Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Grindelwald & Liebevolle Gleichgültigkeit von Lothar Struck
Zwei autofiktionale Texte
Der 1959 geborene Mönchengladbacher Lothar Struck schreibt auf realistische Art über das Leben in Deutschland in den siebziger Jahren und benennt alle Umstände inklusive Spießigkeit klar.
Im Mittelpunkt steht die schwierige Beziehung zum Vater, der oft abwesend und vor allen Spielsüchtig war. Später spielte auch seine Krebserkrankung eine große Rolle.
Der Text ist dicht und ein wenig deprimierend, sehr wohl aber auch beeindruckend. Grindelwald war schon 2014 erschienen.
Jetzt neu erschienen ist der Text um eine zweite Erzählung ergänzt. Dieser zweite, ebenfalls autofiktionale Text widmet sich dem 10 Jahre älteren Bruder U.
Auch hier gibt es viel Zeitkolorit, der das Buch prägt.
Erstaunlicherweise packt der zweite Text einen nicht nur so wie der erste, er lässt einen sogar ganz nahe an der Erzähler kommen.
Mich erinnert besonders der zweite Text an den Stil von Edouard Louis, wenn auch an eine deutsche Variante.
Dieses Buch ist lesens- und empfehlenswert.
Rezensionen von Philiene :
Schwesternland von Katharina Fuchs
Wenn sich die Zeiten vermischen
Antonias Familie kommt am hundertsten Geburstag von Großmutter Henriette auf deren Anwesen zusammen. Die Familie nennt es das Schwesternland. Neben ihren drei Schwestern begegnet sie hier Max, die Ahnenforschung betreibt und Antonia auf die Spur ihrer Vorfahrin Jaenne aufmerksam gemacht, die im siebzehnten Jahrhundert als Hugenottin aus Frankreich geflohen ist.
..
Der Roman erzählt auf zwei Zeitbebenen die Geschichten von Jeanne und Antonia. Jeanne Geschichte war emotional und ergreifend, die Flucht aus Frankreich war hart. Antonias Geschichte war zwar nicht ganz so dramatisch wie Jeannes aber trotzdem sehr interessant. Ihre Spurensuche, ihre immer enger wedende Verbindung zu Jeanne, und im Hintergrund die Familiengeschichte.
Katharina Fuchs schafft es auf sehr schöne Art die beiden Zeitstränge miteinander zu vergeben. Sie erzählt einen Familuenroman und gleichzeitig einen historischen Roman, in dem ich einiges über die Hugenotten erfahren habe. Ihre Charaktere überzeugen durch ihre Menschlichkeit und ich habe gerne Zeit mit Jeanne und Antonia verbracht.
Rezensionen von Astrid:
Ein guter Blick fürs Böse von Elizabeth Arnott
Einem Serienmörder auf der Spur?
Margot, Beverley und Elsie könnten kaum unterschiedlicher sein, und doch verbindet sie ein außergewöhnliches Schicksal: Ihre Männer sind – oder waren – Serienmörder, ohne dass die Frauen auch nur den geringsten Verdacht hegten. Trotz ihrer Unwissenheit und Unschuld werden sie also von ihrem Umfeld gemieden und zu Unrecht als Komplizinnen abgestempelt.
Das sorgt klarerweise für Schuldgefühle, aber gerade jetzt, wo wieder ein Serienmörder sein Unwesen zu treiben scheint, hoffen sie aus ihren schlechten Erfahrungen zu profitieren. Um potenzielle Opfer zu schützen, … denn irgendwo, davon sind sie überzeugt, muss sich eine Spur finden lassen.
Schon bald wird ihnen jedoch bewusst, dass die Zeit für weibliche Detektivarbeit noch nicht gekommen ist. Ihre Hinweise werden belächelt, ihre Stimmen überhört, ihr Engagement herabgewürdigt. Die unbeschwerte, kalifornischen Atmosphäre entwickelt sich zunehmend zu einer dichten, spannungsgeladenen Handlung.
Ich hatte keine Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden, denn das Buch ist fesselnd und lässt einem sehr gut an den Gedankengängen der Frauen teilhaben.
Mit dem Täter hatte ich gerechnet, was vermutlich an jahrelanger Krimierfahrung liegt, dem Leseerlebnis aber keinen Abbruch tat.
Rezensionen von Petra Sch.:
Die weiße Nacht von Anne Stern
historisch detaillierter, bewegender Krimi im Nachkriegsberlin
4,5 Sterne
Berlin, Dezember 1946: Die Fotografin Marielouise Faber, von allen nur Lou genannt, findet bei ihren morgendlichen Spaziergängen durch das zerstörte, winterliche Berlin, auf der Suche nach Fotomotiven, eine weibliche Leiche in einer Ruine. Die Hände wie zum Schlaf gefaltet.
Kriminalkommissar Alfred König, der kürzlich erst zum Leiter der neu gegründeten Kriminalpolizei ernannt wurde, benötigt zur Aufklärung des Falls Lous Fotos.
Und es tauchen noch weitere Leichen auf.
Der Schreibstil ist so mitreißend, vor allem die Atmosphäre nach dem Krieg ist so lebendig dargestellt und ausführlich beschrieben, dass der Fall der ersten toten Frau total in den Hintergrund rückt. Das hat mich überhaupt nicht gestört, denn ich konnte mich so gut in das Nachkriegs-Berlin hineinversetzen! Man friert und hungert mit den Bewohnern Berlins, denn es gibt kaum etwas zu essen. Selbst mit Lebensmittelmarken erhält man fast nichts. Der Strom geht nur sporadisch, es ist klirrend kalt, sämtliche Bäume wurden schon gefällt und sogar in den Wohnungen ist es kalt.
Das zerstörte Berlin ist auch bildlich beschrieben mit den zerfallenen Ruinen, dazwischen einige intakte Häuser. Und überall darauf weißer Schnee. Und die vielen Suchtexte nach Verwandten und Bekannten. Man spürt richtig die Trostlosigkeit, und dass kaum jemand Hoffnung hat.
Der Schwarzmarkt hingegen blüht, und dort lernt man den wiffen Lauser Justus kennen, der mit amerikanischen Lucky Strikes handelt. Justus hab ich sofort in mein Herz geschlossen!
Lou natürlich auch, sie ist eine willensstarke Frau und hat ihr Herz am rechten Fleck. Genau deshalb geht ihr die Tote, und besonders deren Haltung bei der Aufbahrung in der Ruine, nicht mehr aus dem Kopf, und sie will König unbedingt helfen, den Fall zu lösen. Sie findet auch viele Puzzlestückchen, da sie die Leute im Grätzel kennt.
König hat zwar Macken, die aber nicht verwunderlich sind bei seiner Vergangenheit. Die Wege der beiden kreuzen sich auch so immer wieder.
Wobei ehrlich gesagt Lous Mitarbeit gar nicht nötig gewesen wäre, denn König ist auch auf die Lösung gekommen, als Lous Hinweise ihn nicht erreicht haben. Trotzdem war die Zusammenarbeit der beiden wundervoll zu verfolgen.
Die Auflösung ist sooo traurig, authentisch, bewegend und nachvollziehbar. Ich kann den Grund für die Taten tatsächlich verstehen.
Man kann in diesem Buch zwar nicht richtig Täter und Motiv miträtseln, ist aber beim Aufdecken der einzelnen Puzzlestückchen dabei und ich fand es sehr spannend und realistisch.
Das Einzige, was mich etwas gestört hat (und deshalb auch der halbe Stern Abzug) ist, dass sehr oft Königs Gedanken über seine Vergangenheit und seine Schuldgefühle wiederholt wurden.
Fazit:
Eine authentische und lebendige Zeichnung des klirrendkalten Winters 1946 im Nachkriegsberlin; zwei sympathische Protagonisten; ein authentischer und bewegender Fall. Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung!
Rezensionen von Rinoa:
Lola im Spiegel von Trent Dalton
Harte Kost
Dieses Buch hat mir wirklich einiges abverlangt. Von Beginn an fand ich es sehr anstrengend zu lesen, was nicht unbedingt am Schreibstil des Autors lag, den ich eigentlich ganz gut fand. Aber alles ist wahnsinnig ausführlich beschrieben und zieht sich daher so ein wenig, darüber hinaus wird auch nicht linear erzählt, sondern recht durcheinander, was ich doch sehr verwirrend fand.
Ich habe zwischendurch ernsthaft überlegt, das Buch abzubrechen, weil ich mich schon eher durch die Seiten gequält habe und unglaublich langsam vorankam. Leider lässt es mein innerer Monk nur schwer zu, angefangene Bücher nicht zu Ende zu lesen und so bin ich drangeblieben.
Ungefähr ab der Hälfte war ich dann sogar froh darüber, denn ab da wurde es für meinen Geschmack wirklich besser und ich konnte mich auch mehr auf die doch sehr schöne Sprache, die schockierende, aber auch sehr berührende Geschichte und die durchaus lebensklugen Aussagen einlassen.
Allerdings bin ich dann gegen Ende wieder ein wenig verloren gegangen bzw. haben mir die Entwicklungen nicht so zugesagt.
Größter Kritikpunkt ist für mich aber nach wie vor die doch sehr sprunghafte Erzählweise. Geschichten müssen nicht total linear ablaufen und ich mag auch durchaus Rückblenden, wenn sie in irgendeiner Form als solche erkennbar sind. Hier war es mir aber oft zu wechselhaft und fragmentarisch.
Alles in allem war "Lola im Spiegel" für mich schon eher harte Kost, inhaltlich, aber auch vom Leseerlebnis her.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
The Reappearance of Rachel Price (deutsche Ausgabe) von Holly Jackson
Testleserin MONA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (16 Jahre, Mieming)
Testleserin MONA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (16 Jahre, Mieming)
Jeder kennt das Mysterium um die verschollene Rachel Price.
Die Frau, die zweimal verschwand.
Rachel Price betrat mit ihrer Tochter Bel das Einkaufszentrum, aber kam nicht mehr heraus.
Kurz darauf wurde ihre Tochter alleine in Rachels Fahrzeug gefunden.
Von Rachel keine Spur.
16 Jahre später ist es immer noch niemandem gelungen sie zu finden und Bel kann sich kaum an ihre Mutter erinnern.
Schließlich war sie erst zwei Jahre alt, als sie verschwand. Zum Glück braucht sie nur ihren Dad Charlie. Als die Familie eine Anfrage einer Filmproduktion bekommt, die eine Dokumentation über Rachel Price drehen will, sagt sie zu. Womit sie allerdings nicht gerechnet haben, ist, dass kurze Zeit später die echte Rachel Price auftaucht!
Bel hat keinen blassen Schimmer, was hier vor sich geht.
Rachels Geschichte klingt unglaubwürdig und als sich auch noch Ungereimtheiten in ihrer Geschichte auftun, ist Bel eines klar. Rachel lügt.
Bel muss herausfinden, was wirklich hinter Rachels Verschwinden steckt, um sich und ihre Familie vor ihr zu schützen.
The Reappearance of Rachel Price ist ein unglaublich spannendes Buch mit vielen unerwarteten Wendungen.
Allerdings sollte man das Buch nicht lesen, wenn man am nächsten Tag eine Schularbeit hat, da es so spannend ist, dass man aufs Lernen verzichten und weiter lesen will...
Was mich ein bisschen gestört hat war, dass Bel einfach unsympathisch zu jedem war!
Auch wenn sie die Leute nicht einmal gekannt hat und es oft keinen Sinn gemacht hat, dass sie einfach um jeden Preis (Price haha) fies sein wollte.
Obwohl ich anfangs Schwierigkeiten hatte in den Schreibstil reinzukommen hat es mir sehr gut gefallen. Es war tatsächlich das erste Buch, das ich von Holly Jackson gelesen habe, aber es wird sicher nicht das Letzte sein!
Rezensionen von Netti:
Fäden des Glücks von Marit Warncke
Wohlfühlroman über Liebe und Neuanfang
Das Buch beinhaltet eine wunderschöne Geschichte über Liebe, Enttäuschung, falsche Entscheidungen im Leben und einen Neuanfang.
Es umfasst 343 Seiten und ist in kurze Kapitel aufgeteilt, was mir sehr gut gefällt. Die meisten Kapitel spielen in der Gegenwart, die 2025 stattfindet. Einige wenige Kapitel spielen 2012.
Auch wird ein altes Tagebuch gefunden, wo einige kurze Einträge aus dem zweiten Weltkrieg verfasst sind.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist viel mehr, als das Cover mit der Nähmaschine zeigt. Ich hätte auf dem Cover auch noch das alte Gutshaus mit dem Blick zum See und dem idyllischen Garten gezeigt. Es ist ein richtiger Wohlfühl Roman und so fühlt man sich im kleinen Ort Lüttenbü sofort wohl und angekommen.
Karlas Leben läuft gerade schief. Ihr Job wird ihr gekündigt, der ihr sowieso nicht so gut gefallen hat, ihr Vater ist verstorben, und nun kommt auch noch ein Brief, dass sie Geld für ihr vor 2 Jahren geerbtes Haus in Mecklenburg-Vorpommern bezahlen soll.
So fährt sie in den kleinen Ort Lüttenbü in Mecklenburg-Vorpommern, um das alte Ferienhaus ihrer Familie zu verkaufen. Hier trifft sie nicht nur ihre Jugendliebe wieder, der ihr damals einen Korb gegeben hat sondern findet schnell neue Freunde. Sie erinnert sich an ihre alten Werte und Träume und plötzlich kann sie wieder durchatmen….. Ist sie in ihrem Leben vielleicht paarmal falsch abgebogen ? Und was braucht sie um glücklich zu sein ?
Ich kann das Buch auf alle Fälle weiterempfehlen, ein ganz toller Wohlfühlroman über das Leben, die Liebe und einen Neuanfang. Das Thema nähen kommt in dem Buch vor, aber übernimmt nicht die Oberhand sondern kommt am Rand der Geschichte immer mal wieder kurz vor. Ich selbst habe mit nähen nichts am Hut, somit ist das Buch auch für nicht Näher eine schöne, abwechslungsreche Geschichte.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Lichterloh - Stadt unter Ruß von Sarah M. Kempen
Testleserin MONA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (16 Jahre, Mieming)
Testleserin MONA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (16 Jahre, Mieming)
Rußstadt. Eine Stadt voller Rauch und Ruß, in der das Volk schlecht behandelt wird. Dazu kommt, dass man besonders in den unteren Vierteln wegen des ganzen Rußes kaum die Hand vor Augen sehen kann. Auch die Brandgefahr ist deshalb extrem hoch.
Es würden alle Häuser verbrennen, wären da nicht die ganzen Schornsteinfeger. Die Helden der Stadt.
Auch Cleo lebt mit ihrer Schwester Gwinnie in Rußstadt. Eigentlich ist es für "Einfache Bürger" nicht möglich Schornsteinfeger zu werden. Trotzdem träumt Cleo davon Brände einzudämmen und Maschinen zu reparieren. Obwohl Cleo eine gute Mechanikerin ist, sind Schornsteinfeger die einzigen, die Brände eindämmen und gefährliche Maschinen reparieren dürfen. Als Cleo wieder einmal in den unteren Vierteln unterwegs ist, um heimlich Maschinen zu reparieren, bemerkt sie einen Brand. Kein Schornsteinfeger ist in Sicht und obwohl es ihr verboten ist, eilt sie zur Hilfe. Normalerweise müsste sie bestraft werden, aber stattdessen wird sie Schornsteinfegerin! Cleo ist überglücklich und kann es zuerst selbst nicht glauben. Endlich wird ihr Traum war. Allerdings merkt sie schnell, dass ihr nicht alle Schornsteinfeger wohlgesonnen sind...
Lichterloh war wirklich ein cooles Buch! Ich fand toll, dass es durchgehend spannend war.
Auch der Schluss hat mir gut gefallen und ich freue mich schon auf die nächsten Teile!
Cleo hat durch ihre schlagfertige Art zusätzlich Action in das Buch gebracht. Dadurch wurde das Buch noch besser.
Ich würde das Buch an Leser ab 14 weiterempfehlen!
Und natürlich an alle Schornsteinfeger Fans!
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Play of Hearts von Juli Dorne
Testleserin IDA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (13 Jahre, Innsbruck)
Testleserin IDA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (13 Jahre, Innsbruck)
Die spannende, magische Atmosphäre von „Play of Hearts“ hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Von Anfang an war ich von der Geschichte und den wunderbaren Charakteren gefesselt und konnte das Buch bis zum Schluss fast nicht aus der Hand legen.
Auch das Setting, in dem die Geschichte spielt und in dem ich mich sofort wohlgefühlt habe, hat mir geholfen, das Bauch zu lesen und es jetzt auch zu lieben. Die Kapitellänge ist, finde ich, perfekt, daher bin ich sozusagen durch die Seiten geflogen. Das offene Ende macht neugierig auf den zweiten Band und ich kann es kaum erwarten, die Fortsetzung zu lesen! Die Geschichte ist perfekt für Fans von guter wie auch böser Magie, Freundschaft und was sich daraus entwickeln kann, und spannenden Wendungen.
Auf Genevieve liegt seit ihrer frühen Kindheit ein Fluch: Wen auch immer sie mit ihren Händen berührt, stirbt. Ihr ganzes Leben lang wurde sie gefürchtet und gemieden und wurde dadurch immer einsamer. Als sie einen jungen Mann, Arthur, kennenlernt, der so gar keine Angst vor ihr hat, verliebt sie sich in ihn. Doch Genevieve muss sich eingestehen, dass sie aufgrund ihres Fluches nicht mit ihm zusammen sein kann. Eine Erkenntnis mit fatalen Folgen. Das Mädchen gerät unter großen Druck. Kann sie Arthur von der Gefahr, die sie für ihn darstellt, erzählen? Doch nach zu langem Zögern ist es schließlich zu spät. Um Arthur und sich selbst vor einem Unheil zu bewahren, geht sie einen Handel mit dem mysteriösen Rémi ein. Doch dieser und seine vielen Geheimnisse drohen, Genevieve in eine noch verzwicktere Lage zu bringen. Kann sie Rémi vertrauen?
Rezensionen von Rinoa:
Das Signal von Ursula Poznanski
Spannend mit kleineren Schwächen
Ich habe schon viele Bücher von Ursula Poznanski gelesen, sie ist eine meiner Lieblingsschriftstellerinnen und entsprechend war ich auch sehr gespannt auf ihren neuen Thriller.
Und ich kam auch gleich gut rein, der Schreibstil ließ sich wie immer sehr gut lesen und es war aufgrund des Settings gleich Spannung da.
Dafür hatte ich mit der Ich-Erzählerin Viola allerdings so ein wenig meine Probleme. Zum einen war sie mir nicht besonders sympathisch (was auch nicht unbedingt sein muss), zum anderen kam ich aber auch einfach nicht an sie ran, von Beginn an hatte ich das Gefühl, sie verbirgt etwas und verhält sich einfach merkwürdig.
Außerdem werden die Ereignisse durch die Erzählform natürlich sehr subjektiv geschildert, insbesondere auch die Mimik und Gestik von anderen Personen und deren Interpretation.
Doch mit der Zeit entwickelte das Buch eine regelrechte Sogwirkung, weil ich unbedingt wissen wollte, wie sich alles auflöst, ob Vio mit ihren Verdächtigungen recht hat, ob sie die falschen Schlüsse zieht oder einfach paranoid wird. Fragen über Fragen, die mich nur so durch die Seiten fliegen ließen.
Am Ende war es dann nicht ganz so wie gedacht und für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten und auch ein wenig unrealistisch. Trotzdem war die Geschichte wirklich absolut spannend und da kann ich dann auch etwaige Logik- oder sonstige Schwächen besser verzeihen. Alles in allem habe ich die Lektüre wirklich sehr genossen.











