Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R.:
Auch Kokosnüsse brauchen Regen (Bali-Roman) von Melissa Schumacher
emotionsreiche Lebensreise
Klappentext / Inhalt:
Ein berührender Bali-Roman vom Indojunkie Verlag
Deine tropische Strandlektüre für den Sommer 2026: Ein autobiografisch inspirierter Roman für alle, die sich nach Bali, Meer, Freiheit und einem Leben voller Möglichkeiten sehnen.
Als Melissa eine Diagnose erhält, die eine alles verändernde Skoliose-Operation unausweichlich macht, trifft sie eine radikale Entscheidung: Bevor sie sich dem Eingriff stellt, will sie ein Jahr lang alles hinter sich lassen, allein reisen, ihrem Herzen folgen und einfach nur sein.
Ausgerechnet auf der tropischen Insel Bali passiert etwas, womit sie nicht gerechnet hat: Sie verliebt sich – in das Tauchen und in ihren indonesischen Tauchguide Putu.
Mit der tickenden Deadline im Kopf lässt sie sich alle Zweifel ignorierend auf ein Abenteuer ein, das sie tiefer führt, als sie für möglich gehalten hätte. Die balinesische Kultur stellt dabei ihr gesamtes Weltbild auf den Kopf. Was als einjähriger Freifahrtschein zum Freisein gedacht war, wird zu einer intensiven Reise zwischen Liebe, Verlust und Heilung.
Je länger sie auf Bali bleibt, desto mehr holen sie lebensverändernde Fragen ein.
- Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass deine Zeit begrenzt ist?
- Was bedeutet es eigentlich, sich lebendig und frei zu fühlen?
- Was passiert, wenn du deiner Intuition folgst, auch wenn alles dagegenspricht?
Ein Bali-Roman nach einer wahren Begebenheit: Das erwartet dich
• Die Magie der balinesischen Kultur
• Eine Liebesgeschichte zwischen Tauchgängen
• Echte Bali- und Lombok-Eindrücke abseits der Touristenpfade
• Selbstfindung und Neuanfänge
• Eine Liebeserklärung an das Meer und Tauchen
• Tropisches Inselleben zum Mitträumen
• Heilungsreise nach Skoliose-Operation
• Alleinreisen als Frau
• Fernweh pur
Ein Coming-of-Age-Roman über die schönsten Kapitel, die wir nie geplant haben – und über die tiefe Gewissheit, dass aus etwas augenscheinlich Schlechtem etwas Wundervolles entstehen kann.
Cover:
Das Cover ist wunderschön gezeichnet und umgesetzt und macht direkt Lust aus Meer und Urlaub. Sommer- /Urlaubsvibes gehen vom Cover aus und machen neugierig. Die grünen und orangen Farbtöne sind eher gedeckt und erdig gehalten, was es warm und atmosphärisch wirken lässt. Es ist schön umgesetzt.
Meinung:
Ein Mutmachbuch mit autobiografischer Erzählung, die einen mitnimmt und eine Prise Freiheit bereit hält. Nach einer schweren Diagnose und der bevorstehenden OP, entscheidet sich Melisse vorher noch einmal alles hinter sich zu lassen und nach Bali zu reisen. Man begleitet sie auf diese Reise und es ist einfach wunderschön. Man ist nah dabei und die Gefühle, Emotionen und Beschreibungen des Erlebten fühlen sich an, als würde sie es ihrer besten Freundin erzählen. Es wirkt sehr authentisch und gibt einem einen besonderen Blick aus Leben und lässt einen dabei auch selbst nachdenken und philosophieren.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich mit inhaltlichen Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Schnell ist man in den Beschreibungen und Erzählungen drin. Sehr gut hat mir auch gefallen, dass man Einblicke von Bali, den Menschen dort und ihre Sitten, Riten, Kultur und Lebensgewohnheiten bekommt und einem diese nähergebracht werden. Die Geschichte und Emotionen wirken authentisch und lebendig und man kann sich alles sehr gut vorstellen. Zudem macht erste Mut, lässt einen aber auch Nachdenken und über Fragen philosophieren, wie "was würde ich tun, wenn die Zeit begrenzt ist?", "Was bedeutet eigentlich frei sein?" .
Die Geschichte liest sich sehr kurzweilig und man kann schnell darin eintauchen. Die einzelnen Kapitel haben eine gute und angenehme Länge. Die Anfänge sind gut herausgearbeitet und gut erkennbar. Die Überschriften sind passend, ohne Zuviel zu verraten. Auch die Ortswechsel sind gut zu sehen und erkennbar gemacht. Kleine schwarz-weiß Illustrationen runden das Ganze sehr schön ab und lockern es zusätzlich auf. Die Illustrationen sind toll gemacht und bringen noch etwas mehr Leichtigkeit hinein. Gliederung und Gestaltung hat mir sehr gut gefallen.
Eine wundervolle Reise über das Leben, Erfahrungen und ein tolles Abenteuer mit wichtigen Erkenntnissen auf Bali. Mir hat es sehr gut gefallen. Ich konnte gut eintauchen in die Geschichte, die Natur und Umgebung Blais, sowohl Charaktere und Erlebnisse. Es liest sich sehr schön und zugleich stimmt es auch nachdenklich, über das Leben und eigene Entscheidungen nach zu denken. Mir hat es sehr gut gefallen.
Fazit:
Eine wundervolle Reise nicht nur nach Bali, sondern eher eine authentische und emotionsreiche Lebensreise.
Rezensionen von Philiene :
Die Wellentochter von Florence Winter
Selten habe ich einen Roman der auf zwei Zeitbebenen spielt gelesen, in dem beide Zeitbebenen so spannend waren.
Die Wellentochter erzählt in einem Erzählstrang von Moria die am Ende des Neunzehnten Jahrhunderts in Schottland lebt und davon träumt ein eigenständiges Leben als Dichterin zu führen.
Doch in der Zeit ist das für eine Frau unmöglich. Selbst bei anderen Frauen stößt sie auf Unverständnis.
1977 wird Hailey angagierten um in einem alten schottischen Landhaus die Bibliothek zu ordnen, dabei stößt die auf Morias Geschichte die plötzlich aus den Aufzeichnungen verschwindet. Genauso wie Haileys Vorgängerin Peggy. Was ist damals geschehen und was ist mit Peggy passiert? Warum ist sie einfach gegangen.
Auf der einen Seite erzählt das Buch den Weg einer Frau die um ihre Freiheit kämpft, aber nur auf Wiederstand stößt. Es geht um die strengen Vorstellungen der damaligen Zeit und das feste Rollenbild.
Dazu die spannende Frage was ist damals geschehen und sind die Dinge die Hailey passieren wirklich nur Zufälle oder hütet da jemand ein Geheimnis?
Ein wirklich spannendes Buch über zwei starke Frauen in vergangen Zeiten, denn auch wenn ich es nicht gerne zugeben auch 1977 ist lange her.
Rezensionen von LeserinLu :
Die Rückkehr der Hoffnung von Rutger Bregman
Nichts Neues
Rutger Bregman gehört zu den Sachbuchautoren, deren Bücher ich bisher immer sehr gerne gelesen habe. Bei „Die Rückkehr der Hoffnung“ bleibt bei mir allerdings vor allem der Eindruck, dass dieses Buch weniger neue Gedanken entwickelt, sondern vielmehr bekannte Ideen aus seinen früheren Werken bündelt und schnell zugänglich aufbereitet.
Wer bereits „Im Grunde gut“, „Utopien für Realisten“ und „Moralische Ambition“ gelesen hat, wird hier vieles wiedererkennen. Bregman greift erneut Themen wie Demokratie, soziale Gerechtigkeit und einen radikalen Humanismus auf und verbindet sie mit autobiografischen Anekdoten, aktuellen politischen Entwicklungen und wissenschaftlichen Fakten. Wirklich neue Impulse konnte ich dabei allerdings nur selten entdecken.
Das ist aber keineswegs ein Nachteil für alle Leser:innen. Gerade wer Bregman bisher noch nicht kennt und keine Lust hat, sich durch seine umfangreicheren Bücher zu arbeiten, findet hier einen gut verständlichen Einstieg in sein Denken. Wie gewohnt schreibt Bregman sehr zugänglich und unterhaltsam. Auch wenn ich Bregmans Analysen und Schlussfolgerungen nicht immer teile, eröffnen seine Texte oft neue Perspektiven, ohne dass man am Ende in allem zustimmen muss.
„Die Rückkehr der Hoffnung“ ist also für mich kein Muss für langjährige Bregman-Leser:innen, wohl aber eine gute, kurze Einführung in sein Denken.
Rezensionen von Anno:
FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister
5 Minuten
Das ist wirklich mal eine ungewöhnliche Art eine Handlung zu erzählen. Im Grunde behandelt dieses Buch die Vorkommnisse weniger Minuten, wird aber auch von Rückblicken auf die involvierten Personen begleitet. Dabei wird der Leser immer wieder direkt angesprochen und gezielt gelenkt.
Es gibt 5 Personen um die sich die Handlung sich hauptsächlich dreht.
Alle sind eher skurriler Natur und nicht wirklich liebenswürdig. Doch genau damit spielt dieses Buch und schafft es dabei, dass der Leser seine eigenen Emotionen und Erwartungen auf die Identität des Toten immer wieder neu überdenkt. Bei jedem Rückblick, bei jeder Personenvorstellung war mir derjenige erneut so unsympathisch, dass ich ihn bereits in der Rolle des Getöteten sah. Was sich aber tatsächlich am Bahnsteig abgespielt hat, bleibt lange verborgen. Und das sogar bis nach Ablauf der Zeit. Wie Spannung aufrecht erhalten werden kann, weiss die Autorin und nutzt das auch bis zum Schluss.
Und zurück bleibe ich, die mir der gesamten Handlung und den Emotionen, die sie in mir auslöste, etwas hadere. Und gleichzeitig bin ich auch wahnsinnig begeistert, wie geschickt die Autorin das alles angegangen ist.
Rezensionen von Island :
Hope Joanna,2 Audio-CD, 2 MP3 von Horst Evers
Skurriler Berlin-Krimi
Das Cover dieses Krimis von Horst Evers fällt auf jeden Fall auf. Genau wie der Songtitel des Eddy-Grant-Songs, nach dem die Protagonistin benannt ist, wirkt es sehr retro, der Berlin-Bezug ist aber ebenfalls eindeutig erkennbar.
Hope Joanna Marlow ist eigentlich hauptsächlich deshalb Polizistin geworden, um als Taekwondo-Kämpferin die Chance auf eine Olympia-Teilnahme zu haben.
Nun nutzt sie ihre Kampfkünste aber nur noch manchmal im Polizeidienst und nachdem sie dabei gefilmt wurde, erlangte sie unfreiwillig eine gewisse Berühmtheit auf Social Media und in ihrer Heimatstadt Berlin. Doch eigentlich muss sie sich mit einer Mordserie befassen, bei der auch rechte Verschwörungstheorien eine Rolle spielen und abergläubische Fußballer.
Mit hat gut gefallen, dass der Krimi in Berlin spielt und eine ordentliche Dosis Lokalkolorit vorhanden ist. Auch die aktuellen Bezüge mit dem Rechtsruck in der Gesellschaft und dem Abdriften einzelner Personen in Verschwörungsideologien fand ich interessant. Die Protagonistin war mir ebenfalls sehr sympathisch. Manches war für meinen Geschmack dann aber doch einen Tick zu viel und mir wären etwas weniger Skurrilität und etwas mehr Realität lieber gewesen. Auch mit dem Autor als Sprecher war ich nicht zu einhundert Prozent glücklich. Er kann gut sprechen und man kann ihm angenehm folgen, manchmal wäre mir aber auch diesbezüglich etwas weniger lieber gewesen, weil mir teilweise zu wenig Leerstellen blieben, um mir den Witz selbst erschließen zu dürfen, sondern man regelrecht mit der Nase darauf gestoßen wurde. Aber, da sind die Geschmäcker sicher verschieden und Horst Evers hat nicht umsonst so viele Fans.
Rezensionen von Liddy:
Drei Pudel essen eine Nudel von Elsa Klever
Lustiges Zahlenlernen
Das Buch „Drei Pudel essen eine Nudel“ ist ein Zahlenbuch, mit dem die Minis begeistert von eins bis zehn das Zählen lernen können. Jede Zahl hat eine Doppelseite erhalten und ist mit niedlichen Details geschmückt. Zum Beispiel baut ein Wurm einen Turm aus vielen Bauklötzen, sodass man auch diese zählen kann.
Besonders gut gefallen meinem Kind die Tiere. Es zeigt immer wieder auf diese und zählt sie begeistert mit. Jede Zahl hat einen passenden Reim, sodass man sich die Zahlen leichter merken kann.
Was das Lernbuch so besonders macht, sind definitiv die wunderschönen Illustrationen. Insbesondere über die sieben Katzen mit den Fratzen müssen wir jedes Mal lachen und mein Kind macht diese nach. Die kreativen und witzigen Bilder kommen bei uns super an! Am Ende des Buches befindet sich noch eine Aufklappseite mit den Zahlen von 1 bis 10.
Ein sehr schönes, buntes und farbenfrohes Buch zum Zahlenlernen. Eine klare Kaufempfehlung!
Rezensionen von askyfullofpages:
Der Flug des Kondors von Miguel Bonnefoy
Krieg und Heimat
[Unbezahlte Werbung | Rezensionsexemplar]
Familie.
Krieg.
Hoffnung.
Als Erstes ist mir das wunderschöne Cover aufgefallen. Ich finde es unglaublich schön und ansprechend.
Der Einstieg hat mir richtig gut gefallen. Ich war schnell in der Geschichte und auch emotional sehr involviert. Zwischendurch gab es für mich aber auch immer wieder Passagen, die sich etwas gezogen haben.
Den magischen Realismus fand ich sehr gelungen. Ich kann aber gut verstehen, dass dieser Erzählstil nicht jedem zusagt.
Insgesamt habe ich den Roman gerne gelesen. Er erzählt eine besondere Familiengeschichte und hat mich vor allem am Anfang sehr mitgenommen. Wer generationsübergreifende Romane mag und sich auf den besonderen Erzählstil einlassen möchte, sollte sich Der Flug des Condors auf jeden Fall anschauen.
Ich möchte mich herzlich beim Eisele Verlag und NetGalley Deutschland für das Rezensionsexemplar bedanken. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst und ist wie immer ehrlich und unabhängig.
Rezensionen von Annabell95:
Nebelbeute von Benjamin Cors
Milas Alleingang
Mila verfolgt in den Bergen einen Mann aus ihrer Vergangenheit, doch kurz nach ihrer Ankunft wird eine seltsam drapierte Leiche entdeckt. Dann verschwindet sie selbst. Gruppe 4 sucht nach ihr und stößt in einem abgeschotteten Dorf auf einen Serienmörder, der Mila offenbar in seiner Gewalt hat.
"Nebelbeute" ist der dritte Band der Reihe mit der Sondereinheit "Gruppe 4".
Der Fall selbst ist in sich selbst abgeschlossen und kann auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Wie bei allen anderen Reihen aber auch, empfiehlt es sich die Vorgängerbände zu kennen um in den vollen Genuss der Geschichte um die Charaktere zu kommen.
Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Das gibt dem Fall die gewisse Tiefe. Jede Sichtweise bringt neue Hinweise, neue Zweifel, neue falsche Fährten. Genau diese Struktur sorgt dafür, dass man ständig zwischen Vermutungen und Unsicherheiten schwankt und sich nie wirklich sicher ist, was wirklich wahr ist. Fast jedes Kapitel endet mit einem Cliffhänger, was nochmals zur Spannung beiträgt. Man glaubt der Fall sei gelöst, doch dann wird man nochmal in einen nervenaufreibenden Showdown gezogen.
Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und durch das Bildhafte werden die Protagonisten und das Setting sehr lebendig. Das Setting selbst erzeugt ein beklemmendes Gefühl vor der Kulisse in einem abgelegenen Bergdorf bei Nebel und winterlichen Verhältnissen.
Mila und Jakob, die beiden Hauptcharaktere der Gruppe 4, sind mir schon aus den Vorgängerbänden bekannt gewesen. Nach nur wenigen Seiten konnte ich mich direkt wieder in ihre Geschichte einfinden. Dieses Mal ermittelt Mila im Alleingang. Da spürt man ihre Entschlossenheit und ihren Mut. Man fiebert mit ihr und erlebt die Gänsehautmomente hautnah mit ihr mit. Jakob ist ebenfalls sympathisch und er setzt sich für Mila ein. Auch ihn finde ich gut weiterentwickelt.
Mein Fazit:
Ein sehr spannender und fesslender Thriller durch unerwartete Wendungen, falsche Fährten und einer beklemmenden Atmosphäre. Man wird sehr schnell in den Bann gezogen und kann kaum aufhören zu lesen. Nervenkitzel und Gänsehautmomente sind definitiv da. Diesen Band fand ich sogar besser als die Vorgänger und geben daher gerne eine Leseempfehlung.
Rezensionen von verhei:
Tödliches Verderben von Karin Slaughter
Familien- und Kleinstadtgeheimisse sorgen für Spannung
Und wieder geht es rund in der amerikanischen Kleinstadt in Georgia. Sheriff Emily Clifton, die derzeit interimsmäßig den Sheriff-Posten ihres ermordeten Vaters ermordet innehat, ist nun mit der Bestattung ihrer demenzkranken Mutter beschäftigt. Sie wird zum Schauplatz eines Mordes gerufen. Die ehemalige Polizistin Allison Vickery wurde in ihrem eigenen Haus ermordet, ihre Tochter Mandy beim Angriff schwer verletzt.
Emily wird bei den Ermittlungen von ihrer Schwester Jude Archer, ehemalige Bundesagentin, unterstützt, auch wenn dies auf Grund des Verhältnisses nicht einfach ist. Bald zeigt sich, dass wichtige Personen des Ortes in eine Verschwörung verstrickt sind.
Optisch reiht sich dieser Band gut in die Gestaltung der anderen deutschsprachigen Werke von Karin Slaughter ein – dunkel, mit minimalistischer Gestaltung. Einfach ansprechend und passend für dieses Genre.
Der zweite Band der North Falls Reihe kann grundsätzlich problemlos unabhängig vom Vorgängerband „Dunkle Sühne“ gelesen werden, da ausreichend auf die bisherigen Ereignisse eingegangen wird. Jedoch ist man über die Familiengeheimnisse durch chronologisches Lesen besser im Bild, man versteht Beziehungen und die Charakterentwicklungen besser.
Der Schreibstil ist auch in diesem Buch typisch für Karin Slaughter- flüssig und mit entsprechendem Tempo und Wendungen. Eine geschickt gestaltete Geschichte mit Wendungen, Verschwörungen, falschen Fährten, vielen Verdächtigen und Erzählung durch Perspektivenwechsel. Spannung liefert auch das Kleinstadtleben, denn auch wenn man sich vordergründig kennt und traut, scheint es hinter den Kulissen ganz anders zuzugehen.
Viel Raum im Buch nimmt das Privatleben der beiden Ermittler – Emily und Jude ein. Beide sind sehr unterschiedliche Charaktere, durch die familiäre Beziehung vereint, und haben keine einfache Beziehung zueinander. Auch leiden sie an den kürzlichen Verlusten in ihrer Familie. Dies ist auch daran sichtbar, dass die Geschichte hauptsächlich aus deren Blickwinkel erzählt wird, und dadurch etliches anders wahrnehmen.
Für mich eine würdige Fortsetzung der Reihe. Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen.
Rezensionen von PMelittaM:
Dinghai Fusheng Records. Buch 1 von Fei Tian Ye Xiang
Historische Fantasy aus China
China im dritten Jahrhundert nach Christus: Vor dreihundert Jahren, verschwand die komplette Magie aus China. Doch nun scheint es, dass zumindest das Böse, das sich vom Groll der Menschen ernährt, wieder in die Welt eindringen möchte. Chen Xing, ist nicht nur der letzte Exorzist, sondern steht auch unter besonderem göttlichen Schutz, der ihm Glück verleiht, und kann zudem eine sogenannte Herzenslampe wirken.
Er macht sich auf die Suche nach seinem Schutzpatron, der ihn, während er selbst das Böse vertreibt, beschützen soll. Die Herzenslampe führt ihn zu Xiang Shu, der aber weder sein Schutzpatron sein, noch irgendetwas mit ihm zu tun haben möchte. Dennoch verstrickt sich das Schicksal der beiden, und sie müssen schon bald gegen gefährliche Gegner kämpfen.
Der Roman spielt vor dem realen historischen Hintergrund zur Zeit der Regierung Fu Jians, der auch eine wichtige handelnde Rolle in der Geschichte spielt, neben weiteren historischen Persönlichkeiten. So lernt man als Leser:in während des Lesens gleichzeitig viel über China und seine Geschichte, wozu auch die Fußnoten und die vielen Zusatzinformationen im Anhang beitragen. Die historischen Details fand ich persönlich sehr interessant, so dass sie meinen Lesefluss nicht gehemmt haben.
Die beiden Protagonisten mochte ich schnell, auch Xiang Shu, der nicht gerade der Freundlichste ist. Ich war gespannt, was man über seine Hintergrundgeschichte erfahren wird, mich hat auch fasziniert, wie kompromisslos und geschickt er kämpfen, aber auch, wie loyal er sein konnte. Seine Kampfkunst hat mich an Filme wie „Tiger and Dragon“ erinnert.
Manchmal war der Roman für mich nicht ganz leicht zu lesen, ich habe ein bisschen den Überblick über die eine oder andere Szene verloren, insgesamt aber der Handlung gut folgen können. Hin und wieder hatte ich das Gefühl, dass die Übersetzung nicht ganz rund ist, wenn zum Beispiel Chen Xiang etwas „schamlos“ sagt, für mich im Kontext aber eher „verschämt“ gepasst hätte. Oder wenn an einer bestimmten Stelle fünf Wörter stehen sollen, es dann aber sechs sind.
Die Geschichte ist spannend und nimmt gegen Ende immer phantastischere Züge an. Immer wieder einmal mischt sich auch Humor in die Erzählung, oft auch in Zusammenhang mit Chen Xings Glück. Es handelt sich um einen ersten Band, so dass die Geschichte zwar ohne großen Cliffhanger endet, aber eben auch noch nicht zu Ende erzählt ist. Die Danmei-Thematik ist bereits vorhanden, es gibt aber noch keine Liebesbeziehung.
Es gibt nicht nur eine Karte und vielfältiges zusätzliches Material im Anhang, man sollte unbedingt auch das Nachwort lesen, sondern auch mehrere im selben Stil wie das Cover gezeichnete Illustrationen im Roman, die die beiden Protagonisten in Romanszenen zeigen.
Ich kannte bisher weder den Autor noch Danmei, habe aber Lust auf mehr bekommen. Man muss sich vielleicht ein bisschen einlassen auf die Erzählweise und die Geschichte, aber es lohnt sich, ich freue mich auf die weiteren Bände.











