Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Rina:
Freizeit im Ländle von Georg Kessler
Gute Zusammenfassung attraktiver Ausflugsziele
Der Ratgeber von Georg Kessler stellt eine Vielzahl attraktiver Ausflugsziele in Vorarlberg vor. Aufgebaut ist das Buch nach den Regionen Bregenz-Leiblachtal, Rheintal-Nord, Rheintal-Süd, Bregenzerwald, Alpenregion Bludenz, Montafon, Arlberg-Hochtannberg sowie Kleinwalsertal. Es bietet viele Anregungen und Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.
Ob ein Museumsbesuch an einem verregneten Tag, gemütliche Wanderungen oder schwindelerregendes Klettern in verschiedensten Waldseilgärten. Der Ratgeber bietet eine kompakte Sammlung an all diesen Attraktionen und noch vielem mehr. Wichtige Informationen wie Öffnungszeiten, Kontaktdaten, Anfahrtsrouten sowie Übersichtskarten erleichtern die Planung. Der Ratgeber ist sowohl für Einheimische geeignet als auch für Urlauber, die das "Ländle" kennenlernen möchten.
Rezensionen von Rebecca1493:
Freizeit im Ländle von Georg Kessler
Leider nicht mein Fall
Zunächst muss ich zugeben, dass mir vor dem Erwerb dieses Buches nicht klar war, dass sich um eine Nebengeschichte der "Eversea"-Reihe handelt, sodass sich mir möglicherweise schon allein aus diesem Grund einige Aspekte nicht erschlossen haben. Leider war das Buch aber auch sonst nicht mein Fall und ich war mehrfach kurz davor abzubrechen.
Zu den Gründen: Wie bereits erwähnt, hatte ich bisher noch nicht Bekanntschaft mit dem Schreibstil der Autorin Natasha Boyd gemacht. Möglicherweise konnte sie ihr sprachliches Können in ihrer Muttersprache besser entfalten, die deutsche Übersetzung war allerdings teilweise nur zum Kopf schütteln, ein absolutes Novum für mich bei einem Buch aus dem LYX-Verlag. Warum man beispielsweise "Wolf of Wallstreet" explizit in der deutschen Sprache ausschreiben muss oder ein Wort für die Übersetzung gewählt wird, das zumindest in meinem täglichen Sprachgebrauch nicht vorkommt, ist mir nicht wirklich klar geworden. Demnach war es kein Wunder, dass ich wer weiß wie oft ich über sehr eigenwillige Formulierungen gestolpert bin, die mir immer wieder die Lust zu Lesen ausgetrieben haben.
Zusätzlich hat mich auch die Idee der Geschichte selbst nicht so recht überzeugen können. Junge Frau verliebt sich in Bruder der besten Freundin... Naja ;) Andererseits war dieses Thema zentraler Punkt der Inhaltsangabe, ich wusste also, was auf mich zukommen würde, die Umsetzung wiederum war nicht besonders berauschend, da hatte ich mir deutlich mehr erhofft. Dafür war der Text einfach nicht spritzig genug, sondern mit sehr viel unnötiger Dramatik gespickt, die mich in den Wahnsinn getrieben hat.
Ebenso waren die Aussagen und Taten der Protagonisten Joseph und Jessica doch sehr widersprüchlich. Die beiden verhielten sich zum Teil unheimlich kindisch, sodass ich mehrfach nicht glauben konnte, was ich da lesen musste. Dass sich Jessica beispielsweise schon nach den gefühlt ersten 10 Seiten Joseph an den Hals wirft, obwohl er sie im Stich gelassen hat und dann noch auf eine eher seltsam anmutende Art und Weise, hat nicht wirklich dazu beigetragen, dass ich mich für die Geschichte erwärmen konnte.
Positiv waren für mich in diesem Falle nur das halbwegs versöhnliche Ende und das gelungene Titelbild, von ich mich etwas zu sehr habe blenden lassen. Wirklich schade!
Fazit: Leider eine ziemlich enttäuschende Übersetzung einer mäßig interessanten Geschichte... Da sind leider nicht mehr als zwei Sterne drin!
Rezensionen von begine:
Und Marx stand still in Darwins Garten von Jerger Ilona
Zwei Berühmtheiten
Und Marx stand still in Darwins Garten, mit diesem Roman hat die Autorin Ilona Jerger eine interessante fiktive Persiflage geschrieben
Darwin und Marx kennt ja jeder, aber ich hatte mich nie näher mit ihnen beschäftigt.
Der Roman ist 1881 in London angelegt, zu der Zeit lebten beide da.
Beide schön älter und krank und große Persönlichkeiten.
Die Autorin versteht es gut uns die Forschungen von Charles Darwins nahe zu bringen. Es ist manchmal ganz lustig, wenn er die Regenwürmer beobachten und die Kinder mithelfen mussten.
Karl Marx lebt in London im Exil, sein Kapital hat er schon geschrieben. Er kommt mir hier ziemlich brummig vor.
In seinem Umfeld kommt seine Haushälterin Lenchen als eine liebenswerte Person dazu.
Die Autorin hat den Beiden den gleichen Hausarzt verpasst.
Der betreibt mit seinen Patienten gute Dialoge.
Da erfährt man von ihren Ängsten, ihren Überzeugungen und ihrer Starrköpfigkeit.
Das Treffen von Darwin und Marx ist fiktiv, passt aber sehr gut in die Geschichte. So, wie ich die Charaktere durch die Autorin kennen lerne, sind sie sehr eigenwillige starke Persönlichkeiten.
Das Hörbuch wird von Peter Kaempe mit geschulter angenehmer Stimme sehr gut gelesen.
Ilona Jerger ist mit diesen verknüpften Lebensgeschichten ein guter Roman gelungen. Er ist absolut lesenswert.
Rezensionen von Arachnophobia:
Der Brief von Hagebölling Carolin
Sehr kurzer Briefwechsel
Marie bekommt von einer alten Schulfreundin überraschend einen Brief, auf den sie sich keinen Reim machen kann. Angeblich wohne sie mit ihrem Mann in Paris statt mit ihrer Freundin in Hamburg? Marie beschließt, dem Mysterium nachzugehen, bevor sie glaubt, den Verstand zu verlieren?
Allein schon die Inhaltsangabe hatte mein Interesse geweckt.
Das mag auch daran liegen, dass es mich zumindest von der Beschreibung her ein wenig an ?Vielleicht morgen? von Guillaume Musso erinnert hat. Dinge, die eigentlich, logisch betrachtet, nicht sein können, aber dennoch eine Geschichte bilden und hoffentlich auch den Leser zu fesseln vermögen.
Der Einstieg fiel mir denkbar leicht. Bereits die Leseprobe bestärkte mich in meiner Vermutung, dass das Buch in die für mich richtige Richtung ging. Der Schreibstil war locker, leicht und flüssig zu lesen. Im späteren Verlauf waren grad in den Dialogen zwar Stellen dabei, in denen er ins etwas zu Simple abdriftete, aber schlug dennoch glücklicherweise noch den Bogen um das zu Primitive herum.
In erster Linie sorgte der Schreibstil dafür, dass ich das Buch innerhalb eines Tages verschlungen habe. Es kam zu keinem Punkt Langeweile auf, die Geschichte zog sich zu keinem Zeitpunkt. Das war vermutlich auch einem anderen Grund geschuldet: Bei gerade mal knapp über 200 Seiten bleibt ja auch gar kein Platz für Längen. Leider auch nicht für Tiefgang, vor allem hinsichtlich der Charaktere. Diese bleiben durchweg doch ein wenig zu flach, um sich richtig in sie hineinversetzen zu können und auch die Story selbst hätte in ihrer Gesamtheit auch ein bisschen mehr Zeit und Raum vertragen können. Die Idee war doch ein wenig zu komplex, um die so fix runterrattern zu können, ohne dass doch ein wenig Tiefe auf der Strecke bleibt.
Letztendlich dennoch ein äußerst unterhaltsames Buch mit einer sehr spannenden Idee, grundsätzlich auch gut erzählt ? aber wie gesagt etwas zu knapp. Dafür vergebe ich knappe 4 Sterne.
Rezensionen von Arachnophobia:
Sieh mich an von Krügel Mareike
Das Besondere hat gefehlt
Mareike Krügels Roman ?Sieh mich an? nimmt den Leser mit, den vielleicht nicht ganz alltäglichen Alltag von Ich-Erzählerin Katharina (verheiratet, zumindest an den meisten Wochenenden und zwei Kinder, eines davon etwas schwierig ? um es vorsichtig auszudrücken) für einen Tag zu begleiten.
Es hat mir schon zu Beginn gefallen, dass man ohne langes Vorgeplänkel sofort in die Handlung geworfen wird und gut sehen kann, mit welchen Problemen Katharina jeden Tag zu kämpfen hat.
Nicht ganz unschuldig ist hier ihre Tochter Helena, genannt Helli, die im Verlauf des Tages nicht das letzte Mal für Chaos gesorgt haben wird. Ich muss zugeben, dass ich Helli als sehr anstrengend empfunden habe. Sicherlich war das von der Autorin durchaus so gewollt, aber stellenweise hat mir hier das Lesen kaum noch Spaß gemacht und ich empfand das Buch in manchen Momenten doch als gute Werbung gegen das Kinderkriegen ? auch wenn das vielleicht eine eher unpopuläre Meinung sein mag.
Grundsätzlich vermochte das Buch dennoch gut zu unterhalten. Dies lag in erster Linie am Schreibstil, der sich durchweg sehr gut lesen ließ und trotz teilweise inhaltlich spannungsarmer Passagen doch immer wieder zum Weiterlesen animierte. Die Autorin schaffte hier eine schöne Balance, so dass das Buch sich nie dem eher Easy-to-read-Stil beispielsweise eines Chick-Lit-Romans annäherte, aber andererseits auch nicht überzogen und schwurbelig wirkte.
Ein wenig Bedenken hatte ich beim Lesen des Klappentexts, dass der Roman angesichts der angekündigten Ereignisse des abgetrennten Daumens oder des brennenden Trockners ins Alberne abdriften konnte, aber glücklicherweise war dem nicht so. Andererseits muss ich hier auch gleichzeitig sagen, dass _trotz_ dieser nicht alltäglichen Kuriositäten keine große Spannung entstand. Irgendwie hatte ich durchweg das Gefühl, dass trotz aller unterschwellig angedeuteten Ernsthaftigkeit die Handlung durch den Tag plätscherte. Der Roman zog in seiner Gesamtheit ein wenig zu belanglos an mir vorbei, daran konnte auch die ernsthafte und unterschwellig stets präsente Thematik des Es-muss-sich-was-Veränderns nicht viel ändern.
Letztendlich schwankte ich gegen Ende zwischen einer Bewertung von drei oder vier Sternen, da das Buch ja trotz der Kritikpunkte durchaus gut unterhalten konnte? aber leider, leider folgte das Finale in einer Szene, die für meinen Geschmack einfach nicht hätte sein müssen. Nicht, weil ich spießig bin, sondern weil genau hier das befürchtete Übertriebene in geballt auf den Leser einstürzte und ich gar nicht so viel mit dem Kopf schütteln konnte, wie ich wollte. Schade, denn so bleibt doch letztendlich ein etwas fader Nachgeschmack, da zumindest für mich die Szene zu stark im Gedächtnis bleibt. Deshalb gebe ich ?Sieh mich an? gute drei Sterne.
Rezensionen von ClaudiaWirth@t-online.de:
Sieh mich an von Krügel Mareike
Bewahre dir deine Menschlichkeit...
Der Klappentext von "Projekt Orphan" hat mich gleich umgehauen! Ich wollte diesen Thriller unbedingt lesen, auch wenn ich den Vorgänger "Orphan X" nicht kannte.
Doch um was geht es genau? Evan Smoak lebt ein Doppelleben, denn hinter seiner unscheinbaren Fassade ist er der "Nowhere Man".
Er kämpft für diejenigen, die für sich keinen Ausweg mehr sehen und ihn per Telefon um Hilfe bitten. Doch er wird gnadenlos gejagt von seinen Ex-Kollegen, den Orphans, mit denen er jahrelang im geheimen Auftrag des US-Verteidigungsministeriums getötet hat. Als er gerade dabei ist, einer Jugendlichen aus den KLauen eines Mädchenhändlers zu helfen, wird er selbst gekidnappt. Er muss sich unbedingt befreien, bevor es zu spät für das Mädchen ist...
Mein Eindruck:
Anfangs hatte ich etwas Bedenken, dass es von Nachteil ist, den ersten Band nicht zu kennen. Dies stellte sich aber gottseidank als unberechtigte Sorge heraus und mich hat das Buch sofort gefesselt. Zuerst wusste ich nicht so recht, was ich von dem Hauptprotagonisten Evan halten soll, doch je mehr ich über ihn las und auch von seiner Vergangenheit erfuhr, umso sympathischer wurde er mir. Gregg Hurwitz hat es hier perfekt geschafft, Evan menschlich und doch knallhart darzustellen, was mit Sicherheit eine enorme Herausforderung für einen Autor ist. Rückblenden in Evans Vergangenheit klären einiges auf, was dazu beiträgt, dass der Leser eine besondere Bindung zum "Nowhere Man" aufbauen kann und dieser Thriller ist ein wahrer Pageturner. Ich konnte es immer kaum erwarten zu erfahren, wie es mit Evan weitergeht, wie seine Gefangenschaft weiter verläuft und was seine Feinde gerade wieder aushecken. Denn nicht nur Evan Smoak ist eine interessante Figur in diesem Werk. Auch sein Entführer verfügt über eine wahrlich schillernde Persönlichkeit und hat eine sehr facettenreiche Crew um sich gescharrt. Zudem ist er ein Meister der Illusion. Ich finde es faszinierend, welch unterschiedliche Charaktere aus der Feder von Hurwitz entstanden sind, jede einzelne klasse ausgearbeitet. Denn auch Evans Ex-Kollegen sind Gegner, die er in keiner Sekunde unterschätzen darf, schließlich haben sie die gleiche Ausbildung genossen. Und so beginnt eine Jagd auf Leben und Tod...
Fazit:
Lesen, lesen, lesen!! Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit komplett verschlungen. Leser werden sich öfter mal an James Bond verbunden mit Robin Hood erinnert fühlen und auch das macht einen ganz besonderen Reiz aus. Ich hoffe sehr, bald wieder von Evan zu lesen und bis dahin werde ich den ersten Band "Orphan X" lesen :) Von mir kommt eine glasklare Leseempfehlung!
Rezensionen von Caroline :
Der Amerikaner von Karin Lindberg
Zwei wie Hund und Katz
Tessa Prescotts Leben ist voll durchgeplant und organisiert. Schließlich muss sie sich als Model an die Zeitpläne ihrer Auftraggeber halten. Als ihr Papa sie bittet, ihn in die USA zu begleiten, um ein paar neue Pferde zu begutachten, plant sie ein wenig um. Sie freut sich auf die kurze Auszeit und das Treffen mit ihrem Vater.
Ihr Papa kann sich jedoch auf Grund eines Zwischenfalls in Shanghai nicht loseisen und so bleibt Tessa nichts anderes übrig, als sich alleine nach Kansas aufzumachen.
Ihr Gastgeber holt sie vom Flughafen sogar mit dem Helikopter ab. Dort angekommen wird sie sehr herzlich empfangen. Nur Derek, der Sohn des Hauses zeigt ihr die kalte Schulter. Aber so schnell lässt sich Tessa nicht ins Boxhorn jagen, denn sie ist zwar ein gefragtes Model, aber kein hirnloses Püppchen, das sich vor dem gutaussehenden Cowboy keine Blöße geben will. Seine freundliche Seite zeigt er nur seinem Sohn Tyler, den er alleine aufzieht, denn die Mutter des Jungen hat ihn einfach kurz nach dessen Geburt sitzen gelassen.
Ein Unfall und ein Blizzard fesseln die zwei alleine an die Ranch. Zeit, um sich besser kennenzulernen.
Wie hat es mir gefallen?
Teil 4 von 5 rund um die Prescott Schwestern dreht sich um Tessa und ihre Reise in die USA. Tessa ist Model und sehr gefragt. Sie weiß sich zu inszenieren, nutzt die Sozialen Medien zu ihrem Vorteil und ist somit recht präsent. Sie wirkt nach außen sehr professionell doch als Mensch, zieht sie es vor sich locker zu kleiden, Spaß zu haben. Ich mochte sie von Beginn an total gerne. Die Schwestern sind alle so unterschiedlich, aber bei Tessa fühlte ich mich von Anfang an sehr wohl. So auch hier, als sie den Ausritt macht und einfach sie selbst sein kann. Sie entdeckt, dass sie dieses ?einfache? Leben vermisst. Sie genießt die Einsamkeit und auch die neuen Menschen, die sich als Familie ein Imperium erarbeitet haben.
Derek lebt für die Farm und für seinen Sohn Tyler. Um ihn dreht sich alles, bei ihm kann er liebevoll und herzlich sein. Die Mutter von Tyler hat ihn einfach sitzen gelassen, um ein glamouröses Leben in L.A. zu leben. Diese Erfahrung hat ihn unzugänglich und recht griesgrämig gemacht.
Die restliche Familie Hawkins war sehr nett und sympathisch. Die Szenen im Haus, die gemeinsamen Mahlzeiten und die Arbeit sind toll beschrieben.
Die Anziehung zwischen Tessa und Derek ist sofort zu spüren. Wobei beide dieser eigentlich nicht nachgeben wollen. Sie streiten und keifen sich an ohne Rücksicht auf Verluste. Sehr amüsant zu verfolgen und zu lesen.
Da die Geschichte abseits von Shanghai spielt, erfährt man nicht sehr viel von der Seitengeschichte. Mich hat das nicht gestört, denn die zwei Hauptfiguren haben mich beschäftigt und sehr gut unterhalten.
www.mariessalondulivre.at
Rezensionen von Janine2610:
Homo faber von Max Frisch
Rationalisierung emotionaler Handlungen
Walter Faber, der Protagonist dieses Buches, ist ein durch und durch sachlicher und rational denkender Mann, der zwar mit Gefühlen nichts großartig anfangen kann, mit Maschinen und Technik dafür umso mehr. Mit Frauen hat er's deswegen besonders schwer, da diese doch oft ausschließlich in ihrer Gefühlswelt leben und mit seiner Sachlichkeit nicht umgehen können.
In dieser durch einen unglaublichen Zufall geprägten Geschichte trifft Mr. Faber auf seinen Reisen eine junge Frau, in die er sich nicht nur verliebt, sondern von der er schon bald sogar herausfindet, dass sie seine eigene Tochter ist. Und ab dem Moment beginnt das Schlamassel. Oder anders ausgedrückt: die wichtigste und mit Sinn gefüllteste Zeit seines restlichen Lebens, die dennoch nicht ohne Probleme und Katastrophen auskommt.
~ Ich bin nicht zynisch. Ich bin nur, was Frauen nicht vertragen, durchaus sachlich. ~
(S. 91)
Geschrieben wurde »Homo faber« von Max Frisch in den 1950ern, und ich finde, genau das merkt man auch ganz deutlich an der Schreib- bzw. Ausdrucksweise des Autors: Viele alte, heute nicht mehr gebräuchliche Wörter und Ausdrücke sind hierin zu finden und lassen dadurch das typische Klassiker-Feeling aufkommen.
Walter Faber berichtet in Form eines Tagebuchs von der Zeit mit seiner Jugendliebe Hanna, von seinem Dasein danach, den Frauen, die anschließend Teil seines Lebens waren und natürlich auch der Jetzt-Zeit, in der er viel herumreist und schlussendlich seine nie gekannte Tochter kennenlernt.
Während der gesamten Zeit des Lesens, so hatte ich das Gefühl, ist es mir schwer gefallen "am Ball zu bleiben". Phasenweise fand ich Fabers Bericht anstrengend, bin hin und wieder also auch abgeschweift. - Was ich natürlich nicht wollte, trotzdem konnte ich manchmal dem vielen Blabla über Technik und dem ganzen Gedenke, das mir oftmals wie ein Zerdenken vorgekommen ist, nicht folgen. Vielleicht liegt es daran, dass ich eine Frau bin und mir so ein bisschen der Zugang zur typisch männlichen Rationalität fehlt? - Ich weiß es nicht.
Jedenfalls besteht der Bericht, besonders vermehrt zum Ende hin, aus vielen sehr kurzen Sätzen, die mir das Lesen zusätzlich erschwert bzw. meinen Lesefluss gestört haben.
~ Ich bin Techniker und gewohnt, die Dinge zu sehen, wie sie sind. ~
(S. 24)
Das, worum es geht, Fabers Schicksal/seine Geschichte, fand ich hingegen gar nicht mal so uninteressant. Auch die Veränderung seiner Person, die sich sogar im Schreibstil ein wenig niederschlägt, war deutlich erkennbar und sollte an dieser Stelle noch hervorgehoben werden.
Dies war mein erster Max Frisch und ich bin mir auch noch nicht so ganz sicher, ob es beizeiten einen weiteren für mich geben wird. Von diesem Klassiker, von dem ich eigentlich viel erwartet habe, bin ich nämlich leider etwas enttäuscht worden. Vielleicht war es auch einfach die falsche Zeit, in der ich mir das Buch zu Gemüte geführt habe?
Rezensionen von rewa:
Homo faber von Max Frisch
Leben leicht gemacht
Der Autor Bastian Aue war jahrelang als erfolgreicher Unternehmer und Business Coach tätig, bis ein spirituelles Erlebnis sein Leben verändert hat.
In dem kleinen Büchlein ( 114 Seiten ) ,,Erfülltes Leben´´ findet man 26 Einsichten die Einfluss auf sein Leben genommen haben und die er auf diesem Wege mit seinen Lesern teilen möchte.
Bereits der Einleitungssatz von ihm zeigt, in welche Richtung seine Gedanken gehen:
,, Wer selbst voller Fülle ist, wird Fülle anziehen! Es geht gar nicht anders, da sich Gleiches gerne zu Gleichem gesellt. Der Weg zum Erfolg führt nur über die eigene Erfüllung.´´
Jedes Kapitel beginnt mit einer Art Leitsatz, der dann auf zwei kurzen Seiten erklärt wird. Es sind immer wieder Erlebnisse des Autors dabei, der nicht nur auf die positiven Ereignisse hinweist, sondern auch seine negativen Erfahrungen dazu kundtut. Am Ende des Kapitels findet man eine Erfolgstafel, wo jeder seine, zum Thema passende, Erfolge eintragen kann.
Es ist ein Buch, das Mut machen soll, das neue Wege in eingefahrene Verhaltensmuster aufzeigen kann oder auch wie man Ängste und Selbstzweifel erkennen und ablegen kann. Dass sich nicht alles im Buch geschriebene eins zu eins umsetzen lässt ist klar, aber man hat ein Werkzeug in die Hand bekommen, wo man jederzeit nachschlagen kann und den einen oder anderen Tipp einfach ausprobieren kann. Nach dieser Lektüre hat man das Gefühl, dass das Leben leicht sein kann wenn man weiß, wie man mit sich und seinen Mitmenschen umgehen soll.
Ein interessanter Abschlusssatz aus dem Kapitel ,,Jedem seine Berufung´´ lautet:
Ich glaube fest daran: Es gibt für jede Handlung hier auf der Erde jemanden, der das liebt, was ich selber nicht so mag. Es ist wie ein großes Puzzle, in dem jeder seine Fähigkeiten einbringt und sich so alles zu einem perfekten Bild zusammenfügt.
Rezensionen von lena_kallus@msn.com:
Wie das Feuer zwischen uns von Brittainy Cherry
Eine Geschichte voller Tragik und Emotionen mit tollen Charakteren!
Aufmerksam auf das Buch wurde ich durch den Vorgängerband ?Wie die Luft zum Atmen? von Brittainy C. Cherry. Ich habe das Buch zwar nicht gelesen, aber das Cover mit dem gutaussehenden Mann springt einem ins Auge und so war es auch mit dem zweiten Band der Reihe. Besonders toll ist, dass der abgebildete Mann auch so aussieht, wie der Protagonist im Buch beschrieben wird.
Der Klappentext hörte sich auch noch ganz toll an und so wollte ich das Buch gerne lesen!
Ich liebe Logan und Alyssa und fand ihre Liebesgeschichte sehr tragisch und mitreißend! Wie die beiden miteinander umgehen und sich praktisch wortlos verstehen, fand ich ganz toll. Wie sie allerdings unter ihren Eltern leiden müssen ist schon extrem. Dass Alyssa bei so einer kalten Mutter noch so fröhlich sein kann ist mir ein Rätsel. Logan hat es sogar noch härter getroffen und es ist rührend, wie er sich um seine drogensüchtige Mutter kümmert, obwohl sie in wie Dreck behandelt. Er wünscht sich seine Mutter zurück, wie er sie in klaren Momenten erlebt hat und das zu beobachten ist echt herzzerreißend. Und dann hat er auch noch einen schlagenden Dealer als Vater! Logan tat mir echt leid. Da wundert es mich nicht, dass er auch in den Drogensumpf gerutscht ist. Allerdings hätte ich erwartet, dass Alyssa hartnäckiger versucht ihn dort herauszubekommen.
Nachdem die Geschichte einen Sprung von mehreren Jahren macht, kann Logan sich selbst nicht verzeihen und will Alyssa all seinen Ballast nicht zumuten. So verhält er sich ihr gegenüber oft nicht vorbildlich um sie auf Abstand zu halten. Alyssa hat auch mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen und hat Logan in all der Zeit nicht vergessen können. Er hatte immer Einfluss auf ihr Leben und so lässt sie ihm auch sein raues Verhalten durchgehen. Er kam mir sehr authentisch vor, vor allem, da er nicht perfekt war. Brittainy hat hier tolle Protagonisten geschaffen, deren Verhalten nachvollziehbar ist und man sie auch in ihren schlechten Momenten gern hat. Auch die Nebencharaktere hat die Autorin ganz toll herausgearbeitet. Besonders Kellan, Logans Bruder hat es mir angetan, aber auch Alyssas Schwester Erika und Logans Freund Jacob blieben nicht blass und konnten überzeugen.
Ich fand es total romantisch, wie Logan uns Alyssa zusammen gekommen sind und mochte sie als Paar sehr. Man spürt die starke Anziehungskraft, die Alyssa und Logan aufeinander ausüben. Und wie es in Büchern dieses Genres üblich ist, müssen sie ihr widerstehen. Hier fand ich es aber glaubwürdig dargestellt, da die Charaktere gute Beweggründe haben und es auch nicht auf die Spitze getrieben wird. Auch die Liebesszenen zwischen den beiden fand ich sehr ansprechend und erotisch dargestellt. Es gab auch nicht allzu viele dieser Szenen, da das Augenmerk deutlich auf das Gefühlsleben der Protagonisten gelegt wurde.
Mein gewünschtes Happy End, vor allem wegen eines bestimmten Schicksalsschlages, den die Charaktere erleiden müssen, habe ich bekommen, obwohl ich es im Gesamten etwas zu übertrieben fand. Dafür, dass der Rest der Geschichte eher schwermütig war und ein Tiefpunkt auf den nächsten folgte, fand ich das Ende etwas unpassend. Im echten Leben geht nicht alles gut aus und alle schweben auf einer rosa Wolke. Das ist auch mein einziger Kritikpunkt, denn der Rest der Geschichte konnte mich gefangen nehmen
Brittainy C. Cherrys Schreibstil finde ich ganz hervorragend! Wie sie die Charaktere und ihre Gefühle beschreibt ist richtig intensiv und einnehmend. Ich finde, dass sie sich im New Adult Bereich deutlich abhebt und ihre Art zu schreiben sehr poetisch und hochwertig ist. Ich habe mir auch schon ihr erstes Buch der Reihe besorgt und freue mich darauf! Soweit ich gesehen habe, kann man die Bücher unabhängig voneinander lesen, da nicht einmal die Protagonisten der Vorbände wieder auftauchen.








