Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Alma von Federica Manzon
Italienisches Jugoslawisches Grenzgebiet
Alma ist ein interessantes Werk der italienischen Schriftstellerin Federica Manzon. Es ist ihr erster Roman, der auf deutsch übersetzt wurde.
Sie hat den Roman in Triest spielen lassen und in den Balkan.
Als Almas Vater stirbt, vermacht er ihr ein paar Unterlagen.
Da beginnen ihre Kindheitserinnerungen.
In der Schule wusste sie den Beruf des Vaters nicht und dessen Erklärungen waren lapidar. Da weiß man nicht, ist er ein Spion, oder warum verschwand er immer wieder. Da bringt er einmal den jungen Willi mit, der dann mit Alma aufwächst.
Alma erinnert sich an Fahrten mit dem Vater, bei denen sie Tito noch sah. Alma wird Journalistin und trifft viele dubiose Personen.
Man erfährt von mehreren Kriegen auf dem Balkan.
So erfährt man von den Grausamkeiten zwischen Kroaten und Serben.
Die Autorin lässt dieses Grenzgebiet spannend werden.
Es ist ein gutes Stück Zeitgeschichte.
Rezensionen von Anndlich:
Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton
Das Flussmädchen
Bo findet eine schimmernde Münze im Schlamm der Themse, sie scheint nicht nur unheimlich wertvoll zu sein, sondern auch magisch, denn Bo hat das Gefühl, dass der Fluss zu ihr spricht. Und plötzlich ist da der Billy, ein Junge von der anderen Seite des Ufers, der Bo versteht und die Besonderheit der Münze erkennt und er weiß, dass es noch eine zweite Münze gibt.
Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach ihr, doch sie müssen schnell sein, denn auch Frederick Muncaster möchte die beiden Münzen unbedingt besitzen. Können sie die zweite Münze finden und wird sie ihnen den wertvollsten Verlust zurückbringen?
Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton ist ein atmosphärisches Abenteuer für Klein und Groß. Kinder ab zehn Jahren können das Buch durchaus lesen, allerdings ist es nicht für jede:n etwas, denn Themen wie Verlust, Krieg, Tod und Sterblichkeit sind allgegenwärtig und sorgen für eine düstere Stimmung.
Ich muss gestehen, dass ich aufgrund des Klappentextes und Titels niemals auf die Idee gekommen wäre, dass es in dem Buch primär um diese Themen geht. Ich finde jedoch, dass die Themen durchaus kindgerecht erzählt werden und vor allem eine wunderschöne Botschaft mitgeben. Es geht nicht nur um den Verlust, sondern auch die Akzeptanz dessen und die Erkenntnis, dass die Erinnerungen an die Verstorbenen bleiben und immer im Herzen getragen werden. Der Krieg wird mir hingegen zu oberflächlich behandelt, er existiert, wird erwähnt, aber die Bedeutung kann man nicht erahnen (und wird bei Kindern im Altern von zehn Jahren auch noch nicht durch Geschichtswissen vorhanden sein) und dabei spielt er für Bo und ihre Familie eine tragende Rolle.
Außerordentlich gut hat mir jedoch die Beschreibung des Settings gefallen. Ich konnte mir alles unglaublich gut vorstellen, weswegen auch die Atmosphäre gut rüberkam. Die Charaktere sind toll, vor allem die Freundschaft zwischen Bo und Billy entwickelt sich wunderschön. Auch die Beziehung zwischen Bo und ihrem großen Bruder Harry wird unglaublich toll beschrieben, nur die Freundschaft zu Eddie war für meinen Geschmack nicht ganz so fein ausgearbeitet. Auch Billy Background ist unfassbar gut durchdacht, lässt sich zwar erahnen und dennoch bleibt eine Spur Überraschung nicht aus, die der Geschichte eine ganz andere Tiefe gibt.
Die Jagd nach den magischen Münzen ist ein atmosphärisches Abenteuer, das nicht nur das starke Band zwischen Freunden und Geschwistern herausstellt, sondern auch den Verlust und die Akzeptanz dessen beleuchtet. Ein Thema das bei einem Kinderbuch durchaus vorab angemerkt werden könnte, das von der Autorin jedoch sehr bedacht erzählt wird.
Rezensionen von Brigittte:
Schweinehundi von Juli Wind
Süße Versuchung
Die Familie in der Geschichte wirkt herrlich lebensnah: viele Termine, wenig Pausen. Und dann taucht Schweinehundi auf – und verführt alle dazu, es sich lieber gemütlich zu machen. Selbst Papa tauscht das Joggen gegen Torte. Das fanden meine Enkel natürlich erstmal sehr lustig. Doch bald versinkt alles im Chaos, keiner rafft sich mehr auf.
Gut gefallen hat mir, dass die Kinder schließlich eingreifen und die Familie wieder ins Gleichgewicht bringen. Die Botschaft ist klar und kindgerecht erzählt. Besonders schön sind die farbenfrohen, witzig gezeichneten Illustrationen. Sie sorgen für kleine Schmunzelmomente beim Vorlesen.
Eine unterhaltsame Geschichte über Versuchungen im Alltag und die richtige Balance zwischen Pflichten und Genuss.
Rezensionen von Brigittte:
Keine Panik - wir stellen die Schule auf den Kopf von Ilona Einwohlt
Gemeinsam stark
Mika und ihre Freunde gehen auf eine Grundschule, die wirklich schon bessere Zeiten gesehen hat. Überall bröckelt es, vieles ist kaputt – und man merkt schnell, wie sehr Kinder und Lehrkräfte darunter leiden. Doch dann kommt Frau Panic, die neue Hausmeisterin, und mit ihr weht ein ganz neuer Wind durch die Schule.
Sie gibt den Kindern Mut, nicht alles einfach hinzunehmen. Und genau das hat uns so begeistert: Hier wird gezeigt, dass auch Kinder etwas bewegen können, wenn sie zusammenhalten.
Es geht direkt lebendig los, und dadurch, dass Mika selbst erzählt, ist man sofort mittendrin. Meine Enkel haben die Freundesgruppe ganz schnell ins Herz geschlossen. Frau Panic ist eine wunderbare Figur. So eine Hausmeisterin hätten meine Enkel auch gern an ihrer Schule und natürlich hat es ihnen der Schulgarten besonders angetan. Seitdem wird hier immer wieder darüber gesprochen, wie schön Unterricht draußen wäre – natürlich nur bei Sonnenschein.
Was mir als Oma besonders wichtig ist: Das Buch endet gut. Ein Happy End gibt Kindern Hoffnung und zeigt ihnen, dass sich Einsatz lohnt. Gleichzeitig verschweigt die Geschichte nicht, dass es Rückschläge geben kann. Aber mit Kreativität, Zusammenhalt und einer Portion Mut lassen sich auch diese meistern.
Ein großes Lob auch an die Gestaltung. Die vielen kleinen und großen Illustrationen machen das Lesen zu einem echten Erlebnis. Meine Enkel schauen sich die Bilder ganz genau an, achten auf Gesichtsausdrücke und Details. Besonders die Frisuren bei der Demonstration sorgten für großes Gelächter. Und ich mag die kräftigen Farben sehr – sie machen einfach gute Laune. Ein Buch, das Mut macht – und das man immer wieder gern zur Hand nimmt.
Rezensionen von brauneye29:
Ich möchte zurückgehen in der Zeit von Judith Hermann
Sehr interessant
Zum Inhalt:
Die Autorin macht sich in diesem Buch auf die Spuren ihres Großvaters, der für die SS in Polen stationiert war. Ihr Schreiben wird verknüpft mit der immer verleugneten Geschichte und reist zu ihrer Schwester nach Neapel und geht dem Erinnern und Vergessen der nachfolgenden Generationen nach.
Meine Meinung:
Auch wenn es natürlich viele Bücher über den zweiten Weltkrieg gibt und man schon vielfach etwas darüber gelesen hat, hat dieses Buch schon einen besonderen Touch, denn die Autorin gräbt in ihrer Vergangenheit, besser in der ihrer Familie und fragt sich eben auch, in wie weit die Vergangenheit Einfluss auf die nachfolgenden Generationen hat. Dabei werden immer wieder Fragen aufgeworfen, die man sich in Teilen auch selbst stellen kann oder könnte, je nachdem wie man damit umgehen möchte. Wie von der Autorin gewohnt, ist das Buch gut geschrieben und liest sich auch dementsprechend gut.
Fazit:
Sehr interessant
Rezensionen von Julchentim:
Das White Octopus Hotel von Alexandra Bell
Hotel zwischen Traum und Abgrund
Das White Octopus Hotel von Alexandra Bel hat mich doch wirklich überrascht. Ich bin ohne große Erwartungen gestartet und war schnell mitten in dieser besonderen Atmosphäre. Die Geschichte beginnt fast zart und persönlich, dann öffnet sie sich Schritt für Schritt in eine viel größere, dunklere Richtung, als von mir erwartet.
Die Hauptfigur wirkt am Anfang verletzlich und suchend. Ihre inneren Bilder und Gedanken haben mich gefesselt, auch wenn ich an manchen Stellen bewusst langsamer gelesen habe. Es ist kein leichtes Buch (!), weil es sich intensiv mit menschlichen Abgründen und historischen Grausamkeiten beschäftigt. Einige Szenen haben mich wirklich beschäftigt und nicht sofort losgelassen.
Was ich sehr gelungen fand, ist die Verbindung zwischen persönlicher Geschichte und realen historischen Ereignissen. Der Übergang fühlt sich mutig an und ist nicht immer bequem. Genau das aber macht die Geschichte so stark. Trotzdem hätte ich mir stellenweise doch etwas mehr Fokus gewünscht, da die Fülle an Themen fast überwältigend sein kann.
Für mich sind es gute vier Sterne. Kein cosy Wohlfühlroman, aber ein Buch, das nachhallt und im Kopf bleibt. Wer Literatur mag, die fordert und auch wehtut, sollte hier zugreifen.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
FördeBlut von Andreas Schmidt
Toller Küsten Krimi
Dies ist der dritte Band um Kriminalhauptkommissarin Kristin Voss und da ich von den vorherigen Büchern schon total begeistert war, habe ich mich sehr auf diesen Band gefreut :
Es geht rasant los : die siebzehnjährige Lotta ist von einer Party verschwunden und zeitgleich wird der Programmierer Jannick auf einer Landstraße erschossen.
Beide Fälle sind für Kristin Voss und ihre Kollegen schwer zu knacken und die Ermittlungen nehmen ihren Lauf.
Die Charaktere, die Andreas Schmidt in seinem Buch zum Leben erweckt, sind allesamt bildhaft und authentisch dargestellt. Wenn man die vorherigen Bücher kennt ( was aber nicht zwingend notwendig ist, da man die Bücher auch einzeln lesen kann ), sieht man die Entwicklung der Figuren gut und fühlt sich mit ihnen im Buch wunderbar unterhalten.
Der Autor versteht es, falsche Fährten zu legen und einen als Leser*in so perfekt in die Ermittlungen mit einzubeziehen und zu rätseln – das mag ich sehr.
Der Schreibstil ist locker und flüssig und auch die Örtlichkeiten hat Andreas Schmidt sehr bildhaft dargestellt – Küsten-Feeling inbegriffen.
So möchte ich auch für den dritten Band um Kristin Voss eine klare Leseempfehlung abgeben – mir hat das Buch sehr gut gefallen !
Rezensionen von brauneye29:
Das gute Leben von Nadine Schneider
Schöne Geschichte
Zum Inhalt:
Christina hat das Haus ihrer Oma geerbt. Die Oma, die Mitte der sechziger Jahre aus Rumänien floh und dann ganz allein ihr Kind und auch ihr Enkelkind aufzog. Gearbeitet hatte sie beim Quelle-Versand. Sie hatte zu kämpfen gegen das Fremdsein, die Armut, aber sie gab nie auf. Während sie Christina nun von Haus und Oma verabschiedet versinkt sie immer mehr in Erinnerungen.
Meine Meinung:
Das was so eine Geschichte, die irgendwie ans Herz ging. Man konnte sich die junge Anni mit ihren Schwierigkeiten und auch ihrem Job bei Quelle gut vorstellen. Interessant war auch die mit erzählte Geschichte um Grete Schickedanz. Besonders hat mir aber auch Christina gefallen, wie sie reflektiert, wie ihre Oma war, wie diese im Grunde ihren Weg mitgeprägt hat. Und das mit eben den vielen Einschränkungen mit denen sie zu kämpfen hatte mit Heimweh aber eben auch dem Willen ein besseres Leben zu führen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und der Schreibstil war sehr gut lesbar.
Fazit:
Schöne Geschichte
Rezensionen von Annaja:
Sherlock Holmes & Dr. Watson. Der Monsterhund vom Dark Moor (Band 2) von Judith Weber; Fabian Jeremies
Tierisch gute Ermittler
Sauerei, so heißt der zweite Fall der Detektiv Superstars.
In der Baker Street in London passiert wieder einmal etwas ganz Komisches und nun muss auch noch ermittelt werden.
Die Angst vor dem Monsterhund in Little Rain geht um, er soll sich im Nebel im Dark Moor umtreiben. Die alte Lady Agatha hat schreckliche Angst und nur ein Meisterdetektiv kann helfen, mit Unterstützung seines besten Freundes.
Aber auch die Reporterin Rosa Sau ist interessiert an der Story, sie will ein Interview, sie muss alles aufdecken. Aber kommt da nicht noch etwas dazwischen? Zum Schluss gibt es jedoch, wie immer, eine passende Auflösung.
Im lustigen Comicband gibt es so viel zu entdecken, Kinder können hier mit rätseln und aktiv mitgestalten. Die Handlung selbst ist recht einfach und gut verständlich. In den Sprechblasen wurden verschiedenste Schriftarten verwendet, die entzückenden, phantasievollen Illustrationen begeistern einfach und sind optisch perfekt gelungen!
Ein witziges und kindgerechtes Detektivabenteuer, das ich nur empfehlen kann.
Rezensionen von Leser:
Im Schatten der Ruinen von Peter Klisa
Spannende Ermittlungen in Berlin
Berlin,1948.
Die Stadt liegt in Trümmern, ist geteilt in vier alliierte Sektoren, der Schwarzmarkthandel blüht und mittendrin Captain Matthew Wallet. Strafversetzt in die amerikanische Besatzungszone, soll er gemeinsam mit seiner Einheit die Bandenkriminalität in der Stadt unter Kontrolle bekommen.
Ein wahres Pulverfass, in dem so manch einer verwickelt ist.
Dabei bekommt er unerwartet Hilfe vom 12jährigen Heiner und seiner Mutter Klara, einer Dolmetscherin. Aber es nicht alles immer so wie es scheint und er muss genau abwägen, wem er trauen kann.
Eine spannende Geschichte, die mich von den ersten Seiten an völlig in ihren Bann gezogen hat. Der Autor punktet hier nicht nur mit dem geschichtlichen Teil des Romans, er hat auch sehr interessante Charaktere geschaffen, Captain Wallet gehört auf jeden Fall zu meinen Lieblingsfiguren. Er gibt nicht so schnell auf und weiß sich durchzusetzen. Ihn zu begleiten ist schon ein Erlebnis, bei dem man auch einiges über die damalige Zeit erfährt.
Hier warten einige Überraschungen, unerwartete Ereignisse, aufregende Momente und auch Humor auf die Leser. Eine unterhaltsame, spannungsgeladene Zeitreise, die auch sehr informativ ist.
Ich hätte gerne weitergelesen, denn noch ist diese Geschichte nicht aus erzählt. Die damalige Zeit in Berlin bietet noch spannende Ereignisse und ich hoffe auf ein Wiedersehen mit Wallet und Klara!!!











