Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gerlisch:
Keine Angst, Darling von Vera Buck
Beklemmendes Thema
Lea hat sich von ihrer Schwester Paula abgewendet, fühlt sich von vielen Dingen bedrängt und flieht nach Florida. Dort trifft sie auf Matt Graves. Als Paula wochenlang nichts von Lea hört und selbst ihre Social-Media-Profile verstummen, reist sie ihr hinterher und gerät in ein Netz aus Geheimnissen, Manipulation und psychologischer Gewalt.
Im Zentrum steht der Tradwife-Trend, bei dem Frauen sich freiwillig in ein Leben zurückziehen, das an die 50er Jahre erinnert: Hausfrauendasein, Unterordnung, Kontrolle. Die Rückblenden, die sich immer weiter der Gegenwart annähern, erzeugen eine stetig wachsende Spannung. Die Story ist sehr intensiv und erzeugt eine bedrohliche Atmosphäre die sich bis zum Ende des Buches hält. Systematische Erniedrigung und Unterwerfung sind hier ein eindringliches und beklemmendes Thema.
Die Figuren, besonders Paula und Lea, sind authentisch gezeichnet. Sie wirken menschlich und verletzlich. Ihre Ängste, Fehler und Sehnsüchte machen die Handlung emotional greifbar und verstärken die Spannung.
Schließlich baut sich die Story langsam und präzise auf. Keine Szene ist überflüssig, man hat das Gefühl der Wahrheit immer näher zu kommen und einen Blick auf die Geheimnisse hinter der Fassade zu werfen.
Rezensionen von Carolin:
Nobody's Quest von Alyssa Day
konnte meine Erwartungen nicht ganz erfüllen
Die Aufmachung des Buches hat sofort meine Neugierde geweckt, der Klappentext hat dies nur noch mehr verstärkt! Magie, Spannung, eine zusammengewürfelte Truppe, die unterschiedlicher nicht sein könnte und eine große Aufgabe, die alle gemeinsam erfüllen sollen. Eigentlich genau das, was ich sehr gerne lese.
Der Start war allerdings schon etwas schwierig für mich. Ich persönlich fand, dass die einzelnen Charaktere der Gruppe nicht ausreichend vorgestellt wurden. Bei manchen Charakteren war mir nicht ganz klar, wo sie eigentlich gerade herkamen. Auch im Verlauf der Geschichte erhalten manche Charaktere für mich nicht genug Tiefe und bleiben daher eher blass. Die Geschichte und ich sind insgesamt nicht richtig miteinander warm geworden. Die Geschichte bleibt teils vorhersehbar und verliert dadurch etwas an Spannung. Hier wurde leider nicht das gesamte Potential ausgenutzt, trotzdem bin ich doch etwas gespannt auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Sophie H.:
Emma glaubt nicht an Feen von Cornelia Funke
Die Welt der Feen
Am allerliebsten hält Emma sich draußen in der Natur auf. Sie stromert durch den Garten der Eltern und durch den Park, der sich gleich daneben befindet. Auch Regenwetter kann Emma nicht davon abhalten. Besonders interessieren sie die kleinen Dinge, wie z.B. Schnecken. Eines Tages gerät Emma aus Versehen in einer Parallelwelt: in die Welt der Feen.
Ehe sich Emma versieht, wird sie von einem Wesen gestochen und schrumpft auf die Größe einer Maus. Hat Emma zunächst Angst, dass sie von irgendeinem Tier gefressen wird, ist sie bald fasziniert von dem, was sie nun entdeckt: Es gibt tatsächlich Feen und die sehen ganz anders aus, als Emma es sich vorgestellt hat. Auch sie es keinen liebenswürdigen Wesen, die Wünsche erfüllen. Ganz im Gegenteil! Die Feen sind auf die Menschen gar nicht gut zu sprechen, da sie die Natur zerstören. Wird es Emma gelingen, wieder nach Hause zu kommen und ihre normale Größe zurückzubekommen?
Das Buch ist sehr phantasievoll geschrieben und macht ganz ohne erhobenem Zeigefinger deutlich, dass der Mensch sorgfältiger mit der Natur umgehen muss, weil alles irgendwie zusammenhängt. Untermalt wird die Geschichte von zahlreichen schwarz-weiß-Zeichnungen, die die phantasievolle Welt gut abbilden und das Sich-Vorstellen dieser Welt etwas erleichtern. Besonders gut hat mir der farbige Vorsatz gefallen.
Von Verlagsseite wurde ein Lesealter ab 7 Jahren angegeben, dass meiner Meinung etwas zu niedrig angesetzt ist. Zwar ist die Schriftgröße so groß, dass sie sich gut erlesen lässt, aber es werden sehr viele sehr lange und ungewöhnliche Wörter verwendet. Hier braucht der Leser schon ein wenig Übung, um sie zu lesen und auch zu verstehen.
Wer Naturgeschichten mit ganz viel Phantasie mag, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen!
Rezensionen von Lydia_Te:
Tschikago von Alexandra Stahl
Einfühlsam und humorvoll
Zu Beginn vom Buch von Alexandra Stahl, "Tschikago", hab ich mir etwas schwer getan. Die verschiedenen Erinnerungsschnipsel und die ganzen Geschichten haben zuerst etwas zerrissen gewirkt und deshalb hab ich mich schwer darauf eingelassen. Aber spätestens im zweiten Teil wurde mir klar, wie einfühlsam, humorvoll und feinfühlig die Erinnerungen bzw.
die festgehaltenen Momente von Alexandra sind.
Zu Beginn erzählt sie von ihren eigenen Großeltern und später von den Seniorinnen und Senioren mit denen sie wöchentlich Zeit verbringt. Denn Alexandra ist sozial in einem Altenheim, in einer Seniorenresidenz tätig. Gemeinsam mit diesen (zu Beginn) vollkommen fremden Personen, entwickeln sich Dialoge, Gespräche und emotionale Stunden. Es ist schon zu verfolgen, wie die einzelnen Personen und ihre Charaktere dargestellt werden.
Meiner Meinung nach, ist dieser Roman eine kleine Liebeserklärung an Alexandras Großeltern.
Wie bereits gesagt: sehr einfühlsam und humorvoll!
Rezensionen von Bücherfreundin:
Tage am Fluss von Jochen Mariss
Lesenswertes Debüt mit wichtiger Botschaft
Im Mittelpunkt von "Tage am Fluss", dem Debütroman von Jochen Mariss, steht die alleinstehende Sara Harmsen. Die fast Fünfzigjährige lebt zurückgezogen mit ihrer Hündin Luna, sieben Hühnern und drei Schafen auf einem abgelegenen Hof. In vierter Generation betreibt sie eine kleine Personenfähre, die das Dorf Erlengrund mit der Stadt verbindet.
Eines Tages kommt ein junger Mann an Bord, er ist verletzt und erinnert sie an ihren jüngeren Bruder. Sie nimmt ihn mit nach Hause und behandelt seine Wunden. Leon möchte bei ihr bleiben und bietet ihr als Gegenleistung handwerkliche Dienste für ihr über die Jahre vernachlässigtes Anwesen an. Sara, anfangs wenig begeistert von Leons Anwesenheit, stellt bald fest, dass sie beide die Natur lieben und ihnen der Klimaschutz am Herzen liegt. Während sie und Leon sich langsam einander annähern, erfährt sie, dass der junge Mann ein von der Polizei gesuchter Klimaaktivist ist ...
Die Geschichte ist in schöner Sprache und in ruhigem Tempo erzählt, sie liest sich sehr flüssig. Wir lernen die menschenscheue und schroffe Selbstversorgerin Sara kennen, die ihre Tiere und Bücher liebt. Ich fand es interessant, Sara in ihrem Alltag zu begleiten, ihr bei ihren zahlreichen Tätigkeiten auf der Fähre und dem Hof über die Schulter zu schauen. Sie sorgt sich um die Existenz ihres Fährbetriebs, da der Bürgermeister plant, eine Brücke über den Fluss zu bauen. Leon macht sich Sorgen wegen seiner Zukunft, er hat sein Studium abgebrochen und sich einer Gruppe angeschlossen, die für den Erhalt des Uhlendorfer Forsts kämpft. Neben der Handlung um Sara und Leon bilden die wichtigen Themen Umweltschutz und Klimawandel einen weiteren Schwerpunkt des Romans.
Das Buch, in dem es auch um eine schwierige Kindheit, um Schuldgefühle und deren Auswirkungen auf das ganze Leben geht, hatte intensive Momente, die mich sehr berührt haben. Leider wurden einige Themen nur oberflächlich angerissen und nicht weiter verfolgt, manches war vorhersehbar, manches unrealistisch und überzogen. Die Klimathematik nahm für mein Empfinden etwas zu viel Raum ein. Dennoch habe ich den Roman bis zum stimmigen Ende gern gelesen und mich gut unterhalten gefühlt.
Rezensionen von Shilo:
Die Wellentochter von Florence Winter
Ein stimmungsvoller Abschluss der Inseln Reihe
Als Hailey auf dem alten Schloss in den Highlands ankommt, liegt von Anfang an etwas Ungeklärtes in der Luft. Die große Bibliothek soll geordnet werden, doch schon nach kurzer Zeit wird klar, dass es dort nicht nur um Bücher geht. Immer wieder tauchen Fragen auf, die sich erst nach und nach beantworten.
Genau das hat mich neugierig gemacht.
Sehr gut gefallen hat mir, dass die Geschichte ihr eigenes Tempo hat. Nichts wirkt überladen oder unnötig in die Länge gezogen. Stattdessen ergibt sich mit jedem Kapitel ein klareres Bild. Die Nachforschungen über Moira und die Spuren, die bis zu den verlassenen St. Kilda Inseln führen, haben mich immer weiter lesen lassen, weil ich wissen wollte, was damals wirklich geschehen ist.
Auch die Schauplätze haben mich sehr beeindruckt. Das alte Schloss, die raue Landschaft und die abgelegenen Inseln passen wunderbar zu dieser Geschichte. Beim Lesen entstanden viele Bilder im Kopf, ohne dass die Beschreibungen zu ausführlich wurden.
Auch die Figuren konnten mich überzeugen. Hailey wurde mir schnell sympathisch. Ihre Neugier wirkte ehrlich und machte es leicht, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Gleichzeitig haben auch die Ereignisse aus dem Jahr 1876 mein Interesse geweckt. Nach und nach wurde deutlicher, wie beide Zeitebenen miteinander verbunden sind.
Es gab immer wieder Stellen, an denen ich kurz innegehalten habe, weil ein neues Detail alles in eine andere Richtung gelenkt hat. Gerade diese kleinen Entdeckungen haben für mich den Reiz des Buches ausgemacht. Die Geschichte lebt von ihren Geheimnissen und davon, dass nicht sofort alles verraten wird.
Auch die Verbindung zu den vorherigen Bänden der Reihe hat mir gefallen. Obwohl jede Geschichte für sich steht, erkennt man die gemeinsame Verbindung der Frauen und ihrer Schicksale. Florence Winter verbindet wieder Vergangenheit und Gegenwart miteinander und schafft es, beide Ebenen gleichermaßen interessant zu halten.
Nach dem Lesen blieb bei mir vor allem die besondere Mischung aus Familiengeschichte, Geheimnissen und den eindrucksvollen Schauplätzen zurück. Die Suche nach der Wahrheit rund um Moira und das Schloss hat mich bis zum Ende begleitet.
Für mich war dieser dritte Band ein schöner Abschluss der Reihe. Die Geschichte hat mich gut unterhalten und mich wieder in eine andere Zeit mitgenommen. Dafür vergebe ich sehr gerne fünf Sterne.
Rezensionen von Streiflicht:
Bakterien - die heimlichen Helden von Peter Wohlleben
Faszinierende Superwesen
Schon lange mag ich die faszinierendem Bücher und Dokumentationen von Peter Wohlleben sehr und umso gespannter war ich natürlich auf dieses neue Buch mit einem ganz anderen Thema. Bakterien bestimmen unser Leben und wir merken es meistens noch nicht mal. Für mich ein sehr guter Grund, mich mal richtig und in der Tiefe mit diesem Thema auseinander zu setzen.
Ich interessiere mich sehr für Biologie und Medizin, ich mag solche fundierten Sachbücher.
Das Buch liest sich toll, ist gut verständlich und erklärt auch komplexere Sachverhalte so, dass auch Laien einen guten Einblick bekommen. Für mich die perfekte Lektüre, die nicht nur unterhält, sondern gleichzeitig auch viel Wissenswertes vermittelt. Ich fand die Infos rund um die kleinen Lebenwesen, die so nützlich, aber auch so schädlich sein können, extrem spannend und hätte immer weiter lesen können. Man würde sich wünschen, solche Bücher im Schulunterricht gehabt zu haben. Denn wie schon der Titel sagt, Bakterien sind die heimlichen Helden, faszinierende Superwesen, ohne die es uns und die Welt, die uns umgibt, so nicht gäbe. Krass, oder?
Von mir daher die Empfehlung, dieses Buch unbedingt zu lesen!
Rezensionen von bücherliebe74:
Alles ihre Schuld von Andrea Mara
"Schuld"
Der Albtraum jedes Elternteils trifft Marissa, als sie ihren kleinen Sohn Milo von einer Spiele-Verabredung abholen möchte. An der angegebenen Adresse öffnet ihr eine fremde Frau und von Milo fehlt jede Spur!
Die Story ist sehr gut aufgebaut, mit vielen überraschenden Plot - Twists wird die Leserschaft immer wieder in eine andere Richtung geleitet.
Der Spannungsbogen ist clever ausgearbeitet und die Charakter sind individuell und glaubhaft, Gefühle authentisch dargestellt.
Im letzten Drittel jagt ein Plot Twist den nächsten, was das Buch nicht wirklich gebraucht hätte, und stellenweise für Verwirrung gesorgt hat.
Die Auflösung war für mich nicht vorhersehbar und ergab für mich einen passenden Abschluss.
Allerdings mag ich Ausdrücke wie "Playdate" in einem Buch, das ich in deutscher Sprache lese, überhaupt nicht.
Das Cover gefällt mir gut, das Bild der Nachbarschaft passt gut zum Buch.
Gern lese ich weitere Bücher der Autorin. Der Schreibstil hat mir überwiegend gut gefallen und das Buch hat mich gefesselt und überrascht!
Für Thriller - LeserInnen, die es komplex mögen und die gern miträtseln bei der Auflösung, ist dieses Buch genau richtig!
4 von 5 Punkten!
Rezensionen von rewareni:
Die Geisterseher von Algernon Blackwood
Geister und andere unheimliche Kreaturen
,, Die Geisterseher“ ist der Auftakt einer Anthologiereihe mit Geistergeschichten, die von Reinhard Klein-Arendt ausgesucht und aus dem englischen Sprachraum übersetzt worden sind. Die unheimlich, phantastischen Kurzgeschichten stammen etwa aus der Zeit zwischen 1895 bis 1940.
In einem interessanten Vorwort erhält man zu jeder Geschichte eine kleine Einleitung, die schon neugierig macht.
Es sind vielfältige Geschichten, die zumeist in England spielen, aber auch in britischen Kolonien. Besonders die unheimliche Atmosphäre in London mit seinem undurchdringlichen Nebel, lassen einem beim Lesen ein Gänsehautgefühl aufkommen.
Manche Spukgestalten und geisterhafte Erscheinungen werden bildhaft beschrieben, wo andere übersinnliche Phänomene nur angedeutet werden, aber gerade das macht den besonderen Reiz aus.
Egal ob man es mit Voodoo Anhängern zu tun hat oder ob ein geisterhaftes Wesen sein Unwesen treibt man wird als Leser gut unterhalten. Bei manchen Geschichten findet man gleich einen Zugang, bei anderen hat man kleine Fragezeichen im Kopf, aber das ist ja meistens so, bei diversen Kurzgeschichten.
Interessant war sogar eine humorvolle Geschichte über Skelette, wo vieles nur angedeutet wird und man zum Schluss gar nicht genau sagen kann was nun wirklich passiert ist. Aber so wie die Geschichte erzählt wurde und die witzigen Dialoge dazu, haben einen besonderen Reiz gehabt.
Man bekommt auch immer wieder einen guten Einblick darüber wie damals die ,,Beziehung“ zwischen der Dienerschaft und ihrem Herrn war, aber auch das Leben einer Frau war oft von einer Abhängigkeit gegenüber ihrem Mann geprägt, was speziell in einer Geschichte mit einem Tiger Amulett zu sehen war.
Wer sich also auf Wiedergänger und unheimliche Kreaturen einlassen möchte und sich nicht davor scheut, alte Geschichten von nicht bekannten Autoren zu lesen, der wird sicher eine gute Unterhaltung in der Anthologie ,, Die Geisterseher“ finden.
Rezensionen von Nele33:
So kalt die Nacht von Marika Neitz
einfach super
"So kalt die Nacht" der Autorin Marika Neitz war für mich das erste Buch, welches ich als Hörbuch gehört habe. Eingelesen wurde es von Irina Salkow. Die Sprecherin war mir schon durch Hörbücher von Riley Sager bekannt und auch hier hat sie mich durch ihre perfekte Intonation wieder von der ersten Minute an in ihren Bann gezogen.
In Köln geschehen grausame Morde. Alte Menschen werden gefesselt und ihrem Tod durch Verdursten ausgesetzt. Anschließend werden ihre Leichen in Müllsäcken entsorgt. Eine grausame Art zu sterben, findet auch die leitende Ermittlerin Anna Melcher. Auf den ersten Blick gibt es keine Gemeinsamkeiten bei den Opfern, außer ihr Alter. Ein kniffliger Fall, den Anna auch noch mit einem Kollegen lösen soll, der doch etwas speziell ist.
Beide sind jedoch äußerst liebevoll und gleichzeitig eigensinnig charakterisiert. So bekommt der Krimi noch eine Leichtigkeit bei aller Schwere verliehen, die es schwer machte das Hörbuch zu unterbrechen.
Die Autorin versteht es ungemein gut überraschende Wendungen und Situationen einzubauen, sodass es während des Hörens eine große Spannung gibt, die bis zum mehr als überraschenden Ende ungewöhnlich hoch bleibt.
Für mich eins der spannendsten Hörbücher dieses Jahr und da gebe ich gerne eine Lese-Hör-Empfehlung und da es der Auftakt zu einer Reihe zu sein scheint, freue ich mich schon auf eine Fortsetzung.











