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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Ingrid Weilharter:

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Ochsenkopf von Manik Sarkar

Schwere Kost!

Der Roman "Ochsenkopf" von Manik Sarker ist nichts für sensible Gemüter. Grundlegend könnte man sagen, dass der Roman über Strecken ziemlich unappetitlich wird und man eine gewisse Neigung verspürt, zum vegetarischen Essen zu konvertieren.
Wer dieses mehr oder weniger ausgesprägte Unbehagen überwindet, wird belohnt mit einem durchaus spannenden Plot, einer stilvollen ästhetischen Sprache und einer großen Portion berechtigter Kritik an der kapitalistischen Verwertung von Tierfleisch.

Die mittlerweile vorherrschende Industrialisierung von Tierenfleisch ist zuteifst unethisch und gefährdert kleine Händler existentiell. Diese deutliche Absage bis zum dramatischen Finale fand ich herausragend.

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Ochsenkopf

Rezensionen von Claudia H.:

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Miss Verständnis von Martina Parker

Britische Intelligenz mit wienerischer Sturheit

Worum es geht:
Miss Brooks darf die Teilnehmerinnen einer neuen Show „Fabelhafte Frauen Fünfzig Plus“ schminken. Die Dreharbeiten finden auf einem Donauschiff statt. Kaum hat die Show begonnen, da wird auch schon Kim, die Hairstylistin, tot aufgefunden. Alle gehen von einem Selbstmord aus. Nur Miss Brooks kommen da Zweifel.

Deshalb ermittelt Miss Brooks auf eigene Faust.

Mein Fazit:
Ich lese nicht gerade sehr viele Krimis und ich bin bis zum Schluss nicht drauf gekommen, welche Person der Täter bzw. die Täterin sein könnte, so wie es sich für einen schönen Krimi gehört. Dies ist das zweite Buch, in dem die britische korrekte und liebenswerte Miss Brook ermittelt. Deshalb ist sie mir auch schon ans Herz gewachsen. Die Story ist spannend und hat mich dazu auch einige Male zum Schmunzeln gebracht. Sie ist flüssig zu lesen und sie hat keinerlei blutrünstige Szenen, was mir sehr gut gefallen hat. Allerdings hat sie zwischendurch leider auch ein paar Längen, sodass ich ein paar Seiten auch nur mal eben quer gelesen habe. Die Nebendarsteller wurden alle mit sehr viel Liebe beschrieben, sodass ich mir diese sehr gut vorstellen konnte. Es ist nicht zwingend nötig, zuvor Band 1 zu lesen, ich empfehle es allerdings, damit man sich die charmante Miss Brooks noch besser vorstellen kann. Es gibt ein paar österreichische Begriffe, die ich bislang gar nicht kannte, die werden jedoch alle erklärt, was mir sehr gut gefallen hat. Gigerer-Petzi ist jetzt übrigens mein neues Lieblingswort.

Ein Must-Have für alle Cosy-Crime-Fans, der für mich leider nicht ganz an Teil 1 herankommt, deshalb vergebe ich 4 Sterne.

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Miss Verständnis

Rezensionen von verhei:

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Aprikosenkind von Judith Merchant

die perfekte Familie: Geheimnisse, Manipulation und Selbstzweifel

Nathalie zieht mit ihrem Mann Gabriel und der Tochter Ruby in ein Haus auf das Land um eher zurückgezogen zu leben. Ruby, lang ersehntes Wunschkind, ist sechs Jahre alt, ruhig, klein, zierlich, manchmal schon fast apathisch und scheint etwas entwicklungsverzögert zu sein. Bei Gesprächen im Kindergarten gibt es mahnende Worte, die Eltern denken jedoch dies selbst in den Griff zu bekommen.

Doch immer eigenartiger und ja angsteinflößender wird die Situation – eigenartige Dinge passieren im Haus, andere Eltern verhalten sich nun anders, auch Ruby verhält sich anders und produziert, obwohl sie eigentlich nicht malt, ein verstörendes Bild.

Der Schreibstil ist gewohnt und typisch für die Autorin Judith Merchant: ruhig und unaufgeregt. Langsam baut sich immer mehr Spannung und Atmosphäre auf. Unterstützt wird dies durch eher kurze Kapitel und Zeitsprünge. Gemeinsam mit der (hauptsächlichen) Erzählerin, hier der Mutter Nathalie, beginnt man an allem zu zweifeln. Doch man beginnt eben auch an ihr zu zweifeln unterstützt auch durch die Kapitel aus der Sicht ihres Mannes.

Generell fokussiert sich viel auf Nathalie und ihre Wahrnehmungen. Sie versucht für ihr Wunschkind alles perfekt zu halten und gibt daher viel auf, inklusive ihres Berufes. Konstant beobachtet sie ihr Kind, ja überwacht es schon fast. Man versucht es zu fördern – aber bitte nicht professionell, wie durch die Pädagogen vorgeschlagen. Sie erscheint naiv, übervorsichtig und behütend zu sein. Einiges davon, dürfte in ihrer Vergangenheit begründet sein, wie man im Laufe des Lesens feststellt. Und man erkennt, dass die Familie als gesamtes eben ihre Geheimnisse hat, aber auch die Partner voreinander.

Rein auf Grund der Leseprobe und ja auch etwas des Klappentextes hatte ich fast schon eine etwas überirdische Komponente erwartet. Nun ja, die gab es nicht. Dafür einen psychologischen Thriller, der zeigt welche Selbstzweifel ein unerfüllter Kinderwunsch auslösen kann. Und man streift auch noch etwas das Thema toxische Ehe und Selbstaufopferung.

Die Spannung baut sich sukzessive auf und das Kartenhaus des perfekten Lebens beginnt Risse zu bekommen. Scheinbarer Auslöser für noch mehr Panik sind die Zeichnungen von Ruby, die dafür sorgen, dass alles hinterfragt wird. So wie auch der Leser jeden Nebensatz analysiert und so manche Wendung präsentiert bekommt. Alles gipfelt in einem doch sehr rasant erzählten Ende.

Für mich ein solider psychologischer Thriller, der den typischen Stil von Judith Merchant trägt.

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Aprikosenkind

Rezensionen von Kwinsu:

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Nase & Weis - Wieso falle ich eigentlich immer nach unten? von Michael Engler

Freundschaft und Schwerkraft

Was für ein wunderbares Buch ist "Nase & Weis - Wieso falle ich eigentlich immer nach unten?"! Untermalt mit entzückenden, kindgerechten Illustrationen stellen sich der Eisbär Weis und die Maus Nase viele spannende Fragen und testen dabei aus, ob sie selbst auf die Antworten kommen. Und ganz nebenbei entsteht eine feste Freundschaft zwischen den beiden - den gemeinsam ist man weniger allein!

Das Setting ist total schön: beide Figuren leben in der Arktis und weil es da immer so kalt ist, zieht sich Weis in eine verlassene Polarstation zurück.

Er ist wissbegierig und liest die vielen Bücher, die Menschen hier zurückgelassen haben. Er fühlt sich auch manchmal einsam, aber das ändert sich, als Nase in sein Leben tritt. Und gemeinsam erforschen sie, warum die Welt so ist, wie sie ist und probieren dabei allerhand Experimente aus. In altersgerechter Sprache werden Dinge wie die Schwerkraft oder die Fliehkraft erklärt und ein Überblick gegeben, wie die Wissenschaft funktioniert: es beginnt mit einer Frage, die man zu beantworten versucht und das tut man damit, dass man etwas ausprobiert und dann sieht, ob die Vermutung stimmt oder nicht. Alle wichtigen Begriffe werden dabei einfach, anschaulich und verständlich erklärt, sei es nun Arktis, Polarnacht, Experiment oder die Planeten und Sonnen im Weltraum. Der Fokus ist dabei auf der Naturwissenschaft ohne, dass es belehrend oder langweilig klingt.

Ich habe das Buch mit meiner 6-jährigen Nichte gelesen und sie war gleich begeistert. Vor allem ist sie anfänglich auf die beiden Figuren Nase und Weis angesprungen und hat die vielen Details in den Illustrationen entdeckt - besonders mag sie die Bilder mit den Haien und Walen, die in der Polarstation an den Wänden hängen. Sie hat auch gleich selber Schwerkraft und Fliehkraft ausprobieren mögen. Einige der Infokästen hat sie noch nicht so ganz verstanden bzw. hatte auch nicht sonderlich viel Interesse daran, aber das kann noch kommen. Ich hatte aber eher den Eindruck, dass sie mehr an der Freundschaftsgeschichte von Nase und Weis interessiert ist - solche Bücher mag sie dann immer und immer wieder vorgelesen bekommen und ich gehe davon aus, dass sie sich im Laufe der Zeit dann auch für die schwierigeren Dinge interessiert. Und diese Kombi finde ich so toll: dass eine schön und einnehmende illustrierte Freundschaftsgeschichte erst einmal das Buch und die Rahmengeschichte interessant macht und sich dann daraus auch ein Interesse entwickelt, verstehen zu wollen, wie die Welt funktioniert. Ich habe gesehen, dass hier auch bald Teil 2 herauskommt - dieses wird dann ein super Weihnachtsgeschenk werden!

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Nase & Weis - Wieso falle ich eigentlich immer nach unten?

Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Gstettner:

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Ochsenkopf von Manik Sarkar

EIn herausforderndes Buch

Mit scharfer Klinge seziert Manik Sarkar den Werdegang des Metzgersohnes Rening, der unaufhaltsam dem Untergang seines qualitätvollen Handwerks und letztlich seinem eigenen grausamen Ende zusteuert.
Zugleich gelingt dem Autor mit einprägsamer, knapper und scheinbar distanzierter Sprache sowohl die Person des unbeugsam an seinen Werten festhaltenden Rensing zu beschreiben, als auch die unwiderrufliche Veränderungen der modernen Marktwirtschaft zum Fokus seiner Kritik zu machen.

Für mich war das Buch eine Herausforderung und hat mich sehr beschäftigt. DIe Entwicklungen in der heutigen Zeit werden in immer grausamerer Weise offen gelegt.

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Ochsenkopf

Rezensionen von Ulgu1978:

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Niemals geht man so ganz von Andreas Izquierdo

Tilly


Tilly
Mads Madsen ist Trauerredner und wird Zeuge als Tillys Mutter Suizid begeht. Mads findet ihre Tochter Tilly und mit Hilfe der Malteserhündin Bobby erlangt er ihr Vertrauen. Schließlich verspricht er ihr, herauszufinden, welche Nachricht ihre Mutter ihr sagen wollte.
Andreas Izquierdo könnte als Zweitjob auch Trauerredner werden.

Ich würde ihn engagieren.
Ganz viel Herz und Menschenkenntnis hat er in diesen Roman einfließen lassen. Er versteht es auf besondere Weise die Gefühle von trauernden Menschen zu beschreiben.
Die Figuren in diesem Buch sind manchmal authentisch (Mads Madsen), manchmal überzeichnet (Fridtjof) beschrieben. Besonders belustigt haben mich die tackerwerfende Kommissarin und der mit skurrilen Ideen übersprudelnde Fridtjof. Wenn es besonders emotional wurde, haben die beiden es immer wieder geschafft, mich zum Lachen zu bringen.
Ich hatte den ersten Band "Über die Toten nur Gutes" nicht gelesen. Das bedauere ich jetzt sehr, weil ich glaube etwas versäumt zu haben. Aber um in diese aktuelle Geschichte eintauchen zu können, ist es meiner Meinung nach nicht notwendig den ersten Band zu kennen.
Ich werde auf jeden Fall das nächste Buch mit Mads Madsen nicht versäumen.
Die 5 Sterne sind mehr als verdient.

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Niemals geht man so ganz

Rezensionen von Lesemama:

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The New Love Times, Band 1 - Written into my Heart von Saskia Louis

Sunshine x Grumpy

Zum Buch:

Rowan ist Journalist, wurde vom SF Tribune gefeuert und ist bei den Sunset Gazette in dem beschaulichen Sunset Cove gelandet. Dort arbeitet auch Stella, ein absoluter Sonnenschein und für Rowan die Nervensäge Nummer eins. Stella kann Rowan nicht leiden, obwohl sie zu allen nett ist, jedem helfen will und plötzlich Rowans Hilfe braucht .

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Meine Meinung:

Ein absolut kitschig rosa Cover, ein Grumpy x Sunshine Story und eine Autorin, die sehr viel Humor hat. Und ich liebte alles an der Buch.
Ein gewohnt kurzweiliger, humorvoller Schreibstil, abwechselnd von Stella und Rowan erzählt, führt es uns durch eine Story, die sowohl Romantik wie auch Schicksal vereint. Süße Smalltown Kulisse, wer hätte nicht gern eine Eiche, die wie Luke Skywalker aussieht, möchte gerne Waldbaden und noch einige sehr amüsante Freizeitbeschäftigungen.
Es beginnt mit einem Streit um den letzten Kaffee, einer Schlussmachszene, die Dr. Love zu verantworten hat und einer Stella, die sehr durchsetzungswillig ist. Und es machte auch großen Spaß. Das Ende kam dann nach über vierhundert Seiten doch sehr abrupt, das hätte ich gerne etwas ausführlicher gehabt.
Aber es gab zwei Nebencharaktere, die hoffentlich eine eigene Story bekommen. Kurzum, Saskia Louis in Hochform.

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The New Love Times, Band 1 - Written into my Heart

Rezensionen von _Le4_:

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Zeit der Monster von Şeyda Kurt

DAS Viertel

Im Buch geht es um DAS Viertel. Als ehemaliger Industriestandort versackt es in giftigem Schlamm, Geldmangel und Bedeutungslosigkeit. Zu allem Überfluss gibt es auch noch eine Prophezeiung, die das Ende einläutet. Dazwischen kämpfen sich jede Menge verschiedenster einzigartiger Charaktere durch ihre (letzten) Tage.

Das Buch hat einen einzigartigen Schreibstil. Er ist eindringlich und beschreibt die Gegebenheiten im Viertel brutal. Was diese Gegebenheiten sind und wie sie alle zusammenhängen, habe ich leider nicht nachvollziehen können.
Es gab immer wieder Stellen, die Missstände so klar und prägnant beschrieben haben, was mir gefallen hat. Dabei hat das Buch verschiedene Probleme angesprochen, wie Rassismus und strukturelle Benachteiligung bestimmter Regionen. Leider hat es mich in der Geschichte immer wieder verloren. Es gab einfach zu viele Charaktere, die wir immer nur kurz ausschnittsweise gesehen haben, sodass die Geschichte einfach dazwischen untergegangen ist. Das ganze Buch hat sich äußerst surreal angefüllt, was, glaube ich, das Ziel sein sollte, aber es konnte mich nicht abholen.

Das Buch kann ich letztendlich nicht empfehlen. Ich habe ewig an diesem eher kurzen Buch gelesen und mir hat zum Schluss so der Kopf geschwirrt, dass ich quasi nichts mitgenommen habe.

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Zeit der Monster

Rezensionen von PMelittaM:

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Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen von Emma Southon

Frauen der römischen Antike erhalten eine Stimme

Frauen hatten im antiken Rom einen eher sehr nachgeordneten Stand, vor allem auch in Regierungs- und Adelskreisen. Emma Southon hat es sich mit diesem Buch der Aufgabe gestellt, auch ihnen eine Stimme zu geben, und die ist gar nicht so leise.

Wie Rom beginnt die Autorin mit dessen Gründung, also dem Jahr 753 vor Christus, als es, den Spruch kennen wahrscheinlich die meisten, aus dem Ei kroch.

Der Legende nach wurde Rom von Romulus gegründet. Um seine neue Stadt zu füllen, sammelte er alle möglichen Männer ein, die sonst nirgends einen Platz hatten. Was dann noch fehlte, waren Frauen, und da bediente man sich am besten auch aus der Umgebung, nämlich bei den Sabinern, und da die Sabinerinnen, oder deren Eltern, offenbar nicht so recht wollten, raubte man sie eben.

Wer sich nun wundert, in welchem flapsigen Ton ich diese Rezension schreibe, dem kann ich sagen, dass ich mich da ein wenig nach dem Erzählton der Autorin richte. Ehrlich gesagt hat mich deren flapsiger Ton zunächst sehr gestört, von einem guten wissenschaftlich fundierten Sachbuch hatte ich andere Erwartungen. Dann habe ich mich aber doch ziemlich schnell daran gewöhnt, und musste schließlich öfter schmunzeln über das, was ich da gelesen habe.

Römische Frauen kommen in der Geschichtsschreibung nicht so oft vor wie die römischen Männer, sie sollten sich auch eher zurückhalten, heiraten, den Haushalt führen und Kinder bekommen, auch hier ist das natürlich vor allem auf die oberen Kreise bezogen. Dennoch erfährt man aus verschiedenen Dokumenten doch einiges aus dem Leben römischer Frauen, und die eine oder andere wird auch namentlich erwähnt. Vielleicht gab es nicht alle in diesem Buch vertretenen Frauen wirklich, vielleicht hieß die eine oder andere auch anders, wie zum Beispiel jene, deren Ehemann sie in der Inschrift ihres großen marmornen Grabmals überschwänglich lobte. Andere Frauen sind historisch verbürgt, wie zum Beispiel Iulia, einziges leibliches Kind des Kaisers Augustus.

Besonders interessant wird es, jedenfalls für mich, etwas weiter hinten im Buch, besonders angetan hat es mir Iulia Felix, die in Pompeji eine Art Wellnesscenter für die einfacheren Bürger:innen unterhielt und recht wohlhabend gewesen sein muss. Der Ausbruch des Vesuvs 79 nach Christus hat es möglich gemacht, dass einiges davon erhalten blieb und wir heute davon wissen.

Emma Southon bleibt auch nicht in Rom oder Italien sondern erschließt uns das gesamte römische Reich, wir lernen unter anderem auch Frauen aus dem heutigen Großbritannien kennen, den Namen Boudicca haben wahrscheinlich die meisten schon einmal gehört. Beendet wird die Frauenriege mit Gallia Placidia, die von 390 bis 450 nach Christus lebte, und die die Autorin die letzte Römerin nennt. Rom selbst spielte da schon eine eher ungeordnete Rolle. 476 nach Christus stürzte dann der letzte weströmische Kaiser. Am Ende wird also eine Zeit von um die 1.200 Jahren abgedeckt, in der sich viel verändert hat.

Denn mit dem Leben der aufgeführten Frauen erfährt man natürlich auch viel über die Geschichte Roms, dafür hat die Autorin schon mit ihrer Auswahl gesorgt. Manches wusste ich bereits, einiges aber auch nicht, vor allem waren mir viele der Frauen nicht bekannt, und sie nicht kennen gelernt zu haben, wäre schade gewesen. Manche der Frauen haben tatsächlich auf ihre Weise in die Geschichte Einfluss genommen, wenn es vielleicht auch oft „nur“ der Einfluss über Mann, Sohn oder andere Verwandte war. Manche haben sich untergeordnet, andere leiden müssen. Ein paar haben rebelliert oder sich geopfert. Über einige von ihnen könnte man Romane schreiben. Am Ende habe ich interessante Frauen kennen gelernt und einiges über die römische Geschichte erfahren.

Im Anhang gibt es Anmerkungen, Erläuterungen, Quellen und ein Sach- und Personenregister. Emma Southon ist studierte Historikerin, und ich werde nach weiteren Büchern von ihr Ausschau halten, den schließlich habe ich dasBuch sehr gerne gelesen und möchte es allen Interessierten ans Herz legen.

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Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen

Rezensionen von Lillyliebtthriller:

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Der Prätorianer von Tobias Bukkehave

Fasziniertender Thriller, nur das Eis ist schnell aufgetaut.

Das eiskalte Cover mit der undurchdringlichen Eisschicht, lässt mich innerlich fast erfrieren, genau die Atmosphäre, die man zum Lesen dieses Buches braucht.

Den Prolog fand ich gleich sehr fesselnd, die Spannung konnte aber leider nicht sehr lange aufrechterhalten werden.
Dafür lernt man die Charaktere besser kennen, die zurückweisende und taffe Sara, die sich ihren Rang bei der Polizei knallhart erkämpfen muss und ihren narzisstischen Bruder Adam, der ein genialer Psychologe ist, aber selber sehr mit sich zu kämpfen hat und sich auch meistens unter Kontrolle hat .

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Beide haben sich in dieser Geschichte zum Positiven weiterentwickelt und beide sind mir immer sympathischer geworden.

Die Thematik rund um die römische Mythologie, das Promileben von Isabelle und Adam's psychologische Theorien fand ich super faszinierend.
Die Kapitel in denen man den Täter und seine Handlungen besser kennen lernt fand ich auch sehr interessant, besonders wenn man hinter seine wahnsinnigen Absichten stößt.

Im Mittelpunkt steht oft die Ermittlungsarbeit, die ich als etwas schleichend empfunden habe.
Die detailgenauen Tatorte hat der Autor gnadenlos aber nicht all zu blutig beschrieben und generell war der Aufbau der ganzen Story gut durchdacht.

Der kurze, heftige aber leider teilweise unrealistische Showdown war der spannendste Teil des Thrillers. Trotzdem hat mir das Rätseln rund um den Täter sehr viel Spaß gemacht.
Ich hoffe das in der Fortsetzung, die großen Fragen beantwortet werden, die jetzt noch offen sind.

Fazit: Ein in vielerlei Hinsicht faszinierender Thriller mit spannenden und vielschichtigen Charakter, der meiner Meinung nach noch mehr Nervenkitzel vertragen hätte.

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Der Prätorianer