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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von JennifersBooks:

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Au revoir und tschüss von Gudrun Lochte

Neustart in Frankreich

Ich bin auf "Au revoir und tschüss" aufmerksam geworden, weil mir das Buch in einer Mail von NetGalley vorgeschlagen wurde. Der Klappentext klang vielversprechend, und da ich selbst Anfang 40 bin, fand ich es erfrischend, einmal eine Protagonistin in einem ähnlichen Alter zu begleiten. In meinen üblichen Genres – Romance und Fantasy – sind die Figuren meist deutlich jünger, weshalb Caro für mich schon allein deshalb eine interessante Abwechslung war.

Schon auf den ersten Seiten spürt man Caros Unzufriedenheit, die sich wie ein roter Faden durch ihr gesamtes Leben zieht. Nach 21 Ehejahren steckt sie in Routinen fest, die sich über die Jahre unbemerkt verfestigt haben. Sie funktioniert, statt zu leben, und sucht verzweifelt nach einem Ausweg aus diesem Kreislauf. Mit einem kleinen, aber entscheidenden Schubs von ihrer besten Freundin Holly und der Frau des Vorgesetzten ihres Mannes fasst sie schließlich den Mut, ihren lang gehegten Traum einer Sprachreise nach Frankreich umzusetzen. Dieser Schritt markiert einen Moment, in dem man spürt, dass sich etwas in ihr zu lösen beginnt.

Caro ist eine Figur, in der sich viele Frauen wiederfinden könnten. Sie trägt die gesamte Familienorganisation, sorgt für ein gemütliches Zuhause, übernimmt Kindererziehung, Haushalt, Garten, Hund und richtet nebenbei noch spontane Abendessen für Holgers Vorgesetzte aus. Und all das ohne Anerkennung, ohne Dank, oft sogar ohne Respekt. Gleichzeitig muss ich sagen: Ein Teil dieser Last liegt auch an ihr selbst. Sie übernimmt alles, denkt für alle mit, plant, organisiert, fängt auf – und lässt damit zu, dass Mann und Söhne sich bequem zurücklehnen und aus der Verantwortung ziehen. Dieses Muster aus Mental Load und Maternal Gatekeeping zieht sich durch ihr ganzes Leben. Dass man unter solchen Umständen Frust aufbaut, ist nachvollziehbar, aber ich konnte nicht verstehen, warum sie das so viele Jahre schweigend hinnimmt. Für mich wirkte es irgendwann schlicht unrealistisch, dass sie erst nach 21 Jahren genug hat. Ihr Verhalten hat mich oft eher wütend gemacht als berührt.

Holger wiederum war für mich eine echte Geduldsprobe. Seine Gefühlskälte, sein Trotz, dieses kindische Anschweigen als Strafe – all das hat mich beim Lesen regelmäßig die Stirn runzeln lassen. Er erkennt Caros Bedürfnisse nicht einmal im Ansatz an und scheint in einer Zeitschleife festzustecken, in der die Kinder noch klein sind und Caro rund um die Uhr verfügbar sein muss. Dabei ist der Jüngste 18 und der Älteste Anfang 20. Diese Ignoranz hat mich fast genauso wütend gemacht wie Caros Passivität.

Zum Glück gibt es Figuren, die etwas Leichtigkeit in die Geschichte bringen. Ihre Freundin Holly, die Caro immer wieder wachrüttelt und ihr den Spiegel vorhält. Die Teilnehmer des Sprachkurses, die mit ihren unterschiedlichen Hintergründen frischen Wind in die Handlung bringen. Und die Händler in Frankreich, denen Caro begegnet und die der Geschichte ein warmes, lebendiges Flair verleihen.

Frankreich selbst ist für mich einer der stärksten Teile des Buches. Caro ist dort zum ersten Mal seit langer Zeit wirklich für sich allein. Sie hat Raum, ihre eigenen Wünsche wahrzunehmen, Dinge auszuprobieren, die ihr guttun, und sich selbst wieder ein Stück näherzukommen. Umso mehr hat mich der One‑Night‑Stand mit dem Sprachlehrer Armand irritiert. Ich verstehe, dass sie sich nach Holgers Kälte wieder begehrt fühlen möchte, aber für mich hätte das Flirten völlig gereicht. Ich lese ungern Geschichten, in denen die Protagonistin ihren Partner betrügt, und ich finde es schade, wenn ein weiblicher Selbstfindungsprozess am Ende doch wieder über einen Mann definiert wird.

Sehr schön fand ich hingegen, wie Caro in Frankreich beginnt, über ihre Zukunft nachzudenken – und zum ersten Mal plant sie diese ohne ihren Mann und ihre Söhne. Diese Entwicklung vom ersten zaghaften Gedanken bis hin zu einem konkreten Projekt war für mich einer der stärksten emotionalen Punkte im Buch.

Das Ende kam mir dagegen zu abrupt. Die Aussprache mit Holger wird fast im Vorbeigehen abgehandelt, ohne dass man wirklich erfährt, wie die beiden miteinander reden oder ob Holger überhaupt reflektiert. Ein zusätzliches Kapitel vor dem Epilog hätte der Geschichte gutgetan und dem emotionalen Kern mehr Tiefe verliehen.

Der Schreibstil an sich ist angenehm flüssig, und die Ortsbeschreibungen haben mir wirklich gut gefallen. Ich habe die Angewohnheit, reale Schauplätze beim Lesen zu googeln, aber hier hatte ich schon klare Bilder im Kopf – und war überrascht, wie gut diese mit der Realität übereinstimmen. Ein netter Zusatz sind auch die beiden Rezepte am Ende des Buches. Die Kekse werde ich auf jeden Fall einmal nachbacken – die klangen einfach zu verlockend.

Fazit: Insgesamt war "Au revoir und tschüss" ein nettes, gut lesbares Buch, das mich an vielen Stellen emotional erreicht hat – wenn auch oft in Form von Wut über das Verhalten der Figuren. Aber auch Wut ist eine Empfindung, und in dieser Hinsicht hat mich die Geschichte definitiv abgeholt. Deshalb gibt es von mir 3.5 Sterne.

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Au revoir und tschüss

Rezensionen von clematis:

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Das Glück beginnt in Istrien von Silvia Trippolt

Hinter Masken

Der Verlobte sitzt hinter Gittern, gleichzeitig hat Linda Wohnung und Job verloren. Kurzerhand setzt sie sich in Graz in ihren Fiat Panda und steigt aufs Gas. Irgendwo im Wald in Istrien ist dann plötzlich das Benzin aus und ein mürrischer Trüffelsucher hält sie für eine betrunkene Verrückte.

Humorvoll beginnt diese Geschichte, die Sachen zum Lachen ebenso für ihre Leser bereithält wie tiefgründigere Problemfelder, welche sich im Laufe des Geschehens offenbaren.

Klar ist jedenfalls, dass nicht alle so glücklich sind, wie es auf den ersten Blick scheint, ein „jeder Mensch trägt eine Maske“ [kindle, Pos. 3487], so die Pensionsbesitzerin Daria. Zwischen lustigen Szenen, etwa in Mateas Boutique, engen Gässchen in Rovinj und dem Rauschen des Meeres lernen wir die einzelnen Figuren besser kennen, mit liebevollen Details wird das typische Flair Istriens hervorgehoben. Dackel Pino ist ein weiterer Pluspunkt, löst er doch immer wieder unterhaltsame Ereignisse aus. Die Emotionen könnten vielleicht noch spürbarer sein, die Liebesgeschichte mehr knistern, die letzte Szene am Meer gleicht aber vieles wieder aus und auch das Ende kommt recht stimmig daher.

Ein Roman zum Wohlfühlen, eine Atmosphäre wie im Urlaub und einige tiefgreifende Gedanken – ein gelungener Mix für vergnügliche Lesestunden und Neugierde auf Mehr.

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Das Glück beginnt in Istrien

Rezensionen von rikes_little_library:

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Red Star Rebels von Amie Kaufman

Temporeiches Abenteuer auf dem Mars!

Amie Kaufman hat sich bereits durch die Aurora-Reihe, These Broken Stars und die Illuminae-Akten als absolute Queen of YA-SCI-FI etabliert, Red Star Rebels musste also in große Fußstapfen treten.

Das Buch deckt einen Zeitraum von nur 8 Stunden ab, denn die Protagonist*innen Cleo und Hunter werden bei der Evakuierung der UN-Station zurückgelassen, denn die Systeme wissen nicht, dass sich die beiden auf der Station befinden.

Cleo schlägt sich bereits seit Monaten als Illegale Einwanderin heimlich auf der Station durch und kennt dadurch jeden Winkel, während Hunter, Sprössling der Graves-Familie, der der halbe Mars gehört, durch unglückliche Umstände noch nicht im System registriert war. Doch statt der erwarteten Entlüftung der Station, tauchen plötzlich weitaus gefährlichere Besucher auf der Station auf und die beiden haben keine andere Wahl als zusammenzuarbeiten, um zu überleben.

Amie Kaufman schafft es ein 300 Seiten-Buch, das nur 8 Stunden abdeckt absolut temporeich zu gestalten. Im Buch wurde eine gute Mischung aus Handlung und inneren Dialogen gefunden, die mich stets in den Bann gezogen haben.

Am liebsten hätte ich das Buch an einem Stück gelesen, denn die Autorin besitzt einen einzigartigen Humor, der mich immer wieder zum schmunzeln gebracht hat. Das Buch ist wie eine Mischung aus dem „Marsianer“ und „Kevin alleine zuhause“. Die beiden Kämpfen um ihr Überleben auf dem Mars, versuchen ihre Gegner außer Gefecht zu setzen und dabei kommt es immer wieder zu witzigen Situationen.

Handlungstechnisch war es ein Buch was einfach Spaß gemacht hat, lediglich die Liebesgeschichte ging mir einfach viel zu schnell und war mir in Anbetracht des kurzen Handlungszeitraumes zu überbetont.

Die starke Kluft zwischen der Elite, die den Mars bevölkert und der normalen Bevölkerung, die gleichzeitig ja auch beide durch die Protagonist*innen repräsentiert werden, wurden im Laufe des Buches immer wieder Thema, das Ende des Buches war mir in dieser Hinsicht aber zu offen gestaltet.

Red Star Rebels ist ein kurzweiliges YA-Sci-Fi-Buch, das temporeichen Lesespaß und Wortwitz bietet und zwar in sich abgeschlossen ist, gleichzeitig aber die Tür für eine Fortsetzung offen hält (auf die ich sehr hoffe). Insgesamt ein erfrischendes Buch, mit lockerem Schreibstil, einem stimmigen Plot und viel Humor!

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Red Star Rebels

Rezensionen von Katja K.:

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The Night We Met von Abby Jimenez

Nicht ihr bestes Buch, aber immer noch Abby Jimenez

Auf dieses Buch war ich besonders gespannt, weil ich gespaltene Meinungen dazu gehört habe. Ich kenne bislang zwei Bücher der Autorin, die ich sehr geliebt habe.

Der Einstieg fiel mir wie immer leicht. Ich liebe einfach den humorvollen, bildhaften und emotionalen Schreibstil der Autorin. Er ermöglicht es mir immer, wirklich in ihre Welt einzutauchen und mich von der Geschichte wegtragen zu lassen.

Außerdem mag ich es, dass sie sich ausgiebig mit ernsten Themen im Bereich Mental Health auseinandersetzt und diese in der Regel realistisch darstellt. Eine Dreiecksgeschichte ist zudem immer eine heikle Sache und erfordert viel Fingerspitzengefühl.

Meine Kritik bezieht sich vor allem auf das Verhalten eines Hauptcharakters und das Konzept von Liebe, das hier teilweise vermittelt wird. Ich habe sein Verhalten als äußerst problematisch und fast schon pathologisch übergriffig und bevormundend erlebt, co-abhängig in allen erdenklichen Varianten, obwohl es als selbstlos und wünschenswert dargestellt wurde. Das fand ich sehr unglücklich und schade, gerade, weil die Autorin so gerne psychische Probleme adressiert.

Nichtsdestotrotz vergebe ich vier Sterne aufgrund des tollen Schreibstils und der Tatsache, dass ich wirklich ganz in die Geschichte abtauchen konnte und sie mich dennoch berührt hat. Außerdem geht es auch um Freundschaft und dieser Part ist gut gelungen.

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The Night We Met

Rezensionen von qq:

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Wieso? Weshalb? Warum? Band 66 - Was Tiere alles bauen von Susanne Gernhäuser

für kleine Entdecker

für kleine Entdecker
Das Sachbuch „Wieso? Weshalb? Warum? – Was Tiere alles bauen“ von Ravensburger ist ein absolut gelungenes Werk für kleine Entdecker, das wir im Familienalltag rauf und runter lesen. Kindgerecht und faszinierend wird hier erklärt und beschrieben, wie kunstvoll und vielfältig die Architektur in der Tierwelt ist.

Von Biberburgen über Vogelnester bis hin zu Ameisenhügeln erfahren Kinder spielerisch, warum und wie Tiere ihre "Häuser" konstruieren. Besonders die Klappen haben es meinem Kind angetan, weil man unter ihnen viel entdecken kann - konkret wie die Tierhäuser im Inneren aussehen. Die kurzen, verständlichen Texte vermitteln die Fakten so einfach, dass mein Kind die Erklärungen sofort verstanden hat. Die Illustrationen sind toll gelungen. Von uns gibt es eine absolute Kaufempfehlung für jedes Kinderzimmer.

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Wieso? Weshalb? Warum? Band 66 - Was Tiere alles bauen

Rezensionen von Paul Kretzschmar:

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Alles ihre Schuld von Andrea Mara

Entsetzliche Lügen

Mit "Alles ihre Schuld" hat die irische Bestsellerautorin Andrea Mara einen Psychothriller verfasst, der seinem Namen alle Ehre macht.
Alles beginnt mit dem entsetzlichsten Albtraum jeder Mutter, deren vierjähriger Junge plötzlich spurlos verschwindet und sich bald die entsetzliche Gewissheit durchsetzt, dass er von ihrem Kindermädchen entführt wurde.

Je intensiver die Suche wird, desto mehr abgründige Geheimnisse kommen ans Tageslicht.
Der Autorin gelingt es nach und nach, mit immer neuen, genialen Wendungen aufwarteten. Es entwickelt sich ein hochspannender Thriller, bei dem der Leser die tiefste Verzweiflung hautnah erlebt und mit schockierenden, unerwarteten, cleveren Entwicklungen konfrontiert wird.
Die Charaktere sind tiefgründig und brillant herausgearbeitet. Die Handlung wirkt beklemmend. Das ganze Szenario wird dennoch glaubwürdig und real widergespiegelt. Zahlreiche Nebenprotagonisten beleben das Geschehen. Bis zum überraschendem Ende gibt es ständig neue, nicht erwartete Plots, die buchstäblich bis zur letzten Zeile in Atem halten.
Dieser flüssig lesbare und packende Thriller überzeugte mich auf der ganzen Linie und ist ein wunderbares Beispiel für meisterhafte und fesselnde Unterhaltung und gleichzeitig eine geniale Leseempfehlung!

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Alles ihre Schuld

Rezensionen von qq:

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FamilienFIRE und andere Triggertage - Wie du weich landest, wenn du in alte Beziehungsmuster zurückfällst. von Elisabeth Mestekämper

Emotionsregulation

Emotionsregulation
Dieses Buch kam für mich genau zur richtigen Zeit. Elisabeth Mestekämper greift mit „FamilienFIRE und andere Triggertage“ ein Thema auf, das wohl fast jeden betrifft: das unbewusste Zurückfallen in alte Kindheitsrollen bei Familientreffen. Als Psychologin bringt die Autorin tiefes Fachwissen mit, das sie jedoch vollkommen unkompliziert und alltagsnah vermittelt.

Die Mischung aus fundierter Theorie über Bindung und Prägung und den konkreten alltagtauglichen-Tipps für die Praxis hat mir extrem geholfen. Dank der Fallbeispiele verstehe ich meine eigenen Reaktionen und die Dynamiken in meiner Familie nun viel besser. Ein großartiger Ratgeber zur sanften Emotionsregulation, der einen genau da abholt, wo es im Alltag hakt. Ich kann das Buch empfehlen für alle, die bei alten Konflikten ruhig bleiben wollen und diesen im Alltag immer wieder begegnen.

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FamilienFIRE und andere Triggertage - Wie du weich landest, wenn du in alte Beziehungsmuster zurückfällst.

Rezensionen von Francesca :

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Seaside Sisters 1: Lenes Inselsommerglück von Mia Andersen

Freundschaft, Sommer und eine große Portion Leichtigkeit

Ich habe mit diesem Buch einfach eine richtig schöne Zeit gehabt. Es hat mir von Anfang an unglaublich viel Spaß gemacht und mir absolute Sommergefühle gegeben. Genau nach so einem Buch greife ich zwischendurch total gerne. Ich lese und höre immer mal wieder Jugendromane oder auch Kinderbücher, weil sie einfach eine gewisse Leichtigkeit mitbringen.

Die Themen sind unbeschwert, die Geschichten süß und man kann sich einfach für ein paar Stunden wohlfühlen und genau das hat dieses Buch für mich perfekt geschafft.

Schon der Einstieg hat mich total abgeholt. Man kommt super leicht in die Geschichte hinein, der Schreibstil ist locker, humorvoll und die Dialoge machen einfach Spaß. Die Autorinnen schaffen es wirklich, eine ganz besondere Leichtigkeit zu vermitteln, sodass ich sofort das Gefühl hatte, einfach mit auf der Insel zu sein.

Besonders gefallen hat mir auch das norddeutsche Setting. Gerade am Anfang wird der Norden mit kleinen Redewendungen und Begriffen so liebevoll eingefangen, dass ich richtig schmunzeln musste. Das hatte unglaublich viel Charme und hat für mich direkt die Atmosphäre ausgemacht. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass dieser norddeutsche Flair das ganze Buch über noch etwas präsenter geblieben wäre. Gerade diese kleinen sprachlichen Besonderheiten fand ich einfach unglaublich süß.

Der Schreibstil hat mir insgesamt richtig gut gefallen. Es gibt immer wieder total süße Formulierungen. Besonders die Bezeichnung "Brausepulver" für das Verliebtsein fand ich beim ersten Mal einfach zuckersüß. Das hat so viel Charme und passt perfekt zu dieser lockeren Geschichte. Irgendwann wurde dieser Begriff allerdings ziemlich oft verwendet, wodurch er für mich leider ein wenig von seinem Zauber verloren hat. Ich hätte es schön gefunden, wenn stattdessen noch mehr kreative und niedliche Umschreibungen dazugekommen wären.

Die Figuren mochte ich total gerne. Wir begleiten vor allem zwei Zwillingsschwestern, ihre Freundin und später noch ein weiteres Mädchen. Ich habe die Gruppe wirklich schnell ins Herz geschlossen. Besonders schön fand ich, dass das Buch gar nicht auf ein großes Ziel oder einen riesigen Spannungsbogen hinauswill. Stattdessen begleitet man die Freundinnen einfach durch ihren Sommer, erlebt kleine Alltagssituationen mit ihnen und lässt sich von der Geschichte treiben, genau das hat für mich den Charme des Buches ausgemacht. Bei der Länge hätte ich auch gar keine riesigen Entwicklungen erwartet, stattdessen bekommt man einfach viele harmonische, niedliche Momente miteinander, und das hat für mich wunderbar funktioniert.

Ich wirklich unglaublich viel Spaß mit diesem Buch. Es ist leicht, warmherzig, sommerlich und genau das Richtige, wenn man einfach mal abschalten möchte. Ich kann mir sehr gut vorstellen, auch die Folgebände zu hören, weil ich einfach gerne noch mehr Zeit mit den Figuren verbringen möchte.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen. Ich glaube, wenn man das Buch ausschließlich danach bewertet, was es sein möchte, nämlich eine leichte, sommerliche Geschichte über Freundschaft, Ferien und das Inselleben, dann ist das für viele bestimmt sogar ein Fünf-Sterne-Buch. Im Vergleich zu anderen Büchern, die mich insgesamt noch etwas mehr begeistern konnten, reicht es für mich am Ende aber für sehr starke vier Sterne, und die hat es sich definitiv verdient.

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Seaside Sisters 1: Lenes Inselsommerglück

Rezensionen von Island :

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Summer Tides von Sarah Fulmar

Der Traum vom Strandkiosk in Cornwall

Die optische Aufmachung dieses Roman ist definitiv sehr gelungen. Die Coverabbildungen passen sehr gut zum Schauplatz St Ives in Cornwall und der Buchschnitt ist zudem noch mit Illustrationen von Möwen versehen. "Summer Tides" ist der erste Teil einer vierteiligen St Ives Reihe entlang der vier Jahreszeiten.

Protagonistin Scarlett ist Mitte 20 und hatte bisher schon diverse Jobs, zuletzt als Kellnerin. Da ihr (mehr oder weniger offizielle) Freund aber als Unternehmensberater erfolgreich ist, möchte sie sich nun auch selbstständig machen und hat dafür über eine Kleinanzeige im Internet einen Strandkiosk in St Ives in Cornwall angemietet, wo ihre beste Freundin bereits in einem schicken Gästehaus jobbt. Jonah, der einige Jahre ältere Sohn der Besitzerfamilie ist eigentlich Arzt, aber hat seine Arbeit vor kurzem gekündigt, um in seiner alten Heimat als Rettungsschwimmer zu arbeiten. Er hat Scarlett zuletzt vor zwölf Jahren gesehen, als sie mit ihrer Mutter Urlaub in St Ives gemacht hat. Nun fühlt er sich irgendwie zu ihr hingezogen, obwohl sie recht chaotisch ist.

Der Schauplatz der Geschichte hat mir gut gefallen, die Beschreibungen sorgen definitiv für Urlaubsstimmung und machen Lust darauf, St Ives selbst kennenzulernen. Was die Protagonist:innen angeht, ist Scarlett mir etwas zu naiv, um mich richtig mit ihr identifizieren zu können. Jonah ist für mich die interessantere Persönlichkeit und, was er erlebt hat, ist weniger vorhersehbar. Zudem gibt es noch einige recht liebenswerte Nebenpersonen. Der Schreibstil der Autorin ließ sich flüssig und rasch lesen, die verschiedenen Schauplätze beschreibt sie recht anschaulich, sodass man sich diese gut vorstellen kann.

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Summer Tides

Rezensionen von ekiam:

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The Night We Met von Abby Jimenez

Starker Schreibstil, aber der Plot konnte mich nicht überzeugen

Das war mein erstes Buch von Abby Jimenez und ich verstehe, warum so viele ihren Schreibstil mögen. Das Buch liest sich unglaublich flüssig, die Seiten vergehen schnell und ich war trotz meiner Kritikpunkte immer neugierig genug, weiterzulesen. Sprachlich hat mich die Geschichte definitiv abgeholt.

Mit dem Plot selbst hatte ich allerdings deutlich mehr Schwierigkeiten.

Das zentrale Love Triangle hat für mich leider nicht funktioniert – vor allem deshalb, weil ich zu keinem Zeitpunkt wirklich das Gefühl hatte, dass Larissa in Mike verliebt ist. Ich habe über das gesamte Buch hinweg darauf gewartet, endlich zu verstehen, warum sie überhaupt mit ihm zusammen ist. Dadurch fehlte mir ein Stück weit die emotionale Grundlage für den eigentlichen Konflikt.

Erschwerend kam dazu, dass Mike für mich von Anfang an schwer greifbar war. Er wirkte auf mich unsympathisch, unzuverlässig und hat seine Freunde immer wieder in seine eigenen Lügen mit hineingezogen. Natürlich bringt er eigene Probleme mit, aber das tun die anderen Figuren ebenfalls, für mich hat das sein Verhalten nicht wirklich aufgefangen. Stellenweise hat es mich ehrlich gesagt eher frustriert, wie viel Larissa sich von ihm gefallen lässt.

Chris mochte ich insgesamt deutlich lieber, auch wenn ich mit ihm nicht komplett warm geworden bin. Seine Handlungen sind nachvollziehbar von seinen Gefühlen für Larissa geprägt, aber ich hatte immer wieder das Gefühl, dass er ihr zu wenig zutraut. Gerade im Umgang mit ihrer schweren Allergie fand ich das schwierig: Larissa wirkt verantwortungsvoll und kompetent im Umgang damit; trotzdem kontrolliert Chris ständig ihren EpiPen. Irgendwann wirkte das auf mich eher bevormundend als fürsorglich.

Leider konnten mich auch die Nebenfiguren nicht wirklich abholen. Larissas Mutter empfand ich oft als unnötig unverschämt und auch mit Wufferine wurde ich nicht warm – dass der Hund ständig andere Tiere tötet, sollte vermutlich skurril oder humorvoll wirken, hat bei mir aber eher die Frage ausgelöst, welchen Mehrwert das eigentlich für die Geschichte hatte.

Insgesamt war das für mich ein Buch mit einem wirklich mitreißenden Schreibstil, aber einer Handlung und Figurenkonstellation, die emotional nicht ganz aufgegangen sind. Ich habe es gerne gelesen, aber die Geschichte selbst konnte mich nicht so überzeugen wie erhofft.

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The Night We Met