Kunden em pfehlungen
Rezensionen von BarbaraM:
Das Jahr der Wale von Kelly Anderson
Wieder ein bisschen genauer hinsehen
„Das Jahr der Wale“ von Kelly Anderson ist für mich ein ganz besonderes Buch. Eine Geschichte, die mich vor allem durch ihre besondere Atmosphäre und ihre tiefe Verbundenheit zur Natur berührt hat. Ganz besonders haben es mir die Charaktere angetan. Vor allem Mara, Annie und Evan sind mir sehr ans Herz gewachsen.
Ihre Geschichten, ihre Beziehungen zueinander und ihre ganz eigene Verbindung zur Natur haben mich sehr berührt. Annie steht dabei immer wieder zwischen verschiedenen Welten, zwischen Meer und Land, zwischen Vernunft und Gefühl und zwischen dem Leben, das von ihr erwartet wird, und dem Leben, das sich für sie richtig anfühlt. Am meisten begeistert hat mich jedoch, welchen Stellenwert die Natur in diesem Buch bekommt. Das Meer, die Wale und die Landschaft sind nicht einfach nur Kulisse. Sie gehören ganz selbstverständlich zum Leben der Menschen und verbinden alles miteinander. Dabei wird auch deutlich, wie wunderschön und gleichzeitig unberechenbar die Natur sein kann. Genau das macht dieses Buch für mich so wertvoll. Ich glaube, dass vielen von uns dieses Gespür für die Natur ein Stück weit verloren gegangen ist. Wir leben unseren Alltag und vergessen manchmal, wie eng wir eigentlich mit unserer Umwelt verbunden sind. Wir Menschen stehen nicht außerhalb der Natur, sondern sind ein Teil von ihr. Das Jahr der Wale erinnert auf eine sehr besondere und überhaupt nicht belehrende Weise daran. Auch das leicht Mystische der Geschichte mochte ich sehr. Nicht alles wird erklärt und vielleicht muss es das auch gar nicht. Manches darf einfach gefühlt werden. Gerade das passt für mich wunderbar zu diesem Buch. Das Jahr der Wale hat mich berührt und zum Nachdenken gebracht. Über unsere Verbindung zur Natur, darüber, wo wir wirklich zu Hause sind und wie wichtig es manchmal ist, wieder genauer hinzusehen und auf das eigene Gefühl zu hören. Vielleicht brauchen wir manchmal genau solche Geschichten, um uns wieder daran zu erinnern, dass wir selbst ein Teil von all dem sind.
Rezensionen von Jule:
Das Tarot Café von Moon Hye Joung
Warm und hoffnungsvoll
Seryeon legt für ihre Klienten die Tarotkarten – zumindest sollte sie das. Denn oft entwickelt sich – vor dem Legen der Karten – ein Gespräch mit ihren Klienten, in denen sie Ratschläge gibt. Dabei lernt man als Leser auch langsam ihr eigenes Leben und ihre Probleme kennen. Moon Hye Joung schreibt in ihrem Buch „Das Tarot Café“ so, dass man durch das Kartenlegen auch gleichzeitig mehr über Seryeon erfährt.
Da gibt es zum Beispiel ihren Ex Freund...
Die Handlung entwickelt sich immer weiter zu etwas, mit dem ich nicht ganz gerechnet habe. Dies allerdings im positiven Sinn, denn die Atmosphäre ist warm, herzlich und hoffnungsvoll. Beim Lesen mag man sich am liebsten in eine Decke einkuscheln und das, was man liest, einfach genießen. Dazu trägt auch der Schreibstil bei, der so voller Gefühl und nicht überzogen ist. Man liest einfach gerne die Worte, die geschrieben wurden, da sie so leicht sind. Die kurzen Kapitel ermöglichen es ebenfalls, recht schnell in der Geschichte voranzukommen, aber dennoch in den recht vielen kleinen Momenten zu verweilen.
Die Illustrationen und kurzen Erklärungen der Tarotkarten bieten einen tieferen Einblick und mehr Verständnis für das Kartenlegen. Insgesamt harmoniert alles perfekt, nur passiert es an manchen Stellen, dass die Geschichte doch etwas sehr ruhig ist.
Dennoch hat mir das Buch gut gefallen, gerade durch den Fakt, dass man immer wieder verschiedene Charaktere kennenlernt, mit Seryeon aber immer eine Konstante bleibt. Es ist also eine Empfehlung für alle, die sich in die Welt der Tarotkarten begeben möchten und sich nach einer ruhigen, unaufgeregten und ehrlichen Geschichte sehnen.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Lieselotte Fieber:
Ochsenkopf von Manik Sarkar
Schwer verdaulich....
Manik Sarkars Debütroman präsentiert sich sehr schonungslos und gesellschaftskritisch.
Der Idealismus des jungen Metzgers, der an der Realität und den Wünschen der Kunden scheitert, wird sehr plastisch dargestellt und die Bilder bleiben hängen.
Irgendwann wird man gezwungen, genauer auf das eigene Konsumverhalten in Bezug auf den Fleischkonsum hinzusehen.
Und ja, der Roman ist verstörend und schwer verdaulich, aber absolut empfehlenswert!
Rezensionen von isablue:
Ella, die schlaue Kuh von Marc-Uwe Kling; Astrid Henn
Glaub an dich!
Dies ist für mich das erste Kinderbuch von Marc-Uwe Kling; davor kannte ich von ihm nur die Känguru-Chroniken. Aber auch diese Geschichte für Kinder hat mich aus verschiedenen Gründen begeistert:
Ella, die kleine Kuh, möchte unbedingt Lehrerin werden. Aber das ist nun mal den Erklärbären vorbehalten und soll - wenn es nach ihnen und auch allen anderen Tieren geht - so bleiben.
Tatsächlich sind die anderen Tiere wirklich gemein zu Ella, als sie ihren Berufswunsch äußert und bezeichnen sie sogar als „dumme Kuh“.
Für mich ist das ein gelungener Anlass, um mit Kindern über Respekt, Höflichkeit und Mobbing zu sprechen. Ella lässt sich davon aber nicht beirren und zeigt, dass man mit Mut und Selbstvertrauen alles schaffen und seine Träume verwirklichen kann.
Ich finde die Reime sehr schön, obwohl nicht alle rein sind, und auch die Zeichnungen gefallen mir sehr. Für mich ergeben sich viele unterschiedliche Sprechanlässe „nebenbei“, was ich bei Kinderbüchern immer toll finde.
Insgesamt ein süßes, witziges, gelungenes Buch mit einer wichtigen Aussage; die Reime und Bilder unterstützen wunderbar!
Rezensionen von LeserinLu :
Wir jagen Schatten (Wir finden Mörder-Serie 2) von Richard Osman
Klamauk
Leider konnte mich dieser zweite Band der Reihe nicht so überzeugen wie der erste. Grundsätzlich mag ich das Setting im New Forest sehr, vor allem die Ponys und die etwas verschrobene Atmosphäre, die mir im ersten Teil gut gefallen haben. In diesem Band bekommt man davon allerdings deutlich weniger mit, da die Handlung die drei ziemlich schnell auf ihre internationale Reise schickt.
Auch mit dem Humor hatte ich meine Schwierigkeiten. Mir war es insgesamt einfach etwas zu viel Klamauk. Die zahlreichen popkulturellen Anspielungen haben mir dagegen gut gefallen und waren für mich einige der unterhaltsameren Momente des Romans. Was mir allerdings wirklich gefehlt hat, war die Charakterentwicklung. Gerade weil ich die Figuren im ersten Teil interessant fand, hätte ich mir gewünscht, ihnen hier näherzukommen und mehr über ihre Beziehungen und Persönlichkeiten zu erfahren.
Auch die Gestaltung des Buches hat mich leider nicht überzeugt. Das Cover wirkt auf mich ziemlich billig und passt zudem überhaupt nicht zu den Personenbeschreibungen im Roman. Schade, denn gerade bei einer Reihe finde ich es schön, wenn die Gestaltung die eigene Welt des Buches unterstützt.
Insgesamt für mich ein unterhaltsamer, aber zu klamaukiger Krimi. Das liebenswerte Setting und die Figuren aus dem ersten Band hätten für mich gerne eine größere Rolle spielen dürfen. Hoffentlich gibt es das im dritten Band wieder.
Rezensionen von Nele33:
Die Lüge in ihrem Gesicht von Anne Keßel
teilweise langatmig
"Die Lüge in ihrem Gesicht" der Autorin Anne Keßel hat ein spannendes Thema als Plot gewählt.
Nachdem die Polizei bei ihren Ermittlungen nicht weiter kommt, da eine Verdächtige nur reglos und schweigend bleibt wird Marlene Nielsen, eine Psychologin mit Schwerpunkt auf Mikroexpressionen um Hilfe gebeten.
Doch auch bei Marlene bleibt die Frau regungslos, bis sich in einer Sekunde doch eine winzige Regung zeigt. Ab diesem Zeitpunkt ist Marlene klar, die Frau hat etwas zu verbergen und die Situation könnte eine ganz andere sein, als es den Anschein hat.
Besonders der Aspekt der Mikroexpressionen hat mir in diesem Thriller sehr gut gefallen und Marlene als Protagonistin war gut charakterisiert.
An Spannung habe ich mir mehr versprochen, denn schnell war klar, wie die Story enden wird.
Der Aufbau des Buches war gut und klar gegliedert, die Kapitel angenehm kurz.
Fazit: Tolles Theam, zu wenig Spannung.
Rezensionen von brauneye29:
Die Hexen vom Honeysuckle House von Liz Parker
Gefällt mir
Zum Inhalt:
Im Buch geht es um die Schwestern Florence und Evie, die beide magische Fähigkeiten haben. Evie hütet die Bienen vom Honeysuckle House, Florence misstraut der Magie eher. Denn ein mörderischer Fluch ereilt die Familie alle dreizehn Jahre und rafft ein Familienmitglied dahin. Als der Geburtstag von Florence näher rückt, erwacht das Haus in gefährlicher Weise.
Meine Meinung:
Man muss schon sagen, dass das Buch irgendwie genau zur Jahreszeit passt. Es ist zwar am Ende nicht so ein cosy Roman wie man vermuten könnte, aber die Geschichte hat einfach was. Der Buchladen, das Haus, das ganze Setting und dann diese Magie erzeugen eine interessante Stimmung und die Story ist ebenfalls interessant. Im Wesentlichen handelt es sich um die Geschichte der Schwestern, aber eben nicht nur, denn auch die Figuren aus der Vergangenheit spielen eine Rolle. Das Buch hat einen angenehmen Schreibstil und liest sich wirklich gut. Auch die düsteren Momente und die Aufarbeitung der früheren Todesfälle passen gut in die Geschichte.
Fazit:
Gefällt mir
Rezensionen von brauneye29:
Der Buchclub der eigensinnigen Frauen von Marie Bostwick
Hat was
Zum Inhalt:
Margaret führt für die Zeit, in der sie lebt, ein ganz normales Leben mit Mann, Kindern, einem schönen Haus und einem ganz normalen Alltag. Doch irgendwie fragt Margaret sich, ob das schon alles war. Als Charlotte in die Nachbarschaft zieht, gründet Margaret einen Buchclub um mit Charlotte in Kontakt zu kommen.
Dazu gehören auch noch Bitsy und Viv. Schon bald ist ihre Runde mehr als nur eine Leserunde.
Meine Meinung:
Ich finde es schon immer wieder sehr erstaunlich, wie viel anders das Leben der Frauen in den sechziger Jahren war und das war in den Vereinigten Staaten auch nicht anders als bei uns. Mir hat es recht gut gefallen, wie die Frauen nach und nach immer offener miteinander waren und auch ihre Wünsche, Träume, aber auch Schwierigkeiten teilen, denn alle würden eigentlich gerne etwas ändern, doch das war zu der Zeit nicht einfach. Musste man doch als Frau selbst für ein eigenes Konto die Genehmigung des Mannes. Das Buch ist gut geschrieben, hat durchaus an der ein oder anderen Stelle auch Humor und zeigt auch viel von der damaligen Zeit.
Fazit:
Hat was
Rezensionen von buchleserin:
Rebel Empire von Julia Pauss
Wahnsinns Auftaktband, bin begeistert
Wahnsinns Auftakt-Band der Dystopie-Romantasy-Dilogie von Julia Pauss. Ich bin richtig begeistert von diesem Roman. Im mag Dystopien und auch Romantasy. Von Julia Pauss kenne ich bereits das Buch „Heart of the Damned“, das mir sehr gefallen hat, ich mag ihren Schreibstil.
„Rebel Empire“ hat mich von Anfang an gepackt.
Generalstochter Luce Sinclair und Rebell Jax kommen sich auf der Gefängnisinsel Exile Point näher. Ich finde die Handlung durchgehend spannend, besonders das Geschehen auf der Gefängnisinsel. Luce und Jax sind beides sehr starke Charaktere und mir haben beide auf Anhieb gefallen. Aber auch die Nebencharaktere können sich sehen lassen. Auf Exile Point geht es ums nackte Überleben. Luce ist völlig entsetzt, dass sie dort gelandet ist, auch ihr Vater konnte es nicht verhindern. Sie findet dort Freunde, aber auch Feinde und dann ist da noch der Rebell Jax, der ihren Vater töten wollte.
Das Buch sieht auch richtig schön aus. Auf dem Cover ist Luce abgebildet und dazu noch der Farbschnitt, gefällt mir sehr.
„Rebel Empire“ ist ein richtig guter Auftaktband dieser Dilogie. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung.
Rezensionen von Krani:
Landleute von Daniel Mason
Belanglos
Miles ist Literaturwissenschaftler. Er hat alles, was ein Mensch braucht, um glücklich zu sein. Eine liebende Ehefrau, die ihrerseits eine gute Stelle an einer Uni und ein geregeltes Einkommen hat, zwei gesunde Kinder und ein schönes Haus. Nun hat er auch noch ein Jahr Zeit, um seine Dissertation zu schreiben.
Aber das tut er nicht.
Anstatt zu recherchieren und zu schreiben, entwickelt er neue Interessen. Er geht wandern. Er läuft Ski. Er lernt, eine Wiese mit der Sense zu mähen. Schließlich wendet er sich der Hohlwelttheorie zu.
Das ist alles recht skurril und liest sich beinahe witzig. Besonders die Gegensätze zwischen dem Landleben und den Akademikern, die aus der Stadt hierher gekommen sind, sind schräg und komisch geschildert. Das sind aber nur Momentaufnahmen. Alles, was Miles tut und denkt, wirkt belanglos. Er selbst hat keine besonderen Eigenschaften und ist nicht besonders interessant. Auch Kate bleibt eher blass.
Die Story hat keinen Höhepunkt und kein Ziel. Sie ist teilweise etwas sonderbar, aber nicht fesselnd. Was mir gut gefiel, waren die Beschreibungen der Natur.
Die Auflösung und das eigentliche Ende der Geschichte findet sich erst in einem Epilog. Das verstärkt noch einmal den Eindruck der Belanglosigkeit des Ganzen.











