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Rezensionen von Claudia R.:

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Die Märchenponys, Band 1 - Schneewittchen hat jetzt vier Hufe von Nicole Roling-Brügging; Nadine Schreiber

Märchenfiguren meets Reiterhof

Klappentext/ Inhalt:

Sieben in Ponys verwandelte Märchenfiguren sorgen auf einem Reiterhof für großen Spaß und kleine Wunder!
Schneewittchen, Hans im Glück, Dornröschen und vier weitere Märchenfiguren werden von einer Fee in Ponys verwandelt und auf einen Reiterhof in der Menschenwelt geschickt.

Erst wenn sie dort sieben gute Taten vollbracht haben, dürfen sie zurück in ihr Märchenreich. Auf dem Reiterhof freunden sie sich schnell mit dem Mädchen Jonna und vielen Hoftieren an. Dann braucht Jonnas Freundin Mila dringend Hilfe und Schneewittchen entwickelt einen ponystarken Plan ...
Erlebe alle Abenteuer der "Märchenponys":
Band 1: Schneewittchen hat jetzt vier Hufe
Band 2: Hans im Glück und das goldene Ei
Band 3 erscheint im Frühjahr 2027

Cover:

Das Cover ist sehr niedlich, farbenfroh und detailreich umgesetzt. Zwei Mädchen und ein Pony sind darauf erkennbar. Viele kleine Symbole und Ornamente am Rand runden das Ganze sehr schön ab. Glitzerelemente bringen das Ganze zusätzlich zum dunklen und geben dem Ganzen noch mehr Glanz. Märchenhafte Elemente, wie eine Kürbiskutsche, ein Zauberhut, Zauberstab und Frosch auf einer Kugel, weisen auf verschiedene Märchen und Geschichten hin und verzieren so nicht nur einfach den Rand. Optisch und farblich ist das Ganze klasse umgesetzt.

Meinung:

Sieben freche Märchenfiguren wurden von einer Fee verzaubert und auf einen Reiterhof geschickt, wo sie eine gute Tat verbringen sollen, aber gelingt dies auch? Super niedliche Idee und ein gelungener Mix aus Unterhaltung, Humor und Spannung. Anfangs geht es eher ruhiger zu und so wird der Einstieg auch erleichtert.

Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist locker und flüssig lesbar. Schnell findet man sich in Geschichte und Charaktere hinein. Die Karte und auch die Zeichnungen der Charaktere zu beginn sind sehr schön umgesetzt und hilfreich zugleich.

Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine angenehme und gute Länge. Die Anfänge sind gut hervorgehoben und gut erkennbar. Die Überschriften sind passend, ohne zu viel zu verraten. Gliederung und Gestaltung haben mir sehr gut gefallen. Die schwarz-weiß Zeichnungen und Illustrationen runden das Ganze sehr gut ab und lockern das Schriftbild gut auf. Die Bilder sind niedlich umgesetzt und passen gut zur Geschichte.

Die Geschichte ist liebevoll erzählt und liest sich sehr locker und gut. Mir hat besonders auch die Idee dahinter gefallen und ich bin schon sehr auf die weiteren Bände gespannt. Die Märchenfiguren sind toll umgesetzt und es ist nicht nur was für Märchen oder Pferde Liebhaber, Erstleser und Liebhaber guter Geschichten kommen hier auch auf ihre Kosten. Mir hat es richtig gut gefallen und ich fand auch die Umsetzung sehr schön.

Fazit:

Märchenfiguren meets Reiterhof mit sehr viel Leidenschaft und Herzblut umgesetzt.

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Die Märchenponys, Band 1 - Schneewittchen hat jetzt vier Hufe

Rezensionen von div:

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Die Rätsel meines Großvaters von Masateru Konishi

Wohlfühlroman

Wohlfühlroman

Der Roman „Die Rätsel meines Großvaters“ von Masateru Konishi ist bereits Teil 2, in welchem Kaede und ihr demenzkranker Großvater wieder Rätsel lösen. Es ist eine Mischung aus Kriminalgeschichte und warmherziger Familiengeschichte.
Gemeinsam beschäftigen Kaede und der Großvater sich mit verschiedenen geheimnisvollen Ereignissen und versuchen, die Wahrheit hinter diesen Fällen herauszufinden.

Dabei geraten sie immer stärker selbst in eine gefährliche Situation, als ein alter Gegner aus der Vergangenheit wieder auftaucht

Die vielen japanischen Begriffen und Ausdrücke stören etwas den Lesefluss und machen es kompliziert - aber gut, es ist ein japanisches Buch, da gehört das dazu.

Das Buch überzeugt, wie auch bereits der erste Teil, besonders durch seine originelle Idee und die besondere Beziehung zwischen Kaede und ihrem Großvater. Für mich ist es ein richtiger Wohlfühlroman.

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Die Rätsel meines Großvaters

Rezensionen von @lust_auf_literatur:

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Wer möchte nicht im Leben bleiben von Helene Bukowski

Virtuos, traurig und wundervoll

Ich fand schon „Die Kriegerin“ von Helene Bukowski gut, ihr neuer Roman allerdings „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ war ein richtiges Highlight für mich.

Bukowski erzählt darin die (teilweise fiktionalisierte) Lebensgeschichte der jungen Pianistin Christina, die sich 1984 in der Wohnung ihrer Eltern aus dem Fenster stürzt und sich so das Leben nimmt.

Bukowski erfährt von ihrem Schicksal über die Bekannte ihrer Großmutter, die ihr auch entsprechende Dokumente, Kassetten und Briefe zur Verfügung stellen kann. Ebenfalls als Quelle und Grundlage für den Roman dient ihr eine umfangreiche Chronik, die Christinas Vater nach ihrem Tod aufgezeichnet hatte.

Bukowski besucht die wichtigen Orte und Schauplätze von Christinas kurzem Leben und versucht, die Gedanken und Gefühle der jungen Frau nachzuspüren. Sie erzählt chronologischn von Christinas Kindheit und Jugend, die schon sehr früh vom harten Drill ihres Vaters geprägt war. Christinas Eltern sind selbst Musiker und der Vater möchte seine Tochter zu einer der besten Klavierspielerinnen machen.
Bukowski ahnt hinter dem fügsamen und ruhigen Kind eine tiefe Wut und ein Aufbegehren, das es aber zu unterdrücken lernt.
Später wird Christina auf ein musikalisches Internat geschickt und wird als Jugendliche von der DDR nach Moskau zum Klavierstudium delegiert. Aus dieser Zeit geben hunderte ihrer Briefe an Eltern und Freundinnen Einblick in ihren streng disziplinierten Alltag.
Raum für jungendliche Unbeschwertheit gibt es wenig. Auch beim Klavierspielen bleibt ihr wenig Spielraum für Kreativität, die stilistischen Vorgaben ihrer Lehrer*innen sind streng.

Mich zieht Christinas Lebensgeschichte komplett in ihren Bann. Das liegt an der spannenden Erzählform, die Bukowski gewählt hat. Sie spricht Christina durchgehend in der zweiten Person Singular mit „Du“ an und erzeugt dadurch eine unglaubliche Nähe. Ich bin mit Bukowski direkt als Beobachterin in Christinas Leben dabei, möchte mit Bukowski eingreifen, dem jungen Mädchen Trost spenden und sie in den Arm nehmen.
Es schmerzt, dass nichts davon mehr möglich ist, die Zeit der Optionen unwiderruflich verstrichen ist, dass Christina schon lange tot ist.

Trotz dieser Nähe zeigt Bukowski aber auch immer die Grenzen der Fiktionalisierung auf. Wir können heute trotz der umfangreichen Dokumente und Hinterlassenschaften nur vermuten, wie es in Christina wirklich aussah, wie sie ihre Karriere und den Druck des Vorspielens wirklich empfunden hat. Und ob sie ihre Unfreiheit als solche gespürt hat.

“Ich bin überrascht, bringe deine Unordentlichkeit nicht mit dem Bild zusammen, das ich bis dahin von dir hatte.
Du grinst mich an, »Hast du wirklich geglaubt, alles über mich zu wissen?«”

Spannend ist auch die Frage, wie sehr die Chronik des Vaters, in der er auch die letzten Wochen mit Christina vor ihrem Tod genau beschreibt, von eventuellen Schuldgefühlen und Rechtfertigungen eingefärbt ist. Würde eine Chronik von Christinas Mutter vielleicht ganz anders aussehen? Es gibt keine Antworten mehr auf die viele offenen Fragen, wie immer wenn ein Mensch nicht mehr da. Und auch keine Antwort auf die größte Frage, die nach oft nach einem Suizid bleibt: auf das Warum.

Ich finde, Helene Bukowski ist mit „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ein außerordentlich mitreißender, wundervoller und trauriger Roman gelungen, der zeigt dass die Berliner Schriftstellerinnen meiner Meinung nach mit Recht zu den Virtuos*innen ihrer Zunft gezählt werden kann.
Zweifellos eine große Leseempfehlung!

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Wer möchte nicht im Leben bleiben

Rezensionen von @lust_auf_literatur:

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Was ist in meinem Alter sonst noch üblich? von Wencke Mühleisen

Überraschend explizit

Okay, zuerst müssen wir über dieses Cover reden. Nie im Leben hätte ich mich dieses Design gereizt, den Roman in die Hand zu nehmen. Die Farben, die Fonts, die Frauengestalt, alles daran weckt in mir sofort Assoziation a die „Junge-Frauen-Romane“ aus den 70er, die ich aus Mangel an Alternativen lesen musste.

Auch der Titel ist meiner Meinung nach denkbar wenig vielversprechend. Nun gut, zum Glück gibt es Leseproben und in diesem Fall hatte sie mich gleich überzeugt.

Ja, es geht um eine ältere Frau über 60, die ihr Leben neu sortieren muss, aber auf wesentlich weniger betulichere Art, als das Cover vermuten lässt. Gerade in Hinblick auf Sex und weibliches Begehren wird Mühleisen oft erfrischend deutlich und kommt komplett ohne blümerante Umschreibungen aus.

“Ich bin mit Marie zusammen.”

Das eröffnet Erikas Mann ihr am letzten Abend des Italienurlaubs, gerade als sie ihm vorschlagen will, die Beziehung zu öffnen. Wenckes Ich-Erzählerin Erika fehlt schon länger der Sex und die Intimität in ihrer langjährigen Ehe und sie erhoffte sich vom Öffnen der Ehe neue sexuelle und persönlichen Impulse.
Turns out, ihr Mann holt sich das alles schon länger bei einer 15 Jahre jüngeren Frau, nämlich bei Marie.

Erika, die selbst vor 20 Jahren eine außereheliche Affäre hatte, stürzt das Bekenntnis ihres Mannes zu seiner neuen Freundin in eine tiefe Krise. Sie fühlt sich nicht nur um die körperliche Nähe betrogen, die ihr ihr Mann schon so lange verweigert, sondern sie stellt die ganzen letzten Jahre, nein, sogar die ganze Dauer ihrer Ehe in Frage.
Außerdem quält sie der Liebeskummer und das Bedürfnis, sich ganz fest an ihren Mann zu klammern, dem sie nur aus Gründen der Selbstachtung nicht nachgibt.

Ich mochte die Erzählerin und den Roman sehr gerne, vor allem weil Mühleisen, die sich als Schriftstellerin mit Themen wie Gender Sexualität, Feminismus und Politik beschäftigt, eine ordentlich Portion davon in ihren Roman einfließen lässt.

“Ich schämte mich dafür, dass ich eine dieser Frauen war, die ständig herummeckerte, eine echte Zicke. Dass wir fast wie ein Schatten unserer Eltern in den 1950er Jahren waren. Unerträglich.”

Dabei ist Erika durchaus eine Frau ihrer Generation. Für jüngere Leser*innen mag es irritierend sein, mit welche wenig schmeichelhaften Worte Wenckes betrogene Protagonistin für die in ihren Augen wenig attraktive jüngere Geliebte ihres Mannes beschreibt. Vor allem deren Gewicht ist in Erikas Augen ein Beweis ihrer moralischen Verdorbenheit, das Wort „dick“ taucht immer wieder auf, wenn Erika a die jüngere Frau denkt.

“Jans Wahl seiner Geliebten hatte etwas zutiefst Verstörendes.”

Mühleisen zeigt meiner Meinung nach damit gut, wie internalisierte Misogynie funktioniert und gegen wen sie sich richtet. Spoiler: natürlich nicht gegen die Herren der Schöpfung, die sich außerhalb des Machtbereichs von Frauen* befinden und auch auf Grund von Abhängigkeitsverhältnissen für Kritik nicht adressierbar sind.

Der Roman erreicht, wie ich finde, nicht die Reflexionstiefe von beispielsweise des autobiografischen „Ein Versuch ,meine Liebe zu ordnen“ von Christien Brinkgreve, dazu baut er zu sehr auf Unterhaltung. Dennoch freue ich mich über die feministische Ausrichtung und den Stellenwert von Sex und körperliche Intimität in dem Roman. Das ist nicht selbstverständlich und leider auch heute noch ziemlich selten, gerade bei Protagonistinnen über 60.

Ich würde jetzt gerne auch noch „Alles, wovor ich Angst habe, ist schon passiert“ von der norwegischen Autorin lesen, ein weiterer auf Deutsch vorliegender Roman, den ich aber ebenfalls vorschnell wegen des Covers für mich ausgeschlossen hatte.

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Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?

Rezensionen von Claudia R.:

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Braahak Rabenauge von Vitor O. D. Pielgream

Düsterer Zwergen-Fantasy-Krimi

Klappentext / Inhalt:

Eine Welt im Umbruch von Magie zur Industrie.
Ein gestohlenes Dampfherz.
Eine Stadt aus Rauch und Zahnrädern.
Und ein Zwerg, der sieht, was andere nicht sehen wollen. Dunthrak lebt vom Fortschritt. Dampfmaschinen treiben die Straßen an, Erfinder gelten mehr als Priester – und Wahrheit ist eine Ware, die man besser nicht hinterfragt.

Als ein revolutionäres, aber geheimes Dampfherz verschwindet und seine Erbauer spurlos verschwinden, gerät Braahak Rabenauge in einen Fall, der weit über einen einfachen Diebstahl hinausgeht – einen Fall, der die Machtverhältnisse Dunthraks ins Wanken bringt.
Braahak ist kein Held.
Er meidet Magie und vertraut stattdessen auf Logik, Beobachtungsgabe und mechanische Hilfsmittel. Sein Blick für Details ist scharf, seine Fragen unbequem – und genau das macht ihn gefährlich für jene, die im Schatten bleiben wollen. Was als Ermittlungsarbeit beginnt, führt ihn mitten hinein in Machtinteressen, Loyalitäten und Entscheidungen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind. Denn in einer Stadt, die von Technik lebt, kann Wahrheit zur tödlichen Maschine werden.

Ein atmosphärischer Steampunk-Krimi voller Intrigen, moralischer Grauzonen und technischer Faszination.
Der Auftakt einer fortlaufenden Reihe um den zwergischen Ermittler Braahak Rabenauge.

Cover:

Das Cover ist etwas düsterer angelegt und wirkt so spannend und abenteuerlich. Die abgebildete Person wurde toll umgesetzt und die Neugier auf die Geschichte wird hier auf jeden Fall geweckt.

Meinung:

Düsterer Zwergen-Krimi mit Steampunk Elementen, derber und rauer Atmosphäre wegen einem gestohlenem Dampfherz. Das Ganze ist klasse umgesetzt und sehr gut durchdacht. Die Charaktere sind vielschichtig und facettenreich. Keine Standard-Fantasy, sondern sehr kreativ und eigen interpretiert und umgesetzt.

Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Die detailreichen und bildlichen Beschreibungen lassen sich das Ganze gut vorstellen und erschaffen so Bilder vor dem inneren Auge. In die Geschehnisse, Geschichte und Welt findet man sich gut hinein. Und auch die Charaktere, besonders den Ermittler Braathak kämm man so sehr gut greifen und seinen Gedanken und den Geschehnissen sehr gut folgen.

Die einzelnen Kapitel haben eine gute und angenehme Länge, auch wenn diese schon etwas länger sind, so kommt hier schnell Spannung auf und bleibt auch sehr gut bestehen. Die Anfänge sind gut erkennbar und auch die Überschriften sind passend, ohne zu viel dabei zu verraten. Gliederung und Gestaltung haben mir gut gefallen.

Die Geschichte selbst siehst spannend und fesselnd umgesetzt. Die Hintergründe sind gut durchdacht und auch im Gesamten steckt viel Entwicklung. Die Atmosphäre ist recht derb und düster angehaucht und wird so auch sehr gut vermittelt und herübergebracht. Die Geschichte lebt von dieser Atmosphäre und auch diese Steampunk Elemente sind sehr gut mit eingebaut. Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten, was sie aber auch aus macht und wovon das ganze lebt. Es wirkt sehr lebendig und spannend und für gute Unterhaltung ist hier auf jeden Fall gesorgt.

Fazit:

Düsterer Zwergen-Krimi mit Steampunk Elementen und derber, rauer Atmosphäre.

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Braahak Rabenauge

Rezensionen von Lilli33:

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Liars all around me von Clara Blais

Emotional und spannend

Emotional und spannend

Inhalt:
Ryle genießt einen sehr zweifelhaften Ruf. Doch als die Tochter der Bürgermeisterin, Avery, ihn bittet, ihr eine Waffe zu besorgen, muss er ablehnen. Wenige Tage danach ist Averys größte Konkurrentin Sheila tot - erschossen. Was liegt näher, als Avery zu verdächtigen? Doch die bestreitet die Tat vehement und versucht zusammen mit ihrer Freundin und mit Ryle, die Wahrheit herauszufinden.

Meine Meinung:
„Liars all around me“ ist eine absolut gelungene Mischung aus Thriller, Coming-of-Age-Roman und Liebesgeschichte. Die Atmosphäre in der Kleinstadt und an der Highschool wirkt so lebensecht. Auch wenn ich vielleicht nicht mehr zur Zielgruppe gehöre, konnte mich dieses Hörbuch von der ersten bis zur letzten Minute packen und in seinen Bann ziehen. Es wird abwechselnd aus Averys und Ryles Sicht erzählt, sodass man sich in beide Protas gut hineinversetzen kann.

Avery und Ryle stammen aus zwei total unterschiedlichen Familien und Gesellschaftsklassen. Hier fand ich sehr schön dargestellt, wie die beiden ihre bisherigen Ansichten nach und nach revidieren und sich mehr auf das Gegenüber einlassen, ja sich sogar verlieben. Das geht so subtil vor sich, dass es auch wirklich glaubhaft wirkt. Zusammen mit schrecklichen Drohungen, nachvollziehbaren Zweifeln und dysfunktionalen Familien werden so großartige Emotionen hervorgerufen. Zusammen mit Avery und Ryle strauchelt man als Lesende/Hörende durch ein Netz aus Lügen in dieser Kleinstadt, wo praktisch jede*r etwas zu verbergen hat. Die ganzen Geheimnisse nach und nach aufzudecken und teilweise miteinander in Beziehung zu setzen, macht sehr viel Spaß. Die Auflösung habe ich dabei nicht kommen sehen. Sie hat mich eiskalt erwischt, ist aber absolut stimmig.

Ich habe mir das Hörbuch von Chiara Haurand und Jakob Seel vorlesen lassen und dabei jede Minute genossen. Haurand und Seel verkörpern Avery und Ryle sehr intensiv und authentisch. Die Emotionen werden dabei sehr gut zu den Hörenden transportiert. Das Hörbuch ist ungekürzt und hat eine Länge von 11 Stunden 17 Minuten.

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Liars all around me

Rezensionen von _Le4_:

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The Empress of Salt and Fortune (Die Chroniken von Chih) von Nghi Vo

Bezaubernd

Chih sammelt Geschichten. Dafür wurde dey ausgebildet und wird von deren Begleiter Nahezu Brillant unterstützt. Auf dem Weg in die Hauptstadt kommt dey am scharlachroten See vorbei, wo dey Kaninchen trifft. Diese hat lange Jahre der verstorbenen Kaiserin gedient und erzählt Chih deren Geschichte. Umso mehr Chih erfährt, umso klarer wird, dass Kaninchen ein Geheimnis hütet.

Die Welt, die Nghi Vo aufbaut, ist sehr magisch. Die Magie und Kreaturen werden oft ganz subtil im Nebensatz erwähnt, sodass man ein ganz ausgezeichnetes Bild der Welt bekommt, ohne groß viele Erklärungen bekommen zu müssen.
Ich liebe, wie viel Herz in dieser kurzen Geschichte alleine schon enthalten ist. Innerhalb weniger Seiten sind wir unheimlich vertraut mit Kaninchens Leben und wie es der Kaiserin ging. Die Art und Weise, wie Nghi Vo schreibt, ist dabei meisterhaft.
Mir gefällt die Art und Weise, wie die Geschichte aufgemacht ist. Also, dass wir dabei sind, wie jemand Chih die Geschichte erzählt. Dadurch fühlt man sich selbst stark in deren Perspektive versetzt und es ist fast, als bekomme man die Geschichte selbst erzählt.
Ich glaube, dass dieses Format wirklich ausgezeichnet gewählt ist und ich freue mich darauf, die Folgebände zu sehen, wo wir wahrscheinlich einfach eine neue Geschichte durch Chih miterleben können.

Das Buch hat mir sehr gefallen und ich kann es jedem empfehlen, der eine bezaubernde Novelle lesen möchte.

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The Empress of Salt and Fortune (Die Chroniken von Chih)

Rezensionen von peedee:

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Oachkatzldrama von Marion Wagner

Für mich zu viel Slapstick

Oachkatzlhof, Band 2: Fotografin Doro hat ein Fotoshooting im Hotel „Oachkatzlhof“, das seit kurzem ihre beste Freundin Gabi leitet, seitdem deren Bruder Loisl nach Amerika gegangen ist. Das Shooting, das für eine junge Dirndl-Designerin stattfinden soll, steht unter keinem guten Stern: Eines der Models wird tot aufgefunden! Und ausgerechnet Tamara, die Tochter von Gabi, steht unter Verdacht, etwas damit zu tun zu haben! Doro und Gabi müssen erneut ihre kriminalistischen Fähigkeiten unter Beweis stellen…

Erster Eindruck: Das Cover mit dem „Oachkatzl“ ist wiederum gelungen.

Dies ist Band 2 der Reihe. Da ich den Reiheneinstieg erst vor kurzer Zeit gelesen habe, war mir das Umfeld noch bestens präsent.

Doros Mission ist, die neuste Dirndlkollektion von Sophia bestmöglich ins Licht zu rücken. Sie freut sich, dass sie aufgrund der gewählten Location auch noch Zeit mit ihrer Freundin Gabi verbringen kann. Bei Gabis Familie steht nämlich ein grosses Ereignis bevor: Tochter Tamara heiratet! Gabi ist damit nicht ganz einverstanden, denn das Paar ist noch nicht lange zusammen. Aber nun denn: Sie wollen es so und dann soll es so sein. Bei der Hochzeitsplanung mischt auch die Mutter des Bräutigams mit: Margot. Gabi ist ziemlich genervt von deren Ideen (ich fand Margot hingegen cool – sie brachte Schwung in die Geschichte).
Wer hat das Model getötet und in den Busch gezerrt? Jeder Hotelgast oder -mitarbeitende ist vorerst unter Verdacht. Unglücklicherweise gibt es Indizien, die Tamara, die mit den Models befreundet ist, zur Hauptverdächtigen machen! Löwenmutter Gabi muss die Unschuld ihrer Tochter beweisen – die kriminalistischen Ermittlungsansätze hat sie von den sonntäglichen „Tatort“-Filmen. Doro hilft selbstverständlich mit…

War es ein Krimi? Nein, nicht wirklich. War es lustig? Ja, es gab durchaus Lacher, aber leider hat mich das Buch nicht in dem Masse abgeholt, wie es Band 1 getan hat – es waren mir zu viele Slapstickmomente (z.B. mit dem Huhn „Houdini“, Dackel „Mampfred“ oder der Wildsau). Ich fand zudem, dass es zu viele Wiederholungen zum Vorgängerband gab. Der Ausgang der Geschichte war überraschend, aber gut. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Oachkatzldrama

Rezensionen von nuean:

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Bye-bye Beschwerden von Jennifer Aaslepp; Felix Aaslepp

Schnelle Hilfe und Einschätzung bei Alltagsbeschwerden

Bye-Bye Beschwerden ist ein medizinscher Ratgeber von dem Ehepaar Aaslepp. Ich kannte den Social-Media-Kanal der beiden noch nicht, fand die Idee des Ratgebers aber sehr spannend. Klar kann man mal schnell Dr. Google befragen, wenn es irgendwo zieht, aber ich habe doch gern ein Buch in der Hand.
Der Ratgeber umfasst 187 Seiten die in große Kapitel wie Kopf, Hals und Atemwege, Magen, Darm und Unterleib, Rücken, Muskeln, Knochen und Gelenke, Beine und Füße, Haut, Ganzer Körper und Psyche unterteilt.

Zum Schluss folgt noch eine Vorstellung der beiden Autoren und ein Register zum schnelleren Finden.
Ich finde den Aufbau gut gelungen und auch die einzelnen Beschwerden werden gut erklärt, von den Symptomen bis zu den Behandlungen und wann es ratsam ist einen Arzt aufzusuchen. Bei den Beschwerden, die ich selbst habe, konnte ich keine neuen Erkenntnisse sammeln, aber es gab schon einige Themen, die ich sehr interessant finde und ausprobieren werde, wenn es so weit ist.
Fazit: Ein schnelles Nachschlagewerk bei Alltagsbeschwerden.

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Bye-bye Beschwerden

Rezensionen von M:

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Unser Haus mit Rutsche von Safia Al Bagdadi

Kindheit zwischen Hier und Da

Unser Haus mit Rutsche beschreibt die Kindheit von Layla und ihrem kleinen Bruder Seestern in vielen Rückblicken der inzwischen erwachsenen und meiner Ansicht nach innerlich zerrissenen Layla.Ihre gesamte Kindheit ein Hin und Her oder Auf und ab zwischen Deutschland undIran, dem liebevollen, phantasievollen, lustigen Vater, aber absoluten Träumer und der eleganten eher wenig an ihren Kindern interessierten Mutter, zwischen der hochherrschaftlichen Großmutter und der Laylagroßmutter im Iran.

Gut gefallen hat mir der flüssige Schreibstil der Autorin, leicht zu lesen und die vielen interessanten Episoden, in denen es oft auch um das Verhältnis zum Babe, dem Vater geht. Auch die Beschreibungen des Iranbesuchs fand ich sehr interessant. Weniger gut hat mir gefallen, dass die Episoden und Geschichten so durcheinander sind ind keinem roten Faden folgen.

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Unser Haus mit Rutsche