Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tara:
Über Grenzen von Margot Flügel-Anhalt; Titus Arnu
Ein Bericht, der Reiselust weckt
„Über Grenzen – Freiheit kennt kein Alter“ ist ein spannender Bericht über eine ungewöhnliche Reise von der deutschen Reiseschriftstellerin und Abenteurerin Margot Flügel-Anhalt.
Ich reise unglaublich gerne und kann das Fernweh, von dem die Autorin schreibt, ausgesprochen gut nachvollziehen.
Allerdings fand ich es unglaublich, was es in ihr ausgelöst hat und mit welchem Mut sie mit einer kleinen 125er Enduro ohne jegliche Fahrerfahrung aufgebrochen ist.
Hier schildert sie nun in kurzen Kapiteln ihre Reise von Deutschland durch Polen, die Ukraine, Russland, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Turkmenistan, Iran, Türkei, Bulgarien, Montenegro und Kroatien. Ihr Ziel ist dabei der Pamir-Highway.
Ihre Erlebnisse beschreibt sie lebendig und authentisch. Nicht alles verläuft reibungslos. Das Motorrad streikt, sie verletzt sich, sie lernt die unterschiedlichsten Menschen kennen, erlebt fremde Kulturen und sieht die Natur. Sie berichtet so flüssig und ergänzt ihre Erfahrungen durch passende Fotos, so dass ich direkt das Gefühl hatte, bei ihren Erlebnissen dabei gewesen zu sein.
Es ist ein mitreißender und emotionaler Reisebericht, der weit über eine klassische Routenbeschreibung hinausgeht. Margot Flügel-Anhalt beweist, dass Mut und Entdeckergeist keine Frage des Alters sind und ermutigt dazu, seine Komfortzone zu verlassen.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und kann es unabhängig davon, ob man nach Reiseinspirationen sucht, oder sich einfach nur in die Ferne träumen möchte, uneingeschränkt empfehlen.
Rezensionen von peedee:
Mani Matter von Wilfried Meichtry
Grossartig
Mani Matter, „dr Bärner Giu”, Jurist, Liedermacher, Schreibender, Philosoph, ist in der Schweiz sehr bekannt, denn viele Menschen sind mit seinen berndeutschen Liedern aufgewachsen, haben diese in der Schule gesungen. Leider ist Mani Matter im Jahr 1972 mit nur 36 Jahren bei einem Autounfall tödlich verunglückt.
Zum 90. Geburtstag wurde seine Biografie erweitert und erstmals als Taschenbuch herausgegeben. Mit vielen Auszügen aus Briefen, Tagebucheinträgen und Stimmen seiner Wegbegleiter.
Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover mit einem Foto des Porträtierten – gefällt mir gut.
Ich gehöre auch zu denen, die Mani Matters Lieder seit frühster Kindheit kennen. Als ich geboren wurde bzw. ihn und seine Musik wahrgenommen habe, war er bereits verstorben. Was haben seine Lieder an sich, dass sie noch heute populär sind? Für mich als Bernerin natürlich sicherlich die Texte auf Berndeutsch, dann die Pointiertheit, mit der er Alltäglichkeiten und Nichtigkeiten festgehalten hat, und die eingängigen, einfachen Melodien. Begleitend zur Lektüre habe ich mir wieder einmal ein paar seiner Lieder zu Gemüte geführt, wie z.B.: „Hemmige“, „I han es Zündhölzli azündt“, „Ds Lotti schilet“, „Dr Ferdinand isch gstorbe“, „Dr Eskimo“, „E Löl, e blöde Siech, e Glünggi un e Sürmel“ oder „Dr Alpeflug“. Ich war überrascht, wie viel vom Text ich noch auswendig wusste!
Ich war sehr gespannt auf Mani Matters Biografie, denn ich wusste zwar ein paar Eckdaten, aber so viel war das dann doch nicht. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass seine Mutter aus den Niederlanden stammte, sie zu Hause Französisch gesprochen haben, und sein Vater Jurist war. Mir war auch nicht bewusst, dass seine Mutter so früh verstorben ist. Oder wie er überhaupt zum Vornamen „Mani“ gekommen ist, denn schliesslich hiess er von Geburt her Hans Peter.
Mani Matter schien mir ein sehr intelligenter Mann zu sein, der stets auf der Suche war. Wonach er gesucht hat, ist wohl nicht einmal ihm selbst bewusst gewesen (dieses Gefühl des Suchens kenne ich nur zu gut). Er war sehr belesen, vielseitig interessiert (Kunst in seinen vielen Formen wie Malerei, Gesang, Gedichte, philosophische Fragen) und engagiert. Manchmal wohl ein bisschen zu aktiv, zu rastlos. Er hatte eine sehr zurückhaltende Art – er war kein Showman –, melancholisch, bescheiden.
Ein grossartiges Buch über Mani Matter, der leider viel zu früh verstarb und seine Frau und drei kleine Kinder hinterliess. Es ist berührend, dass ein Mann so viele Jahre nach seinem Tod nach wie vor so bekannt und ist und seine Lieder immer noch gerne gespielt und gesungen werden. Von mir gibt es 5 Sterne.
Rezensionen von Sonne89:
Play+ Mein lustiges Spielbuch Pflaster her, sagt Doktor Bär - ab 2 Jahre von Bernd Penners
Richtig tolles Mitmachbuch
Das Buch konnte uns sofort begeistern.
Die Tiere sind farbenfroh und freundlich illustriert.
Auf jeder Seite gibt es etwas zu entdecken, zeitgleich überfordert das Buch aber nicht, da es sich auf den wesentlichen Inhalt konzentriert: Die Verletzungen der Tiere.
Von Ohrenschmerzen über Bauchschmerzen darf das Kleinkind die Tiere verarzten.
Mit Magnet-Pflastern geschieht dies ganz leicht. Die Pflaster haben auch eine gute handliche Größe und sind hoffentlich lange verwendbar.
Der Text ist kurz und in Reimform gestaltet und fordert das Kind auf Doktor Bär beim verarzten zu helfen.
Die Tiere benötigen in aufsteigender Menge Pflaster, somit kommt auch das zählen nicht zu kurz.
Die Pflaster gibt es in fünf Farben, passend zu der Pflasterfarbe, die Doktor Bär in der Hand hält.
Das Buch ist freundlich und positiv gestaltet und spricht die Sozialkompetenz der Kinder an.
Rezensionen von Lerchie:
Die gute Fee mit der schlechten Laune (1). Der Wunschperlen-Auftrag von Emma Flint
Die übellaunige Fee
Gute Feen sind fröhlich. Sie ernähren sich von Zuckerwatte zum Frühstück verbreiten viel Freude. Das ist für sie die einfachste Sache der Welt. Nur für Molli nicht. Sie bekommt das Lachen nicht hin und findet fast alles langweilig. Und davon bekommt sie schlechte Laune. Dagegen braucht sie ein Abenteuer, am besten in der Menschenwelt.
Doch sie bekommt einen Aufpasser, denn die Menschen sollen ja von den Feen nichts wissen. Ihr Begleiter ist ein eingebildeter Wandelwicht in Gestalt eines Königspudels. Doch obwohl er alles besser weiß, kann er nicht verhindern, dass sie von einem in den nächsten Schlamassel geraten.
Meine Meinung
Das Buch ließ sich nicht gut lesen, denn es war ein PDF und dermaßen durcheinander, dass ich mir die Fortsetzung mancher Sätze erst suchen musste. An meinem Kindle dürfte sowas nicht liegen, denn damit habe ich schon öfter PDFs gelesen, auch wenn ich das gar nicht so gerne mache. Aber ich habe es zu spät gemerkt. Und ich dachte auch, na ja ist etwas schwieriger zu lesen, aber was solls, hab ich ja schon öfter gemacht. Aber Pustekuchen. Da hörte ein Satz mittendrin plötzlich auf. Die nächsten waren dann fehlerfrei und plötzlich kam etwas, das zu diesen wieder nicht passte! Es war das Ende des genannten Satzes. Ich habe mich durch das Buch regelrecht durchgewurstelt. Im Grunde war es ein schönes Kinderbuch und ich habe letztendlich ja auch verstanden worum es da ging. Aber das Chaos war wirklich furchtbar! Es tut mir leid, denn für das Buch selbst, hätte ich es fortlaufend lesen können, also ohne die gekappten Sätze, die später dann weitergingen, dann hätte dieses Buch fünf Sterne bekommen. Ich müsste daher eigentlich zwei Sterne abziehen. Da aber die Autorin dafür wirklich nichts kann, ziehe ich nur einen Stern ab und vergebe somit fünf Sterne. Als Ebook, und in dem Fall eben PDF, kann ich es nicht empfehlen, aber bestimmt ist es als Print ein sehr schönes Buch.
Rezensionen von Tina:
Unter Wasser von Tara Menon
Zwischen Oberfläche und Tiefe
"Unter Wasser" hat mich von Anfang an gepackt und gleichzeitig sehr gefordert. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man schnell merkt, dass man sich darauf einlassen muss - emotional, gedanklich und auch zeitlich. Die Geschichte fühlt sich schwer an, aber nicht erdrückend, eher so, als würde man langsam unter die Oberfläche gezogen und dabei immer tiefer in die Gedanken und Erinnerungen der Hauptfigur eintauchen.
Ich mochte besonders, wie viel zwischen den Zeilen passiert. Nicht alles wird erklärt oder ausgesprochen, vieles bleibt angedeutet, was für mich sehr gut zur Thematik von Verlust, Schuld und Trauer passt. Genau so fühlen sich diese Emotionen im echten Leben ja auch an: diffus, widersprüchlich und manchmal kaum greifbar. Beim Lesen musste ich öfter innehalten, weil bestimmte Bilder oder Gedanken lange nachgewirkt haben.
Auch die Figuren haben sich für mich sehr echt angefühlt. Sie sind nicht immer sympathisch, treffen fragwürdige Entscheidungen und wirken dabei gerade deshalb menschlich. Ich konnte nicht alles nachvollziehen, aber ich konnte vieles fühlen – und das ist für mich deutlich wichtiger. Das Buch lebt weniger von Handlung als von Atmosphäre und innerer Spannung, was mir persönlich sehr gefallen hat.
Schon das Cover hat für mich perfekt auf diese Stimmung eingestimmt. Die schimmernde Wasseroberfläche wirkt ruhig und schön, gleichzeitig aber auch tief und ein wenig bedrohlich. Genau dieses Gefühl hat sich beim Lesen bestätigt. Für mich passt das Cover hervorragend zur Geschichte und spiegelt ihre emotionale Tiefe und Schwere sehr gut wider. Ein Cover, das nicht nur schön aussieht, sondern wirklich etwas über den Inhalt erzählt.
Rezensionen von Tina:
Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher
Eine emotionale Reise in die Vergangenheit
Beim Lesen von "Der Sommer der uns blieb" hatte ich schnell das Gefühl, in eine sehr emotionale und zugleich nachdenkliche Geschichte einzutauchen. Der Roman erzählt von Menschen, deren Leben auf unterschiedliche Weise miteinander verbunden ist und die sich mit ihrer Vergangenheit, ihren Entscheidungen und ihren unerfüllten Sehnsüchten auseinandersetzen müssen.
Dabei steht für mich weniger die Handlung im Vordergrund, sondern vielmehr die Entwicklung der Figuren und ihre inneren Konflikte.
Besonders gefallen hat mir, wie nah man den Charakteren beim Lesen kommt. Ich konnte ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen und hatte oft das Gefühl, ihre Erinnerungen und Zweifel direkt mitzuerleben. Die Geschichte lebt stark von Rückblicken, Begegnungen und dem Gefühl von Heimat, Freundschaft und den Spuren, die gemeinsame Vergangenheit im Leben hinterlässt. Gerade diese ruhigen, emotionalen Momente haben das Buch für mich sehr besonders gemacht.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zu lesen, gleichzeitig aber sehr bildhaft. Viele Szenen sind so beschrieben, dass ich mir Orte und Situationen gut vorstellen konnte. Dadurch entsteht eine schöne Atmosphäre, die mich immer weiter durch die Geschichte getragen hat.
Auch das Cover passt für mich sehr gut zum Buch. Es wirkt ruhig, leicht nostalgisch und vermittelt direkt eine sommerliche Stimmung mit einem Hauch Melancholie. Genau dieses Gefühl spiegelt sich auch im Inhalt wider.
Insgesamt habe ich "Der Sommer der uns blieb" als eine berührende und atmosphärische Geschichte erlebt, die vor allem durch ihre Figuren und ihre emotionalen Themen überzeugt. Wer gerne ruhige Romane über Freundschaft, Erinnerungen und Lebensentscheidungen liest, wird hier auf seine Kosten kommen.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Selbstregulierung des Herzens von Peggy Mädler
Von Hoffnung, Kontrolle und Desillusionierung
Von allen Büchern, die ich bisher über die ehemalige DDR, die Wende und die Zeit danach gelesen habe, ist "Selbstregulierung des Herzens" jenes, das mir am deutlichsten und detailliertesten ein Gefühl für die verschiedenen Aspekte dieser bewegten Zeiten vermittelt hat. Im Nachwort erwähnt die Autorin, dass es sich zwar um eine fiktive Geschichte handelt, sie aber sehr sorgfältig recherchiert und mit vielen Menschen Gespräche geführt hat, um ein möglichst realistisches Bild dieser Zeit zu zeichnen.
Das ist auch bestens gelungen.
Im Zentrum stehen ein paar junge und dann älter werdende Menschen in der DDR und der Zeit danach, die wir über mehrere Jahrzehnte in ihrer Entwicklung und mit ihren Hoffnungen, Wünschen, Träumen, aber auch ihrer Desillusionierung, begleiten: der Computerexperte Georg, die Künstlerin Mona, die lange sehr systemtreue Marlies, der alte Fritzsch, der sich aus Eingangstüren ein eigenes kleines Ferienhäuslein am Bauersee gebaut hat und noch so einige weitere.
Wir erleben mit, wie in den 1960er Jahren das Klima in der neuen DDR von einer Aufbruchstimmung geprägt ist. Wie viele glauben, an etwas Gutem mitzuwirken und auf der richtigen Seite zu stehen, auf der der Gegner des Faschismus. Georg und seine Freunde studieren Ökonomie, zeitweise gibt es hier noch viel Raum zum Diskutieren, Denken und Hinterfragen über das richtige System und wie man es konkret gestalten könnte, bevor es immer enger wird im kommunistischen Staat und die Freiheiten zunehmend eingeschränkt werden.
Es ist sehr interessant, beim Lesen mitzuerleben, wie viel Hoffnung auf das gemeinsame Erschaffen eines besseren Systems es vielleicht auch gegeben haben kann, und wie diese über die Jahrzehnte durch das Miterleben von Repression, Bespitzelung, Ausgrenzung aller, die von der offiziellen Linie abweichen samt heftiger beruflicher und privater Nachteile auch für Verwandte, brutaler Niederschlagung von Freiheitsbewegungen (z.B. in Ungarn oder der damaligen Tschechoslowakei) durch die Sowjetunion und dem Erleben von Ineffizienz in den staatlichen Organisationen desillusioniert wird.
Dabei gehen die porträtierten Personen ganz unterschiedlich damit um: manche arrangieren sich im Stillen, andere bleiben lange idealistisch und möchten dazu beitragen, das System zu verbessern, andere werden zu Mitläufern und Profiteuren und wieder andere versuchen, die DDR in Richtung Westen zu verlassen.
Auch die herausfordernde Zeit nach der Wende, in der wiederum viele Träume zerplatzt sind, wird gezeigt: wie ehemals in der DDR sehr qualifizierte Menschen sich nun mit Hilfsarbeiterjobs durchschlagen müssen und oft arbeitslos sind, wie öffentliche Einrichtungen schließen und verfallen, wie viele Menschen den Ausverkauf ihrer geliebten Heimat durch kapitalstärkere Investoren aus dem Westen erleben, und vieles mehr.
Das Buch erzählt nah an den Figuren dran und aus wechselnden Perspektiven, sodass man gut mit ihnen mitfühlen kann. Gleichzeitig zieht sich - passend zum Titel - immer wieder die Frage durch das Buch, aufbauend auf Zitaten und Überlegungen aus der Kybernetik ("Zweifellos vollzieht jedes gesellschaftliche System, solange es durch die es bewegenden Widersprüche nicht gesprengt wird, eine ständige Reproduktion seiner selbst", aus einem Buch zur Gesellschaftsdialektik, S. 127 im E-Book), mit denen sich insbesondere Georg als Informatiker, aber auch seine Kommilitonen im Ökonomiestudium beschäftigen, ob und wie ein solches System wie die sozialistische DDR sich doch auch ein bisschen von innen durch die beteiligten Menschen selbst steuern könnte (natürlich ein Widerspruch zur staatlich verordneten Planwirtschaft), wenn die involvierten Menschen mit vollem Herzen dabei wären.
Das ist eine zusätzliche philosophische Dimension, die das Buch noch einmal auf einer anderen Ebene bereichert hat.
Auch sprachlich finden sich vieler sehr treffende Formulierungen darin, die nachdenklich machen:
"Kritik und Selbstkritik, so ein Verfahren war ja kein Pappenstiel, davon wusste Marlies ein Lied zu singen, wie ein Kind stand man in der Versammlung da und wurde über seine Verfehlungen aufgeklärt, und wer sich nicht reumütig zeigte, war für die Arbeit oder den Posten nicht mehr tragbar. Von einem Moment auf den anderen auf der falschen Seite. Dann doch lieber den Rückzug antreten, nicht in Erscheinung treten, unterm Radar bleiben, die eigene Meinung zurückhalten." (S. 95 im E-Book)
"Welchen Sinn machte es, über Regelgröße und Wechselbeziehungen in einem System nachzudenken, das sich selbst abriegelte, ja, jede Art Einwirkung von außen zu beschränken oder ganz auszuschließen versuchte, und dabei immer mehr eintrocknete, austrocknete und an Möglichkeiten, Informationen, Variationen verlor?" (S. 133 im E-Book)
"Er war mehr Rädchen als Sand im Getriebe gewesen." (S. 180 im E-Book)
Für mich war es kein Buch, das ich schnell lesen konnte, sondern eines zum langsamen Lesen, Verweilen und tiefgründigen Darüber-Nachdenken. Das spricht ebenfalls für seine Qualität. Ich kann es allen, die sich für die Zeit der ehemaligen DDR, von ihren Anfängen bis zu ihrem Ende und darüber hinaus, und die betroffenen Menschen interessieren, und die gerne nicht nur persönlich, sondern auch theoretisch über Wirtschafts- und Gesellschaftsmodelle und ihre praktischen Konzepte für alle Betroffenen nachdenken, sehr ans Herz legen.
Rezensionen von booklover00:
National Geographic Kids - Lexikon der Meere von Christina Wilsdon
Faszinierende Einblicke
Wir lieben das Meer, weshalb das „Lexikon der Meere“ von Ravensburger für uns ein absolutes Muss war und wir wurden nicht enttäuscht! Das Buch enthält die beeindruckendsten Fotografien, die wir je in einem Buch gesehen haben. Allein das Cover mit dem Igelfisch sieht schon sehr faszinierend aus.
Das Buch gliedert sich in verschiedene Themen. So erfahren wir etwas über unsere vielfältigen Ozeane aber auch über die Tiere, die im Ozean leben. Außerdem geht es um die Tiefseeforschung und die Rolle des Menschen sowie viele weitere interessante Informationen.
Uns hat insbesondere das Leben im Ozean begeistert. Die verschiedenen Tierarten sorgen bei uns immer wieder für Gesprächsstoff. Ich finde es schön zu sehen, dass sich schon die Kinder Gedanken über das Meer machen und darüber, wie jeder etwas zu seinem Schutz beitragen kann.
Wir können das Buch allen, die sich ebenfalls so für das Meer interessieren, absolut empfehlen!
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Eine kurze Geschichte der Gleichheit von Thomas Piketty
Ungleichheit verständlich und eindrucksvoll erklärt - sehr zu empfehlen
Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Thomas Piketty, ist diese ansprechende Graphic Novel ein wahrer Schatz.
Beginnend von der Antike bis in die Jetztzeit werden Ungleichheiten aufgezeigt, wie diese historisch gewachsen sind und sich über die Jahrhunderte entwickelten. Themen wie die Französische Revolution, als Reaktion auf gravierende soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten, Kolonialismus und Sklaverei, patriarchale Strukturen und der Klimawandel durch Umweltschädigungen sowie große Einkommensdisparitäten werden auf sehr zugängliche Weise thematisiert.
Hier wird verdeutlicht, dass der Reichtum des Westens, also der Ersten Welt, nur durch die Kolonialisierung und Ausbeutung der heute Dritten Welt erfolgte und erfolgen konnte.
Was ich auch ganz wichtig finde: es wird dargestellt, dass der Gap der Ungleichheiten im Vergleich zu vor 200 Jahren kleiner geworden ist, durch mehr Demokratie, Sozialstaat und Bildung, auch wenn es sich für uns nicht so anfühlt.
Ich finde diese Graphic Novel äußerst gelungen, sie verschafft über die wesentlichen Ungleichheiten und Verteilungen des Reichtums einen guten Überblick, ist sehr ansprechend gestaltet und lässt sich gut lesen.
Rezensionen von marcialoup:
Tage am Fluss von Jochen Mariss
Die Seele lüften
Man nehme ein altes Haus im Nirgendwo, mit viel Natur, und stecke dort interessante Protagonisten hinein, die immer wieder am Haus renovieren, während nebenbei eine Geschichte läuft.
Davon gibt es zahlreiche Bücher, die angenehm entschleunigen und schön zu lesen sind, man muss die Perlen herauspicken.
In dieser Geschichte ist neben dem Haus und der traumatischen Vergangenheit der Protagonistin auch Umweltschutz thematisiert.
Sara ist Fährfrau im Dorf Erlengrund. Sie lebt auf dem Hof, den ihre Eltern ihr hinterlassen haben. So langsam ist alles in die Jahre gekommen und Sara hat viele Baustellen. Nicht nur am Haus, auch um ihre Fähre muss sie bangen, weil der Bürgermeister eine Brücke durch ihr Grundstück bauen möchte. Und auch die Brücke zu ihrem Herzen ist in vielerlei Hinsicht unpassierbar. Aufarbeitungen der Vergangenheit sind bitter nötig und werden ihr mit Leon serviert, der eines Tages, äußerlich völlig zerstört, auf ihre Fähre kommt und sofort, wie auf der Flucht, auf die andere Seite möchte.
Sara verarztet Leon, der sie stark an ihren Bruder Jan erinnert. Und damit sind viele Steine ins Rollen gebracht worden...
Sara muss dringend ihre "Seele lüften" wie sie so schön sagt!
Ein schönes Sommerbuch... nicht mehr, nicht weniger!











