesen Eindruck hatte ich auch hier ein wenig.
Rezensionen von begine:
6 aus 49 von Jacqueline Kornmüller
Bindestrich
6 aus 49 ist ein amüsanter Roman von Jaqueline Kornmüller.
Die Großmutter Lina spielt Lotto, mit der Hoffnung, einmal einen Sechser zu treffen.
Lina wird von der Autorin gut dargestellt.
Allerdings ist der Schreibstil etwas anders. Warum wird Jaquelines Mutter immer nur mit Linas Tochter betitelt, das hat mich etwas irritiert.
Lina und ihre Schwester Maria, die nicht ihre Schwester ist, betreiben ein Hotel. Die Beiden sind starke Frauen, die sich immer wieder zu helfen wissen.
Der Roman schwenkt viel zwischen den Personen hin und her.
Die Autorin hat mich nicht ganz überzeugt, aber 4 Sterne kann ich noch geben.
Rezensionen von clematis:
Föhrer Sehnsucht von Hanna Paulsen
Veränderungen
Ein Jahr nach ihrem Kennenlernen zieht Leoni nun zu Udo, das Haus wird allerdings mit seiner Mutter geteilt, denn Wohnraum ist knapp auf der Insel Föhr. Und dann schleicht sich da noch ein Fremder ständig in Leonis Nähe um – es handelt sich angeblich um Udos Halbbruder, von dessen Existenz bislang niemand gewusst hat.
Turbulent, aber im Grunde meist herzlich geht es zu auf der schönen Nordfrieseninsel, etliche Personen kennen wir schon, das Eiland ist klein genug. Aber die Idylle kann mitunter ganz schön trügerisch sein, auch wenige Menschen können Unfrieden und Misstrauen stiften. Wer verbirgt sich wohl hinter dem fremden Sechzehnjährigen und warum will Udos Mutter stets das letzte Wort haben? Ein anderer Punkt bereitet Leoni außerdem Kopfzerbrechen: ihre Arbeit im Café bringt zwar Geld und macht mit den netten Besitzern durchaus Spaß, aber richtig erfüllend für die nächsten Jahrzehnte findet sie das trotzdem nicht. Über Veränderungen wird nachgedacht. Genug Stoff also, um den zweiten und abschließenden Band der Reihe „Flucht nach Föhr“ zu füllen und den Leser dabei bestens zu unterhalten.
Liebevoll beschreibt Hanna Paulsen ihre Figuren, sieht auch im Unglück eine Chance und kehrt das Beste nach oben. So kann man sich hervorragend wegträumen und ein Stück Friesentorte genießen oder eine gemütliche Runde mit dem Rad über die Insel drehen. Die auftretenden Probleme scheinen groß, aber im richtigen Licht gesehen und mit den passenden Menschen ringsum kann fast immer eine Lösung gefunden werden.
Wie gewohnt stimmungsvoll und optimistisch präsentiert Hanna Paulsen diesen schönen Roman vor der Kulisse Föhrs und bringt ein Stück Sonne in den Alltag des Lesers. Empfehlenswert, vor allem in Kombination mit dem Vorgängerband und den anderen Föhr-Büchern von Hanna Paulsen.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Eden von Jan Costin Wagner
Aufrüttelnd, berührend und authentisch
"Eden" - eine Utopie, das gelobte Land, das wir nie wieder erreichen können, das verlorene Paradies... danach sehnen sich Markus und Kerstin, die verwaisten Eltern von Sofie. Ihre Tochter war ein Sonnenschein, clever, fröhlich, immer ein Lächeln auf den Lippen. Die drei hatten ein richtig schönes, gut situiertes Familienleben, alles war harmonisch, materiell waren sie gut situiert, bis die Katastrophe passierte.
Am Ende des Konzertes des Stars, den die Tochter so bewundert, kommt es zu einem Attentat, ein IS-Anhänger zündet eine Bombe und Sofie befindet sich direkt daneben und ist auf der Stelle tot. Vorbei ist es mit dem Paradies, nie wieder wird sie zu ihren Eltern zurückkommen, nie wieder lachen, tanzen und fröhlich sein. Von einem Augenblick auf den anderen mitten aus dem Leben gerissen.
Dieses für Eltern schrecklichste und vorstellbare Ereignis wird im neuen Roman von Jan Costin Wagner sehr authentisch, berührend und aus verschiedenen Perspektiven geschildert. Abwechselnd erzählen die Eltern Kerstin und Markus, aber auch der Schulkollege Toby, der heimlich für Sofie geschwärmt hat und nun erschüttert um sie trauert, und die Perspektive des Attentäters und seiner Familie kommt vor.
Wir begleiten die Familie und Freunde über mehrere Monate nach dem Todesfall, erleben mit, wie unterschiedlich die Eltern trauern und wie das bei aller langjährigen Verbindung und Liebe zueinander sie nun auch auseinander zu treiben und zu entzweien droht.
Wie insbesondere der Vater nach Antworten, Sinn und Begreifen sucht, dabei sogar die Mutter und den Bruder des Attentäters direkt bei sich zu Hause besucht und konfrontiert. Wie er sich aber gleichzeitig nicht zum Werkzeug der Neuen Rechten machen will und nicht pauschalisieren möchte, wie er den Hass hasst, aber sich selbst nicht zum Werkzeug von diesem machen will.
Es ist ein aufrüttelndes und berührendes Buch zu einem in dieser Zeit leider hochaktuellen Thema. Neben der persönlichen Geschichte und dem Aufzeigen der verschiedenen Trauerprozesse macht es auch nachdenklich über die Bewegungen am Rande der Demokratie in Mitteleuropa, sowohl von Seiten islamistischer Hassprediger als auch von denen, die seit einigen Jahren immer mehr ins Milieu der Verschwörungstheoretiker abdriften, in dem leider ebenfalls viel Hass verbreitet wird (exemplarisch dargestellt durch Tobys Vater, von dem sich Toby dadurch immer mehr distanziert).
Insgesamt ist es ein sprachlich sehr gut geschriebenes, auf seine Weise trotz des tragischen Themas auch unterhaltsames und sehr wichtiges Buch, das ich einer breiten Leserschaft empfehlen kann.
Rezensionen von S.:
Die Bibliothek meines Großvaters von Masateru Konishi
Krimiliebe
Kaedes Großvater lebt in seinem behaglichen Haus, sein Gedächtnis lässt nach. Wenn sie, die junge Lehrerin aus Tokio, ihn besucht, erzählt er Geschichten von blauen Tigern, die in sein Zimmer kommen oder schläft ein.
Früher war das anders. Beide dachten sich phantasievolle Erzählungen aus, lösten Rätsel.
Jetzt hat der Opa eine besondere Form der Demenz, die auch ausführlich thematisiert wird. Doch manchmal spinnt er mit seiner Enkelin mögliche Geschehnisse in gleich mehreren Varianten. Begleitet von vielschichtigen Halluzinationen. Dennoch: seine Schlussfolgerungen sind genial.
Seine Enkelin liebt Bücher, liest auch anspruchsvolle Literatur, gern Krimis. Darüber gibt es ausufernde Diskussionen. Nicht nur mit dem Großvater, leider. Die Kneipendebatte soll offenbar mit Riesen-Emojis interessanter werden. Hat nicht geklappt. Auch im weiteren Verlauf nicht wirkungsvoller.
Ich mochte die Idee, aus wenigen Beobachtungen eine Geschichte zu entwickeln. Die Umsetzung war sehr, mir zu sehr, detailliert. Kaedes Geschichte hat mich dann aber doch gecatcht.
Am Anfang zögerlich, nimmt die Geschichte letztlich Fahrt auf, ist packend gestaltet.
Hinterlässt gemischte Gefühle.
Rezensionen von S.:
6 aus 49 von Jacqueline Kornmüller
Von der Großmutter
Sehr anschaulich erzählt Jaqueline Kornmüller von ihrer Großmutter. Kindheit, erste Arbeitsstelle mit 13. Durch Glück Anstellung als Servierfräulein, Wechsel nach Bayern. Beginn einer düsteren Zeit Ende der 30er Jahre. Dennoch lernt sie auch eindrucksvolle Gäste kennen, ist zufrieden. Ein großer Schritt: sie macht sich mit eigenem Hotel ( zur Pacht) selbständig.
Die Autorin berichtet vom schweren und vielfältigen Leben der Großmutter. Das ist interessant, vorstellbar. Die Beschreibung des eigenen Lebens erfolgt distanziert, ebenso distanziert die Schilderung der Handlungen der Mutter. Personennamen werden durch Ortsnamen oder Personalpronomen ersetzt. Nur Lina wird stets detailliert und umfassend charakterisiert. Ein Leben in Superlativen. Die stören nicht, auch stilistisch genutzte Wiederholungen passen.
Eine liebevolle Hommage für die verehrte Großmutter.
Rezensionen von Petra Sch.:
Eine falsche Lüge - Wird es ihre letzte sein? von Sophie Stava
Wer lügt hier?
Sloane Caraway lügt seit ihrer Kindheit. Früher, um sich interessanter zu machen und gemocht zu werden, hat es sich in ihr automatisiert. Ihre kranke Mutter ist die Einzige, die sie nicht belügt.
Als sie eines Tages im Park den attraktiven Jay Lockhart und seine Tochter Harper kennenlernt, gibt sie vor, Krankenschwester zu sein, da Harper auf eine Biene getreten ist und noch den Stachel im Fuß hat.
Aus Dankbarkeit stellt Jay ihr seine Frau Violet vor. Die beiden Frauen freunden sich langsam an, und Violet stellt Sloane als Kindermädchen für Harper ein.
Die Geschichte startet langsam, man lernt zu Beginn Sloane kennen, ihr Leben, ihre Lügen und den Grund dafür. Trotz ihrer Lügen erscheint sie sympathisch; sie will eigentlich nur Freunde finden und man fiebert mit ihr mit. Klar, sie steht auf Jay (und verhält sich da oft wie ein Teenager), aber im Grunde möchte sie, dass Violet ihre beste Freundin wird. Und sie scheint es auch zu schaffen - sie bringt Violet zum Lachen, macht Sport mit ihr und vor allem: sie kümmert sich wirklich rührend um Harper. Deshalb war es auch kein Wunder, dass Violet sie als Kindermädchen einstellt.
Doch langsam wird sie einem mit ihrem Stalking-Verhalten gruselig, denn sie versucht immer mehr, wie Violet zu sein.
Und irgendwas stimmt auch in der Ehe von Violet und Jay nicht - die beiden verhalten sich distanziert.
Spannend fand ich, dass bis zum ersten Drittel des Buches noch alles offen ist, man weiß nicht, wohin es sich entwickelt.
Bis es dann eine Wendung gibt, mit der viele bestimmt nicht gerechnet haben. Da ich jedoch die Housemaid-Reihe von Freida McFadden kenne, konnte ich mir den weitere Verlauf dann irgendwann vorstellen. Doch natürlich nicht jedes Detail, ich wurde dann - nachdem ich mich eine lange Zeit über Verhaltensweisen und Handlungen geärgert habe, weil ich diese nicht nachvollziehen konnte - auch tatsächlich noch überrascht!
Fazit:
Eine sich erst langsam aufbauende Spannung, die dann mit einer überraschenden Wendung überzeugt. Unterhaltsamer Psychothriller.
Rezensionen von Miro:
Erebos 3 von Ursula Poznanski
Rückkehr ins Erebos-Universum
Erebos erwacht wieder zum Leben und holt sich einen erfahrenen Spieler zurück. Wer die ersten zwei Bände kennt, weiß, dass sich Nick Dunmore nicht freiwillig nochmal auf diese Reise einlässt. Aber ihm bleibt keine Wahl, denn Erebos droht, seine beginnende Karriere als Fotograf zu beenden.
Widerwillig lässt er sich ein weiteres Mal auf das Spiel ein und stellt mit Gänsehaut fest, dass ihn diese spezielle Welt fesselt, auch wenn ihm bewusst ist, dass mehr auf dem Spiel stehen wird als nur ein paar Gimmicks und Level zu gewinnen.
Sein Auftrag klingt diesmal ungewöhnlich. Es soll eine Horde anführen, die er zusammenstellen soll. Gemeinsam mit seinem nerdigen Freund Victor zieht er in ein Rennen bzw. eine Suche mit unklarem Ausgang. Sie sollen Zeichen erkennen, doch das ist schwieriger als gedacht. Erebos präsentiert sich anders als bei den ersten beiden Malen. Es wirkt dunkler und gefährlicher und die Aufträge im realen Leben sind ebenfalls schwer zu deuten.
Dieser dritte Teil ist wieder überaus spannend und fesselnd zu lesen. In kürzester Zeit habe ich die Seiten verschlungen und es genossen, mich wieder mehr im Spiel zu bewegen als im zweiten Band. Der Plott ist mitreißend und man kann als Leser*in wunderbar mitraten. Doch die Zeichen sind schwer zu deuten. Stück für Stück eröffnet sich ein makaberes Spiel. Wird es Nick und seinen Freunden gelingen, das Schlimmste aufzuhalten? Es steht viel auf dem Spiel.
Mir hat die Rückkehr in die Erebos-Welt ausgesprochen gut gefallen und ich bin sicher, Fans der Reihe werden hier nicht enttäuscht. Das Buch lässt mich hoffen, dass es irgendwann noch einen Teil geben könnte. Auch wenn Nick sich das bestimmt nicht wünscht.
Rezensionen von Anndlich:
Einfach Weike - Nicht perfekt, aber genau richtig von Regina Feldmann
Weikes Welt!
Weike zieht mit ihren Eltern weg aus Berlin und mitten aufs Land. Weike muss sich nicht nur an den Geruch gewöhnen, sondern auch an die neue Schule. Doch eigentlich möchte sie das gar nicht, sie wäre am liebsten direkt wieder in Berlin, bei ihrer besten Freundin Minh. Doch bis dahin will sie keine Außenseiterin sein, blöderweise sind es aber die Außenseiter, die besonders nett zu ihr sind und die auch Weike schnell zu mögen beginnt.
Dennoch möchte sie Teil der coolen Angels sein, deren Outfits zwar furchtbar sind, aber Tanzen klingt doch nach einer Menge Spaß.
Einfach Weike - Nicht perfekt, aber genau richtig von Regina Feldmann ist ein humorvoller Roman für Kinder ab 9 Jahren, das das Ankommen in einer neuen Umgebung, Freunde finden und sich dabei selbst treu bleiben auf tolle Weise thematisiert.
„Nicht perfekt, aber genau richtig“ trifft den Inhalt perfekt. Weike ist nicht perfekt, agiert nicht perfekt und macht Fehler, aber sie reflektiert, entschuldigt sich, steht für ihre Fehler ein und zeigt, dass Fehler kein Beinbruch sind und einen sogar weiterbringen können. Besonders gut gefiel mir eben genau das Spiel zwischen beliebt sein, aber sich dabei selbst treu bleiben. Das wird hier immer wieder im kleinen und großen Thema. Sensibel beschreibt es auch über die Angst, die beste Freundin zu verlieren und gleichzeitig doch selbst den Wunsch nach Anschluss zu haben.
Einfach Weike - Nicht perfekt, aber genau richtig schafft es einfühlsam über Ängste, aber auch Wünsche zu schreiben und ist ein besonders ruhiger Roman über einen Umzug, der die Lebenswelt von Kindern komplett verändert.
Omi Bena bleibt der einzige kleine Kritikpunkt, den viele bestimmt auch sehr berührend und bezaubernd finden werden, aber für mich nicht in dieses Format gepasst hat, das auch wunderbar ohne fantastische Elemente ausgekommen wäre.
Rezensionen von PeLi:
Einfach Weike - Nicht perfekt, aber genau richtig von Regina Feldmann
ganz nett, aber nicht perfekt
Das Kinderbuch erzählt die Geschichte von Weike, die nach einem unfreiwilligen Umzug von der Großstadt aufs Dorf vor allem zwei Dinge im Kopf hat: möglichst schnell wieder wegkommen und bis dahin nicht zu den Außenseitern gehören. Doch das ist leichter gesagt als getan. Zwar gibt es auch hier die beliebten Cliquen mit ihren glitzernden Outfits (die für Weike eher aussehen, als hätte ein Einhorn darauf gekotzt), aber eigentlich sind die Nerds wieder deutlich netter, nur leider eben nicht so angesagt.
Die Geschichte behandelt wichtige Themen wie Freundschaft, Selbstfindung und den Mut, zu sich selbst zu stehen. Der Humor ist stellenweise charmant, und die Mischung aus Schachspielen, Tanzchoreografien und Dorfalltag ist durchaus originell. Trotzdem konnte mich die Lektüre nicht komplett begeistern. Die Handlung plätschert an manchen Stellen etwas vor sich hin, und weder Weike noch die Nebenfiguren sind mir wirklich ans Herz gewachsen. Mir fehlte ein wenig die Tiefe oder Spannung, die mich länger fesseln könnte.
Für Kinder, die selbst gerade in einer Umbruchphase stecken oder sich mit dem Thema „Dazugehören“ beschäftigen, kann das Buch sicher inspirierend sein. Mich persönlich hat es eher mittelmäßig überzeugt, deshalb vergebe ich 3 Sterne.










